Die Entdeckung von Tutanchamuns Grab


Referat / Aufsatz (Schule), 2001
7 Seiten

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Theodore M. Davis finanzierte zwischen 1903 und 1912 eine Reihe von Ausgrabungen im <Tal der Könige, welches in Ägypten liegt in einer Felswüste westlich vom Nil, gegenüber von Luxor.

Die Grabungen wurden unter der Leitungungerfahrener Aegyptologen durchgeführt. Unter ihnen befand sich auch Howard Carter. Sie stießen auf vier Gräbern von Königen die vollkommen ausgeplündert wurden. Entdeckt hatten sie aber auch ein Grab das die Grabräuber noch nicht aufgesucht hatten. Es war das Grab der vermutlichen Urgroßeltern des Pharaos Tutanchamun, Juja und Tuja. Der Pharao wurde um 1343 v. Chr. geboren. Er war vermutlich der Sohn der berühmten Pharaos Echnaton und einer Nebenfrau. Tutanchamun hieß eigentlich Tutanchaton, aber aton wurde durch den Gottesname amun ersetzt, als er zum Pharao wurde. Der Thron stand ihm durch die Heirat mit Anchesenpaaton zu. Anchesenpaaton war die jüngere Schwester von Meritaton und Meritaton die Frau von Tutanchamuns Bruder oder Halbbruder, Semenchkare. Tutanchamun bestieg den Thron als Echnaton und Semenchkare starben.

In dem Grab von Tutanchamuns Großeltern, befand sich eine Sammlung von Gegenständen, die schon im Altertum gestohlen wurden und von Räubern hier versteckt wurde. 1907 kamen die Aegyptologen Tutanchamuns Grab schon etwas näher. In einer Grube fanden sie einen Schatz, der wichtige Anhaltspunkte gab für die Lage des Grabes. Als Theodore M. Davis 1914 seine Grabungen beendete, erhielt Lord Carnarvon die Erlaubnis im <Tal der Könige> zu forschen. Howard Carter, der schon seit 1907 die Ausgrabungen von Lord Carnarvon leitete, war bereit sofort mit der Suche nach Tutanchamuns Grab zu beginnen. Doch als der erste Weltkrieg ausbrach, wurde diese Suche auf 1917 zurückgestellt.

Lord Carnarvon finanzierte 1917 fünf erfolglose Saisongrabungen. Er zweifelte ob sich weitere Ausgrabungen überhaupt noch lohnten. Auf Howard Carters Bitten hin, finanzierte er noch eine Saisongrabung. Am 1. November 1922 nahmen sie die Arbeit wieder auf, und schon am vierten Grabungstag, fanden sie am Morgen unter einer Hütte, die wohl von Arbeitern errichtet wurde beim Bau des Grabes Ramses’ 6, die erste in den Fels gehauene Stufe.

Sie lag in der nähe von dem Punkt wo Carter bei einer ersten Saisongrabung die Arbeit eingestellt hatte, um den Touristen nicht den Weg zum Grab Ramses’ 6 abzuschneiden Vielleicht führt diese Treppe zum Grab Tutanchamuns. Am nächsten Nachmittag lagen schon Zwölf Stufen frei, es war zwar noch nicht das Ende der Treppe aber man konnte doch schon den oberen Teil der Türöffnung sehen. Jetzt stand fest, das die Treppe zu einer Türöffnung im Felsen führte, die mit Geröllsteinen verschlossen und mit einer Lehmschicht verschmiert war. In die Lehmschicht waren drei Siegel eingedrückt worden als der Lehm noch feucht war. Eines der Siegel war für die Sicherheit der Gräber. Es zeigte einen ruhenden Schakal über neun Gefangenen. Carter brach oben in die Tür ein kleines Loch, aber er sah nichts, weil der Gang hinter der Tür auch verschüttet war .Carter schickte ein Telegramm an Lord Carnarvon, in dem er ihm gratulierte und sagte, daß er bis zu seiner Ankunft, die Treppe wieder zugeschüttet habe. Bevor die Treppe jedoch zugeschüttet wurde, hatte Carter vor der Tür noch einen Bretterverschlag angebracht. Dies geschah alles am 6. November. Bis Lord Carnarvon endlich in Ägypten ankam verging noch mancher Tag. Am 23. November traf Lord Carnarvon endlich mit seiner Tochter, Lady Evelin Herbert, in Luxor ein. Die Treppe war bereits wieder freigelegt, ebenso der untere Teil der Türe, mit den vier restlichen Stufen.

Der untere Teil enthielt andere Siegel als der obere . Es waren die Siegel Tutanchamuns. Man fand heraus daß der Ursprüngliche Verschluß von ungebetenen Besuchern entfernt und ersetzt worden war.

Hinter der Tür lag ein abwärtsführender Gang der vollständig mit Sand, Steinen und Geröll angefüllt war. Verblüffenderweise fand man in der Füllung Gegenstände aus der Grabkammer. So zum Beispiel eine Lotusblüte mit einem Menschenkopf, die Tutanchamuns Geburt darstellen sollte. Am Ende des Ganges war noch einmal eine gleiche Tür wie beim Eingang. Durch diese Tür kam man in die Vorkammer. Es war am 26. November, als Carter wie bei der ersten, eine kleine Öffnung in die linke obere Ecke brach und eine Kerze hindurch hielt. Er sah seltsame Tiere, Statuen und Gold. Vor sich konnte er eine Bahre mit Kuhköpfen entdecken, die sehr wahrscheinlich Tutanchamun in das Reich des Sonnengottes tragen sollte. Hinter der Tür lag ein Becher aus Alabaster, und einen Stuhl. Die Sitzfläche des Stuhles mass nur 37cm, da nahm Carter an das es der Stuhl des jungen Tutanchatons war. Von der Vorkammer ging noch eine, hinter einer Bahre versteckte Türe zu einer Seitenkammer die etwa das gleiche enthielt wie die Vorkammer. Das Grab Tutanchamuns war zu klein um alle Schätze richtig aufzustellen. Man nahm aber trotzdem an, dass das Durcheinander von antiken Grabräubern herführte die trotz der Wachen in das Grab hinein gelangt waren. Die Vorkammer maß 8m auf 3.66m. Man brauchte 50 Tage bis alle Gegenstände im Labor waren. Vor der zugemauerten Sargkammer Tür standen links und rechts Lebensgroße Standbilder des Königs. Sie sind aus Holz und mit schwarzem Harz überzogen. Doch Kopfputz, Schmuck, Schurz und Sandalen sind goldig oder vergoldet. In der rechten Hand, trägt jeder eine mit gold überzogene Keule.

Die Tür trug, wie die anderen Türen Siegel. Es waren wieder die Siegel von Tutanchamun. Auch hier waren Grabräuber eingedrungen. Die wieder zugemauerte Öffnung war groß genug, daß ein Knabe oder ein Schlanker Mann durch gepaßt hätte. Erst drei Monate nach dem Carter einen Blick in die Vorkammer geworfen hatte, kam er dazu die Türe zur Sargkammer zu öffnen. Am Freitag den 17. Februar waren alle vor der Türe versammelt. Lord Carnarvon, Lady Evelin Herbert und zwanzig weitere Personen. Howard Carter schlug den Putz vom Mauerwerk ab und begann die kleinen Steine oben auszuhacken, die Tür blockierten.

Als die Öffnung genug groß war das er hinein Schauen konnte, sah er im Schein einer elektrischen Lampe, nicht einmal einen Meter vor sich eine goldene Wand. Diese goldene Wand war eine Wand des Totenschreines. Da wußte Carter daß darin der Sarkophag und wahrscheinlich auch die Mumie des Pharao war. Der Schrein war 5,18m lang, 3,35m breit und 2,74m hoch. Er paßte so knapp in die Sargkammer, daß es an den Rändern nur noch 60cm Zwischenraum hatte. Der Schreindeckel kam auch fast an der Kammerdecke an. Es war der Äußerste von vier Schreinen, die ohne Boden <übereinander gestülpt> worden waren. Die vier Schreine hatten alle auf der gleichen Seite zwei Flügeltüren. Die Schreine waren einst aus über 80 Einzelteile.

Es waren fast 6m dicke Bretter mit einem Gipsüberzug, auf dem die Vergoldung haftete. Es war nicht möglich die Teile zusammenzusetzen wenn die Trennwand zwischen den Kammern schon stand. Darum war es wahrscheinlich das sie die Trennwand erst danach eingesetzt worden war. Die Seiten der Schreine waren mit einem Kommentar beschrieben der größtenteils in ganz normaler Hieroglyphenschrift geschrieben war, aber zum Teil auch in Hieroglyphengeheinmschrift geschrieben worden war. Die Beamten die im <Tal der Könige> über die Gräber wachten, drückten ihre Siegel in die auf die Grabtüren. Als sie die den letzten Schrein Türe öffneten kam der Sarkophag von Tutanchamun zum Vorschein. An den Ecken dieses Sarkophags waren die Schutzgöttinnen Isis, Nephthys, Neith und Selket. Sie wurden in den Stein eingemeißelt und sie breiteten ihre Arme und Flügel um den Sarkophag mit dem toten König.

Als man den Sargkophagdeckel abnahm, und ein Leinentuch entfernte, sah man nicht etwa die Mumie Tutanchamuns, wie erwartet, sondern der Äußere von drei ineinanderfügten Särgen. Der erste der drei Särge, der heute noch im Grabmal ist, war 224cm groß und ist aus Zypressenholz geschnitzt, das vergoldet wurde. Der Sarg zeigt den König mit über der Brust gekreuzten Armen. In den Händen hält der Pharao einen Krummstab und einen Dreschflegel. Sie waren zwar Emblem des Gottes Osirir, aber bei gewissen Zeremonien gehörten sie auch zum Königlichen Ornat. Der zweite Sargdeckel war nur 204cm groß weil er ja in den ersten passen mußte. Er war sogar noch schöner verarbeitet als der erste. Er war auch aus Holz, wie der erste, aber er hatte noch farbige Glasstücke eingefügt.

Man fand den Kindkönig mit einem Leinentuch und Blumengirlanden bedeckt. Um den Hals des Sarkophags lag ein großes Halsband, das mit Edelsteinen und gefärbtem Glas verziert war. Der dritte Sarkophag war nur noch 187.5cm groß. Er war nicht nur mit Gold überzogen wie die anderen sondern bestand nur aus Gold. Es war der schwerste, er wog 110.4kg. Früher war er noch mit einer verhärteten Schicht aus Harz, Salben und Pech überzogen gewesen, die mußte aber mit größter Vorsicht entfernt werden.

In dem dritten Sarkophag lag endlich die Mumie Tutanchamuns. Sie war mit fast 150 Amuletten und Schmuckstücken behängt. Die Mumie trug die bekannte Goldmaske. Um die Mumie des Königs zu symbolisch zu schützen. Diese war aus Gold, mit Halbedelsteinen (Türkis, Karneol, Lapislazuli) und Einlegearbeiten aus gefärbtem Glas verziert und wog etwa 11kg.Auf dem Kopf trug die Maske einen Geierkopf und Uräusschlange, was Kobra hieß.

Von der Sargkammer geht ein Durchgang zur Schatzkammer. Am Eingang eine Lebensgroße Figur von einem Schakal. Er war aus Holz geschnitzt und mit einem dünnen Gipsgrund überzogen, auf dem schließlich schwarzes Harz aufgetragen worden war. In der Kammer war ein Kanopenschrein mit goldenem Baldachin. In diesem Kanopenschrein befand sich ein kleinerer Schrein und dann kam ein Kanopenschrein aus Kalzit. Beim Einbalsamieren eines Leichnams entfernten die alten Ägypter Lunge, Leber, Därme und den Magen und Präparierten diese Organe separat. Mumifiziert kamen diese Eingeweide dann in vier Kanopenkrüge. Diese stellte man dann in den Kanopenschrein aus Kalzit.

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Details

Titel
Die Entdeckung von Tutanchamuns Grab
Autor
Jahr
2001
Seiten
7
Katalognummer
V104295
Dateigröße
349 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Tutanchamun
Arbeit zitieren
Stephanie Rutz (Autor), 2001, Die Entdeckung von Tutanchamuns Grab, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/104295

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