Ludwig van Beethoven - Fidelio


Referat / Aufsatz (Schule), 2001

3 Seiten, Note: 1


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Ludwig van Beethoven - Fidelio (1804)

1. zur Entstehung (Geschichte)

2. zu Fidelio

3. Ablauf

+ Musikbeispiele

4. Beethovens Bezug zur Oper

5. Quellenangabe + eigene Meinung

1. zur Entstehung (Geschichte):

- Beethoven: * 17.12.1770 in Bonn geboren U 26. März 1827 in Wien (20.000 Mann bei seiner Beisetzung)

- Er war der letzte große Klassiker, mit seinem Tod war auch die Klassik in der Musik zu Ende

- Im Frühjahr 1804 lief sein Vertrag mit dem Theater in Wien aus, doch Anfang September desselben Jahres wurde er wieder vom Theater angestellt.

- Beethoven hatte schon einige Zeit mit dem Gedanken gespielt, eine Oper zu schreiben, und als Joseph Sonnleithner (1766-1835), der Sekretär des Wiener Hoftheaters, nach einer französischen Vorlage das Libretto (Textbuch) zu Leonore für ihn geschrieben hatte, arbeitete er intensiv an der Komposition.

- UA sollte 30. September 1805 sein, mußte jedoch verschoben werden à Theaterzensur erhob Einspruch und erst nach einer Petition Sonnleithners lenkten die Behörden ein.

Petition (ein Schreiben an die Regierung oder Behörde, bei dem man um etwas bittet; = Bittschrift)

- zweite Termin konnte auch nicht eingehalten werden à Napoleons Truppen marschierten in die Kaiserstadt und Napoleon richtete sein Hauptquartier in Schloß Schönbrunn ein.

- 20. November 1805 fand die Premiere von Leonore wirklich statt; es folgten zwei weitere Aufführungen.

- Beethoven war jedoch mit dem Werk nicht zufrieden. Er überarbeitete das Stück mehrmals, und auch der Text wurde immer wieder abgeändert - damit befaßte sich unter anderem sein Bonner Freund Stephan von Breuning (1774-1827).

- 23. Mai 1814 - endgültige Fassung mit neuer Ouvertüre und unter demTitel Fidelio wurde zum ersten Mal im Kärntnertortheater aufgeführt

- Fidelio sollte trotz anderer Opernpläne des Komponisten seine einzige vollendete Oper bleiben. à schade eigentlich

2. zu Fidelio:

- Zitat: CD Buch Seite 13

- Mischung aus heroischem Melodrama und singspielhafter Familienkomödie à hat Fachleuten oft Kopfzerbrechen bereitet

- Fidelio spielt sich in einer geschichtlichen Periode von politischer Unterdrückung ab.

- Ort/ Zeit der Handlung: Eine spanische Festung in der Nähe von Sevilla, die als Gefängnis für politische Gefangene dient. 18. Jahrhundert

- Oper ist in 2 Akte gegliedert

- I. Akt mit 14 Liedern, einer Anfangsouvertüre und dem Marsch als Pizarro mit Gefolge auf die Bühne kommt.

- II. Akt ist in zwei Szenen gegliedert und hat insgesamt 13 Lieder mit 1 Ouvertüre

3. Ablauf:

I. Akt

- Don Pizarro, der Gouverneur eines Staatsgefängnisses in der Nähe von Sevilla, hält seine politischen Feinde als Opfer willkürlicher Gewalt gefangen. Unter ihnen befindet sich auch Don Florestan, der den Gouverneur wegen Mißbrauchs seiner Macht öffentlich anklagte.

- Leonore vermutet, daß sich ihr Gatte Florestan in diesem Gefängnis befindet. Deshalb hat sie sich, als Mann verkleidet, unter dem Namen Fidelio bei dem Kerkermeister Rocco anstellen lassen.

- Marzelline, Roccos Tochter, hat sich in Fidelio verliebt. Sie weist das Werben des Schließers Jaquino, der sich seit längerer Zeit Hoffnung auf eine Heirat macht, entschieden zurück.

- Auch Rocco zieht nun den geschickteren Fidelio als möglichen Schwiegersohn dem einfachen Schließer vor und unterstützt seine Tochter in ihrem Anliegen.

- Pizarro wird in einem anonymen Brief davor gewarnt, daß der Minister Don Fernando das Gefängnis zu inspizieren beabsichtigt. Er hat davon erfahren, daß politische Gefangene unrechtmäßigerweise festgehalten werden.

- Sogleich erteilt Pizarro seinen Wachen den Befehl, bei der Ankunft des Ministers ein Trompetensignal zu geben, um Florestan noch vor dem Erscheinen des Ministers beseitigen zu können. Pizarro beauftragt Rocco mit dem Mord, der sich jedoch weigert, diesen zu begehen. Der Gouverneur beschließt nun, selbst die Tat zu vollbringen, und befiehlt dem Kerkermeister, in Florestans Kerker ein Grab auszuheben.

- Leonore (= Fidelio), die das Gespräch zwischen Pizarro und Rocco belauscht hat, ist jetzt zu allem entschlossen. Sie will Florestan unter den Gefangenen suchen und befreien.

- Musikbeispiel: Arie von Leonore. Leonores Worte „Abscheulischer! Wo eilst du hin“ eröffnen ein leidenschafftliches Rezitativ (= dramitscher Sprechgesang innerhalb eines musikalischen

CD 1, Lied 10 Zeit: 7.10

(ganzes Stück)

Werkes mit Begleitung von einem Instrument). Sie offenbart voller Rachsucht und vernichtendem Zorn ihre Gefühle gegenüber Pizarro. Daruffolgend bittet sie Gott um Stärke und Hoffnung für die Durchführung ihres Vorhabens, sie singt mit außerordentlicher Schönheit und Ruhe.

- Sie bittet Rocco um Hofgang für die Inhaftierten, unter denen sie ihren Gatten vermutet. Nach Leonores Bitten, erlaubt Rocco den Gefangenen an die frische Luft zu gehen.

- Musikbeispiel: Gefangenenchor, die Männer treten an die frische Luft und sind von der Sonne geblendet.

CD 1, Lied 11 Zeit: 5:42

(0.50 - 5.42)

Aus ihrer Freude heraus stimmen sie in den herrlichen Chor „O welche Lust“ ein. Aber einer der Männer ist skeptisch und sagt: „Sprecht leise;- haltet Euch zurück - Wir sind belauscht mit Ohr und Blick“ à wichtiges Zitat

- Leonore kann Florestan nicht unter den Gefangenen finden. Deshalb überredet sie den Kerkermeister, sie mit in die unterirdischen Gefängnisse zu nehmen, wo sie Florestan vermutet.

- Pizarro erscheint und befiehlt zornig, die Gefangenen wieder einzusperren. In Anbetracht des Komplotts,

Florestan zu beseitigen, sieht er jedoch von einer Bestrafung Roccos für dessen eigenmächtiges Handeln ab.

II. Akt

1.Szene:

- In einem unterirdischen Verlies beklagt Florestan sein Schicksal. Gleichsam halluzinatorisch erscheint ihm in der Erinnerung das Bild Leonores.

- Zitat: Seite 79 bis Seite 80 oben

- anfangs Rezitativ - schmerzererfüllter Monolog über seine erbärmliche Lage

- in der wundervollen Arie „In des Lebens Frühlingstagen“ erinnert er sich an die Tage seiner Jugend, Frühling, Freiheit

- Florestan ist wegen Freiheitsliebe völlig unschldig zu endloser Qual verurteilt

- Rocco, gefolgt von Leonore, kommt in den Kerker, um das Grab auszuheben. Entsetzt erkennt sie in dem Gefangenen ihren Gatten Florestan.

- Auf das mit Rocco vereinbarte Zeichen erscheint Pizarro, um Florestan zu töten. Leonore gibt sich als Gattin Florestans zu erkennen und kann im letzten Moment durch ihr mutiges Dazwischentreten den Mord an ihrem Gatten verhindern, als ein Trompetensignal die Ankunft des Ministers verkündet.

2.Szene (Innenhof des Staatsgefängnisses):

- Don Fernando gibt seinem totgeglaubten Freund Florestan und allen anderen Gefangenen die Freiheit wieder und führt den Tyrannen Pizarro der gerechten Strafe zu.

- am Schluß großer Chor mit Leonore, Florestan, Rocco, Marzelline, Jacquino, etc. à singen über die Taten einer Frau, deren Liebe zu dem eigenen Mann so groß ist, daß sie diesen aus dem Gefängnis eines Tyrannes befreit.

4. Beethovens Bezug zur Oper:

- Diese Oper bildet das Fundament für ein Konzept, demzufolge Liebe, Treue, Schicksal und Mut auf der Bühne nicht als göttliche Attribute oder als Mythen präsentiert werden sollten, sondern ebenso in den einfachsten menschlichen Verhältnissen erblühen können. à darauf achtete Beethoven besonders (Einfachheit)

- Beispiele für Einfachheit/ Menschlichkeit:

- zu Beginn der Oper sehen wir Marzelline beim Bügeln - menschlich einfacher geht es nicht.

- nach und nach erfahren wir von Leonores gefährlicher und mutiger Suche, und wir begleiten sie auf ihrem Weg bis zum Höhepunkt der Handlung im Kerker-Quartett.

- nach der Leidenschaft im darauffolgenden Duett mahnt der festliche Marsch, mit dem die Finalszene eröffnet wird, zu Realität und Normalität.

- doch Realismus soll und darf nicht das letzte Wort behalten, und so kulminiert Fidelio in einer machtvollen Hymne auf die Tugenden, Standhaftigkeit, Geduld und Entschlossenheit; auf die Freiheit; auf eine tapfere, durchsetzungsfähige und edle Frau.

- diese Seligpreisung verwandelt das Drama, politisch und menschlich, in eine musikalische Vision von allumfassender, ewiger Liebe.

- Beethoven strebte ein Humanitätsideal an, d.h. die Komponisten dieser Zeit schrieben für eine interessierte Öffentlichkeit und nicht nur für die soziale Oberschicht

5. Quellenangabe: - hauptsächlich Internet

- Encarta Enzyklopädie

- CD Beiheft von Arturo Toscanini

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Details

Titel
Ludwig van Beethoven - Fidelio
Note
1
Autor
Jahr
2001
Seiten
3
Katalognummer
V104468
Dateigröße
345 KB
Sprache
Deutsch
Anmerkungen
Diese Dokument ist ein Schülervortrag über die einzige Oper Beethoven`s "Fidelio".
Schlagworte
Schülervortrag
Arbeit zitieren
Hannes Bretnütz (Autor), 2001, Ludwig van Beethoven - Fidelio, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/104468

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Titel: Ludwig van Beethoven - Fidelio



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