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Geoengineering im Kampf gegen den Klimawandel. Die Nutzbarmachung von Mikroalgen

Titel: Geoengineering im Kampf gegen den Klimawandel. Die Nutzbarmachung von Mikroalgen

Hausarbeit , 2021 , 8 Seiten

Autor:in: Annalena Bernsee (Autor:in)

Geowissenschaften / Geographie - Phys. Geogr., Geomorphologie, Umweltforschung
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Zusammenfassung Leseprobe Details

In dieser Arbeit geht es darum, wie Mikroalgen in geschlossenen Kultivierungssystemen technologisch nutzbar gemacht werden können, um als Instrument des Geoengineerings die Konzentration von CO² in der Atmosphäre zu reduzieren und den Klimawandel zu stoppen.

Als Erstes wird der Begriff "Geoengineering" definiert, danach werden die Eigenschaften und das Potenzial der Algen am Beispiel verschiedener Technologien betrachtet. Abschließend findet eine praktische Bewertung statt.

In Anbetracht des immer deutlich werdenden Klimawandels ist die Menschheit dazu aufgefordert, zum einen ihren CO² Ausstoß drastisch zu reduzieren (Mitigation) und zum anderen Maßnahmen zu entwickeln, um das schon emittierte CO² zu binden (Adaption). Denn der Konsens der Internationalen Klimaforschung macht deutlich, dass die Klimaveränderungen hauptsächlich auf den Ausstoß von CO² und anderen sogenannten Treibhausgasen in die Atmosphäre zurückzuführen sind. So haben menschliche Emissionen dazu geführt, dass der CO² Gehalt um 40 Prozent höher ist als vor dem Beginn der Industrialisierung um 1750. Besonders die Verbrennung fossiler Brennstoffe wie Öl, Kohle und Gas haben zum Ausstoß dieses Treibhausgases geführt. Pflanzen können als natürliche Senken für Kohlendioxid fungieren, da sie während des Prozesses der Fotosynthese CO² in ihrer Biomasse binden. In diesem Zusammenhang können auch Algen eine Rolle spielen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Forschungsthese

2. Einleitung

3. Definition Geoengineering

4. Potential von Mikroalgen

5. Technologische Einsatzmöglichkeiten

6. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das Potenzial von Mikroalgen in geschlossenen Kultivierungssystemen als technologische Maßnahme im Rahmen des Geoengineerings zur Reduktion der CO₂-Konzentration in der Atmosphäre und zur Bekämpfung des Klimawandels.

  • Grundlagen des Geoengineerings und Abgrenzung von Ansätzen
  • Biologische Eigenschaften und CO₂-Fixierungspotenzial von Mikroalgen
  • Vorteile geschlossener Photobioreaktoren gegenüber anderen Kultivierungsmethoden
  • Technologische Anwendungsfelder wie Biokraftstoffproduktion und Kohlenstofffaserherstellung
  • Kritische Bewertung der Wirksamkeit und ökologischer sowie ökonomischer Herausforderungen

Auszug aus dem Buch

Potential von Mikroalgen

Im Folgenden soll genauer darauf eingegangen werden, welches Potential Mikroalgen zur Bindung von CO² in Biomasse bergen.

Mikroalgen werden als die ersten Sauerstoffproduzenten der Erde betrachtet und gelten als wichtigster Primärproduzent von Biomasse. So wird geschätzt, dass die im Süß- und Salzwasser lebenden Algen, also sowohl mikroskopisch kleine Einzeller (Mikroalgen) als auch bis zu 30 m lange Riesentange (Makroalgen), jährlich etwa die gleiche Menge Kohlenstoffdioxid assimilieren und organische Substanzen biosynthetisieren, wie die höheren Pflanzen an Land (Bley 2009: 88). Obwohl Schätzungen von mehr als hunderttausend Algenarten ausgehen, wurden bisher weniger als zehntausend Algenarten klassifiziert. Außerdem werden von den klassifizierten Algenarten gerade einmal 20 Arten wirtschaftlich genutzt, was das Potential von Algen im Allgemeinen in der Forschung deutlich macht (Rübberdt 2016: 6). In dieser Arbeit soll sich jedoch auf die Mikroalgen beschränkt werden.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Forschungsthese: Aufstellung der zentralen Hypothese, dass Mikroalgen in geschlossenen Kultivierungssystemen als Geoengineering-Instrument zur CO₂-Reduktion dienen können.

2. Einleitung: Darstellung der klimatischen Relevanz von CO₂-Emissionen und Einordnung des Konzepts der Algenkultivierung in den Kontext der internationalen Klimaschutzstrategien.

3. Definition Geoengineering: Klärung des Begriffs Geoengineering und Unterscheidung zwischen Solar Radiation Management (SRM) und Carbon Dioxide Removal (CDR).

4. Potential von Mikroalgen: Analyse der biologischen Voraussetzungen und Vorteile von Mikroalgen, insbesondere ihre Effizienz bei der Photosynthese und die Vorteile geschlossener Kultivierungssysteme.

5. Technologische Einsatzmöglichkeiten: Vorstellung konkreter Anwendungen wie die Nutzung von Biomasse für Treibstoffe sowie die Herstellung von Kohlefasern zur dauerhaften CO₂-Bindung.

6. Fazit: Zusammenfassende Bewertung der Potenziale und kritische Reflektion der technologischen Umsetzbarkeit sowie der Notwendigkeit einer systemischen Integration.

Schlüsselwörter

Geoengineering, Mikroalgen, CO₂-Reduktion, Klimawandel, Carbon Dioxide Removal, Photobioreaktoren, Biomasse, Kohlenstofffixierung, Biotreibstoffe, Kohlefasern, Nachhaltigkeit, Biotechnologie, Klimaschutz, industrielle Kultivierung, Energiewende.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Untersuchung, ob und wie Mikroalgen in geschlossenen Systemen technisch genutzt werden können, um aktiv CO₂ aus der Atmosphäre zu binden und somit als Maßnahme des Geoengineerings dem Klimawandel entgegenzuwirken.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die Schwerpunkte liegen auf der Definition von Geoengineering, der biologischen Effizienz von Mikroalgen, der technischen Umsetzung in Photobioreaktoren sowie potenziellen Verwertungsmöglichkeiten der erzeugten Biomasse.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, das theoretische Potenzial von Mikroalgen zur CO₂-Reduktion zu diskutieren und zu bewerten, inwiefern sie als Teil einer CDR-Strategie (Carbon Dioxide Removal) sinnvoll in globale Kreisläufe integriert werden können.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Es handelt sich um eine literaturbasierte Analyse, bei der aktuelle Forschungsergebnisse und Fachstudien zur Algenbiotechnologie und zum Geoengineering synthetisiert werden.

Was steht im Hauptteil im Fokus?

Der Hauptteil konzentriert sich auf die technologischen Vorteile geschlossener Algenkultivierungssysteme sowie auf konkrete Anwendungsbeispiele wie die Produktion nachhaltiger Biotreibstoffe und die Substitution von Materialien durch aus Algen gewonnenen Kohlenstofffasern.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich am besten mit Begriffen wie Geoengineering, Carbon Dioxide Removal, Mikroalgen-Biotechnologie und nachhaltige CO₂-Bindung beschreiben.

Warum werden in der Arbeit geschlossene statt offener Systeme bevorzugt?

Geschlossene Systeme, wie Photobioreaktoren, bieten eine höhere Prozessstabilität, eine gesteigerte Produktivität und erlauben eine kontrollierte Kultivierung unter optimierten Bedingungen.

Welche Rolle spielt die geographische Lage bei der Algenkultivierung?

Da die Produktivität von Mikroalgen stark von der Lichtintensität abhängt, sind Standorte in sonnenreichen Regionen, wie etwa in Afrika oder Zentralamerika, für diese Technologie wesentlich effizienter als Regionen in nördlichen Breitengraden.

Wie kann das aus Algen gewonnene Material langfristig zur Klimaschonung beitragen?

Durch die Herstellung von Kohlefasern oder anderen Produkten können Materialien substituiert werden, die derzeit hohe CO₂-Emissionen verursachen. Zudem wird diskutiert, die Abfälle solcher Produkte in ehemaligen Kohleflözen als langfristigen CO₂-Speicher zu nutzen.

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Details

Titel
Geoengineering im Kampf gegen den Klimawandel. Die Nutzbarmachung von Mikroalgen
Hochschule
Universität Hildesheim (Stiftung)
Autor
Annalena Bernsee (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2021
Seiten
8
Katalognummer
V1042206
ISBN (PDF)
9783346559319
Sprache
Deutsch
Schlagworte
geoengineering kampf klimawandel nutzbarmachung mikroalgen co2 Emissionen Konzentration Algen
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Annalena Bernsee (Autor:in), 2021, Geoengineering im Kampf gegen den Klimawandel. Die Nutzbarmachung von Mikroalgen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1042206
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Leseprobe aus  8  Seiten
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