Erklärt die Sündenbocktheorie das Entstehen sozialer Vorurteile?


Seminararbeit, 2000
16 Seiten, Note: 1.3

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Inhaltsverzeichnis

I. Einleitung

II. Die Frustrations-Aggressions-Hypothese
1. Darstellung
2. Ein kritischer Blick auf die Frustrations-Aggressions-Hypothese

III. Die Sündenbocktheorie
1. Wer eignet sich zum Sündenbock?
2. Beispiele und empirischer Beleg
2.1. Allgemeine Beispiele
2.2. Konkreter empirischer Nachweis
3. Ursachen der Sündenbocksuche
4. Sündenböcke und Vorurteile
5. Eine kritische Betrachtung

IV. Zusammenfassung und Resümee

V. Bibliographie

I. Einleitung

„Ein Sündenbock ist ein sicher abzuschießender Bock.“ (Allport: 1968, S. 60)

Bei der Erforschung der Entstehungsursachen von sozialen Vorurteilen gibt es vielfältige Ansätze. Einer davon ist die von Dollard et al. 1939 aufgestellte Frustrations- Aggressions-Hypothese (als einer Lerntheorie mit psychoanalytischem Ansatz) und darauf basierend die Sündenbocktheorie als Erweiterung. Sie steht hier im Mittelpunkt bei der Frage nach den Entstehungsursachen von sozialen Vorurteilen. Schafft es die Sündenbocktheorie, die Entstehung sozialer Vorurteile zu erklären oder nicht?

Ziel dieser Arbeit soll es vordergründig sein, den Nachweis zu erbringen, daß die Sündenbocktheorie die Entstehung sozialer Vorurteile nicht erklären kann. Nach Meinung des Autors vermag sie es nicht; die These muß sogar erweitert werden - die Sündenbocktheorie setzt soziale Vorurteile voraus.

Zur Überprüfung dieser These soll zunächst ein Überblick über die Frustrations- Aggressions-Hypothese gegeben werden, die 1939 von Dollard, Doob, Miller, Mowrer und Sears in dem Buch Frustration and Aggression veröffentlicht wurde. Auf dieser Grundlage wird dann die Untersuchung der Sündenbocktheorie basieren. Es gilt, ihre Stärken oder auch Schwächen herauszuarbeiten, ihren Wirkungskreis zu definieren, aber auch eine kritische Betrachtung folgen zu lassen. Letztlich soll dann die These dieser Arbeit bestätigt werden (oder eben auch nicht), um ihre Wirksamkeit hinsichtlich der Erklärung der Entstehung sozialer Vorurteile abschließend zu beurteilen.

Dazu bedarf es vorerst einer einleitenden Definition sozialer Vorurteile. Danach ist ein Vorurteil „eine relativ starre und meist von zahlreichen Menschen positive oder negative Meinung ohne objektive Prüfung (z.B. Vorurteile gegenüber Ausländern, Juden, Frauen usw.).“ (Reinhold: 1997, S.712) Eine wichtige Einschränkung soll an dieser Stelle hier gemacht werden: vor allem negative Meinungen werden hier eine Rolle spielen; positive Meinungen bzw. Vorurteile erscheinen hinsichtlich der untersuchenden Sündenbocktheorie fehl am Platz.

II. Die Frustrations-Aggressions-Hypothese

1. Darstellung

Durch die Frustrations-Aggressions-Hypothese, mit der sich Dollard et al. (1994) auch stark auf Sigmund Freud’s psychologische Forschungen beziehen, wird der Versuch einer Erklärung des Auftretens von Aggressionen bei Individuen unternommen. Basis bildet die These: „Aggression ist immer die Folge einer Frustration.“ „ ...und umgekehrt führt die Existenz einer Frustration immer zu irgendeiner Form von Aggression.“ (Dollard et al.: 1994, S. 9). Mit dieser aus damaliger1 und heutiger Sicht kühnen These2 vermuten die Autoren, daß alle alltägliche Formen der Aggression immer auf irgendeiner frustrierenden Situation respektive Erfahrung basieren.

Der Ablauf des Frustrations-Aggressions-Schemas gestaltet sich relativ einfach: als Ausgang wirkt ein sogenannter Instigator, also ein Zustand, auf den eine bestimmte Reaktion folgen wird. In dem von Dollard et al. benutzten Beispiel3 des kleinen Jungen James ist es die Glocke des Eisverkäufers, die ihn dazu bringt, seine Mutter zu bitten, ihm ein Eis zu kaufen. (Dollard et al. : 1994, S. 11ff.) Der Instigator muß dabei allerdings nicht immer beobachtbar sein (wie die Glocke), sondern kann sich auch als ein innerer Zustand manifestieren. Im Falle, daß der kleine James sein Eis erhält, spricht man von einer Zielreaktion, d.h. die „Situation“ ist beendet. Die Stärke der anfangs wirkenden Instigation wird herunterreduziert auf ein Maß, bei welchem sie ihre Wirksamkeit nahezu oder komplett verliert. Allerdings, so Dollard et al., könnte sich James nach einer gewissen Zeit noch ein Eis von seiner Mutter wünschen. Der Instigator kann hierbei der Gedanke an das gerade vor ein paar Minuten verspeiste Eis sein (zur Verdeutlichung des inneren Zustandes) oder der immer noch sichtbare Eiswagen oder auch beides zusammen. Der eigentlich Reiz der Frustrations- Aggressions-Hypothese liegt allerdings in der Tatsache, daß James sein Eis nicht erhält; die beabsichtigte Zielreaktion erfolgt nicht, weil seine Mutter nicht zum Eiskauf zu bewegen ist. Und hier greift nun der zweite Schritt der Hypothese - Frustration tritt auf. Es kommt zu einer Behinderung oder auch Vernichtung der beabsichtigten Zielreaktion, hervorgerufen durch das Veto der Mutter von James. Allerdings bleiben dabei die Instigationen wirksam, d.h. das Vorhandensein des Eisverkäufers, das Läuten der Glocke verbunden mit dem Wunsch nach dem Verspeisen des Eises. An dieser Stelle vollendet sich die Frustrations-Aggressions-Hypothese durch den letzten Akt - die Aggression. Doch von vorn: die beabsichtigte Zielreaktion ist blockiert, der Instigator wirkt weiter - es kommt zu einer Ersatzreaktion, die stellvertretend für die blockierte Zielreaktion steht und ebenfalls eine Verminderung des Grades der immer noch wirkenden Instigation zur Folge hat4. Wenn diese Ersatzreaktion einzig auf die Verletzung der frustrierenden Person gerichtet ist, so spricht man von Aggression. Die Verletzung reduziert sich dabei allerdings nicht nur auf körperliche Angriffe. Dollard et al. nennen hierbei auch andere Formen der Aggression, z.B. verbale Angriffe, Streikveranstaltungen, Gerüchte verbreiten, Lynchjustiz oder auch nicht beobachtbares Verhalten wie Phantasien oder Träume. Aber auch die für diese Hausarbeit wichtige Möglichkeit der Verschiebung (displacement) der Aggression gegen andere (und möglicherweise auch gegen das eigene Ich) kommen an dieser Stelle deutlich zum Tragen: „Die Aggression kann gegen das Objekt, das als Quelle der Frustration wahrgenommen wird, gerichtet sein, sie kann verschoben sein auf ein völlig unbeteiligtes Objekt und sie kann sogar gegen das eigene Selbst gerichtet werden ...“. (Dollard et al.: 1994, S. 18)

Es soll an dieser Stelle allerdings darauf verzichtet werden, zu untersuchen, wann Aggression in starker und unverhüllter Form oder schwacher und indirekter Form auftritt, wie stark die Aggressionen sein können usw. Dies würde über das Ziel dieser Hausarbeit hinausgehen. Der Fakt, daß Aggressionen verschoben werden können, führt uns zu der auf der Frustrations-Aggressions-Hypothese basierenden und als Erweiterung zu dieser fungierenden Sündenbocktheorie, doch soll vorher noch die gerade abgehandelte Hypothese einer kritischen Betrachtung unterzogen werden.

2. Ein kritischer Blick auf die Frustrations-Aggressions-Hypothese

Einen ersten Punkt zur Kritik liefern Dollard et al. eigentlich schon selbst. Bei der Definition von Ersatzreaktionen ziehen sie durchaus in Betracht, daß statt einer aggressiven Ersatzreaktion eine andere, ebenfalls befriedigende, Ersatzreaktion auftreten kann (siehe Fußnote 4). Eine Fundamentalkritik zur Frustrations-Aggressions- Hypothese bietet auf sehr überzeugende Art und Weise Michael Billig in seinem Buch Social Psychology and Intergroup Relations (1976), in dem er Forschungsergebnisse verschiedener Wissenschaftler zusammenfaßt.5 Bandura und Walters weisen 1963 darauf hin, daß aggressives Verhalten nicht immer auf frustrierenden Erfahrungen beruht, sondern eine gelernte Verhaltensweise sein kann. „They argue that frustration is not a necessary condition for aggression. Aggressive behaviour can be taught like any other form of socially learnt behaviour, and can be performed in order to achieve future rewards.” (Billig: 1976, S. 127) So imitieren Kinder in Ermangelung von Frustration einfach aggressives Verhalten, sobald Belohnungen im Spiel sind. Andere Forschungen zeigten, daß es bei Kindern zu einem Anstieg aggressiven Verhaltens kommt, wenn es nicht bestraft wird. Andere Forscher zeigten ein Ansteigen von Aggressivität bei Probanden durch das Schauen gewalttätiger Filme. Billig schließt daraus: „The importance of such studies for the frustration-aggression hypothesis is that they demonstrate the implausibility of postulating that frustration is a necessary condition for the occurrence of aggression.” (Billig: 1976, S.128) Es wurde sogar das Gegenteil der Hypothese bewiesen durch Lange im Jahr 1971, der in Experimenten herausfand, daß Frustration Aggression verringern kann.6

Allport (1971) übt ähnlich vernichtende Kritik: „Es ist einfach nicht wahr, was einige Begeisterte behaupten, daß „Frustration immer zu irgendeiner Art von Aggression führt“.“ (Allport: 1971, S.352) Er meint, daß auf Frustration nicht notwendigerweise Aggression folgt, sondern der Frustrierte wird versuchen, das Hindernis zu überwinden; Menschen reagieren nur manchmal mit Aggression auf frustrierende Umstände.7

Man kann also festhalten, daß diese angeführten Beispiele Schwächen der Frustrations- Aggressions-Hypothese aufzeigen und teilweise ihr Gegenteil beweisen. Nicht umsonst fühlte sich Berkowitz 1962 und 1965 veranlaßt, diese Hypothese neu zu formulieren und die Außenbedingungen der gerade wirkenden Situation mit einzubeziehen.

III. Die Sündenbocktheorie

„Verantwortlich“ für den Begriff des Sündenbocks sind die Hebräer: Am Jom Kippur (jüdischer Feiertag) legte der Hohepriester einem zufällig gewählten Bock bzw. einer Geiß die Hände auf und trug dabei die Sünden des Volkes vor. Dadurch wurden die Sünden und Untaten des Volkes auf diesen Bock übertragen; er wurde anschließend in die Wüste gejagt, und die Gemeinde war von allen Sünden befreit. Diesen Bock nannte man Sündenbock.

Wie aber verhält es sich heute? Welche sozialen Gruppen werden zu Sündenböcken; wie äußert sich dies; sind Vorurteile die Voraussetzung oder die Folge? In erster Linie baut die Sündenbocktheorie auf der eingangs vorgestellten Frustrations- Aggressions-Hypothese von Dollard et al. und der Verwendung des Freudschen Abwehrmechanismus der Verschiebung auf. Dieser greift, wenn man den Verursacher der Frustration nicht „erreichen“ kann oder dieser zu mächtig ist. Wie soll sich beispielsweise ein kleines Kind gegen einen Lehrer wehren, der es vor der Klasse demütigt? Was passiert bei Arbeitslosigkeit - gegen wen soll der Entlassene und Frustrierte seinen Zorn richten - der Wirtschaftsminister oder der Kapitalismus als Wirtschaftssystem sind wenig oder meist gar nicht greifbar, im letzten Fall sogar ein abstraktes Gebilde.8 In diesen Fällen entlädt sich die Aggression gegenüber einem weniger Mächtigen, vor allem aber einem Greifbaren.

1. Wer eignet sich zum Sündenbock?

Zuerst soll die Frage geklärt werden, welche Personen oder Gruppen als Sündenböcke in der Geschichte und auch in der Gegenwart fungierten bzw. fungieren. Trotz der Vielfalt der hier verwendeten Literatur und ihrer Autoren zeigt sich, daß es in allen Völkern und Kulturen (unabhängig von ihrem Grad der Entwicklung) immer Minderheiten innerhalb der jeweiligen Gesellschaft sind, die zum Sündenbock gemacht werden. Allport (1971) bezeichnet sie als psychologische Minderheiten, zu den er unter anderem Immigranten, regionale Gruppen, Berufe, Farbige und Angehörige bestimmter Religionen zählt. In allen Fällen ziehen diese Gruppen unschuldig die Aggression auf sich. Allerdings erscheint es schwer, zu definieren, wann eine bestimmte Gruppe zum Sündenbock wird. So wurden in die USA einwandernde Gruppen aus Europa zeitweise zum Sündenbock auserkoren, allerdings nur für kurze Dauer und danach nie wieder. Allport (1971) definiert: „Einem Sündenbock für alles kommt eine religiöse, ethnische oder rassische Gruppe am nächsten. Da sie beständig überall vorhanden sind, kann man ihnen als Gruppe ein Stereotyp geben und ihnen einen endgültigen Platz anweisen.“ (Allport: 1971, S. 253) Aronson (1994) formuliert es ähnlich: „Das allgemeine Bild des Sündenbock-Phänomens kommt dadurch zustande, daß Individuen ihre Aggressionen auf Gruppen lenken, die unbeliebt, leicht erkennbar und relativ machtlos sind.“ (Aronson: 1994, S. 326)

2. Beispiele und empirischer Beleg

2.1. Allgemeine Beispiele

Die Suche nach Beispielen für Sündenböcke in der Geschichte bis zur heutigen Zeit gleicht nicht der berühmten Suche nach der Nadel im Heuhaufen - im Gegenteil. So wurden die Christen im alten Rom als eine damals noch sehr schwache Gruppe in einer der ursprünglichen Bedeutung des Begriffes sehr nahe kommenden Art und Weise zum Sündenbock gemacht. Man führte sie in die Arena, und dem Volk wurde die Möglichkeit gegeben, seinen Haß und seine Aggressionen auf sie zu werfen. Nahezu ein Drittel des Staatsetats wurde damals für solche Spiele und den Kauf von Bestien, die die Bestrafung „vollendeten“, ausgegeben. Auch in den USA finden sich Beispiele: im Kalifornien des 19. Jahrhunderts waren es die chinesischen Einwanderer und in den ländlich geprägten Gegenden der Südstaaten waren es die Farbigen und teilweise noch bis heute, die zu Sündenböcken gemacht wurden.9

Ein Großteil der Verfolgung von Sündenböcken kann sogar als institutionalisierte Umsetzung dieser Theorie gelten. Auch hier sind die Beispiele vielfältig. So berichtet Allport (1971) von Indianerstämmen, bei denen es selbstverständlich ist, für Mißgeschicke und Enttäuschungen Hexen verantwortlich zu machen. Aber auch im europäischen Mittelalter gab es diese Institutionalisierung in Form der Inquisition der katholischen Kirche über viele Jahrzehnte hinweg. Im dritten Reich wurden vor allem Juden, Kommunisten und Bolschewisten von höchster Stelle zu den allein Verantwortlichen für die „Misere“ Deutschlands nach dem verlorenen ersten Weltkrieg, dem Vertrag von Versailles und der Weltwirtschaftskrise in den 20er Jahren des 20. Jahrhunderts gemacht. Deutsche, die beispielsweise Juden angriffen, waren von der gesetzlichen Seite geschützt. Es scheint sicher, daß sich Machthaber zur Erhaltung ihrer Macht oder zur Durchsetzung von Zielen dieses Mittels erfolgreich bedienen konnten und können, um von den eigentlichen Ursachen der Mißstände abzulenken.

2.2. Konkreter empirischer Nachweis

Es gibt aber auch überprüfbare empirische Belege, so z.B. die Untersuchung von Hovland/Sears (1940). Hierbei ging es um den Zusammenhang zwischen der wirtschaftlichen Situation vor allem im Süden der USA und der Anzahl der überwiegend an Farbigen begangenen Lynchmorde zwischen 1882 und 1930. Sie stellten die These auf, daß in den Jahren wirtschaftlicher Depressionen die Anzahl der Lynchmorde gegenüber den Jahren wirtschaftlicher Prosperität stark steigt. Das Phänomen der Sündenbocksuche bezieht sich in diesem Fall, wie oft auch von anderen Autoren vorgeschlagen10, auf ökonomische Gesichtspunkte.

Am Ende ihrer Studie weisen Hovland und Sears nach, daß während Depressionsperioden die Anzahl der Lynchmorde steigt und während Wachstums- phasen wieder sinkt. Die Gründe für die steigende Anzahl von Lynchmorden11 an Schwarzen, aber auch Weißen, scheinen für die beiden Autoren offensichtlich: trotz der Tatsache, daß in frustrierenden Situationen die stärkste (und vielleicht auch einzig echte) Instigation darauf abzielt, auf den Frustrationsverursacher aggressiv zu reagieren, sind die Gründe für die Verschiebung in diesem Exempel etwas anders gelagert: Eine schlechte Baumwollernte kann beispielsweise auf einer Trockenperiode oder zu viel Regen basieren. In diesem Fall ist es natürlich nahezu unmöglich für die betroffenen Farmer und deren Angestellte als potentiell Arbeitslose, ihre Aggressionen am Wetter oder Klima auszulassen. Hier haben wir wieder den Fall, daß Frustrationsverursacher in bestimmten Situationen oder Gegebenheiten schlichtweg nicht greifbar sein können. Auch erscheint es nicht sinnvoll für die Betroffenen, das Landwirtschaftministerium zu attackieren hinsichtlich möglicher adäquater Gegenreaktionen oder gar bevorstehender Bestrafungen. Aus diesen Überlegungen heraus erscheint es dann klar, weshalb Hovland/Sears eine steigende Anzahl von Lynchmorden vor allem bei Schwarzen (total 71,1 % der Lynchmorde zwischen 1882 - 1930) nachweisen können und insbesondere in Zeiten, in denen die Baumwollerträge nachweisbar niedrig ausgefallen sind. Die Verschiebung (displacement) der Aggression auf in diesem Fall sozial schwache Farbige mit wenig Gegenwehrpotential greift „erfolgreich“.12 Leider sagt die Untersuchung nichts darüber aus, ob die Vorurteile erst mit der wirtschaftlichen Misere entstanden oder bereits vorher existierten. Sie beweist nur, daß Verschiebung von Aggression funktioniert.

3. Ursachen der Sündenbocksuche

Wie bereits in dem Beispiel von Hovland/Sears (1940) gesehen, so waren es ökonomische Ursachen, die zu einem Anstieg der Lynchmorde im Süden der USA führten. Dies stellt keine Ausnahme dar, denn auch andere Forscher und Autoren (Aronson 1994, Bettelheim/Janowitz 1964) legen in ihren Betrachtungen auf diese und ähnliche Ursachen für die Suche nach Sündenböcken viel Wert. So schreibt Allport:

„Obgleich das Suchen nach einem Sündenbock ein immer vorhandenes und universelles Phänomen darstellt, werden besonders in Zeiten der Depression - bei Krieg, Hungersnot, Revolution, schlechter Geschäftslage - die Beweggründe, einen Sündenbock zu suchen, verstärkt, und die Jagd auf Sündenböcke nimmt zu. Wenn wir schon in normalen Zeiten die plötzliche Regung verspüren, andere für unser eigenes Mißgeschick verantwortlich zu machen, so wächst dieser Impuls in Zeiten heftiger sozialer Spannungen ins Gigantische.“ (Allport: 1954, S. 8)

Aber auch historische Gegebenheiten13 führen und führten häufig dazu, bestimmten sozialen Gruppen einen Sündenbockstatus zu oktroyieren. Bestes Beispiel hierfür sind die Juden, deren „Schuld“ am Tod von Jesus bzw. an seinem Verrat ihnen bis heute einen zweifelhaften Ruf beschert hat. Viel zu leicht wird dabei vergessen, daß auch die anderen Jünger von Jesus Juden und gemeinhin die ersten Christen alles Juden waren. Bei diesem konkreten Beispiel ist also die historische Perspektive enorm wichtig; bei anderen mag sie es weniger sein. Weitere Ursachen für die Suche nach Sündenböcken können Hindernisse und Entbehrungen14, Ausflucht vor Schuld15, Furcht und Beklem- mung16, übersteigertes Selbstbewußtsein17, Herdentrieb18 und Denken in Verall- gemeinerungen19 sein. Es gibt aber auch fast ins Gegenteil verkehrte Ursachen, um einen Provokateur nicht anzugreifen. So ist es in den westlichen Gesellschaften im Normalfall unüblich, Aggressionen vor allem in gewalttätiger Form an Frauen auszulassen, obwohl sie sich doch durch ihre biologischen Voraussetzungen (in der Regel etwas kleiner und schwächer gegenüber dem „starken Geschlecht“) vor allem für Männer als idealer Sündenbock zum Ausleben der eigenen noch zu verschiebenden Aggressionen anbieten. Ein weiterer Grund kann ebenfalls sein, daß man dem Urheber der Frustration einen gewissen Respekt oder Zuneigung entgegenbringt, die die Umsetzung der Frustrations-Aggressions-Hypothese verhindern könnten.20 Wie man sieht, so gibt es fast unendlich viele mögliche Gründe, um sich auf die Suche nach einem Sündenbock zu machen. Doch eines erscheint in dieser Betrachtung wichtig - der soziale Kontext spielt eine nicht zu unterschätzende Rolle. So kritisiert Billig an der Frustrations-Aggressions-Hypothese: „In other words, the purely psychological explanations of Nazism in terms of displacement are meaningless without taking into account their social context.” (Billig: 1976, S. 150)

4. Sündenböcke und Vorurteile

Die wichtigste Frage dieser Hausarbeit ist und bleibt jedoch, wie in der Einleitung erwähnt, die Frage, ob die Sündenbocktheorie das Entstehen sozialer Vorurteile erklärt oder ob sie diese voraussetzt. Nach der vorangegangenen Untersuchung der Problemfelder, wer zum Sündenbock gemacht wird, welche Ursachen zum Suchen und der Jagd nach bzw. auf Sündenböcke(n) führen und dem Darstellen von einigen Beispielen scheint die eingangs aufgestellte These bestätigt. Die Sündenbocktheorie kann nach Meinung des Autors dieser Hausarbeit die Entstehung sozialer Vorurteile nicht erklären; die Jagd auf Sündenböcke scheint deren Existenz tatsächlich vorauszusetzen. Bestätigt wird das Ergebnis durch die der dieser Hausarbeit zugrundegelegte Literatur verschiedener Autoren und Forscher.

Allport (1968) stellt fest, daß Vorurteile, wenn sie zum Ausdruck gebracht werden, zu einer Diskriminierung von oder der Jagd auf Sündenböcke(n) führen. Bei der Untersuchung der Ursachen für die Sündenbockjagd (also der Gründe, die von einem direkten Angriff gegen den Urheber zurückschrecken lassen) stellt er unter anderem fest, daß man sich auf ein bereits vorhandenes Vorurteil beruft, um sich die Option der Aggressionsverschiebung zu ermöglichen. Am eindeutigsten ist jedoch seine Aussage: „Wie wir gezeigt haben, ist Verfolgung anderer Menschen oder Gruppen auf bereits vorhandenem Vorurteil aufgebaut.“ (Allport: 1968, S. 28) Am Beispiel von Kindern zeigt er, wie Vorurteile entstehen können. Für diese Hausarbeit scheint dabei ein Punkt ganz wichtig: Egal, unter welchen Umständen das Kind aufwächst; bevor es sich zum ersten Mal einen Sündenbock sucht, hat es bereits Vorurteile, die ihm über sein Umfeld (Eltern, Freunde, Schule)21 vermittelt wurden. Ähnlich ist auch die Untersuchung von antisemitischen Einstellungen in den USA. In der Kriegszeit von 1940 bis 1946 stiegen bedingt durch die Kriegswirren antisemitische Einstellungen an, danach kam es zu einem Umschwung. Das heißt, die Vorurteile waren schon (latent) vorhanden; richtig zum Tragen kamen sie aber erst in der unruhigen Zeit des 2. Weltkrieges. Schäfer (1978) stellt eine Reihe von Studien vor, die Epstein und Komorita durchführten, und deren Ergebnisse 1965/66 veröffentlicht wurden. In diesen Studien ging es um den Versuch, die Sündenbocktheorie als Theorie zur Erklärung der Entstehung von Vorurteilen heranzuziehen. Es wurde allerdings herausgefunden, daß die Korrelationen (korreliert werden Vorurteilsmaße mit Aggressionsmaßen) sehr gering ausfallen und somit kein Beweis gefunden wurde, der die Sündenbocktheorie als schlüssige Theorie über die Entstehung sozialer Vorurteile prädestiniert. Aronson (1994) beschreibt ein Experiment, in welchem die Autoren Neal Miller und Richard Bugelski Versuchspersonen zu ihren Meinungen hinsichtlich von Minderheiten befragten. Anschließend wurden einige der Versuchspersonen frustriert und nochmals zu ihren Einstellungen hinsichtlich der gleichen Minderheiten befragt. Das Ergebnis war eine Zunahme der Vorurteile, während bei den Nichtfrustrierten die Einstellung gleich blieb. Es ist also ersichtlich, daß zwar die Vorurteile zugenommen haben, aber sie müssen doch in irgendeiner Form bereits vorher manifest gewesen sein. Die frustrierende Erfahrung einiger Versuchspersonen verstärkte also nur die Vorurteile, ließ sie aber nicht neu entstehen.

5. Eine kritische Betrachtung

Es ist kein Geheimnis, festzustellen, daß die Sündenbocktheorie, wie jede andere Theorie auch, sich einer starken Kritik aussetzen muß. Die Hauptbereiche der Kritik sind einerseits inhaltlicher Natur und andererseits methodischer Natur hinsichtlich ihrer Empirie. Nach Allport (1971), einem der zentralen Kritiker der Sündenbocktheorie, liegt eine der Hauptschwächen darin, daß sie es nicht vermag, zu erklären, bei welchen Opfern die verschobenen Aggressionen abgeladen werden. Andererseits ist es aber auch so, daß bei vielen Menschen überhaupt keine Verschiebung der Aggression stattfindet, unabhängig vom Grad ihrer Frustration. Wenn die Sündenbocktheorie die Entstehung von Vorurteilen erklären könnte, so wäre die Schlußfolgerung, daß Menschen ohne Verschiebungstendenz keine Vorurteile haben, und das muß an dieser Stelle doch sehr bezweifelt werden. Allport (1971) bezeichnet diese Tatsache als Frustrationstoleranz, von der abhängt, ob sich Aggressionen bilden und ob sich diese jemals gegen unschuldige Sündenböcke richten werden. Er läßt die Sündenbocktheorie sogar unter gewissen Einschränkungen gelten. Diese seien der Vollständigkeit wegen auch hier genannt. Der erste Punkt ist, daß Frustration nicht immer zu Aggression führt22, zweitens, daß Aggression nicht immer verschoben wird, drittens, daß die Übertragung von Aggressionen nicht wirklich das Frustrationsgefühl entlastet23, viertens, daß die Theorie nichts über die Wahl von Sündenböcken aussagt, fünftens, daß es nicht wahr ist, daß immer wehrlose Minderheiten als Sündenböcke gewählt werden, sechstens, daß die Daten nicht anzeigen, ob die Tendenz zur Verschiebung unter stark vorurteilshaften Menschen stärker ist als unter nicht so stark vorurteilsbehafteten Menschen und daß die Theorie siebentens die Möglichkeit tatsächlicher sozialer Konflikte übersieht. Letztendlich bleibt die Theorie für ihn zu grob, obwohl er einräumt, daß sie aufgrund ihrer leichten Verständlichkeit sehr beliebt und auch lange Zeit aktuell blieb. Eine Schwäche räumen Dollard et al. (1994) sogar selbst ein, denn sie stellen fest, daß der Zustand vollkommener Katharsis bei der Verschiebung von Aggressionen z.B. auf rassische Gruppen nicht erreicht wird. An dieser Stelle muß auch die Annahme der Frustrations-Aggressions-Hypothese hinterfragt werden, die impliziert, daß das Verhalten zwischen Gruppen in erster Linie von Gefühlen und Emotionen (in diesem Fall durch Frustration) bestimmt wird. Diese These bleibt aus Sicht des Autors zweifelhaft, worunter auch die daraus abgeleitete Sündenbocktheorie leiden muß.

Nach den inhaltlichen Zweifeln gibt es jedoch auch methodische Mängel, die an der Richtigkeit der Sündenbocktheorie zweifeln lassen. Vor allem Tedeschi/Norman (1985) weisen darauf hin: „A review of the available reliable studies of displaced aggression indicates that where such effects have been reported, alternative plausible explanations for them can be made based on well-established social psychological principles.“ (Tedeschi/Norman: 1985, S. 49) Es ist also der Mangel an Alternativmodellen und Alternativerklärungen, der die beiden Forscher über die Frustrations-Aggressions- Hypothese und daraus auch resultierend die Sündenbocktheorie folgendes schließen läßt: „The present analysis suggests that it is time to give up this outmoded theory and to expand the range of phenomena investigated by researchers interested in why people harm each other.“ (Tedeschi/Norman: 1985, S. 50)

IV. Zusammenfassung und Resümee

Diese Hausarbeit hatte als Ziel den Nachweis, daß die Sündenbocktheorie als einer möglichen Theorie zur Erklärung der Entstehung sozialer Vorurteile nicht greift. Um es vorweg zu nehmen: das Ziel scheint erreicht.

Ausgehend von der Frustrations-Aggressions-Hypothese als Basis der Sündenbock- theorie müssen schon erste Zweifel aufkommen. Die teils fundamentale Kritik, die vor allem Billig (1976) und Allport (1968, 1971) üben, läßt das Konstrukt der Frustrations- Aggressions-Hypothese bedenklich wackeln; nicht umsonst kam es einige Jahre später zu einer Neuüberarbeitung der Hypothese24. Gestützt wird die Kritik von Dollard et al. (1994) selbst, die teilweise zugeben müssen, daß Frustration nicht unbedingt zu Aggression führen muß und daher einige Einschränkungen machen. Auf dieser Basis muß man sich der Sündenbocktheorie mit einiger Vorsicht nähern, und diese scheint auch angebracht, wie die vorliegende Hausarbeit gezeigt hat. Tedeschi/Norman (1985) halten sie für ein überholtes Modell und auch Allport (1971) läßt sie nur unter sieben klaren Einschränkungen sowie weiteren Differenzierungen gelten.

Trotz aller Kritik scheint ihre Akzeptanz über einen langen Zeitraum zu einem Großteil an ihrer leichten Verständlichkeit zu liegen, die unbestreitbar ist. Eine Erkenntnis kann jedoch nach den vorliegenden Ergebnissen als gesichert gelten: „Ein Sündenbock ist ein sicher abzuschießender Bock.“ (Allport: 1968, S. 60)

V. Bibliographie

Allport, Gordon W. (1968): Treibjagd auf Sündenböcke. Bad Nauheim: Christian Verlag.

Allport, Gordon W. (1971): Die Natur des Vorurteils. Köln: Kiepenheuer & Witsch

Aronson, Elliot (1994): Sozialpsychologie: menschliches Verhalten und gesellschaftlicher Einfluß. Heidelberg, Berlin, Oxford: Spektrum Akademischer Verlag.

Bettelheim, Bruno / Janowitz, Morris (1964): Social Change and Prejudice, Including Dynamics of Prejudice. New York: Free Press of Glencoe.

Billig, Michael (1976): Social Psychology and Intergroup Relations. London: Academic Press.

Dollard, J. / Doob, L.W. / Miller, N.E. / Mowrer, O.H. / Sears, R.R. (1994): Frustration und Aggression. Weinheim: Beltz Psychologie Verlags Union.

Fischer, Lorenz / Wiswede, Günter (1997): Grundlagen der Sozialpsychologie. München, Wien: Oldenbourg.

Hauser, Richard (1999): Der Sündenbock. Köln: Zentrum für Gruppenstudien und Gemeinwesenarbeit e.V.

Hovland, Carl Iver / Sears, Robert R. (1940): Minor Studies in Aggression VI: Correlation of Lynchings with Economic Indices. Journal of Psychology 9: 301-310.

Reinhold, Gerd (Hrsg.) (1997): Soziologie-Lexikon. München, Wien: Oldenbourg

Schäfer, Bernd (1978): Sozialpsychologie des Vorurteils. Stuttgart, Berlin, Köln: Kohlhammer.

Stroebe, Wolfgang (Hrsg.) (1996): Sozialpsychologie : eine Einführung. Berlin, Heidelberg ... (u.a.): Springer-Verlag.

Tedeschi, James T. / Norman, Nancy M. (1985): A Social Psychological Interpretation of Displaced Aggression, pp. 29-56 in: Lawler, E.J. (ed.): Advances in Group Processes, Vol. 2. Greenwich: JAI.

[...]


1 Bezogen auf das Erscheinungsjahr des Originalwerkes von 1939 von Dollard et al.

2 Zur Kritik siehe die Kapitel I/2., III/5. und IV.

3 Der Autor hätte auch eigene Beispiele wählen können, doch erscheint das vorliegende Exempel von Dollard et al. als nahezu selbsterklärend und leicht verständlich.

4 Dollard et al. verweisen aber selbst auf die Möglichkeit, daß Aggression nicht unbedingt auf die blockierte Zielreaktion folgen muß. „Man nimmt mit Bratkartoffeln vorlieb, wenn es keine Pommes-frites gibt …“. (Dollard et al. : 1994, S.17) Es bleibt an dieser Stelle unverständlich, wo darin ein aggressiver Akt zu vermuten wäre, wo doch jede Frustration eigentlich eine Aggression hervorruft. Die Möglichkeit, daß James sich statt eines Eises beispielsweise mit einem Rosinenbrötchen begnügt und danach keine Aggressionen gegenüber seiner Mutter hegt und zeigt, wird nicht erörtert.

5 Die folgenden Forschungsergebnisse und Beispiele sind o.g. Buch entnommen.

6 Vgl. Billig (1976).

7 Für weitere Belege, die gegen die Frustrations-Aggressions-Hypothese sprechen, siehe auch: Tedeschi/Norman (1985), Stroebe (1996), Schäfer (1978), Fischer/Wiswede (1997).

8 Als weitere Ursachen für Frustrationen von Akteuren und die daraus resultierende das Suche nach Sündenböcken benennt Allport (1971: S.347-351) Konstitution und Person (beispielsweise körperliche Kleinheit besonders unter Männern), Frustrationen durch Familie sowie die nähere und weitere soziale Umgebung.

9 Zu den Formen des Losschlagens auf Sündenböcke zählen laut Allport (1968, S. 66f.) aber auch: Gedankliche Vorstellungen, Mündliche Angriffe und als reinste Form Terrorhandlungen.

10 Vgl. Kapitel III/3.

11 Also eine Aggressionsverschiebung.

12 Die Tatsache, daß Schwarze in den Südstaaten der USA traditionell bis auf wenige Ausnahmen die untersten gesellschaftlichen Positionen besetzen bzw. besetzt haben, muß im Hinblick auf historische Gegebenheiten und Fakten nicht weiter diskutiert werden.

13 Vgl. Allport (1971).

14 Die Entbehrung bestimmter Dinge oder ein Hindernis zu seiner Erreichung verursacht Frustration, Aggression und schließlich die Suche eines Sündenbocks.

15 Für alle, die eine Schuld auf sich geladen haben, sei es moralisch oder im rechtlichen Sinne, ist es natürlich am bequemsten, einen anderen dafür verantwortlich zu machen.

16 So läßt beispielsweise die Furcht vor Spionen im Kriegsfall den Argwohn gegenüber Ausländern im eigenen Land steigen. Beispiel hierfür ist die Internierung der japanisch-stämmigen Amerikaner in der USA während des zweiten Weltkrieges aus Angst vor Verrat.

17 Menschen mit Minderwertigkeitskomplexen oder auch unsichere Menschen suchen häufig nach Sündenböcken, um ihr Selbstbewußtsein zu stärken und auch von sich und eigenen Unzulänglichkeiten abzulenken.

18 Will man von der eigenen Ingroup akzeptiert werden, bleibt häufig nur die Anpassung, also auch an bestehende Vorurteile.

19 Das Verantwortlichmachen von anderen Gruppen (Outgroups) fällt viel leichter als das Verantwortlichmachen konkreter Personen, die zwar auch zu dieser Outgroup gehören, die aber die eigenen Vorurteile über diese Gruppe widerlegen könnten (z.B. weil man diese Person selbst kennt). „Ein menschliches Wesen ähnelt schließlich sehr dem anderen - und damit auch einem selbst. Man kann es schwer vermeiden, mit dem Opfer zu sympathisieren.“ (Allport: 1971, S.367)

20 Zu einer ausführlichen Übersicht der genannten möglichen Ursachen vgl. Allport (1968).

21 Andere Autoren nennen auch noch: Alter, Schulbildung, sozialökonomischer Status.

22 Als Möglichkeit bietet Stroebe (1996) andere Reaktionen wie das Weinen, apathische Reaktionen oder die Möglichkeit, sich einfach zu entfernen.

23 Aus der Sicht von Dollard et al. (1994) könnte man sagen, der Instigator bleibt aktiv.

24 Vgl. Kapitel II/2.

16 von 16 Seiten

Details

Titel
Erklärt die Sündenbocktheorie das Entstehen sozialer Vorurteile?
Hochschule
Universität Leipzig
Veranstaltung
Hauptseminar
Note
1.3
Autor
Jahr
2000
Seiten
16
Katalognummer
V104215
Dateigröße
372 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Erklärt, Sündenbocktheorie, Entstehen, Vorurteile, Hauptseminar
Arbeit zitieren
Jean Rodewald (Autor), 2000, Erklärt die Sündenbocktheorie das Entstehen sozialer Vorurteile?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/104215

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