Sigmund Freud. Kurzüberblick über die Psychoanalyse


Referat / Aufsatz (Schule), 2001

7 Seiten


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Sigmund Freud

Sigmund Freud wurde 1856 in Freiberg (Mähren) mit dem Namen Sigismund Freud geboren. Er änderte seinen Vornamen erst im Alter von 22 Jahren auf Siegmund. Im Alter von 3 Jahren floh er mit seiner Familie wegen dem Antisemitismus nach Leipzig und danach nach Wien. Er besuchte dort die Mittelschule und studierte danach an der Universität zuerst Biologie und Philosophie. Er wendete sich aber später der Psychologie zu und beginnt das Nervensystem des Menschen zu erforschen. Er ist an der Neurologie interessiert und stürzt sich in ein Medizinstudium, welches er 1881 abschließt. Zuerst ist er nur als Arzt tätig und er eröffnet schließlich eine Praxis in Wien. Er beginnt die Hypnose zu schätzen und psychosomatische Krankheiten zu erforschen. Er vertritt die gegenteilige Meinung von Alfred Adlers „Indiviualpsychologie“. Sigmund Freud flüchtet 1938 nach London und stirbt dort schließlich im Alter von 83 Jahren. Seine jüngste Tochter, Anna Freud, forschte auf dem Gebiet der Kinderanalyse und der Entwicklungstheorie.

Freud lebte im 19. Jahrhundert und damals war das Thema Sexualität äußerst verpönt. In seiner Theorie beschreibt er die Spannungen zwischen Trieb und Kultur. Er dachte, dass die herrschende Kultur triebfeindlich ist und das dies für die Entstehung von Krankheiten, welche mit medizinischen Mitteln nicht heilbar waren, verantwortlich ist. Dies bedeutet, dass jeder Mensch eigene Triebe hat, jedoch versucht er auch die Normen der Gesellschaft einzuhalten. Er entdeckte dadurch das Phänomen der Verdrängung und der Dynamik des Seelenlebens.

Freud spricht offen über die Sexualität, welche im 19. Jahrhundert ein absolutes Tabuthema war. Besonders ablehnend reagierten die Leute, als er die Sexualität des Kindes anspricht, weil dies das Bild des unschuldigen Kindes zerbrach.

Als Freud bemerkt, dass das menschliche Ich vom Unterbewusstsein gelenkt wird, führt dies zur Entwicklung der Psychoanalyse. Sie sollte Krankheiten heilen, welche den Konflikt zwischen Trieb und Gesellschaft als Ursache hatten. Zuerst lehnten die Menschen in Österreich, Deutschland und in der Schweiz diese Methode ab, jedoch als die USA diese anerkennt, gibt es auch einen Umschwung in Europa.

Das Bewusste und das Mitbewusste:

Beobachtet man einen Gegenstand sehr genau und mit voller Konzentration, so wird nur der Gegenstand ganz bewusst wahrgenommen. Das Umfeld ist zwar da, jedoch wird es nur nebenbei oder überhaupt nicht bemerkt.

Das Mitbewusste:

Bei der Frage nach dem eigenen Namen oder nach dem Wohnort, muss man sich kaum anstrengen, damit man die richtige Antwort geben kann. Es ist jederzeit und nach Belieben möglich, dass man darauf antwortet. Solche Dinge sind immer „nebenher“ bewusst (man muss sich an nichts erinnern). Daher bezeichnet man sie als „mitbewusst“. Das Mitbewusste ist ein echter Bewusstseinszustand, jedoch hat es nur einen geringen Grad an Klarheit.

Das Vorbewusste:

Hierbei werden Dinge nicht unbedingt willkürlich oder nach eigenem Belieben wahrgenommen. Es passiert unterschwellig, aber es kann passieren, dass es später ins Zentrum des Bewusstseins rückt. Dies wird auch in der Werbung genützt.

Das Unbewusste:

Hierbei können Dinge nur mit sehr großer Mühe wieder zu Bewusstsein gebracht werden, Manchmal ist es aber auch nicht möglich wie z. B.: bei Ereignissen aus der Kindheit. Außerdem zählt zum Unbewussten auch Dinge, welche schon einmal bewusst waren und dann vergessen oder verdrängt wurden. Zum „vergessenen Unbewussten“ zählen auch Dinge, welche wir einmal gelernt haben und seither nicht mehr brauchen.

Freud glaubte, dass viele Dinge absichtlich verdrängt werden (=ins Unbewusste abschieben), da sie für das Bewusstsein der Menschen unerwünscht sind.

Der Grund für die Verdrängung ist ein Unlustmotiv. Von den verdrängten Dingen „weiß“ der Mensch nichts mehr, jedoch wenn etwas ähnliches wieder geschieht, so wird auch dieses verdrängt. Dies wird aber wider Willen verdrängt, wobei das Ursprüngliche verdrängt werden sollte.

Die Tiefenpsychologie unterscheidet das „vergessene Unbewusste“ und das „verdrängte Unbewusste“.

Auch wenn die verdrängten Dinge nicht mehr erschlossen werden können, so ist es doch möglich, mit Hilfe ihrer Auswirkungen auf ihre Existenz zu schließen. Solche Auswirkungen sind z. B.: Fehlleistungen, Träume und neurotische Symptombildungen. Die Psychoanalyse glaubt, dass die aus dem Bewusstsein verdrängten Gefühle bzw. Wünsche die Ursache zahlreicher psychischer Reaktionen sind.

Psychoanalytische Auffassung über den Aufbau der Persönlichkeit:

Aus seiner Erfahrung mit seinen Patienten entwickelte Freud die verschiedenen Teile der menschlichen Persönlichkeit: das ES, das ICH (Ego) und das ÜBER-ICH (Superego).

ES:

Ist die älteste der psychischen Instanzen. Es beinhaltet alles, was ererbt ist oder bei der Geburt mitgebracht wurde. Vor allem die Triebe zählen dazu. Aus dem ES entwickeln sich dann die beiden anderen Instanzen und es liefert ihnen die seelische Energie (Triebenergie), damit sie alle Aufgaben erfüllen können.

Das ES ist unbewusst und nur indirekt zugänglich. Es wird innerhalb des ICH als Trieb bzw. Bedürfnisspannung erlebt. Diese Spannung entsteht, wenn ein Bedürfnis unbefriedigt bleibt?????????

ICH:

Es grenzt sich im Laufe der seelischen Entwicklung durch Konfrontation und Auseinandersetzung mit der Außenwelt vom ES ab.

Im Säuglingsstadium sind die Triebe noch unkontrollierbar, jedoch werden sie in der Realität nur teilweise befriedigt. Erst im Laufe der Entwicklung lernt man mit diesen Widerständen zu leben.

Die Aufgabe des ICHs besteht darin die Bedürfnisse, welche dem Lustprinzip dienen, zu prüfen und auf die Bedingungen der Umwelt abzustimmen. (Realitätsprinzip) Die Bedürfnisse werden entweder unterdrückt, befriedigt oder aufgeschoben. Außerdem versucht das ICH Erfahrungen zu sammeln und mit ihnen die Triebe und die Realität in Einklang zu bringen.

Das ICH ist auch für ein Gleichgewicht (Homöostase) zwischen den Trieben (ES), der Außenwelt (Realität) und den Anforderungen des ÜBER-ICH verantwortlich.

Das ICH ist von ES, ÜBER-ICH und äußerer Realität abhängig. Jeder stellt Ansprüche und nur mit Hilfe von Kompromissen kann vermittelt werden. Manchmal kann dies nur in neurotischer Form gelingen.

ÜBER-ICH:

Es besteht aus dem „Ich-Ideal“ (das was ich gerne sein möchte) und aber auch aus den Normen der Gesellschaft. Das Kind übernimmt die Ideale seiner Leitbilder (Eltern, etc.), es identifiziert sich, und es eignet sich deren Eigenschaften und Handlungsweisen an. Dieser Vorgang (das „Außen“, Gebote und Verbote der Umgebung werden zum „Inneren“) nennt man Introjektion. Das ÜBER-ICH ist sehr stark von der Erziehung abhängig, da das Kind die Normen und Ideale seiner Vorbilder annimmt.

Die einzelnen Identifikationen müssen im harmonischen Gleichgewicht zu einander stehen, das eine blinde, kritiklose Identifikation (z.B.: Nachahmung eines Idols ohne Berücksichtigung auf die eigene Persönlichkeit) zu einer Störung der Anpassung der Realität führen kann. Es kann zu neurotischen Störungen kommen.

Das ÜBER-ICH ist also die „Innere Stimme“ eines Menschen, welche einen sagt, wie man in bestimmten Situationen handeln soll. Man muss nicht wie ein Kind eine Autorität um Hilfe bitten.

Triebmodelle:

Der Mensch strebt danach das innere Gleichgewicht aufrecht zu erhalten und er muss dafür seine Bedürfnisse befriedigen. Die Kräfte, die hinter den Bedürfnisspannungen liegen, nennt man Triebe.

Freud nimmt zwei Grundtriebe im Menschen an:

a.) Eros
b.) Destruktions- oder Aggressionstrieb (Todestrieb)

Zu a.)

Die Energie des Eros ist die „Libido“. Die Entwicklung der Libido hängt mit der Entwicklung der Sexualität zusammen. Freud versteht unter Sexualität aber nicht nur die Funktion der Fortpflanzung (genital) sonder auch alle „Funktionen der Lustgewinnung aus den Körperzonen“. Auch die Zärtlichkeit oder jede Art von Zuneigung, die für die Gemeinschaft wichtig sind, gehören dazu. Die Sexualität beginnt laut Freud bald nach der Geburt und nicht erst in der Pubertät.

Zu b.)

Er wird nur in abgeschwächter Form angewendet, um sich im Leben durchzusetzen, um das zu erlangen, was man braucht. Tiere und Pflanzen werden zerstört, usw. Die Gesellschaft hemmt jedoch diesen Trieb und so bleibt er größtenteils im Inneren. Oft richtet sich eine Aggression, deren Entladung gehemmt wurde, gegen sich selbst (z.B.: Haare raufen bei Wutanfall, etc.).

Die Stufen der Triebentwicklung:

Freuds Sexualtheorie sagt aus, dass man aus Störungen der Entwicklung der Sexualität sowohl Neurosen als auch Perversionen entstehen können. Die Libidoentwicklung vom Kind dient als Grundlage der psychoanalytischen Behandlungsmethode.

Die Sexualität vom Menschen entwickelt sich von klein auf. Jeder Mensch durchläuft „libidöse Phasen“, wobei verschiedene Körperregionen (Mund, After, etc.) als Lustquelle dienen. Diese Vorstufen sollten möglichst störungsfrei überwunden werden, denn erst danach kann der Mensch in reifer Weise glücklich lieben (reife Sexualität). In den späteren Jahren widmet sich der Mensch wieder mehr der frühkindlichen Sinnlichkeit und Zärtlichkeit. Diese „prägenitale Sexualität“ soll möglichst störungsfrei durchlebt werden.

Anfangs grenzt das Kind die Umwelt noch nicht von sich selbst ab. Es denkt, dass die Umwelt und das Ich identisch sind. Die Libido ruht noch in ihm selbst (narzisstische Libido). Erst durch die allmähliche Abgrenzung entwickelt sich daraus eine „Objekt“-Libido. Das Kind beginnt andere zärtlich zu lieben und dies ist die Grundlage für eine gesunde Liebesund Glücksfähigkeit. Es lernt auch andere Menschen zu lieben

Die orale Phase:

Im 1. Lebensjahr ist für den Säugling die Nahrungsaufnahme am Wichtigsten. Das Kind saugt an der Mutterbrust, d.h.: das Saugen ist der erste Lustgewinn. Da der Mund die erste Region ist, die eine libidöse Phase durchläuft, nennt man dies die orale Phase. In der „spätoralen“ Phase zeigt der Säugling seinen aggressiven Charakter und fängt an zu beißen. Dieses beißen ist aber auch lustbetont.

Auch das Saugen an der Zigarette oder das Lutschen eines Bonbons wird lustvoll erlebt. Als „orale Ersatzbefriedigung“ dient u.a.: das Kauen von Kaugummi, etc.

Die Anale Phase:

In dieser Phase spielt die Analregion die bedeutende Rolle. Bisher war die Aufnahme wichtig, doch nun sind die Ausscheidungen für das Kind interessant. Diese Phase wird jedoch von den kulturellen Normen beeinflusst. Sauberkeit spielt eine wichtige Rolle. Das Kind weiß genau, wann es seine Blase ins Bett oder in den Topf entleert und kann dadurch Druck auf die Eltern ausüben (passiert z.B.: bei Geburt von Geschwistern, da es sich nicht mehr geliebt fühlt). Die Erziehung ist in dieser Phase sehr wichtig. Ob man sich später aggressiv oder eher zärtlich gegenüber der Mitwelt verhält, hängt von den Erfahrungen in dieser Phase ab. Die Psychoanalyse spricht vom „analen Charakter“, wenn jemand halsstarrig, kleinlich, pedantisch, geizig und tyrannisch ist.

Die phallische Phase:

Das Kind beginnt sich für seine Genitalien zu interessieren (zwischen 3. und 5. Lebensjahr). Eigentlich bezeichnet „phallisch“ nur die männlichen Geschlechtsorgane, aber das Mädchen bemerkt, dass ihm der Penis fehlt. Weil die Clitoris die Zone der sexuellen Erregung ist, spricht man beim Mädchen auch von der clitoriellen Phase. Die Kinder bemerken den Geschlechtsunterschied und der Junge entdeckt, dass er etwas hat, was dem Mädchen fehlt. Er entwickelt den „Penisstolz“ worauf das Mädchen mit „Penisneid“ reagiert.

Diese 3 Phasen, welche sich überlagern, bilden den prägenitalen Entwicklungsabschnitt. Die phallische Phase fällt mit der Zeit des Ödipus-Konflikts zusammen.

Ödipuskonflikt:

Hierbei entwickelt sich eine zärtliche Bindung zum gegengeschlechtlichen Elternteil und man versucht, den gleichgeschlechtlichen zu verdrängen. Der Junge stellt sich gegen den Vater nd das Mädchen gegen die Mutter.

Der Ödipuskonflikt wird durch den Kastrationskomplex abgelöst (Befürchtung die Genitale zu verlieren). Die Verliebtheit in das gegengeschlechtliche Elternteil wird aufgegeben.

Latenzperiode:

Nach der phallisch-ödipalen Phase folgt die Latenzzeit (6.-14. Lebensjahr). Sie wird auch als Lernzeit bezeichnet, da das Kind sich den von den Eltern und anderen Menschen übermittelten Normen, anpasst. Die sexuellen Interessen sind noch immer da, jedoch stehen sie mehr im Hintergrund.

Die genitale Phase:

Diese Phase beginnt mit der Pubertät und es soll das beendet werden, was in der phallischen Phase begonnen hat. Alle vorherigen Partialtriebe (oral, anal, phallisch,) müssen in einem Liebesobjekt vereinigt werden. Nur so kann die reife Sexualität erreicht werden.

FEHLLEISTUNGEN:

Unter Fehlleistungen versteht man die alltäglichen, kleineren Irrtümer wie z. B.: das Vergessen, Versprechen, Verlieren oder das Vergreifen (Verwechseln von Gegenständen).

Sprachliche Fehlleistungen:

Solche Fehlleistungen zeigen unterdrückte seelische Regungen in entstellter Form wieder. Z.B.: ein Redner verspricht sich und eigentlich wollte er dies für sich behalten. Ein Vorgang dringt vom Vorbewussten unfreiwillig ins Bewusstsein.

Vergessen als Fehlleistung:

Das Vergessen ist auf ein Unlustgefühl begründet. Das Widerstreben gegen eine Sache, die man sich nicht eingestehen will oder die man verdrängt, man vergisst eine Sache. Es werden also Dinge/Erledigungen vergessen, die man nicht machen will.

- Es wird das Unerwünschte aus dem Bewusstsein gelöscht. „Vergessen“ ist in Wirklichkeit eine Verdrängung.

- Es wird auch ein Widerstreben indirekt offenbart. (Beispiele siehe Buch S 179).

Die Fehlbarkeit der menschlichen Vernunft

Xenophanes von Kolophon:

Heimatstadt Kolophon in Kleinasien. Er wurde 570 v. Chr. Geboren und verließ Kleinasien Richtung Unteritalien. Er wurde fast 100 Jahre alt und schrieb mehrere Werke, welche nur bruchstückhaft überliefert wurden. Er gilt als Lehrer und Begründer der philosophischen Schule. Übte Kritik an den traditionellen Göttermythen.

Mythisches Denken macht Aussagen über die Götter, ihre Entstehung und ihr Verhältnis zur Welt/den Menschen. Nicht auf Argumente gestützt. Frühere Philosophen betrachten ihre Lehren als definitiv wahr. Xenophanes stellt seine Lehren in Frage. Auch gegenüber der mythischen Theologie kritisch eingestellt. Gegen Annahme von Vielzahl von Göttern. Gott mit All identifizieren. Absage an Dogmatismus. => Skeptizismus = antidogmatische Einstellung. Kein zuverlässiges Wahrheitskriterium.

Karl Raimund Popper (1902-1994)

Geboren 1902 in Wien und 1994 in England gestorben. Als Jugendlicher überzeugter Marxist, wandte sich jedoch bald enttäuscht ab. Entsagte jeglicher politischer Ideologie. Lehrte an Universität von Neuseeland; Wissenschaftstheoretiker; Neopositivismus; Einer der einflussreichsten Philosophen des 20. Jahrhunderts.

Buch von ihm „Die beiden Grundprobleme der Erkenntnistheorie“; Beginn mit Hinweis auf Sokrates und sein Eingeständnis nichts zu wissen; Popper sieht darin Hinweis auf Skeptizismus;

Mit modernen Naturwissenschaften schien der Skeptizismus überwunden; laut Kant sind Teile der Naturwissenschaft als definitive Erkenntnis zu betrachten; naturwissenschaftliche Grundsätze vom menschlichen Verstand erzeugt und der Natur vorgeschrieben; Popper nimmt an, dass es sich um Hypothesen handelt;

Tatsache, dass gut bestätigte Newtonsche Theorie einer anderen Theorie weichen musste ist problematisch.

Popper teilte nicht die Ansicht der Neopositivisten, die Sätze für sinnlos hielten, wenn sie nicht prinzipiell verifizierbar sind. „Die Welt wurde von Gott erschaffen“ ist auch nicht beweisbar; gilt also nicht als Sinnkriterium;

Die beiden Hauptprobleme der Erkenntnistheorie:

In Platons Apologie des Sokrates Geschichte über Sokrates und Orakel von Delphi; Frage ob jemand weiser als Sokrates sei mit „Nein“ beantwortet; aber Sokrates war sich bewusst, dass er nichts wusste

Diese Einsicht hat allergrößte Bedeutung; diese These durch Entwicklung der Erkenntnistheorie immer wieder erneuert.

Drei Standpunkte der Theorie der Erkenntnis:

- optimistischen Standpunkt: Wir können die Welt erkennen
- pessimistischen Standpunkt: Dem Mensch ist Erkenntnis versagt. => Skeptizismus
- Skepsis: kein Wahrheitskriterium, kein sicheres Wissen; Form der Skepsis ein

Fortschritt des Wissens

Newtons Theorie reine Schöpfung unseres Verstandes; unser Verstand schreibt dies der Natur vor => Theorie; oft lässt sich die Natur aber nichts vorschreiben;

Hypothese, die wir der Natur aufdrängen zu versuchen; kann aber an Natur scheitern; auch Newtons Theorie entpuppte sich als unsicher und überholbare Hypothese Viele Erkenntnistheoretiker nahmen an, dass Hypothese durch Bewährung mehr und mehr wahrscheinlich werden kann, bis Wahrscheinlichkeit nicht unterscheidbaren Sicherheitsgrad erreicht hat. Danach nicht mehr Hypothese sondern Theorie.

Wissenschaft ist Wissen und Wissen impliziert Sicherheit und Rechtfertigung Newtons Theorie und Einsteins Theorie unvereinbar; Experimente um zu beweisen, welche der beiden Theorien richtig ist, jedoch keine sicheren Ergebnisse Eine Theorie T1 muss immer eine konkurrierende Theorie T2 haben. Beide können durch Experimente bestätigt sein. Sie können sich auch widersprechen und doch nebeneinander existieren, jedoch sind dann offenbar nicht beide „sicher“

Theorien sind fehlbar und bleiben fehlbar, auch nachdem sie sich bewährt haben! Idee der Unsicherheit; Fehlbarkeit aller menschlicher Theorien => Fallibilismus = sokratisches Nichtwissen;

Nichtwissen auch von anderen großen Naturwissenschaftlern geteilt, z.B.: Galilei „Ich weiß es nicht“; auch Kepler, Einstein und Newton gleicher Meinung

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Details

Titel
Sigmund Freud. Kurzüberblick über die Psychoanalyse
Veranstaltung
Matura
Autor
Jahr
2001
Seiten
7
Katalognummer
V104235
Dateigröße
338 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Sigmund, Freud, Matura
Arbeit zitieren
Alexandra Maier (Autor), 2001, Sigmund Freud. Kurzüberblick über die Psychoanalyse, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/104235

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