In dieser Hausarbeit soll es zunächst darum gehen, das Diakonat geschichtlich zu verifizieren, verorten und einzuordnen, vom Neuen Testament, der frühen Kirche bis hin zum II. Vatikanischen Konzil. Anschließend soll die pastorale Situation des
Diakons heute beleuchtet und in den Blick genommen werden. Des Weiteren soll die Zukunft des Diakonats in den Gemeinden in Deutschland analysiert und verdeutlicht werden.
Der Diakon wird in Zukunft für unsere Kirche noch wichtiger werden, Grund hierfür ist der allgegenwärtige und oft diskutierte Priestermangel in Deutschland, der sich seit Jahren und Jahrzehnten kontinuierlich fortsetzt. Allein ein Blick auf die Anzahl
der aktiven Priester in den letzten 20 Jahre reicht, um sich diese Entwicklung zu vergegenwärtigen. Gleichzeitig gibt es einen Zuwachs der ständigen und nebenberuflichen Diakone in Deutschland seit der Einführung durch das II. Vatikanischen Konzils.
Inhaltsverzeichnis
1. Der Diakon im Testament
2. Die Entwicklung des Diakones in der apostolischen Tradition
2.2 Wiederherstellung des Diakonats im II. Vatikanischen Konzil
3. Die Stellung des Diakones in der Gegenwart
3.1 Berufliche und kirchliche Stellung
3.2 Vorrausetzungen für das kirchliche Amt des Diakonates
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht die historische Entwicklung des Diakonats von den neutestamentlichen Ursprüngen über die apostolische Tradition bis hin zum II. Vatikanischen Konzil, um daraus die pastoralen Chancen des Diakons in der heutigen kirchlichen Situation in Deutschland abzuleiten.
- Historische Herleitung des Diakonats im Neuen Testament
- Die Entwicklung des Amtes in der apostolischen Tradition
- Die Bedeutung des II. Vatikanischen Konzils für die Neubelebung des Diakonats
- Voraussetzungen und Aufgaben des Diakons in der heutigen kirchlichen Praxis
- Die Brückenfunktion des Diakons zwischen Kirche und säkularer Gesellschaft
Auszug aus dem Buch
1. Der Diakon im Testament
Die ersten schriftlichen Erwähnungen des Diakons finden sich an folgenden Stellen des Neuen Testamentes: Apg. 6,3 / 1. Tim. 3,8-13 / Phil. 1,1.
Zunächst muss ermittelt werden wie diese Stellen zu verstehen und gemeint sind. Um eine zu weitverzweigte Argumentation von pro et contra nicht zu überspannen, versuche ich die folgenden Darstellungen bei Definitionen und Erklärungen stehen zu lassen. Im corpus paulinum werden mehrere verwandte Begriffe auf den Diakon angewendet, „dienen“ (σερβίρισμα) und „Amt“ / „Dienst (υπηρεσία) und „Diener“ (υπηρέτης). Nun gilt es diesen, in einen exegetischen Aufbau zu setzten und ihn sinnvoll zu erklären und einen Zusammenhang zwischen diesen herzustellen um die entsprechende Semantik zu erhalten.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Der Diakon im Testament: Dieses Kapitel analysiert die neutestamentlichen Wurzeln des Diakonats anhand zentraler Schriftstellen wie der Apostelgeschichte und den paulinischen Briefen.
2. Die Entwicklung des Diakones in der apostolischen Tradition: Der Text beleuchtet die historische Entwicklung des Amtes, insbesondere durch die Rezeption bei Ignatius von Antiochien und die Erneuerung durch das II. Vatikanische Konzil.
2.2 Wiederherstellung des Diakonats im II. Vatikanischen Konzil: Hier wird die Wiedereinführung des ständigen Diakonats als sakramentales Amt zur Stärkung der seelsorglichen Präsenz in der Gemeinde thematisiert.
3. Die Stellung des Diakones in der Gegenwart: Dieser Abschnitt beschreibt die heutige Rolle des Diakons im Kontext der Deutschen Bischofskonferenz sowie die verschiedenen beruflichen und kirchlichen Voraussetzungen für das Amt.
3.1 Berufliche und kirchliche Stellung: Das Kapitel definiert den Diakon als Mittler, der das Wirken Christi in der Welt vergegenwärtigt und zwischen kirchlicher Hierarchie und dem Volk Gottes steht.
3.2 Vorrausetzungen für das kirchliche Amt des Diakonates: Es werden die religiösen, menschlichen, fachlichen und lebensweltlichen Kriterien dargelegt, die für die Zulassung zum Diakonat erforderlich sind.
Schlüsselwörter
Diakon, Diakonat, Pastoral, Neues Testament, II. Vatikanisches Konzil, Kirche, Dienst, Brückenfunktion, Gemeinde, Weihesakrament, Evangelium, Seelsorge, Liturgie, Berufung, Apostolische Tradition
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit beschäftigt sich mit der historischen Herleitung und der gegenwärtigen Bedeutung des Diakonats in der katholischen Kirche.
Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?
Die zentralen Themen sind die neutestamentlichen Grundlagen, die historische Ämterentwicklung, die Neuerungen durch das II. Vatikanische Konzil sowie das Anforderungsprofil für Diakone heute.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Ziel ist es, das Diakonat zu verorten und zu verdeutlichen, welche Chancen dieses Amt für die pastorale Arbeit in modernen Gemeinden bietet.
Welche wissenschaftliche Methode wird angewendet?
Es handelt sich um eine theologisch-historische Analyse, die auf exegetischen Grundlagen, kirchlichen Dokumenten und der einschlägigen Fachliteratur basiert.
Was steht im Hauptteil im Fokus?
Im Hauptteil liegt der Fokus auf der exegetischen Untersuchung neutestamentlicher Stellen und der Analyse der Rahmenordnung für ständige Diakone.
Welche Schlagworte charakterisieren das Werk?
Brückenfunktion, sakramentaler Dienst, pastorale Chancen und kirchliche Identität sind wesentliche Aspekte.
Warum ist die Unterscheidung zwischen "Dienen" und "Amt" im NT wichtig?
Die Unterscheidung hilft, die semantische Entwicklung des Begriffs Diakon von einer bloßen Hilfstätigkeit hin zu einem sakramentalen kirchlichen Dienst zu verstehen.
Welche Rolle spielt der Diakon als Brücke zwischen Gemeinde und Hierarchie?
Der Diakon steht "mitten im Leben" und kann als verheirateter Kleriker oder durch seine Lebensnähe als Ansprechpartner fungieren, wo die offizielle Hierarchie für Laien oft distanziert wirkt.
Welche Voraussetzungen müssen für das Amt erfüllt sein?
Es werden vier Bereiche gefordert: religiöse, menschliche, fachliche (Theologiestudium) und lebensweltliche Eignung, inklusive der Zustimmung der Ehefrau bei verheirateten Bewerbern.
- Citation du texte
- Maximilian Sauer (Auteur), 2020, Der Diakonat und seine Chancen für die Pastoral. Geschichtliche Verifikation, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1041338