Das Zwangsarbeitssystem des Dritten Reiches im Zweiten Weltkrieg. Dargestellt am Beispiel der ländlichen Großstadtrandgemeinde Schwanewede bei Bremen.


Seminararbeit, 1997
37 Seiten

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GLIEDERUNGSÜBERSICHT

1. Einleitung

2. Hauptteil
2.1. Aufrüstung - „Hunger nach Ressourcen“
2.1.1. Tschechische und italienische Arbeitskräfte „am Vorabend“ und während des Zweiten Weltkrieges und die Zwangsarbeit der „italienischen Militärinternierten“ ab 1943 im „Reichseinsatz“
2.1.2. Holländische Zivilarbeiter und Zivilgefangene während des Zweiten Weltkrieges im „Reichseinsatz“
2.1.3. Französische Kriegsgefangene, Zivilarbeiter und Zivilgefangene während des Zweiten Weltkrieges im „Reichseinsatz“
2.2. „Kriegswirtschaftlich wichtige Bauten“ im Bereich Schwanewede
2.2.1. Die Wirtschaftliche Forschungsgesellschaft mbH (WIFO) Blumenthal
2.2.2. Das Marineöllager Bremen-Farge
2.2.3. Die U-Boot-Bunker-Werft „VALENTIN“ Bremen-Farge
2.3. Die Lager in der Region Schwanewede
2.3.1. Das Lager Tesch in Blumenthal
2.3.2. Das Marinegemeinschaftslager (MGL) in Neuenkirchen
2.3.3. Das Kriegsgefangenenlager (KGL) in Schwanewede
2.3.4. Das Ostarbeiterlager (OAL) in Schwanewede
2.3.5. Das „Arbeitserziehungslager (AEL)“ in Bremen-Farge
2.3.6. Das Außenkommando Bremen-Farge des KZ Neuengamme
2.4. Die Ernährung der Gefangenen
2.4.1. Ernährungssituation für die deutsche Bevölkerung im Zweiten Weltkrieg
2.4.2. Die Ernährungssituation im MGL
2.4.3. Die Ernährungssituation in AEL, KGL, OAL und AKdo Farge
2.5. Angriffe, „Evakuierung“, Kriegsende und Befreiung
2.5.1. Der britische Luftangriff auf VALENTIN u. WIFO / AEL
2.5.2. Der amerikanische Luftangriff (8. AIRFORCE) auf VALENTIN
2.5.3. Die Eroberung BREMENS durch britische Truppen
2.5.4. „Evakuierung“ des „AEL“ Richtung Hamburg
2.5.5. „Evakuierung“ AKdo Farge
2.5.6. STALAG XB Sandbostel
2.5.7. Das Kriegsende in Schwanewede
2.6. „Hinterlassenschaften“
2.6.1. Der „Hospitalfriedhof“ Neuenkirchen
2.6.2. Die „Todeslücke“ im April/Mai
2.6.3. Eine Bilanz der vorhandenen Grabstätten / Toten

3. Schluß

Literatur- u. Quellenverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

1. Einleitung

„Das haben wir nicht gewußt“ - was wurde nicht gewußt?

Das Thema meiner Hausarbeit beschäftigt mich - generell - bereits seit meiner Jugendzeit, als im Geschichtsunterricht das Thema „Nationalsozialismus“ behandelt und damit auch Gegenstand von eigener Betrachtung und Überlegung wurde. Meine Berufsentscheidung - Soldat im demo- kratischen Staat - hat ebenfalls mit diesem Teil der Geschichte zu tun. Die Aufgabe des - demo- kratisch legitimierten - Soldaten unserer Armee besteht unter anderem darin, Wiederholungen der Geschehnisse „nationalsozialistischer Qualität“ mit verhindern zu helfen. Ausschlaggebend war und ist für mich die zeitgeschichtliche Fragestellung: Wer hat Deutschland vom Nationalso- zialismus befreit? Eine für mich einleuchtend zu beantwortende Frage: Alliierte Soldaten unter Führung Amerikas, einer demokratisch verfaßten Nation. Die regionalgeschichtliche Themen- stellung hat ebenso mit meinem Beruf „Soldat“ zu tun. Anfang 1995 bekam ich als - damaliger - Offizier für Standortangelegenheiten vom Brigadekommandeur den Auftrag, Orte und Gesche- hen der NS-Zeit am heutigen Standort Schwanewede „kompakt“ aufzubereiten. Damit begann meine Arbeit, die wenigen - damals mir vorliegenden - Unterlagen auszuwerten und nachfolgen- de Inhalte her- und darzustellen. Im Laufe der Zeit immer wieder ergänzt um weitere monogra- phische Betrachtungen. Heute will ich den Themenkreis in die bekannten Zusammenhänge des „3. Reiches“ einbinden, das kleine Dorf mit der damals herrschenden Politik in Verbindung brin- gen. Wie hat sich die „Arbeitskräftebeschaffungspolitik“ - in Berlin verabschiedet und befohlen - hier in Schwanewede und Neuenkirchen ausgewirkt? Wichtig ist auch die Antwort auf die Frage, wie „vor Ort“ mit der Beschäftigung über die - belastende - Zeit von Betroffenen, von Wissen- den, umgegangen wird. Hat man die Dimensionen erkannt, nach denen das eigene Erinnern „funktioniert“? Die „zahlreichen Plünderungen in Schwanewede, besonders zur Nachtzeit“1 im Mai/Juni 1945 sind naturgemäß besser zu erinnern als der jahrelange Anblick der zerlumpten und unterernährten Gestalten bei den Baustellen und auf ihren täglichen Wegen von und zum jeweili- gen Lager.

2. Hauptteil

2.1. Aufrüstung - „Hunger nach Ressourcen“

Der Weg des Nationalsozialistischen Deutschlands in den Zweiten Weltkrieg war besonders gekennzeichnet durch einen unersättlichen „Ressourcenhunger“. Die Aufrüstung band und verschlang Mengen von Personal, vorwiegend Industriefacharbeiter und Rohstoffe, hier be- sonders Energieträger und Grundstoffe für die Schwergüterindustrie (Erze und Hilfsstoffe zur Stahl-/Eisengewinnung). Kurz vor Beginn des Krieges wurde in einem Memorandum des Wirtschafts- und Rüstungsamtes ein Fehl von etwa 1,2 Millionen Arbeitskräften festge- stellt.2 Die spätere Kriegführung war einerseits nur solange möglich, wie aus den - dann er- oberten - Gebieten deren materielle und personelle Leistungsfähigkeit dem Deutschen Reich skrupellos zur Verfügung gestellt wurde. Andererseits war die im Rahmen des „totalen Krieges“ immer stärker erfolgte Einberufung deutscher Facharbeiter zur Wehrmacht stets schwieriger auszugleichen. Deren Fehl im Rüstungswirtschaftsprozeß mußte zur Aufrecht- erhaltung der strategischen Wirtschaftsleistungsfähigkeit zwingend qualitativ wie quantitativ ausgeglichen werden. Ende 1944 waren etwa 10 Millionen Ausländer [Kriegsgefangene (KGF) oder Zivilarbeiter - sowohl zwangsverpflichtet, als auch angeworbene - und ca. 400.000 KZ-Häftlinge]3 im „Reichseinsatz“, immerhin ein Drittel aller in der deutschen Kriegswirtschaft eingesetzten Arbeitskräfte. So mußten viele weltanschauliche Einstellungen des Nationalsozialismus pragmatischeren Lösungen Platz machen: Frauen ersetzten Männer in allen Arbeitsbereichen. Sowjetische Kriegsgefangene wurden - obwohl zum „Untermen- schen“ deklassiert - ebenso wie jüdische Menschen dringend als Zwangsarbeiter zum Durchhalten und in der Endphase des - dann totalen - Krieges, zur bedingungslosen Höchst- leistung der deutschen Rüstungsproduktion benötigt. Und das überall im Reich, vor aller Augen in einer Vielzahl von Lagern und Kommandos, bis in die kleinsten Dörfer hinein.4 Neben dem nachfolgend näher erläuterten „Reichseinsatz“ von Tschechen, Russen (besser: Sowjetbürger), Holländern und Franzosen hat es nach den Totenlisten des Standesamtes Neuenkirchen im Betrachtungsbereich Schwanewede auf jeden Fall noch den Einsatz von Polen, Deutschen, Ukrainern, Belgier, Dänen, Letten, Griechen und Gefangener unbekannter Nationalität gegeben5. Da diese Nationalitäten in den mir vorliegenden Quellen absolut gesehen allerdings keinen so großen Widerhall finden wie die erstgenannten, verzichte ich auf die Darstellung derer gesamtpolitischer Situation zum „Reichseinsatz“.

2.1.1. Tschechische und italienische Arbeitskräfte „am Vorabend“ und während des Zwei- ten Weltkrieges und die Zwangsarbeit der „italienischen Militärinternierten“ ab 1943 im „Reichseinsatz“

Die sofort mit Beginn der nationalsozialistischen Herrschaft begonnene Umsetzung der Aufrüstungspolitik beendete in der ersten Phase (1933 bis 1937)6, neben dem Einsatz bei Notstandsarbeiten, die Arbeitslosigkeit der Millionen Menschen, die nach dem Scheitern der Weimarer Republik Hitler mit an die Macht brachten. In der zweiten Phase (1938 bis 1942) stellte sich die Vollbeschäftigung im „Dritten Reich“ aus demselben Grund ein und es herrschte Arbeitskräftemangel. Der Anschluß Österreichs, die Ergebnisse des Münche- ner Abkommens 1938 und die Besetzung der tschechoslowakischen Republik im März 1939 („Zerschlagung der Rest-Tschechei“) stellten dem großdeutschen Arbeitsmarkt mehrere Hunderttausend sehr gut ausgebildete Facharbeiter und große Mengen unter- schiedlichster weiterer Ressourcen zur Verfügung.7 Diese wurden dringend gebraucht, da die weitere Aufrüstung der Wehrmacht personelle wie materielle Ressourcen in beträcht- lichem Umfang verbrauchte. Die Abtrennung gewachsener Gebiete z. B. der tschecho- slowakischen Republik, hatte dort eine beträchtliche Arbeitslosigkeit zur Folge. Durch Druck der deutschen Regierung kam im Januar 1939 ein Abkommen mit der tschechi- schen Regierung zustande, das die Rekrutierung von 40.000 Tschechen als Arbeitskräfte für den „Reichseinsatz“ ermöglichte. Unmittelbar nach dem Einmarsch der deutschen Truppen, gleich nach Ankunft der ersten Panzer im März 1939 in Prag, wurde durch die nachrüc??kende deutsche Arbeitsverwaltung weitere Anwerbearbeit geleistet. Bis Ende Juni 1939 waren bereits 52.000 Tschechen nach Deutschland als Arbeitskräfte vermittelt.8 Diese Zahlen vervielfachten sich nach Entfesselung des Krieges, dann allerdings unter anderen Bedingungen: denen der „Menschenverteilung“9. Damit wurden bis zum Ende des Jahres 1944 401.763 Tschechen im Deutschen Reich zur Arbeit herangezogen.10 Der „Reichseinsatz“ italienischer Arbeiter vollzog sich ebenfalls phasenweise, analog der politischen Situation der beiden Achsenmächte. In der ersten Phase - zwischen 1938 und 1941 - stellte Italien Deutschland insbesondere landwirtschaftliche Arbeitskräfte zur Ver- fügung. Zu Beginn der zweiten Phase - die mit dem Kriegseintritt Italiens am 10. Juni 1940 bis zum Austritt Italiens aus dem Krieg am 08. September 1943 währte - forderte Deutschland 200.000 Industriearbeiter. Diese Forderung wurde in 1942 „übererfüllt“.11 Mit dem Austritt Italiens aus dem gemeinsam mit Deutschland geführten Krieg (Achse Berlin - Rom), begann für 600.000 bis 650.00012 italienische Militärangehörige der oft ungewisse und häufig tragisch endende Weg in deutsche Kriegsgefangenschaft13. Am 20. September 1943 wurde ihnen der Status „Kriegsgefangener“ aberkannt und sie wurden zu „Militärinternierten“ deklariert. Damit wurden die Italiener in der „Hierarchie“ der in deutschem Gewahrsam befindlichen Ausländer ganz unten angesiedelt, sogar noch hinter den sowjetischen. Mit diesem Schritt der Deutschen wurden alle Schutzrechte der Genfer Konvention für Kriegsgefangene den Italienern nicht gewährt. Der weitere „offizielle“ Umgang mit diesen Menschen trägt u.a. auch die Züge von Ressentiments und Gefühlen der deutschen Überheblichkeit, der rassischen Überlegenheit an sich. Militärisch „be- gründet“ am Verhalten Italiens, obwohl mit Deutschland und Österreich-Ungarn seit 1882 verbündet, 1915 Österreich-Ungarn und 1916 Deutschland den Krieg erklärt zu haben. Das vermeintlich gleiche geschah nun 1943 erneut. Deutschland traf diese Situation je- doch nicht unvorbereitet. Die deutsche oberste militärische Führung hatte ihren Plan „Achse“ für diesen Fall, beginnend mit dem Sturz und der Verhaftung Mussolinis am 25. Juli 1943, zur Entwaffnung und Gefangennahme der italienischen Armee (auch der an den Fronten stehenden Truppe) und zur Besetzung Italiens vorbereitet und „in der Schub- lade“. Die Umsetzung des Planes ab 8. September 1943 war dann der letzte „Sieg“ der deutschen Wehrmacht im Zweiten Weltkrieg. Heute noch hört man gelegentlich in der Bundeswehr in Bezug auf die italienische Armee Fragen/Antworten wie: Was unterschei- det den Kampfstiefel eines italienischen Soldaten von dem eines deutschen? Antwort: Der italienische hat den Absatz vorne. Oder: Wie lauten die Symbole und Farben der ita- lienischen Truppenfahnen? Antwort: Weißes Kreuz auf weißem Grund. Eine - unbewußte - Fortsetzung der Verachtung der „Badoglioschweine“, wie die italienischen Soldaten nach ihrer damaligen Regierung auch geschimpft wurden?! Nachdem die italienischen Militärinternierten in den Kriegsgefangenenstammlagern der Wehrmacht im Reich eingetroffen waren, wurde die Masse bis Mitte Dezember 1943 in Industrie oder Landwirtschaft eingesetzt. Die Propaganda von Goebbels hatte die deutsche Bevölkerung im obigen Sinne „informiert“. „Meldungen aus dem Reich“, Berichte des Sicherheitsdienstes derß, formulierten: „Den Deutschen fehlte anscheinend jedes Verständnis dafür, daß die internierten Exverbündeten die gleichen Rechte wie andere gefangenen Soldaten beanspruchen könnten. Außerdem regele das Genfer Abkommen die Behandlung von Kriegsgefangenen, nicht aber die Behandlung von Verrätern.“14

Nach dem 25. Juli 1943 wurde den - einstig - als Zivilarbeiter in Deutschland Arbeiten- den die Rückkehr nach Italien nicht mehr gestattet. Die Polizei erhielt die Anweisung zu verhindern, daß diese ihre Arbeitsplätze verließen15 oder gar nach Italien die Grenze pas- sierten. Im Juli 1943 kehrten noch 12.652 Italiener in ihre Heimat zurück. Damit war ein Bestand von 86.522 Zivilarbeitern aus der Phase 1 der deutsch-italienischen Beziehungen nach dem Bruch der „Achse“ in Deutschland verblieben16. Die neue Lage in der Bezie- hung zu Italien, das nun ebenfalls von Deutschland besetztes Land war, verhalf Sauckel, deutscher Generalbevollmächtigter für den Arbeitseinsatz, zur - tatsächlich allerdings un- erreichten - Euphorie in Bezug auf die nun zur Verfügung stehende Masse von zusätzli- chen Zwangsarbeitern: 1.500.000 Arbeitskräfte meinte er aus Italien für die „ressourcen- knappe“ deutsche totale Kriegswirtschaft „zwangsweise erfassen17 “ zu lassen. Mit diesem Sachverhalt ist klargemacht, daß ab dem 25. Juli 1943 alle in Deutschland zur Arbeit he- rangezogenen italienischen Menschen Zwangsarbeit zu leisten hatten.

2.1.2. Holländische Zivilarbeiter und Zivilgefangene während des Zweiten Weltkrieges im „Reichseinsatz“

Ausgehend von den beträchtlichen Schwierigkeiten der niederländischen Regierung, die Arbeitslosigkeit infolge der Weltwirtschaftskrise wirkungsvoll zu bekämpfen (1936 be- trug die Arbeitslosigkeit 36%18 ) wurden niederländische Arbeiter, vornehmlich im grenz- nahen Bereich, nach Deutschland vermittelt (im Mai 1939 waren 84.000 Niederländer in Deutschland beschäftigt). Wer von den Niederländern sich nicht nach Deutschland ver- mitteln lassen wollte, bekam seine Arbeitslosenunterstützung entzogen19. Nach Ausbruch des Zweiten Weltkrieges wurde diese Maßnahme allerdings zurückgenommen. Die nie- derländische Mobilmachung und Umstellung auf die Kriegswirtschaft beendete die Ar- beitsverhältnisse der Niederländer in Deutschland. Nach dem deutschen Angriff auf die Niederlande und der Kapitulation der niederländischen Truppen wurden deren kriegsge- fangene Soldaten nach dem 10. Juni 1940 freigelassen und mußten wieder in die nieder- ländische Wirtschaft eingegliedert werden. Die Anzahl der Arbeitslosen im Sommer 1940 wird mit ca. 400.000 geschätzt20. Die deutsche Zivilverwaltung unter Reichskommissar Seyss-Inquart bediente sich der Unterstützung durch die niederländische Verwaltung. Hierbei wird generell von einer „...einvernehmlichen Zusammenarbeit mit den verant- wortlichen Instanzen des Reichskommissariats...“ gesprochen21. Bis zum Frühjahr 1942 wurden über das neu eingerichtete Reichsarbeitsbüro niederländische Facharbeiter grund- sätzlich auf freiwilliger Basis in das Reich vermittelt, obwohl bereits seit Frühjahr 1941 die Dienstverpflichtung auf zugewiesenen Arbeitsplätzen möglich war22. Ab Mai 1942 wurden dann, im Sinne von Sauckel, Zwangsanwerbungen durchgeführt. Diese sollten zusätzlich zu den anfangs ca 230.000 freiwillig in Deutschland arbeitenden nochmals 254.000 niederländische Arbeitskräfte für den „Reichseinsatz“ zur Verfügung stellen. Er- reicht wurden bei den von Mai 1942 bis April 1943 durchgeführten 7 Aktionen jedoch tatsächlich nur 163.600 Arbeitskräfte23. Hier wurde auch mit sogenannten „Betriebsaus- kämmungen“ gearbeitet, bei denen den betroffenen Betrieben Quoten auferlegt wurden, die zu stellen waren für den „Reichseinsatz“24. Mit Stand 01. August 1944 waren insge- samt 315.000 niederländische Fremdarbeiter der gewerblichen Wirtschaft in Deutschland eingesetzt. Der Hauptanteil davon (96.300) wurde in der Bauwirtschaft - auch in Schwa- newede - verwendet25. Neben den „Anwerbungen“ der eben beschriebenen Art wurden auch über die Festnahme und Einweisung in Konzentrationslager Niederländer zu Zwangsarbeitern im „Reichseinsatz“. Albert Teunissen, 1924 in Holland geboren, wurde am 1. Oktober 1944 mit sämtlichen anderen 660 männlichen Einwohnern seines Dorfes Putten als Vergeltung für einen Angriff auf ein deutsches Armeefahrzeug, bei dem ein Offizier erschossen wurde, nach Deutschland ins KZ Neuengamme deportiert. Teunissen war u.a. auch kurzzeitig - vom AKdo Meppen kommend - vor der „Evakuierung“ im AKdo Farge inhaftiert26. Nur 16 Einwohner kehrten nach Kriegsende aus der Deportation zurück.

2.1.3. Französische Kriegsgefangene, Zivilarbeiter und Zivilgefangene während des Zwei- ten Weltkrieges im „Reichseinsatz“

Anders als bei Tschechen, Italienern und Holländern gab es im Vorfeld des Zweiten Weltkrieges keine Arbeitsvermittlungen von Franzosen ins Deutsche Reich. Nach dem Sieg der deutschen Truppen über Frankreich waren 1.600.000 französische Kriegsgefan- gene im deutschen Gewahrsam, die zu ca. 90% z.T. völkerrechtswidrig, aber mit Zu- stimmung der Regierung Vichy, auch in rüstungswirtschaftlichen Arbeitsgebieten einge- setzt wurden. Im Laufe des Krieges wurde ein Teil von ihnen (ca. 200.000) im Status um- gesetzt zu Zivilarbeitern. Zu Kriegsende waren noch 1.000.000 kriegsgefangene Franzo- sen im „Reichseinsatz“, betreut von der Mission Scapini. Darüber hinaus wurden im Kriegsverlauf bis zu 922.000 Zivilarbeiter in den „Reichseinsatz“ geschickt, ab Herbst 1942 auch unter der Sauckel-Forderung mit Zwangsanwerbungen27. Wie in den Nieder- landen gab es auch in Frankreich, besetzt wie unbesetzt, einen Grad an Zusammenarbeit mit der deutschen Arbeitsverwaltung. Die Regierung Vichy selbst arbeitete u.a. aus dem Bestreben der Betreuung ihrer Kriegsgefangenen und bei der Bereitstellung von Zivilar- beitern als Austausch für dann freizulassende Soldaten, vergleichsweise eng mit den Deutschen zusammen.

2.2. „Kriegswirtschaftlich wichtige Bauten“ im Bereich Schwanewede

2.2.1. Die Wirtschaftliche Forschungsgesellschaft mbH (WIFO) in Blumenthal

Zur Durchführung der - damals noch geheim betriebenen - Aufrüstung durch das NS- Deutschland wurde 1934 die Wirtschaftliche Forschungsgesellschaft mbH (umgangs- sprachlich WIFO genannt) gegründet, mit dem Auftrag, „...die Überwindung von Engpäs- sen in der kriegswirtschaftlichen Versorgung auf dem Wege der Durchführung von Bau- ten (Bereitschaftsanlagen) und Bevorratungen...“28 von Rohstoffen aller Art sicherzustel- len. 1934 wurde durch den Landkauf von großen Teilen der Rekumer und Neuenkirche- ner Heide durch die WIFO mit den Baumaßnahmen für das Tanklager Farge begonnen. 1938 wurden die Teile nördlich der heutigen Straße „An der Kaserne“ (jetzt Fahrschulge- lände im Platzteil - C -) dazugekauft. Der Bau der WIFO-Anlagen (Öle der Gefahrenklas- se I u. II) südlich davon war 1935 begonnen worden. Anders als das spätere Marineölla- ger wurden sie fertiggestellt und zum Teil 1943 befüllt.29

2.2.2. Das Marineöllager Bremen-Farge

In Schwanewede wurde im Herbst 1938 mit dem Bau von insgesamt 86 (Planung aus der vorhandenen Bauakte sicher nachgewiesen) Rundbunkern zur Lagerung von Ölen der Ge- fahrenklasse III (Heiz- und Dieselöl) für die Marine begonnen. Die Erweiterung auf 155 Bunker bis etwa nach Eggestedt, 3 km ostwärts Schwanewede, war möglicherweise vor- gesehen. Anders als das WIFO-Öllager wurden sie mit geringen Ausnahmen nicht fertig- gestellt oder gar befüllt. Der Bauplan für die Behälter mit 10.000 m3 Fassungsvermögen (wovon einer später das AKdo Farge des KZ Neuengamme aufnahm) liegt ebenfalls vor30. Die auf 86 Bunker bezogene Kapazität sollte 1.700.000 m3 betragen, jeder Tank nach der Ursprungsplanung 20.000 m3 fassen und einen Durchmesser von 50 m bei lich- ter Höhe von ca 15 m haben. Tatsächlich begonnen wurden bis Juli 1941 insgesamt 29 Behälter beider Größen. Die geplante Version mit 14 Rundbunker à 10.000 m3 (Baugrup- pe I) und 19 Rundbunker à 20.000 m3 (Baugruppe II u. III) wurde trotz einer im Mai 1941 verfügten Stillegung - da als „nicht kriegswichtige Baustelle" eingestuft - nach einem Luftbild vom 19. April 1945 auf 34 Behälter, bzw. Baugruben für diese, vermutlich zwi- schen Sommer 1941 und Frühsommer 1943 (Baubeginn VALENTIN) erweitert.31 Die vorgesehene Kostenplanung von 37.500.000,- RM, erhöhte sich in 1941 wegen Luft- tarnmaßnahmen noch32. Die Baumaßnahmen an der Tankanlage und später am VALENTIN wurden für WIFO und Marine durch Sub-Unternehmen (für VALENTIN al- lein über 5033 ) und - vor Beginn des Krieges - die ORGANISATION TODT (O.T.) durchgeführt.

2.2.3. Die U-Boot-Bunker-Werft „VALENTIN“

Dreh- und Angelpunkt der Entwicklung des unmenschlichen Einsatzes aller Kriegsgefan- genen, Häftlinge, Zwangsarbeiter und ausländischer wie inländischer Fachkräfte war der Bau des U-Boot-Sektionsbau-Werftbunkers „VALENTIN“. Die - damalige - Notwendig- keit des Baus ergab sich aus der hinlänglich bekannten Seekriegssituation in Verbindung mit der 1943 vermutlich bereits als „total“ einzustufenden Luftüberlegenheit der (West-) Alliierten über dem Reichsgebiet34. Ein ähnlicher Bau wurde als „WENZEL“ bei Wedel / Hamburg begonnen. Zur Erinnerung die abmeßbaren und die z.T. geschätzten Dimensio- nen35:

LÄNGE: 426m

BREITE: 98m

HÖHE: 30m

TIEFE: 13m

WÄNDE: 4,6m

DACH: 7,1m u. 4,6m

ZEMENT: 220.000 to (=14.000 Eisenbahnwaggons)

STAHL: 27.000 to

KIES: 1,2 Mio. to

Kosten (heutige Kaufkraft, ohne Personalkosten) ca. 2 Milliarden DM36

2.3. Die Lager in der Region Schwanewede

Der Bedarf an Arbeitskräften in einer Region stand im direkten Zusammenhang mit der An- zahl bzw. Größe der dort eingerichteten Lager37. Für unseren Bereich bestand aufgrund der Baumaßnahmen der WIFO und der Marine bereits vor Kriegsbeginn hoher Arbeitskräftebe- darf, das Lager Tesch und das MGL wurden daraufhin 1938/1939 errichtet. Im Laufe des Krieges bestand als Ersatz für einberufene Deutsche, wie auch aufgrund der intensiven zu- sätzlichen Bauten Bedarf an Arbeitskräften in landwirtschaftlichen und vermutlich auch ge- werblichen Bereichen (u.U. Ziegeleiarbeitskräfte), dem WIFO-Tanklager, dem Marineölla- ger und später beim Bau des „VALENTIN“, so daß dazu Ostarbeitslager (OAL), Kriegsge- fangenenlager für sowjetische Gefangene (KGL), Arbeitserziehungslager (AEL) und das Außenkommando Farge des KZ Neuengamme (AKdo Farge) errichtet wurden38. Die Funk- tionen: „Einfangen, Registrieren, Verteilen, Einsetzen, Disziplinieren und Aussondern“ im Zusammenhang mit dem Zwangsarbeitssystem waren auf verschiedene „übergeordnete“ an- dere Systeme, als denen „vor Ort“ verteilt. Kriegsgefangene und italienische Militärinternier- te wurden durch die Durchgangs- (DULAG) und Stammlager (STALAG), „Arbeitser- ziehungshäftlinge“ durch die GESTAPO in Zusammenarbeit mit den Arbeitsämtern, KZ- Häftlinge durch die KZ Lager und „freiwillige“ Ost- und Westarbeiter durch die Arbeits- verwaltung den Lagern in der Region Schwanewede zugewiesen.

2.3.1. Das Lager Tesch in Blumenthal

Das Lager Tesch lag nicht im derzeitigen Standortbereich, sondern im unzugänglichen NATO DEPOT Blumenthal, also im Land Bremen39. Da es aber Bestandteil der WIFO- Anlage war und ab 1943 ebenfalls Arbeiter für den VALENTIN zu stellen hatte, steht es im Zusammenhang mit meiner Betrachtung der Zwangsarbeit in der - heutigen - Einheits- gemeinde Schwanewede im „TAUSENDJÄHRIGEN REICH“. Die Firma Gottlieb Tesch (Berlin) arbeitete seit 1935 als Sub-Unternehmer der WIFO an der Großtankanlage in der Rekumer Heide. Bereits 1938 wurde dort, ca. 500 m ostwärts der heutigen Depotwache, ein Lager für Tschechen eingerichtet, die sich - s. o. - wegen der schlechten Wirtschafts- lage im Heimatland in Deutschland zur Arbeit verdingt hatten40. Ab 1940 wurden in „großer Zahl“ (Höhe unbekannt) sogenannte „Westarbeiter“ (Belgier, Holländer, Franzo- sen) eingewiesen. Ebenfalls wie im MGL wurde von 1940 bis 1943 ein AEL zur Ab- schreckung eingerichtet.41 Beim Luftangriff am 30. März 1945 durch die 8. AF der Ame- rikaner wurde das Lager ebenfalls getroffen, das Luftbild vom 19. April 1945 zeigt am rechten unteren Rand nur den nordwestlichen Teil und die Schäden damit vermutlich le- diglich unvollständig.42 Einige Bomben fielen dabei im Bereich südlich der großen Düne, bei der jetzigen Hindernisbahn in der LÜTZOW-Kaserne und im Bereich Junkernkamp / Eichengrund in Schwanewede. Das Lager, von derß verwaltet und bewacht, wurde bei Kriegsende nicht deportiert, was darauf schließen läßt, daß hierin keine „Gefangenen im Sinne derß“ untergebracht gewesen sein können. Dieß setzte sich ab und englische Soldaten fanden das offene Lager verwahrlost vor - nach einer Quelle möglicherweise be- reits am 5. Mai 194543.

2.3.2. Das Marinegemeinschaftslager (MGL) in Neuenkirchen

Es wurde 1939 von der Organisation TODT (O.T.). mit 27 Steinbaracken als Unterkunft für ca 500 Männer der O.T. eingerichtet, die an den Ölbunkern arbeiteten (durch die Bun- deswehr später als Artilleriekaserne genutzt, einige Baracken sind derzeit noch vorhan- den, heutige WESER-GEEST-KASERNE). Mit Kriegsbeginn wurde die O.T. zunehmend herausgelöst und durch Kriegsgefangene ersetzt. Ab 1940 stieg die Belegung durch frei- willige Fremdarbeiter stark an, zusätzlich wurde 1940 in 4 Baracken - zur Abschreckung - bis 1943 ein AEL integriert.44 Ende April 1945 überließen die Wachmannschaften das MGL sich selbst und setzten sich - nach Vernichtung ihrer Akten und Unterlagen - ab. Bei Kriegsende - Einmarsch hier am Freitag, den 11. Mai 1945 - fanden die Briten ein e- benfalls chaotisch verwahrlostes Lager vor, das ab 17. Mai 1945 als Hospital für „DP`s“ aus dem STALAG XB Sandbostel45 genutzt wurde, um die überlebenden Gefangenen des KZ-Teils aus Sandbostel wieder „aufzupäppeln“, was mindestens 122 Mal nicht gelungen ist46.

2.3.3. Das Kriegsgefangenenlager (KGL) in Schwanewede

Die Quellenlage zu dieser Einrichtung ist besonders unergiebig. Weder im Bundesarchiv, noch im Archiv des Militärgeschichtlichen Forschungsamtes sind Nachweise zum Lager vorhanden. Da es zu Anfang in 1941 bis 1944 ausschließlich mit sowjetischen Kriegsge- fangenen belegt war, fanden auch keine Inspektionen des Internationalen Roten Kreuzes (IRK) - anders als bei Kommandos westalliierter Kriegsgefangener - statt. Dessen doku- mentierte Besuchsberichte stellen für viele Kriegsgefangenenarbeitskommandos den heu- tigen Existenznachweis dar. Da Schwanewede im damaligen Wehrkreis X (Hamburg) lag, kann es sich m.E. nur um ein - besonders großes - Arbeitskommando des Mannschafts- stammlagers (STALAG) XB des Kriegsgefangenenlagers Sandbostel gehandelt haben. Das Lager befand sich zwischen Heidkamp im Osten, Molkereiweg im Norden, Hanno- versche Straße im Westen und Hospitalstraße im Süden und bestand aus ca 44 Baracken. 1944 wurden auch internierte Italiener (Belegung dadurch ca. 6.000 gesamt47 ) in das La- ger verbracht. Hierbei wird es sich sehr wahrscheinlich um die Angehörigen des Kriegs- gefangenen Bau- und Arbeitsbataillon 196 gehandelt haben, was nach Recherchen des Autors durch Dr. Gerhard Schreiber am 20.Januar 1997 schriftlich bestätigt wurde. Es war nach Stärkemeldungen vom 1.4.1944: 904 Mann, am 1.5.1944: 905 und am 1.6.1944: 899 Mann stark und im Bereich Bremen für diese Zeit vorübergehend stationiert48.

Der Arbeitseinsatz der KGF wird im Zeitraum 1941 bis Mitte 1943 überwiegend bei den Abschluß- und Erweiterungsarbeiten des Marineöllagers (Baugruppe II und III in der Schwaneweder und Baugruppe I in der Neuenkirchener Heide) erfolgt sein. Die dort er- forderlichen Erdbewegungen, Technikmittel waren kaum im Einsatz49, erforderten eine hohe Anzahl von - nur mit einfachen Arbeitsmitteln ausgestatteten - Zwangsarbeitern. Be- reits am 17. Juli 1941 forderte der Chef des Stabes Luftgaukommando XI, Hamburg- Blankenese mit Verfügung SCHNELLBRIEF Abt Ia op 3 LS 3, Az 41 L 44.10 Nr. 4535/41g von der Kriegsmarinewerft Wilhelmshaven zur Verbesserung der Lufttarnsituation, „...folgende Massnahmen beschleunigt zur Durchführung zu bringen:

1. Weiterführung der Erdarbeiten, damit die Konturen der Behälter durch Anschüttung verschwinden.
2. Beseitigung der vorhandenen tiefen Trichter.
3. Verfüllen und Überschütten der Rohrkanäle, soweit diese fertiggestellt sind.
4. Abdecken der in direkter Richtung auf die Wifo, Farge, weisenden Einschnitte.

Das LGK XI wird sich von Zeit zu Zeit von dem Fortschritt der Tarnmassnahmen über- zeugen...“

Nachdem am 1. Februar 1941 von der Kriegsmarinewerft Wilhelmshaven mit Verfügung B.-Nr. 69/41 geh.Z5. der Einsatz kriegsgefangener belgischer und französischer Fachar- beiter beim Öllagerbau in Farge genehmigt wurde, meldete die Kriegsmarinewerft Wil- helmshaven am 5. September 1941 an das OKM, nachrichtlich Marinebauabteilung Far- ge, daß für die Tarnungsarbeiten Öllager Farge „...Als Arbeitskräfte [...] Häftlinge eines inzwischen in Farge eingerichtetes Erziehungslager der Staatspolizei und Kriegsgefange- ne in genügender Anzahl zur Verfügung [stehen]...“ Das Oberkommando der Kriegsmari- ne (OKM) genehmigte mit Verfügung K VI A1 Nr. 4414/41 geh. vom 18. September 1941 die mit dem Bericht vom 5. September 1941 durch die Kriegsmarinewerft vorge- schlagenen Maßnahmen grundsätzlich, einschließlich des Einsatzes der Häftlinge und Kriegsgefangenen „...wenn - wie von dort berichtet - die anderweitig nicht verwendbaren Arbeitskräfte und die Baustoffe zur Verfügung stehen. Dabei wird vorausgesetzt, daß weitere Arbeitskräfte und Baustoffe, vor allem Zement und Eisen, nicht mehr angefordert werden. Für den Innen-Anstrich der eisenlosen Behälter dürften sich Gefangene weniger eignen, da hierfür besonders sorgfältige Anstreicherarbeit verlangt werden muß.“ Die Ge- fangenen werden zu den jeweiligen Arbeitsstätten in der Schwaneweder und Neuenkir- chener Heide, wie auch die Häftlinge des AEL, zu Fuß marschiert sein. Mit Beginn der Bauarbeiten am VALENTIN wird sich der Arbeitseinsatz im Schwerpunkt auf diese Ar- beitsstätte konzentriert haben, obwohl Wilhelm Nolting-Hauff, vom 30. Oktober 1944 bis 22. November 1944 zusammen mit russischen KGF bei den Lufttarnmaßnahmen für das Öllager Farge eingesetzt wurde.50 Ab diesem Zeitpunkt wird der Marsch der sowjetischen Kriegsgefangenen zur 6 km entfernten Baustelle des VALENTIN im Bahntransport durchgeführt worden sein51.

Mit der Öffnung der russischen Archive hoffe ich, über die am Kriegsende von den So- wjets mit nach Moskau genommenen Unterlagen mehr über Zusammenhänge, Anzahlen der Getöteten etc. auch im Zusammenhang mit dem kleinen Ort Schwanewede zu erfah- ren. Anders als in den Lagern der Gemarkung Neuenkirchen sind vom Schwanewede KGF-Lager für sowjetische Gefangene keinerlei Personenstandsfälle (i.d.R. Todesfälle) beim Standesamt Schwanewede dokumentiert52. Der Zentralnachweis des Landes Nieder- sachsen arbeitet grundsätzlich am Erschließen dieser Quellen und vielleicht sind gesicher- tere Informationen als heute in absehbarer Zeit verfüg- und auswertbar.

2.3.4. Das Ostarbeiterlager (OAL) in Schwanewede

Das OAL schloß sich westlich des KGL, an die Hospitalstraße angelehnt an. Es bestand aus ca 10 Baracken.53 Die aufgrund der Anzahl der Baracken geschätzte Belegung: ca 1.000 Menschen. Die westliche Grenze wird durch das heutige Handwerkerhaus der Standortverwaltung Schwanewede gebildet, das letzte noch aus damaliger Zeit vorhandene Gebäude.54

KGL und OAL sind die am schlechtesten dokumentierten Lagereinrichtungen um Schwanewede herum.

2.3.5. Das „Arbeitserziehungslager (AEL)“ in Bremen-Farge

Aus den im Lager Tesch und MGL Neuenkirchen seit 1940 zur Abschreckung in einigen abgetrennten Baracken eingerichteten „AEL“ wurde 1943 im südwestlichen Bereich des heutigen Standortübungsplatz Schwanewede ein „eigenständiges“, von der GESTAPO Bremen betriebenes, gebildet. Das Aufnehmen einer Karotte oder Kartoffel durch Fremd- arbeiter, Häftlinge im KZ AKdo oder KGF während des Marsches zur Baustelle konnte für eine Einweisung ausreichen, ebenso wie ein Witz über Hitler, oder eben - nach dem 20. Juli 1944 - ehemaliger Kommunist, Sozialdemokrat oder IMI („Jüdischer Mischling I. Grades“) zu sein. Seine Funktion aus Sicht der Nationalsozialisten nannte sich „Erzie- hungslager für Arbeitsuntreue“, d.h. für sogenannte „Arbeitsverweigerer und ar- beitsunlustige Elemente, deren Arbeitsverhalten einer Sabotage gleichkommt“55. Die Ver- hältnisse im AEL waren bewußt erheblich schlimmer und das Verhalten des Wachperso- nals grausamer als in einem KZ, um die „erziehende Wirkung“ zu erzielen. Ernst Kalten- brunner,ß-Obergruppenführer und Chef der Sicherheitspolizei und des SD (Nachfolger des 1943 bei einem Attentat getöteten Heydrich) schrieb im Mai 1944 „Zunächst darf ich feststellen, daß die Arbeitserziehungslager der Sicherheitspolizei alles andere als ein Er- holungsaufenthalt sind. Die Arbeitsbedingungen und Lebensverhältnisse für die Insassen sind im allgemeinen härter, als in einem Konzentrationslager. Dies ist notwendig, um den gewünschten Zweck zu erreichen und möglich, da die Unterbringung der einzelnen Schutzhäftlinge im allgemeinen nur wenige Wochen, höchstens wenige Monate, dau- ert.“56 Erstmals erwähnt werden AEL - nach derselben Quelle - im Erlaß Reichsführerß und Chef der deutschen Polizei vom 8.3.40 (IV D2 - 382/40). Die Einweisung war für höchstens 56 Tage zulässig, da sie eine „Erzieherische Maßnahme“ und keine - gericht- lich verhängte - Strafe darstellen sollte. Sie war somit ein reiner Willkürakt der GESTAPO in Zusammenarbeit mit der Arbeitsverwaltung. Ebenso willkürlich konnte die Einweisungsdauer durch eine sich anschließende 21-tägige „Schutzhaft“ verlängert wer- den. Die Listen der registrierten Toten des Standesamtes Neuenkirchen enthalten sowohl Tote aus dem KZ ,57 als auch aus dem AEL58 und m.E. auch aus den anderen, damals auf Neuenkirchener Gebiet gelegenen Lagern. Aus diesem Grund nehme ich an, daß die re- gelmäßig genannten Zahlen über die Todesfälle im Zusammenhang mit dem Bunkerbau VALENTIN häufig unzutreffend dargestellt werden. Auch Frau Johr hat hier die Toten insgesamt in eine Lagerkategorie (nämlich der des KZ AKdo) hineininterpretiert. Nach al- ler Kenntnis der Akribie der damaligen Bürokratie, ist es für mich nicht vorstellbar, daß Todesfälle nicht dokumentiert wurden nach den vorgesehenen Verfahren. Einzige Ausnahme bilden die Todesfälle zu Ende des Krieges (ca. ab 7. April bis 16. Mai 1945) und die in Lagern mit ausschließlich sowjetischen Kriegsgefangenen. Bei deren Massensterben im Herbst und Winter 1941 und Frühjahr 1942 war die Bürokratie überfordert und es wurde fortlaufend die listenmäßige Todesmeldung durch die Lagerverwaltung direkt an die Wehrmachtsauskunftstelle in Berlin erstattet. Diese Daten wurden von der Roten Armee 1945 mit nach Moskau genommen.

Aus den vorliegenden Bauunterlagen ist erkennbar, wie gut die Bürokratie jederzeit funk- tionierte. Auch am 2. September 1939 - am Tag nach Entfesselung des Zweiten Weltkrie- ges - wird „um die Erledigung der Verfügung BB 7222 vom 24.8.39 ersucht“, als „GE- HEIM“ eingestuft.59

Bei der Betrachtung der Anzahl der Getöteten fallen - neben den Todesarten „Mangeler- nährung in Verbindung mit schwerster körperlicher Arbeit“ - die Anzahlen Getöteter durch Erschießen besonders auf. Die in den Totenscheinen durch den Lagerarzt Dr. Hei- der bescheinigten Todesursachen sind mit Sicherheit nicht in jedem Fall die wirklichen Ursachen gewesen. So wurde der Totenschein für den französischen Insassen des AEL Farge, Louis Baudoin durch ihn auf die Todesursache „Herzmuskelschwäche“ ausge- stellt60, tatsächlich starb er an einem Leberriß nach einem Tritt mit dem Stiefel durch den damaligen Kommandanten.61 Unter Berücksichtigung des eben Festgestellten ist trotzdem hervorzuheben, die Russen, obwohl absolut die höchste Anzahl der Gefangenen in Schwanewede stellend, hatten nach den vorliegenden Unterlagen keinen Toten durch Er- schießen zu beklagen, wie die Holländer, die auch zu mehreren Tausend hier vertreten, aber überwiegend keine Gefangenen waren. Eine Erklärung hierfür könnte sein, daß die Russen keine reale Fluchtchance sahen und die Holländer überwiegend keine Zwangsar- beit leisteten, also auch - gelegentlich - Heimaturlaub erhielten.

Die verstorbenen oder getöteten Insassen wurden i.d.R. durch die Beerdigungsinstitute Stubbe (Fa. „PIETÄT“ Bremen-Vegesack) und Stubbe & Stühmer abgeholt und einge- äschert62. Für polnische und russische Tote allerdings wurde in Lagernähe ein provisori- scher Friedhof eingerichtet, dessen Tote ebenfalls 1947 exhumiert und zum Osterholzer Friedhof umgebettet wurden.

Zunehmend wurden auch „arbeitsunwillige (deutsche) Elemente“ aus bremischen Betrie- ben eingeliefert. Denunziert durch die Betriebe oder Einzelpersonen, wurden diese Men- schen in Zusammenarbeit zwischen Arbeitsamt (AA) und GESTAPO inhaftiert. Die AA registrierten Einweisungen, Entlassungen und Todesfälle in diesem „Männervertilgungs- lager“63.

2.3.6. Das Außenkommando Bremen-Farge des KZ Neuengamme

Das KZ Neuengamme unterhielt mehr als 80 Außenkommandos - davon 20 Frauenlager. Neun Lager verteilten sich auf Bremen.64 Die AKdo`s Farge und Bahrsplate wurden dabei für die VALENTIN-Baustelle eingerichtet. Bahrsplate war mit 200 und Farge, wahr- scheinlich das größte AKdo in Bremen, auf dem Höhepunkt der Bauarbeiten am VA- LENTIN mit ca 2.700 bis 3.000 Häftlingen belegt65. Wegen der 1943 herrschenden Bau- stoffknappheit wurden die Gefangenen in einem der 4 fertiggestellten (d.h. mit Decke versehener) Rundbunker B5 der Baugruppe I einquartiert.66 Auf der Bunkerdecke wurden die Baracken für dieß Wachmannschaft, die Küche, Abort, Krankenbaracken etc. er- richtet. Ab Juli 1944 stieg durch die verstärkte Deportation von Franzosen die Belegung so stark an, daß zusätzliche Wohnbaracken auf dem Bunkerdach erstellt wurden.67 Es gab trotz aller Widrigkeiten bezüglich Unterbringung, Verpflegung, Bekleidung und Behand- lung durch die Wachmannschaften auch eine „gewisse“ Normalität. Erhalten geblieben sind die - zensierten - Gefangenenpostkarten68 der KZ-Häftlinge Tadeusz und Stanislaw Pracki an ihre in der MUNA Lübberstedt zwangsarbeitende Schwester Zofia. Tadeus und Stanislaw ertranken bei Angriff englischer Jagdbomber auf die KZ-Häftlingsschiffe in der Neustädter Bucht.

Die Gefangenen marschierten im Sommer zu Fuß („Lagerstraße“) und fuhren im Winter teilweise auf offenen Loren in aller Öffentlichkeit zur Baustelle am Bunker. Das AKdo Farge diente, wie andere Lager auch, der „Vernichtung durch Arbeit“. Nicht mehr arbeitsfähige Gefangene (sogenannte „Muselmänner“) wurden zur „Sonderbehand- lung“ nach Neuengamme zurückgeführt und durch neue, arbeitsfähige Häftlinge ersetzt. In Farge umgekommene Insassen wurden durch die Reichsbahn oder durch einen Spedi- teur69, vermutlich Sünkenberg aus Schwanewede (Geschäftsräume waren beim heutigen EDEKA-Markt, ein Nachweis über die Fahrten liegt allerdings nicht - mehr - vor.), zur Einäscherung nach Neuengamme zurücktransportiert. Die dort durchgeführte akribische Registrierung in sogenannten „Totenbüchern“ kam erst in der Endphase des Krieges ins Stocken wegen stark ansteigender Todesraten durch eine Anfang 1945 grassierende Seu- che und die ständig sich verschlechternde Ernährungslage. Aufgrund der sich bis Ende März 1945 entwickelnden Kriegslage und der daraus entstandenen Weisung des Reichs- führersß, Heinrich Himmler, kein Gefangener solle den ALLIIERTEN lebend in die Hände fallen, begann die Kommandantur Neuengamme am 06. oder 07. April 1945 mit der „Evakuierung“ ihrer AKdo`s. Die Insassen der AKdo`s Schützenhof Gröpelingen (DESCHIMAG / AG WESER), Riespott (NORDDEUTSCHE HÜTTE), Blumenthal, Meppen70 und verschiedener aus Hannover (CONTINENTAL-GUMMI) wurden bereits Ende März nach Farge verlegt und mit hineingepfercht. Ehemalige Insassen berichten ü- ber unbeschreibliche Zustände. Während die Toten bis Anfang April noch in einem Mas- sengrab in der Nähe des Lagers bestattet wurden, verscharrten die Insassen gestorbene Kameraden nunmehr irgendwo im Gelände der Bunkergruppe I. Insofern kann vermutet werden, daß dort noch eine Anzahl von Einzelgräbern, die bisher nicht aufgefunden wur- den, existiert.71 Zusammengefaßt ist festzustellen, die in den Lagern um Schwanewede herum gehaltenen Menschen machten ein Vielfaches der damaligen Einwohnerzahl aus, grob geschätzt kamen auf 1 Einwohner mindestens 3 Gefangene.

Wenn man die Frage stellt und zu beantworten versucht, wieviel Tote die Lager insge- samt gekostet haben mögen, kann keine genaue Antwort gegeben werden. Es sind mehre- re Tausend.

2.4. Die Ernährung der Gefangenen

Die Gefangenen, sofern sie von deutschen Lebensmittelzuteilungen abhängig waren (Sow- jets, Italiener, AEL-, KZ-Gefangene und OAL-Insassen), wurden häufig von den KAPOS, aber auch deutschem Lagerpersonal der für sie vorgesehen Lebensmittel beraubt und mußten hungern, obwohl ihnen nach den „Vorschriften“ die entsprechenden Verpflegungssätze ein- schließlich Schwer- oder gar Schwerstarbeiterzulagen (je nach Arbeitseinsatz) zugestanden haben sollen72.

2.4.1. Ernährungssituation für die deutsche Bevölkerung im Zweiten Weltkrieg

Nach den Erfahrungen im Ersten Weltkrieg, in dem die „wachsende Sorge um das tägli- che Brot“ bereits 1915 einsetzte und eine Vielzahl von Hungertoten in Deutschland und damit begünstigend auch die revolutionären Entwicklungen am Kriegsende zur Folge hat- ten, wurde der ausreichenden Versorgung der deutschen Bevölkerung im Zweiten Welt- krieg, obwohl auch rationiert und mit vielen Ersatzstoffen versehen, besondere Bedeutung beigemessen. Die Kürzung der Lebensmittelzuteilung ab dem 6. April 1942 erzeugte gro-ße Erregung und wurde zum 19. Oktober 1942 zum größten Teil wieder auf die alten Werte angehoben, „Große Freude!“ bei der deutschen Bevölkerung erzeugend73. Die Er- höhung der gekürzten Zuteilung kam zeitgleich mit dem Abschluß der Sommeroffensive der Wehrmacht über den Don Richtung Kaukasus und Krim, wodurch die entsprechende Ressourcen den Deutschen in die Hände fielen, die der einheimischen Bevölkerung abge- nommen wurden. Damit war die Ernährungspolitik klar: Vorrang hatte immer die Versor- gung der deutschen Bevölkerung74.

2.4.2. Die Ernährungssituation im MGL

Die Ernährungssituation in diesem Lager war im Vergleich zu den anderen Lagern deut- lich besser, da die Marine daran interessiert war, angelernte Arbeitskräfte möglichst lange verwenden zu können. Dies war bei KGL und OAL anders. Dort wurden nur 50 bis 30 Prozent der Verpflegungssätze des MGL zur Verfügung gestellt.75 Die Hauptnahrungsquelle war Weißkohl.76

2.4.3. Die Ernährungssituation in AEL, KGL, OAL und AKdo Farge

Die Ernährungssituation in AEL, KGL, OAL und AKdo Farge wird - m.E. „NS-naturge- mäß“ - vergleichbar gewesen sein. Zitat aus dem Bericht des Marinestabsarztes Dr. Fölsch v. 18. Februar 1944 an die GESTAPO Bremen: „Die ungenügende Ernährungslage der AEL-Insassen führt dazu, daß man mit den Menschen nicht effizient (Anmerkung: am VALENTIN) arbeiten kann, da sie wegsterben, sobald man sie angelernt hat.“77 Ein zur damaligen Zeit insgesamt sicher mutiger Ansatz, der aber auch nicht zur Verbesserung der Ernährungslage führte. Eine Typhusepidemie im Frühjahr 1944 sorgte für zusätzliche Tote. Anzahl der registrierten Toten aller auf Neuenkirchener Gebiet liegenden Lager (d.h. ohne KGL, OAL u. Lager Tesch)78:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Die bis 1947 durch Captain Williams (US ARMY) veranlaßte Umbettung der Toten79 nach Bremen-Osterholz erbrachte das Ergebnis, die exhumierten Leichen waren i.d.R. nicht verwest, sondern mumifiziert, was die beteiligten Ärzte auf die Kombination nahe- zu eiweißloser Nahrung (Kohlsuppe, Steckrüben, etc.) und schwerster körperlicher Arbeit zurückführten Die dort gefundenen Menschen hatten bis zu ihrem Tode nahezu ihr ge- samtes körperliches Eiweiß aufgezehrt, so daß sie in den Massengräbern nicht verwesten (der Zersetzungsprozeß beginnt i.d.R. bei den körperlichen Eiweißstoffen).

2.5. Angriffe, „Evakuierung“, Kriegsende und Befreiung

2.5.1. Der britische Luftangriff auf VALENTIN u. WIFO / AEL

Der Angriff wurde am 27. März 1945, nach nochmaliger Luftaufklärung am 25. März 1945, durch 17 LANCASTER Bomber ausgeführt. Es wurden 13 GRAND SLAM 10 to Bomben und 4 TALL BOY 5,5 to Bomben abgeworfen. Lediglich 2 der 10 to Bomben durchbrachen die „nur“ 4,5 m dicke Decke im westlichen Teil oberhalb der Taktplätze 5 und 8.80 81 Es wird von insgesamt „hohen“ Verlusten gesprochen, da der Angriff gegen Mittag stattfand. Aus dem Bereich der Lager (ob zum Angriffszeitpunkt beim VALENTIN oder z.B. auch im „AEL“ läßt sich aus den vorliegenden Unterlagen nicht klären) kamen ums Leben:

4 Franzosen

2 Russen

1 Deutscher

1 Holländer

1 Italiener

1 Pole

INSGESAMT 10 MENSCHEN82

2.5.2. Der amerikanische Luftangriff (8. AIRFORCE) auf VALENTIN

Der Angriff vom 30. März 1945 führte am Bunker selbst zu keinen weiteren Schäden, die Baustelle wurde jedoch nochmals erheblich verwüstet, das WIFO Gelände und das Lager Tesch, sowie Ortsteile von Schwanewede erhielten ebenfalls Bombentreffer. Die Arbeiten am VALENTIN werden nun endgültig eingestellt, ohne daß je ein U-BOOT ihn verlassen hätte. Die Alliierten hatten den Bau der Öllager und des Bunkers seit 1941 überwacht und vernichteten die Baustelle kurz vor deren Fertigstellung. Churchill soll auf die Frage, warum nicht eher angegriffen werde, gesagt haben, laß die Deutschen Personal und Material für diesen Bau binden, wir zerschlagen ihn erst kurz vor der Fertigstellung. Den VALENTIN selbst soll er als 8. Weltwunder bezeichnet haben.83

2.5.3. Die Eroberung Bremens durch britische Truppen

Am 26. April 1945 eroberte die 3. UK Infanteriedivision Woltmershausen und „säuber- te“84 das Gelände bis Delmenhorst. Hierbei wurde das in der Abwehr der Briten einge- setzteß Bataillon 18, das überwiegend aus 15-17-jährigen Freiwilligen bestand, voll- ständig zerschlagen. Es hatte insgesamt 170 Gefallene beim Kampf um Bremen.85 Die Anzahl Vermißter ist nicht bekannt. Die 43. UK Division griff von Norden ins Stadtzent- rum und den Bürgerpark mit dem Befehlsbunker des Generalleutnant (GenLt) Fritz Be- cker an, der um 21.30 Uhr seinen letzten Funkspruch: „Infanterieangriff abgeschlagen, habe keine Munition mehr. Halte mit letzten Teilen. Es lebe der Führer!“ absetzte.86 Die- se „letzten Teile“ gingen gegen 23.00 Uhr unter Führung des Major Huth in Gefangen- schaft. Am 27. April 1945 um 11.00 Uhr kapitulierte GenLt Becker vor dem „WILTSHIRE REGI-MENT“ und wurde durch Major POPE OF BOX gefangengenom- men. Die deutschen Verluste beim Kampf um Bremen im Zeitraum 22. bis 27. April be- trugen ca. 540 Ziviltote und 220 Soldaten (ohne Vermißte), die englischen sind mir nicht bekannt, sie waren jedoch aus mehreren Gründen deutlich niedriger. Hamburg als „Offe- ne Stadt“ mit einem Vielfachen an Einwohnern, hatte keine Ziviltoten und ca. 60 Gefalle- ne bei Kämpfen im südlichen Vorstadtgelände zu beklagen.

2.5.4. „Evakuierung“ des „AEL“ Richtung Hamburg

Reichsführerß, Heinrich Himmler, hatte verfügt, kein Gefangener (der KZ und AEL) solle den Alliierten lebend in die Hände fallen. Dementsprechend wurde auch hier vor Ort verfahren. Der stellvertretende GESTAPO Chef von Bremen, H. HASSE befahl die „E- vakuierung“ des AEL. Das Lager mit verbliebenen ca 200 Gefangenen wurde am 7. April 1945 per Fußmarsch über Rotenburg nach Hamburg „evakuiert“. Die Verlustquote hier- bei (meine Vermutung) wird ähnlich der des „TODESMARSCHES“ des AKdo Farge an- zusetzen sein87. Über den Verbleib und weitere eingetretene Verluste liegen jedoch keine Informationen vor. Hasse wurde 1948 wegen des Befehls zum Todesmarsch zu 5 Jahren Zuchthaus verurteilt.88

2.5.5. „Evakuierung“ AKdo Farge

Die „Evakuierung“ des Lagers wurde auf zwei Wegen betrieben:

Ein Zug voller „Muselmänner“ (damit waren von Zwangsarbeit und Unterernährung aus- gemergelte, nicht mehr gehfähige Gefangene gemeint) fuhr am 6. oder 7. April 1945 zur „Sonderbehandlung“ (damit war i.d.R. die Ermordung gemeint) Richtung Bergen-Belsen ab, kam dort aber nie an (das KZ Belsen wurde am 15. April 1945 um 15.30 Uhr von bri- tischen Truppen befreit, nachdem bereits seit dem 12. April Oberst Schmidt und Oberst- leutnant Bohnekamp Verbindung zu den Briten mit dem Ziel der kampflosen Übergabe aufgenommen hatten89 ). Nach 7-tägiger Irrfahrt durch Norddeutschland, u.a. wegen der Bombenschäden und des allgemeinen Untergangschaos`, wurde der Zug am Freitag, den 13. April 1945 in Brillit, ca. 40 km nordostwärts von Schwanewede, ausgeladen90. Von den insgesamt 316 vorübergehend in Brillit bestatteten Toten müssen 169 dem aus Farge stammenden Transport und 147 einem am 14. oder 15. April 1945 aus Neuengamme an- gekommenen Transport zugerechnet werden.91 Der überlebende Rest wurde zu Fuß nach Sandbostel getrieben oder in einer Lorenbahn transportiert. Diese Toten wurden 1953 ex- humiert und - Ironie des Schicksals -, fast wie von den Nazis geplant, endgültig nach Sandbostel auf die dortige Kriegsgräberanlage umgebettet.

Die gehfähigen Häftlinge wurden vom 11. bis 14. April 1945 im sogenannten „Todesmarsch“ zu Fuß über Schwanewede, Meyenburg, Hagen, Beverstedt nach Sandbostel getrieben. Ein Teil von ihnen gelangte noch auf die Schiffe in der Neustädter Bucht und wurde am 3. Mai 1945 beim Angriff englischer Jagdbomber getötet. Während des Marsches nicht mehr gehfähige Häftlinge wurden - in aller Öffentlichkeit - an Ort und Stelle getötet und i.d.R. mit Benzin übergossen und verbrannt.

2.5.6. STALAG XB Sandbostel

Das STALAG war seit 193992 hauptsächlich für alliierte Kriegsgefangene eingerichtet und ab 5. April 1945 zusätzlich Ziel vieler „Evakuierungsmärsche“ der KZ und KZ AK- do`s.

STALAG X B ca. 16.000 alliierte KGF und Internierte

KZ (ab 5.4.) ca. 6.000-9.000

TOTE 9.846 davon ca 7.300 sowjetische KGF, ca 2.500 KZ-Häftlinge93

Die Befreiung des Lagers durch die Briten erfolgte am 29. April 1945 (durch hauptsäch- lich die „GUARD ARMOURED DIVISION“). Die furchtbaren Verhältnisse im KZ-Teil, aber auch bei den sowjetischen KGF, machten einen so niederschmetternden Eindruck auf die Briten, daß der Kommandierende General des XXX. UK Korps, Generalleutnant Horrocks bei den Kapitulationsverhandlungen zum 5. Mai 1945 ostwärts Bremervörde sagte:

ZITAT „Da ich eines Ihrer Schreckenslager gesehen habe, hat sich meine ganze Haltung gegenüber Deutschland geändert. Es standen deutsche Soldaten auf Posten außerhalb des Lagers, und Sie können sich nicht vor der Verantwortung drücken. Die Welt wird Deutschland diese Lager niemals vergeben.94

2.5.7. Das Kriegsende in Schwanewede

Das Kriegsende in Schwanewede fand etwas später statt: am Freitag 11. Mai.1945 er- folgte der britische Einmarsch95. Nähere Einzelheiten sind in der Ortschronik nicht ver- merkt. Heinz-Eduard Wolnik, damals 8-jähriger Knirps aus Beckedorf, schreibt 1984:

„...wir Kinder waren gut informiert und erwarteten eigentlich den Einzug der <Tom- mis>, weil wir ja wußten, daß der Chefarzt des Hartmann-Stiftes, Dr. Wegener, auf dem Krankenhaus die weiße Fahne gehißt hatte und somit Vegesack und Umgebung vor dem Artillerie-Beschuß bewahrt wurde. Sie kamen dann auch auf Krädern und Jeeps, besich- tigten unseren <Spielplatz>, die Flakhochstände, sammelten die herumliegenden Kara- biner ein und verschwanden dann wieder. Zwei Tage später rollten dann durch unser Dorf stundenlang die Amerikaner in endlosen Schlangen von Kfz und Kettenfahrzeu- gen...“.

2.6. „Hinterlassenschaften“

2.6.1. Der „Hospitalfriedhof“ Neuenkirchen

Das zum Hospital umfunktionierte MGL überlebten trotz intensiver Betreuung eine Reihe von ehemaligen Häftlingen und Gefangenen nicht. Sie liegen auf der Kriegsgräberstätte „Hospitalfriedhof“, 200 m nordostwärts der - heutigen - WESER-GEEST-Kaserne be- graben. Mindestens 122 Überlebende der LAGER aus mindestens 11 Nationen96 (über- wiegend sowjetische) im Alter von 16 bis 61 Jahren verstarben vom 17. Mai 1945 bis 24. Oktober 1946. Dieser Friedhof wird betreut durch die 2. Batterie des Panzerartillerieba- taillon 325 aus der WESER-GEEST-Kaserne in Schwanewede-Neuenkirchen.

2.6.2. Die „Todeslücke“ im April/Mai 1945

Die letzten 13 in den Standesamtsunterlagen beurkundeten Todesfälle (anzahlmäßig un- verhältnismäßig gering, letzter Fall am 05. Mai 1945) lassen möglicherweise auf eine „Todeslücke“ zwischen 7./11. April („Evakuierung“ der Lager) zum 17. Mai 1945 (1. Todesfall des Hospitals) schließen. Deshalb könnten bisher nicht aufgefundene - weitere - Einzelgräber im südwestlichen Teil des Standortübungsplatz vorhanden sein.97 Der Stan- dortälteste Schwanewede hat aus diesem Grunde in diesem Bereich des heutigen Stand- ortübungsplatzgeländes das Befahren mit Kettenfahrzeugen und Schanzarbeiten unter- sagt.

2.6.3. Eine Bilanz der vorhandenen Grabstätten / Toten

Wie es bei Soldaten üblich ist, versuche ich einige zahlenmäßige Fakten darzustellen, um eine realistische Einschätzung der menschlichen Verlustgrößen geben zu können. Es liegen begraben in Bremen-Osterholz ca 5.900 Kriegstote

- 653 gefallene oder verstorbene Soldaten
- 1361 KZ- und AL-Opfer (Balten, Belgier, Deutsche, Russen, Serben, Tschechen, Uk- rainer, Ungarn), die im Zeitraum 1939 bis 1945 in der Umgebung Bremens umkamen
- 1703 Bombenopfer
- 2136 ausländische Tote, Dienstverpflichtete, meistens aus Osteuropa, die im Lager Farge starben98

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Das sind soviel Tote, wie Hinnebeck, Leuchtenburg, Meyenburg, Neuenkirchen und Rade (fünf Mitgliedsgemeinden der Einheitsgemeinde Schwanewede) zusammen mit Stand 4. Januar 1995 an Einwohner hatten.

Wieviele zusätzliche, namenlose oder bekannte Tote aus Bremen oder Bremen-Farge oder den angrenzenden Lagern in Sandbostel, auf dem Weg dorthin, im Wasser der Neustädter Bucht oder irgendwo sonst bestattet liegen, ist unbekannt.

3. Schluß

Die Fragestellungen zu Beginn meiner Arbeit sind nicht alle durch die obigen Ausführungen beantwortet. Wie fast überall gibt es kaum allumfassende Antworten, sondern die „SOWOHL ALS AUCH“ Ergebnisse. Das Erinnerungsvermögen ist besser, wenn man selbst persönlich betroffen war (Augenzeugenbericht eines beim Ausladen der KZ-Züge am 13. April 1945 be- teiligten Bauern: „...waren die Bauern so entsetzt, daß sie voller Schrecken fortliefen. Ein al- ter Bauer schüttelte mich mit beiden Händen und schrie: ...<Das muß ich meiner Tochter sa- gen! Von solchen Verbrechen hatten wir keine Ahnung>...“99 ). Die Ortschronik Schwanewede formuliert: „Erst nach dem Kriege wurde mehr und mehr das Ausmaß menschlichen Leides bekannt, das sich schon 1943 bis 1945 in der Dorfnachbarschaft abgespielt hat. Darüber wird noch zu reden sein.“100 Abgesehen davon, daß die Leiden nicht erst 1943 begannen, scheint es bisher keine wesentlichen Anstrengungen gegeben zu haben, das Geschehen „in der Dorf- nachbarschaft“ näher zu beleuchten. Aber es überwiegt die Situation, daß bis heute die Nach- forschungen über die Verwicklungen und die tatsächlichen Zustände in den Lagern als „Nest- beschmutzung“ abqualifiziert werden101. Mir selbst erging dies auch so. Im Vorfeld meiner öf- fentlichen Vorträge im Oktober 1995 wurde einer meiner Offizierkameraden von einem Schwaneweder Ortsratsmitglied angesprochen, was das ganze denn solle. Schwanewede be- träfe das ja gar nicht und außerdem sei der Hauptmann Kania ja sowieso Sozi. Während der Diskussion nach meinem am 10. Oktober 1995 gehaltenen Vortrag kamen dann gleiche Inhal- te zur Sprache, ebenso die Argumentation der „Aufrechnung“ mit alliierten, besonders russi- schen Kriegsverbrechen. Vereinzelt allerdings - von „Nicht-Einheimischen“ - aber auch die Unterstützung für das Forschen nach den Umständen der damaligen Zeit.

ZITAT aus KRIEG IN DER HEIMAT, Ulrich SAFT „Daß wir heute wissen, was besser gewesen wäre, weist uns nur als Nachgebo- rene aus; nicht als jene, die damals gewußt hätten, was zu tun wäre, und schon gar nicht als diejenigen, die auch danach gehandelt hät- ten.“102

Literatur- und Quellenverzeichnis STAND: März 1997

1. Eberhard Aleff (Hrsg.): „DAS 3. REICH“, 23. Auflage, Bielefeld 1986

2. Nils Aschebeck u.a.: „Fabrik für die Ewigkeit“ Der U-Boot-Bunker in Bremen-Farge, Hamburg 1995

3. Michael Blume u.a.: „Wahnidee. Ausführung. Bewältigung?“ Eine Ausstellung über den U-Bootbunker >VALENTIN< in Bremen-Farge, Bremen 1992

4. Wulf Böcker u. Peter Ullrich: „Dokumentation zum Tanklager Farge“, Konversion vor Ort, Bremen-Blumenthal 1991

5. Wulf Böcker: „Die Bremer Gestapo und das >Arbeitserziehungslager< Farge“, Bremen 1992

6. Werner Borgsen u. Dr. Klaus Volland: „Das Kriegsgefangenenlager Sandbostel“, Dokumentations- und Ge- denkstätte Sandbostel e.V., Bremen 1994

7. Frank Buchholz: „Geschichte des StOÜbPl Schwanewede“, Schwanewede 1990

8. Rudolf Dämmer, Diplomarbeit: „Planung, Entwicklung und Durchführung der Ölbevorratung der Kriegsmarine am Beispiel des Marinetanklagers Farge 1938 - 1945“, Universität der Bundeswehr München, 1992

9. Michael Ehrhardt: „ Brillit, Osterwede, Franzhorn, Rübehorst, Hasselhorst, Brillitermoor“. Die Geschichte des Dorfes und seiner Ortsteile, Gnarrenburg-Brillit, 1995

10. GUSTAV-HEINEMANN-BÜRGERHAUS „Aus der Geschichte lernen - wehret den Anfängen“. Antifaschisti- sche Stadtrundfahrt. Bremen 1982

11. GUSTAV-HEINEMANN-BÜRGERHAUS: „Wir wußten, daß die Schwachen im Recht waren und der Starke dort im Unrecht war.“ Erinnerung an die Todesmärsche Anfang 1945. Bremen 1987

12. Rudolf Haberland: „Geschichte des Grenzgebietes Gartow-Schnackenburg“, Lüchow 1961

13. „Heimatgeschichtlicher Wegweiser zu Stätten des Widerstandes und der Verfolgung 1933-1945“ NIEDER- SACHSEN I, Band 2, Pahl-Rugenstein, Köln 1985

14. Ulrich Herbert (Hrsg.): „Europa und der >Reichseinsatz<, Ausländische Zivilarbeiter, Kriegsgefangene und KZ- Häftlinge in Deutschland 1938 - 1945“, Essen 1991

15. Günter Heuzeroroth: „Die im Dreck lebten“, unter der Gewaltherrschaft des Nationalsozialismus 1939 - 1945, Oldenburg 1994

16. Barbara Hillmann, Volrad Kluge, Erdwig Kramer: „Lw. 2/XI - MUNA LÜBBERSTEDT“ Zwangsarbeit für den Krieg, Bremen 1996

17. Dr. Gerhard Holz für Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge: „AM RANDE DER STRASSEN“ Kriegsgrä- ber in der Bundesrepublik Deutschland, Kassel 1994

18. Ulrike Jensen, Ulrike Juereit, Karin Orth: „Lebensgeschichten“ Gespräche mit Überlebenden des KZ Neuen- gamme, KZ-Gedenkstätte Neuengamme 1992

19. Barbara Johr u. Hartmut Roder: „Der Bunker“. Ein Beispiel nationalsozialistischen Wahns, Bremen 1989

20. Heiko Kania: „Geschichte des - heutigen - StOÜbPl Schwanewede“, Schwanewede 1996

21. Karin Logemann „Mahnmal des Größenwahns“ Artikel in „HIER“, Berne ohne Datum

22. Walter Nolting-Hauff: „Imi`s - Chronik einer Verbannung“, Bremen 1946

23. Ulrich Saft: „Krieg in der Heimat“ - Das bittere Ende zwischen Weser und Elbe, Langenhagen 1990

24. Dieter Schmidt u. Fabian Becker: „Bunker >VALENTIN<, Kriegswirtschaft und Zwangsarbeit, Bremen-Farge 1943 - 1945“, Bremen 1996

25. Christoph U. Schminck-Gustavus: „Bremen kaputt“ - Bilder vom Krieg 1939-1945, Bremen, 1995

26. Gerhard Schreiber: „Die italienischen Militärinternierten im deutschen Machtbereich 1943 bis 1945“, München 1990

27. Herbert Schwarzwälder: „das ende an der unterweser“ Bremerhaven und Umgebung am Kriegsende, Stadtarchiv Bremerhaven 1974

28. Alfred Streim: „Die Behandlung sowjetischer Kriegsgefangener im Fall >BARBAROSSA<“, Heidelberg 1981

29. Alfred Streim: „Sowjetische Kriegsgefangene in Hitlers Vernichtungskrieg“, Heidelberg 1982

30. Rolf Wessels: „Das Arbeitserziehungslager in LIEBENAU 1940 - 1943“, Nienburg/Weser 1990

31. Dr. Horst Zientz, Verfasser: „Schwanewede“, Ortsrat Schwanewede, Schwanewede 1991

32. Rainer Zitelmann in: „Der Zweite Weltkrieg“ Analysen Grundzüge Forschungsbilanz, München 1989 Ungedruckte Quellen

33. Originaldokumente des Marinebauamtes Farge aus der Zeit 1938 - 1941, zur Verfügung gestellt von StBtsm a.D. Dieter Schmidt, Unterm Berg 61, 28777 Bremen, 0421/682811

34. Luftbilder von 8. Oktober 1943 bis 19. April 1945, zur Verfügung gestellt von StBtsm a.D. Dieter Schmidt, Un- term Berg 61, 28777 Bremen, 0421/682811

35. Wulf Böcker: „Liste der auf dem ehemaligen Hospitalfriedhof Neuenkirchen beigesetzten Opfer von KZ-Ge- fangenschaft und Zwangsarbeit", Bremen, November 1994

36. MarMatTDep Farge: „Das Projekt VALENTIN“ Chronik über den ehemaligen U-Bootbunker in Bremen Farge, Bremen ohne Datum

37. Standesamt Neuenkirchen: „Aufstellung einer namentlichen Liste der in den Standesamtsunterlagen ver- zeichneten Todesfälle aller nichtdeutschen*) Staatsangehörigen“; an Landkreis Osterholz, ohne Datum, vermutlich kurz nach 1945 *) trotzdem sind insgesamt 23 als Nationalität „deutsch“ angegebene Todesfälle aufgenommen.

38. Heinz-Eduard Wolnik: „Schwanewede und Umgebung - Ein Jahr vor Kriegsende und kurz danach“. Schwane- wede, 1984

Abkürzungsverzeichnis

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

[...]


1 Dr. Zientz, Horst „Schwanewede ein Dorf im Herzogtum Bremen auf der Geest“, Schwanewede 1991, S. 231.

2 Herbert, Ulrich „Europa und der <Reichseinsatz>“, Essen 1991, S. 8 f.

3 Ebenda S. 7 f.

4 Brunkhorst, Gerhard „Zeitzeugeninterview am 08.03.97“ mit dem Autoren: in Oersdorf, Landkreis Stade, etwas über 100 Einwohner, bestand ein Kriegsgefangenenarbeitskommando in Stärke von ca 42. Mann.

5 Standesamt Neuenkirchen: „Aufstellung einer namentlichen Liste der in den Standesamtsunterlagen verzeichneten Todesfälle aller nichtdeutschen Staatsangehörigen“, Neuenkirchen vermutlich kurz nach 1945.

6 Aleff, Eberhard „DAS 3. REICH“, Hannover 1970, S. 37: Arbeitslose im Reich (in Mio., gerundet) 31.1.33: 6,013 31.1.34: 3,773 31.1.35: 2,974 30.6.33: 4,857 30.6.34: 2,481 30.6.35: 1,877.

7 Kárný, Miroslav in „Europa und der <Reichseinsatz>“, Essen 1991, S. 26 ff.

8 Ebenda, S. 27: Arbeitslose i. d. tschechischen Rep. Dez 38: 186 Tsd; März 39: 93 Tsd; Apr 39: 57 Tsd; Mai 39: 26 Tsd; Jun 39: 17 Tsd; Jul 39: 11 Tsd; Aug 39: 9 Tsd.

9 Ebenda, S. 38 Dienstverpflichtungserlaß v. 18.12.41; Zahlenangaben zwangsverpflichteter Arbeiter: S. 44.

10 Statistisches Jahrbuch für das Protektorat, Prag 1944, S. 190.

11 Mantelli, Brunello in „Europa und der <Reichseinsatz>“, Essen 1991, S. 52 f.: i Dtschl eingesetzte Arbeiter 1938 1939 1940 1941 1942 Summe Landw 31 36 49 53 30 200 Industrie - - 50 174 41 265 Zahlen absolut in Tausend, gerundet, nicht erschöpfend dargestellt.

12 Schreiber, Gerhard „Die italienischen Militärinternierten im deutschen Machtbereich 1943 bis 1945“, München 1990, S. 22 f.

13 Ebenda, S. 18: 10 % der italienischen Gesamtverluste von 445.000 Kriegsopfern belaufen sich auf die deutsche In- ternierungszeit.

14 Ebenda, S. 339 f.

15 Ebenda, S. 343.

16 Schreiber, Gerhard „Die italienischen Militärinternierten im deutschen Machtbereich 1943 bis 1945“, München 1990, S. 342.

17 Ebenda, S. 344.

18 Hirschfeld, Gerhard in „Europa und der >Reichseinsatz<“, Essen 1991, S. 173.

19 Ebenda, S. 174 f.

20 Ebenda, S. 175.

21 Ebenda, S. 172.

22 Ebenda, S. 176.

23 Ebenda, S. 178 f.

24 Johr, Barbara u. Roder, Hartmut „DER BUNKER Ein Beispiel nationalsozialistischen Wahns - Bremen-Farge 1943-1945“, Bremen 1989, S. 27.

25 Hirschfeld, Gerhard in „Europa und der >Reichseinsatz<“, Essen 1991, S. 181 f.

26 Jensen, Ulrike u.a. „Lebensgeschichten“ Gespräche mit Überlebenden des KZ Neuengamme, Hamburg 1992, S. 23 ff.

27 Durand, Yves in „Europa und der >Reichseinsatz<“, Essen 1991, S. 184 ff.

28 Dämmer, Rudolf Diplomarbeit „Planung, Entwicklung und Durchführung der Ölbevorratung der Kriegsmarine am Beispiel des Marinetanklagers Farge 1938 - 1945“, München 1992, S. 50.

29 Buchholz, Frank „Geschichte des StOÜbPl Schwanewede“, Schwanewede 1990, S. 3 u. 16 f.

30 Kania, Heiko „Geschichte des - heutigen - Standortübungsplatzes Schwanewede 1938 bis 1945“ Schwanewede 1996, S. 6 mit Anlage 6.

31 Nolting-Hauff, Wilhelm „Imi`s - Chronik einer Verbannung“ Bremen 1946, S. 47 ff.

32 Mit Verfügung Oberkommando der Kriegsmarine K VI A v Nr. 3655/41 geh. vom 6. August 1941 an Kriegsmari- newerft wurde die Inanspruchnahme von insgesamt 40.000.000 RM genehmigt, von einer Zuweisung einer Ver- stärkungssumme wurde abgesehen.

33 Johr, Barbara u. Roder, Hartmut „DER BUNKER Ein Beispiel nationalsozialistischen Wahns - Bremen-Farge 1943-1945“, Bremen 1989, S. 16.

34 Vgl bei Karin Logemann „Mahnmal des Größenwahns“ Artikel in „HIER“, Berne ohne Datum.

35 Nils Aschebeck u.a.: „Fabrik für die Ewigkeit“ Der U-Boot-Bunker in Bremen-Farge, Hamburg 1995, S. 65 f.

36 MarMatTDep Farge: „Das Projekt VALENTIN“ Chronik über den ehemaligen U-Bootbunker in Bremen Farge, Bremen ohne Datum.

37 „Heimatgeschichtlicher Wegweiser zu Stätten des Widerstandes und der Verfolgung 1933-1945“ NIEDER- SACHSEN I, Band 2, Pahl-Rugenstein, Köln 1985, S. 88 ff.

38 Die Lager im Bereich Bremen in Gustav-Heinemann-Bürgerhaus: „Aus der Geschichte lernen - wehret den An- fängen“. Bremen 1982, S. 12 ff.

39 Wulf Böcker u. Peter Ullrich: „Dokumentation zum Tanklager Farge“, Konversion vor Ort, Bremen-Blumen-thal 1991, S. 3 u. 9.

40 Kárný, Miroslav in „Europa und der >Reichseinsatz<“ Essen 1991, S. 26-50.

41 Buchholz, Frank „Geschichte des StOÜbPl Schwanewede“, Schwanewede 1990, S. 21.

42 Kania, Heiko „Geschichte des - heutigen - Standortübungsplatzes Schwanewede 1938 bis 1945“, Schwanewede 1996, Anlage Bild 11.

43 Buchholz, Frank „Geschichte des StOÜbPl Schwanewede“, Schwanewede 1990, S. 21.

44 Ebenda, S. 16.

45 Borgsen, Werner und Volland, Klaus „Stalag X B Sandbostel“, Bremen 1991, S. 232.

46 Böcker, Wulf „Erfassung der auf dem Lagerfriedhof des ehemaligen Hospitals Neuenkirchen beigesetzten Opfer von KZ-Gefangenschaft und Zwangsarbeit“ und eigene Nachforschungen des Autors über die Dokumentationsund Gedenkstätte Sandbostel e.V., u.a. eine (Teil-)Liste des Evangelischen Hospitals Neuenkirchen, die die Mortalität im Zeitraum 17. Mai bis 11. Juni 1945 erfaßt hat.

47 Schreiber, Gerhard „Die italienischen Militärinternierten im deutschen Machtbereich 1943-1945“, München 1990, spricht auf der Seite 302 davon, daß „... in allen Fällen ... von Überbelegungen...“ auszugehen ist.

48 BA-MA, RW 6/v. 451 u. RW 6/v. 452, abgedruckt bei Schreiber, Gerhard „Die italienischen Militärinternierten im Deutschen Machtbereich 1943-1945“, München 1990, S. 309, Tabelle 16.

49 Nolting-Hauff, Wilhelm „Imi`s Chronik einer Verbannung“, Bremen 1946, S. 47 ff.

50 Nolting-Hauff, Wilhelm „Imi`s Chronik einer Verbannung“, Bremen 1946, S. 47.

51 Nils Aschebeck u.a.: „Fabrik für die Ewigkeit“ Der U-Boot-Bunker in Bremen-Farge, Hamburg 1995, S. 45.

52 Zur Behandlung sowjetischer KGF vgl. Alfred Streim: „Die Behandlung sowjetischer Kriegsgefangener im Fall BARBAROSSA<“, Heidelberg 1981 u. derselbe: „Sowjetische Kriegsgefangene in Hitlers Vernichtungskrieg“, Heidelberg 1982.

53 Kania, Heiko „Geschichte des - heutigen - Standortübungsplatzes Schwanewede“, Schwanewede 1996, S. 10 u. Anlagen Luftbilder v. 2.8.1944; 25.12.1944 und 25.3.1945.

54 Dieter Schmidt u. Fabian Becker: „Bunker >VALENTIN<, Kriegswirtschaft und Zwangsarbeit, Bremen-Farge 1943 - 1945“, Bremen 1996, S. 67. Demnach trafen erste Ostarbeiter 1940 im Bereich Bremen ein.

55 Johr, Barbara u. Roder, Hartmut „DER BUNKER Ein Beispiel nationalsozialistischen Wahns, Bremen-Farge 1943-1945, S. 34.

56 IRK Arolsen: „Stätten nationalsozialistischer Verfolgung“, Arolsen 1979, Band I, S. LXXVIII.

57 Johr, Barbara u. Roder, Hartmut „DER BUNKER Ein Beispiel nationalsozialistischen Wahns, Bremen-Farge 1943-1945, S. 33 Ludwiszewski, Edmund, gestorben 7.5.44 in Sterbeliste „Fremdarbeiterlager“.

Ebenda, S. 52 Ludwiszewski, Edmund, gestorben 7.5.44 in Totenbuch KZ Neuengamme, AKdo Farge.

58 Schminck-Gustavus, Christoph U. „Bremen kaputt - Bilder vom Krieg 1939-1945, Bremen 1995, S. 232 Stopczik, Josef, gestorben am 15.7.42 im AEL, Übersendung seines Nachlasses an die Ehefrau.

59 Kania, Heiko „Geschichte des - heutigen - Standortübungsplatzes Schwanewede“, Schwanewede 1996. S. 14 u. Anlagen 1, 1a, 1b.

60 StA Neuenkirchen, 11. September 1944, lfd. Nr. 137.

61 War Crimes Investigation Team, 21. Army Group Akte WO 309/414 „Vernehmung des Michel Chades im Juni 1945 durch Lt. Col. Boraston“.

62 Johr, Barbara u. Roder, Hartmut : „DER BUNKER Ein Beispiel nationalsozialistischen Wahns Bremen-Farge 1943-1945“, S. 40.

63 Nolting-Hauff, Wilhelm „Imi`s Chronik einer Verbannung“, Bremen 1946, S. 32.

64 Buchholz, Frank: „Geschichte des StOÜbPl Schwanewede“, Schwanewede 1990, S. 13.

65 Malbecq, Victor, Gefangener im KZ AKdo, Gefangenennummer 44629 in „Zeitzeugenaussage: am 25.03.45 wa- ren es 2092 Häftlinge“.

66 Kania, Heiko: „Geschichte des - heutigen - Standortübungsplatzes Schwanewede 1938 bis 1945“ Schwanewede 1996, S. 13 und Anlage Luftbilder vom 8.10.1943 und 20.7.1944.

67 Johr, Barbara und Roder, Hartmut: „DER BUNKER Ein Beispiel nationalsozialistischen Wahns Bremen-Farge 1943-1945“ S. 45.

68 Barbara Hillmann, Volrad Kluge, Erdwig Kramer: „Lw. 2/XI - MUNA LÜBBERSTEDT“ Zwangsarbeit für den Krieg, Bremen 1996, S. 142 ff.

69 Buchholz, Frank „Geschichte des StOÜbPl Schwanewede“, Schwanewede 1990, S. 14 u. Anmerkung 7.

70 Jensen, Ulrike u.a. „Lebensgeschichten“ Gespräche mit Überlebenden des KZ Neuengamme, Hamburg 1992, S.

71 Buchholz, Frank: „Geschichte des StOÜbPl Schwanewede“, Schwanewede 1990, S. 15.

72 Wessels, Rolf „Das Arbeitserziehungslager in Liebenau 1940-1943“, Nienburg/Weser 1990, S. 28 ff.

73 Haberland, Rudolf „Geschichte des Grenzgebietes Gartow-Schnackenburg“, Lüchow 1961, S. 298, 312 f. u. 341 f.

74 Rainer Zitelmann in: Der Zweite Weltkrieg“ Analysen Grundzüge Forschungsbilanz, München 1989, S. 558 ff.

75 Gutachten des Universitätskrankenhauses Eppendorf vom 4. März 1944 auf Veranlassung des Marineober- stabsarztes Dr. Fölsch vom 28. Februar 1944, abgedruckt in: Michael Blume u.a.: „Wahnidee. Ausführung. Be- wältigung?“ Eine Ausstellung über den U-Bootbunker >VALENTIN< in Bremen-Farge, Bremen 1992, S. 35.

76 Johr, Barbara u. Roder, Hartmut „DER BUNKER Ein Beispiel nationalsozialistischen Wahns Bremen-Farge 1943-45“, S. 28.

77 Kania, Heiko „Geschichte des - heutigen - Standortübungsplatzes Schwanewede“, Schwanewede 1996, S. 12 u. Anlage 16.

78 Standesamt Neuenkirchen: „Aufstellung einer namentlichen Liste der in den Standesamtsunterlagen verzeichneten Todesfälle aller nichtdeutschen*) Staatsangehörigen“, Neuenkirchen vermutlich kurz nach 1945**), *) trotzdem sind insgesamt 23 als Nationalität „deutsch“ angegebene Todesfälle aufgenommen; **) die Listen wurden aufgrund der „Zonenpolitischen Anweisung Nr. 4 vom 23.1.1946“ in der englischen, vermut- lich auch in den anderen, Besatzungszonen erstellt und enthielten Angaben über Angehörige der Vereinten Nati- onen, die zwischen 3. September 1939 und Meldedatum verstarben oder hier noch lebten und deren jeweilige Be- schäftigungsstellen, vgl. Günter Heuzeroth: „Die im Dreck lebten“, unter der Gewaltherrschaft des Nationalsozia- lismus 1939 - 1945, Oldenburg 1994, S. 167 ff.

79 Schminck-Gustavus, Christoph U.: „Bremen kaputt“- Bilder vom Krieg 1939-1945, Bremen 1995, S. 233.

80 Nils Aschebeck u.a.: „Fabrik für die Ewigkeit“ Der U-Boot-Bunker in Bremen-Farge, Hamburg 1995, S. 67 ff.

81 „Strategische Bombardierungsarbeitsgruppe“: „Bericht Nr. 47“ vom 8.10.1945.

82 Standesamt Neuenkirchen: „Aufstellung einer namentlichen Liste der in den Standesamtsunterlagen verzeichneten Todesfälle aller nichtdeutschen Staatsangehörigen“, Neuenkirchen vermutlich kurz nach 1945.

83 GUSTAV-HEINEMANN-Bürgerhaus Vegesack: in einem Bericht wird - unbestätigt - gar davon gesprochen, er solle den Valentin nach Kriegsende besucht haben.

84 Saft, Ulrich: „Krieg in der Heimat“ - Das bittere Ende zwischen Weser und Elbe, Langenhagen 1990, S. 399.

85 Ebenda, S. 400.

86 Saft, Ulrich: „Krieg in der Heimat“ - Das bittere Ende zwischen Weser und Elbe, Langenhagen 1990, S. 401.

87 Wulf Böcker: „Die Bremer Gestapo und das >Arbeitserziehungslager< Farge“, Bremen 1992, S. 20.

88 Blume, Michael u.a.: „Wahnidee. Ausführung. Bewältigung? Ausstellung über den U-Bootbunker >Valentin< in Bremen-Farge“, Bremen 1992, S. 52.

89 Saft, Ulrich: „Krieg in der Heimat“ - Das bittere Ende zwischen Weser und Elbe, Langenhagen 1990, S. 201 ff.

90 GUSTAV-HEINEMANN-BÜRGERHAUS: „Wir wußten, daß die Schwachen im Recht waren und der Starke dort im Unrecht war.“ Erinnerung an die Todesmärsche Anfang 1945. Bremen 1987, S. 48 f.

91 Kania, Heiko : „Geschichte des - heutigen - Standortübungsplatzes Schwanewede 1938 bis 1945“ Schwanewede 1996, S. 23 und Anlagen 24 und 25.

92 Werner Borgsen u. Dr. Klaus Volland: „Das Kriegsgefangenenlager Sandbostel“, Dokumentations- und Ge- denkstätte Sandbostel e.V., Bremen 1994, S. 18.

93 Dr. Holz, Gerhard für Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge: „AM RANDE DER STRASSEN“ Kriegsgräber in der Bundesrepublik DEUTSCHLAND, Kassel 1994, S. 10.

94 Herbert Schwarzwälder: „das ende an der unterweser“ Bremerhaven und Umgebung am Kriegsende, Stadtarchiv Bremerhaven 1974, S. 122.

95 Dr. Zientz, Horst „Schwanewede ein Dorf im Herzogtum Bremen auf der Geest“, Schwanewede 1991, S. 231.

96 Böcker, Wulf : „Liste der auf dem ehemaligen Hospitalfriedhof Neuenkirchen beigesetzten Opfer von KZ- Gefangenschaft und Zwangsarbeit", Bremen 1994.

97 Buchholz, Frank: „Geschichte des StOÜbPl Schwanewede“, Schwanewede 1990, S. 27.

98 Dr. Holz, Gerhard für Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge: „AM RANDE DER STRASSEN“ Kriegsgräber in der Bundesrepublik DEUTSCHLAND, Kassel 1994, S. 9.

99 Borgsen, Werner u. Dr. Volland, Klaus: „Das Kriegsgefangenenlager SANDBOSTEL“, Dokumentations- und Ge- denkstätte SANDBOSTEL e.V., Bremen 1994, S. 186.

100 Dr. Zientz, Horst „Schwanewede ein Dorf im Herzogtum Bremen auf der Geest“, Schwanewede 1991, S. 221.

101 Buchholz, Frank : „Geschichte des StOÜbPl Schwanewede“, Schwanewede 1990, S. 5.

102 Saft, Ulrich: „Krieg in der Heimat“ - Das bittere Ende zwischen Weser und Elbe, Langenhagen 1990, S. 13.

37 von 37 Seiten

Details

Titel
Das Zwangsarbeitssystem des Dritten Reiches im Zweiten Weltkrieg. Dargestellt am Beispiel der ländlichen Großstadtrandgemeinde Schwanewede bei Bremen.
Hochschule
Gottfried Wilhelm Leibniz Universität Hannover
Veranstaltung
WB-Programm "Regional- und Lokalgeschichte" beim Historischen Seminar
Autor
Jahr
1997
Seiten
37
Katalognummer
V104305
Dateigröße
468 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Zwangsarbeitssystem, Dritten, Reiches, Zweiten, Weltkrieg, Dargestellt, Beispiel, Großstadtrandgemeinde, Schwanewede, Bremen, WB-Programm, Regional-, Lokalgeschichte, Historischen, Seminar
Arbeit zitieren
Heiko Kania (Autor), 1997, Das Zwangsarbeitssystem des Dritten Reiches im Zweiten Weltkrieg. Dargestellt am Beispiel der ländlichen Großstadtrandgemeinde Schwanewede bei Bremen., München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/104305

Kommentare

  • Gast am 19.1.2002

    NOTE fürs Referat.

    Weil ich keine Zeit hatte mein Referat über Zwangsarbeiter fertigzuschreiben habe ich dieses referat einfach abgegeben und meine Lehrerin hat mir dafür ne 3 gegeben! Und du wirst da doch mit sicherheit ne 1 für bekommen haben!
    Also was ich damit sagen wollte: entweder war dein/e Lehrer/in grosszügig oder meine Lehrerin ist einfach nur dämlich!!!

    Bis dann

    Andre

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