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Die NATO im Jugoslawienkrieg. Eine geschichtsdidaktische Aufarbeitung für den zweiten Aufbaulehrgang einer BHAK

Titel: Die NATO im Jugoslawienkrieg. Eine geschichtsdidaktische Aufarbeitung für den zweiten Aufbaulehrgang einer BHAK

Seminararbeit , 2020 , 17 Seiten , Note: 2

Autor:in: Anonym (Autor:in)

Didaktik - Geschichte
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Diese Arbeit beschäftigt sich mit der Frage, welche Rolle die NATO im Jugoslawienkrieg hatte. Der Fokus liegt vor allem auf der stark umstrittenen Rolle der NATO. Ein wesentlicher Teil ist hierbei die Umsetzung dieses Themas im Unterrichtsfach "Geschichte und Politische Bildung". Die geplante Unterrichtsstunde wird in einer Klasse stattfinden, die sich im 2. Aufbaulehrgang einer BHAK befindet.

Die Relevanz des Themas ist insofern gegeben, da die Schülerinnen und Schüler indirekt durch ihre Eltern und Großeltern, aber auch teilweise noch direkt von Bombardierungen der NATO in ihren Geburtsländern betroffen waren.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Geschichtswissenschaftlicher Teil

2.1 Der Nordatlantikpakt

2.1.1 Die Gründungsgeschichte

2.1.2 Ziele und Aufgaben der NATO

2.2 Die stark diskutierte Rolle der NATO im Jugoslawienkrieg

3 Geschichtsdidaktische Teil

3.1 Unterrichtsplanung

3.2 Detailplanung der Unterrichtsstunde

3.3 Kompetenzen der Unterrichtsstunde

3.4 Basiskonzepte der Unterrichtsstunde

3.5 Fachdidaktische Prinzipien der Unterrichtsstunde

4 Resümee

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Die vorliegende Abschlussarbeit verfolgt das Ziel, die Rolle der NATO im Jugoslawienkrieg, insbesondere die kontrovers diskutierten Luftangriffe, geschichtswissenschaftlich aufzuarbeiten und didaktisch für den Unterricht an einer höheren berufsbildenden Schule (BHAK) aufzubereiten.

  • Historische Entwicklung des Nordatlantikpakts (NATO)
  • Analyse der militärischen Intervention im Kosovo-Krieg
  • Völkerrechtliche und moralische Bewertung der Operation "Allied Force"
  • Didaktische Planung einer Unterrichtseinheit zum Thema
  • Förderung von Urteils-, Medien- und Methodenkompetenz

Auszug aus dem Buch

Die stark diskutierte Rolle der NATO im Jugoslawienkrieg

„Am 23. März 1999 begannen die Mitglieder der NATO unter dem Decknamen ´Allied Force´ eine massive und mit ständig zunehmender Intensität geführte Luftkampagne gegen die Bundesrepublik Jugoslawien, die die Weltöffentlichkeit mehr als elf Wochen in Atem hielt.“ Diplomatische Bemühungen, den Konflikt im Kosovo davor auf friedliche Weise zu lösen, scheiterten, sodass die NATO ihre seit 1998 im Raum stehende Drohung wahr machte und schließlich eine militärische Intervention startete. Schuld dafür war die Nichtunterzeichnung des Vertrages von Rambouillet, der von Slobodan Milosevic und dessen Regierung abgelehnt wurde. „78 Tage lang versuchte die NATO vergebens, mit eskalierenden Luftschlägen den Präsidenten Jugoslawiens von seinem ethnischen Genozid im Kosovo abzubringen.“

Inwiefern der Kosovo-Krieg gerechtfertigt werden kann, ist sehr stark umstritten, da es sich nicht um eine Reaktion auf einen externen Angriff auf NATO Territorium handelte. Wichtig ist hierbei, folgende Tatsache nicht außer Acht zu lassen: „Die NATO handelte ohne ein Mandat des Sicherheitsrats, dem die Mitglieder der Vereinten Nationen die ´Hauptverantwortung für die Wahrung des Weltfriedens und der internationalen Sicherheit´ […] übertragen haben und der die alleinige Befugnis hat, zu diesem Zweck […] militärische Zwangsmaßnahmen zu autorisieren.“

Die NATO Mitglieder rechtfertigten ihr Handeln mit der Tatsache, dass diplomatische Mittel ausgeschöpft waren und eine menschliche Katastrophe drohte, deren Konsequenzen sich nicht alleine auf Kosovo beschränken würden, sondern auch in anderen Gebieten zu spüren sein würden. Auch bei führenden Politikern und Politikerinnen standen die humanitären und moralischen Argumente für eine Intervention an erster Stelle. „Die Aktion der NATO-Staaten [..] könnte zwar möglicherweise zurecht als eine ´humanitäre Intervention´ aufgefaßt [sic!] werden, die unternommen wurde, um massive Menschenrechtsverletzungen, […] vielleicht sogar einen Völkermord zu unterbinden.“ In Hinblick auf diese Sichtweise scheint die Militäraktion gerechtfertigt. Zweifelhaft ist jedoch, ob damit auch eine Rechtsgrundlage für ihr Vorgehen gegeben war, da das geltende Völkerrecht kein Recht auf humanitäre Intervention kennt.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung umreißt die Relevanz des Themas NATO im Jugoslawienkrieg und stellt den Bezug zum Lehrplan der Handelsakademie her.

2. Geschichtswissenschaftlicher Teil: Dieses Kapitel erläutert die Entstehungsgeschichte der NATO, deren Aufgabenwandel sowie die völkerrechtliche Problematik der Kosovo-Intervention.

3 Geschichtsdidaktische Teil: Hier wird eine detaillierte Unterrichtsplanung vorgestellt, die didaktische Prinzipien, Basiskonzepte und Kompetenzziele für eine konkrete Unterrichtsstunde verknüpft.

4 Resümee: Das Resümee reflektiert den Unterrichtsversuch, die hohe Schülerbeteiligung und die Erkenntnis, dass die Themenfülle für eine einzelne Unterrichtseinheit sehr anspruchsvoll war.

Schlüsselwörter

NATO, Jugoslawienkrieg, Kosovo, Allied Force, Völkerrecht, Humanitäre Intervention, Unterrichtsplanung, Geschichtsdidaktik, Nordatlantikpakt, Menschenrechte, Srebrenica, Slobodan Milosevic, Kontroversität, Multiperspektivität.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Abschlussarbeit primär?

Die Arbeit befasst sich mit der geschichtswissenschaftlichen Analyse der NATO-Rolle im Jugoslawienkrieg sowie der didaktischen Aufarbeitung dieses Themas für den Unterricht an einer höheren berufsbildenden Schule.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Neben der Entstehungsgeschichte und dem Mandat der NATO stehen die militärische Intervention im Kosovo, die völkerrechtliche Lage und die methodische Vermittlung dieser komplexen historischen Ereignisse im Vordergrund.

Was ist die zentrale Forschungsfrage?

Die zentrale Frage lautet: "Wieso bombardierte die NATO Teile Jugoslawiens?" und wie lässt sich diese stark diskutierte Rolle reflektieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird angewandt?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse zu historischen Fakten sowie einer fachdidaktischen Reflexion eines praktischen Unterrichtsbeispiels.

Was deckt der geschichtswissenschaftliche Hauptteil ab?

Er thematisiert die Gründung der NATO, ihre Ziele als Wertegemeinschaft und die moralische sowie rechtliche Problematik des Einsatzes ohne UN-Mandat.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren das Dokument?

Kernbegriffe sind NATO, Kosovo-Krieg, Völkerrecht, Unterrichtsplanung und humanitäre Intervention.

Wie bewertet die Autorin die Rechtmäßigkeit der NATO-Einsätze?

Die Arbeit hebt hervor, dass die Intervention zwar moralisch und humanitär argumentiert wurde, jedoch aufgrund des fehlenden Mandats des UN-Sicherheitsrats völkerrechtlich höchst umstritten bleibt.

Welche Herausforderungen gab es bei der Umsetzung des Unterrichts?

Die Autorin reflektiert, dass der Umfang des Themas sehr groß war und die durch das Thema ausgelösten persönlichen Emotionen der Schülerinnen und Schüler viel Raum in der Diskussion einnahmen.

Ende der Leseprobe aus 17 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Die NATO im Jugoslawienkrieg. Eine geschichtsdidaktische Aufarbeitung für den zweiten Aufbaulehrgang einer BHAK
Hochschule
Universität Wien  (Geschichte)
Note
2
Autor
Anonym (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2020
Seiten
17
Katalognummer
V1044864
ISBN (eBook)
9783346465559
ISBN (Buch)
9783346465566
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Nato Jugoslawienkrieg Geschichtsdidaktik
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Anonym (Autor:in), 2020, Die NATO im Jugoslawienkrieg. Eine geschichtsdidaktische Aufarbeitung für den zweiten Aufbaulehrgang einer BHAK, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1044864
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  17  Seiten
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