Aids & Geschlechtskrankheiten


Referat / Aufsatz (Schule), 1998

9 Seiten


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Sorin Marti

Geschlechtskrankheiten und Aids

Ich gliedere meinen Vortrag in zwei Teile.

Im ersten, kürzeren Teil, möchte ich euch über Geschlechtskrankheiten allgemein erzählen, im zweiten Teil berichte ich speziell über Aids.

Geschlechtskrankheiten

Geschlechtskrankheiten, sind auch unter dem Begriff venerische Leiden bekannt. In der Wissenschaft hat sich dafür der Begriff ,,STD" eingebürgert, das ist Englisch und heißt soviel wie ,,sexually transmitted disease", also sexuell übertragene Krankheit. Außer bei Aids sind bei diesen Geschlechtskrankheiten vor allem die Haut und die Schleimhäute der Geschlechtsorgane befallen.

Geschlechtskrankheiten, die durch Bakterien ausgelöst werden

Gonorrhoe

Gonorrhoe, auch Tripper genannt, ist eine sehr häufige Krankheit. Ihr Erreger ist das Bakterium Neisseria gonorrhoeae. Wenn das Bakterium in den Körper gelangt, dauert es 1- 3 Tage, bis die Krankheit ausbricht. Die Symptome sind relativ deutlich. Beim Mann kann Gonnorhoe brennen beim Wasserlassen und eitrige Ausflüsse beim Glied verursachen. Die Frauen spüren oft länger dauernde Unterbauchschmerzen und einen Ausfluss aus der Scheide. Diese Ausflüsse können je nach Sexualpraktik auch im Mund - Rachen - Raum oder im Darm vorkommen. Ärztliche Behandlung mit Penicillin sollte möglichst rasch erfolgen. Eine Partnerbehandlung ist wichtig, da meistens beide Partner angesteckt sind. Bei zu spätem Behandeln kann bei Gonorrhoe Unfruchtbarkeit für beide Geschlechter die Folge sein.

Syphilis

Syphilis wird oft auch Lues oder harter Schanker genannt. Die Krankheit ist seit dem Anstieg in den 70er Jahren, also zur Zeit, als man die freie Liebe predigte, wieder Rückläufig. Der Erreger, das Bakterium Treponema pallidum wird ca. Drei Wochen nach dem Körpereintritt aktiv. Erste Anzeichen für die Krankheit sind harte Schmerzlose Geschwüre. Diese Phase der Krankheit ist das Primärstadium. Das Sekundärstadium, dass ab der 9. Woche beginnt, äussert sich in diversen Hauterscheinungen, also Hautauschläge und ähnliches. Auch geschwollene Lymphknoten sind häufig. Das Letzte, das Teritärstadium tritt nach ca. 5 Jahren ein und bringt aufbrechende Geschwüre, Lähmungen, Krämpfe und schließlich den geistigen Verfall. Die Behandlung mit Penicillin ist erfolgreich, wenn man vor dem Teritärstadium beginnt. Auch hier ist eine Partnerbehandlung wichtig.

Ulcus molle

Ulcus molle, im Volksmund der weiche Schanker, ist in den Industrieländern mittlerweile selten. Der weiche

Schanker wird vom Haemophilus ducreyi - Bakterium hervorgerufen. Die Inkubationszeit beträgt hier 1 - 3 Tage.

Die Anzeichen für diese Krankheit sind schmerzhafte, eitrige Geschwüre, vor allem an Penis und Schamlippen. Eine rasche Behandlung mit Antibiotika und Sulfonamide führt zu Heilung.

Geschlechtskrankheiten, die durch Viren ausgelöst werden

Hepatitis

Es gibt zwei Arten von Hepatitis, Hepatitis A und Hepatitis B. Hepatitis A kann auf verschiedenen

Ansteckungswegen, Epidemien von Leberentzündung verursacht. Das Virus B kann nur mit menschlichen

Blutbestandteilen übertragen werden. Das Virus A ist in normalen Zeiten nur selten anzutreffen. Bei Kriegen, zum Beispiel in Gefangenenlagern ist das Virus recht häufig und rasch verbreitet. Unhygienische Lebensweise trägt zur Übertragung bei. Hepatitis B kann sexuell übertragen werden. Bei häufig wechselnden Partnern oder one - night stands ist eine Hepatitis B - Impfung von Vorteil. Auch für Hepatitis A ist eine Impfung vorhanden, die allerdings nur für Reisen in die Dritt Welt Länder, Katastrophengebiete oder ähnliches sinnvoll ist.

Herpes Genitalis

Herpes Genitalis ist ein Virus, dass sich in kleinen Bläschen äussert, die aufspringen, jucken, brennen und eine klare Flüssigkeit freisetzen. Die Bläschen sind bei Frauen oft nicht zu sehen, weil sie innerhalb der Scheide sitzen. Die Bläschen sind sehr kleine unblutige Wunden. Mit einer Myrrhentinktur oder einem Medikament können die Schmerzen gelindert werden. Die Krankheit selbst ist jedoch unheilbar und kann unter Umständen zu Gebärmutterhalskrebs beitragen.

Kondylome

Kondylome sind Feigwarzen. Dies sind spitze, oft hahnenkammartige Hautwucherungen, die schmerzlos sind. Die Heilung kan durch Medikamente oder chirurgische Entfernung erfolgen. Feigwarzen können zu Gebärmutterhalskrebs beitragen.

Geschlechtskrankheiten, die durch Pilze ausgelöst werden

Candida - Infektion

Die Candidose wie die Krankheit auch genannt wird, wird durch einen Pilz namens Candida albicans hervorgerufen. Diese Krankheit ist weit häufiger als zum Beispiel Gonorrhoe und kann als häufigste Geschlechtskrankheit bezeichnet werden. Die Angabe der Inkubationszeit ist völlig sinnlos, da der Verlauf unauffällig ist und deshalb der Ausbruchszeitpunkt der Krankheit nicht festgestellt werden kann. Die verursachenden Hefepilze sind praktisch überall vorhanden und können bei Störung des physiologischen Gleichgewichts zu Krankheits- Erscheinungen führen. Sie können dann sexuell übertragen werden. Bei Frauen äußert sich die Krankheit durch Rötungen und weiße Belege im Scheidenbereich. Auch Juckreize Vulva und Ausflüsse aus der Scheide sind Folgen der Krankheit. Beim Mann äußert sich Candidose durch Juckreiz im Harnleiter und Brennen beim Urinieren. Ist man erst einmal angesteckt, kehrt die Candida - Infektion leicht zurück.. Zu Behandeln ist die Infektion mit Antibiotika. Auch hier wird Partnerbehandlung empfohlen.

Geschlechtskrankheiten, die durch Einzeller ausgelöst werden

Trichomonaden - Infektion

Trichomoniasis kommt sehr häufig vor. Nur Candidose ist häufiger. Die Trichomonaden - Infektion wird durch einen tierischen Einzeller namens Trichomonas urogenitalis hervorgerufen. Die Inkubationszeit ist nicht genau festzustellen, deshalb ist eine Angabe unmöglich. Die Symptome sind ähnlich wie bei Candidose. Die Krankheit befällt Blase und Scheide. Ausfluss bei der Frau und Brennen beim Wasserlassen beim Mann sind häufig. Es kann jedoch auch zu einer Symptomlosen Ansteckung kommen, deshalb wird die Krankheit rasch übertragen. Auch die Übertragung durch feuchte Textilien trägt zu einer raschen Verbreitung bei. Eine Therapie mit Antibiotika bringt die Heilung. Und wer hätte das gedacht, auch hier ist Partnerbehandlung sinnvoll.

Geschlechtskrankheiten, die durch Parasiten ausgelöst werden

Filzläuse

Filzläuse sind nicht allzu häufig und auch nicht gefährlich. Filzläuse halten sich in den Haaren auf und dringen nicht in den Körper ein. Das einzige Symptom ist ein Juckreiz, oft im Bereich der Schamhaare. Die Läuse und ihre Eier sind bei genauerem hinsehen sichtbar. Insektizide, also Spezialmedikamente, oft in der Form von Shampoos töten die Läuse ab. Die Behandlung der nahen Umgebung, also Familienmitglieder, Partner oder Haustiere ist wichtig, da die Läuse relativ leicht von Haar zu Haar gelangen können.

Aids

Ich möchte euch hier über Aids und den HI - Virus erzählen. Es ist wichtig, dass ihr wisst, was Aids ist, wie es übertragen werden kann und welche Folgen es haben kann, denn die Ansteckung mit dem HI - Virus bedeutet Aids und die Folgen von Aids bedeuten Tod. Noch immer gibt es nur ein herauszögern, aber keine vollständige Heilung der Krankheit.

Doch was heißt HIV , was heißt Aids? Neben diesen Fragen werden wir auch noch Themen wie Virologie, Risikoverhalten, Recht und Gesetz usw. behandeln.

Kapitel 1 Aids kurz und bündig

Als im Jahre 1981 in den USA die ersten Aids - Fälle auftraten, stand man vor einem Rätsel. Weder der Erreger war bekannt, noch wusste man etwas über die Übertragungswege. Heute ist man ein gutes Stück weiter und kann den Tod von Infizierten mit Therapien Jahrelang hinauszögern. Da die Übertragungswege bekannt sind, kann man sich gegen eine Ansteckung schützen. Neben ungeschütztem Geschlechtsverkehr und dem intravenösen Drogenkonsum gilt die Mutter - Kind - Übertragung als Ansteckungsrisiko. Das vermeintliche Risiko einer Bluttransfusion, ist gleich null. Ob jemand das Virus in sich trägt kann nur mit einem Test festgestellt werden. Bei diesem Test wird nicht das Virus, sondern die vom Immunsystem hergestellten Antikörper nachgewiesen. Denn Ohne Antikörper kein Virus. Man spricht deshalb vom HIV - Antikörpertest. Ist das Ergebnis eines solchen Tests positiv, trägt die Person das Virus in sich. Wichtig ist, dass ihr wisst: HIV - positive Menschen zeigen keine äußerlichen Symptome und bilden keine Gefahr für ihre Umwelt!

Kapitel 2 Epidemiologie

Epidemiologie ist die Lehre von der Verteilung der Krankheiten, physiologischen Variabeln und sozialen Krankheitsfolgen in menschlichen Bevölkerungsgruppen..

Zwischen Ende 1985 und Ende 1990 hat sich die Zahl der Aidskranken Personen in der Schweiz von 96 auf insgesamt 1614 erhöt. Die meisten haben sich mit dem HIV infiziert, als hier noch kaum jemand von der Existenz dieser Krankheit wusste. Diese Tafel liesse sich noch weiter führen, dann sähen die Zahlen für 1997 so aus:

BE : 58 BS : 42 GE : 58 VD : 51 ZH : 155

Diese Zahlen zeigen, dass die Infizierungen deutlich zurückgehen. Seit der Aidsprävention, geht man bewusster mit dem Problem um.

Weltweit schätzt die WHO, die Weltgesundheitsorganistation, die Zahl der Aidskranken folgendermaßen ein:

Aus Statistiken Grafik geht hervor, dass vor allem Afrika als Entwicklungskontinent am meisten Probleme hat sich gegen das Virus zu schützen. Die Zahlen von Amerika, werden hauptsächlich durch Südamerika in die Höhe getrieben. Übrigen wären die Zahlen der Grafik zu korrigieren. Für 1998 lauten die Zahlen folgendermaßen. In Amerika sind es zwei Millionen, in Europa und Asien 500'000 und in Afrika gar 6 Millionen Leute die Aids haben. Über Ozeanien sind keine aktuellen Zahlen bekannt.

Interessant zu zeigen sind auch die Personenkreise, die sich anstecken.

Am meisten betroffen sind Homosexuelle Männer, die Geschlechtsverkehr betreiben. Auch intravenös injizierende Drogenbenützer haben ein hohes Ansteckungsrisiko. In der Hitliste der Aidskranken befinden sich auch Heterosexuelle Menschen, die ungeschützten Geschlechtsverkehr haben. Ein Ansteckungsrisiko, dass seit ca. 12 Jahren veraltet ist, ist die Bluttransfusion. Dank den Tests, welchen sich Spender unterziehen müssen, ist das Risiko einer Ansteckung durch Bluttransfusion gleich Null. Die Ansteckung der HIV positiven schwangeren Frau auf ihr Kind ist möglich.

Die Statistik zeigt , dass Heterosexuelle sich momentan eher anstecken als Homosexuelle. Homosexuelle Ansteckungen sind rückläufig. Die Ansteckungsrate bei Drogeninjizierenden Personen ist ungewiss.

Kapitel 3 Virologie

Im Kapitel Virologie erzähle ich euch, was das HI - Virus ist und wie es sich verhält.

Was bedeutet Aids? Aids ist ein Krankheitsbild, an dem das HIV maßgeblich beteiligt ist. Wichtig ist : Man stirbt nicht an Aids, sondern an Krankheiten die das Immunsystem nicht mehr bekämpfen kann. Man kann also an einer einfachen Grippe sterben, wenn das Immunsystem so geschwächt ist, dass es die Viren nicht abwehren kann.

Diese Krankheit wird, wie gesagt durch das HIV erregt.

Hier sehen wir ein solches Virus. Es ist nur ca. Ein zehntausendstel Millimeter groß. Es kann, wie alle Viren, nur innerhalb von lebenden Körperzellen überleben und sich vermehren. Deshalb stirbt das HI - Virus außerhalb des Körpers sehr schnell ab. Das Virus gehört zur Gruppe der Retroviren. Dieser Name bezieht sich auf seine Eigenschaft, seine Erbinformation in weiße Blutkörperchen einzuschleusen und sie dort an die Erbinformation der Zelle anzukoppeln. Das heißt : Das HI - Virus dringt in eine Zelle und legt seine Erbinformation zu der der Zelle.

Damit die Virus - Erbinformation von der Zelle ,,gelesen" werden kann muss sie vom Viruseigenen Enzym

,,Reverse Transciriptase", das Kopier - Enzym I, umgeschrieben werden. Nun da sich das Virus festgesetzt hat, wird es sich vermehren.

Die HIV - Erbinformation kann lange scheinbar ruhig im Zellkern verweilen. Irgendwann aber wird die Wirtzelle veranlasst unter Einwirkung einer weiteren diesmal zelleigenen Substanz die virale Erbinformation ,,zurückzuübersetzen" , zu vermehren sowie aufgrund von deren Angaben die verschiedenen Virusbestandteile herzustellen. Diese werden an der Zellmembran zu Partikeln zusammengesetzt die die Zelle durch Sprossung verlassen. Diese Viruspartikel können nun weitere Wirtszellen angehen und der Vorgang wiederholt sich.

Auf diesem Dia ist, stark vergrößert, eine T - Helferzelle abgebildet, in der sich das HIV festsetzt. Die blauen Punkte sind Viruspartikel.

Bei infizierten Menschen finden wir das Virus im Blut, im Sperma, in der Scheidenflüssigkeit, sowie der Muttermilch. Alle diese Flüssigkeiten enthalten weiße Blutkörperchen, in denen wiederum das Virus verborgen sein kann.

Kapitel 4 Risikoverhalten

Um euch vor Aids zu schützen müsst ihr folgendes wissen:

Ihr könnt euch durch ungeschützten Geschlechtsverkehr oder durch gebrauchte Spritzen anstecken. Schwangere Frauen können das Virus auf ihr Kind übertragen. Andere Übertragungswege sind nicht bekannt. Beim Geschlechtsverkehr kann das Virus folgendermaßen übertragen werden...

Ein Ansteckungsrisiko besteht immer beim Kontakt des Spermas oder der Scheidenflüssigkeit mit den Schleimhäuten. Schleimhäute befinden sich in der Scheide, dem Enddarm und dem Mund. Es besteht also neben dem vaginalen Verkehr auch ein Ansteckungsrisiko beim Oral - und Analverkehr. Doch wie schützt man sich konkret, wenn man keine totale Enthaltsamkeit üben möchte ? Es gibt auf diese Frage nur eine sichere Antwort. Präservative. Pariser sind bis heute der einzig sichere Schutz gegen Aids. Dabei ist zu beachten, dass bei jedem Geschlechtsakt ein neues Präservativ benützt wird. Es sollten nur Qualitativ hochwertige Kondome benützt werden.

Das ,,ok" Gütesiegel garantiert die optimale Qualität von Präservativen. Kondome sind die einzigen Verhütungsmittel, die vor Aids schützen. Deshalb gilt:

Beim Geschlechtsverkehr schützen Präservative. Die Pille schützt nicht vor Aids.

Es besteht kein Ansteckungsrisiko bei :

> Händeschütteln, Umarmungen, Küsse, Körperkontakte

> gemeinsames Benutzen von Toiletten, Geschirr oder Wäsche > Küsse

> Schmusen, streicheln usw.

> Petting, solange Samen - oder Scheidenflüssigkeit nicht auf die Schleimhäute gelangen > Operationen

> Bluttransfusionen > Insektenstichen

Kapitel 5 Recht und Gesetz

Aidskranke haben gewisse Rechte, damit sie von der Gesellschaft nicht verstoßen werden können. Bei der Stellensuche ist der Arbeitnehmer nicht verpflichtet, dem Arbeitgeber ein positives Testresultat mitzuteilen. Stellt der Arbeitgeber diese widerrechtliche Frage, so kann im Notfall auch gelogen werden. Der Arbeitgeber hat bei Wissen von der Krankheit diese Tatsache geheim zu halten und den Arbeitnehmer zu schützen. Da Aids als unverschuldete Krankheit anzusehen ist, hat der Arbeitnehmer bei einem krankheitsbedingten Ausfall Anrecht auf eine Lohnfortzahlung. Jede Kündigung wegen einer HIV - Infektion ist rechtsmissbräuchlich. Im Einzelfall muss unter Umständen das Gericht entscheiden. Eine Krankenkasse darf die Aufnahme nicht aufgrund einer HIV - Infektion verweigern. Aidskranke haben Anspruch auf eine IV - Rente, wenn sie mehr als ein Jahr nicht mehr Arbeitsfähig sind.

Für Kinder gilt: HIV - positive und Aidskranke Kinder bilden im täglichen Umgang mit Schulkameraden kein Risiko, deshalb sind auch Lehrer, Kindergärtner oder andere Betreuer nicht zwingend zu informieren, wenn ein Kind infiziert ist.

Die Infektion kann abgestritten werden, wenn das dem Kranken sinnvoll erscheint. Diese Lüge ist Legal und hat keine weiteren gesetzlichen Konsequenzen.

Kapitel 6 Moral, Ethik und Solidarität

Moral und Ethik sind zwei sehr abstrakte Begriffe, die zudem laufend größeren und kleineren Veränderungen unterworfen sind. Sie sind aber auf ein grosses Ziel ausgerichtet Recht und Schutz der menschlichen Würde.

Folgende Grundsätze wurden vom Bundesamt für Gesundheitswesen aufgestellt, um HIV - positive Menschen zu schützen:

> Themen wie Treue, Drogenkonsum oder Homosexualität sollen nicht mit der Drohung Aids angegangen werden.

> Bei Aids gibt es keine Schuldigen und Unschuldigen.

> Toleranz allein genügt nicht - wir müssen sie akzeptieren lernen. Wir dürfen Betroffene nicht als Kranke und sterbende bedauern, sondern wir müssen sie bereits als gesund Mitmenschen akzeptieren.

Zur Solidarität. Solidarität heißt Zusammengehörigkeitsgefühl. Es ist falsch HIV - positive Menschen auszugrenzen, zu diskriminieren oder abzulehnen.

Wenn man über Aids informiert ist, ist es relativ einfach, einer Ansteckung aus dem Weg zu gehen, wenn man nur die Regeln zum Schutz einhält.

Aids bedeutet:

A = Acquired

I = immuno

D = deficiency

S = Syndrome

Deutsch: Erworbenes Immunsystemschwächen Syndrom Folie 1

HIV bedeutet: H = Human

I = Immunodeficiency

V = Virus

Deutsch: Menschlicher Immunsystemschwächen Virus

Aids allgemein

Im Jahre 1981 traten in den USA die ersten Aids - Fälle auf. Man kannte damals weder Ansteckungsweg noch Erreger. Die am häufigsten angesteckten Gruppen sind homosexuelle und drogen-abhängige Menschen. Heute kennt man den Erreger und weiß, wie man sich schützen kann. HIV - infizierten Menschen sieht man die Krankheit nicht, sie zeigen keine äußeren Symptome.

Es ist auch eine Ansteckung von schwangeren Frauen auf ihr Kind möglich.

Wie schütze ich mich ?

Wenn ein Paar nicht sicher ist ob sie mit dem HIV infiziert sind (z. Bsp. Durch einen HIV-AK-Test) und nicht absolute Treue üben, dann sind Kondome der einzig effiziente Schutz gegen Aids. Dabei wäre zu beachten, dass nicht alle Präservative gut sind. In der Schweiz bürgt das ,,ok" Gütesiegel für einwandfreie Qualität.

Wie stecke ich mich an ?

Bei jeglichem Kontakt von Sperma und Scheidenflüssigkeit mit den Schleimhäuten also:

- beim ungeschützten Geschlechtsverkehr
- beim Oralverkehr (Mundverkehr)
- beim Analverkehr (Darmverkehr)

Bei Gebrauch von gebrauchten Spritzen, also:

- bei intravenösem Drogeninjizieren

Wo besteht kein Ansteckungsrisiko ?

Es besteht kein Ansteckungsrisiko bei:

- Händeschütteln, Umarmungen, Küsse, Körperkontakte
- gemeinsames benutzen von Toiletten, Geschirr oder Wäsche
- Schmusen, streicheln
- Petting
- Operationen
- Bluttransfusionen
- Insektenstichen

Virologie: Wie verhält sich das HI - Virus ?

Das HI- Virus verhält sich, erst einmal in den Körper eingedrungen, folgendermaßen:

Es koppelt sich an ein weisses Blutkörperchen und ,,übergibt" seine Erbinformation der Wirtzelle, nachdem die Information für die Zelle ,,leserlich" gemacht wurde. Irgendwann stellt dann die Zelle die Virusbestandteile her, so wie es die Erbsubstanz verlangt. Diese neuen Viren verlassen die Wirtzelle durch Sprossung, der Vorgang wird in neuen Zellen wiederholt.

Noch Fragen ?

Wende dich doch einfach an die Aidshilfe beider Basel und oder besorg dir Broschüren des Bundesamtes für Gesundheit. (Erhältlich bei der Aidshilfe, telefonisch unter 031/ 318'32'70 oder brieflich bei: Aids Info Docu Schweiz, Postfach 5064, 3001 Bern.

© by Sorin Marti 1999

Tabelle der Geschlechtskrankheiten

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Details

Titel
Aids & Geschlechtskrankheiten
Autor
Jahr
1998
Seiten
9
Katalognummer
V104533
Dateigröße
465 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Aids, Geschlechtskrankheiten
Arbeit zitieren
Sorin Marti (Autor), 1998, Aids & Geschlechtskrankheiten, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/104533

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