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Analyse der Namensänderungspolitik in Namibia. Spiegel nationaler und regionaler Geschichte

Titel: Analyse der Namensänderungspolitik in Namibia. Spiegel nationaler und regionaler Geschichte

Examensarbeit , 2015 , 144 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Jasmin Barthelmes (Autor:in)

Politik - Region: Afrika
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Die vorliegende Arbeit legt ihren Schwerpunkt auf die Änderung der Orts- und Straßennamen in Namibia, da diese nicht nur einen geographischen Standort mit Namen versehen, sondern insbesondere auch nationale und regionale Geschichte widerspiegeln und damit den Auftrag erfüllen, nationale Identität auszudrücken. Im Hinblick auf Namibia stellt sich in diesem Zusammenhang die Frage nach dem richtigen Umgang mit der eigenen Geschichte. Im Allgemeinen lässt sich sagen, dass gerade nach einem Regimewechsel oder nach der Implementierung einer neuen Staatsform bestehende geographische Namen oft durch neue Namen ersetzt werden.

Seit der Unabhängigkeit Namibias 1990 finden diverse Umstrukturierungen im Land statt. So begann die junge Republik sich vom kolonialen Erbe zu lösen. Im Zuge dessen wurden und werden Straßen- und Ortsnamen geändert; die Denkmäler einstiger kolonialdeutscher Helden müssen den republikanischen Freiheitskämpfern weichen. Windhuk begann als erste Stadt, deutsche Straßennamen durch afrikanische Namen abzulösen, während Swakopmund diesen Prozess erst ab dem Jahre 2001 vollzogen hat. Grootfontein, Keetmanshoop und Tsumeb nahmen ebenfalls ab den 1990er und 2000er Jahren Abschied von ihren deutschen Namen. Hingegen sind in Lüderitz die deutschen Straßennamen noch heute gang und gäbe. Darüber hinaus existieren auch Diskussionen hinsichtlich einer möglichen Umbenennung von Ortsnamen, welche noch aus der Kolonialzeit stammen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

0. Inhaltsangabe

1. Einleitung

1.1 Fragestellung und Gliederung

1.2 Methodische Vorgehensweise

1.3 Vorstellung des Untersuchungsgebietes

1.4 Quellenlage und Forschungsstand

2. Geschichte Namibias

2.1 Ur- und Frühgeschichte

2.2 Vorkoloniale Zeit

2.3 Deutsche Kolonialherrschaft: Deutsch-Südwestafrika

2.4 Südafrikanisches Mandat

2.5 Die Unabhängigkeit Namibias

3. Geographische Namen

3.1 Definition Straßennamen

3.2 Rechtsgrundlage

3.3 Namensänderungen in Deutschland

3.4 Beispiele internationaler Straßennamensänderungen

3.4.1 Österreich – Wien

3.4.2 Spanien – Almonte

3.4.3 Singapur – Singapur

4. Namibia

4.1 Stadtwappen Swakopmunds

4.2 Das Reiterdenkmal in Windhuk

4.3 Änderungsprozesse hinsichtlich der Ortsnamen

4.3.1 Umbenennungen von Regionen und Wahlbezirken 2013

4.3.2 Caprivi-Region vs. Sambesi-Region

4.3.3 Lüderitz vs. ǃNamiǂNûs

4.3.4 Keetmanshoop vs. #Nu-#Goases

4.3.5 Allgemeine Motive

4.4 Änderungsprozesse hinsichtlich der Straßennamen

4.4.1 Kolonialstraßennamen in Deutschland

4.4.2 Beispiel Windhuk

4.4.3 Swakopmund

4.4.4 Tsumeb, Grootfontein und Keetmanshoop

4.4.5 Walvis Bay

4.5 Analyse

4.5.1 Unterteilung der Straßennamen nach Ländern

4.5.2 Verteilung nach Bereichen

4.5.3 Verteilung nach Bereichen und Ländern

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit analysiert die Namensänderungspolitik in Namibia nach der Unabhängigkeit, um zu untersuchen, wie das Land mit seinem kolonialen Erbe bei der Gestaltung geographischer Namen umgeht und wie diese Prozesse nationale Identität spiegeln.

  • Historische Aufarbeitung des kolonialen Erbes in Namibia
  • Methodische Analyse von Straßennamen mittels Stadtkartenvergleich
  • Untersuchung der politischen Motivationen hinter Umbenennungsprozessen
  • Fallbeispiele aus verschiedenen namibischen Städten
  • Perspektiven der nationalen Identitätsbildung durch Toponymie

Auszug aus dem Buch

3. Geographische Namen

Um Gegenstände und Individuen zu gruppieren, unterscheiden oder gliedern zu können, tragen sie Namen. Auch geographische Flächenobjekte tragen Namen: Kontinente, Länder, Staaten, Regionen, Wahlbezirke, Städte, Orte, Flure, Höfe, Plätze und Straßen. Geographische Namen (oder ‚place names‘) begegnen einem täglich. Namen sind eine verbale und schriftsprachliche Einheit. Diese sprachliche Einheit bezieht sich auf ein einzelnes Bezugsobjekt. In der Forschung der Onomastik (Namensforschung) werden vor allem Namen an Sprachgrenzen und in Minderheitsgebieten untersucht sowie auch die politische Instrumentalisierung geographischer Namen betrachtet (SPERLING 1999: 17-18). Die Wissenschaft der Untersuchung der Toponyme (geographische Namen) heißt „Toponymie“ (oder auch geographische Namenkunde oder Toponomastik) (DGTT 2010: 36). Es handelt sich bei geographischen Namen um einen Namen für ein topographisches Objekt auf der Erdoberfläche (DGTT 2010: 28, 35).

Der Begriff „topos“ kommt aus dem Griechischen (τοποσ) und bedeutet ‚der Ort, die Örtlichkeit‘). Daher ist der Oberbegriff „Toponym“ für punkthaft erscheinende Objekte zu nutzen (wie für Ortschaften und Berge). Dem gegenüber bezeichnen „Choronyme“ (griechisch χηοροσ = der Raum) Namen einer großen geographisch oder administrativ definierten Landfläche (DGTT 2010: 16). Im weiteren Sinne lassen sich Toponyme weiter in Oronyme, Hydronyme, Oikonyme und Mikrotoponymie unterteilen. Oronyme sind Geländenamen, welche sich auf ihre Beschaffenheit beziehen. Hydronyme weisen auf fließende oder stehende Gewässer hin. Auf Siedlungen und weitere Kulturlandschaften beziehen sich die Oikonyme. Die letzte Unterteilung, die Mikrotoponymie, umfasst geographische Kleinobjekte, Straßennamen sowie Flurnamen (SPERLING 1999: 22-24).

Zusammenfassung der Kapitel

0. Inhaltsangabe: Einleitender Überblick über die Umstrukturierungen in Namibia nach der Unabhängigkeit und die damit verbundene Änderung von Straßen- und Ortsnamen.

1. Einleitung: Erläuterung der Fragestellung, der methodischen Vorgehensweise und des Forschungsstandes im Kontext der Dekolonisierung Namibias.

2. Geschichte Namibias: Detaillierter geschichtlicher Abriss von der Frühgeschichte bis zur Unabhängigkeit 1990 mit Fokus auf die deutsche Kolonialzeit und das südafrikanische Mandat.

3. Geographische Namen: Theoretische Grundlagen der Onomastik und Analyse von Namensänderungspraktiken in Deutschland und international als Vergleichsbasis.

4. Namibia: Hauptteil der Arbeit, der sich mit der praktischen Umsetzung von Umbenennungen in namibischen Städten und Regionen befasst.

5. Fazit: Zusammenfassende Bewertung der nationalen Erinnerungspolitik und Ausblick auf die zukünftige Entwicklung der Namensänderungsprozesse.

Schlüsselwörter

Namibia, Namensänderung, Straßennamen, Kolonialzeit, Dekolonisierung, Onomastik, Toponymie, nationale Identität, Erinnerungspolitik, Windhuk, Swakopmund, Stadtplanung, Geschichte, Apartheid, Unabhängigkeit.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit?

Die Arbeit analysiert die Politik der Änderung von Orts- und Straßennamen in Namibia nach der Erlangung der Unabhängigkeit 1990.

Welche Themenfelder stehen im Zentrum?

Zentral sind die historische Aufarbeitung der deutschen Kolonialzeit, die Rolle nationaler Identität und die Instrumentalisierung von Namen durch politische Akteure.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Es soll untersucht werden, welche politische Strategie Namibia mit den Umbenennungen verfolgt und wie mit dem kolonialen Erbe im öffentlichen Raum umgegangen wird.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Untersuchung basiert auf einem vergleichenden Analysieren von alten und neuen Stadtkarten sowie der Auswertung von Zeitungsartikeln, Literatur und persönlichen Beobachtungen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil widmet sich konkreten Prozessen der Umbenennung in verschiedenen namibischen Städten wie Windhuk, Swakopmund, Tsumeb und Walvis Bay.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit?

Begriffe wie Onomastik, Dekolonisierung, nation-building, Erinnerungskultur und topographische Identität sind für das Verständnis der Arbeit maßgeblich.

Welche Rolle spielt das Reiterdenkmal in Windhuk?

Das Reiterdenkmal dient als Fallbeispiel für die Auseinandersetzung um koloniale Denkmäler und deren Statusänderung oder Versetzung im namibischen Stadtbild.

Warum gibt es Proteste gegen Namensänderungen?

Proteste entstehen meist durch einen Konflikt zwischen der offiziellen Erinnerungspolitik der Regierung und Teilen der Bevölkerung, die ihr historisches Erbe bewahren möchten oder die unkoordinierte Umsetzung der Änderungen kritisieren.

Ende der Leseprobe aus 144 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Analyse der Namensänderungspolitik in Namibia. Spiegel nationaler und regionaler Geschichte
Hochschule
Justus-Liebig-Universität Gießen
Note
1,0
Autor
Jasmin Barthelmes (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2015
Seiten
144
Katalognummer
V1042240
ISBN (eBook)
9783346462275
ISBN (Buch)
9783346462282
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Namibia Straßennamen Ortsnamen Lüderitz Walvis Bay keetmanshoop Swakopmund Windhuk Windhoek Tsumeb Grootfontein !NamiNus Geschichte von Straßennamen Kolonialstraßennamen
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Jasmin Barthelmes (Autor:in), 2015, Analyse der Namensänderungspolitik in Namibia. Spiegel nationaler und regionaler Geschichte, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1042240
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Leseprobe aus  144  Seiten
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