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Die Entstehung der griechischen Tragödie

Titel: Die Entstehung der griechischen Tragödie

Hausarbeit , 2001 , 13 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Wolfgang Wüst (Autor:in)

Gräzistik - Literatur
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Die Entstehung der griechischen Tragödie

Teil 1:Entstehung, Rezeptionskomponenten, Wirkungsziel
1.1 Entstehung

Will man die Entstehung der Tragödie (aus dem Dionysos-Kult und der
griechischen Festgeschichte) betrachten, so muss man sich darüber im klaren sein, dass aus der damaligen Zeit, speziell aus dem Zeitraum indem sich die Tragödie aus ihrer frühen Form entwickelte, kaum originale Quellen überliefert sind. Auch aus der Blütezeit der Tragödie sind nur Fragmente erhalten. Allein Aischylos soll
circa 80 Stücke aufgeführt haben, von denen nur sieben heute noch bekannt sind. Die nachfolgende Geschichte ihrer Entstehung erhebt also keinen Anspruch auf Richtigkeit oder Vollständigkeit, sie kann vielmehr nur den Versuch einer Rekonstruktion darstellen.

In einem Satz gesagt, ist die Tragödie ein Theaterstück, das im Wechsel von Chor und Schauspielern aufgeführt wird.
Die Ursprünge der griechischen Tragödie liegen im Dionysos-Kult begründet. Dionysos, der Gott der Fruchtbarkeit und des Weines (vermutlich schon vor 1200 v. Chr. In Griechenland bekannt) wurde schon in den frühen Mythen mit tanzenden Frauen in Verbindung gebracht.
Das Tanzen der Frauen um Dionysos wird im Griechischen mit dem Verb
`mainesthai´ beschrieben. Dieses Verb bedeutet jedoch nicht `tanzen´ in seinem eigentlichen Sinn, sondern es beschreibt vielmehr ein ekstatisches, rauschhaftes Tanzen.

„In Scharen, Thiasoi, geteilt, streiften die Frauen, Thyrsen schwingend und Fackeln tragend, umher, sie drehten sich im wirbelndem Tanz, bis sie erschöpft zu Boden stürzten [...] In höchste Erregung versetzt ergriffen sie ein Tier, das ihnen in den Weg kam, zerrissen es in Stücke und verschlangen diese.“ (M. Nilsson1, zit. nach Latacz, Einführung in die griech. Tragödie, S. 32)
[...]

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

Teil 1: Entstehung, Rezeptionskomponenten, Wirkungsziel

1.1 Entstehung

1.2 Die Rezeptionskomponenten

1.3 Wirkungsziel

Teil 2: Aischylos: Die Orestie

2.1 Besonderheiten dieser Triologie

2.2 Die Totenspende (Choephoren)

2.3 Die Eumeniden

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht die historische Entstehung der griechischen Tragödie aus dem Dionysos-Kult sowie deren strukturelle Rezeptionsbedingungen und gesellschaftliche Wirkungsziele, um anschließend eine detaillierte Analyse der Aischylos-Trilogie "Orestie" hinsichtlich ihrer äußeren und inneren Form vorzunehmen.

  • Historische Wurzeln und Entwicklung der griechischen Tragödie
  • Einflussfaktoren der Aufführungssituation (Orts-, Anlass-, Wettbewerbs- und Mittelgebundenheit)
  • Die Funktion der Tragödie als Instrument zur politischen und gesellschaftlichen Reflexion
  • Detaillierte formale Untersuchung der "Choephoren" und der "Eumeniden"

Auszug aus dem Buch

1.1 Entstehung

Will man die Entstehung der Tragödie (aus dem Dionysos-Kult und der griechischen Festgeschichte) betrachten, so muss man sich darüber im klaren sein, dass aus der damaligen Zeit, speziell aus dem Zeitraum indem sich die Tragödie aus ihrer frühen Form entwickelte, kaum originale Quellen überliefert sind. Auch aus der Blütezeit der Tragödie sind nur Fragmente erhalten. Allein Aischylos soll circa 80 Stücke aufgeführt haben, von denen nur sieben heute noch bekannt sind. Die nachfolgende Geschichte ihrer Entstehung erhebt also keinen Anspruch auf Richtigkeit oder Vollständigkeit, sie kann vielmehr nur den Versuch einer Rekonstruktion darstellen.

In einem Satz gesagt, ist die Tragödie ein Theaterstück, das im Wechsel von Chor und Schauspielern aufgeführt wird. Die Ursprünge der griechischen Tragödie liegen im Dionysos-Kult begründet. Dionysos, der Gott der Fruchtbarkeit und des Weines (vermutlich schon vor 1200 v. Chr. In Griechenland bekannt) wurde schon in den frühen Mythen mit tanzenden Frauen in Verbindung gebracht.

Das Tanzen der Frauen um Dionysos wird im Griechischen mit dem Verb `mainesthai´ beschrieben. Dieses Verb bedeutet jedoch nicht `tanzen´ in seinem eigentlichen Sinn, sondern es beschreibt vielmehr ein ekstatisches, rauschhaftes Tanzen.

Zusammenfassung der Kapitel

Teil 1: Entstehung, Rezeptionskomponenten, Wirkungsziel: Dieses Kapitel erläutert die Wurzeln der Tragödie im Dionysos-Kult, beschreibt die prägenden Aufführungsbedingungen und analysiert das Ziel der Katharsis sowie die politische Funktion der Stücke.

Teil 2: Aischylos: Die Orestie: Hier erfolgt eine detaillierte formale Analyse der Trilogie von Aischylos, wobei insbesondere die "Choephoren" und "Eumeniden" hinsichtlich ihrer äußeren Struktur und inneren Dramaturgie untersucht werden.

Schlüsselwörter

Griechische Tragödie, Dionysos-Kult, Aischylos, Orestie, Katharsis, Rezeptionskomponenten, Dithyramben, Choephoren, Eumeniden, Dramaturgie, Politische Reflexion, Theatergeschichte, Peripetie, Agon, Athen.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die Entstehung der griechischen Tragödie und analysiert beispielhaft die Trilogie "Orestie" von Aischylos.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentral sind die historische Herleitung aus dem Dionysos-Kult, die Rahmenbedingungen der antiken Theateraufführungen und die formale Struktur der Tragödie.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist die Rekonstruktion der Entstehungsgeschichte sowie die Untersuchung, wie äußere und innere Formen der Tragödie die beabsichtigte Wirkung auf das Publikum steuern.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine literatur- und theatergeschichtliche Analyse angewandt, die sich auf antike Quellen (Aristoteles) und moderne Forschungsliteratur stützt.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Einführung zur Entstehung und Wirkung der Tragödie sowie eine detaillierte Analyse der "Orestie"-Teile "Choephoren" und "Eumeniden".

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Dionysos-Kult, Aischylos, Orestie, Katharsis, dramatische Struktur und politische Gemeinschaftsreflexion sind prägende Begriffe.

Welche Rolle spielt der Areopag in Aischylos' Werk "Eumeniden"?

Aischylos nutzt den Mythos, um die zeitgenössische politische Umgestaltung des Areopags zu thematisieren und diesen Prozess göttlich zu legitimieren.

Wie unterscheidet sich die "Orestie" von anderen Trilogien der Antike?

Die Orestie gilt als die einzige bis heute vollständig erhaltene Trilogie, die zudem einen zusammenhängenden chronologischen und thematischen Handlungsstrang aufweist.

Was versteht man unter der "Ortsgebundenheit" bei der Tragödie?

Die Aufführung im Theatron in einem festen Halbkreis zwang die Dichter zur Einhaltung einer ortsangemessenen Struktur, die unter anderem kurze Stücke und hohe logische Konsistenz erforderte.

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Details

Titel
Die Entstehung der griechischen Tragödie
Note
1,0
Autor
Wolfgang Wüst (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2001
Seiten
13
Katalognummer
V104153
ISBN (eBook)
9783640025206
ISBN (Buch)
9783640858088
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Entstehung Tragödie
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Wolfgang Wüst (Autor:in), 2001, Die Entstehung der griechischen Tragödie, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/104153
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Leseprobe aus  13  Seiten
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