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Ertragssteuerliche Behandlung von Verlusten im Konzern

Title: Ertragssteuerliche Behandlung von Verlusten im Konzern

Seminar Paper , 2021 , 20 Pages , Grade: 2.7

Autor:in: Sultan Demir (Author)

Business economics - Accounting and Taxes
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Die vorliegende Seminararbeit beschäftigt sich im Wesentlichen mit der Verfassungswidrigkeit §8c KStG vor dem Hintergrund der Besteuerung. Eingeführt wurde der Paragraph im Rahmen des Unternehmenssteuerreformgesetz (UntStRefG) 2008 v.14.08.2007 und ersetzt zur Eindämmung der Mantelkaufproblematik seine Vorgängerschrift, den §8 Absatz 4 KStG a.F. Nach Einführung der Reglung ist relativ schnell deutlich geworden, dass die Reglung eine überschießende Wirkung hinsichtlich der Verlustnutzung mit sich trägt. Entgegen der Einführung mehrerer Verschonungsklauseln wurde der §8c Abs.1 S.1 KStG a.F. mit Beschluss des Bundesverfassungsgerichts v. 29.03.2017 als verfassungswidrig erklärt.

Ziel der Arbeit ist es die Problematik des 8c KStG herauszuarbeiten und die Entscheidung des BVerfG zu untermauern. Aus Gründen der Verständlichkeit wird in Kapitel zwei und drei auf die Grundlegenden Aspekte der Besteuerung eingegangen. Kapitel vier beschäftigt sich mit der Einführung, dem Zweck und der gesetzlichen Entwicklung hinsichtlich des §8c KStG und ihre Verschonungsklauseln. Im Anschluss wird im ersten Abschnitt des fünften Kapitels die Verfassungswidrigkeit des §8c KStG aufgefasst und im zweiten und dritten Abschnitt werden die verfassungsrechtlichen Bedenken in Bezug auf den §8d KStG diskutiert und die Handlungsempfehlungen der Literatur werden vorgestellt. Im letzten Kapitel werden alle relevanten Aspekte nochmals aufgegriffen und zusammengefasst.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. EINLEITUNG

2. GLEICHMÄßIGKEIT DER BESTEUERUNG

3. VERLUSTVERRECHNUNG

3.1 VERLUSTABZUG

3.2 TRENNUNGSPRINZIP

4. EINFÜHRUNG DES §8C KSTG

4. 1 SCHÄDLICHER BETEILIGUNGSERWERB

4. 2 KONZERNKLAUSEL

4.3 STILLE-RESERVEN-KLAUSEL

4.4 SANIERUNGSKLAUSEL

4.5 EINFÜHRUNG DES §8D

5. VERFASSUNGSWIDRIGKEIT DES §8C KSTG A.F.

5.1 VERFASSUNGSRECHTLICHE BEDENKEN DES §8D KSTG

5.2 HANDLUNGSEMPFEHLUNGEN

6. ZUSAMMENFASSUNG

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht die verfassungsrechtliche Problematik und Entwicklung der Verlustabzugsbeschränkungen nach § 8c KStG für Kapitalgesellschaften, insbesondere vor dem Hintergrund der Mantelkaufproblematik und der Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts. Das primäre Ziel ist es, die systematischen Schwächen der Regelung und die Auswirkungen der Verschonungsklauseln sowie des § 8d KStG auf die Besteuerung von Unternehmen zu analysieren.

  • Grundlagen der steuerlichen Verlustverrechnung und das Trennungsprinzip
  • Analyse des § 8c KStG und dessen Verschonungstatbestände (Konzern-, Stille-Reserven- und Sanierungsklausel)
  • Kritische Würdigung der Verfassungswidrigkeit des § 8c KStG a.F.
  • Einführung und verfassungsrechtliche Bedenken bezüglich des § 8d KStG
  • Handlungsempfehlungen für eine systemgerechte Verlustnutzung

Auszug aus dem Buch

4. 1 Schädlicher Beteiligungserwerb

Nach §8c Abs.1 S.1 gehen nicht genutzte Verluste einer Körperschaft vollständig unter, wenn

– Innerhalb von 5 Jahren

– Unmittelbar oder mittelbar

– Mehr als 50%

– Des gezeichneten Kapitals, der Mitgliedschaftsrechte, Beteiligungsrechte, oder Stimmrechte

– Einer Körperschaft

– An einen Erwerber oder an diesen nahestehenden Personen

übertragen werden oder wenn ein vergleichbarer Sachverhalt, also ein sogenannter schädlicher Beteiligungserwerb, vorliegt. Als schädlicher Beteiligungserwerb wird, unabhängig von der Motivation des Beteiligungserwerbs, der vollständige Untergang der bis dahin noch nicht genutzte Verluste verstanden. Nach §8 Abs.1 S.2 werden unter Erwerbern auch eine Gruppe mit Erwerben mit gleichartigen Interessen verstanden. Die Reglung gilt nicht, wenn Anteile von mehr als 50% der Beteiligung an unterschiedliche, also an nicht einander nahestehende und auch nicht zu einem Erwerbskreis gehörende Personen, veräußert werden. Relevant ist also, dass keiner der Erwerber alleine mehr als 50 % der Anteile erwirbt. Nach Satz 3 gilt, dass eine Kapitalerhöhung, soweit diese zu einer Veränderung der Beteiligungsquote führt, der Übertragung des gezeichneten Kapitals gleichsteht.

Zusammenfassung der Kapitel

1. EINLEITUNG: Die Arbeit führt in die Problematik der Verlustabzugsbeschränkungen durch § 8c KStG ein und skizziert die verfassungsrechtliche Ausgangslage.

2. GLEICHMÄßIGKEIT DER BESTEUERUNG: Dieses Kapitel erläutert den verfassungsrechtlichen Gleichheitssatz als Fundament für die steuerliche Behandlung von Körperschaften.

3. VERLUSTVERRECHNUNG: Hier werden die Grundlagen der steuerlichen Verlustverrechnung, unterteilt in Verlustabzug und Trennungsprinzip, dargelegt.

4. EINFÜHRUNG DES §8C KSTG: Das Kapitel behandelt die historische Entwicklung, den Zweck und die verschiedenen Verschonungsklauseln des § 8c KStG sowie die Einführung des § 8d KStG.

5. VERFASSUNGSWIDRIGKEIT DES §8C KSTG A.F.: Es folgt eine tiefgehende Analyse der verfassungsrechtlichen Bedenken gegen § 8c KStG a.F. sowie eine Diskussion über § 8d KStG und Handlungsempfehlungen.

6. ZUSAMMENFASSUNG: Abschließend werden die Ergebnisse der Arbeit zusammengeführt und die anhaltenden rechtlichen Herausforderungen bewertet.

Schlüsselwörter

§ 8c KStG, § 8d KStG, Verlustabzug, Mantelkauf, Konzernklausel, Stille-Reserven-Klausel, Sanierungsklausel, Unternehmensbesteuerung, Verlustvortrag, Trennungsprinzip, Bundesverfassungsgericht, Gleichheitsgrundsatz, Steuerreform, Anteilseignerwechsel, Verlustnutzung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der ertragsteuerlichen Behandlung von Verlusten im Konzern und analysiert dabei kritisch die Regelungen des § 8c KStG sowie dessen Verschonungstatbestände und die Konsequenzen aus der Verfassungswidrigkeit der alten Fassung.

Welche sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Zentrale Themen sind die Verlustverrechnung im Körperschaftsteuerrecht, die Mantelkaufproblematik, die verfassungsrechtliche Beurteilung durch das Bundesverfassungsgericht und die Wirkungsweise der verschiedenen Ausnahmeklauseln wie der Konzern- oder Sanierungsklausel.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, die problematische Entwicklung der Verlustnutzungsbeschränkungen herauszuarbeiten, die Entscheidung des BVerfG zur Verfassungswidrigkeit des § 8c KStG a.F. zu untermauern und die Effektivität des Nachfolgerechts (§ 8d KStG) zu bewerten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse sowie einer juristischen Untersuchung der gesetzlichen Rahmenbedingungen, einschlägiger Rechtsprechung und verfassungsrechtlicher Bedenken.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil umfasst die Grundlagen des Verlustabzugs, die detaillierte Analyse der Ausnahmeregelungen für den Verlustuntergang bei Anteilseignerwechseln sowie die Diskussion der verfassungsrechtlichen Bedenken im Kontext des § 8c und § 8d KStG.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie § 8c KStG, Mantelkauf, Verlustabzug, Trennungsprinzip und Verschonungsklauseln charakterisiert.

Warum war der § 8c KStG a.F. verfassungswidrig?

Das BVerfG sah in der quotalen Verlustkürzung bei einem Beteiligungserwerb von 25 % bis 50 % einen Verstoß gegen den Gleichheitsgrundsatz, da keine hinreichende Rechtfertigung für die Differenzierung gegenüber anderen Kapitalgesellschaften vorlag.

Löst der § 8d KStG alle Probleme der Verlustnutzung?

Nein, der § 8d KStG bietet zwar eine Möglichkeit zur Rettung von Verlustvorträgen bei Fortführung des Geschäftsbetriebs, stößt aber in der Literatur weiterhin auf Kritik hinsichtlich der systematischen Ungleichbehandlung und der komplexen Anwendungsvoraussetzungen.

Was besagt die Stille-Reserven-Klausel?

Sie ermöglicht es einer Verlustgesellschaft, ihren Verlustvortrag in Höhe der verfügbaren stillen Reserven trotz eines schädlichen Beteiligungserwerbs zu erhalten, ohne dass eine vollständige Verlustvernichtung eintritt.

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Details

Title
Ertragssteuerliche Behandlung von Verlusten im Konzern
College
University of Duisburg-Essen
Grade
2.7
Author
Sultan Demir (Author)
Publication Year
2021
Pages
20
Catalog Number
V1043214
ISBN (eBook)
9783346464552
ISBN (Book)
9783346464569
Language
German
Tags
ertragssteuerliche behandlung verlusten konzern
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Sultan Demir (Author), 2021, Ertragssteuerliche Behandlung von Verlusten im Konzern, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1043214
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