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Fallstudie zur Überprüfung und Prävention psychischer Belastungen am Arbeitsplatz

Title: Fallstudie zur Überprüfung und Prävention psychischer Belastungen am Arbeitsplatz

Elaboration , 2021 , 29 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Elsa Gavriilidis (Author)

Psychology - Industrial and organizational psychology
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Möglicherweise assoziiert ein Großteil der Menschen bei dem Begriff Gesundheit zunächst die Körperliche. In dieser Fallstudie liegt der Fokus jedoch auf der psychischen Gesundheit und es wird aufgezeigt, warum diese so bedeutend ist, nicht nur für Mitarbeiter, sondern auch für Unternehmen selbst.

Seit dem 01.01.2014 sind Unternehmen und Betriebe dazu verpflichtet, die psychischen Belastungen im Arbeitsalltag ihrer Mitarbeiter zu erheben, zu beurteilen und zu dokumentieren. Wird nicht entsprechend gehandelt können bei Erkrankung eines
Mitarbeiters aufgrund zu großer Arbeitsbelastungen Forderungen seitens der Kranken- und Rentenversicherung oder der Berufsgenossenschaft auftreten. Dies ist insbesondere deswegen kritisch für Unternehmen, da die drohenden Gesamtkosten
schnell im sechsstelligen Bereich liegen. Diese Kosten entstehen aus der Entgeltfortzahlung, den Therapie- oder Rehabilitationsmaßnahmen, langfristigen Arbeitsunfähigkeitszeiten und Wiedereingliederungen. Die Dokumentation der psychischen Arbeitsbelastungen und der daraus entstehenden Schutz- und Gestaltungsmaßnahmen wird die psychische Gesundheit der Mitarbeitenden und somit ebenfalls ihre langfristige Einsatzfähigkeit gefördert.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

1.2 Gliederung

2. Problemstellung und -eingrenzung

3. Planung des Konzeptes

3.1 Operationalisierung

3.1.1 Wesentliche Begriffe

3.1.2 Wirkungszusammenhänge psychischer Belastungen

3.1.3 Psychische Belastungsfaktoren

3.2 Maßnahmenplan und -implementierung

3.2.1 Durchführung und Gestaltung der psychischen Gefährdungsbeurteilung

3.2.2 Prävention

3.2.3 Evaluation

4. Diskussion und Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit zielt darauf ab, ein wissenschaftlich fundiertes Konzept zur Überprüfung und Prävention psychischer Belastungen für eine öffentliche Verwaltungsbehörde mit 1.800 Mitarbeitern zu entwickeln, um gesetzliche Anforderungen des Arbeitsschutzgesetzes zu erfüllen und die Mitarbeitergesundheit nachhaltig zu fördern.

  • Rechtliche Grundlagen und Notwendigkeit der Gefährdungsbeurteilung psychischer Belastungen
  • Einflussfaktoren psychischer Belastungen (Arbeitsinhalt, Arbeitsorganisation, Arbeitsumgebung, soziale Beziehungen)
  • Methodik der Gefährdungsbeurteilung durch Verhältnis- und Verhaltensanalyse
  • Umsetzung präventiver Maßnahmen nach dem POT-TOP-Prinzip
  • Evaluation und Wirksamkeitskontrolle der implementierten Maßnahmen

Auszug aus dem Buch

3.1.1 Wesentliche Begriffe

Fälschlicherweise werden oft die Begriffe „psychische Belastungen“ und „psychische Störungen“ miteinander verglichen. In den Arbeitswissenschaften allerdings sind mit psychischen Belastungen die äußeren Bedingungen und Anforderungen des Arbeitsalltags gemeint (BAuA, 2014). Belastungen beziehen sich somit auf die Bedingungen, während Beanspruchungen personenbezogen sind (Treier, 2019).

Im Folgenden sollen die wichtigsten Grundbegriffe kurz erläutert werden (BAuA, 2014; Uhle & Treier, 2015; Ulich, 2011).

Anforderungen sind wertneutral und müssen bewältigt werden. Dabei können Über- und Unterforderung auftreten. Auch eine gefühlte Anregung und Sinnstiftung können durch Anforderungen entstehen. Gesundheitsbeeinträchtigungen werden dann provoziert, wenn diese kritische Ausmaße annehmen und negative Wechselbeziehungen zu anderen Belastungen und individuellen Ressourcen überwiegen.

Beanspruchungen sind ebenfalls zunächst wertneutral und beziehen sich auf die direkten Effekte der Belastung im Individuum, je nach den jeweiligen Voraussetzungen und Bewältigungsstrategien. Die mittel- und langfristigen Effekte der Beanspruchungen werden Beanspruchungsfolgen genannt.

Alle äußerlichen Einflüsse, wie Arbeitsbedingungen, die auf das Individuum einwirken, werden Belastungen genannt. Diese können wertneutral sein. Unterschieden werden psychische und psychosoziale Belastungen. Erstere haben psychische Auswirkungen und zweitere fokussieren auf soziale Beziehungen.

Die Arbeitseigenschaften werden unter dem Begriff Belastungsfaktoren zusammengefasst. Zu diesen kann die Art der Arbeitsaufforderung, wie qualitative und quantitative Unter- und Überforderung gezählt werden. Zudem können auch Bedingungen der Umgebung, wie Lärm und hohe Temperaturen, Arbeitszeitmodelle wie Schicht- und Nachtarbeit, sowie flexible Modelle, unter den Begriff Arbeitseigenschaften gefasst werden. Soziale Gegebenheiten und organisatorische Bedingungen können ebenfalls genannt werden. Rollenkonflikte, soziale Stressfaktoren und Unterstützung, Arbeitsplatzunsicherheit, und ständige Emotionsarbeit können hier als Beispiele dienen. Unter Stressoren werden Belastungsfaktoren charakterisiert, die eine psychische Anpassungsreaktion benötigen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Relevanz psychischer Gesundheit am Arbeitsplatz, die gesetzliche Verpflichtung zur Gefährdungsbeurteilung und den konkreten Anlass dieser Fallstudie in einer Verwaltungsbehörde.

2. Problemstellung und -eingrenzung: Dieses Kapitel erläutert die bisher fehlende Gefährdungsbeurteilung in der betrachteten Behörde und die daraus resultierenden rechtlichen sowie gesundheitlichen Konsequenzen.

3. Planung des Konzeptes: Dieser Abschnitt beschreibt die theoretische Operationalisierung sowie den konkreten Maßnahmenplan inklusive der Analyseinstrumente und der Präventionsstrategien.

4. Diskussion und Fazit: Das Fazit fasst die Notwendigkeit und Vorgehensweise der psychischen Gefährdungsbeurteilung zusammen und reflektiert die bestehenden Hürden bei der praktischen Umsetzung.

Schlüsselwörter

Psychische Belastung, Gefährdungsbeurteilung, Arbeitsschutzgesetz, Prävention, Gesundheitsförderung, Arbeitsorganisation, Beanspruchung, Stressoren, Ressourcen, Verhältnisanalyse, Verhaltensanalyse, Arbeitsaufgabe, Verwaltungsbehörde, Arbeitszeit, Evaluation.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Konzeption und Implementierung einer Gefährdungsbeurteilung psychischer Belastungen in einer öffentlichen Verwaltungsbehörde mit 1.800 Mitarbeitern.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die theoretische Unterscheidung von Belastung und Beanspruchung, die methodische Erfassung dieser Faktoren sowie die Ableitung präventiver Maßnahmen auf Organisations- und Personenebene.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das primäre Ziel ist die Entwicklung eines wissenschaftlich fundierten Konzepts zur Überprüfung und Prävention psychischer Belastungen, um menschengerechte Arbeitsbedingungen sicherzustellen und gesetzliche Vorgaben zu erfüllen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt ein dreigliedriges Verfahren zur psychischen Gefährdungsbeurteilung im Sinne einer Methodentriangulation, bestehend aus Verhältnisanalyse, Verhaltensanalyse sowie qualitativen Interviews und Workshops.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Operationalisierung zentraler Begriffe und die detaillierte Darstellung des Maßnahmenplans, welcher Bereiche wie Arbeitsaufgabe, Führung, Arbeitszeit und technische Faktoren abdeckt.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den prägenden Schlüsselwörtern gehören Psychische Belastung, Gefährdungsbeurteilung, Arbeitsschutzgesetz, Prävention, Gesundheitsförderung und Arbeitsorganisation.

Wie unterscheidet der Autor psychische Belastung von psychischer Störung?

Der Autor stellt klar, dass psychische Belastungen die äußeren Anforderungen und Bedingungen des Arbeitsalltags darstellen, während psychische Störungen als personenbezogene Beanspruchungsfolgen definiert sind.

Warum ist das POT-TOP-Prinzip für das Präventionskonzept relevant?

Das Prinzip dient als ganzheitlicher Ansatz, um sowohl kurzfristige personenbezogene Maßnahmen (POT) zur Ressourcenstärkung als auch langfristige verhältnisorientierte Maßnahmen (TOP) zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen zu strukturieren.

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Details

Title
Fallstudie zur Überprüfung und Prävention psychischer Belastungen am Arbeitsplatz
Grade
1,7
Author
Elsa Gavriilidis (Author)
Publication Year
2021
Pages
29
Catalog Number
V1043510
ISBN (eBook)
9783346465665
ISBN (Book)
9783346465672
Language
German
Tags
Psychische Belastungsfaktoren Psychische Gefährdungsbeurteilung Arbeitsplatz Prävention Arbeit Gesundheit Psychische Belastungen
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Elsa Gavriilidis (Author), 2021, Fallstudie zur Überprüfung und Prävention psychischer Belastungen am Arbeitsplatz, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1043510
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