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Familie im Märchen

Title: Familie im Märchen

Term Paper (Advanced seminar) , 2002 , 20 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Tanja Barstat (Author)

German Studies - Modern German Literature
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Die Volksmärchen der Brüder Grimm sind Teil unserer europäischen Kultur und gehören für viele Eltern heute noch zum traditionellen Bestandteil der Erziehung.
Nahezu alle Kinder kennen Märchen vom Vorlesen oder Erzählen, von Kassetten bzw. CDs oder aus dem Fernsehen, bevor sie in die Schule kommen. Diese Tatsache bildet eine gute Basis, um die Rolle der Personen innerhalb einer Märchenfamilie bzw. das Thema "Familie heute" anhand dieser zu erarbeiten. Das Thema "Familie" erscheint heute aktueller denn je, da in der Lebenswirklichkeit der Kinder immer neue Familienformen auftreten (alleinerziehende Elternteile, Patchworkfamilien usw.).

Zwei Fragen bilden den zentralen Ausgangspunkt dieser Arbeit:

· Wie wird die Familie in den Märchen der Brüder Grimm präsentiert?
· Wie können Lehrer Primarstufenschüler auf die Rollen der einzelnen Familienmitglieder aufmerksam machen?

Es sollen zunächst die Kriterien erläutert werden, die für die Auswahl der Literatur (Märchen) sprechen, dem wird die Begründung folgen, weshalb gerade Märchen der Brüder Grimm gewählt wurden. Im Anschluss daran wird die Rollenverteilung in Märchen analysiert, um dann Anregungen zu geben, wie man diese mit Kindern im Unterricht der Primarstufe (etwa zum Ende des 2. Schuljahres) erarbeiten könnte. Diese Unterrichtsanregungen erfolgen unter vorheriger Berücksichtigung der Richtlinien und des Lehrplans. Die vorgestellten Arbeitsmaterialien ermöglichen einen fächerübergreifenden Unterricht in Werkstattform und sollen die sozialen Kompetenzen der Schüler fördern.

Ziel dieser Arbeit ist es, die Darstellung der Familie in den Märchen der Brüder Grimm zu analysieren und beispielhaft in einem Unterrichtsmodell Möglichkeiten für die Erarbeitung in der Schule vorzustellen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Kriterien für die Auswahl der Literatur

3. Die Rollenverteilung in „märchenhaften“ Familien

3.1 Die Väter

3.2 Die Mütter

3.3 Die Söhne

3.4 Die Töchter

4. Erarbeitung der Rollenverteilung in „Märchenfamilien“ im Unterricht

4.1 Richtlinien und Lehrplanbezug

4.2 Mögliche Arbeitsmaterialien und ihre Lehrziele

4.2.1 Vorbemerkung

4.2.2 Groblehrziel

4.2.3 Lernangebote

5. Resümee

Zielsetzung und Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Darstellung von Familienstrukturen und Rollenverteilungen in den Volksmärchen der Brüder Grimm. Ziel ist es, diese Analyse als Grundlage für ein Unterrichtsmodell in der Primarstufe zu nutzen, um Schülern durch handlungs- und produktionsorientierte Methoden ein tieferes Verständnis für Familienkonstellationen und soziales Verhalten zu vermitteln.

  • Analyse der Rollen von Vätern, Müttern, Söhnen und Töchtern in ausgewählten Märchen
  • Verbindung von Märcheninhalten mit der Lebenswirklichkeit von Kindern
  • Entwicklung didaktischer Konzepte für den Deutschunterricht der Grundschule
  • Förderung sozialer Kompetenzen durch kreative Lernangebote in der Märchenwerkstatt

Auszug aus dem Buch

3.1 Die Väter

Betrachtet man die vier ausgewählten Märchen, so stellt man fest, dass der Vater unterschiedlich dargestellt wird. In „Hänsel und Gretel“ ist er ein armer Holzhacker, in „Aschenputtel“ und „Die zwölf Brüder“ ist er ein reicher Mann bzw. König. In „Schneewittchen“ wird der Vater nicht erwähnt; der Gegenpart zur eifersüchtigen Mutter wird durch den Jäger, der Schneewittchen in den Wald führen und töten soll, verkörpert. Die Einkommensverhältnisse der Väter prägen deren Rolle in der Familie entscheidend mit:

So ist der arme Holzhacker nur eine Marionette seiner Frau und handelt nach ihren Befehlen. Seine eigene Meinung, die nicht mit der seiner Frau übereinstimmt, zählt nicht und verhindert auch nicht das Schicksal seiner Kinder. Der Vater wird von der Mutter (obwohl diese wohl kaum ein eigenes Einkommen hat) als Versager dargestellt, der es noch nicht einmal schafft, seine Familie ausreichend zu ernähren. Sein Versagen wird als Auslöser für die Trennung der Kinder von den Eltern angesehen. Obwohl seine Gefühle gegen ein Aussetzen der Kinder sprechen, kann er sich seiner Frau nicht widersetzen, da sie in ihm den Verantwortlichen sieht. ZITZLSPERGER stellt fest, dass der Vater in den ersten Lebensjahren der Kinder „schwach und kraftlos“ ist. Erst nach der Rückkehr der Kinder wird er als „Gewinner“ dargestellt: er freut sich über die Rückkehr seiner Kinder und seine Frau, die der Initiator für das Aussetzen dieser war, ist gestorben.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung erläutert die Relevanz der Grimms Märchen für Kinder und definiert die Forschungsfragen zur Darstellung der Familie sowie deren didaktische Nutzbarkeit im Grundschulunterricht.

2. Kriterien für die Auswahl der Literatur: Dieses Kapitel begründet die Eignung der Märchen für Primarstufenschüler basierend auf entwicklungspsychologischen Aspekten und ihrem erzieherischen Wert.

3. Die Rollenverteilung in „märchenhaften“ Familien: Hier erfolgt eine detaillierte literaturanalytische Untersuchung der Rollenbilder von Vätern, Müttern, Söhnen und Töchtern anhand von vier beispielhaften Märchen.

4. Erarbeitung der Rollenverteilung in „Märchenfamilien“ im Unterricht: Dieser Teil widmet sich der praktischen Umsetzung und Vorstellung konkreter Arbeitsmaterialien für eine Märchenwerkstatt im Rahmen der Lehrplanvorgaben.

5. Resümee: Das Resümee fasst die Ergebnisse der Arbeit zusammen und bestätigt die Eignung von Märchentexten zur Förderung der Analysefähigkeit von Kindern.

Schlüsselwörter

Volksmärchen, Brüder Grimm, Familienstrukturen, Rollenverteilung, Primarstufe, Literaturdidaktik, Märchenwerkstatt, Handlungsorientierter Unterricht, Sozialkompetenz, Erziehung, Familienbilder, Grundschule, Identitätsentwicklung, Textanalyse

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert, wie das Thema Familie in ausgewählten Volksmärchen der Brüder Grimm dargestellt wird und wie dieses Thema im Deutschunterricht der Grundschule behandelt werden kann.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die zentralen Felder sind die Analyse der Familienrollen (Vater, Mutter, Kinder) in Märchen sowie die didaktische Aufbereitung dieser Inhalte für die Primarstufe.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, Lehrkräften Hintergrundwissen über Familienkonstellationen in Märchen zu liefern und ein Unterrichtsmodell vorzustellen, das soziale Kompetenzen fördert.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin kombiniert eine literaturwissenschaftliche Analyse von Märchentexten mit pädagogisch-didaktischen Ansätzen zur handlungs- und produktionsorientierten Unterrichtsgestaltung.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden zunächst die Rollen von Eltern und Kindern in vier konkreten Märchen analysiert und anschließend verschiedene Werkstattaufgaben für den Unterricht entwickelt.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Märchenanalyse, Familienrollen, Grundschuldidaktik und handlungsorientiertes Lernen charakterisiert.

Warum wurden gerade diese vier Märchen ausgewählt?

Sie wurden gewählt, da sie sehr bekannt sind und die Rollenverteilung innerhalb der Familienmitglieder besonders deutlich und differenziert darstellen.

Welche Rolle spielt die „Märchenwerkstatt“ für den Unterricht?

Die Märchenwerkstatt ermöglicht einen offenen, handlungs- und produktionsorientierten Unterricht, in dem Schüler selbstständig arbeiten und soziale Kompetenzen wie Hilfsbereitschaft und Kompromissfähigkeit entwickeln können.

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Details

Title
Familie im Märchen
College
University of Duisburg-Essen  (Fachbereich Germanistik)
Course
Familienszenen - Mißratene KInder in der Literatur
Grade
1,0
Author
Tanja Barstat (Author)
Publication Year
2002
Pages
20
Catalog Number
V10464
ISBN (eBook)
9783638168793
Language
German
Tags
Familie Märchen der Brüder Grimm
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Tanja Barstat (Author), 2002, Familie im Märchen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/10464
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