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Weltliche Schönheitsideale. Ein internationaler Vergleich

Titel: Weltliche Schönheitsideale. Ein internationaler Vergleich

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2021 , 18 Seiten

Autor:in: Mira Letzbor (Autor:in)

Soziologie - Beziehungen und Familie
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Diese Hausarbeit will der Frage nachgehen, ob die Schönheitsideale durch die Massenkommunikation und durch die Globalisierung universal geworden sind oder ob es vielleicht doch noch durch die existierenden unterschiedlichen Kulturen weiterhin verschiedene Schönheitsideale gibt, die gegen das stark geprägte und vielleicht auch gewollte Einheitsbild kämpfen oder wenigstens als Alternative oder Ergänzung parallel existieren.

Im ersten Kapitel werden wir darlegen, was Schönheit, Schönheitsideale und Schönheitshandlungen an sich bedeuten und was wir darunter verstehen. Nach dieser Begriffsbestimmung werden die zwei existierenden Sichtweisen (universal und lokal) analysiert. Als drittes Kapitel wird das Konzept „glokalisiert“ erklärt. Am Ende dieser Hausarbeit werden wir versuchen eine Schlussfolgerung zu ziehen und vielleicht eine Antwort auf die im folgenden Abschnitt gestellte Frage zu finden.

Wenn man über Schönheitsideale spricht, befindet man sich in der Welt der Körpersoziologie. Die Körpersoziologie ist ein spannendes Gebiet, das sich die Frage stellt, wie Körper im sozialen Leben und im sozialen (aber auch im nicht-sozialen) Raum dargestellt, gehandelt und wahrgenommen werden. Eine große Frage ist, ob auch der Körper sozial sein kann, oder ob eigentlich nur die Seele sozial sei. Diese Frage wurde lange diskutiert. Pierre Bourdieu (1930-2002) erklärt es mit seiner Habitustheorie als eine einheitliche Sache, die von Gesellschaft geprägt ist (habitus und hexis).

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Was ist Schönheit?

3. Universales Schönheitsideal - Globalisierung

3.1 Sport

3.2 Mode, Kleidung, Verzierungen

3.3 Authentizität

4. Die Perspektive der lokalisierten Schönheitsideale in der Welt

4.1 Esther Honig - “Before & After” Projekt

4.2 USA und Europa: lokale Schönheitsideale

4.2.1 Frankreich

4.2.2 Russland

4.2.3 Italien

4.3 China, Japan und Südkorea: eine ganz andere Sichtweise

4.4 Weitere Forschungsmöglichkeiten

5. Kann man heute vielleicht von Glokalisiert sprechen?

6. Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht, ob Schönheitsideale im 21. Jahrhundert durch Globalisierung und Massenkommunikation zu einem universalen Standard konvergiert sind oder ob kulturelle Unterschiede weiterhin Bestand haben bzw. als "glokale" Mischformen existieren.

  • Soziologische Grundlagen von Körperbildern und Habitustheorie.
  • Kritische Analyse des universalen Schönheitsideals und dessen globaler Verbreitung.
  • Vergleichende Untersuchung lokaler Schönheitsideale in verschiedenen Weltregionen (USA, Europa, Asien).
  • Erörterung des Konzepts der "Glokalisierung" als Synthese aus globalen Einflüssen und lokaler Identität.

Auszug aus dem Buch

3. Universales Schönheitsideal - Globalisierung

In einem Interview mit dem Attraktivitätsforscher und Lehrstuhlinhaber der Soziologie an der der Heinrich-Heine-Universität in Düsseldorf Professor Dr. Ulrich Rosar wird festgelegt, dass Schönheit universal ist und auf einfachen Regeln basiert. Er erklärt, dass Schönheit durchaus ein Zeitphänomen ist, aber letztlich kommt man immer wieder auf eine ähnliche “Duchschnittsschönheit”. Es haben sich zum Beispiel die Schminktechniken verändert: von einer sehr großen Betonung der Lippen und Augen zu einer immer natürlicheren Körperinszinierung. Auch die dargestellten Persönlichkeitsideale veränderten sich: von einer kindlichen Ausstrahlung zu einer in den späteren vierziger Jahren Superwoman-Präsentation (vgl. Beauty.de).

Dennoch ist Schönheit auch ein zeitloses Phänomen. Denn Rosar geht davon aus, dass es universelle, von der Zeit unabhängige Maßstäbe gibt. Laut verschiedener Studien wird Schönheit von allen Menschen auf der Welt gleich empfunden und das schon seit jeher. Perfekte Proportionen, wie sie durch den goldenen Schnitt definiert werden, empfindet man als schön. Der goldene Schnitt vergleicht die Größenverhältnisse: ob der Mund zu schmal, das Kinn zu breit oder die Augen zu klein sind. Die Körperproportionen der Frauen werden nach dem Beispiel von Marilyn Monroe (1926-1962) mit ihrem 90-60-90 Ideal (in Zentimeter Brust-, Taille- und Hüftenumfang) gemessen. Proportionen, die sogar von der klassischen Coca-Cola Flasche übernommen worden sind (ebd.).

Die Annahme von einem universell existierenden Schönheitsbild wurde auch von einer Studie bestätigt, die vor 60 Jahren mit über 4000 Studienteilnehmer gemacht wurde. Diese sollten aus einer Reihe von Gesichtsfotos das schönste auswählen. In allen Landesteilen und Berufsgruppen waren die ausgewählten Gesichter die gleichen.

Menschen nehmen die Schönheit als einen Durchschnittswert des Bekannten wahr. Schönheit ist Durchschnitt. Immanuel Kant (1724-1804) behauptete, dass der Mittelmaß die Basis der Schönheit selbst sei. Nicht das extrem Schöne wird ausgewählt, sondern das Durchschnittliche. Eine neurophysiologische Erklärung geht davon aus, dass die Neuronen intensiv auf bekannte Dinge reagieren. Ein Durchschnittsgesicht enthält prototypische Merkmale von vielen Gesichtern.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in die Körpersoziologie ein und stellt die zentrale Forschungsfrage nach der Universalität versus Lokalisierung von Schönheitsidealen im Kontext der Globalisierung.

2. Was ist Schönheit?: Dieses Kapitel beleuchtet Schönheit als soziologisches Konstrukt und diskutiert den Zusammenhang zwischen gesellschaftlichem Zwang, Identitätsstiftung und physischer Attraktivität.

3. Universales Schönheitsideal - Globalisierung: Hier wird die Theorie der universalen Schönheit anhand von biologischen Faktoren, Durchschnittswerten und dem Einfluss der modernen Industrie analysiert.

4. Die Perspektive der lokalisierten Schönheitsideale in der Welt: Das Kapitel bietet einen kulturellen Vergleich, der zeigt, wie unterschiedlich Schönheitsideale in verschiedenen Ländern wie Frankreich, Russland, Italien und asiatischen Staaten wahrgenommen werden.

5. Kann man heute vielleicht von Glokalisiert sprechen?: Die Arbeit führt den Begriff der Glokalisierung ein, um zu erklären, wie globale Trends in lokalen Kontexten angeeignet und transformiert werden.

6. Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass Menschen heute in einem Spannungsfeld zwischen globalem Einheitsideal und lokaler kultureller Identität agieren, was zu einem bewussten Wechsel zwischen diesen Idealen führt.

Schlüsselwörter

Schönheitsideale, Körpersoziologie, Globalisierung, Glokalisierung, Habitus, Attraktivitätsforschung, Identität, Soziale Ungleichheit, Kulturvergleich, Schönheitsoperationen, Massenkommunikation, Körperinszenierung, westliche Hegemonie.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert, wie sich körperliche Schönheitsideale im 21. Jahrhundert entwickeln und ob sie eher universeller Natur sind oder stark von lokalen kulturellen Kontexten geprägt werden.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die Soziologie des Körpers, der Einfluss der globalen Medien und Modeindustrie, kulturelle Diversität bei Schönheitsvorstellungen sowie der Prozess der gesellschaftlichen Habitualisierung.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, die Forschungsfrage zu beantworten, ob Schönheitsideale durch Globalisierung universal geworden sind oder ob weiterhin verschiedene lokale Schönheitsideale existieren, die als Alternative oder Ergänzung dienen.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Analyse soziologischer Konzepte (u.a. Bourdieu) und der Auswertung von Studien sowie Internetquellen zum Thema Schönheitsideale in verschiedenen Ländern.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung universeller Merkmale von Schönheit, die Darstellung verschiedener nationaler Ideale (z. B. Japan, Russland, Frankreich) und die theoretische Fundierung des "glokalisierten" Körpers.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Schönheitsideale, Globalisierung, Glokalisierung, Habitus, Identität und kulturelle Wahrnehmung.

Wie unterscheidet sich das Schönheitsideal in Russland von dem in Frankreich?

Während in Frankreich ein natürlicher Look ("Undone-Frisuren", wenig Make-up) bevorzugt wird, zeichnet sich das russische Ideal durch ein stärkeres Bedürfnis nach Perfektionierung, aufwendiges Schminken und den Wunsch nach faltenfreier Haut aus.

Was bedeutet der Begriff "Yaeba-Look" in Japan?

Der "Yaeba-Look" beschreibt das Ideal schiefer Zähne, insbesondere hervorstehender Eckzähne, das in Japan als Symbol für ein kindliches Gebiss und damit als niedlich empfunden wird.

Was versteht die Autorin unter dem Phänomen der "Glokalisierung" von Schönheit?

Glokalisierung beschreibt den Prozess, in dem globale Schönheitsideale nicht einfach blind übernommen, sondern in lokale Kulturen integriert, umgedeutet und an den eigenen kulturellen Code des Habitus angepasst werden.

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Details

Titel
Weltliche Schönheitsideale. Ein internationaler Vergleich
Hochschule
Universität Passau
Autor
Mira Letzbor (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2021
Seiten
18
Katalognummer
V1041308
ISBN (eBook)
9783346461704
ISBN (Buch)
9783346461711
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Schönheit Weltliche globalisierung lokal glokalisiert Soziologie des Körpers Körper Gender Kultur Körpersoziologie Schönheitssoziologie
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Mira Letzbor (Autor:in), 2021, Weltliche Schönheitsideale. Ein internationaler Vergleich, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1041308
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  18  Seiten
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