Entwicklung eines Leitfadens zur Bewertung von Immobilen als Investitionsobjekt, angewendet an praktischen Beispielen


Forschungsarbeit, 2021

41 Seiten, Note: 2,0

Anonym


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung
1.1 Zieldefinition
1.2 Passives Einkommen durch Anlageimmobilien

2 Definition von Investition
2.1 Investitionsprozess
2.2 Investitionsarten
2.3 Aktives vs. Passives Einkommen

3 Investitionsobjekt: Immobilien
3.1 Beweggrunde in Immobilien zu investieren
3.2 Methoden der Investitionsrechnung fur Immobilien

4 Immobilienkennzahlen
4.1 Grundlagen der Immobilienkennzahlen
4.1.1 Kaufpreisfaktor
4.1.2 Quadratmeterpreis
4.1.3 Eigenkapitalrendite
4.1.4 Bruttoanfangsrendite
4.1.5 Nettoanfangsrendite
4.2 Ursachen und Entwicklung der Mietpreise in Deutschland
4.3 Die Corona Krise und der Anstieg der Immobilienpreise

5 Analyse der verschiedener Investitionsobjekte
5.1 Kaufpreisfaktoren derlnvestitionsobjekte
5.2 Bruttoanfangsrendite der Investitionsobjekte
5.3 Nettoanfangsrendite der Investitionsobjekte

6 Diskussion der Ergebnisse und Ausblick

Anhang

Abbildungsverzeichnis

Tabellenverzeichnis

Quellenverzeichnis

1 Einleitung

In der heutigen Zeit, wird es immer schwieriger Rendite mit seinem Kapital zu erwirt- schaften. Bei Minuszinsen und derdeutschen Angst1 vor Aktien, erscheint eine Immobi­lie als Kapitalanlage in der heutigen Zeit, besonders attraktiv. Es ist nicht nur inflations- sicher, sondern kann einen guten Grundstein fur die Rente legen. Heute ist es wichtiger, denn je sich mit seiner eigenen finanziellen Intelligenz, Alternativen zum aktive Arbeits- einkommen, passive Alternativlosungen zu schaffen.

,,Denn eins ist sicher: die Rente."2 Dieses Credo vom Arbeitsminister Norbert Blum, dass er sich 1986 im Wahlkampf plakatieren lieft, gilt heute nicht mehr.

Dafur ist „Betongold“3 gefragter denn je. Wahrenddessen das schnelle Geld und der Ver­lust des Kapitals in Aktien, den Menschen den Schlaf raubt, bleibt eines in den Kopfen Hinweg gleich. Die Uberzeugung in „Betongold.“

Denn die Deutschen wunschen sich ein Eigenheim, bedenkt man hinsichtlich des Booms der Nachkriegszeit bis Ende der 1970er Jahre wuchsen Immobilien stetig in ihrem intrin- sischen Wert. Somit betrachten wir in dieser Forschungsprojektarbeit statt des selbstge- nutzten Eigenheims, hingegen die Immobilie als reines Investitionsobjekt. Somit sind es die Mieter, die durch Ihre Nutzung und Zahlung der Immobilie, dem privaten Vermieter einen Ertrag bringen.

1.1 Zieldefinition

In dieser Forschungsprojektarbeit wird ein Leitfaden entwickelt der zur Bewertung von Immobilien als Investitionsobjekt dient. In diesem Zusammenhang wird das Thema an- hand reeller praktischer Fallbeispiele aus dem Markt analysiert und bewertet. Der Leit­faden dient dazu, dass verschiedene Immobilien als Investitionsobjekte zu bewerten und zu analysieren.

Die hier vorliegende Forschungsprojektarbeit setzt sich aus mehreren Teilabschnitten, wie folgt zusammen:

Zuerst wird der Fokus darauf gesetzt im ersten Kapitel, wie Investitionsobjekte generell definiert werden. Darauf welche Rolle Immobilien hier einnehmen, denn erst mit der Nut- zung von Immobilien werden Einnahmen generiert und sind als Investitionsobjekte pra- destiniert.

Im dritten Kapitel wird Bezug genommen, welche Beweggrunde vorhanden sein mussen, urn in Immobilien zu investieren. Das vierte Kapitel richtet sich konkret daran, was ein Investitionsobjekt ausmacht und welche Immobilienkennzahlen wichtig sind, urn prak- tisch an die Sache heranzugehen. Die Immobilienkennzahlen geben den Leitfaden an, damit man auch als Laie effektiv, eine Immobilie, als lohnenswert betrachten kann oder nicht.

Das funfte Kapitel erstreckt sich aus der Analyse, anhand reeller Beispiele aus dem Markt, hier werden 5 Kapitalanlagen analysiert, bewertet und gegenubergestellt. Anhand dessen wird ein Leitfaden zur Bewertung von Immobilen als Investitionsobjekt vorge- stellt. Hierbei wird primar der Standort Koln herangezogen und analysiert. Mit praktisch angewendeten Wissen wird fur den Monat Mai 2021 reelle Beispiele aus dem Markt mit diesem Leitfaden bewertet und untersucht.

Hier werden die 5 vorgestellten Investitionsobjekte theoretisch untersucht und mit Inves- titionsrechnungen belegt. Abschlieftend werden in der Quintessenz die Ergebnisse dis- kutiert und die Frage geklart, ob man als Laie sich relativ schnell einen Uberblick machen kann, Immobilien als Investitionsobjekte, anhand diesen Leitfadens bewerten zu konnen. Fur diese Forschungsprojektarbeit wird der Markt fur private Investitionen analysiert, ge- werbliche Investitionsobjekte werden hier nicht betrachtet und sind auch nicht Gegen- stand der Forschungsprojektarbeit.

1.2 Passives Einkommen durch Anlageimmobilien

Zur einfachen Erkenntnis kommt man, was als passives Einkommen definiert wird, wenn man den Gegenpool dazu betrachtet, dem aktiven Einkommen. Als aktives Einkommen bezeichnet man den typischen Angestellten, der aktiv Zeit gegen Geld tauscht, in Form eines Stundenlohns, respektive Monatslohn. Er muss sich aktiv, durch berufliche Aktivi- taten ein Gehalt erwirtschaften, hingegen beim passiven Einkommen die Abhangigkeit zwischen Arbeit und Einkommen getrennt ist.

Hierbei dienen als Anlageimmobilien4 als praktischer entkoppelter Ersatz, da das Ein­kommen unabhangig von der geleisteten Kraft als Beschaftigter einhergeht. Anlageim­mobilien erzielen hinsichtlich durch die Nutzung des Mieters, passiven Einkommens- strom. Denn eine vermietete Immobilie (Eigentumswohnung, Reihenhaus, etc.) erwirt- schaftet monatliche Mieteinnahmen, die unabhangig von eigener Arbeitskraft sind. Ob man krank ist, oder im Urlaub bzw. nicht vor Ort, der Geldstrom lauft weiter. Zunachst muss aber eine rentable Eigentumswohnung bzw. Haus erstmal gekauft und an den passenden Mieter vermietet werden.

Furs passive Einkommen muss, aber anfangs relativ viel Arbeit reingesteckt werden. Doch im Laufe der Zeit wird die Arbeit immer geringer, bis Sie sich nur noch aufs monat­liche einmalige einloggen im Online-Banking reduziert urn den Geldeingang zu checken. Wichtige anzumerken hierbei ist, das passives Einkommen, niemals garantiert werden kann und im Faile eines Wegfalls gehandelt werden muss. Ratsam ist hierbei mehrere Einkommensstrome aufzubauen, durch Beispielsweise mehrere Eigentumswohnungen oder Mehrfamilienhauser, somit sinkt das Risiko im Faile nicht genugender personlicher Liquiditat, oderaufteren Einflusse wie (Reparaturen, Sonderumlagen, Mieter zahlt nicht etc.) abgesichert zu sein.

Das Prinzip einer Anlageimmobilie, als passive Einkommensart ist relativ simpel, bei sehrguter Bonitat und dem Einsatz hohen Fremdkapitals, generiert man beim Immobili- eneigentum, Einnahmen aus Vermietung und Verpachtung. Die wiederum die anfallen- den betriebswirtschaftlichen Kosten, inklusive Kredites ubersteigen und Cashflow pro- duzieren, die abermals die Grundlage fur neue Anlageimmobilien bilden.

2 Definition von Investition

Investition wird im wirtschaftlichen Kontext definiert, dass finanzielle Mittel, langfristig in materiellen bzw. in immateriellen Vermogensgegenstanden gebunden sind. Das Ziel dient der Erwirtschaftung von Ertragen5. Materielle Investitionen werden auch als Real- respektive Sachinvestition bezeichnet, dazu zahlen Maschinen, Fahrzeuge, Immobilien etc. zu den Immateriellen Vermogensgegenstanden werden (Patente, Software, etc.) gezahlt. Investitionen sind Charakteristisch gepragt durch hohes Volumina an Kapital, dass langfristig gebunden ist.

2.1 Investitionsprozess

Der Investitionsprozess ist im Groben und Ganzen in 4 einzelne Phasen6 unterteilt. Zum einen folgt zuerst die Planungs- und Entscheidungsphase (Investitionsplanung, Investi- tionsentscheidung. Hier wird theoretisch angenommen, welche Immobilie in Betracht kommt. Hierfur ist der Faktor der Bewertung maftgeblich. Dies geschieht anhand der Investitionsplanung.

In der strategischen Investitionsplanung konnen zum Beispiel Checklisten zur Hand ge- nommen werden. Anhand bestimmter Parameter wird der Wert der Immobilie mit Hilfe der Investitionsrechnung festgelegt. In den nachsten Kapiteln wird explizit auf die prak- tische Vorgehensweise der Investitionsrechnung eingegangen.

Die zweite Phase im Investitionsprozess ist die Realisations- und Steuerungsphase der Investitionsdurchfuhrung. In dieser Phase erfolgen die praktische Durchfuhrung, hier wird der Kauf der Immobilie (Mehrfamilienhaus Oder Eigentumswohnung in die Gange geleitet. Dritte Phase ist die Kontrollphase (Investitionskontrolle), hier wird anhand oko- nomischer Aspekte, die Rentabilitat respektive Wirtschaftlichkeit uberpruft. Abschlie- ftend ist die vierte Phase, auch Nach Besserungsphase genannt, durchzufuhren. Dies kann auch mehrerer Jahre in Anspruch nehmen; Stichpunkt: Modernisierung, Instand- haltung, Mieterhohung. Hier kann eine gute Immobilie, die Beispielsweise beim Kauf Cashflow negativ ist, uber gesetzliche Parameter (Mieterhohung) Cashflow positiv wer­den.

2.2 Investitionsarten

Per Definition gibt es drei7 Investitionsarten: Die lassen sich wiederum in mehrere Un- terkategorien durchgliedern. Investitionen lassen sich nach drei unterschiedlichen Inves- titionsobjekten unterscheiden. Zum einen in Immaterielle Investitionen: Beispiele sind hierbei Patente. Bei Finanzinvestitionen wird bei Beteiligungen, Wertpapieren und Aktien unterschieden. Sachinvestition (Realinvestition) geht man von Lagerbestanden, Immo­bilien, technischen Anlagen und Maschinen aus.

Da in dieser Forschungsprojektarbeit ein Leitfaden zur Bewertung von Immobilen als Investitionsobjekt, angewendet an praktischen Beispielen, entwickelt wird. Bezieht sich hierbei das Investitionsobjekt in die Kategorie Sachinvestition.

Fur ebendiese Forschungsprojektarbeit wird der Markt nur fur private Investitionen un- tersucht, nichtfurgewerbliche Investitionen. Die haufigsten Formen von Finanzinvestiti­onen im privaten Bereich sind Aktien, Anleihen Oder Immobilien.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 1: Mind-Map Unterscheidung der Investitionsobjekte (Eigene Darstellung)

2.3 Aktives vs. Passives Einkommen

Hier stellen wir den aktiven versus den passiven Einkommen gegenuber. Aktives Ein­kommen unterscheidet sich dem aktiven in seinem Zeitwert. Das Angestelltenverhaltnis eignet sich als deutlichen Vergleich. Hier tauscht man seine Arbeitszeit und erhalt dafur einen Gegenwert im Form von Geld. Beim passiven Einkommen wird jedoch die eigene Zeit unabhangig vom Einkommen. Das ubliche Ziel ist hierbei mehrere Einkommens- strome aufzubauen, damit die personliche Arbeitszeit nicht mehr investiert werden soil. Anhand von Immobilien betrachten wir dabei die Vorteile versus die Nachteile, von akti­ven bzw. passiven Einkommen. Aktives Einkommen hat einige Vorteile, man braucht hierbei kein Startkapital, sondern die direkte Einstellung beim Arbeitgeber, lasst direkt monatlich das Gehalt flieften. Der Nachteil man ist mit seinem Arbeitgeber in direkter 100 % Abhangigkeit. Der Einkommensstrom ergibt sich hierbei nur aus dem Gehalt ge- gebenenfalls noch mit einmaligen Sonderzahlungen. Hierfur spricht, aber die soziale Ab- sicherung bei Krankheit oder Urlaub. Hingegen beim passiven Einkommen die Hurde des Startkapitals fur die erste Immobilie in Form von Eigenkapital erstmal selbst proaktiv erarbeitetet werden muss. Dafur spricht, dass man sich multiple Einkommensstrome auf- bauen kann und somit unabhangiger von nur einem Mieter respektive Arbeitgeber wird. 1st die Barriere des ersten Startkapitals erst einmal uberwunden, partizipiert man trotz des aufgenommenen Fremdkapitals zu 100 % an den Mieteinnahmen.

Tabelle 1: Aktives Einkommen versus passives Einkommen

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

3 Investitionsobjekt: Immobilien

Da Immobilien zu den Sachinvestitionen gehoren gibt es hierbei zwei Moglichkeiten eine Investition zu tatigen. Dies kann in zwei Arten geschehen, einmal die indirekte Variante, diese Form wird entweder in Immobilienfonds Oder Aktien genutzt. Oder die direkte Va­riante, dass eine Investition in Gebaude Oder Grundstucke erfolgt. Somit erwirbt der pri­vate Vermieter die Moglichkeit direkt fur Eigennutzung oder Fremdnutzung das Investi­tionsobjekt zu nutzen. Hier beschaftigen wir uns auf den Kernfokus der Fremdnutzung, der durch die wird eine Immobilie zu einem Investitionsobjekt.

Das Wort Immobilie stammt aus dem lateinischen „im-mobilis“ und wird als nicht beweg- liches Sachgut deklariert, ergo ein Grundstuck oder Bauwerk, dass seinen Zustand nicht andern kann.

Diesbezuglich stellt sich unweigerlich die Frage auf, warum ist es ratsam in Immobilien investieren die man von ihrem Standort, weder abtransportieren noch in der Geldborse, geschweige, denn im Online-Depot aufbewahren kann. Trotz steigender Digitalisierung und steigendem Aktienmarkt, wird dennoch auf „Betongold“ gesetzt. Die Antwort gestal- tet sich relativ einfach, Aktien konnen Tages und Zeitgenau, anhand ihres Wertes ge- messen und gehandelt werden. Bei Immobilien hin dies, kann man den aktuellen Kurs auf den Centgenau nicht berechnen, ob eine Immobilie 50 oder 100 Euro im Tages Kurs schwankt, wie eine Aktie ist nicht sofort ersichtlich. Dafur ist eine Immobilie an einem attraktiven Standort und guten Mietern mit ausreichender Bonitat, eine sichere Einkom- mensquelle. Beim schlechtem Standort und unzuverlassigem Mieter, aber auch einem Risiko ausgesetzt.

Die Niedrigzinsphase hat nach einer 10-Jahres-Rallye einen historischen Tiefstwert er- reicht. Zurzeit ist der Europaische Zentralbank Leitzins8 bei 0 Prozent und wenn Banken Geld bei der Europaischen Zentralbank parken mussen sie hinweg -0,5 Prozent Zinsen draufzahlen.

Hier sind Zinsen fur Baukredite besonders niedrig und fur private Investoren ein Segen. Den der deutsche Otto Normalverbraucher muss sich unweigerlich Investment Alterna- tiven suchen.

Denn das Sparbuch hat mittlerweile ausgedient, in den 1970 Jahren bei historischen 4,4 Prozent Zinsen9 liegt der aktuelle Kurs bei 0,01 Prozent Zinsen.

Zur Veranschaulichung hatte man inflationsbereinigt umgerechnet 1000 Euro 1975 aufs Sparbuch bei 4,4 Prozent Zinsen angelegt, waren es 16,10 Jahre spater 2000 Euro. Quasi eine Verdoppelung. Bei denselben Parametereinstellungen mit 0,01 Prozent Zin­sen im Jahre 2021 sind es nach 6931,82 Jahren10, ergo nach einergefuhlten Unendlich- keit bei 2000 Euro. Hier wird auf plastische Art und Weise die Power des Zinseszinses dargestellt.

Weitere Vorteile, die fur eine Immobilie als Investitionsobjekt interessant gestalten sind, dass Immobilien an die Inflation und an den Lebenshaltungskostenindex gekoppelt sind. Bei Transferleistungsbezieher*innen hingegen gilt der ortliche Mietspiegel, die soge- nannten Mietobergrenztabellen, die sich uber die Zeit hinweg nach oben anpassen. Schutzt auch die untere Bevolkerungsgruppe vor steigender Inflation.

Der nachste wichtige Aspekt beim Investitionsobjekt Immobilie hat der Eigentumer hier die wolle Kontrolle uber seiner Kapitalanlage, anstatt bei Aktien. Bei Aktien muss man einen gewissen Prozentanteil der Namensrechte besitzen urn, Einfluss auf die Firmen- politik zu gestalten.

Bei einer Immobilie ist, er aber der Eigentumer, der sich uber die Art der Nutzung, der Miethohe und derKlientelauswahl, Gedanken macht. Derwomoglich interessanteste As­pekt ist aber das nach 10 Jahren Vermietung, die Immobilie komplett steuerfrei verkauft werden kann und beim Wertzuwachs und der geleisteten Tilgung ein ordentliches Plus darstellen wird. Selbst wenn die Immobilie an Wert verloren hat rein hypothetisch nach 10 Jahren, muss der Eigentumer a nicht verkaufen b hat der Mieter die Kosten bei einem Cashflow positiven Objekt: fur Miete, Hausgeld, Instandhaltung, Steuern, Hohe des Bau- kredites selbst geleistet.

Bei Aktien die nach 2009 im Depot sind, muss man beim Verkauf und laufender Dividen- denausschuttung Abgeltungssteuer zuzuglich Solidaritatszuschlag und moglicherweise Kirchensteuer bezahlen. Deutsche Anleger bezahlen zwischen 26,38 Prozent und 27,99 Prozent Steuern11. Hier wird, aber noch bei Aktiengewinnen und Dividenden bei Singles 801 Euro Steuerfreibetrag respektive 1602 fur Verheiratete gewahrt. Weiter konnen die laufenden Zinsen diefurden Immobilienkredit, steuerlich abgesetztwerden.

Hier gilt fur eine Immobilie die bis zum 31.12.1924 gebaut worden ist konnen 40 Jahre lang, jedes Jahr 2,5 Prozent von den Anschaffungs- bzw. Herstellkosten abgesetzt wer- den. Immobilien die nach 1924 errichtet sind, konnen fur 50 Jahre lang, 2 Prozent von der Steuer abgesetzt werden. Hier sind einige Vorteile und Nachteile einer Immobilie als Investitionsobjekt:

Tabelle 2: Vorteile und Nachteile einer Immobilie als Investitionsobjekt

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Zu den weiteren Steuervorteilen gehoren noch Anschaffungskosten gehoren auch Kauf- nebenkosten, wie Grunderwerbsteuer, Notar und Maklerkosten. Immobilien eignen sich nicht nur durch all diese entscheidenden Vorteile. Investitionsobjekte werden erst inte- ressant, wenn sie regelmaftig vom Endverbraucher „konsumiert“ werden.

Hier ist die Bedurfnispyramide nach Maslow der Grundstein der als Idee fungiert. Die abgeanderte Version von Fabienne Zeder zeigt, dass Wohnraum zu den Grundbedurf- nissen des menschlichen Daseins gehort. Wohnraum wird taglich „konsumiert“, denn in der modernen zivilen Gesellschaft braucht jeder Mensch eine Wohnung bzw. ein Haus. Da das Produkt Wohnraum dauerhaft „konsumiert“ wird entstehen hierbei regelmaftige Einnahmen.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

In der untersten Spalte gehoren zu den Grundbedurfnissen Essen, Schlaf, etc. Hierbei handelt es sich um Defizitbedurfnisse, die taglich befriedigt werden mussen. Bei Wohn- raum waren es das Bedurfnis nach Warme, Licht, Ruhe, Erholung und Ruckzug. Daruber kommt das Sicherheitsbedurfnis, dazu gehoren Wohnen, Arbeiten und Einkommen. In Betrachtung auf die Wohnimmobilie ist das Sicherheitsbedurfnis nach Schutz, Vertraut- heit und Privatheit.

In der Wohnpsychologie tangiert das Wohnen die meisten Ebenen der Bedurfnisse nach Maslow. Die eigenen vier Wande, selbst wenn diese angemietet sind fur uns tagtagliches Leben die oberste Pramisse der Grundbedurfnisse. Auf den taglichen Cotfee-2-go kann 12 https://www.raumwerk.lu/wohnpsychologie-der-weg-zur-wohnzufriedenheit/ mehrmalig verzichtet werden, auf einen Schlafplatz der zu den elementarsten Dingen gehort hingegen nicht.

Abschlieftend ist die momentane Knappheit an Wohnimmobilien, die Inflationssicherheit und das standige Bedurfnis Wohnraum zu „konsumieren“, eine exzellente Sicherheit ge- genuber der Bank als Glaubiger. Die ermoglicht uberhaupt einen Kredit bei der Bank sich zu gewahren und durch die hohe Fremdkapitalquote den Leverage-Effekt maximal auszunutzen.

Mit dem Leverage-Effekt12 wird die Hebelwirkung der Eigenkapitalquote durch das Fremdkapital beschrieben. Je hoherdas Investitionsobjekt mit Fremdkapital beleihtwird, desto hoher ist die Eigenkapitalrendite, grob gesagt bleibt fur die nachste Anlageimmo- bilie genugend Eigenkapital als liquides Mittel vorhanden. Je hoher der Grad der Ver- schuldung ist, desto hoher ist auch die Eigenkapitalrendite. Durch den Hebei des Fremd- kapitals, desto mehr Gewinn wird gemacht. Dadurch kann quasi das Geld fur einen selbst arbeiten, da man die Zinsen wiederum abschreiben kann.

Voraussetzung muss herrschen das man genugend Bonitat vorweisen kann und min- destens, wenn nicht noch besser unter dem Marktwert eingekauft hat. Ein hoherer Ver- schuldungsgrad bedeutet auch, dass man gegebenenfalls Probleme bekommen kann weitere Kreditaufnahmeoperationen durchzufuhren. Zusatzlich gehen hohere Zinsen bei hoherer Verschuldung einher. Zusatzlich muss die Investitionsrendite uber dem des Fremdkapitalzinses liegen.

Immobilien (Eigentumswohnungen und Mehrfamilienhauser) als Investitionsobjekt kon- nen vereinfacht, wie eine Firma dargestellt werden. Firmenfinanzierungen laufen im Grunde genauso ab.

Sieht man in einer Firma zum Beispiel: Verbesserungspotential, in Form von besseren Marketingmethoden, oder der Verbesserung des Produktes. Kann man dadurch den Umsatz erhohen. Mit diesem Ansatz der Bewertung nimmt man alle Bilanzen und Bu- chungslisten mit zu einer Bank und leiht sich fur den Kauf einer Firma Geld. Als Sicher­heit werden die Firmenanteile, Betriebsvermogen etc. hinterlegt. Die Bank genehmigt das Darlehn und durch die Ruckfuhrung der Zinsen und derTilgung durch den Gewinn der Firma, bezahlt sich die Firma quasi uber die Jahre von selbst.

[...]


1 https://www.manager-magazin.de/finanzen/artikel/geldanlage-die-angst-der-deutschen-vor-a- tien-a-1304508.html

2 https://www.focus.de/politik/deutschland/tid-9169/polit-luegen_aid_264257.html

3 https://hausinvest.de/ratgeber/betongold/

4 https://www.jeder-kann-immobilien.de/passives-einkommen-vs-vermoegensaufbau/

5 https://wirtschaftslexikon.gabler.de/definition/investition-39454

6 http://www.wirtschaftslexikon24.eom/d/investitionsprozess/investitionsprozess.htm

7 https://welt-der-bwl.de/lnvestitionsarten https://www.bundesbank.de/de/statistiken/geld-und-kapitalmaerkte/zinssaetze-und-rendi- ten/ezb-zinssaetze-607806

9 https://de.statista.com/statistik/daten/studie/202295/umfrage/entwicklung-des-zinssatzes-fuer- spareinlagen-in-deutschland/

8 https://de.statista.com/statistik/daten/studie/202295/umfrage/entwicklung-des-zinssatzes-fuer- spareinlagen-in-deutschland/

10 https://www.zinsen-berechnen.de/zinsrechner.php

11 https://www.vlh.de/kaufen-investieren/geldanlage/aktiengewinne-versteuern-so-gehts.html

12 https://welt-der-bwl.de/Leverage-Effekt

Ende der Leseprobe aus 41 Seiten

Details

Titel
Entwicklung eines Leitfadens zur Bewertung von Immobilen als Investitionsobjekt, angewendet an praktischen Beispielen
Hochschule
Rheinische Fachhochschule Köln
Veranstaltung
Bachelorprojekt
Note
2,0
Jahr
2021
Seiten
41
Katalognummer
V1045170
ISBN (eBook)
9783346470072
ISBN (Buch)
9783346470089
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Bachelor Projekt, Forschungsprojektarbeit.pdf, Entwicklung eines Leitfadens zur Bewertung von Immobilen als Investitionsobjekt, angewendet an praktischen Beispielen, Investitionsobjekte, Immobilien Bewertung, BWL, Wirtschaftsingenieurwesen, Ingenieurwesen, Immobilen als Investitionsobjekt, Immobilienmanagement
Arbeit zitieren
Anonym, 2021, Entwicklung eines Leitfadens zur Bewertung von Immobilen als Investitionsobjekt, angewendet an praktischen Beispielen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1045170

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