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Unternehmens- und Bilanzskandale in der Übersicht

Titel: Unternehmens- und Bilanzskandale in der Übersicht

Hausarbeit , 2020 , 37 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Oleg Rozenblyum (Autor:in)

BWL - Rechnungswesen, Bilanzierung, Steuern
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Zusammenfassung Leseprobe Details

In der heutigen globalen Welt mit zunehmendem Wirtschaftswachstum und komplexen Geschäftsabläufen ist die Wirtschaftskriminalität kaum noch zu kontrollieren. Der Fall Wirecard erschütterte die Finanzwelt und zeigt ein weiteres Mal die Aktualität von bewussten Bilanzmanipulationen. Managerversagen, das Versagen von Kontrollgremien und die fahrlässigen Kontrollen von externen Wirtschaftsprüfern zeigt, was für ein weitreichendes Problem die Bilanzmanipulationen darstellen und welche Konsequenzen diese mit sich bringen. In einem Zeitraum von über 50 Jahren missbrauchten zahlreiche Unternehmen das ihnen gegeben Vertrauen, sodass der Ruf heutiger Unternehmen sowie der Kontrollorgane negativ beeinträchtigt wurde. Die immer wiederkehrenden Gesetzesverstöße sorgten für strenge Kontrollen in Form von neuen Gesetzten und Richtlinien bei der Bilanzierung. Die Komplexität der Vorgaben für den Jahresabschluss und den damit verbundenen sonstigen Anforderungen nahm in gleicher Wiese zu wie die gesetzeswidrigen Handlungen.

Ziel der Arbeit ist es eine umfassende Übersicht über die zahlreichen Delikte aufzuzeigen. Eine Chronologie, zeitlich gegliedert nach dem Inkrafttreten von neuen Gesetzten, soll erstellt werden. Dabei wird kurz die Unternehmenssituation geschildert. Es erfolgt eine Analyse zu den Hintergründen und dem eigentlichen Bilanzskandal und schlussendlich folgt eine Erläuterung zur Aufdeckung und den daraus resultierenden Folgen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Problemstellung, Zielsetzung, Gang der Untersuchung

2. Definition Bilanzskandal bzw. Unternehmensskandal:

3. Bilanz- und Unternehmensskandale vor dem Inkrafttreten des Gesetztes zur Kontrolle und Transparenz im Unternehmensbereich:

3.1 Herstatt-Bank 1971 - 1974

3.2 Goldin Tankbetriebe GmbH 1979

3.3 Neue Heimat 1982

3.4 co op AG 1988

3.5 Metallgesellschaft AG 1993

3.6 Jürgen Schneider 1994

3.7 Balsam AG 1994

3.8 Bremer Vulkan AG 1996

4. Bilanz- und Unternehmensskandale nach dem Inkrafttreten des Gesetztes zur Kontrolle und Transparenz im Unternehmensbereich:

4.1 Gesetzt zur Kontrolle und Transparenz im Unternehmensbereich:

4.2 Flowtex Technologie GmbH & Co. KG 2000

4.3 EM.TV AG 2000

4.4 Philipp Holzmann AG 2002

4.5 Comroad AG 2002

4.6 Phenomedia AG 2002

5. Bilanz- und Unternehmensskandale nach dem Inkrafttreten des Bilanzkontrollgesetzes und des Bilanzrechtsreformgesetz:

5.1 BilKoG:

5.2 BilReG:

5.3 Thielert AG 2003 - 2005

5.4 Zapf Creation AG 2003 - 2005

5.5 NICI AG 2003 - 2006

5.6 Schieder Möbel Holding GmbH 2005 - 2006

6. Bilanz- und Unternehmensskandale nach dem Inkrafttreten des Bilanzkontrollgesetzes und des Bilanzrechtsreformgesetz:

6.1 BilMoG:

6.2 Beluga Shipping GmbH 2009 - 2011

6.3 Hess AG 2007 – 2012

7. Zusammenfassung und Entwicklungstendenzen:

Zielsetzung & Themen

Das Ziel der Arbeit ist es, eine umfassende Übersicht über zahlreiche Bilanz- und Unternehmensskandale der letzten 50 Jahre zu erstellen und diese chronologisch entlang neu eingeführter Gesetze zu analysieren, um Hintergründe, Manipulationsmethoden sowie die Folgen für die Unternehmen aufzuzeigen.

  • Chronologische Analyse bedeutender Bilanzskandale in Deutschland.
  • Untersuchung der Methoden von Bilanzmanipulationen und Scheinbuchungen.
  • Bewertung der Rolle von Kontrollorganen und externen Prüfern bei den Skandalen.
  • Auswirkungen der Gesetzgebung (wie KonTraG oder BilMoG) auf die Bilanzierungspraxis.
  • Aufdeckung der jeweiligen Konsequenzen für die betroffenen Unternehmen und das Management.

Auszug aus dem Buch

3.1 Herstatt-Bank 1971 - 1974

Fallbeschreibung und Ausgangssituationen der Manipulationen:

Im Jahr 1971 ereignete sich der erste Unternehmensskandal der Bundesrepublik Deutschland nach dem zweiten Weltkrieg. Die private Herstatt-Bank mit Sitz in Köln verfolgte eine expansive Geldpolitik und weißte ein rasantes Wachstum auf. Innerhalb von zwei Jahren schaffte es die Bank die Bilanzsumme von 171 Millionen DM auf 2 Milliarden DM zu steigern. Jedoch wurde dies nicht mit dem Bankgeschäft erzielt, sondern durch Eigenhandel mit Devisen. Der Eigenhandel mit Devisen ist für eine Bank perse nicht illegal, unterliegt jedoch einem wesentlich höheren Risiko. Anfang 1971 war der Eigenhandel das Hauptgeschäft der Herstatt Bank.

Beispiele für Manipulationen:

Verantwortlich für den Eigenhandel war neben dem Konzernchef Iwan David Herstatt insbesondere Danny Dattel und einige junge Bänker, die in der Geschichte als „Golden Boys“ eingegangen sind. Diese konnten ihrem Geschäft unkontrolliert nachgehen. Das Händlerlimit war auf zehn Millionen Dollar Devisen pro Tag beschränkt. Dieses wurde durch Strohmänner und durch vielzählige Angestellte umgangen. Die Verluste sind direkt auf die Bank zurückgefallen. Die Herstatt Bank setzte stets auf einen sinkenden Dollarkurs. Die Bänker rechneten im Jahr 1973 mit einem steigenden Dollar Kurs, aufgrund der damaligen Ölkrise handelte es sich aber um eine Fehleinschätzung. Das Spekulieren auf einen steigenden Dollarkurs, hatte zur Folge, dass Verluste in Höhe von 480 Millionen DM erzielt wurden. Der Verlust wurde nie zeitgerecht verbucht, was einen Verstoß gegen die Grundsätze ordnungsgemäßer Buchführung darstellt. Trotz eines Gutachtens durch externe Wirtschaftsprüfer und eines Sondergutachtens wurde keine Schieflage festgestellt.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Problemstellung, Zielsetzung, Gang der Untersuchung: Einleitung in die Thematik der Bilanzmanipulation und Festlegung des Ziels, eine chronologische Übersicht über Unternehmensskandale zu erstellen.

2. Definition Bilanzskandal bzw. Unternehmensskandal:: Abgrenzung des Begriffs Bilanzskandal von reinen Bilanzdelikten und Definition des unverantwortlichen Bilanzerstellerverhaltens.

3. Bilanz- und Unternehmensskandale vor dem Inkrafttreten des Gesetztes zur Kontrolle und Transparenz im Unternehmensbereich:: Darstellung der frühen Skandale wie Herstatt-Bank oder Neue Heimat und deren Hintergründe vor der Einführung strikterer Kontrollgesetze.

4. Bilanz- und Unternehmensskandale nach dem Inkrafttreten des Gesetztes zur Kontrolle und Transparenz im Unternehmensbereich:: Analyse von Skandalen wie Flowtex und EM.TV, die nach Inkrafttreten des KonTraG auftraten, unter Berücksichtigung der neuen regulatorischen Anforderungen.

5. Bilanz- und Unternehmensskandale nach dem Inkrafttreten des Bilanzkontrollgesetzes und des Bilanzrechtsreformgesetz:: Untersuchung der Fälle Thielert AG bis Schieder Möbel, die trotz BilKoG und BilReG auftraten.

6. Bilanz- und Unternehmensskandale nach dem Inkrafttreten des Bilanzkontrollgesetzes und des Bilanzrechtsreformgesetz:: Betrachtung der Skandale bei Beluga Shipping und Hess AG nach Einführung des BilMoG.

7. Zusammenfassung und Entwicklungstendenzen:: Fazit zur Beständigkeit von Bilanzskandalen und der Notwendigkeit, trotz regulatorischer Verschärfungen aus den Fehlern der Vergangenheit zu lernen.

Schlüsselwörter

Bilanzskandal, Bilanzmanipulation, Wirtschaftskriminalität, Unternehmensführung, Abschlussprüfung, KonTraG, BilKoG, BilReG, BilMoG, Scheinrechnungen, Insolvenz, BaFin, Wirtschaftsprüfung, Kursmanipulation, Eigenhandel.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit bietet eine umfassende Übersicht und chronologische Analyse deutscher Bilanz- und Unternehmensskandale über einen Zeitraum von 50 Jahren.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind Bilanzmanipulationen, das Versagen von Kontrollorganen und Wirtschaftsprüfern sowie die Entwicklung der deutschen Gesetzgebung zur Unternehmenskontrolle.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, die Hintergründe, Methoden und Aufdeckungsprozesse verschiedener Skandale systematisch aufzuzeigen und dabei die Wirksamkeit neuer Gesetze und Richtlinien kritisch zu hinterfragen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine chronologische Analyse, bei der die Fälle zeitlich nach dem Inkrafttreten relevanter Gesetze und Richtlinien gegliedert und detailliert nachvollzogen werden.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil analysiert spezifische Fallbeispiele – von der Herstatt-Bank über EM.TV bis hin zur Hess AG – und beleuchtet jeweils die Manipulationstechnik und den Weg zur Aufdeckung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Bilanzskandal, Bilanzmanipulation, Wirtschaftsprüfung, regulatorische Rahmenbedingungen und Unternehmensführung charakterisiert.

Wie wurden bei der Flowtex Technologie GmbH & Co. KG die Bilanzen manipuliert?

Das Unternehmen verkaufte nicht existierende Bohrmaschinen an Leasinggesellschaften und leaste diese gleichzeitig wieder zurück, um fiktive Umsätze und Gewinne zu generieren.

Was charakterisiert die Manipulationen bei der Hess AG?

Die Hess AG nutzte sogenannte Kreisgeschäfte (Round-Tripping) und aktivierte selbst geschaffene immaterielle Wirtschaftsgüter zu überhöhten Preisen, um ihre Bilanz künstlich aufzubessern.

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Details

Titel
Unternehmens- und Bilanzskandale in der Übersicht
Hochschule
Hochschule Niederrhein in Mönchengladbach
Note
1,3
Autor
Oleg Rozenblyum (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2020
Seiten
37
Katalognummer
V1044804
ISBN (eBook)
9783346469687
ISBN (Buch)
9783346469694
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Bilanz Skandale Bilanzskandale Überblick Manipulation Big4 Big Four Wirtschaftsprüfung
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Oleg Rozenblyum (Autor:in), 2020, Unternehmens- und Bilanzskandale in der Übersicht, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1044804
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Leseprobe aus  37  Seiten
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