Hitler, Adolf


Referat / Aufsatz (Schule), 2000
12 Seiten, Note: 2

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Inhaltsverzeichnis

Biographischer Teil

1889 - 1913

1914 - 1919

1920 - 1924

1925 - 1931

1932 - 1935

1936 - 1939

1940 - 1945

1889 - 1913

Am 20.April 1889 wurde Adolf Hitler als 4.Kind seiner Eltern, Alois Hitler und Klara gebr.Pölzel, geboren.

Seine ersten Geschwister verstarben noch im Laufe ihres ersten Lebensjahr. Doch seine Eltern hatten nach ihm noch zwei Kinder, Edmund gebr.1894 und Paula gebr. 1896.

Aufgrund des Berufes seines Vater, Zollbeamter, zog die Familie in den ersten Jahren öfter um. Ab Mai 1895 besuchte er die Volksschule.

Von September 1900 bis Juni 1904 besuchte er die Realschule, seine schulischen Leistungen waren nicht zufriedenstellend. Sein Vater wollte das er eine Beamtenlaufbahn einschlagen würde so wie er.

Nach dem Tod seines Vaters im Jahre 1903 ging er von der Realschule ab und ging nach Linz, wo er ein Künstlerleben führte.

Im Sommer 1907 zog Hitler nach Wien wo er sich an der Kunstakademie bewerben wollte. Diese Pläne scheiterten daran, weil er keine höhere Schulbildung besaß.

Ende dieses Jahres starb seine Mutter.

Ein Jahr später bewarb sich Hitler abermals um die Aufnahme auf der Kunstakademie. Auch dieses mal wurde er abgelehnt, weil seine Zeichnungen so gering bewertet wurden, dass er nicht einmal zur AufnahmePrüfung zugelassen wurde.

Darauf hin grollte er der "feindlichen " Umwelt und suchte nach Schuldigen für sein Unglück und hatte nur seine Hoffnung auf künftige "Größe" im Kopf. (Zitat P. Borowsky)

Ein Freund veranlasste Hitler am 9.Februar 1910 in ein Männerheim zu ziehen, wo er regelmäßig obskure

Broschüren über den extremen Nationalismus und radikalen Rassismus las. In einem Magazin "Ostara" las Hitler sehr oft. In diesem Heft wurden die "Ariern", so verstand der Schreiber ein ehemaliger Mönch Namens Adolf Lanz, als eine ideale Rasse von hochgewachsenen, blonden und blauäugigen Menschen. Diese Herrenrasse sollte den Kampf gegen die "minderwertigen Mischrassen", vor allem gegen den "verderblichen" Einfluß der Juden aufnehmen. Dieser Mann hißte als Symbol für den arischen Kampf auf seiner "Ordenburg" Werfenstein in Niederösterreich eine Hakenkreuzfahne.

Was Hitler als Ereignis dieser Jahre und "garantiertes Fundament" seines späteren Handelns beschrieb, läßt sich zusammenfassen als Kampfansage gegen Toleranz und Weltbürgertum, gegen Demokratie und Paöarentismus, gegen Marxismus und Judentum, gegen soziale Gleichheit und politische Freiheit. Der Kern und seiner "echten" Überzeugung, an der er sein ganzes Leben festgehalten hat, aber scheint schon damals sein Antisemitismus gewesen zu sein.

1914 - 1919

Am 5.Februar 1919 mußte sich Hitler zu einer Ersatzmusterung nach Salzburg, das Ergebnis seiner Musterung lautete: Zum Waffen- und Hilfsdienst untauglich, zu schwach. Waffenuntauglich.

Hitler siedelte nach München über, wo er seinen Lebensunterhalt als Postkartenmaler verdiente. Als der österreichische-ungarische Thronfolger Erzherzog Ferdinant in Sarajevo ermordet wurde,

folgte eine Verschärfung der internationale Spannung, unterstützte das Deutsche Reich die Habsburger Monarchie. Am 1. August 1914 machte der Deutsche Kaiser mobil.

Am 3. August schrieb Hitler eine Petition an König Ludwig III von Bayern in der um die Aufnahme in die bayrische Armee bat. Nur einen Tag später erhielt er die Zusage.

Er absolvierte die Grundausbildung und wurde am 20. Oktober mit seiner Einheit nach Belgien geschickt, schon eine Woche später mußten sie in die Schlacht um Zypern eingreifen.

Hitler bekam für seine Tapferkeit vor dem Feind das Eiserne Kreuz 2.Klasse und wurde zum Gefreiten befördert. Die Tätigkeit als Meldegänger hat ihn so begeistert das er oft freiwillig für andere Botengänge unternahm. Verschiedene Male entging er nur knapp den Tod, daraus leitete er ab, dass <die Vorsehung> ihn für große Taten vorgesehen habe. Er soll seinen Kameraden zugerufen haben: < Ihr werdet noch von mir hören> Er blieb trotz seiner Verdienste über den ganzen Krieg über Gefreiter, weil man ihn für ungeeignet sah eine Einheit zu führen und weil er ein <unmilitärisches Verhalten> hatte.

1916 wurde er das erste Mal verletzt als eine Granate in seinem Graben explodierte. Nach seiner Verletzung wurde er nach München versetzt, wo es ihm aber nicht gefiel, erst im Januar 1917 durfte er in den Schützengraben zurück Am 3. März 1918 zwang die deutsch Reichregierung dem bolschewistischen Rußland in Brest-Litowk einen Diktatfrieden auf. General Ludendorff und Generalfeldmarschall von Hindenburg setzten alles auf eine Karte. Sollten sie gewinnen hätte Deutschland den Krieg gewonnen, würden sie scheitern wäre alles verloren.

Hitler war voller Begeisterung und bekam im Juni 1918 das Eiserne Kreuz 1.Klasse verliehen.

Zu diese Zeit war zu erkennen, dass die große Ludendorff - Offensive ein Fehlschlag war. Dieses hatte so eine Wirkung, dass die Moral der Truppe sich rapide verschlechterte. Viele Frontkämpfer glaubten, dass die feigen Zivilisten die Glorreichen des Vaterlandes verraten hätten. Sie wußten ja nicht, dass Hindenburg und Ludendorff selbst die zivile Regierung gedrängt hatten, den Waffenstillstand zu erbitten.

Für Hitler stand fest das <die Sozis> die Revolution angezettelt haben. Das war die Geburtsstunde der Dolchstoßlegende, die planmäßig von der obersten Heeresleitung in Umlauf gebracht wurde um so die militärische Niederlage zu vertuschen.

Hitler war zu dieser Zeit das zweite mal im Lazarett. Er war sehr erschüttert. In Hitlers Buch <Mein Kampf> hieß es:

„Ich habe beschlossen, Politiker zu werden.“

Im Juni 1919 wurde Hitler als Aufklärungssoldat rekrutiert, diese Soldaten hatten den Auftrag sogenannte Gefährliche politische Aktivitäten und verdächtige Arbeiterorganisationen zu beobachten. Hierbei traf er den Proffesor von Müller der sein rednerisches Talent entdeckte. Im Herbst 1919 sollte er quasi als Agent die vielen rechtsradikalen Gruppen ausspionieren, eine davon war die kleine <Deutsche Arbeiter Partei>. Fast ohne sein Beitun wurde er als 55.Mitglied aufgenommen. Er sah in dieser Partei eine gute Chance seine Karriere als Politiker zu beginnen. Er meinte das er diese Partei nach seinen Vorstellungen und Zielen umformen konnte.

1920 - 1924

Am 24.Februar 1920 verkündete er das mit Herrn Drexler ausgearbeitete Parteiprogramm was das einzig offizielle Parteiprogramm bis 1945 war. Auch wurde bei dieser Versammlung die Partei in <Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei> (NSDAP) umbenannt.

Kurz nach dem Parteitag sorgte Hitler dafür das die Partei eine Fahne bekam, ein Hakenkreuz auf schwarz-weiß- rotem Grund.

Zwei Baltendeutsche, Alfred Rosenberg und Max Erwin, weckten in Hitler das Interesse am Russland und den „deutschen Lebensraum“.

Im Juli 1921 übernahm Hitler den Parteivorsitz und machte die Schlägertrupps zur <Turn- und Sportabteilung>. Zwei Monate später erhielt diese Abteilung den zutreffenden Namen <Sturmabteilung> kurz SA genannt, dieser Abteilung übernahm Ernst Röhm.

Die SA übte auf die Jugendlichen eine starke und verführerische Anziehungskraft aus. Sie beschrieben im dunklen Nächten Hauswände oder klebten Plakate und prügelten sich mit politischen Gegnern. Auch bewunderten sie die Märsche unter den vielen Zuschauern.

1922 gesellten sich zum inneren Kreis um Hitler Hermann Göring und Rudolf Hess.

Ab dieser Zeit erhielt Hitler auch von den Großunternehmen Thyssen, Borsig, Daimler und vom Bayrischen Industriellenverband großzügige finanzielle Unterstützung.

Im Januar 1923 besetzte Frankreich und Belgien das Ruhrgebiet. Die deutsche Regierung rief zu einem passiven Wiederstand auf und der <Generalstreik> wurde aus der Reichskasse bezahlt. Dieses ruinierte die Reichskasse.

Am 8. November 1923 bot sich für Hitler einen Putschversuch an. Dieser wurde noch in der gleichen Nacht niedergeschlagen und die NSDAP verboten und auch alle anderen rechtsradikalen Verbindungen. Mann kündigte schwere Strafen für die Verantwortlichen des Putschversuches an.

Am 11.November wurde Hitler verhaftet und in das Gefängnis nach Landsberg gebracht.

Ein Jahr später wurde er zu 5 Jahren Festhaftung wegen Hochverrats verurteilt. Röhm, Frick und Ludendorff wurden freigesprochen, Göring war ins Ausland geflüchtet.

Hitler wurde am 20.Dezember 1924 begnadigt und man gewährte ihm eine relativ gute Unterkunft mit vielen Sonderbedingungen. Rudolf Heß folgte ihm freiwillig. Hitler diktierte ihm nun sein Buch <Mein Kampf> (zwei Jahre später erschien das zweite Buch)

1925 - 1931

Im Juli 1925 räumten die Franzosen das Ruhrgebiet.

Auch in diesem Jahr wurde der greise kaiserliche Generalfeldmarschall Paul von Hindenburg zum ReichsPräsidenten gewählt.

Es schien das es wirtschaftlich und auch politisch wieder aufwärts geht.

Spätesten 1926 als das Abkommen von Locarno und Deutschland den Eintritt in den Völkerbund signalisierte bedeutete es das sich das Verhältnis zu Frankreich auch besserte.

Hitler hatte aus dem Putschversuch gelernt das er nicht gegen die herrschenden Gewalten sondern nur mit ihnen an die Macht kommen könnte.

Im Februar 1925 wurde das Verbot der Partei und auch der Zeitschrift <Völkischer Beobachter> aufgehoben. Sofort lies Hitler die Partei neu gründen und sich als diktatorischen Führer bestätigen. Diese hatte zur Folge das er im Mai Redeverbot für Bayern und auch für das übrige Reich erhielt.

Bis 1928 stieg die Mitgliederzahl auf 108000 und auch die Einnahmen, aus den Beiträgen, Verkäufen der Zeitschrift<Völkischer Beobachter> und aus dem Buch <Mein Kampf> stiegen in dieser Zeit gewaltig.

Die Partei internen Kämpfe beschäftigten Hitler in dieser Zeit besonders. Er fühlte sich von Gregor Strasser bedroht der mit seinem Bruder Otto, einen Journalisten, für die <Nationalsozialistische Freiheitspartei> Propaganda machte. Sie wollten die Verstaatlichung der Großgrundbesitzer und Schwerindustrie. Hitler dagegen führte nur Kampagne gegen das <raffende> jüdische Kapital, nicht gegen das <schaffende> <arische>. Daher berief Hitler am 14.Februar 1926 eine Konferenz in Bamberg ein, wo die Strasser-Gruppe in der Unterzahl war und sich Hitlers Thesen unterwarf. Auch zum Kreis jener gehörte Joseph Goebbels den Hitler im April 1926 einlud und bekehrte. Goebbels wurde ein fanatischer Anhänger. Im November 1926 wurde er zum Gauleiter von Berlin berufen.

Im Sommer 1929 hatte Außenminister Stresemann einer Neuregelung der deutschen Reparationen zugestimmt, die eine Expertenkommission unter dem Amerikaner Owen D. Joung ausgearbeitet hatte. Am 9.Juli 1929 gründeten die Deutschnationale Volkspartei (DNVP) und der nationalistische Wehrverband <Stahlhelm> den Reichsausschuß für ein Volksbegehren. Vorsitzender dieser Partei war Geheimrat Hugenberg, der Besitzer der größten deutschen Filmgesellschaft Ufa war und einen großen Teil der Presse kontrollierte. Auch war er der frühere Direktor von Krupp . Hitler war sofort bereit mit ihm für dieses Volksbegehren zu arbeiten um an die Spenden der reihnisch- westfälischen Schwerindustrie zu gelangen. Vordringlich wollte er auch die Hilfestellung in seinem Presseimperium für sein Unterfangen.

Am 24. Oktober 1929 war der <Schwarze Freitag> an der New Yorker Börse. Dieses machte sich auf die deutsche Wirtschaft besonders bemerkbar, weil die deutsche Wirtschaft kurzfristige Kredite aus Amerika erhalten hatte. Die Arbeitslosenzahlen stiegen in den nächsten Jahren bis 1933 auf mehr als 6 Millionen.

Die Krise, die internationale Gründe hatte, wurde von den Gegnern (Hitler, Göbbels und Hugenberg) sofort für ihren Propagandafeldzug gegen das <Versagen des Systems> benutzt. Hitler verkündete öffentlich, dass er alles tun wolle, um den Niedergang der Republik noch zu beschleunigen.

Hitler sammelte in dieser Zeit viele Stimmen bei den Bauern durch sein Bauernprogramm und auch verzeichnete er den Durchbruch bei den Studenten. Die Mehrheit jedoch der Wahlberechtigten konnte so schnell noch nicht errungen werden, weil zu viele unterschiedliche Interessen vorhanden waren. Die Partei konnte schließlich nicht auf das Geld der Unternehmer verzichten noch konnte sie auf die Stimmen der Arbeiter und Angestellten verzichten.

Am 14. September 1930 war das Ergebnis der Reichtagswahlen ein enormer Gewinn für die Nationalsozialisten. Damit war aber die Hoffnung des Kanzlers Brünings auf eine Mehrheit im Reichstag gescheitert. Er konnte nur noch weiterhin mit Notverordnungen des Reichspräsidenten regieren. Hitler bot sich dem Reichspräsidenten und seine konservativen Beratern an. Auch wollte er, dass das Militär ihm vertraue. Der General von Schleicher meinte das sich die NSDAP auf den Weg befände regierungsfähig zu sein. Auch könnte man seine SA als Reserve für die Reichswehr gebrauchen.

Im Oktober 1931 präsentierte sich Hitler und Hugenberg in Harzburg als <nationale Opposition>.

1932 - 1935

Am 27. Januar 1932 sprach Hitler vor dem Industrieclub in Düsseldorf, die Einladung war durch die Vermittlung des Industriellen Fritz Thyssen zustande gekommen. Dieses war ein schwieriges Unterfangen. Hitler ließ bei seiner Rede jeden Hinweis auf seine antisemitische Grundeinstellung beiseite und richtete seine Rede daraufhin, das Deutschland ein starker Staat der auch zuschlagen könne sein müsse. Dazu sei er und seine Bewegung fähig und bereit. Nun flossen die Spenden in großen Summen und die Industriellen sahen in ihm den Mann der sie vor den Kommunisten und den Gewerkschaften verteidigen würde.

Im Februar 1932 ernannte der Innenminister von Braunschweig Hitler zum Regierungsrat und verlieh ihm die deutsche Staatsbürgerschaft. Hitler entschloss sich gegen Hindenburg zur Kandidatur für den Reichspräsidenten. Nach dem zweiten Wahlgang, der erste brachte kein klares Ergebnis, gewann Hindenburg. Es war unwahrscheinlich, dass die NSDAP nach diesem Wahlergebnis, die absolute Mehrheit bei den nächsten Reichstagswahlen erringen zu können.

Unmittelbar nach den Wahlen am 13.April 1932 wurde die SA und dieß verboten. Dieses Verbot kam vom Kanzler Brüning.

Am 15. Juli 1932 wurde das Verbot derß und der SA aufgehoben, denn General Schleicher und Papen waren sich einig das sie die Hitlerbewegung für ihre Politik brauchten. Papen setzte am 20. Juli 1932 die Regierung Preußen ab, gestützt auf eine Notverordnung des Reichspräsidenten, und ernannte sich zum Reichskommissar.

Die Reichstagswahlen vom 31. Juli 1932 wurde wieder ein Erfolg für die NSDAP, sie erreichten 230 Mandate und waren die größte Partei im Reichstag. Hindenburg lud Hitler zu einem Gespräch um in zu einer Koalition mit Papen zu überreden. Hitler lehnte dieses ab, denn als Führer der größten Partei wollte er <die gesamte Staatsgewalt >. Hindenburg war mit dieser Aussage Hitlers nicht zufrieden und lies veröffentlichen, er könne vor seinem Gewissen und den Pflichten gegenüber dem Vaterland nicht die gesamte Regierungsgewalt der NS- Bewegung übertragen. Das war eine tiefe Demütigung für Hitler, weil er erkannte das die <alte Garde> ihn nicht als ihresgleichen ansahen. Papen versuchte weiter mit Notverordnungen zu regieren. Am 6. November 1932 fanden die nächsten Reichstagswahlen statt. Hier verlor die NSDAP 2 Millionen Stimmen und erreichte nur noch 196 Mandate. Hitlers Situation wurde am 2. Dezember 1932 fast bedrohlich, Hindenburg setzte Papen ab und ernannte Schleicher zum Reichskanzler. Schleicher wollte die NSDAP spalten, ab Hitler setzte sich gegenüber Georg Strasser durch und er legte am 8. Dezember 1932 alle seine Parteiämter nieder.

Im Januar 1933 sollte Hitler über < Hinterteppen > doch noch die Macht ergreifen.

Am 4. Januar 1933 traf sich Papen mit Hitler beim Kölner Bankier von Schröder. Hitler einigte sich mit ihnen, in eine Koalitionsregierung einzutreten. Hugenberg sagte am 17. Januar Hitler die Unterstützung durch die Deutschnationalen zu. Als Schleicher bemerkte, dass seine Pläne für eine Regierungsmehrheit gescheitert war, trat er am 28. Januar 1933 zurück. Schon am 30. Januar 1933 ernannte Hindenburg Hitler zum Reichskanzler. Als der Reichstag am 27. Februar 1933 brannte, soll Hitler bei Ankunft an der Feuerstelle gerufen haben, > das Waren die Kommunisten>. In der gleichen Nacht lies Göring als Chef der preußischen Polizei alle Kommunistische Abgeordnete und Parteifunktionäre verhaftet.

Hitler setzte die > Verordnung zum Schutz von Volk und Staat> beim Reichspräsidenten durch. Jetzt stand auf Hochverrat und Brandstiftung die Todesstrafe. Die verankerten Grundrechte auf freie Presse, freie Rede, Unverletzlichkeit der Wohnung, auf Post und Fernmeldegeheimnis und Versammlungsfreiheit wurden außer Kraft gesetzt. Im März und April wurden 25000 Personen verhaftet, vor allem Kommunisten aber auch Sozialdemokraten und linke Intellektuelle. Die KPD wurde zerschlagen aber nicht verboten.

Diese Notverordnung blieb 12 Jahre in Kraft, denn sie war eine der juristischen Grundlagen auf denen Hitlers Diktatur ruhte.

Bei den Reichtagswahlen am 5. März 1933 kam die NSDAP allein auf 43,9 % der Stimmen, also auch bei diesen letzten freien Wahlen erhielten sie nicht die absolute Mehrheit aller wahlberechtigter Deutschen.

Anlässlich der Eröffnung des neuen Reichstages am 21. März 1933 hatte Goebbels eine hervorragende Idee.

In der Potsdamer Garnisonskirche verneigte sich Hitler vor Hindenburg. Ein leerer Stuhl sollte die Abwesenheit des Kaisers symbolisieren. Die anwesenden Vertreter des Adels und des Militärs sowie auch viele deutsche Bürger die dieses am Radio oder später in der Wochenschau verfolgten, waren überzeugt das Hitler nun gezähmt und die Hohenzollernmonarchie wiederherstellen würde.

Hitler wollte aber nicht die gerade gewonnene Macht abgeben und wollte durch ein < Ermächtigungsgesetz > das Parlament ausschalten. Er machte mündliche Zusagen ohne diese später einzuhalten. Bei dieser Abstimmung stimmten 444 der 538 anwesenden Abgeordneten dafür. Jetzt war sein Weg frei um seinen< Führerstaat > zu errichten.

Hitler setzte, durch das < Gesetz zur Gleichschaltung der Länder mit dem Reich >, vom 31. März 1933 alle Landtage einfach ab und bildete diese um . Im Januar 1934 wurden diese ganz aufgelöst. Gegen diese Regelung bildete sich kein Widerstand, es war das Ende des deutschen Bundesstaat wie ihn Bismarck gegründet hatte. Alle anderen Parteien und auch die Gewerkschaften waren so eingeschüchtert, dass sie im März - April 1933 ihre volle Loyalität bekundeten.

Das < Gesetz zur Wiederherstellung des Berufsbeamtentums > vom 7.April 1933 wurden alle Bürgermeister, Beigeordnete und Ratsherren von Parteigenossen ersetzt. Alle Beamten die nicht die < arische Abstammung > hatten wurden entfernt. Zugleich war dieses Gesetz der erste Schritt zur Entrechtung der Juden. Zur gleichen Zeit wurden durch dieß und SA Plünderungen und Boykottaufrufe gegen Juden gemacht.

Am 2. Mai 1933 wurden alle Gewerkschaften verboten, alle Gewerkschaftler festgenommen und ihr Bankguthaben beschlagnahmt.

Hitler ernannte am 10. Mai 1933 Robert Ley als Leiter der neugegründeten < Deutschen Arbeiterfront >.

An diesem Tag wurde vor der Berliner Universität Bücher von Ossietzky, Tucholsky, Kästner, Remarque, Marx, Einstein, Thomas Mann und anderen Schriftstellern verbrannt die als <entartet> oder als <linksintellektuell> galten.

Am 22. Juni 1933 wurde die SPD verboten und ihr Vermögen beschlagnahmt sowie führende Funktionäre verhaftet. Alle anderen bürgerliche Parteien lösten sich daraufhin selber auf.

Mit der katholischen Kirche und den Vatikan unterzeichnete Hitler am 20. Juli 1933 ein Reichskonkordat. Er gab sein Versprechen das die katholischen Schulen und Vereine bestehen bleiben dürften und das Recht < ihre Angelegenheiten selbst zu ordnen und zu verwalten und im Rahmen ihrer Zuständigkeit für ihre Mitglieder bindende Gesetze und Anordnungen zu erlassen >. Dieses gab Hitler großes Ansehen im Ausland und viele Katholiken traten in die NSDAP ein.

Am 14. Oktober 1933 erklärte Hitler den Austritt aus den Völkerbund und aus der Genfer Abrüstungskonferenz, da beide Gremien die volle Gleichberechtigung in Rüstungsfragen an Deutschland verweigerte. Dieses wurde mit einer Volksabstimmung abgestimmt, die eine überwältigende Mehrheit für Hitler brachte.

Das < Gesetz zur Sicherung der Einheit von Partei und Staat > erklärte am 1. Dezember 1933 die NSDAP zur einzigen politischen Partei im Deutschen Reich.

Am 1. Juli 1934 wurde Ernst Röhm erschossen.

Der Führer der SA wurde eines Putsches beschuldigt, er wollte die SA und die Reichswehr vereinigen um sie zu einer Miliz zu machen. Aber Hitler hatte andere Vorstellungen, er wollte im Falle des Todes von Hindenburg die Reichswehr auf sich als Reichpräsidenten vereidigen lassen. Hitler war überzeugt eher mit der Hilfe militärischer Fachleute als mit undisziplinierten SA- Führern seine Aufrüstungspläne und Eroberungspläne zu verwirklichen. Hitler überredete Röhm, das die gesamte SA Urlaub im Juli machte. Röhm selber ging zur Kur nach Bad Wiessee. Himmler überzeugte Hitler und die gesamte Reichswehrführung, dass Röhm einen Putschversuch vorbereitete. Für den 30. Juni 1934 befahl Hitler alle SA - Führer zu einem Treffen nach Bad Wiessee, wo er alle verhaften lies und sie des Hochverrates beschuldigte. Alle außer Röhm wurden noch in der selben Nacht umgebracht. Röhm starb einen Tag später.

< Die Nacht der langen Messer > dauerte noch drei Tage, in dieser Zeit wurden General von Schleicher mit seiner Frau, Georg Strasser, Staatskommissar von Kahr, General von Bredow sowie ungefähr 200 Menschen umgebracht.

Hitler rechtfertigte vor dem Reichstag sein Handeln damit, dass er der Retter der deutschen Ehre und Sittenreinheit war, der die homosexuelle Sippschaft der SA ausrottete, um die deutsche Jugend bewahre. Hindenburg und Papen beglückwünschten Hitler zu seinem tatkräftigen Vorgehen.

Hitler war nun Herr über Recht und Gesetz und ersetzte am 14. Juli 1934 den Reichsgerichtshof durch den bald Berüchtigten > Volksgerichthof >. Die Gestapo konnte jetzt Gegner des Regimes in <Schutzhaft> oder <Vorbeugehaft> nehmen. Die ersten Konzentrationslager wurden eingerichtet, wo Regimekritiker und Kriminelle unter unmenschlichen Bedingungen arbeiten und leben mußten. Die Verwaltung und Bewachung lag bei der Gestapo, dieß stellte die Lagerleiter und die Wachleute. Dieß war jetzt Herr über Leben und Tod der Inhaftierten.

Nach dem Tod von Hindenburg am 2.August 1934 wurde Hitler nun Reichspräsident und vereinigte auf sich den Reichskanzler und den des Oberbefehlshaber der Reichswehr. Am selben Tag vereidigte er noch die Offiziere und die Soldaten der Reichswehr. Sie schwören: > Ich schwöre bei Gott diesen heiligen Eid, dass ich dem Führer des Deutschen Reiches und Volkes, Adolf Hitler, dem Obersten Befehlshaber der Wehrmacht, unbedingten Gehorsam leisten und als tapferer Soldat bereit sein will, jederzeit für diesen Eid mein Leben einzusetzen.>

Im Zusammenhang mit der Aufrüstung und der Bau der schon länger geplanten Autobahnen, womit Hitler 1934 begann, wurden viele Jugendliche und Arbeitslose wieder beschäftigt. Die Arbeitslosenzahlen gingen von 6 auf 3 Millionen runter. Im Zuge der weiteren Aufrüstung 1935 wurde die Arbeitslosenzahl auf 1,7 Millionen dezimiert. Am Vorabend des 2.Weltkrieges waren alle beschäftigt.

Hitler setzte am 16.März 1935 die allgemeine Wehrpflicht wieder ein. Die Friedensstärke sollte sich auf 300 000 Mann belaufen. Dieses beunruhigte den französischen Botschafter aber Hitler beruhigte ihn damit, das es sich um eine reine Verteidigungsmaßnahme gegen seinen Hauptfeind Sowjetrußland und den Bolschewismus handelte. Die Länder England, Italien und Frankreich verpflichteten sich gegenseitig gemeinsam gegen einseitige Schritte Deutschland entgegenzutreten. Aber England unterzeichnete am 18.Juni 1935 ein Flottenabkommen mit Hitler.

Sie glaubten so können sie Hitler, der mit Polen einen Nichtangriffspakt (26.1.1934) beschloss, ihn in ein multilaterales Bündnissystem einzubauen der sie gegen die bolschewistische Gefahr schützen würde.

Die Nürnberger Gesetze die am 15.September 1935 im Reichsparteitag verkündet wurden, nahm den Juden die bürgerliche Gleichberechtigung. Sie waren keine Reichsbürger sondern nur noch Staatsangehörige ohne Wahlrecht, Mischehen und außerehelicher Verkehr wurde verboten. Sie wurden aus allen freien Berufen gekündigt oder mußten ihre Praxen oder Apotheken schließen, danach wurden sie ins Exil getrieben oder ins KZ eingeliefert. Keiner traute sich ihnen zu helfen oder anzunehmen, weil die eigene Existenz auf den Spiel stand. Es gabt auch in Deutschland einige wenige Mitbürger die unter großen persönlichen Risiken Juden geholfen haben. Zwar kam Kritik aus dem Ausland, aber alle hatten eine reservierte Haltung gegenüber jüdischen Flüchtlingen. Für Hitlers Politik hatte dieses keine Auswirkungen.

1936 - 1939

Gegen den Rat des Militärs ließ er im März 1936 Truppen in das entmilitarisierte Rheinland marschieren. Wieder einmal stellte er sich gegen die Verträge von Versailles und Locarno, aber Frankreich und England ließen ihn gewähren ohne etwas dagegen zu unternehmen.

Hitler hatte nun die Erfahrung gemacht, dass sein politischer Instinkt besser ist als die Erfahrung der Generäle und Diplomaten.

Am 18. Juli 1936 rebellierte das spanische Militär gegen die Volksregierung. Die Führung hatte General Franco. Hieraus entwickelte sich ein blutiger Bürgerkrieg. Im Oktober 1935 hatte Mussolini einen Eroberungskrieg gegen Abessinien entfesselt. Dieses brachte Hitler und Mussolini einander näher. Beide unterstützten den

Rebellen Franco mit Waffen. Mussolini war auch auf Hitlers militärische Unterstützung angewiesen weil die restlichen Westmächte wegen den Angriffs auf Abessinien ihn boykottierten.

Am 1. August 1936 wurden die Olympischen Spiele eröffnet. Diese Spiel wurden ein weltweiter Erfolg. Alle glaubten wie friedlich Hitlers Deutschland doch war. In dieser Zeit wurde nicht gegen Juden gehetzt, selbst diese durften an den Spielen teilnehmen. Doch waren die Spiele gerade beendet, verlängerte Hitler die Wehrpflicht auf 2.Jahre, aus dem Grund heraus, da Frankreich auch die Dienstpflicht verlängerte.

Im September 1936 stellte Hitler auf dem Reichsparteitag seinen Vierjahresplan vor. Sein Konzept war es

1. die deutsche Armee muß in vier Jahren einsatzfähig sein
2. die deutsche Wirtschaft muß in vier Jahren kriegsfähig sein

Hitler ernannte Hermann Göring zum Beauftragten des Vierjahresplan. Am 17. Dezember 1936 erläuterte er vor den deutschen Wirtschaftsführern den Plan. > Wir spielen jetzt höchsten Einsatz. Was würde sich wohl mehr lohnen als Aufträge für die Aufrüstung zu bekommen. Wir stehen bereits in der Mobilmachung, es wird nur noch nicht geschossen.>

Auch die Bauern wurden nicht vergessen, Hitler wollte vom Ausland auch hier unabhängig sein. Sie bekamen Preisgarantien, kostenlose Arbeitskräfte und befreite sie von Hypotheken.

Er wußte das durch seine Politik die Verschuldung ständig wuchs und im Jahre 1938 auf 31,5 Milliarden Reichsmark angewachsen war. Diese Politik mußte zum Krieg führen, denn nur durch die Eroberung und Ausplünderungen fremder Länder konnte Hitler hoffen, die für die Aufrüstung gemachten Schulden je wieder zurückzuzahlen. Er konnte den Lebensstandart nicht auf einmal senken, dass wäre das Ende seiner Regierung gewesen.

Am 5. November 1937 erläuterte er den Oberbefehlshaber der drei Wehrmachtsteile sowie den Kriegsminister und den Außenminister seine außenpolitischen Ziele. < Es sei sein unabänderliche Entschluß spätestens 1943/45 die Deutsche Raumfrage zu lösen > so stand es im Protokoll des Obersten Roßbach. Der Zeitpunkt ergab sich aus seinen Berechnungen, daß er nur bis 1943 einen Rüstungsvorsprung haben würde und es müßte vorher die militärische Lage noch verbessert werden indem man Österreich und die Tschechoslowakei vorher besetze. Dieses müsse aber blitzschnell gehen, damit die westlichen Staaten keinen Protest anbringen können. Gegen diese Ziele meldeten der Kriegsminister von Blomberg und der Chef der Heeresleitung General von Fritsch Bedenken an, da sie meinten das Frankreich und England nicht mit Ansehen würden wie Deutschland die Tschechoslowakei besetzen würde. Dieses war aber nicht in Hitlers Sinne und setzte Göring auf die beiden an. Göring fand heraus das Blomberg mit seiner Sekretärin, die früher eine Prostituierte war und 1938 geheiratet hatte, ein Verhältnis hatte. Frisch wurden homosexuelle Beziehungen unterstellt. Die Heeresleitung übernahm Hitler selber und als Außenminister setzte er General von Brauchitsch. Hitler mußte aber dennoch ziemlich oft für die Oberkommandos der Marine, der Luftwaffe und des Heeres die Entscheidungen selber treffen, da diese oft gegen einander als miteinander arbeiteten. Diese mangelnde Koordination wirkte sich während des Krieges spürbar aus.

Auch die Leitung des Auswärtigen Amtes wurde am 5. Februar 1938 ausgetauscht. Constantin von Neurath mußte gehen und der bisherige Botschafter von London, Joachim von Ribbentrop, wurde eingesetzt. Er war der Meinung das England keinen Krieg für Österreich oder der Tschechoslowakei riskieren würde, wenn Deutschland blitzschnell vorgehen würde.

Hitler lud den Österreichischen Bundeskanzler Schuschnigg am 12. Februar1938 auf den Obersalzberg ein. Hier drohte er ihm . Schuschnigg unterzeichnete ein Abkommen mit Hitler wonach der Arthur Seyß - Inquart, Führer der Nationalsozialisten von Österreich, zum Polizeiminister ernennen wolle. Wieder zurück in Österreich wollte er alle Zusagen rückgängig machen und am 13. März eine Volksabstimmung über die Unabhängigkeit Österreichs abzustimmen. Der Druck aus Berlin war zu groß und er mußte sein Vorhaben zurückziehen. Am 11. März stellte Hitler ein Ultimatum: Schuschnigg solle zurücktreten und Seyß - Inquart Platz machen oder er würde einmarschieren. Schuschnigg suchte Hilfe bei den anderen Westmächten, aber kaum einer antwortete ihm. Doch der österreichische Bundespräsident Miklas weigerte sich Seyß - Inquart zum Bundeskanzler zu ernennen. Miklas änderte jedoch seine Meinung, aber Göring zauberte einen Hilferuf der neuen Österreichischen Regierung an Hitler hervor. Die ersten Truppen überquerten die Grenze. Sie wurden überall herzlich begrüßt. Hitler fuhr von München aus über die Grenze, als erstes zu seinem Geburtsort Braunau über Lambach nach Linz. In Leonding legte er einen Kranz am Grab seiner Eltern nieder und zog dann im Triumph in Wien ein. < Der verlorene Sohn kehrt nach Hause zurück > Er wollte eigentlich nur eine lockere Bindung mit Österreich, aber jetzt sollte Österreich < Heim ins Reich >. Der Kardinal Innitzer und der Sozialistenführer Renner begrüßten ihn feierlich und erklärten bei der angekündigten Volksabstimmung für einen Anschluß zu stimmen. Bei dieser Abstimmung am 10. April ergab sich eine 99,7 % Mehrheit für den Anschluß. Doch diese Euphorie ließ nach als die Gestapo und sieß einrückte. Die Reaktion der Westmächte beschränkten sich auf ein Minimum.

Nach dem Anschluß von Österreich forderte auf Hitlers Veranlassung am 24. April 1938 die < Sudetendeutsche Partei > den Ausschluß des Sudetenlandes aus der Tschechoslowakei. Es kam zu großen Spannungen mit der tschechischen Polizei. Schon am 20. Mai ordneten die Tschechische Regierung eine Teilmobilmachung ihrer Streitkräfte an, weil sie einen deutschen Angriff befürchteten.

Am 20. April rief Hitler seine höchsten Befehlshaber zu sich und erklärte ihnen: < Es ist mein unerschütterlicher Entschluss, die Tschechoslowakei von der Landkarte zu streichen. > Der Angriff wurde auf den 1. Oktober angesetzt. Wieder einmal kamen Befürchtungen von den Generälen. General Beck sah die Gefahr eines Krieges und trat am 18. August zurück. Sein Nachfolger, General Halder, und der Chef der Abwehr, Admiral Canaris, versuchten einen Staatsstreich gegen Hitler vorzubereiten.

Am 15. September reiste der damals 70. jährige englische Premierminister Chamberlain zu Hitler um mit ihm über die Tschechoslowakei zu reden. Hitler überschüttete seinen Gast als erstes mit Vorwürfen gegen die tschechische Regierung. Chamberlain war damit nicht zufrieden und wollte abreisen, Hitler lenkte ein und fragte ihn ob er für die Behandlung der Sudetendeutsch den Grundsatz des Selbstbestimmungsrechtes der Völker anerkennen könne. Diese wollte Chamberlain mit seinem Kabinett und auch mit der französischen Regierung besprechen und dieses dann ihm mitteilen. Chamberlain und der französischer Ministerpräsident Daladier waren sich einig, das die Tschechen durch freundschaftlichen Druck das Sudetenland an Deutschland abtreten könnten. Das zweite Treffen Hitlers mit Chamberlain war am 22. September in Bad Godesberg. Hier stellte sich zum Entsetzen Chamberlains heraus, daß Hitler mit dem Abkommen nicht ganz einverstanden war. Chamberlain war enttäuscht und reiste ab. Hitler stellte nun der Tschechoslowakei ein Ultimatum was am 28. September ablief. Hitler steckte noch einmal zurück und regte Chamberlain zu weiteren Vermittlungsversuche an. Er warnte sich an Mussolini, Mussolini schlug eine Konferenz der Großmächte an.

Am 29. September trafen sich Hitler, Chamberlain, Daladier und Mussolini in München und einigten sich, daß Deutschland am 1. Oktober das Sudetenland besetzen darf. Diese Besetzung sollte am 10. Oktober beendet sein. Die Sowjetunion war an dem < Münchner Abkommen > nicht beteiligt und protestierte. Die tschechoslowakische Regierung wurde nicht in Kenntnis gesetzt. Chamberlain und Daladier wurden als Retter des Friedens in Europa gefeiert. Hitler hatte ein weiteres Ziel erreicht.

In der Nacht vom 9. Auf den 10. November 1938 wurden auf Synagogen Brandanschläge verübt, Geschäfte geplündert, Fenster zerschlagen und Juden mißhandelt und ermordet. Dieses geschah, weil ein polnischer Jude versucht hatte den deutschen Gesandten in Paris zu erschießen und dabei einen Botschaftsangehörigen tötete. Die Nacht wurde berühmt unter den Namen < Reichskristallnacht >. Diese Verfolgung von Juden dauerte 3 Tage, in dieser Zeit wurden ungefähr 30 000 Juden in Konzentrationslager verschleppt. Ihnen wurde jetzt alles verboten, selbst die Kinder durften nicht mehr zur Schule. Ab 1941 mußten alle Juden einen gelben Davidstern tragen. Mehr als 275 000 Juden flüchteten bis 1939. In seiner Rede am 30. Januar 1939 vor dem Reichparteitag droht Hitler mit der Vernichtung der Juden in Deutschland.

Hitler teilte in der Nacht zum 15. März 1939 den tschechischen Staatspräsidenten Hacha mit, das deutsche Truppen auf dem Marsch nach Prag seien. Sollten sie Widerstand leisten würde er Prag bombardieren. Hacha kapitulierte. Einen Tag später gab Hitler die Auflösung der Tschechoslowakei bekannt und hatte den Anfang seiner Ostoffensive begonnen. Tschechoslowakei wurde das < Protektorates Böhmen und Mären >. Hiermit hatte er selbst einen Vertag gebrochen, den er selbst unterzeichnet hatte.

Chamberlain beendete am 31. März 1939 ihre < Appeasement > Politik zu Deutschland und verkündigte, sollte Deutschland Polen überfallen würden sie und auch Frankreich Polen unterstützen.

Hitlers Plan war aber gerade dieses, Polen zu besetzen und die nach dem 1. Weltkrieg verlorene Teile Westpreußen und Ostschlesien wieder einzuverleiben. Hier wäre genug Platz um die Lebensmittelversorgung für ganz Deutschland zu sichern. Er wurde jetzt fünfzig und wollte seinen Traum verwirklichen, den deutschen Lebensraum im Osten zu erweitern.

Hitler kündigte am 28. April 1939 das deutsch - polnische Freundschaftsabkommen und auch das deutsch - englische Flottenabkommen. Dieses brachte für ihn aber auch das es vermutlich einen zwei Frontenkrieg geben könnte. Das wollte er auf jeden Fall vermeiden und begann sich mit dem Gedanken anzufreunden mit Stalin ein Nichtangriffspakt zu schließen. In Moskau begannen deutsch - sowjetische Verhandlungen über ein Wirtschafts- abkommen und die Verbesserung der politischen Beziehungen. Gleichzeitig liefen in England deutsch - englische Gespräche über Polen. Nach einer langen Reise trafen endlich englisch - französische Delegierte ein um über Polen zu reden. Die Gespräche verzögerten sich immer wieder und Stalin hatte den Verdacht nur hingehalten zu werden bis sich die Westmächte mit Hitler geeinigt hätten. Auch Hitler wurde immer ungeduldiger, weil sein Termin für den Angriff auf Polen schon fest stand. Am 22. August setzte er die Oberbefehlshaber und die kommandierenden Generäle in Kenntnis, dass es nun beschlossene Sache ist Polen anzugreifen.

Der Nichtangriffspakt wurde am 23. August von Ribbentrop und Molotow unterzeichnet. In einem geheimen Zusatzprotokoll wurden die Grenzen gezogen: Finnland, Estland, Lettland und Polen bis östlich von Narew, Weichsel und San sollten Sowjetisch werden, Litauen und die westlichen Gebietes Polen deutsch. Jetzt war Hitler die Angst vor einen Zweifrontenkrieg genommen und Hitler erhielt regelmäßig aus der Sowjetunion Getreide - und Rohstofflieferungen.

Hitler erklärte sich bereit mit Polen zu Verhandeln und die Engländer rieten Polen zum Entgegenkommen und zur Mäßigung. Doch der polnische Außenminister Beck war nicht bereit, sich wie Schuschnigg und Hacha von Hitler erpressen zu lassen, und verkündigte am 30. August die Generalmobilmachung. Am Abend des 30. August 1939 verkündigte er in einer Rundfunkansprache, dass die polnische Regierung die Schuld am Krieg habe. Den offiziellen Grund ergab ein Überfall polnischer Freischärler auf den deutschen Grenzort und den Sender Gleiwitz. Der Überfall wurde aber von verkleidete Männer derß gemacht. Jetzt hatte Hitler einen Grund um in Polen einzumarschieren und am 1. September 1939 verkündete er: < Seit 5.45 Uhr wird zurück geschossen > . Der Krieg gegen Polen dauerte nur einige Wochen und England und Frankreich leisteten keine Hilfe. Die Rote Armee griff am 17. September ein und besetzte seine Teile von Polen. Warschau wurde am 27. September von deutschen Truppen besetzt. Das besetzte Gebiet wurde Hans Frank unterstellt. Auf den Befehl von Hitler begann sofort die Verfolgung der politischen Führungsschicht und der Juden. Unter Heinrich Himmler und derß wurden im Oktober 3500 Menschen ermordet, über eine Million Polen vertrieben.

1940 - 1945

Am 1. April 1940 befahl er den Angriff auf Dänemark und Norwegen ( < Weserübung > ) um der englischen Flotte nicht die Möglichkeit zu geben den Hafen Narvik zu besetzen und die lebenswichtigen Eisenerzzufuhren abzuschneiden. Die dänische Regierung und der König leisteten keinen Widerstand. In Norwegen stieß man auf englische Landungstruppen die mit den Norwegern heftigen Widerstand leisteten. Am 10. Juni wurde er gebrochen und die Regierung abgesetzt, der Nationallist Vidkun Quisling wurde eingesetzt. Während der Angriff auf Norwegen noch lief, lies er nach einen Plan von General von Manstein, zum Großangriff auf Frankreich aufmarschieren. Am 10. Mai begann der Angriff über Holland. Holland kapitulierte nach drei Tagen. Belgien fiel am 16. Mai 1940. Bei Dünkirchen wurden die britischen Einheiten eingeschlossen und Hitler beschloss die Panzer zu schonen und für die Vernichtung Görings Luftwaffe einzusetzen. Die Luftwaffe war aber nicht in der Lage dieses zu übernehmen. Bis Hitler seinen Befehl widerrief konnten die Engländer aber Dünkirchen halten und in dieser Zeit 300 000 Menschen über den Kanal in Sicherheit bringen. Am 4. Juni wurde Dünkirchen erst von den deutschen Verbänden besetzt. Schon 10 Tage nach den Fall von Dünkirchen besetzte Hitler Paris und wenig später waren die nord- und westfranzösische Kanalküste besetzt. Im Wald von Compiegne, in dem selben Eisenbahnwagen wo Erzberger 1918 den alliierten Waffenstillstand unterzeichnet hatte, unterschrieb am 22. Juni 1940 die französischen Unterhändler den Waffenstillstand mit Deutschland. Für den nicht besetzten Teil Frankreichs wurde eine Regierung unter dem Marschall Petain eingesetzt, diese Regierung ließ sich im keinen Ort Vichy nieder. Zur gleichen Zeit, im englischen Exil, wurde unter General de Gaulle zum Widerstand gegen die deutsche Besatzung aufgerufen.

Die deutsche Bevölkerung war über die ständigen Siegesmeldungen erleichtert und begeistert, sie sahen schon das Ende des Krieges in Sicht denn England konnte eigentlich unmöglich lange aushalten und um Frieden nachsuchen.

Hitler hoffte darauf, dass England ein Friedensangebot macht. Aber in England hatte am 10. Mai 1940 Winston Churchill Camberlain als Premierminister abgelöst und er verkündete: < Ich habe nichts anzubieten als Blut, Mühsal, Tränen und Schweiß. > Hitler hatte noch keine genaue Angriffspläne und unter dem Stichwort <Seelöwe > sollte es improvisiert werden. Die Luftwaffe wurde gegen England eingesetzt, diese sollte die deutsche Luftherrschaft über England durchsetzen. Es wurden die Angriffe, die am 13. August 1940 begannen, auf südenglische Radaranlagen, Flugplätze, Häfen, Flugzeugfabriken und Industriezentren geflogen. Es gelang aber nicht die Engländer < friedensreif zu bomben >. Ab Ende September gewannen die Engländer immer mehr an Übermacht. So konnte Hitler keine deutsche Invasion unternehmen und das Unternehmen erst verschoben und dann ganz abgesetzt. Jetzt nach den Herbststürmen wollte Hitler England zur See schlagen. Er ließ verstärkt U- Boote bauen und im Atlantik einsetzen, aber die Versorgung der Engländer brach nicht ab. Im Laufe des Jahres 1941 nahm die Unterstützung durch Amerika ständig zu und die deutsche Marine wurde immer mehr in die Defensive gedrängt. Hitler überlegte wie er doch noch England besiegen könnte und wollte mit Franco einen Angriff auf Gibraltar machen. Aber bei dem Gespräch am 23.Oktoner 1940 sagte Franco seine Unterstützung ab. Auch der französische Staatschef Petain und dessen Premier Laval wollten sich eindeutig gegen England entscheiden. Daraufhin fuhr Hitler zu einem Gespräch nach Italien, wo er sich mit Mussolini traf und erfuhr, dass Mussolini seit dem 28.Oktober Griechenland angriff. Dieser Angriff brachte aber seine Pläne durcheinander. Die griechische Armee warf die italienischen Truppen nach Albanien zurück und englische Einheiten kamen ihnen zu Hilfe, selbst aus Somalialand und Ägypten und Abessinien wurden sie vertrieben. Jetzt mußte Hitler eingreifen um die Achse Rom - Berlin zu erhalten. Er beauftragte das Afrikakorps unter der Leitung von General Rommel zur Unterstützung der italienischen Truppen nach Nordafrika.

Trotzdem das Hitler keinen Zweifrontenkrieg führen wollte, entschloss er sich Ende 1940 den Angriff auf die Sowjetunion vorzubereiten.. Es waren wohl zwei Gründe die ihn dazu bewegten dieses zu tun: 1. Er wollte durch einen Blitzkrieg gegen die Sowjetunion Englands Hoffnung auf Hilfe zerschlagen. 2. Er fühlte sich von Stalin bedroht, weil er die baltischen Staaten eingliederte und Bessarabien besetzte wo er nicht weit von den rumänischen Erdölquellen war die Hitler für seine Kriegsführung brauchte.

Schon am 31. Juli 1940 gab er den Befehl, das die Führer der Wehrmacht für den Angriff 180 Divisionen bereitstellen sollten.

Beim Besuch des russischen Außenminister Molotow im November 1940 in Berlin stellte Hitler fest, dass die Sowjetunion nicht auf seine Vorschläge eingingen sondern nur ihre Interessen vertraten. Am 18. Dezember 1940 gab er unter den Namen < Babarossa > den Zeitpunkt des Angriffes, es sollte im Mai 1941 passieren, bekannt. Vor mehr als 200 Offiziere, die er am 30. März 1941 zu sich rief, schärfte er ihnen ein das dieser Krieg ohne Rücksicht auf Ideologien, Rassen und Erbarmen geführt werden soll. Alle politischen Kommissare der Roten Armee sollten sofort, wenn sie in Gefangenschaft gerieten, erschossen werden. Dieses wurde wieder Himmler übertragen. Er sollte auch die Rassen- und Siedlungsideen in die Tat umsetzen. Seinen Termin gegen Rußland konnte er nicht einhalten, weil im März Jugoslawien und Bulgarien den Dreimächtepakt ( Deutschland-Italien-Japan) beigetreten waren. Kurz darauf fiel die Regierung in Jugoslawien und die neue Regierung schloß sich am 5.April 1941 Stalin an. Jetzt mußte er erst gegen Jugoslawien Krieg führen und danach noch in Griechenland einfallen. Der Angriff auf Jugoslawien begann am 6. April und endete schon 11 Tage später mit der Kapitulation. Am 21. April eroberte die deutsche Armee Griechenland und die Insel Kreta. Hier hatte er eine gute strategische Position sowohl gegen Rußland und auch für einen Angriff auf den Suezkanal. Doch durch diese beiden Eroberungen gingen ihm sechs Wochen für den Rußlandfeldzug verloren.

Endlich am 22. Juni 1941 um 3.00 Uhr morgens wälzten sich 153 Divisionen ( 3 Millionen Soldaten ) gegen Rußland. Ein Plan war erst nach Leningrad und Stalingrad, zwei wichtige Industriezentren, vorzurücken um dann gemeinsam Moskau erobern. Der < Blitzkrieg > ging voll auf und die deutsche Armee nahm ganze Truppen gefangen. Für Hitler war der Feldzug schon so gut wie gewonnen, weil deutsche Truppen schon Smolensk und Minsk erobert hatten und kurz vor Leningrad standen. Die Einkesselung von 665 00 Soldaten der Roten Armee bei den Pripjetsümpfen wurde wie Hitler es nannte zu einen der < größten Schlachten der Weltgeschichte >. Die völlig erschöpften Truppen schafften es aber noch, zwischen den 2. Und 20. Oktober, bis in die Nähe von Moskau zu gelangen. Hier begann jetzt die Regenperiode in Rußland und der frühe einsetzende Winter brachte die deutschen Armeen zum erliegen. Sie waren nicht mit Wintersachen ausgestattet, weil Hitler meint bis zu diesem Zeitpunkt Rußland besetzt zu haben. Leningrad wurde 3 Jahre umzingelt. Im Gegensatz zu seinen Generälen befahl Hitler die Stellungen zu halten und auszubauen. Es starben in diesem Winter 1 Million Deutsche, entweder durch Gefangennahme, Tod oder Erfrieren. Stalin erklärte ihn zum < Großen Vaterländischen Krieg > und nicht nur die russische Bevölkerung sondern auch die anderen Völkerschaften der Sowjetunion folgten ihm. Sie sahen Hitler nicht als Befreier sondern als Eroberer und als Unterdrücker.

Die Japaner überfielen am 7. Dezember 1941 den amerikanischen Stützpunkt in Pearl Harbor. Die Amerikaner erklärten Japan den Krieg. Hitler erhielt die Nachricht und war wie befreit. < Jetzt haben wir einen Genossen der in dreitausend Jahren nicht besiegt werden konnte, jetzt können wir den Krieg nicht mehr verlieren >.

Am 11. Dezember erklärte Hitler der USA den Krieg, aus dem europäischen Krieg wurde nun ein Weltkrieg. Er glaubte, das die USA sich auf den Seekrieg im Pazifik konzentrieren würde. Doch da sollte er sich geirrt haben, denn Roosevelt, Churchill und Stalin waren sich einig, daß Deutschland als erstes zu besiegen sei. Geplant war dieses für das Frühjahr 1942.

Nach dem Stillstand im Rußlandkrieg entließ Hitler am 19. Dezember die Führer der Heeresgruppen und ernannte sich selber zum Oberbefehlshaber der Wehrmacht.

Auf der Wannsee - Konferenz am 20. Januar 1942 erörterte er die < Endlösung der Judenfrage >. Für die Ausführung setzte er Reinhard Heydrich Stellvertreter von Himmler ein. Seine Aufgabe sollte sein: <Unter entsprechender Leitung im Zuge der Endlösung sollten die Juden in geeigneter Weise zum Arbeitseinsatzes kommen. Unter Trennung der Geschlechter werden sie straßenbaulich in den Ostgebieten eingesetzt, wobei zweifelslos ein Großteil durch natürlicher Verminderung ausfallen wird. Der Rest sollte entsprechend behandelt werden, da diese bei Freilassung eine neue jüdische Art hervorbringen können >. Ende Februar fügte er noch hinzu: < Was immer auch der Kampf mit sich bringen oder wie lange es dauern mag, wird sein endgültiges Ergebnis sein > Unmittelbar nach der Eroberung Polens wurden allein im Warschauer Ghetto 380 000 Juden zusammengepfercht. In Auschwitz, Maidanek, Treblinka, Chelmno(Kulmhof), Belzec und Dobibor wurden sogenannte Arbeitslager errichtet.ß - Sturmbandführer Adolf Eichmann gab später beim Nürnberger Kriegsverbrechertribunal Zahlen über die ermordeten Juden an ca. 6 Millionen. Für Hitler hingen Wohlstand und Macht eines Volkes davon ab, wieviel Boden es besiedelt.

Das Afrikakorps unter der Leitung Rommel eroberte im Juni 1942 Cyrenaika und Tobruk und stand Ende Juli vor der letzten britische Stellung vor Alexandria, die er aber nicht erobern konnte. Rommel fragte bei Hitler über einen Rückzug nach und er antwortete:< Es wäre nicht das erste mal in der Geschichte, dass der stärkere Wille über die stärkeren Bataillone des Feindes triumphieren. Ihre Truppe können sie keinen anderen Weg zeigen als durch Siege oder zum Tod >. Doch Rommel trat trotzdem den Rückzug an. Am 7./8. November landeten Allierte Truppen in Marokko und Algier. Das Afrikakop kapitulierte am 13. Mai 1943 und es wurden von den Alliierten 252 00 deutsche und italienische Soldaten gefangen genommen.

Auch die Rote Armee, 22.November 1942, durchbrach bei Stalingrad die deutsche Linie und umzingelte die deutsche 6.Armee. Hier waren 300 000 Mann eingeschlossen und Hitler gab den Befehl. < Stalingrad halten um jeden Preis und kämpfen bis zum letzten Mann. > Die Kapitulation der 6. Armee unter der Führung von Paulus war am 31. Januar 1943. 100 000 Mann gingen in Gefangenschaft.

Verheerend waren in Deutschland auch die alliierten Bombenangriffe, seit Ende 1940 erfolgten, die erst nur die Industriezentren an Rhein und Ruhr und später (1942) auch die Städte Lübeck, Köln, Essen und Bremen betrafen. Ende 1942 wurde auch tagsüber bombardiert um die Moral der Deutschen zu brechen. Den schlimmsten Luftangriff flogen die Amerikaner am 24. Und 25. Juli 1943 als sie Hamburg in Brand setzten. Hierbei kamen rund 70 000 Menschen ums leben. Trotz dieser Verluste konnte Hitler mit seinem Propagandaminister Goebbels am 18. Februar 1943 diese Niederlagen beschlichtigen. Goebbels stachelte im Berliner Sportpalast sein Publikum an und seine Frage: < Wollt ihr den totalen Krieg > wurde mit hysterischen Beifallsstürmen bedacht.

Im Mai 1943 konnten alliierte Truppen auf Sizilien laden, am 25. Juli setzte der italienische König Mussolini ab und lies ihn verhaften. Hitler lies die italienischen Stellungen von deutschen Soldaten halten und befreite seinen Mitstreiter aus dem Gefängnis. Er setzte ihn zum Staatschef über die verbleibenden mittel- und norditalienischen Gebiete ein. Die Front konnte noch bis zum 4. Juli 1944 gehalten werden, dann zogen alliierte Truppen in Rom ein.

Generalfeldmarschall Rommel wollte Hitler davon überzeugen mit Stalin ein separaten Waffenstillstand zu vereinbaren, aber Hitler wies diesen Vorschlag zurück. Nicht einmal glaubte Hitler daran, das alliierte Truppen in Frankreich landen könnten weil er glaubte das die deutsche Armee sie noch zurückschlagen könnte. Das war ein Fehler, denn die Alliierten landeten am 6. Juli 1944 um 6.30 Uhr an einer schwach ausgebauten Stelle des Atlantikwalles auf der Halbinsel Cotentin, hier hatte sie niemand erwartet. Innerhalb von 6 Tagen gelang es ihnen 300 000 Mann und gewaltige Mengen von Kriegsmaterial zu landen. Die noch übrig gebliebenen deutschen Truppen wurden immer weiter ins innere von Frankreich zurückgedrängt. Am 25.August zog der französische Ministerpräsident de Gaulle in Paris ein.

Die Haltung der Deutschen wurde in dieser Zeit immer mehr gegen Hitler gerichtet. Viele der verbotenen Verbände und Organisationen wurden neu gegründet. Sie verteilten Flugblätter und riefen in geheimen Treffen zu Sabotageakten der Arbeiter in den Rüstungsbetriebe auf. Auch hörten sie verbotene Radiosender und standen mit Genossen im Exil in Verbindungen, so das sie mehr über die Lage der Soldaten wußte , als die Propaganda von Hitler bekannt gab. Viele dieser Gegner landeten in Konzentrationslager oder wurden auf der Stelle erschossen, unter ihnen waren auch die Studenten Sophie und Hans Scholl, Willi Graf, Christoph Probst, Alexander Schmorell sowie auch ihre Lehrer und Professor Kurt Huber.

Schon längere Zeit planten hohe Militärs, Diplomaten, Geistliche und ehemalige Gewerkschaftsführer ein Attentat gegen Hitler. Zu diesem Zweck trafen sie sich auf dem schlesischen Gut Kreisau beim Grafen Helmuth von Moltke. Nur einer dieser Herren bekam Hitler noch zu sehen, der sich nur noch selten in der Öffentlichkeit zeigte und sich im Führerhauptquartier der Wolfsschanze in Rastenburg verborgen hielt. Der Oberst Claus Graf Schenk von Stauffenberg wollte das Attentat auf Hitler ausführen, das war geplant durch eine Bombe. Das Attentat am 20. Juli 1944 ging schief und er und seine Mitverschwörer wurden standrechtlich erschossen. Weitere 180 bis 200 Menschen, die mit denen in Verbindung standen, wurden vor den Volksgerichthof gestellt, verurteilt und erhängt.

Die Lage der deutschen Soldaten an der Front wurden immer schlechter, es kam kein Nachschub an Lebens- mittel und Munition. Hitler plante trotzdem eine Gegenoffensive durch die Ardennen, dieses sollte die alliierten Truppen zurück schlagen die durch Belgien und Holland auf die Grenze von Deutschland vorrückten. Er brauchte aber dringend Soldaten für diesen Feldzug, hierfür wurden Sechzehnjährige zur Wehrmacht eingezogen Die Ardennenoffensive begann am 16. Dezember 1944 und kam für die Alliierten unverhofft, doch Anfang Januar war klar das die Offensive gescheitert war. Bei diesem Feldzug fielen 75 000 Deutsche, darunter 14 und 15 jährige Jungen und alte Männer, die die Nachhut bildeten.

Ende Januar 1945 enthüllte sich der ganze Wahnsinn der Ardennenoffensive, dadurch das Hitler an der Ostfront hierfür Soldaten abgezogen hatte fiel die Ostfront. 3 Millionen Rotarmisten überrannten Ostpreußen. Viele Menschen flohen zu Fuß über das zugefrorene Haff, mit Schiffen über die Ostsee oder waren in langen Trecks mit Pferd und Wagen unterwegs. Viele dieser Trecks wurden von Tieffliegern bombardiert, Minen rissen Schiffe in die Tiefe. Wie viele Menschen hierbei ums Leben kam wurde nie beziffert. Am 30. Januar überquerten die ersten russischen Einheiten die Oder.

Hitler war nach Berlin zurückgekehrt und hielt am selben Tage seine letzte Ansprache anläßlich seiner Macht- Ergreifung vor 12 Jahren. In dieser Ansprache rief er das deutsche Volk auf bis zum äußersten seine Pflicht zu tun. Im Bunker unter der Reichskanzlei, wo er sich nur noch aufhielt, umgeben von Goebbels, Bormann und einige Adjutanten sowie seiner langjährigen Geliebten Eva Braun verbrachte er seine letzten Monate die von Verzweifelung bestimmt waren. Er gab die Schuld, dem deutschen Volk, den Krieg verloren zu haben. Er gab Speer den Auftrag alle Industriebetriebe, Verkehrsanlagen und Nachrichtenverbindungen in Deutschland vor dem Feind zu zerstören. Speer lehnte dieses ab. Bis zum Tod blieb Hitler seinen Rassenwahn treu, nur dieses mal richtete er seinen Wahn gegen die Deutschen.

Deutschland, so wollten es Churchill, Roosevelt und Stalin am 12. Februar 1945 in Jalta, in Besatzungszonen aufgeteilt werden.

Englische und amerikanische Bomber bombardierten Dresden am 13. Und 14. Februar 1945, hier hatten sich in den Wochen zuvor Hunderttausende von Flüchtlingen aus den Osten gerettet. Die Stadt wurde fast bis auf die Grundmauern niedergebombt, mehr als 30 000 Menschen fanden den Tod und die schönste Stadt der Welt ging in Flammen auf.

Hitlers Hoffnung doch noch auf eine Wende im Krieg, war der Tod Roosvelt. Er hoffte dadurch würden sich die Russen und Amerikaner nicht über die Aufteilung Deutschlands einigen können.

Am 25. April 1945, nur 5 Tage nach einem Geburtstag war Berlin von den Russen umzingelt. Drei Tage später wurde Mussolini von italienischen Partisanen erschossen und kopfüber an einem Garagendach aufgehängt. Am gleichen Tag soll Himmler versucht haben mit den Westmächten Friedensgespräche zu führen. Dieses war für Hitler Verrat und sah keine Zukunft mehr. An diesem Tag man er Eva Braun zu einer Frau. Zu seinem Nachfolger bestimmte er Großadmiral Dönitz und Goebbels sollte Kanzler werden. Hitler tötete sich am 30. April mit einem Kopfschuß, seine Frau nahm Gift. Die Leichen der beiden wurden am Abend mit Benzin über- Gossen und verbrannt. So entzog er sich jeder Verantwortung und Verurteilung über < seinen Krieg >.

General Jodl unterzeichnete am 7. Mai 1945 die Gesamtkapitulation der deutschen Wehrmacht im Hauptquartier von General Eisenhower. Einen Tag später wurde es im russischen Hauptquartier wiederholt. Sie trat am 9. Mai in Kraft. Die Regierung Dönitz wurde am 23. Mai aufgelöst und ihre Mitglieder verhaftet. Die Alliierten übernahmen die Regierung über Deutschland was nur noch in Trümmer lag.

Literaturverzeichnis

Browsky, Peter: Adolf Hitler.

Winkler, Hans-Joachim: Legenden um Hitler. Fest, Joachim C.: Hitler.

Plenk, Anton (Hrsg.): Der Obersalzberg im 3.Reich. Miller, Alice: Am Anfang war Erziehung.

De Boor, Wolfgang: Hitler - Mensch Übermensch Untermensch.

12 von 12 Seiten

Details

Titel
Hitler, Adolf
Note
2
Autor
Jahr
2000
Seiten
12
Katalognummer
V104514
Dateigröße
376 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Hitler, Adolf
Arbeit zitieren
Michael Elskamp (Autor), 2000, Hitler, Adolf, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/104514

Kommentare

  • Gast am 28.4.2002

    adolf hitler.

    deine arbeit hat sich gelohnt sofern du es auch gemacht hast

  • Gast am 24.10.2008

    Adolf.....

    Dieses geschah, weil ein polnischer Jude versucht hatte den deutschen Gesandten in Paris zu erschießen und dabei einen Botschaftsangehörigen tötete.

    ??? Ist mir neu

    Ursache war erstens Ursachen
    Die Novemberpogrome 1938 steigerten den staatlichen Antisemitismus zur Existenzbedrohung für die Juden im ganzen Deutschen Reich. Entgegen der NS-Propaganda waren sie keine Reaktion des „spontanen Volkszorns” auf die Ermordung eines deutschen Diplomaten durch einen Juden. Sie sollten vielmehr die seit Frühjahr 1938 begonnene gesetzliche „Arisierung”, also die Zwangsenteignung jüdischen Besitzes und jüdischer Unternehmen planmäßig beschleunigen, mit der auch die deutsche Aufrüstung finanziert werden sollte. Der Zeitpunkt der Pogrome hing eng mit Hitlers Kriegskurs zusammen (siehe dazu: Wirtschaft im nationalsozialistischen Deutschland).
    und 2. nutzte 1938 die NS-Führung das Attentat als willkommenen Anlass für den Reichskristall nacht^^ dabei war der Pln. Jude nicht schuldig für den 8,9 November 1938. Die Deutschen hatten endlich einen grund die Jüdische rasse zu jagen.

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