Die Arbeit untersucht die Frage, welche Führungskompetenzen für die Zeit während und auch nach Corona von zentraler Bedeutung für die Auswahl geeigneter Führungskräfte sein werden. Ihr wird mithilfe einer qualitativen Untersuchung nachgegangen, für welche vorwiegend Menschen befragt wurden, die eine neue Arbeit kurz vor oder während der Krise begonnen haben und somit auf einen höheren Betreuungsaufwand seitens ihrer Führungskraft angewiesen sind. Im Ergebnis führt die Studie zu einer Reihe von Handlungsempfehlungen für Unternehmen, anhand welcher Kompetenzen zukünftige Führungskräfte ausgewählt und wie die gewünschten Kompetenzen erlangt oder verstärkt werden können.
Die Strukturen der Arbeitswelt durchleben aufgrund der aktuellen Corona Krise einen massiven Wandel und werden sich auch für die Zukunft nachhaltig weiterentwickeln müssen. Eine der zentralen Veränderungen der Arbeitswelt ist die signifikante Zunahme des Home Offices und damit einhergehend die Nutzung des Remote Leaderships. In Deutschland galt Home Office in vielen Unternehmen als Ausnahmeregelung, doch durch die Pandemie und die damit verbundenen Hygiene- und Abstandsregeln wird sich dies grundlegend und nachhaltig verändern. Hinzu kommt die massive, psychische Belastung, welche die Krise selbst, aber auch die damit einhergehenden Maßnahmen und Restriktionen mit sich bringen.
Inhaltsverzeichnis
1 Einführung in die Thematik
1.1 Hintergrund und Relevanz
1.2 Forschungsfrage der Arbeit und Ziele der Untersuchung
1.3 Abgrenzung des Themas
1.4 Aufbau der Arbeit
2 Theoretischer Rahmen
2.1 Führungskompetenzen
2.1.1 Allgemeine Grundlagen
2.1.2 Selbstkompetenzen
2.1.3 Sozialkompetenzen
2.1.4 Fachkompetenzen
2.2 Führungsstile
2.2.1 Verschiedene Arten
2.2.2 Merkmale erfolgreicher Führung
2.2.3 Bedeutung erfolgreicher Führung
2.3 New Work
2.3.1 Definition
2.3.2 Remote Leaderhip
2.3.3 Remote Leadership in der Praxis
2.4 Die Konsequenzen der Corona Pandemie
2.4.1 Auswirkungen auf die Wirtschaft
2.4.2 Auswirkungen auf die Menschen
3 Empirische Untersuchung
3.1 Vorgehensweise
3.1.1 Auswahl und Beschreibung der Experten
3.1.2 Entwicklung und Beschreibung des Interviewleitfadens
3.1.3 Beschreibung der Interviewdurchführung
4. Ergebnisse
4.1 Darstellung der Ergebnisse
4.1.1 Psychisches Wohlbefinden
4.1.2 Arbeitsalltag
4.1.3 Führungskompetenzen
4.1.4 Führungsstile
4.1.5 Verbesserungsvorschläge
4.2 Handlungsempfehlungen
4.2.1 Mehr Vertrauen und Flexibilität
4.2.2 Weg von starren Hierarchien
4.2.3 Stärkung der Kommunikationsfähigkeit
4.2.4 Empathie zeigen
4.2.5 Fachlichen Austausch stärken
4.2.6 Verbesserung des virtuellen Onboarding Prozesses
4.2.7 Stärkung der Selbstreflektion
4.2.8 Professionelle Hilfe hinsichtlich der psychischen Belastung
5 Kritische Reflektion
6 Fazit und Ausblick
Zielsetzung & Themen
Diese Arbeit untersucht, welche Führungskompetenzen für die Auswahl von Führungskräften im Kontext der Corona-Pandemie und der damit verbundenen Zunahme von Remote Leadership entscheidend sind. Das primäre Ziel besteht darin, durch qualitative Experteninterviews Handlungsempfehlungen für Unternehmen abzuleiten, um Führungskräfte gezielt auszuwählen und zu fördern.
- Anforderungen an Führungskräfte durch Remote Leadership
- Einfluss des Führungsstils auf das Wohlbefinden von Mitarbeitern
- Bedeutung sozialer und Selbstkompetenzen in der Krise
- Herausforderungen des digitalen Onboardings
- Strategien zur Stärkung der Resilienz und Mitarbeiterbindung
Auszug aus dem Buch
2.3.2 Remote Leaderhip
Der Begriff Remote Leadership bedeutet sinngemäß „Führen aus der Ferne“ und ist ein Bestandteil des Konzeptes New Work. Das Prinzip dahinter entstand im Zuge der immer stärker zunehmenden Digitalisierung der Arbeitswelt. Deren stetig steigende Relevanz hat verschiedene Einflüsse auf die einzelnen Abläufe innerhalb eines Unternehmens. Konkret bedeutet Remote Leadership, dass die Kommunikation zwischen Mitarbeitern und ihren Vorgesetzten über digitale Plattformen, wie beispielsweise Microsoft Teams oder Zoom stattfindet und es Aufgabe der Führungskraft ist, Teams online zu führen. Aufgrund dieser technischen Hürde handelt es sich um ein tendenziell neuartigeres Phänomen, für welches mehrere Begrifflichkeiten existieren, wie beispielsweise auch „Digital Leadership“. In dieser Arbeit wird jedoch ausschließlich die Bezeichnung „Remote Leadership“ verwendet.
Das Führen aus Distanz wird unter verschiedensten Bedingungen eingesetzt und kann beispielsweise für die Verwendung von Home Office, für die Arbeit auf Reisen oder auch für Meetings über verschiedenste Distanzen eingesetzt werden. Aufgrund der Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie hat die Bundesregierung verordnet, dass alle Betriebe, bei denen die Arbeit von zuhause aus verrichtet werden kann, Home Office anordnen sollen, um die Kontakte auf dem Weg zur Arbeit und vor Ort im Büro auf ein Minimum zu beschränken. Aus diesem Grund und der Tatsache heraus, dass einige Unternehmen angesichts des Infektionsrisikos freiwillig auf den zu engen Kontakt unter den Mitarbeitern oder auch auf Kontakte zu externen Menschen im Rahmen von Geschäftsreisen verzichten möchten, hat die Nutzung des Home Offices seit Beginn der Pandemie stark zugenommen.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einführung in die Thematik: Dieses Kapitel erläutert die Relevanz der Untersuchung vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie und dem Wandel hin zu New Work sowie Remote Leadership.
2 Theoretischer Rahmen: Hier werden die theoretischen Grundlagen zu Führungskompetenzen, verschiedenen Führungsstilen, dem Konzept New Work und den Auswirkungen der Pandemie auf Wirtschaft und Menschen dargelegt.
3 Empirische Untersuchung: Dieses Kapitel beschreibt die qualitative Forschungsmethodik, die Auswahl der Experten sowie die Entwicklung des Interviewleitfadens und die Durchführung der Interviews.
4. Ergebnisse: Hier werden die Resultate der Expertenbefragung im Detail dargestellt, interpretiert und in konkrete Handlungsempfehlungen für Unternehmen übersetzt.
5 Kritische Reflektion: Eine kritische Auseinandersetzung mit der Methodik, der Zielgruppe und der Repräsentativität der durchgeführten Untersuchung.
6 Fazit und Ausblick: Das Fazit fasst die zentralen Erkenntnisse der Arbeit zusammen und gibt einen Ausblick auf künftige Forschungsbedarfe.
Schlüsselwörter
Führungskompetenzen, Remote Leadership, New Work, Corona-Pandemie, Home Office, Mitarbeiterführung, Soziale Kompetenz, Selbstkompetenz, Fachkompetenz, Psychische Gesundheit, Mitarbeiterbindung, Führungskultur, Arbeitsalltag, Digitale Führung, Resilienz
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Masterarbeit grundsätzlich?
Die Arbeit analysiert, wie sich die Corona-Pandemie und die zunehmende Arbeit im Home Office auf die Anforderungen an Führungskräfte auswirken und welche Kompetenzen für deren Auswahl in dieser veränderten Arbeitswelt entscheidend sind.
Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?
Die Arbeit behandelt schwerpunktmäßig Führungskompetenzen, Führungsstile, das Konzept "New Work" mit Fokus auf Remote Leadership sowie die psychischen Auswirkungen der Pandemie auf Arbeitnehmer.
Welches primäre Ziel verfolgt die Forschungsfrage?
Das Ziel ist es, auf Basis einer qualitativen Untersuchung Handlungsempfehlungen für Unternehmen zu entwickeln, um geeignete Führungskräfte auszuwählen und deren erforderliche Kompetenzen gezielt zu fördern.
Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?
Die Autorin nutzt eine qualitative Forschungsmethode in Form von halbstandardisierten Experteninterviews, um tiefgreifende Informationen und individuelle Einschätzungen zu generieren.
Was wird im Hauptteil der Arbeit primär behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine fundierte theoretische Aufarbeitung der Kompetenz- und Führungskonzepte sowie eine anschließende empirische Untersuchung, in der die Ergebnisse der Experteninterviews analysiert und in Empfehlungen überführt werden.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren diese Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Führungskompetenzen, Remote Leadership, New Work, Home Office, psychische Gesundheit der Mitarbeiter und Führungskultur.
Inwieweit spielt das psychische Wohlbefinden der Mitarbeiter eine Rolle?
Das psychische Wohlbefinden ist ein zentraler Fokus. Die Studie verdeutlicht, dass Führungskräfte durch ihr Handeln und ihr Verständnis für die Bedürfnisse der Mitarbeiter einen signifikanten Einfluss auf deren psychische Gesundheit und emotionale Bindung zum Unternehmen haben.
Welche Bedeutung kommt der Empathie im digitalen Führungskontext zu?
Empathie wird als zunehmend wichtiger Faktor identifiziert, da in der digitalen Kommunikation nonverbale Signale oft fehlen. Die Befragten betonen, dass eine empathische Führungskraft Probleme auf Distanz schneller erkennt und den Zusammenhalt im Team stärken kann.
- Arbeit zitieren
- Anonym (Autor:in), 2021, Kompetenzen heutiger Führungskräfte in Zeiten der Corona-Krise und der Zunahme des Remote-Leadership-Modells, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1041581