Franz Kafkas "In der Strafkolonie" gelesen unter den Nachzeichen der nationalsozialistischen Vernichtungspolitik


Skript, 2001

7 Seiten


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Franz Kafkas „In der Strafkolonie“. Gelesen unter den Nachzeichen der nationalsozialistischen Vernichtungspolitik

1. Einleitung: Theodor W. Adornos Diktum und das Lesen von Kafka

Adornos Diktum, nach Auschwitz ein Gedicht zu schreiben, sei barbarisch, das er später unter dem Eindruck der Poesie Paul Celans revidierte, ernst zu nehmen heißt, es zu erweitern. Die Debatten, die um dieses Diktum geführt wurden, waren zu größter Zahl Debatten um eine Literatur über Auschwitz (als Symbol für die nationalsozialistische Vernichtungspolitik), die -so scheint es - auch nach Auschwitz geschrieben sein muß.

Die Erweiterung des Diktums muß den Prozeß aufnehmen, der unweigerlich zum Schreiben gehört: Das Lesen. Und dieses Lesen betrifft, anders als die Literatur, von der Adorno spricht, ebenfalls eine Literatur, die vor Auschwitz geschrieben wurde. Adornos Frage, „ob nach Auschwitz sich noch leben lasse“, beinhaltet die Frage, ob nach Auschwitz sich noch lesen lasse. Die mittelbare Erfahrung von Auschwitz eines bewußten Rezipienten nach der nationalsozialistischen Vernichtungspolitik fließt, so eine These, die ich hier vertreten möchte, in mögliche Interpretationsmuster hinein.

Adorno wie auch Hanna Arendt und diesen beiden argumentatorisch folgend Enzo Traverso setzen die Schriften Kafkas in einen Bezug zu Auschwitz, obgleich der Autor die nationalsozialistische Vernichtungspolitik nicht erlebt hat. Er wird als „Vorwarner“ beschrieben, seine Deskriptionen einer bürokratischen Autorität, wie sie etwa in „Der Proceß“ zu finden ist, weisen, diesen Autoren zu Folge, jene Entwicklungen der ordnenden Moderne auf, die in dessen negativer Konsequenz endete und sich doch fortsetzen konnte.

In Bezug auf Kafkas „Proceß“ macht Traverso darauf aufmerksam, das hier eine Verkehrung von Schuld stattfinden würde, ein „Willkürregime“ würde Opfern die Verantwortung für Verbrechen aufbürden (Traverso, S.71). Traverso sieht hier eine „typisch jüdische Erfahrung“, die nicht erst mit dem Aufkommen des Nationalsozialismus, sondern auch zuvor an der Tagesordnung war. Bezogen auf Georg Lukács’ Charakertistik von Kafkas Werk als „prophetischem Realismus“ (Traverso, S.71) betont er, der bürokratische Apparat sowohl im „Proceß“ als auch in der „Strafkolonie“ wiesen das „Gepräge der NS-Polykratie“ auf und die Erfahrung Joseph K.s im „Proceß“ nähme die kollektive Erfahrung der Juden von 1933 bis 1945 vorweg (Traverso, S.72). In den Angestellten, die in Kafkas Werken auftreten, etwa den „niedrigen Angestellten“, die Joseph K. bewachen und dem „Prügler“ dieser Wächter im „Proceß“ sieht er die Prototypen der bürokratischen „Banalität des Bösen“, mit der Hanna Arendt den Bürokraten Adolf Eichmann beschrieb. „Die Judenvernichtung war so absurd wie das Gerichtsverfahren im Prozeß [...]“ schließt Traverso seine Überlegungen zu „Der Proceß“ im Zusammenhang mit dieser Lesart (Traverso, S.80). „In der Strafkolonie“ betont nach einer ähnlichen Lesart einen anderen Aspekt der nationalsozialistischen Vernichtungspolitik.

2. In der Strafkolonie

Traverso fährt fort, die „instrumentelle Vernunft [die zur Vernichtung der Juden aufgeboten wurde]“ sei „ebenso perfekt wie die in allen Einzelheiten von Kafka beschriebene Hinrichtungsmaschine in der ‚Strafkolonie‘.“ (Traverso, S.80)

Kafkas Erzählung „In der Strafkolonie“ scheint schon aufgrund des gewählten Themas geeignet, unter den Nachzeichen der nationalsozialistischen Vernichtungspolitik gelesen zu werden. Dies scheint der Begriff der „Strafkolonie“, das an die nationalsozialistischen Konzentrationslager denken lassen könnte, wie auch die Vollstreckung eines Todesurteils, das letzten Endes ein Todesurteil darstellt, implizieren.

Diese - soziologische - Lesart muß zwangsläufig Brüche aufweisen: Es ist unmöglich, Kafkas Werke allein anhand ihres Themas derart zu interpretieren. Wesentlicher in Kafkas Werken ist die Schrift als solche, der Prozeß des Schreibens bietet sich als Interpretationsmuster an. Kafkas Werke bleiben notgedrungen vieldeutig, behalten sich ein „Höchstmaß semantischer Beweglichkeit vor“ (Kremer, S.22). Die diversen Interpretationsansätze der Schulgermanistik legen eine begriffliche Eindeutigkeit nahe, mit der Kafkas Texte nicht dienen können (vgl. Kremer S.22).

Brüche tauchen in diesem Interpretationsmuster schon oberflächlich auf, wenn zum Beispiel es nicht der verurteilte Soldat, sondern der Offizier ist, der sich letztendlich von der von ihm so geliebten Maschine beschriften und töten läßt.

Auch die erwähnte Assoziation Strafkolonie - Konzentrationslager bleibt fragwürdig. Mit gleicher Berechtigung ließe sich - nach derselben soziologischen Lesart - die Strafkolonie des Textes als Gesellschaft übersetzen, die unter den fragwürdigen Errungenschaften der Moderne zu leiden hat. Aus der Sicht nach 1945 impliziert dieselbe Lesart Kontinuitäten aus der Zeit des Nationalsozialismus, woraus folgt, daß „sein Nachfolger, und habe er tausend neue Pläne im Kopf, wenigstens während vieler Jahre nichts von dem Alten wird ändern können“ (Kafka: Strafkolonie, S.152), so der Offizier zu dem Reisenden. George Steiner sieht in der „Strafkolonie“ wie auch in der „Verwandlung“ - hier ist es die Normalität, mit der sich ein Mensch in ein „Ungeziefer“ verwandelt - Vokabular, Technik und Politik der nationalsozialistischen Vernichtungspolitik vorweggenommen (Traverso, S.70). Und Hanna Arendt betont, der Schrecken der Strafkolonie habe angesichts der Realität (des Holocausts) „nichts an Unmittelbarkeit eingebüßt“ (Traverso, S.69). Es sind zumindest drei Einzelheiten, die den Rezipienten des Textes Auschwitz ins Gedächtnis rufen lassen: Die Gestalt des Offiziers, die Maschine und der Akt des Schreibens. Der letztere soll es insbesondere sein, auf den ich im folgenden eingehen möchte, da er zweifach eine Codierung hat, die Auschwitz in Erinnerung ruft.

2.1. Der Offizier als banaler Bürokrat des Bösen

Analog zu den Bürokraten des „Processes“, die laut Traverso die Urtypen der Arendt‘schen „Banalität des Bösen“ darstellen (Traverso, S.72), sieht Ernst Pawel in der Gestalt des Offiziers aus der „Strafkolonie“ „ein nach dem Leben gezeichnetes Porträt Adolf Eichmanns“ (Traverso, S. 74), zuvor von Traverso als „Bürokrat des Todes“ bezeichnet. Schon Kurt Tucholsky beschreibt in seiner Rezension von „In der Strafkolonie“ 1920 über diesen Offizier: „Aber er ist nicht roh oder grausam, er ist etwas viel schlimmeres. Er ist amoralisch. [...] dieser Offizier quält nicht, er ist beileibe kein Sadist.“ (Tucholsky, S.345)

Eine Beschreibung Hannah Arendts von Adolf Eichmann stellt dieselbe Eigenschaft in den Vordergrund: „Das beunruhigende an der Person Eichmanns war doch gerade, daß er war wie viele und daß diese vielen weder pervers noch sadistisch, sondern schrecklich normal waren und sind.“ (Arendt 1986, S.400)

Die ganze Art und Weise, wie der Offizier mit der Maschine umgeht, unterstützt diese Lesart: Er pflegt die Maschine, legt selber Hand an (Strafkolonie, S.152) bei der Vorbereitung des Apparates, jedoch nicht bei der Vollstreckung des Urteils: „Bis jetzt war noch Händearbeit nötig, von jetzt aber arbeitet der Apparat ganz allein.“ (Strafkolonie, S.152) Auch in der Behandlung des verurteilten Soldaten ist der Offizier ganz Bürokrat, er „schrieb seine Angaben auf und anschließend gleich das Urteil.“ (Strafkolonie, S.157) Von der Person des Verurteilten und dessen Schicksal bleibt er vollkommen ungerührt, seine Schuld ist von vornherein zweifellos (Strafkolonie, S.156) und durch eine weitere Beschäftigung „wäre nur Verwirrung entstanden.“ (Strafkolonie, S.157)

Der Offizier ist alleine der Funktion eines Apparates verpflichtet, wie auch Eichmann der Funktion eines Apparates verpflichtet war. Diesem Apparat wird die Urteilsvollstreckung übertragen, während der Offizier seine Hände wäscht (Strafkolonie, S.155). Der Offizier selber beschränkt sich darauf, die Funktionsweise des Apparates zu erläutern, in einer Art und Weise, die, so Traverso, der „Amtssprache“ nahekomme, „mit der die verschiedenen Phasen der Tötung in den Nazi-Lagern umschrieben wurden.“ (Traverso, S.74)

2.2. Die Maschine und die Maschinerie der Vernichtung

Das spezifisch Neue und ein Argument für die Singularität des durch die Nationalsozialisten durchgeführten Genozids war die maschinelle Vernichtung von Menschenleben. „[D]as Gemetzel [wurde] zu einer technischen Operation [...], die sich dem direkten Eingriff von Menschen mehr und mehr entzog.“ (Traverso, S.74). Der erwähnte Ausspruch des Offiziers, der Apparat arbeite von ganz allein, läßt den Rezipienten diese Maschinerie in Erinnerung rufen: „Nicht der Offizier tötete den Verurteilten; er beschränkte sich vielmehr darauf, voll Bewunderung das Funktionieren der Maschine zu betrachten, deren defekte Teile er, wenn nötig, auswechselte.“ (Traverso, S.81)

Der „Apparat“, der so modern funktioniert, erinnert in seiner Beschreibung (Strafkolonie, S.153/154) gleichzeitig an ein mittelalterliches Folterinstrument. Gleiches gilt für die Durchführung der Strafaktion: Es ist ein Schauspiel, das betrachtet werden soll, es wurde gar „keine Mühe gescheut“ (Strafkolonie, S.158), die Egge aus Glas herzustellen, „[u]nd nun kann jeder durch das Glas sehen, wie sich die Inschrift im Körper vollzieht.“ (Strafkolonie, S.158)

Die Öffentlichkeit dieses Schauspiels - an dem offenkundig nur geringes Interesse besteht - erinnert an die mittelalterlichen Strafmethoden, wie Foucault sie in „Überwachen und Strafen“ wiedergibt. Wie das System des Nationalsozialismus ist die Beschreibung der Hinrichtung in der „Strafkolonie“ gleichzeitig modern - im technischen Sinne - und archaisch überkommen (Vgl. Traverso, S.75).

Die Beschreibung des Apparates mit den drei Teilen Bett, Egge und Zeichner (Strafkolonie, S.153) erinnert des weiteren jedoch auch an eine Schreibmaschine (vgl. Kremer, S.149). Das Folterinstrument beschriftet den Körper. In diesem Akt des Schreibens sind ebenfalls Elemente zu finden, die die nationalsozialistische Vernichtungspolitik assoziieren.

2.3. Körperbeschriftungen

Den Verurteilten, dessen Schuld zweifellos ist, mit dem Gebot „Ehre deinen Vorgesetzten!“ zu beschreiben, assoziiert die Tätowierung der Häftlinge in den Konzentrationslagern des Nationalsozialismus mit Nummern, die, wie Primo Levi beschrieb, den Eindruck hinterließen, daß das „Urteil ins Fleisch eingeschrieben wurde“ (zit. n. Traverso, S.74). Neben der eintätowierten Nummer, die weit weniger ‚kunstvoll‘ eingeschrieben wurde als das Gebot in der Strafkolonie, erinnert die Perversion der Lampenschirme aus Menschenhaut, die oftmals kunstvoll tätowiert waren (vgl. u.a. Semprun, Jorge: Die große Reise), an die Beschriftung des Körpers.

Die Nationalsozialisten beschrieben die Körper ihrer Opfer jedoch nicht nur reell, sondern, und dies war die Grundvoraussetzung für die Vernichtungspolitik, auch ideell mit Identitäten. Um diese Beschriftung des Körpers in einen Zusammenhang mit der Strafkolonie zu setzen, sind Judith Butlers Erläuterungen zu „leiblichen Einschreibungen“ (Butler, S.190) hilfreich. Judith Butler beschreibt dies Einschreibung mit bezug auf Kafkas „In der Strafkolonie“:

„Und dennoch [Hervorhebung von mir, T.B.] ist die Geschlechtsidentität nicht so auf den Körper geschrieben, wie sich das Folterinstrument in Kafkas Strafkolonie unentzifferbar in das Fleisch des Angeklagten einschreibt. Die Frage ist nicht, welche Bedeutungen die Einschreibungen in sich birgt, sondern welcher kultureller Apparat [Hervorhebung von mir, T.B.] dieses Zusammentreffen von Instrument und Körper arrangiert [...].“ (Butler, S.214)

Nach Butler gibt es keinen vordiskursiven Körper, damit bei ihr kein „natürliches“ Geschlecht (sex), sondern nur ein kulturell Eingeschriebenes (gender).

Variiert lassen sich die Theorien Butlers auch auf die ideologischen Zuschreibungen von „Rassen“ durch die Nationalsozialisten übertragen. Die Zuschreibung angeblich typischer körperlicher Merkmale zu dem Konstrukt einer - insbesondere der „jüdischen“ - „Rasse“ stehen hier parallel zu dem Begriff des „sex“, während die diesen körperlichen Merkmalen zugeschriebenen angeblichen Charaktereigenschaften synonym zum Begriff „gender“ stehen können. Den „Verurteilten“ wurde von außen eine Identität auf den Leib geschrieben, die gleichzeitig das Urteil beinhaltete.

Die Beschriftung des Verurteilten in der Strafkolonie weist ihm ebenfalls erst durch die Beschriftung des Körpers die Identität als Verurteiltem zu. Der zwölfstündige Vorgang der Identitätszuweisung endet mit dem Tod dessen, der sich seiner aufgeschriebenen Identität bewußt wird.

3. Schluß:

Nach dem Nationalsozialismus wurden Schriften Kafkas - neben der „Strafkolonie“ gilt dies etwa für den „Proceß“ oder „Die Verwandlung“ - oftmals als „prophetisch“ beschrieben. Dieses Urteil mag übertrieben sein. Das Schreiben Kafkas liegt vielmehr in dem Vorgang des Schreibens begründet. Allenfalls mögen Kafkas Schriften als eine Kritik an „den zweifelhaften Errungenschaften der menschlichen Zivilisation“ (Kremer, S.22f.) gelesen werden. Zygmunt Baumans Verständnis des Holocaust als Konsequenz und keinesfalls als Bruch der Moderne liefert das Argument, warum Kafka heute in der Tat unter den Nachzeichen der nationalsozialistischen Vernichtungspolitik gelesen werden kann, wie oben beschrieben wurde. Diese Lesart darf jedoch nicht den Schluß zulassen, Kafkas Werk sei prophetisch. Es handelt sich um eine nach 1945 mögliche, jedoch keineswegs notwendige Bedeutungsverschiebung, die im Bedeutungshorizont der heutigen Rezipienten liegt. 1927 erklärte Bertolt Brecht schon, daß es unmöglich sei und sich nicht gezieme, Kafka dieserart zu indoktrinieren (Brecht, S.61). Die hier nötige begriffliche Eindeutigkeit (Kremer, S.22) liefern Kafkas Schriften nicht. Aber das „unendliche Spiel der Bedeutungsvariationen“ (Kremer, S.22) macht auch diese Bedeutungsvariation möglich.

4. Literatur

Kafka, Franz: In der Strafkolonie. In: Ders.: Erzählungen. Frankfurt am Main 1983. S. 151 - 177.

Kafka, Franz: Der Prozeß. Frankfurt am Main 1983.

- Adorno, Theodor W.: Aufzeichnungen zu Kafka. In: Ders.: „Ob nach Auschwitz noch sich leben lasse“. Ein philosophisches Lesebuch. Herausgegeben von Rolf Tiedemann. Frankfurt am Main 1997. S.257 - 286.
- Arendt, Hannah: Franz Kafka. Der Mensch mit dem guten Willen. In: Dies.: Die verborgene Tradition. Acht Essays. Frankfurt am Main 1976a. S.62 - 73.
- Arendt, Hannah: Franz Kafka. In: Dies.: Die verborgene Tradition. Acht Essays. Frankfurt am Main 1976b. S.88 - 107.
- Arendt, Hannah: Eichmann in Jerusalem. Ein Bericht von der Banalität des Bösen. München 1986.
- Brecht, Bertolt: Geziemendes über Franz Kafka. In: Ders.: Schriften zur Literatur und Kunst I. (= Gesammelte Werke, Band 18.) Frankfurt am Main 1967. S.61.
- Glišoviƒ, ´Dušan: Politik im Werk Kafkas. Tübingen/Basel 1996. S.94 - 104.
- Kremer, Detlef: Kafka. Die Erotik des Schreibens. 2. Auflage, Bodenheim 1998. Hier insb. S.143 - 152.
- Traverso, Enzo: Die „Ordnung des Schreckens“: Franz Kafka. In: Ders.: Auschwitz denken. Die Intellektuellen und die Shoah. Hamburg 2000. S.69 - 81.
- Tucholsky, Kurt: In der Strafkolonie. In: Ders.: Gesammelte Werke 1919 - 1920 (Band 2). Reinbek 1975. S. 344 - 346.
- Bauman, Zygmunt: Dialektik der Ordnung. Die Moderne und der Holocaust. Hamburg 1992.
- Butler, Judith: Das Unbehagen der Geschlechter. Frankfurt am Main 1991.
- Foucault, Michel: Überwachen und Strafen. Die Geburt des Gefängnisses. Frankfurt am Main 1994.

7 von 7 Seiten

Details

Titel
Franz Kafkas "In der Strafkolonie" gelesen unter den Nachzeichen der nationalsozialistischen Vernichtungspolitik
Hochschule
Westfälische Wilhelms-Universität Münster
Autor
Jahr
2001
Seiten
7
Katalognummer
V104849
Dateigröße
342 KB
Sprache
Deutsch
Anmerkungen
Es handelt sich um ein ausformuliertes Thesenpapier zur mündlichen Prüfung.
Schlagworte
Kafka, Literatur zum Holocaust, Adorno
Arbeit zitieren
Torsten Bewernitz (Autor), 2001, Franz Kafkas "In der Strafkolonie" gelesen unter den Nachzeichen der nationalsozialistischen Vernichtungspolitik, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/104849

Kommentare

  • Gast am 2.6.2007

    Kafka Die Strafkolonne.

    Lieber Torsten Bewernitz
    Ihr Artikel hat mir gut gefallen. Allerdings denke ich, daß sich die Strafkolonie nicht auf den Nationalsozialismus bezieht. Als Kafka seine Erzählung schrieb, gab es in der Sowjetunion bereits zahlreiche Konzentrationslager. Dies war damals im Westen schon bekannt. Es war also gar nicht nötig, prophetisch zu sein. Zudem denke ich,daß es Kafka,im Gegensatz zu Adorno, nicht um Politisches geht.
    Viele Grüße Julia B.

  • Torsten Bewernitz am 19.3.2010

    Liebe Julia,
    in der Tat: Ich würde nicht annehmen, dass Kafka diesen Text prophetisch und politisch verfaßt hat. Aber als Rezpipient wird man diesen Text nach dem Nationalsozialismus anders lesen als vorher. Der Text wirkt, gelesen nach 1945, prophetisch, auch wenn das nicht die ursprüngliche Intention des Autors war.

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