Lohn und Gehaltsabrechnung


Skript, 2001

6 Seiten, Note: 1


Leseprobe

Lohn- uns Gehaltsabrechnung

Die Rechtsgrundlagen für die Entlohnung der Arbeit sind

- Lohn- und Gehaltstarifvertrag
- Betriebsvereinbarung
- Einzelarbeitsvertrag

Für die Lohnabrechnung gilt i. d. R. folgendes Schema:

Grundlohn (Zeitlohn, Akkordlohn)

+ Zuschläge (z.B. Überstunden, Nachtarbeit)

+ Prämien

+ Zulagen (Schmutz, Lärm, Gefahr)

+ vermögenswirksame Leistung des Arbeitgebers

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Bruttolohn

- Lohnsteuer (lt. Lohnsteuertabelle)

- Solidaritätszuschlag (5,5% der Lohnsteuer)

- Kirchensteuer (8 bzw. 9% der Lohnsteuer)

- Sozialversicherungsbeiträge (RV, AV, PV, KV)

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Nettolohn

- evtl. Vorschuss

- (gesamte) vermögenswirksame Leistungen

- sonstige Abzüge (z.B. Bausparverträge, Pfändungen)

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

auszuzahlender Lohn

Bei der Ermittlung des Nettolohns sind zu beachten:

- Anwendung der Lohnsteuertabelle entsprechend der auf der Lohnsteuerkarte eingetragenen Steuerklasse
- Berücksichtigung der auf der Lohnsteuerkarte eingetragenen Steuerfreibeträge
- Beachtung der Versicherungspflichtgrenzen für die Berechnung der Sozialversicherungsbei- träge
- Abführen der einbehaltenen Abzüge an die entsprechenden Institutionen

Lohnnebenkosten (Personalnebenkosten) sind Aufwendungen, die zusätzlich zu den Lohnkosten (Personalkosten) in Zusammenhang mit einem Arbeitsverhältnis entste hen.

Man unterscheidet:

- gesetzliche Lohnnebenkosten, wie z. B. Beiträge des Arbeitgebers zur gesetzlichen Sozialversi- cherung, gesetzliche Lohnfortzahlung (im Krankheitsfall), Lohnkosten während der Zeit des Mut- terschutzes, bezahlte Feier- und Ausfalltage;

- tarifliche und zusätzliche Lohnnebenkosten, wie z. B. Beiträge zur Vermögensbildung der Arbeitnehmer, Betriebspensionen, Gratifikationen (z. B. Weihnachtsgratifikationen).

Buchungen

1 Löhne und Gehälter

Beispiel 1:

Ein Arbeitnehmer erhält einen Gehaltsvorschuss in Höhe von 400,00 DM bar.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Beispiel 2:

Ein Arbeitnehmer erhält ein Bruttogehalt von 3000,00 DM. Lohn- und Kirchensteuer betragen 560,00 DM, der Solidaritätszuschlag beträgt 28,26 DM, der Arbeitnehmeranteil zur Sozialversiche- rung beträgt 510,00 DM. Vorschuss in Höhe von 400,00 DM ist zu verrechnen. Der Arbeitgeberan- teil zur Sozialversicherung beträgt 510,00 DM. Die noch abzuführenden Abgaben werden über- wiesen.

Buchungssätze:

Gehaltsbuchung

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Arbeitgeberanteil

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Begleichung der Verbindlichkeiten:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Merke:

- Der Personalaufwand wird erfasst in den Kontengruppen 62 Löhne, 63 Gehälter und 64 Sozia- le Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung; innerhalb dieser Kon- tengruppen ist auf den entsprechenden Unterkonten zu buchen.
- Nettobezüge (auszuzahlende Gehälter bzw. Löhne) werden berechnet, indem vom steuer- sozialversicherungspflichtigen Bruttolohn Abzüge abgezogen werden.
- Lohnnebenkosten stellen zusätzliche Lohnkosten dar.
- Die vom Arbeitgeber einbehaltene Lohn- und Kirchensteuer sowie der Solidaritätszuschlag (5,5 % der Lohnsteuer) werden auf 4830 Sonstige Verbindlichkeiten gegenüber Finanzbehörden erfasst; der einbehaltene Arbeitnehmeranteil zur Sozialversicherung wird auf 4840 Verbindlichkei- ten gegenüber Sozialversicherungsträgern erfasst. Der Arbeitgeberanteil zur Sozialversicherung wird als Aufwand entweder auf 6400 (Lohnbereich) oder auf 6410 (Gehaltsbereich) erfasst; als Verbindlichkeit wird er auf 4840 gegengebucht. Die Konten 4830 und 4840 können zusammenge- fasst werden und werden dann als noch abzuführende Abgaben bezeichnet.
- Die noch abzuführenden Abgaben sind bis zum 10. des folgenden Monats an die entspreche n- den Institutionen abzuführen.
- Sind die noch abzuführenden Abgaben am Bilanzstichtag noch nicht überwiesen, müssen sie in der Bilanz passiviert werden (z. B. 4830 Verbindlichkeiten gegenüber Finanzbehörden an 8010 SBK).
- Vorschüsse an Arbeitnehmer werden bei der Gewährung auf dem Konto 2650 Forderungen an Mitarbeiter (im Soll) erfasst; sie werden mit der nächsten Lohn- oder Gehaltszahlung verrechnet.
- Beiträge zur Unfallversicherung (trägt der Arbeitgeber allein) werden auf dem Konto 6420 Bei- träge zur Berufsgenossenschaft (im Soll) erfasst.

2 Vermögenswirksame Leistungen

Beispiel 1:

Arbeitgeber übernimmt vermögenswirksame Leistungen

Ein Arbeitnehmer erhält ein Bruttogehalt von 3000,00 DM. Der Arbeitgeber übernimmt die gesam- te vermögenswirksame Leistung von 78,00 DM. Die Abzüge betragen: Lohn- und Kirchensteuer 570,00 DM, Solidaritätszuschlag 28,76 DM, Arbeitnehmeranteil zur Sozialversicherung 520,00 DM, vermögenswirksame Leistung 78,00 DM. Das Nettogehalt wird überwiesen. Der Arbeitgeber- anteil zur Sozialversicherung beträgt 520,00 DM.

Buchungssätze:

Gehaltsbuchung

6300 Gehälter 3000,00

6320 Sonstige tarifliche oder vertragliche Aufwendungen 78,00

an 2800 Bank 1881,24

an 4830 Sonstige Verbindlichkeiten g. Finanzbehörden 598,76 an 4840 Verbindlichkeiten g. Sozialversicherungsträgern 520,00 an 4860 Verbindlichkeiten a. vermögenswirks. Leistungen 78,00

Arbeitgeberanteil

6410 Arbeitgeberanteil zur Sozialversicherung 520,00

an 4840 Verbindlichkeiten g. Sozialversicherungsträgern 520,00

[...]

Ende der Leseprobe aus 6 Seiten

Details

Titel
Lohn und Gehaltsabrechnung
Note
1
Autor
Jahr
2001
Seiten
6
Katalognummer
V104825
ISBN (eBook)
9783640031306
Dateigröße
335 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Lohn, Gehaltsabrechnung
Arbeit zitieren
Martin Künnemann (Autor), 2001, Lohn und Gehaltsabrechnung, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/104825

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