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Ehebruchromane. "Effi Briest" und "Unsühnbar" im Vergleich

Title: Ehebruchromane. "Effi Briest" und "Unsühnbar" im Vergleich

Seminar Paper , 2020 , 21 Pages , Grade: 1

Autor:in: Michaela Köpf (Author)

German Studies - Comparative Literature
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In der folgenden Proseminararbeit soll auf die Thematik des Ehebruchs im 19. Jahrhundert näher eingegangen werden. Speziell soll dabei die Aufarbeitung des Ehebruchs in literarischen Werken fokussiert werden. Beispielhaft werden dafür die Werke "Unsühnbar", welches im Jahre 1890 von Marie von Ebner-Eschenbach veröffentlicht wurde, und "Effi Briest", 1894 von Theodor Fontane verfasst, herangezogen.

Die Entstehung einer Liebesgeschichte oder dessen Verfall boten schon immer einen bemerkenswerten Schreibanlass. Zu der Zeit gegen Ende des 19. Jahrhunderts jedoch traten vermehrt Werke auf, welche sich speziell mit dem Verfall von Ehen aufgrund von Ehebrüchen der Ehegattinnen auseinandersetzten. Dieses erhöhte Aufkommen der Behandlung dieses Themas in Romanen soll in der folgenden Seminararbeit genauer analysiert werden, indem zwei dieser Werke herangezogen und miteinander verglichen werden sollen.

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Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Ehebruch im 19. Jahrhundert – Historischer Kontext

3. Effi Briest und Unsühnbar im Vergleich

3.1. Literarische Mittel

3.2. Folgen des Ehebruchs in den Romanen

4. Feministische Sicht auf Ehebruch?

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Darstellung von Ehebruch in literarischen Werken des 19. Jahrhunderts und analysiert, inwieweit das Geschlecht der jeweiligen Autorin oder des Autors die erzählerische Herangehensweise und die Konsequenzen für die Protagonistinnen beeinflusst. Im Zentrum steht der Vergleich zwischen Theodor Fontanes „Effi Briest“ und Marie von Ebner-Eschenbachs „Unsühnbar“.

  • Historischer Kontext der Ehe im 18. und 19. Jahrhundert
  • Vergleich der literarischen Darstellung von Ehebruch
  • Einfluss des Geschlechts der Autorin/des Autors auf das Narrativ
  • Gesellschaftskritik und feministische Perspektiven in der Literatur
  • Konsequenzen und Folgen des Ehebruchs für die weiblichen Protagonistinnen

Auszug aus dem Buch

3.1. Literarische Mittel

Der Ehebruch von Effi Briest wurde literarisch nicht besonders hervorgehoben. Die Aufmerksamkeit der Leserinnen und Leser wurde eigentlich erst durch die Reaktion von Innstetten auf die vermeintlichen Briefe auf den Ehebruch aufmerksam gemacht. (Vgl. EB, S. 259f.) Der Ehebruch von Effi findet nur implizit und erst im Nachhinein Erwähnung. 15 Zunächst werden Anspielungen auf eine plötzliche gewisse Abneigung von Effi gegenüber dem Major Crampas aufgedeckt. Beispielsweise kommen Effi und Geert bei einer Reise im Sommer an einer Ortschaft namens Crampas vorbei. „Crampas“, wiederholte sie mit Anstrengung. „Ich habe den Namen als Ortsnamen nie gehört... Und sonst nichts in der Nähe?“ (EB, S. 235f) lautete der Wortlaut von Effi in einem Gespräch mit einem Einheimischen. Später verschwieg sie den Ortsnamen ihrem Ehegatten und wollte weiterreisen. Einige Szenen später führt Effi ein Selbstgespräch, indem sie offen preisgibt: „Und habe die Schuld auf meiner Seele. [...] Ja, da hab ich sie. Aber lastet sie auch auf meiner Seele? Nein. Und das ist es, warum ich vor mir selbst erschrecke. Was da lastet, das ist etwas ganz anderes – Angst, Todesangst und die ewige Furcht: es kommt doch am Ende noch an den Tag. Und dann außer der Angst... Scham [...] von wegen dem ewigen Lug und Trug.“ (EB, S. 245) Sie erinnerte sich an einem Tag im Garten, als Crampas an sie herantrat, und „es“ anfing. (Vgl. EB, S. 245) Jedoch wurde nie genau erwähnt was „es“ und „Effis Schuld“ genau war. Erst als Baron von Innstetten die Briefe fand, welche von Crampas geschrieben und an seine Frau adressiert waren und von dieser gut versteckt aufbewahrt wurden, wird die Schuld aufgedeckt. (Vgl. EB, 295f.)

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in das Thema des Ehebruchs in Romanen des ausgehenden 19. Jahrhunderts ein und stellt die vergleichende Analyse von Fontanes „Effi Briest“ und Ebner-Eschenbachs „Unsühnbar“ vor.

2. Ehebruch im 19. Jahrhundert – Historischer Kontext: Das Kapitel beleuchtet die historische Ehekonzeption als ökonomischen Zweckverband und analysiert, wie sich gesellschaftliche Normen sowie strafrechtliche Aspekte im Umgang mit Ehebruch darstellten.

3. Effi Briest und Unsühnbar im Vergleich: Hier werden die Romane direkt gegenübergestellt, wobei Gemeinsamkeiten und Unterschiede in der Charakterkonstellation, den Motiven der Protagonistinnen und dem Handlungsverlauf aufgezeigt werden.

3.1. Literarische Mittel: Es wird analysiert, mit welchen literarischen Techniken – etwa Andeutungen oder explizitere Schilderungen – die Autoren das Thema des Ehebruchs in ihren jeweiligen Werken behandeln.

3.2. Folgen des Ehebruchs in den Romanen: Dieses Kapitel vergleicht die Konsequenzen für die Protagonistinnen sowie die Rolle der jeweiligen Verführer und die sozialen Auswirkungen ihres Vergehens.

4. Feministische Sicht auf Ehebruch?: Die Analyse befasst sich mit der Frage, wie Ebner-Eschenbach als weibliche Autorin das Thema Ehebruch kritisch und aus einer feministischen Perspektive bearbeitet, insbesondere im Kontrast zu den Ansichten männlicher Zeitgenossen.

5. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse der Untersuchung zusammen und bestätigt die Hypothesen über die geschlechtsspezifischen Unterschiede in der Darstellung sowie die diskrete literarische Gestaltung des Ehebruchs.

Schlüsselwörter

Ehebruch, 19. Jahrhundert, Effi Briest, Unsühnbar, Theodor Fontane, Marie von Ebner-Eschenbach, Neigungsehe, Literaturvergleich, Geschlechterrollen, Feminismus, Ehe, Gesellschaftskritik, Moral, Untreue, Literaturanalyse.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Seminararbeit befasst sich mit dem Thema des Ehebruchs in literarischen Werken gegen Ende des 19. Jahrhunderts anhand der Romane „Effi Briest“ und „Unsühnbar“.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die zentralen Themen sind das historische Verständnis der Ehe, die gesellschaftliche Stellung der Frau, die literarische Darstellung von Untreue und der Einfluss des Geschlechts der Autorschaft auf die Erzählweise.

Was ist die primäre Forschungsfrage?

Die Arbeit untersucht, wie das Vergehen des Ehebruchs in Romanen des 19. Jahrhunderts dargestellt wurde und inwiefern sich diese Darstellung durch das Geschlecht der Autorin oder des Autors unterscheidet.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin verwendet eine vergleichende Literaturanalyse, kombiniert mit der Betrachtung historischer Kontexte und geschlechtsspezifischer Perspektiven auf die Texte.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden der historische Hintergrund des Ehebruchs, ein detaillierter Vergleich der beiden Romane, die literarischen Mittel der Darstellung sowie die Folgen für die Charaktere analysiert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Schlagworte sind Ehebruch, Neigungsehe, Geschlechterrollen, gesellschaftlicher Kontext des 19. Jahrhunderts und der Vergleich zwischen weiblicher und männlicher Autorenperspektive.

Welche Rolle spielt der Vater von Maria Wolfsberg in der Analyse?

Er dient als Beispiel für die Doppelmoral der Zeit, da er als Mann selbst Ehebruch begeht, ohne soziale Konsequenzen zu fürchten, während er seine Tochter Maria für ihr identisches Vergehen verurteilt.

Wie unterscheiden sich die Konsequenzen für die Ehebrecherinnen in den beiden Romanen?

Beide Frauen erleiden durch ihren Ehebruch soziale Ächtung, Armut und Einsamkeit, wobei das Werk von Ebner-Eschenbach besonders die fehlende Freiheit von Frauen innerhalb aristokratischer Strukturen betont.

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Details

Title
Ehebruchromane. "Effi Briest" und "Unsühnbar" im Vergleich
College
University of Innsbruck
Grade
1
Author
Michaela Köpf (Author)
Publication Year
2020
Pages
21
Catalog Number
V1045579
ISBN (eBook)
9783346480729
ISBN (Book)
9783346480736
Language
German
Tags
Ehebruch 19. Jahrhundert Effi Briest Theodor Fontane Unsühnbar Marie von Ebner-Eschenbach feministische Sichtweise
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Michaela Köpf (Author), 2020, Ehebruchromane. "Effi Briest" und "Unsühnbar" im Vergleich, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1045579
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