Der Absolutismus in Europa


Referat / Aufsatz (Schule), 2000
2 Seiten, Note: 1

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Der Absolutismus in Europa

Definition: Regierungsform, in der ein Monarch die uneingeschränkte und ungeteilte Herrschaftsgewalt besitzt. Er regiert von den Gesetzen losgelöst und muß sich keinem Menschen, sondern nur Gott gegenüber rechtfertigen. Er sieht seine Macht als gottgegeben und fordert unbedingten Gehorsam von allen Untertanen. Der Begriff bezeichnet die Epoche vom 16.-18. Jh., als der Absolutismus in Europa vorherrschte. Als Vorbild galt der französische König Ludwig der 14. Um die Macht zu zentralisieren unterwarf er den politisch selbstständigen Adel und brach das Steuerbewilligungsrecht der Stände. Zu Stützen seiner Macht entwickelte er das Stehende Herr, die Beamtenschaft und den Merkantilismus.

Absolutismus - auf dem Weg zum modernen Staat

- Bisher: - Könige konnten ihre Herrschaft nur mit Unterstützung von Adligen und geistlichen Würdeträger seine Herrschaft ausüben
- Ludwig 14. gelang es als erster Herrscher sich von dieser Bindung zu lösen
- er schaffte dieses indem er sie zu Untertanen machte mit besonderen Rechten
- für die Adligen berief er sich Beamte die seine Vorstellungen im Land umsetzen sollten
- von Versailles aus ordnete er indes die Verwaltung, Wirtschaft und Religion seines Landes neu
- mehrere andere Herrscher probierten diesen Stil in ähnlichem Masse zu übernehmen
- doch eine kleine Gruppe „ die Aufklärer „ bezweifelten jedoch das ein König allein alle Gewalt im Land besitzen dürfe

Absolutismus - Herrscher ohne Kontrolle

- Ludwig konnte menschliche Gesetze erlassen und aufheben, deshalb fühlte er sich absolut

- ( losgelöst ) frei

- doch er konnte nicht regieren wie er wollte denn er blieb der Verantwortung gegenüber eingeschränkt

- deswegen , um diesen Anspruch dem Volk ständig vor Augen zu führen, wählte er ein Sinnbild: die Sonne

- dieses Bild lies er auf Münzen und Öffentlichen Plätzen anbringen

- er verkündete außerdem „ ORDO ET FELICITAS „ ( Ordnung und Glück )
- und stellte seinen Untertanen somit glückliche Zeiten in Aussicht

Ein Volk von Untertanen

- die ehemaligen Adligen buhlten seit dem Umzug nach Versailles darum als Angestellter beim König arbeiten zu dürfen um das als besondere Auszeichnung zu sehen
- sie ließen sich ein starres Zeremoniell reglementieren

Bürger, Bauern, Bettler

- die Mehrzahl der Bevölkerung lebte in Armut
- die Bauern mussten Steuern an den König abtreten und hatten zumeist dem Hunger zu leiden
- und wenn Kriege, Pesten und schlechtes Wetter kamen musste man den Hungertod befürchten
- denn Menschen in der Stadt ging es nicht besser
- sie hatten große Familien und viele Kinder die schon mit 11 Jahren 14 Stunden lang bei der Arbeit helfen mussten in Bergwerken und als Hirten oder Mägde

Die Stützen des absolutistischen Staates

- viele seiner Untertanen wiedersetzten sich auch Ludwig
- so suchte er neue zuverlässige Männer
- er wählte aus seinem Rat persönliche Ratgeber aus
- sein wichtigster wahr Jean Baptiste Colbert ( Sohn eines Tuchhändlers )
- dieser war über 20 Jahre für Finanzen, Handel, Marine, Kolonien, Bauwesen, Verkehr, Kultur und Wissenschaft gleichzeitig zuständig
- Colbert schickte Intendanten aus um in den Provinzen den Absolutismus durchzusetzen und die Steuern einzutreiben
- Dadurch wurden die Adligen ganz aus ihren Ämtern entmachtet
- Diese Intendanten wurden aus dem Bürgertum von Colbert herausgewählt und nach belieben wieder abgewählt
- Diese Intendanten besaßen folgende Vollmachten: Die Aufsicht der Ein- und Ausgaben, die Polizei, die Gerichtsprozesse, den Straßenbau, die Soldaten, die Versorgung der Bevölkerung mit Getreide und die Religion
- Sie hatten die gesamte Verwaltung
- Sie stießen aber oft auf Wiederstand der Städteväter
- Jedoch konnte diese nichts erreichen und Ludwigs Plan ging auf, der Absolutismus wurde in ganz Frankreich verbreitet

Die Hugenotten

- jedoch traf diese Gesetze eine Gruppe besonders hart: die Hugenotten
- sie hatten einen anderen Glauben und hatten im Edikt von Nantes erreicht ihre Gottesdienste so durch zu führen wie es ihnen passt
- nun wollte aber Ludwig eine einheitliche Religion in Frankreich herstellen und widerrief den Edikt von Nantes ( 1685 )
- nun verlangte er von den Hugenotten , die damals als Ketzer bezeichnet wurden, das sie sich zum katholischen Glauben bekehren lassen, auch gewaltsam
- durch diese gewaltsame Bekehrung wanderten einige Fachleute nach England und Preußen aus

Stehendes Herr statt Söldnerherre

- Ludwig wollte mittlerweile sein Land vergrößern und es zum mächtigsten Staat in Europa machen · Dafür brauchte er eine schlagkräftige Armee
- Ab sofort musste jeder Soldat einen Treueid ablegen
- Dieser Stehende Herr das von Louvois erfunden wurde , war nun jeder Zeit einsatzbereit
- Wegen der großen Armut gingen immer mehr Bauern in die Armee
- Nun war Frankreich mit 400000 Soldaten das stärkste Herr in Europa
- Gleichzeitig wurden nun auch die Landesgrenzen gesichert
- Man legte einen Gürtel von 300 Festungen um Frankreich zum Schutz herum

Ludwigs Kriege

- 1667-1668 - eroberte er die spanische Niederlande
- 1701-1713/14 - eroberte er die Thronfolge Spaniens
- 1672-1678 - schaltete die wirtschaftliche Konkurrenz der Niederlande aus
- 1688-1697 - eroberte er die Pfalz im deutschen Reiche
- 1679 dehnte er sein Machtgebiet in den Elsaß aus
- außerdem legte er die Städte Bingen, Worms, Mannheim, Heidelberg in Schutt und Asche
- er vergrößerte zwar sein Staatsgebiet aber sein Ziel die Vorherrschaft in Europa zu Erreichen gelang ihm nicht

Woher bekommt der König sein Geld?

- Ludwig interessierte sich nicht im geringsten wie all seine Ausgaben zu bezahlen seien
- Doch sparen kam für den Sonnenkönig nicht in Frage
- Nur Colbert machte sich über diese Sache ernsthaft Sorgen
- Er ließ Ausländer teure Waren einkaufen
- Und achtete darauf das die Franzosen nicht in anderen Ländern kauften und die Münzen dorthin nicht verschwanden

Manufakturen

- waren Großbetriebe
- unterstützten Colbert mit Geld und befreiteten sich von Steuern
- somit konnten sie kostengünstig einen Überschuss produzieren
- verbreitet waren Textil-, Seiden-, Metallwaren- und Spiegelmanufakturen

Merkantilismus

- um Rohstoffe ein- und Fertigwaren auszuführen wurde ein Netz aus Handelswegen über das Land gelegt
- ausländische Ware wurde ferngehalten indem man einen hohen Schutzzoll zum einführen seiner Waren zahlen musste
- Das System staatlicher Eingriffe, die der Förderung des Handels dienten, nennt man Merkantilismus
- Jedoch verarmten die Bauern noch mehr weil sie ihr Getreide zu niedrigen Festpreisen verkaufen mussten
- Dennoch reichten die zusätzlichen Einnahmen wegen der ständigen Kriege nicht aus
- Ludwig der 14. der Sonnenkönig Frankreichs starb und hinterließ ein Reich das für viele Staaten Europas Vorbild war , hinter der glänzenden Fassade aber am Rande des Ruins stand
- Der Absolutismus und Ludwig 14. hatten deutliche Spuren in einem verarmten Land hinterlassen

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Details

Titel
Der Absolutismus in Europa
Note
1
Autor
Jahr
2000
Seiten
2
Katalognummer
V104838
Dateigröße
342 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Absolutismus, Europa
Arbeit zitieren
Dana Manthee (Autor), 2000, Der Absolutismus in Europa, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/104838

Kommentare

  • Gast am 14.3.2002

    Absolutismus.

    Also wir schreiben am Montag zo ne blöde Geschiarbeit.Genau über dieses Thema.Ich habs mir sofort ausgedruckt.Großes Lob an Dana!!!!!

  • Gast am 6.6.2002

    vielen dank.

    danke brauch es für morgen

  • Gast am 20.6.2002

    Absolutismus.

    Danke- brauch es für morgen.

  • Gast am 2.9.2002

    THANK YOU!!!!!.

    Vielen, vielen Dank. Du hast mir das Leben gerettet. Eichfach cool!

    Liebe Grüße

  • Gast am 10.9.2002

    Klasse!.

    hi Dana,
    dein Referat ist wirklich gut! Die eins ist berechtigt. Es wird die Note meiner Mappe als Bereicherung, die wir immer aus dem Netz oder so holen sollen, bestimmt verbessern!
    Danke !!!!!!
    () ()
    (`-´)
    (")(")

    Das ist mein Hase für dich als Dankeschön!

  • Gast am 19.9.2002

    wirkich gut.

    wollte mich bei dir bedanken, schreibe morgem ge-lk und deine arbeit kompletiert meine Vorbereitung.. grosses DANKESCHÖN

  • Gast am 16.5.2007

    SUPERKLASSE!!!.

    Ich bin echt begeistert und DU hast mich vor einer 5 in Geschichte bewahrt!!!

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