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Daphnis und Chloe - eine antike Liebesgeschichte

Title: Daphnis und Chloe - eine antike Liebesgeschichte

Term Paper , 2003 , 17 Pages , Grade: sehr gut

Autor:in: Fanny Jimenez (Author), Josephine Klaembt (Author)

Psychology - Social Psychology
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Der Roman ,,Daphnis und Chloe" von Longos entstand Vermutungen zufolge im 2.Jh.n.Chr. Um in diese uns fremde Welt eintauchen zu können bedarf es einiger Vorkenntnisse.

Die griechische Kultur kannte eine riesige Mythen- und Sagenwelt, in der Götter und Menschen beständig interagierten. Menschen konnten sich gelegentlich wie Götter verhalten, Götter hatten zuweilen menschlichen Schwächen. Die beiden Welten waren eng verwebt. Jeder Gott hatte ein bestimmtes Gebiet, in dem er vorrangig wirkte. Götter wurden verehrt und gewürdigt, die Menschen erwarteten dafür jedoch ebenso ihre Hilfe in verschiedenen Situationen ihres Lebens. Auch in ,,Daphnis und Chloe" tauchen verschiedene Götter und Gottheiten auf und greifen an entscheidenden Punkten in die Geschichte ein.
Longos Roman hat einzig die Liebe zum Thema. Alles andere wird dem untergeordnet und hat schmückende oder ergänzende Funktion. Dies ist für unser Bild der griechischen Kultur, das bestimmt ist von Tragödie, Mythos und der Polis, dem demokratischen Stadtstaat, ungewöhnlich. Im ausgehenden Hellenismus zerfällt die Gesellschaftsform der Polis jedoch bereits. Das gesellschaftliche Pflichtgefühl tritt zurück und die Bürger kehren sich allmählich vom Öffentlichen ins Private. Persönliches Glück und damit die Liebe werden bedeutsamer. So war die Grundlage, Liebesromane zu lesen und zu verbreiten, gelegt. Dennoch bedurfte es zunächst einiger anderer Dichter, die die Liebe thematisierten, bevor Longos sie in solcher Ausschließlichkeit, Sinnlichkeit und Offenheit darlegen konnte wie er es hier getan hat. [...]

Excerpt


Gliederung

1. Die Götterwelt der Griechen

2. Die Geschichte von Daphnis und Chloe

3. Interpretation oder: was sagt uns das über die Liebe?

4. Die psychologische Sicht

Zielsetzung und Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht Longos' antiken Roman „Daphnis und Chloe“ unter soziopsychologischen Gesichtspunkten, um die Darstellung der Liebe, ihrer Entwicklung und die Einbettung in das antike Weltbild zu analysieren.

  • Analyse der griechischen Mythologie und Götterwelt als Kontext des Romans.
  • Untersuchung der psychologischen Entwicklung von erotischer Unwissenheit zur Reife.
  • Anwendung moderner psychologischer Liebestheorien (Sternberg, Lee) auf die antiken Figuren.
  • Betrachtung der Symbiose von Mensch, Natur und Göttlichem in der Erzählung.

Auszug aus dem Buch

3. Die Interpretation

Wie entsteht und entwickelt sich die Liebe?

Die Grundlage der Liebe bildet die stimmige und harmonische Freundschaft von Daphnis und Chloe. Sie sind zusammen aufgewachsen und kennen sich gut. Es handelt sich nicht um Liebe auf den ersten Blick wie in den meisten griechischen Romanen.

Ihre Liebe füreinander entzündet sich an der Körperlichkeit bzw. an der Wahrnehmung der Körperlichkeit des anderen und der eigenen Physiologie. Sie sind die Indikatoren der Liebe. Chloe sieht Daphnis nackt beim Baden und verliebt sich daraufhin in ihn. Daphnis Liebe wird durch Chloes Kuss nach einem Wettstreit entfacht. Dies ist das erste Registrieren einer Veränderung, eines Stückchen Bewusstseins bezüglich der Liebe. Diese Betonung des Physischen durchzieht den gesamten Roman. Es folgt die Bewunderung für die Schönheit des anderen. Daphnis und Chloe sehen sich nun „mit anderen Augen“ als zuvor.

Die Entwicklung ihrer Liebe verläuft gesund und ruhig, sie hatten bereits als Kinder die Möglichkeit sich gut kennen zu lernen und viel Zeit miteinander zu verbringen. Vermutlich wählte Longos deshalb das Land als Ort der Handlung. In städtischen Verhältnissen wäre diese Geschichte kaum denkbar gewesen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Die Götterwelt der Griechen: Dieses Kapitel führt in den historischen und mythologischen Kontext ein, in dem die Interaktion zwischen Göttern und Menschen sowie die Bedeutung des Hirtenlebens erläutert werden.

2. Die Geschichte von Daphnis und Chloe: Hier wird der inhaltliche Plot des Romans zusammengefasst, wobei die Struktur der vier Bücher und die Charakterisierung der Protagonisten im Vordergrund stehen.

3. Interpretation oder: was sagt uns das über die Liebe?: Das Kapitel analysiert tiefgreifend die Entstehung der Liebe, das Verhältnis von Äußerlichkeit und Innerlichkeit sowie die Rolle der Götter und der sozialen Normen.

4. Die psychologische Sicht: Abschließend werden moderne psychologische Ansätze, konkret die Dreieckstheorie von Sternberg und die Liebesstile nach Lee, auf die antike Erzählung angewandt.

Schlüsselwörter

Daphnis und Chloe, Longos, griechische Mythologie, Liebesroman, Sozialpsychologie, Sternberg, Dreieckstheorie, John Alan Lee, Eros, Storge, Erotik, Antike, menschliche Entwicklung, Natur, Idylle.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit einer literatur- und sozialpsychologischen Analyse des antiken Romans „Daphnis und Chloe“ von Longos.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind die Darstellung der Liebe in der Antike, die Entwicklung der Charaktere, die Einbettung in die griechische Götterwelt sowie der Vergleich mit modernen psychologischen Modellen.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, Longos' Verständnis von Liebe und erotischer Entwicklung zu untersuchen und aufzuzeigen, wie zeitlos dieses Ideal ist, indem es mit heutigen psychologischen Theorien in Verbindung gebracht wird.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine qualitative Inhaltsanalyse des literarischen Werkes, ergänzt durch die Anwendung von zwei psychologischen Theorien (Sternbergs Dreieckstheorie und Lees Liebesstile).

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine mythologische Einleitung, eine Zusammenfassung der Handlung und eine detaillierte Interpretation der Liebesbeziehung unter Einbeziehung psychologischer Aspekte wie Körperlichkeit, Moral und Umfeld.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Eros, Storge, Antike, Liebe, Entwicklung, Psychologie und das Modell der vollkommenen Liebe.

Warum spielt die Natur eine so zentrale Rolle im Roman?

Die Natur fungiert laut Analyse als Ideal und Vorbild, das Reinheit, Unschuld und den Einklang der Charaktere mit ihrer Umgebung sowie den göttlichen Mächten unterstreicht.

Lässt sich das moderne psychologische Modell der „vollkommenen Liebe“ auf Daphnis und Chloe anwenden?

Ja, die Autoren kommen zu dem Schluss, dass die Beziehung von Daphnis und Chloe die drei Komponenten Intimität, Leidenschaft und Entscheidung/Bindung erfüllt und somit das Modell der vollkommenen Liebe repräsentiert.

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Details

Title
Daphnis und Chloe - eine antike Liebesgeschichte
College
Free University of Berlin  (Psychologie und Erziehungswissenschaften)
Course
Liebe und Leid - Interpersonale Beziehungen
Grade
sehr gut
Authors
Fanny Jimenez (Author), Josephine Klaembt (Author)
Publication Year
2003
Pages
17
Catalog Number
V10430
ISBN (eBook)
9783638168564
Language
German
Tags
Daphnis Chloe Liebesgeschichte Liebe Leid Interpersonale Beziehungen
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Fanny Jimenez (Author), Josephine Klaembt (Author), 2003, Daphnis und Chloe - eine antike Liebesgeschichte, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/10430
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