Clara Zetkin (Die Gleichheit)


Referat (Ausarbeitung), 1997

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Clara Zetkin (Die Gleichheit)

1. Zeittafel

1857 am 5. Juli wird Clara als Tochter des Lehrers Gottfried Eißner in Wiederau (Sachsen) geboren

1872 Übersiedlung der Familie Eißner nach Leipzig

- 1876 Schulabschluss
- bis 78 Besuch des von Auguste Schmidt geleiteten Lehrerinnenseminar in Leipzig
- staatlich anerkannte Prüfung als Lehrerin für moderne Sprachen
- 1878 Clara lernt Ossip Zetkin kennen und tritt zur Zeit des Sozialistengesetzes der Sozialdemokratischen Partei bei
- bis 81 Tätigkeit als Hauslehrerin in Wermsdorf und Traunstein (Österreich)
- 1882 im Sommer in Zürich Zusammenarbeit mit Julius Motteler in der Expedition des

„Sozialdemokrat“

- Ende des Jahres Übersiedlung nach Paris zu Ossip Zetkin

1883 Geburt des Sohnes Maxim

1885 Geburt des Sohnes Kostja

1886 anlässlich eines Besuches in Leipzig spricht Clara Zetkin im Lokal „Güldene Aue“ in Sellerhausen zum ersten Mal auf einer Versammlung

- 1887 Mitarbeit an der „Berliner Volksbühne“
- Artikel über Frauenemanzipation und Arbeiterbewegung

1889 im Januar stirbt Ossip Zetkin nach langem Krankenlager

am 16. Juli hält Clara Zetkin auf dem Gründungskongress der II. Internationale in Paris ihr großes Referat „Für die Befreiung der Frau“

1891 nach dem Fall des Sozialistengesetzes Rückkehr nach Deutschland

- 1892 in Stuttgart Übernahme der Redaktion der sozialistischen Frauenzeitschrift „Die Gleichheit“ (Tätigkeit bis 1917)
- Clara Zetkin spricht auf dem Parteitag der SPD in Berlin zur Frauenarbeit, nimmt an allen weiteren Parteitagen der deutschen Sozialdemokratie bis 1913 teil

1893 Bekanntschaft mit Friedrich Engels auf dem Internationalen Sozialistischen Arbeiterkongress in Zürich (Clara Zetkin nimmt an allen Kongressen der II. Internationale bis 1912 teil)

1896 Clara Zetkin spricht auf dem Parteitag in Gotha, entwickelt die Theorie der proletarischen und bürgerlichen Frauenbewegung

- 1899 im Oktober Parteitag in Hannover - Bebel, Rosa Luxemburg und Clara Zetkin treten gegen die Bernsteinianer auf
- im November Ehe mit dem Maler Georg Friedrich Zundel

1900 bis 1917 Mitglied des Parteivorstandes der SPD

1902 erste Bekanntschaft mit Lenin und Nadeshda Krupskaja in München

- 1903 im Oktober Übersiedlung nach Sillenbuch bei Stuttgart
- Wahlkampagne gegen die Rüstungspolitik

1904 im September auf der Frauenkonferenz in Bremen Clara Zetkins großes Referat zur Schulfrage

- 1906 auf der Frauenkonferenz in Mannheim spricht Clara Zetkin zum Frauenstimmrecht
- referiert auf dem gleichzeitigen Parteitag zur Familienerziehung, wird in den zentralen Bildungsausschuss gewählt

1907 - Clara Zetkin wird auf der ersten Internationalen Frauenkonferenz im August in Stuttgart zur Sekretärin des Internationalen Frauensekretariats der sozialistischen Arbeiterinternationale

gewählt, „Die Gleichheit“ wird zum internationalen Organ erklärt

- auf dem gleichzeitigen Parteitag setzt Clara Zetkin eine Resolution zum Kampf ums Frauenstimmrecht durch - nähere Bekanntschaft mit Lenin

1908 das neue Reichsvereinsgesetz erlaubt Frauen die Teilnahme an politischen Versammlungen

1910 die II. Internationale Sozialistische Frauenkonferenz in Kopenhagen beschließt auf Antrag Clara Zetkins den „Internationalen Frauentag“ als alljährliche Veranstaltung

- 1911 die Schrift „Kunst und Proletariat“ erscheint im Januar
- Sommer und Winter unermüdliche Agitation gegen die imperialistischen Kriegsvorbereitungen

1912 im November außerordentlicher Internationaler Sozialistenkongress in Basel, Clara Zetkin ruft die Frauen der Welt zur aktiven Verteidigung des Friedens auf

- 1915 im März Teilnahme an der Internationalen Frauenkonferenz in Bern, das Berner Manifest wird danach in Deutschland illegal verbreitet
- Clara Zetkin wird im Juli vorübergehend inhaftiert

1918 Mitglied der Kontrollkommission der USPD

- 1919 im März Rede auf dem Parteitag der USPD in Berlin, Begründung des Austritts
- Clara Zetkin tritt der KPD bei (Mitglied der Zentrale und des Politbüros 1919-1924)
- am 13. Juni spricht sie am Grabe Rosa Luxemburgs
- 1920 im Juni wird Clara Zetkin als Spitzenkandidatin der KPD in den Deutschen Reichstag gewählt, hält am 2. Juli ihre programmatische Rede
- im November 1. Reise nach Sowjetrussland, Gespräche mit Lenin, Ausarbeitung von Richtlinien für die Frauenarbeit der Kommunistischen Internationale
- im Dezember Auftreten/Rede auf dem Gründungsparteitag der KP Frankreichs in Tours
- 1921 im Oktober Rede auf dem Parteitag der SP Italiens in Mailand
- seit 1921 arbeitet Clara Zetkin in der Internationalen Arbeiterhilfe, leitet gemeinsam mit Wilhelm Pieck 1924/25 die Rote Hilfe Deutschlands

1921 bis 1933 Vorsitzende der Internationalen Arbeiterhilfe und Sekretärin der Internationalen Kommunistischen Frauenbewegung

- 1922 Clara Zetkin spricht am 24. Januar im Deutschen Reichstag zu den Grundsätzen der kommunistischen Schulpolitik
- Mitglied des Exekutivkomitees der Kommunistischen Internationale und seines Präsidiums (bis 1933)
- 1923 im Juni hält Clara Zetkin auf dem erweiterten Plenum des EKKI ein grundlegendes Referat über den Faschismus
- sucht in der Folgezeit schwerkrank Heilung in Sanatorien der SU
- 1924 Lenins Tod am 21. Januar, Clara Zetkin nimmt an der Beisetzung teil, spricht Ende Januar auf dem II. Sowjetkongress der UdSSR über Lenin
- Juni/Juli Teilnahme am V. Weltkongress der Kommunistischen Internationale in Moskau, Clara Zetkin hält ein bedeutendes Referat zur Intellektuellenfrage
- 1925 Präsidentin der Internationalen Roten Hilfe (bis 1933)
- November Eintreffen in Berlin nach fast zweijähriger Abwesenheit
- 27. November Reichstagsrede gegen den Locarnopakt
- November/Dezember letzte Agitationsreise, Clara Zetkin berichtet den deutschen Werktätigen über die SU

1927 Clara Zetkins 70. Geburtstag, sie wird Leiterin der ihr zu Ehren errichteten Sektion zum Studium der Theorie und Praxis der Internationalen Frauenbewegung an der Akademie in Moskau

1929 bis 1931 verbringt Clara Zetkin alljährlich einige Monate in dem ihr von der KPD zur Verfügung gestellten Haus in Birkenwerder bei Berlin

1932 am 30. August eröffnet Clara Zetkin als Alterspräsidentin den Deutschen Reichstag, ruft in ihrer Rede zur Einheitsfront gegen die faschistische Gefahr auf

- 1933 letzte Broschüre „Die imperialistischen Kriege gegen die Werktätigen, die Werktätigen gegen die imperialistischen Kriege“
- am 20. Juni stirbt Clara Zetkin in Archangelskoje bei Moskau. Sie wird an der Kreml-Mauer beigesetzt

2. „Die Gleichheit, Zeitschrift für die Interessen der Arbeiterinnen“
- zentrale sozialistische Zeitung für Frauen, die erste Schritte in die Politik tun
- hohes stilistisches und sprachliches Niveau

- Rubriken:
- aus der Bewegung
- die politische Rundschau
- gewerkschaftliche und genossenschaftliche Rundschau
- ab 1897 Notizenteil
- Inhalte:
- Berichte von internationalen sozilistischen und bürgerlichen Kongressen/Veranstaltungen
- Teilnahme an Demos, Streiks, Wahlkämpfen
- Berichte über Lage und Kampf arbeitender Frauen in anderen Ländern
- Anprangern der brutalen Ausbeutung von Millionen werktätiger Frauen
- Berichte der Gewerkschaften
- Sammeln und Auswerten statistischen Materials
- Berichte der Gewerkschaften
- wissenschaftliche Erhebungen
- Gewinnung von ArbeiterkorrespondentInnen
- Beschäftigung mit außenpolitischen Fragen
- eigene Schilderungen der LeserInnen über ihren Kampf
- Einführung in die Grundbegriffe des Marxismus
- Stellungnahmen zu wichtiger Literatur
- spannende Erzählungen und Lebensbilder kühner Frauen
- Feuilletons/Beilagen für Mütter, Kinder (erste sozialistische Kinderzeitschrift) etc.
- Folgen und Bedeutung:
- weckte das Bewußtsein der LeserInnen, zu einer starken Partei und brüderlichen, internationalen Gemeinschaft zu gehören
- weckte Selbst- und Siegesbewußtsein bei den LeserInnen
- Der Sozialismus wurde den Anhängern ein Begriff und gewann neuen Inhalt
- Clara Zetkin leistete mit der „Gleichheit“ einen großen Teil der Parteiarbeit im sozialistischen Sinn, nicht nur unter Einbeziehung der Frauen
- Entwicklung der Abonnentenzahlen: 1892 2000 Exemplare

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Literaturverzeichnis:

- Gilbert Badia, „Clara Zetkin. Eine neue Biographie“, Dietz Verlag, Berlin 1994

- Friedhelm Boll, „Clara Zetkin und die proletarische Frauenbewegung. Sozialismus als Familienschicksal“, S. 65-76

in: Marieluise Christalder (Hrsg.), „Die geteilte Utopie. Sozialisten in Frankreich und Deutschland“, Leske+Budrich, Opladen 1985

- Luise Dornemann, „Clara Zetkin. Leben und Wirken“, Dietz Verlag, Berlin 1989

- Dorothea Reetz, „Clara Zetkin als sozialistische Rednerin“, Verlag für die Frau, DDR Leipzig 1978

- Karin Bauer, „Clara Zetkin und die proletarische Frauenbewegung“, Oberbaum Verlag, Berlin 1978

- Dieter Götze, „Clara Zetkin“, VEB Bibliographisches Institut, Leipzig 1982

- Clara Zetkin, „Arbeiterinnen- und Frauenfrage der Gegenwart“, S. 3-39

in: Max Schippel (Hrsg.), „Berliner Arbeiterbibliothek“, Verlag der Expedition des „Vorwärts“ Berliner Volksblatt, Berlin 1892

- Clara Zetkin, „Ausgewählte Reden und Schriften“, Band 1: Auswahl aus den Jahren 1889 bis 1917, Dietz Verlag, Berlin 1957

- „Die Frauenfrage in Deutschland“, Verlag Philipp Reclam jun. GmbH, Stuttgart 1981

- Ute Gerhard/Ulla Wischermann, „Liberalismus-Sozialismus-Feminismus. Zeitschriften um die Jahrhundertwende“ in: Gisela Brinker-Gabler (Hrsg.), „Deutsche Literatur von Frauen“, Band 2: 19. Und 20. Jahrhundert, München 1988

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Details

Titel
Clara Zetkin (Die Gleichheit)
Hochschule
Ludwig-Maximilians-Universität München
Veranstaltung
Proseminar II: Publizistische Persönlichkeiten
Autor
Jahr
1997
Seiten
3
Katalognummer
V104396
Dateigröße
332 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Clara, Zetkin, Gleichheit), Proseminar, Publizistische, Persönlichkeiten
Arbeit zitieren
Isabel Lamotte (Autor), 1997, Clara Zetkin (Die Gleichheit), München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/104396

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