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Der Modus Operandi der Klimagerechtigkeitsbewegung

Die Interdependenz zwischen Kapitalismus und sozialen Bewegungen

Titel: Der Modus Operandi der Klimagerechtigkeitsbewegung

Hausarbeit , 2021 , 16 Seiten , Note: 2,0

Autor:in: Anonym (Autor:in)

Politik - Allgemeines und Theorien zur Internationalen Politik
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Die gesellschaftliche und politische Suche nach Zukunftsperspektiven stellt einen zentralen Referenzpunkt der Klimagerechtigkeitsbewegung dar. Auf welche Art und Weise kann die Bewegung zu einer klimagerechten Welt beitragen, welche Vorbedingungen gibt es und welche Potenziale können ausgeschöpft werden? Diese Fragen werden von Wissenschaftler:innen und Akteur:innen sozialer Bewegungen aufgegriffen und bearbeitet.

Im Folgenden sollen die Voraussetzungen und Handlungsoptionen im Kampf für Klimagerechtigkeit aus der Perspektive der Bewegung zusammengetragen werden. Der Fokus der Diskussion soll dabei auf gegenseitigen Abhängigkeiten und Einflussfaktoren zwischen der Gesellschaftsordnung des Kapitalismus und dem Modus Operandi sozialer Bewegungen, konkret der Klimagerechtigkeitsbewegung, liegen. Am Ende soll eine Reflexion der Synthese-Ergebnisse stehen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Konzept

2.1 Methodik: Literaturrecherche, Inhaltsanalyse

2.2 Vorbemerkungen: Kapitalismus, Gewalt & Klimagerechtigkeit

3. Literaturanalyse: Interdependenz zwischen Kapitalismus & Klimagerechtigkeitsbewegung

3.1 Elmar Altvater

3.2 Naomi Klein

3.3 Andreas Malm

4. Fazit

5. Literaturverzeichnis

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die wechselseitigen Abhängigkeiten zwischen der kapitalistischen Gesellschaftsordnung und dem Handeln sozialer Bewegungen, wobei der Fokus spezifisch auf der Klimagerechtigkeitsbewegung liegt. Ziel ist es, durch die Analyse ausgewählter Literatur den Diskurs innerhalb der Bewegung zu schärfen und insbesondere die Rolle von Gewaltanwendung in deren Vorgehensweise kritisch zu hinterfragen.

  • Analyse der Interdependenz zwischen Kapitalismus und Klimagerechtigkeitsbewegung
  • Untersuchung des Stellenwerts von Gewaltanwendung in sozialen Protestformen
  • Diskussion kapitalismuskritischer Positionen bei Altvater, Klein und Malm
  • Reflexion über Strategien und Handlungsoptionen für einen sozial-ökologischen Wandel

Auszug aus dem Buch

Andreas Malm

Andreas Malm ist Humanökologe und Buchautor. Im Folgenden geht es primär um Thesen aus seinem Buch Wie man eine Pipeline in die Luft jagt. Kämpfen lernen in einer Welt in Flammen (2020). Die Position, die Malm einnimmt, kann man wie die beiden Vorherigen als kapitalismuskritisch bezeichnen. Thema des Buches sind die Protestformen der Klimagerechtigkeitsbewegung gegen den Status quo - Klimawandel und Kapitalismus. Andreas Malm plädiert für eine radikalere Klimagerechtigkeitsbewegung. Er argumentiert für Sabotage als Form eines sinnvollen und effektiven Protests. Malm schildert Proteste, Kämpfe und Verbrechen der Vergangenheit. Er nutzt diese unterschiedlichen Erzählungen und Vergleiche, um drei für ihn grundlegende Theorien herauszustellen.

Für den größten Teil der Klimagerechtigkeitsbewegung sei die Gewaltlosigkeit die absolute Grenze, die auf keinen Fall überschritten werden dürfe (Malm, 2020, S. 38). Pazifismus unterteile sich in den moralischen und den strategischen Pazifismus. Der moralische Pazifismus bestehe in der Auffassung, dass Gewaltanwendung zu jeder Zeit falsch sei (ebd.). Anhand von Beispielen wie dem versuchten Terroranschlag auf eine Gemeinde gläubiger Muslime in Oslo führt Malm die Einstellung des moralischen Pazifismus ad absurdum. Damit macht er den strategischen Pazifismus gleichzeitig stark. Der strategische Pazifismus gehe von der Annahme aus, dass Gewalttaten strategisch unklug seien. Diese Vorstellung sei besonders in der Klimagerechtigkeitsbewegung sehr verbreitet. Der strategischen Pazifismus sei ineffektiv. Die Gruppen, die den strategischen Pazifismus als einzig probates Mittel hochhalten, würden die Geschichte falsch deuten, die Gewalttätigkeit erfolgreicher Proteste außer Acht lassen und somit die wirksame und historisch immer wieder erprobte Gewaltanwendung von vornherein ausschließen (Malm, 2020, S.64).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung verortet die Arbeit im universitären Seminarkontext und definiert das Ziel, die Voraussetzungen und Handlungsoptionen der Klimagerechtigkeitsbewegung im Kontext kapitalistischer Strukturen zu analysieren.

2. Konzept: Dieses Kapitel erläutert die methodische Herangehensweise der Literaturanalyse und führt in die begrifflichen Grundlagen zu Kapitalismus, Gewalt und Klimagerechtigkeit ein.

3. Literaturanalyse: Interdependenz zwischen Kapitalismus & Klimagerechtigkeitsbewegung: Der Hauptteil untersucht die kapitalismuskritischen Ansätze von Elmar Altvater, Naomi Klein und Andreas Malm in Bezug auf ihren Einfluss auf die Strategien der Klimagerechtigkeitsbewegung.

4. Fazit: Das Fazit synthetisiert die gewonnenen Erkenntnisse und bewertet die unterschiedlichen Positionen der drei Autoren hinsichtlich ihrer Strategien für einen systemischen Wandel.

5. Literaturverzeichnis: Hier werden sämtliche für die Hausarbeit herangezogenen Quellen und Sekundärliteratur aufgelistet.

Schlüsselwörter

Klimagerechtigkeitsbewegung, Kapitalismus, Klimawandel, Systemfrage, Kapitalakkumulation, Gewaltanwendung, Strategischer Pazifismus, Radikaler Flankeneffekt, Blockadia, Sozial-ökologische Transformation, Solidarische Ökonomie, Fossiles Energieregime, Systemwechsel, Klimakonflikte, Klimaschutz.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die komplexe Wechselbeziehung zwischen dem globalen Kapitalismus und dem Modus Operandi sozialer Bewegungen, speziell der Klimagerechtigkeitsbewegung.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Im Zentrum stehen die systemkritische Analyse des Klimawandels, die Rolle von Gewalt und Sabotage in Protesten sowie die Entwicklung zukunftsfähiger, post-kapitalistischer Gesellschaftsmodelle.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Die Arbeit verfolgt das Ziel, den Diskurs über Voraussetzungen und Handlungsoptionen der Klimagerechtigkeitsbewegung zu schärfen, mit besonderem Blick auf die Frage nach der Legitimität und dem Nutzen von Gewaltanwendung.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Es wurde eine systematische Literaturrecherche in Kombination mit einer qualitativen Inhaltsanalyse angewandt, wobei der Fokus auf fachspezifischer Seminarliteratur liegt.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Positionen von Elmar Altvater, Naomi Klein und Andreas Malm, die jeweils unterschiedliche Ansätze für eine Transformation der Wirtschafts- und Gesellschaftsordnung vorschlagen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Schlagworte sind unter anderem Klimagerechtigkeit, Kapitalismus, radikale Flanke, Systemwechsel, fossiles Energieregime und Blockadia.

Warum spielt die Unterscheidung zwischen moralischem und strategischem Pazifismus eine so wichtige Rolle bei Andreas Malm?

Malm nutzt diese Differenzierung, um den strategischen Pazifismus als oft ineffektives Dogma zu entlarven und zu argumentieren, dass historisch erfolgreiche Bewegungen häufig auch militant agierten.

Was versteht Naomi Klein unter dem Begriff „Blockadia“?

Blockadia bezeichnet einen dezentralen, internationalen Widerstand von Aktivisten und lokal Betroffenen gegen extraktive Vorhaben der fossilen Industrie.

Welche Bedeutung misst Elmar Altvater der „Inwertsetzung von Natur“ bei?

Altvater analysiert dies als einen Kernaspekt der kapitalistischen Logik, bei dem Naturressourcen ausschließlich ökonomisch bewertet und den Gesetzen der Kapitalakkumulation unterworfen werden.

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Details

Titel
Der Modus Operandi der Klimagerechtigkeitsbewegung
Untertitel
Die Interdependenz zwischen Kapitalismus und sozialen Bewegungen
Hochschule
Freie Universität Berlin  (Otto-Suhr-Institut)
Note
2,0
Autor
Anonym (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2021
Seiten
16
Katalognummer
V1044990
ISBN (eBook)
9783346466853
ISBN (Buch)
9783346466860
Sprache
Deutsch
Schlagworte
modus operandi klimagerechtigkeitsbewegung interdependenz kapitalismus bewegungen
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Anonym (Autor:in), 2021, Der Modus Operandi der Klimagerechtigkeitsbewegung, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1044990
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  16  Seiten
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