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Untersuchung von „verzerrenden Frames“ im tagesaktuellen Journalismus

Title: Untersuchung von „verzerrenden Frames“ im tagesaktuellen Journalismus

Term Paper , 2020 , 16 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Anonym (Author)

Communications - Journalism, Journalism Professions
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Diese Hausarbeit befasst sich insbesondere mit „verzerrenden Frames“. Hierzu enthält sie eine Arbeitsdefinition und anschließend werden „verzerrende Frames“ in den Nachrichten untersucht und die betreffenden Stellen so umformuliert, dass sie keine Frames mehr enthalten sollen.

Journalismus erstreckt sie über viele verschiedene Darstellungsformen. Der Grundgedanke hierbei ist die Fremddarstellung, also kritisch zu berichten. Man unterscheidet in informierende und kommentierende Stilformen. Letztere enthalten immer subjektive Meinungen, erstere meistens nicht, zumindest in Nachrichten und Berichten. Doch auch in den vermeintlich objektiven
Darstellungsformen können Deutungsrahmen die Meinungsbildung der Rezipienten beeinflussen. Das wird auch als „Framing“ bezeichnet. Wissenschaftlich ist das Thema „Framing“ insbesondere in Definitionsfragen noch sehr umstritten.

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Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Arbeitsdefinition

3. „Verzerrende Frames“ in den Nachrichten

3.1 Beitragsanalyse zur Fleischindustrie

3.2 Beitragsanalyse zu Rassismus in den USA

3.3 Beitragsanalyse zur Corona-App

4. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht, inwieweit journalistische Berichterstattung durch sogenannte „verzerrende Frames“ beeinflusst wird und wie diese die Meinungsbildung der Rezipienten steuern können. Das Ziel ist es, solche Verzerrungen in aktuellen Nachrichtenbeiträgen zu identifizieren und aufzuzeigen, wie durch neutralere Formulierungen eine objektivere Berichterstattung erreicht werden kann.

  • Analyse der Wirkung von Framing auf die Wahrnehmung aktueller gesellschaftlicher Themen.
  • Identifikation problematischer Formulierungen in der journalistischen Anmoderation.
  • Untersuchung von Beispielen aus der Fleischindustrie, der Rassismus-Debatte in den USA und der Corona-App.
  • Erarbeitung von neutralen Alternativvorschlägen für eine objektivere Berichterstattung.

Auszug aus dem Buch

3.1 Beitragsanalyse zur Fleischindustrie

„Guten Abend. Ich muss leider sagen, wenn sie direkt von unserem Vorprogramm kommen von „Jurassic World“ und den „Raptors“, dann erfordert diese Sendung einiges an Umstellung erst mal. Es geht nämlich plötzlich um die Wurst und das Hack und das Filet und den Schweinenacken. Mit dem Corona-Virus hat das natürlich nichts zu tun. Das überträgt sich nicht über totes Fleisch und trotzdem werden am Rande der Pandemie alte, bis zum Überdruss bekannte Missstände in der Fleischindustrie plötzlich wieder zum heißen politischen Thema. Dabei gibt’s kaum etwas Neues, nur, dass jetzt wirklich mal gehandelt werden soll bei den Arbeitsbedingungen und Lebensumständen der Fleischarbeiter. Damit fangen wir mal an und machen dann weiter damit, was Tieren angetan wird, damit ihr Fleisch billig in den Magen kommt und der Frage, was sich da ändern muss.“

Claus Kleber beginnt schon direkt nach der Begrüßung mit einem negativ konnotierten Frame „muss leider sagen“. Damit und mit der Aussage, dass Zuschauer der vorherigen Sendung sich jetzt erst mal umstellen müssten, wird eine negative Grundstimmung für das folgende Thema erzeugt. Durch die Einbindung der Redewendung „Es geht […] um die Wurst“, die ursprünglich bei Wettbewerben verwendet wurde, wird die Thematik verharmlosend dargestellt, da sie immer noch eingeleitet wird und beim Rezipienten nun mit einem Wettbewerb assoziiert werden kann. Die anschließende plötzliche Erwähnung des „Corona-Virus“, obwohl es laut Aussage des Moderators nichts mit dem Thema zu tun hat, zeigt, wie brisant diese Thematik von den Medien derzeit gehandelt wird, wenn explizit erwähnt werden muss, dass dieser Beitrag das „Corona-Virus“ nicht behandelt und erhöht damit auch bei Zuschauer die gefühlte Brisanz des Virus, da es selbst in einem Beitrag, mit dem es nichts zu tun hat, erwähnt wird.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in die Thematik des Framings ein und erläutert, wie journalistische Darstellungsformen die Meinungsbildung der Rezipienten beeinflussen können.

2. Arbeitsdefinition: Dieses Kapitel definiert „verzerrende Frames“ als Deutungsrahmen, die Sachverhalte einseitig darstellen oder mit Realität verfälschenden Assoziationen verknüpfen.

3. „Verzerrende Frames“ in den Nachrichten: In diesem Kapitel werden drei aktuelle Nachrichtenbeiträge (Fleischindustrie, Rassismus in den USA, Corona-App) auf ihre sprachliche Gestaltung und mögliche Framing-Effekte analysiert.

4. Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass eine neutrale Berichterstattung den Verzicht auf suggestive Frames erfordert, um Rezipienten eine objektive Meinungsbildung zu ermöglichen.

Schlüsselwörter

Journalismus, Framing, Medienethik, Objektivität, Nachrichtengestaltung, Deutungsrahmen, Berichterstattung, Sprachanalyse, Medienwirkung, Meinungsbildung, Nachrichtenanmoderation, Journalistische Recherche.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit dem Einfluss von sprachlichen Deutungsrahmen, sogenannten „Frames“, auf die journalistische Berichterstattung und deren Wirkung auf die Wahrnehmung der Rezipienten.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die Analyse konzentriert sich auf die Untersuchung von Nachrichtenbeiträgen zu den Themen Fleischindustrie, Rassismus in den USA und der Einführung der deutschen Corona-App.

Welches primäre Ziel verfolgt die Arbeit?

Ziel ist es, verzerrende Formulierungen im Journalismus zu identifizieren und Wege aufzuzeigen, wie durch eine neutralere Sprache ein objektiveres Bild der Tatsachen vermittelt werden kann.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin verwendet eine qualitative Inhaltsanalyse von Nachrichtenanmoderationen, um die Wirkung spezifischer Frames zu dekonstruieren und mit Alternativformulierungen zu vergleichen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden konkrete Transkripte von Nachrichtensendungen detailliert analysiert, wobei besonders auf die Wahl der Worte und die dadurch erzeugten Assoziationen beim Zuschauer eingegangen wird.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Kernbegriffe umfassen Journalismus, Framing, Objektivität, Medienwirkung und Nachrichtenanmoderation.

Warum ist die Anmoderation von Claus Kleber zur Fleischindustrie ein Beispiel für Framing?

Weil durch die Kombination von umgangssprachlichen Wendungen („um die Wurst“) und der unnötigen Verknüpfung mit dem Corona-Virus eine unangemessene Brisanz oder eine Verharmlosung der eigentlichen Problematik erzeugt wird.

Wie beeinflusst die Wortwahl bei der Berichterstattung über Rassismus in den USA die Wahrnehmung?

Begriffe wie „Geburtsfehler“ oder „Makel einer Nation“ können beim Rezipienten den Eindruck erwecken, dass Rassismus ein natürlicher, unabänderlicher Zustand ist, statt das gesellschaftliche Problem in den Fokus zu rücken.

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Details

Title
Untersuchung von „verzerrenden Frames“ im tagesaktuellen Journalismus
College
University of Leipzig  (Kommunikations- und Medienwissenschaften)
Grade
1,0
Author
Anonym (Author)
Publication Year
2020
Pages
16
Catalog Number
V1042176
ISBN (eBook)
9783346463326
ISBN (Book)
9783346463333
Language
German
Tags
untersuchung frames journalismus
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Anonym (Author), 2020, Untersuchung von „verzerrenden Frames“ im tagesaktuellen Journalismus, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1042176
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