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Transkultureller Musikunterricht

Eine Unterrichtsstunde zum Thema "Der 7/8-Takt"

Titel: Transkultureller Musikunterricht

Hausarbeit , 2021 , 30 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Anonym (Autor:in)

Pädagogik - Musikpädagogik
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Welche Bedeutung das Konzept der Transkulturalität für den Musikunterricht hat, soll in dieser Arbeit aufgezeigt werden. Im Eingangskapitel werden zunächst zentrale Begriffe geklärt. Dazu wird auf die Vielfalt in der Migrationsgesellschaft Deutschland eingegangen und es werden Kulturbegriffe und deren Bedeutung für die Musikpädagogik in den Blick genommen. Danach wird der Begriff Musikkultur weiter ausgeführt. Daran anschließend wird der aktuelle Forschungsstand zur Interkulturellen Musikpädagogik und die Bedeutung des Konzepts der Transkulturalität für den Musikunterricht aufgezeigt, um danach Kriterien und Bedingungen für eine transkulturelle Musikvermittlung aufzustellen. Dazu werden didaktische Zugänge sowie die Rolle der Lehrkraft diskutiert, um im methodischen Teil das Konzept anhand einer exemplarischen Unterrichtsstunde im Musikunterricht aufzuzeigen. Dort werden auf das Konzept, die Lernziele, die didaktische Umsetzung sowie die erwartete Wirkung eingegangen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

Theorie und Forschungsstand

2. Zentrale Begriffe

2.1 Vielfalt in der Migrationsgesellschaft Deutschland

2.2 Kulturbegriffe und ihre Bedeutung für die Inter- und Transkulturelle Musikpädagogik

2.2.1 Das Konzept der Transkulturalität nach Welsch

2.3 Musikkulturen

3. Aktueller Forschungsstand zur Bedeutung der Transkulturalität für die Interkulturelle Musikpädagogik

4. Kriterien und Bedingungen einer transkulturellen Musikvermittlung

4.1 Didaktische Zugänge und Bezug zum methodischen Teil

4.2 Die Rolle der Lehrkraft

Methodischer Teil

5. Unterrichtsstunde zum Thema: Der 7/8 Takt

5.1 Konzept

5.2 Lernziele

5.3 Didaktische Umsetzung

5.4 Erwartete Wirkung

6. Diskussion und kritische Reflexion

7. Fazit

8. Literaturverzeichnis

9. Anhang

9.1 Planungsskizze Thema: Der 7/8-Takt

9.1.2 Bildungsplanbezug

9.1.2 Verlaufsplan

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht die Bedeutung des Konzepts der Transkulturalität für die interkulturelle Musikpädagogik. Anhand einer exemplarischen Unterrichtsstunde zum Thema "Der 7/8-Takt" soll aufgezeigt werden, wie ein transkultureller Musikunterricht zur Auflösung kultureller Grenzen beitragen und die musikkulturelle Identitätsentwicklung von Schülerinnen und Schülern fördern kann.

  • Grundlagen der Transkulturalität in der Migrationsgesellschaft Deutschland
  • Kritische Auseinandersetzung mit Kulturbegriffen in der Musikpädagogik
  • Methodische Ansätze für eine transkulturelle Musikvermittlung
  • Analyse und Planung einer beispielhaften Unterrichtseinheit
  • Reflexion der Rolle der Lehrkraft und möglicher Machtstrukturen im Bildungssystem

Auszug aus dem Buch

2.2.1 Das Konzept der Transkulturalität nach Welsch

Das Konzept der Transkulturalität nach Wolfgang Welsch (Welsch 2014) wurde bereits 1994 von ihm entwickelt und geht davon aus, dass sich Kulturen gegenseitig durchdringen und verweben, was dazu führt, dass ein Individuum durch viele verschiedenen Kulturen geprägt („hybride Identitäten“) ist (Reiners 2012, S. 24) und der Mensch grundsätzlich kulturell bzw. ethnisch heterogen lebt (Josties, Gerards 2020/2019). Durch den Ansatz sollen „gesellschaftliche Tendenzen der sozio-kulturellen Homogenisierung und Abgrenzung“ (die Leitkultur-Debatte) (ebd.) überwunden werden. Grundlegend liegt dem Konzept die Annahme zugrunde, „dass kulturelle Differenzen nicht nur zwischen Gesellschaften, sondern gleichermaßen und zunehmend innerhalb Gesellschaften bestehen (…) [und] „Eigenes“ und „Fremdes“ sich nicht mehr im Sinne „inselhafter Kulturen“ trennen lässt“ (Bolscho 2005, S. 29), sondern vielmehr jenseits von „Eigenem“ und „Fremdem“ gedacht werden soll. Transkulturalität beinhaltet die Möglichkeit der Grenzöffnung, um die Gleichberechtigung aller Menschen zu ermöglichen (Pacyna 2013, S. 77) und führt dazu, Stigmatisierungen entgegenzuwirken und stattdessen die Vielschichtigkeit aller Menschen wahrzunehmen. Die „Anerkennung innerer Fremdheitsanteile“ (Welsch 1994, S. 16) und das damit einhergehende „Erkennen der eigenen transkulturellen Verfasstheit (…) ermöglicht die Akzeptanz einer vielfältigen, transkulturellen Gesellschaft“ (Rott 2013, S. 14).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Relevanz des Themas Kultur und Identität im musikpädagogischen Diskurs ein und erläutert die Zielsetzung der Arbeit, das Konzept der Transkulturalität für den Musikunterricht zu beleuchten.

2. Zentrale Begriffe: In diesem Kapitel werden grundlegende Termini wie Migrationsgesellschaft sowie verschiedene Kulturbegriffe erörtert, um eine theoretische Basis für die transkulturelle Musikpädagogik zu schaffen.

3. Aktueller Forschungsstand zur Bedeutung der Transkulturalität für die Interkulturelle Musikpädagogik: Das Kapitel reflektiert den Stand der wissenschaftlichen Debatte und die Herausforderungen bei der Umsetzung transkultureller Konzepte in die musikpädagogische Praxis.

4. Kriterien und Bedingungen einer transkulturellen Musikvermittlung: Hier werden didaktische Prinzipien sowie Anforderungen an die Lehrkräfte formuliert, die eine diversitätsbewusste musikalische Praxis ermöglichen sollen.

5. Unterrichtsstunde zum Thema: Der 7/8 Takt: Dieser methodische Teil präsentiert ein konkretes Unterrichtsbeispiel, das durch Handlungsorientierung und Improvisation den 7/8-Takt als transkulturelles Element erfahrbar macht.

6. Diskussion und kritische Reflexion: Dieses Kapitel setzt sich kritisch mit den Grenzen des Konzepts der Transkulturalität auseinander, insbesondere hinsichtlich machttheoretischer Aspekte und ethnischer Differenzkonstruktionen.

7. Fazit: Das Fazit fasst die zentralen Erkenntnisse der Arbeit zusammen und betont den dringenden Handlungsbedarf für eine transkulturelle Ausrichtung in der Lehrkräftebildung und im schulischen Musikunterricht.

Schlüsselwörter

Transkulturalität, Interkulturelle Musikpädagogik, Musikunterricht, Migrationsgesellschaft, Identität, 7/8-Takt, Konnakol, Bodypercussion, Musikvermittlung, Diversität, Kulturbegriff, Handlungsorientierung, Hybridität, Schulpraxis, Inklusion.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Anwendung transkultureller Ansätze im Musikunterricht der Grundschule, um eine diversitätsbewusste musikalische Praxis zu fördern.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Zu den Schwerpunkten zählen die theoretische Einordnung von Transkulturalität, die kritische Diskussion musikpädagogischer Kulturbegriffe sowie deren praktische Umsetzung mittels methodischer Ansätze wie Bodypercussion.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie das Konzept der Transkulturalität genutzt werden kann, um kulturelle Grenzen im Musikunterricht aufzulösen und eine gleichberechtigte musikalische Teilhabe zu ermöglichen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine Literaturanalyse sowie die exemplarische Darstellung einer unterrichtspraktischen Planung, die auf aktuellen musikpädagogischen Forschungserkenntnissen basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung (Begriffe, Forschungsstand), Kriterien für eine transkulturelle Musikvermittlung und einen ausführlichen methodischen Teil mit einem konkreten Unterrichtsentwurf zum Thema 7/8-Takt.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind Transkulturalität, interkulturelle Musikpädagogik, Identitätsentwicklung, Handlungsorientierung und Diversität.

Warum wird der 7/8-Takt als Beispiel gewählt?

Der Takt dient als Beispiel für ein ungerades Metrum aus nicht-westlichen Musikkulturen, an dem exemplarisch verdeutlicht werden kann, wie Schülerinnen und Schüler durch Improvisation den Takt verinnerlichen und eigene kulturelle Grenzen überwinden können.

Welche Rolle spielt der Einsatz der Sprache "Konnakol" in der Unterrichtsstunde?

Konnakol wird als universelle, transkulturelle Rhythmussprache eingeführt, die es ermöglicht, komplexe Rhythmen für die Lernenden zugänglich zu machen und eine Verständigung über kulturelle Grenzen hinweg zu erleichtern.

Ende der Leseprobe aus 30 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Transkultureller Musikunterricht
Untertitel
Eine Unterrichtsstunde zum Thema "Der 7/8-Takt"
Hochschule
Pädagogische Hochschule Freiburg im Breisgau
Note
1,0
Autor
Anonym (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2021
Seiten
30
Katalognummer
V1043094
ISBN (eBook)
9783346463289
ISBN (Buch)
9783346463296
Sprache
Deutsch
Schlagworte
transkultureller musikunterricht eine unterrichtsstunde thema
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Anonym (Autor:in), 2021, Transkultureller Musikunterricht, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1043094
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  30  Seiten
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