Revolution 1848


Referat / Aufsatz (Schule), 2001

5 Seiten, Note: 13 Pkt.


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DER KAMPF UM EINEN LIBERALEN VOLKSSTAAT - DIE 1848 REVOLUTIONEN

1.) Die Anfänge und Ursachen der Revolution

- seit 1830 war die Unzufriedenheit mit den politischen Verhältnissen im Deutschen Bund trotz der polizeistaatlichen Maßnahmen der meisten Landesherren immer weiter angewachsen
- dazu kam eine ebenfalls steigende wirtschaftliche Unzufriedenheit die noch vergrößert wurde durch hohe Arbeitslosigkeit, oder die Mißernten von 1845 und 1846 > so kam es bereits zu Unruhen 1847 in den meisten deutschen Staaten
- in der Zeit vor dem 1.März 1848, dem Vormärz, herrschten viele Zensuren
- schon lange trafen sich Oppositionelle und besprachen die politische Mißstände in Deutschland
- im März 1848 erhob sich dann die Unterschicht der Städte und des Landes, und protestierte gegen die wirtschaftliche Not
- diese Protestbewegungen wurden bald vom Bürgertum überlagert, welches ganz offen politische Freiheit und Mitbestimmung sowie ein einheitliches deutsches Staatswesen forderte
- Stattfinden von verschiedenen Volkserhebungen und Versammlungen in Mannheim, Heidelberg und Karlsruhe
- im März kam zu den ersten Forderungen nach Pressefreiheit, allgemeinem Wahlrecht, Schwurgerichten und nach nationaler Einheit
- die „Märzminister“ wurden einberufen
- es wurden schnell, durch die Regierung, neue Rechte für die Bauern beschlossen (Bauern zogen sich zurück)
- die politische Macht des Adels geht zu Ende
- 1848 herrschte in Deutschland reges politisches Interesse
- die auf diese Proteste nicht vorbereiteten Herrscher stimmten teilweise den Forderungen der Aufständischen zu, sie stellten eine konstitutionelle Verfassung und politische Freiheitsrechte in Aussicht
- das liberale Bürgertum gab sich mit den angekündigten Reformen zufrieden, die Republikaner forderten jedoch weiterhin die Abschaffung der Monarchie
- es kam zu vielen neuen Reformen

1.1.)Revolution und Verfassungsstreit

- Karlsbader Beschlüsse 1819 (Metternich): Versuch die nationalen und liberalen Bewegungen in Deutschland zu unterdrücken durch z.Bsp.: Versammlungsverbot und Einsetzen der Zensur

- Die Herrscher konnten die Forderungen nicht mehr länger ablehnen

- Kontrolle der Universitäten (Professoren,...)

- Preußen ist bis 1847 ein von adligen regierter Staat mit sehr schlechten Bedingungen für Bauern und Arbeiter (deshalb: sehr reformbedürftig)

- Revolution: ab Anfang März 1848 kam es zu Volksversammlungen in Berlin gegen den adligen Beamtenapparat

- am 26.02.1848 entwerfen Friedrich Hecker und Gustav Struve die Märzforderungen
- am 1.3.1848 demonstrieren 20000 Personen in Karlsruhe
- Forderungen nach freiheitlicher und volkstümlicher Herrschaftsordnung
- am 13.03.1848 kommt es zu Zusammenstößen zwischen Demonstranten und Armee > mehrere Tage herrschten Straßenkämpfe und es kam zu vielen Toten
- 18.3.1848 März-Revolution in Berlin: 277 Tote
- der König hebt Zensur auf und setzt den Vereinigten Landtag ein (verspricht Presserecht und die Reformation des Deutschen Bundes)

- Mai 1848 wird die Preußische Nationalversammlung gewählt in der jedoch nie ein Gesetz durchgesetzt wurde

- bis 26.07.1848 : Entwurf der Nationalversammlung des preußischen Königs für ein parlamentarisches System mit aufschiebendem Veto für den König und die Aufhebung der feudalen Rechte

- diese Verfassung garantierte weder politische Mitwirkungsrechte noch eine Kontrolle des Königs der eine Trennung der Staatsgewalten

- am 5.12.1848 wird diese Nationalversammlung wieder aufgelöst (durch Friedrich Wilhelm) und es wird ein Beamtenkabinett eingesetzt

1.2.)Die Paulskirche und das Scheitern der bürgerlichen Revolution

- am 5.3.1848 wird die Einberufung eines Vorparlaments beschlossen, welches dann am 31.03.1848 erstmals in Frankfurt zusammentritt

- Beschluß zu der Wahl einer verfassungsgebenden Nationalversammlung durch das Volk ( Wahlbeteiligung zwischen 40% in Sachsen und 75% in Württemberg)

- am 18.05.1848 tritt die neue Nationalversammlung in der Paulskirche in Frankfurt zusammen (585 Abgeordnete)

- neben Vorschlägen zur Lösung der wirtschaftlichen und sozialen Misere sollten die Abgeordneten eine neue nationalstaatliche Verfassung ausarbeiten

- Vertreter waren jedoch größtenteils aus dem Adel oder der reichen Bevölkerung

- im Parlament fanden sich bald auch Abgeordnete mit ähnlichen politischen Vorstellungen zusammen, welche dann sogenannte „Fraktionen“ bildeten (stellen die Keimzellen der späteren politischen Parteien dar)

- zum Präsident dieser wurde Heinrich von Gagern gewählt

- Nationalversammlung war für die Beschlüsse auf die exekutive Gewalt der Einzelstaaten angewiesen

- keine große politische Macht

- der erste Verfassungsentwurf garantierte mehrere Freiheitsrechte (u.a. Gewebefreiheit, Gleichheit vor dem Gesetz, allgemeine Wehrpflicht, Schutz vor willkürlichen Verhaftungen, Presse-, Glaubens- und Gewissensfreiheit, Schule für alle (Staatsschule) und Zivilehe)

- das Staatswesen selbst war als bundesstaatliche konstitutionelle Erbmonarchie konstruiert

- dieses Verfassungsmodell wurde am 27.03.1849 mit 267 gegen 263 Stimmen angenommen

- trotzdem stand die zentrale Frage noch offen, die Fragen nach der Staatlichkeit und den Grenzen des künftigen Einheitsstaates („großdeutsche“, „großösterreichische“ oder „kleindeutsche“ Lösung)

- König Friedrich Wilhelm von Preußen wurde im März 1849 dann zum Kaiser gewählt, lehnte das geschaffene Kaisertum jedoch ab, er wollte die Kaiserkrone nur mit Zustimmung der anderen Fürsten (viele bedeutende Fürsten aus Bayern, Sachsen, Hannover,...lehnten ab)

- damit war das Verfassungswerk von Frankfurt gescheitert

- teilweise ist jedoch diese „Paulskirchenverfassung“ im heutigen Grundgesetz der BRD verankert

- erneut flammte die Revolution im April 1849 mit voller Gewalt auf, viele Menschen bewaffneten sich und gingen die Frankfurter Reichsverfassung auf die Straße

- die deutschen Herrscher schlugen diesmal mit Gewalt zurück, Preußen und Österreich erklärten die Verfassung für unrechtmäßig und forderten ihre Auflösung

- das verbleibende Frankfurter Parlament zieht nach Stuttgart um und wird einige Wochen später im Juni 1849 vom Militär wieder auseinandergetrieben

- Baden ist jetzt das Sammelbecken der Revolution (es entsteht eine 25000 Mann starke Revolutionsarmee)

- Revolutionäre ziehen mit 6000 Soldaten nach Freiburg

- am 23.07.1849 kapituliert der Rest der Revolutionären vor den Truppen der Fürsten

- Anführer werden erschossen

- in folgenden Schauprozessen wurden 40 Personen zum Tode verurteilt und über 1000 mit dem Zuchthaus bestraft

- auch die langen und ermüdenden Verhandlungen in Frankfurt nahmen der Revolution fast jeden Schwung

- letztendlich fand die Revolution ein blutiges Ende

- damit war die Revolution endgültig gescheitert

- sofort gingen die deutschen Staaten daran, die Verfassungsänderungen von 1848 wieder zurückzunehmen, die Parlament wieder aufzulösen und zu den alten Verhältnissen zurückzukehren

- dies nahm den noch letzten politisch engagierten Menschen die letzte Hoffnung auf ein freiheitliches Leben in den deutschen Staaten

- in dieser Zeit kehrten viele Deutschland den Rücken und wanderten aus, allein in den zehn Jahren nach der Niederschlagung der Revolution verließen 1,2 Mio. Menschen ihre Heimat

- die „Deutsche Frage“ blieb weiterhin offen ...

2.) Februar 1848 : Frankreich wird Republik

- schon seit Beginn der 30er Jahre herrschten revolutionäre Bewegungen
- Februar 1848 bricht in Frankreich die Revolution aus
- das Volk erhebt sich und fordert allgemeines und gleiches Wahlrecht
- der Bürgerkönig Louis Philipe flieht
- Barrikadenkämpfe des Volkes gegen die Armee
- Großbürgertum siegt mit Hilfe des Proletariats und setzt einen republikanischen Monarchen als Repräsentanten des Volkes ein
- im Dezember wird Louis Napoleon zum Präsidenten ernannt
- die Nationalversammlung läßt das demonstrierende Volk zusammenschießen > Ende der Revolution

3.)März 1848: die Revolution in Österreich

- basiert zum einen auf dem Liberalismus im deutschen Teil, zum anderen auf den nationalen Bewegungen in Tschechien, Ungarn und Italien
- Ursache hierfür waren soziale Unterschiede in der Bevölkerung
- Problem eines solchen Vielvölkerstaates war es, dass verschiedene Völker zusammenleben mußten
- außerdem waren die Staatsfinanzen in einem sehr schlechten Zustand durch hohe Militärkosten
- die Lage der Bauern, Arbeiter und Handwerker waren schlecht

- 7.03.1848 : die Wiener Liberalen fordern eine Agrarreform (Neuaufteilung des Landes an Bauern, Arbeiter etc.), allgemeines Wahlrecht und eine Verfassung
- Wiener Bürger stürmen nach einer Massendemonstration das Parlament und fordern den Abzug des Militärs, den Rückzug Metternichs, die Gründung einer Nationalgarde, die Aufhebung der Zensur und die Einberufung einer Nationalversammlung zur Ausarbeitung einer Verfassung
- Nationale Bewegungen strebten allgemein einen „Bund gleichberechtigter Völker“ an
- 31.08.1848 : Aufhebung der Untertänigkeitsverhältnisse
- Wien wurde im Oktober von kaiserlichen Truppen erobert und die Führer der Revolution hingerichtet
- März 1849 wurde eine Verfassung oktroyiert (aufgezwungen)
- eine Gegenrevolution unter Windischgrätz beginnt
- 1849 macht Ungarn sich selbstständig, wird jedoch mit russischer Hilfe wieder unterworfen

4.)Fazit

- wesentliche Forderungen der Revolution 1848/49 waren: Aufhebung derZensur, liberal- demokratische Verfassung, Aufhebung der Privilegien, häufig auch Volksbewaffnung und neue (liberale) Ministerien
- nach dem Modell des nordamerikanischen Bundesstaates sollte ein deutscher Nationalstaat geschaffen und innere Zersplitterung des Landes überwunden werden
- die Revolution scheiterte weil es den führenden bürgerlichen Kräften nicht gelang die ländlichen und städtischen Massen, sowie den Status quo des Kleinbürgertums zusammenzufassen und zu einer politischen Aktion zu mobilisieren
- Militär, Monarchie und Bürokratie überwanden die Revolution sehr schnell und es wurden die alten Verhältnisse wieder eingeführt
-
- Quellen
- „Schule 99- Grundstock des Wissens“, Serges Medien
- Internet
- Aufzeichnungen aus dem Fach Geschichte

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Details

Titel
Revolution 1848
Note
13 Pkt.
Autor
Jahr
2001
Seiten
5
Katalognummer
V104192
ISBN (eBook)
9783640025503
Dateigröße
340 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Revolution
Arbeit zitieren
Nancy Faustmann (Autor:in), 2001, Revolution 1848, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/104192

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