Diese Arbeit erklärt, wie Signalprogramme für die relevanten Verkehrszeiten eines innerörtlichen Knotenpunktes entworfen werden. Zur verkehrstechnischen Planung nutzt der Autor die Software LISA der Firma Schlothauer & Wauer. Sowohl die Softwareanwendung als auch die theoretischen Grundlagen werden im Rahmen dieser Arbeit beschrieben.
Der hohe Fahrzeugbestand Deutschlands sorgt für ein dementsprechendes Verkehrsaufkommen. Um den vorhandenen Verkehr sicher, ökologisch und volkswirtschaftlich ökonomisch zu fuhren, ist eine effiziente Planung und Steuerung erforderlich. Eine Möglichkeit, die Qualität des Verkehrsablaufs zu beeinflussen, ist der Einsatz von Lichtsignalanlagen [LSA]. Sinnvoll sind LSA an Knotenpunkten, an denen sich bereits Unfalle ereigneten, bzw. an denen zielkonfliktbedingte Unfälle zu erwarten sind. Unfallgründe an Knotenpunkten ohne LSA können neben einer zu hohen Verkehrsstärke auch unzureichende Sichtverhältnisse, oder eine mangelnde Begreifbarkeit der Vorfahrtregelung sein.
Ziel dieser Arbeit ist es, die Signalsteuerungen einer solchen LSA zu entwerfen. Durchgeführt wird der Entwurf mit dem Software-Paket LISA. Dieses ermöglicht eine umfassende verkehrstechnische Planung, Bewertung und Simulation von Verkehrsanlagen. Die Arbeit beinhaltet das schrittweise Vorgehen in LISA und die wichtigsten Rahmenbedingungen, die durch die Richtlinie für Lichtsignalanlagen [RiLSA] und das Handbuch zur Bemessung von Straßenverkehrsanlagen [HBS] gegeben sind. Beplant wird ein innerstädtischer Knotenpunkt in Neunkirchen [Saarland] mit vier Zufahrten.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Grundlagen
2.1 Qualitätsstufen
2.2 Performance Index
2.3 Phasen und Phaseneinteilung
2.4 Signalzeiten und Umlaufzeiten
2.4.1 Mindestfreigabezeiten
2.4.2 Umlaufzeiten
2.4.3 Übergangszeiten
2.4.4 Zwischenzeiten
2.5 Verkehrsstärken
3. Zielsetzung, Vorgaben und Prämissen
4. Vorgehen in der Software LISA
4.1 Modellierung des Knotenpunktes
4.1.1 Straßenverkehr
4.1.2 Fußgängerverkehr
4.1.3 Signalgruppen
4.1.4 Zusammenfassung
4.2 Belastungen des Knotenpunktes
4.2.1 Erstellung der Verkehrszeiten
4.2.2 Maßgebende Bemessungsverkehrsstärke
4.2.3 Zusammenfassung
4.3 Signalgruppen
4.4 Ausrüstung und Detektoren
4.5 Unverträglichkeiten
4.6 Berechnung der Zwischenzeiten
4.7 Phasen und Phasenübergänge
4.8 Signalzeitenpläne
4.9 Koordinierung LSA 400 und LSA 401
4.9.1 Randbedingungen RiLSA
4.9.2 Schritte in LISA
5. Fazit
Zielsetzung & Themen
Das primäre Ziel dieser Arbeit ist die Entwicklung von Signalsteuerungen für einen innerörtlichen Knotenpunkt in Neunkirchen (Saarland) mithilfe der Software LISA, um einen sicheren und effizienten Verkehrsfluss zu gewährleisten. Dabei liegt ein besonderer Fokus auf der Einhaltung vorgegebener Qualitätsstandards unter Berücksichtigung von Richtlinien wie der RiLSA und dem HBS.
- Modellierung und verkehrstechnische Planung von Knotenpunkten
- Optimierung von Signalzeiten und Umlaufzeiten
- Implementierung von Koordinierungsmaßnahmen
- Qualitätsbewertung mittels Performance Index und Qualitätsstufen
Auszug aus dem Buch
4.1.1 Straßenverkehr
Nach der Verifizierung des Maßstabes durch erneutes Messen, werden die Knotenarmachsen und die Fahrstreifen eingefügt. Dabei wird die vorgegebene Nummerierung der Zufahrten aus dem Lageplan berücksichtigt. Den Knotenarmachsen 1 und 3 [Ost und West] wird Vorfahrt gewährt. Zusätzlich werden die Straßennamen und die zulässigen Höchstgeschwindigkeiten eingegeben. Die jeweiligen Fahrstreifenbreiten werden mit dem Länge-messen-Tool ermittelt und aktualisiert. Tabelle 3 zeigt die Messwerte der Fahrstreifenbreiten.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in das Thema der steigenden Verkehrsbelastung ein und definiert das Ziel, mittels Software LISA eine effiziente Signalsteuerung für einen Knotenpunkt in Neunkirchen zu entwerfen.
2. Grundlagen: Hier werden theoretische Aspekte wie Qualitätsstufen, der Performance Index sowie die Berechnung von Signalzeiten und Verkehrsstärken für die weitere Planung erläutert.
3. Zielsetzung, Vorgaben und Prämissen: In diesem Kapitel werden die spezifischen Anforderungen des betrachteten Knotenpunkts sowie die Rahmenbedingungen für die spätere Planung definiert.
4. Vorgehen in der Software LISA: Dieser Abschnitt beschreibt detailliert den praktischen Planungsprozess in der Software, von der Modellierung über die Belastungsanalyse bis hin zur Optimierung der Koordinierung.
5. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse der Arbeit zusammen und bewertet die Erreichung der gesteckten Ziele hinsichtlich der Verkehrsqualität und Koordination.
Schlüsselwörter
LISA, Lichtsignalanlage, Signalsteuerung, Verkehrsplanung, RiLSA, Qualitätsstufe, Performance Index, Umlaufzeit, Knotenpunkt, Verkehrsfluss, Koordinierung, Verkehrsstärke, Straßenverkehr, Phasen, Zwischenzeiten
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der verkehrstechnischen Planung und dem softwarebasierten Entwurf von Signalprogrammen für einen spezifischen innerörtlichen Knotenpunkt im Saarland.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Zentrale Themen sind die verkehrstechnische Modellierung, die Einhaltung von Qualitätskriterien für den Verkehrsfluss sowie die verkehrsabhängige Steuerung mittels Signalprogrammen.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist die Erstellung einer funktionierenden Signalsteuerung, die mindestens die Qualitätsstufe D erreicht, sowie die Koordinierung des Knotenpunkts mit einer benachbarten Lichtsignalanlage.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es wird eine modellbasierte Planung und Simulation mit der Software LISA durchgeführt, basierend auf den Richtlinien für Lichtsignalanlagen (RiLSA) und dem Handbuch für die Bemessung von Straßenverkehrsanlagen (HBS).
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil umfasst die detaillierte Modellierung des Knotenpunkts, die Analyse der Verkehrsbelastung, die Konfiguration der Signalgruppen und Phasen sowie die Optimierung der Signalzeitenpläne und deren Koordinierung.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit ist durch Begriffe wie LISA, Lichtsignalanlage, Signalsteuerung, Verkehrsplanung, Qualitätsstufe und Koordinierung geprägt.
Warum wurde die Software LISA für diese Planung gewählt?
LISA ermöglicht eine umfassende verkehrstechnische Planung, Simulation und Bewertung von Lichtsignalanlagen gemäß geltender technischer Richtlinien.
Wie wurde die Qualität der Signalsteuerung bewertet?
Die Qualität wurde durch die Zuordnung von Qualitätsstufen basierend auf Wartezeiten und durch die Berechnung eines Performance Index bewertet.
Welche Rolle spielt die Koordinierung der LSA 400 und LSA 401?
Die Koordinierung zielt darauf ab, dem Verkehrsfluss an aufeinanderfolgenden Knotenpunkten durch zeitliche Abstimmung der Signalprogramme ein Passieren ohne Halt zu ermöglichen.
Was geschieht, wenn die Qualitätsstufe D nicht erreicht wird?
In diesem Fall müssen die Freigabezeiten oder Phasenübergänge angepasst werden, um die Wartezeiten zu reduzieren und die Verkehrsqualität zu verbessern.
- Quote paper
- Manuel Fries (Author), 2020, Software-basierter Entwurf von Lichtsignalprogrammen für die relevanten Verkehrszeiten eines innerörtlichen Knotenpunktes, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1042649