Deutsche Geschichtswissenschaftler und der Generalplan Ost - Theodor Schieder und die Ostforschung


Hausarbeit (Hauptseminar), 2003

34 Seiten, Note: sehr gut


Leseprobe

Inhalt

Einleitung

1. Der ‚Generalplan Ost’

2. Vorgeschichte
2.1 Volkstums- und Ostforschung in der Weimarer Republik
2.2 Ostforschung im NS

3. Angewandte ‚Ostforschung’
3.1 Die ‚Polendenkschrift’ und der ‚Generalplan Ost’
3.2 Ost- und Volkstumsforscher im Feld

4. Verantwortlichkeit und Nachkriegskarriere am Beispiel Schieders

Literaturverzeichnis

Einleitung

Es verging viel Zeit, bis sich die Zunft der deutschen Historiker öffentlich eingehender mit ihrer jüngsten Vergangenheit zu beschäftigen begann. Genauer gesagt dauerte es 53 Jahre, bis auf dem 42. deutschen Historikertag, der vom 8. bis zum 11. September 1998 in Frankfurt abgehalten wurde, erstmals offen und kontrovers über die mittelbare oder unmittelbare Beteiligung deutscher Geschichtswissenschaftler an der nationalsozialistischen Vernichtungspolitik diskutiert wurde.[1] „Schließlich hatten an der imperialistischen Theorie des Nazismus zahllose Historiker mitgearbeitet und zuvor oder gleichzeitig definiert, wo deutscher ‚Volksboden’ und Lebensraum zu finden, wer minderwertig oder höherwertig sei.“[2] Dabei konzentrierten sich die Konferenzteilnehmer nicht nur auf jene Geschichtswissenschaftler, die im Zuge der Entnazifizierungen aus öffentlichen Ämtern suspendiert worden waren,[3] sondern speziell auf diejenigen, die nach 1945 das bundesrepublikanische Bild der Geschichtswissenschaft entscheidend mitgeprägt hatten. Theodor Schieder ist dabei nur ein Beispiel für die Kontinuitäten im geschichtswissenschaftlichen Betrieb nach 1945. Er war nach Aussage eines seiner ehemaligen Studenten, „in den fünfundzwanzig Jahren vor seinem Tod 1984 die einflußreichste Persönlichkeit in der westdeutschen Geschichtswissenschaft“[4] und verdient daher besondere Aufmerksamkeit.

Der späte Zeitpunkt, an dem die Debatte über die braune Vergangenheit deutscher Historiker aufkam und eine breitere Öffentlichkeit erreichte, ist auch insofern interessant, weil Angelika Ebbinghaus und Karl-Heinz Roth bereits 1992 ein bevölkerungspolitisches Geheimgutachten Schieders – die sogenannte Polendenkschrift - vom September 1939 editierten.[5] Die deutsche Historikerschaft, unter ihnen nicht wenige Schüler Schieders, wie z.B. Hans Ulrich Wehler, ignorierten diese Funde jahrelang – bis zum besagten Historikertag in Frankfurt.

Die von Roth und Ebbinghaus erforschten Quellen zeichnen ein neues Bild vom Vater der Sozialgeschichte in der BRD: Schieder hatte sich während der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft in Deutschland besonders für den vor 1918 ehemals deutschen Osten interessiert und war auf dem Gebiet revisionistisch orientierter ‚Ostforschung’ einer der vielversprechensten Nachwuchsakademiker. Später war er in seiner Funktion als Leiter der ostpreußischen ‚Landestelle für Nachkriegsgeschichte’ in Königsberg einer der führensten und einflussreichsten ‚Ostspezialisten’ im Großdeutschen Wissenschaftsbetrieb.

Die ‚Polendenkschrift’ Schieders enthielt weitreichende Handlungsanweisungen und Vorschläge, die auf zum Teil eindeutig rassistischen und antisemitischen Ideen beruhten, wie mit dem damals gerade besiegten Polen bevölkerungspolitisch zu verfahren sei. Kurze Zeit nach der Veröffentlichung dieser Denkschrift begann der Agrarprofessor, ‚SS – Standartenführer’ und Chef der Planungsabteilung im Reichsicherheitshauptamt (RSHA), Konrad Meyer, der – nach Mechtild Rössler und Sabine Schleiermacher – „beispielhaft für einen neuen Typus eines technokratischen, zweckrationalen Wissenschaftlers steht“[6], auf Veranlassung Heinrich Himmlers ab Ende 1939 für das RSHA einen detaillierten Plan auszuarbeiten, in dem die weitere bevölkerungs- und geopolitische Behandlung der eroberten Gebiete vorgegeben war. Das mehrmals überarbeitete Werk wurde ab 1941/42 unter dem Namen ‚Generalplan Ost’ (GPO) in den Akten des Reichskommissars für die Festigung des deutschen Volkstums (RKF)[7] innerhalb des RSHA geführt.

Der komplette GPO in seiner dem RSHA gelieferten Fassung ist bis heute in den Archiven Deutschlands, Polens und auch der ehemaligen Sowjetunion unauffindbar und muss wohl als verloren betrachtet werden.

Der Warschauer Historiker Czesław Madajczyk hat zu dieser Thematik 1994 eine umfassende Quellensammlung veröffentlicht, in der er das Ergebnis einer dreißig-jährigen Recherchenarbeit zusammenfasst und alle bislang auffindbaren Quellen zum GPO auflistet, so dass sich der Plan dennoch relativ genau rekonstruieren lässt.[8]

Das Ziel der vorliegenden Arbeit ist es einerseits aufzuzeigen, woher die Verfasser des GPO die zur Erstellung des Planes notwendigen Informationen über Bevölkerungsstrukturen in Polen und der Sowjetunion bezogen und inwieweit Forscherpersönlichkeiten, die nach 1945 in der westdeutschen Geschichtswissenschaft Schlüsselpositionen besetzten, das gewaltige geopolitische Vorhaben GPO nicht nur unterstützten, sondern selbst aktiv an seiner Konzeption mitwirkten.

Um sich dieser Fragestellung adäquat nähern zu können, ist es notwenig, die Anfänge der zu Beginn des 20. Jahrhunderts neu entstandenen ‚Ostforschung’ und ‚Volkstumsforschung’ genauer zu betrachten. Diesbezüglich sollen inhärente Kontinuitäten aufgezeigt werden, die letztendlich in einen Genozid unvorstellbaren Ausmaßes mündeten.

Für den Weg, den die deutsche Geschichtswissenschaft seit 1918 beschritt, ist die im Jahr 2000 erschienene Dissertation ‚Historiker im Nationalsozialismus’ von Ingo Haar[9] besonders hervorzuheben, deren Ergebnisse den wesentlichen Grundstock dieser Arbeit bilden. Denn Wandel und die damit einhergehende Radikalisierung, den die Ostforschung von 1933 bis Ende 1939 erfuhr, folgt die Beschäftigung mit der Frage, inwieweit die von Schieder angefertigte ‚Polendenkschrift’ die Ausarbeitung des ersten Entwurfes vom GPO durch Meyer beeinflusst hat.

Da es den Umfang dieser Arbeit sprengen würde, sämtliche Folgen, die mit der Umsetzung des GPO in Polen und der Sowjetunion verbunden waren, darzulegen, werden exemplarisch Ereignisse und Handlungen herausgegriffen, in die - nach heutigem Forschungsstand - deutsche Geschichtswissenschaftler maßgeblich verwickelt waren.

Nach dem Krieg erhielten einige der am GPO beteiligten Wissenschaftler wieder Lehraufträge, vor allem an alten westdeutschen Universitäten, wie Freiburg und Tübingen. Wie viele andere Deutsche ihrer Generation versäumten auch sie es, auf ‚Fehler’ aus der Vergangenheit - besonders auf ihre eigenen - hinzuweisen und sich der Verantwortung ihres Handelns zu stellen. Aber nicht nur das: Schieder u.a. gelang es, sich in den 1950er Jahren wieder in genau den Bereichen hervorzutun, in denen sie sich bereits im Dritten Reich ihre ‚wissenschaftlichen Sporen’ – unter rassistischen und eugenischen Gesichtspunkten – ‚verdient’ hatten.

1. Der ‚Generalplan Ost’

Die Frage, wie Adolf Hitler im Falle einer Regierungsübernahme in Deutschland mit Osteuropa und speziell mit Polen und der Sowjetunion zu verfahren gedachte, war seit der Veröffentlichung seines Buches ‚Mein Kampf’ im Jahre 1925 kein Geheimnis mehr:

„Wir setzen dort an, wo man vor sechs Jahrhunderten endete. Wir stoppen den ewigen Germanenzug nach dem Süden und Westen Europas und weisen den Blick nach dem Land im Osten. Wir schließen endlich ab die Kolonial- und Handelspolitik der Vorkriegszeit und gehen über zur Bodenpolitik der Zukunft.“[10]

Nach dem ‚Blitzsieg’ über Polen im September 1939 und später mit dem Beginn des Überfalls auf die Sowjetunion im Sommer 1941, bot sich für Hitler und seine Helfershelfer die einmalige Möglichkeit der Vision Taten folgen zu lassen. Was der Diktator dabei unter der etwas vagen Formulierung ‚Bodenpolitik der Zukunft’ verstand, zeichnete sich jetzt immer klarer ab: „Um nicht weniger als tausend Kilometer sollte die ethnische Grenze des Reiches, die sogenannte Volkstumsgrenze, durch germanische Neusiedlungen nach Osten verschoben werden; noch weiter östlich, erst am Ural, sollte eine zweite Grenze, die sogenannte Wehrgrenze, verlaufen.“[11]

Die Eroberung dieses ‚Lebensraumes’ wurde „sowohl mit der Notwendigkeit, einen autarken, blockadefesten ‚Großwirtschaftsraum’ schaffen zu müssen, als auch mit der rassenideologischen Verblendung von der angeblichen Bedrohung des deutschen Volkstums und des gesamten europäischen kulturellen Erbes durch den ‚jüdischen Bolschewismus’“[12] begründet. „Als Vorbild für die Ostbesiedlung galten den Nationalsozialisten die mittelalterliche Kolonisation des Deutschritterordens in Preußen, die friderizianischen Neulandgewinnungen im Netzedistrikt, Warthe- und Oderbruch, die Gebietsgewinne Friedrich II. aus den polnischen Teilungen sowie die Kolonisation auf dem Balkan unter Kaiserin Maria Theresia.“[13]

Wie dieses gigantische Neo - Kolonisationsvorhaben ausgeführt werden sollte, wurde unter dem Oberbegriff ‚Generalplan Ost’ zusammengetragen und akribisch aufgelistet.[14] Meyer unterbreitete Himmler diesbezüglich erste Planungsentwürfe im Frühjahr 1940, die in den folgenden Jahren entsprechend des Vormarsches der Wehrmacht im Osten weiterentwickelt und präzisiert wurden. Angelegt war der GPO auf einen Zeitraum von 30 Jahren, gerechnet ab dem Zeitpunkt des ‚Endsieges’. In dieser Zeit sollten „in ganz Europa etwa (...) zehn Millionen Menschen für die Kolonisierung Osteuropas aufgeboten werden. Als Siedlungsgebiete sah die Planung des RSHA folgende Gebiete vor: das besetzte Polen (die eingegliederten Ostgebiete, das Generalgouvernement und der Bezirk Bialystok), die baltischen Republiken, Weißrußland, die ukrainischen Gebiete von Žitomir, Kamenec – Podolsk und teilweise Vinnica sowie zwei besondere Siedlungsgebiete: die Region von Leningrad (Ingermanland) und die Krim einschließlich des Dnjepr – Bogens. Von den 45 Millionen Bewohnern dieser Gebiete sollten 31 Millionen, die als ‚rassisch unerwünscht’ galten, nach Westsibirien ausgesiedelt werden.“[15] Neben den ehemals deutschen Ostgebieten und Restpolen, die komplett in das deutsche Reich eingegliedert werden sollten, waren an Flüssen und Flussübergängen sogenannte ‚Reichsmarken’[16] und ‚Siedlungsstützpunkte’[17] geplant, die Verbindungen zu den Marken Gotengau, Ingermanland und dem Memel – Narev Gebiet gewährleisten sollten. Sie waren „gleichsam ‚ethnische Militärgrenzen’, welche die allmähliche Eindeutschung [‚Umvolkung’ (...)] der dann ‚eingekesselten’ d.h. von dem polnischen Reststaat abgeschnittenen ‚fremdvölkischen’ Bevölkerung namentlich in Posen und Westpreußen erleichtern würde, zumal wenn es gleichzeitig zur Neuansiedlung einer großen Zahl von Deutschen aus dem Reichsgebiet oder aus dem Osten kommen sollte.“[18] Die Stadtbevölkerungen sollten verringert werden und die landwirtschaftliche Besiedlung entsprechend der Rassendoktrin Vorrang erhalten, womit die Ansiedlung ausschließlich arischer und vornehmlich deutscher Menschen in den betroffenen Regionen gemeint war.

Dem GPO implizit war daher auch die „Deportation und teilweise Ausrottung von 30 bis 40 Millionen ‚rassisch unerwünschter’ Menschen, hauptsächlich Slaven, aus den zu kolonisierenden Gebieten – ein Schicksal das die Juden bereits getroffen hatte oder zeitgleich mit der Entwicklung des Generalplans Ost in extremer Form als biologische Extermination treffen sollte.“[19] Als Kolonisten, die Anstelle der Deportierten das Land ‚germanisieren’ sollten, waren zunächst ausschließlich Deutsche, später dann auch Menschen mit arischer Abstammung bestimmt. Vor allem wegen der immensen Anzahl an Siedlern, die nach Meyers Plänen für die Ostkolonisation nötig waren, wurden bei zunehmenden deutschen Verlusten an den verschiedenen Fronten des Krieges auch Angehörige anderer germanischer Nationen[20] in die Planungen miteinbezogen. Den übrigen Ostvölkern war das Schicksal von Heloten, modernen Sklaven, angedacht worden, die dem Herrenvolk zu dienen hatten und deren Bildungsgrad besonders niedrig gehalten werden sollte.[21]

Der Vollständigkeit halber muss noch erwähnt werden, dass sich der GPO nicht nur, wie sein Name vermuten lässt, mit der ‚Regermanisierung’ Osteuropas befasste, sondern auch „Pläne für Bevölkerungsverschiebungen in West- und Südeuropa (Elsaß, Lothringen, Untere Steiermark, Oberkrain), sowie den als ‚germanisch’ betrachteten Ländern Holland, Norwegen und Dänemark (als Rekrutierungsland für Neusiedler) zum Gegenstand“[22] hatte.

Mit der Kriegswende 1942/43 und dem damit beginnenden Rückzug der deutschen Armee aus den besetzten Gebieten, verlor Himmler, aufgrund der nun fehlenden Möglichkeiten zur Umsetzung, das Interesse am GPO und seine Realisierung wurde auf unbestimmte Zeit verschoben.

Insgesamt gesehen, war der GPO eine riesige Kostenkalkulation, bei der es darum ging, ideologische Vorgaben an die finanzierbare Realität anzunähern. „Daneben finden sich Vorschläge, wie die Gestaltung des ‚deutschen Lebensraums im Osten’ juristisch und organisatorisch zu bewältigen sei.“[23]

Wie aber kamen die am GPO direkt oder indirekt beteiligten Wissenschaftler und Sachbearbeiter zu den Bevölkerungszahlen und territorialen Abgrenzungen, die die Basis für eine ‚Germanisierung’ des Ostens bildeten und deren Vorhandensein entsprechende Berechnungen vereinfachten, ja in vielen Fällen überhaupt erst möglich machten? Auf wen oder was konnten die Mitarbeiter Meyers zurückgreifen um verlässliche Daten für ihre Arbeit zu bekommen? Um diese Fragen zu beantworten, werde ich im Folgenden näher auf die Tradition und das Selbstverständnis, sowohl der ‚Ostforschung’, als auch der ‚Volkstumsforschung’ eingehen. Denn auf „die Ergebnisse dieser Arbeit (Volkstums- und Ostforschung – N.S.) konnte nach 1933 - und verstärkt nach 1939 - mit der Umsetzung der Expansionsideologie und der militärischen Eroberung Polens und der Sowjetunion zurückgegriffen werden.“[24]

[...]


[1] Im Anschluß an den 42. Historikertages erschien ein Sammelband, der die dort diskutierten verschiedenen Positionen darlegt:
Winfried Schulze, Otto Gerhard Oexle (Hrsg.); Deutsche Historiker im Nationalsozialismus, Frankfurt 1999.

[2] Götz Aly; ‚Daß uns Blut zu Gold werde’. Theodor Schieder Propagandist des Dritten Reiches; in: Julius Schoeps,
Karl E. Grözinger, Gert Mattenklott (Hrsg.) Menora. Jahrbuch für deutsch-jüdische Geschichte 1998; Bodenheim 1998,
S. 13 – 27, S. 15.

[3] z.B. Theodor Oberländer, der 1953 von Konrad Adenauer zum Bundesminister für Vertriebene, Flüchtlinge und Kriegs-
beschädigte ernannt wurde, dieses Amt aber aufgrund eines Strafprozesses in der DDR, in dem er in Abwesenheit zu
lebenslanger Zuchthausstrafe verurteilt wurde, 1960 auf Druck der Öffentlichkeit wieder abgeben musste.

[4] Hans Ulrich Wehler; In den Fußstapfen der kämpfenden Wissenschaft. Braune Erde an den Schuhen: Haben Historiker wie
Theodor Schieder sich nach dem Krieg von ihrer Vergangenheit ganz verabschiedet?; in: Frankfurter Allgemeine Zeitung vom
4.1.1999, S. 48.

[5] Angelika Ebbinghaus; Karl Heinz Roth: Vorläufer des ‚Generalplan Ost’. Eine Dokumentation über Theodor Schieders
Polendenkschrift vom 7. Oktober 1939, in: 1999. Zeitschrift für Sozialgeschichte des 20. und 21. Jahrhunderts 7 (1992),
Heft 1, S. 62 – 94.

[6] Mechtild Rössler, Sabine Schleiermacher; Der ‚Generalplan Ost’ und die Modernität der Großraumordnung. Eine Einführung;
S. 8f; in: Mechtild Rössler, Sabine Schleiermacher (Hrsg.); Der ‚Generalplan Ost’. Hauptlinien der nationalsozialistischen
Planungs- und Vernichtungspolitik; Berlin 1993

[7] „Den Titel des R. verlieh sich Heinrich Himmler auf der Grundlage eines Erlasses Hitlers vom 7.10.1939 selbst. Er zog damit
einen großen Teil der Kompetenzen zur ethnischen Neuordnung Europas an sich und konnte sich der Dienststellen von SS,
Partei und Staat für seine Volkstumspolitik bedienen.“ Wolfgang Benz, Hermann Graml, Hermann Weiß, (Hrsg.)
Enzyklopädie des Nationalsozialismus, 4. Auflage, München 2001, S. 677.

[8] Czeslaw Madajczyk; Vom Generalplan Ost zum Generalsiedlungsplan; München 1994.

[9] Haar, Ingo; Deutsche Historiker im Nationalsozialismus. Deutsche Geschichtswissenschaft und der Volkstumskampf im
Osten; Göttingen 2000.

[10] Adolf Hitler, Mein Kampf, 14. Kapitel: Ostorientierung und Ostpolitik; München 1942, S. 742.

[11] Czeslaw Madajczyk; Generalplan Ost, S. V.

[12] Jörg K. Hoensch; Nationalsozialistische Europapläne im Zweiten Weltkrieg. Versuch einer Synthese; in:
Richard G. Plaschka, Anna M Drabek, (Hrsg.), Mitteleuropa-Konzeptionen in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts;
Wien 1995, S. 307-325, S. 308.

[13] Bruno Wasser, Himmlers Raumplanung im Osten. Der Generalplan Ost in Polen 1940 – 1944; Basel 1993; S. 11.

[14] Der Begriff ‚Generalplan Ost’ taucht erstmals um 1940/41 in den Akten des Heinrich Himmler unterstellten
Apparats, der für polnische Aussiedlungen aus den okkupierten und eingeliederten Ostgebieten zuständig war, auf.

[15] Czeslaw Madajczyk, Generalplan Ost, S. VII

[16] Zu 50% kolonisiert.

[17] Zu 25% kolonisiert.

[18] Wolfgang J. Mommsen, Vom ‚Volkstumskampf’ zur nationalsozialistischen Vernichtungspolitik; in: Schulze, Winfried; Oexle,
Otto Gerhard (Hrsg.); Deutsche Historiker im Nationalsozialismus; Frankfurt, 1999; S. 201.

[19] Czeslaw Madajczyk, Generalplan Ost, S. XIII.

[20] Vor allem Holländer und Norweger. Hitler selbst bemühte sich, mit Albert Speer zusammen, sogar die Anzahl der Deutschen
auf der ganzen Welt zusammenzuzählen, um auf genügend Kolonisten verweisen zu können. In: Czeslaw Madajczyk,
Generalplan Ost, Dok. Nr. 96, S. 290f.

[21] Einfaches rechnen bis höchstens 500, schreiben des Namens, eine Lehre, dass es ein göttliches Gebot ist, den Deutschen
gehorsam zu sein und ehrlich, fleißig und brav zu sein. Lesen wurde nicht für nicht erforderlich gehalten. Vgl. Bruno Wasser
‚Raumplanung’, S. 23.

[22] Czeslaw Madajczyk, Generalplan Ost, S. VI.

[23] Czeslaw Madajczyk, Generalplan Ost, S. XIII.

[24] Mechtild Rössler, Sabine Schleiermacher ‚Generalplan Ost’, S. 9.

Ende der Leseprobe aus 34 Seiten

Details

Titel
Deutsche Geschichtswissenschaftler und der Generalplan Ost - Theodor Schieder und die Ostforschung
Hochschule
Universität Bremen  (Geschichte)
Note
sehr gut
Autor
Jahr
2003
Seiten
34
Katalognummer
V10417
ISBN (eBook)
9783638168458
Dateigröße
606 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Deutsche, Geschichtswissenschaftler, Generalplan, Theodor, Schieder, Ostforschung
Arbeit zitieren
Nico Sutter (Autor), 2003, Deutsche Geschichtswissenschaftler und der Generalplan Ost - Theodor Schieder und die Ostforschung, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/10417

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