Iphigenie in Aulis und auf Tauris. Ein kurzer Übeblick


Referat / Aufsatz (Schule), 2001

5 Seiten, Note: 1


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Einleitung

- Ursprung liegt bei einer Sonderform der ägäischen „Großen Göttin“
- Priesterin der Artemis
- Darbietung der Kleider von im Wochenbett verstorbenen Frauen (Bauron)
- Weitere historische Parallelen im Stoff Euripides
- Bezug auf Euripides, zwar noch andere Dichter mit Behandlung I. ´s Stoff, aber Hauptbedeutung bei E.

- Euripides (um 480 (Salamis) bis ca. 406 v. Chr. (Makedonien)), §griechischer Dichter

- Jüngster der drei antiken Tragiker (Aischylos, Sophokles und E.) innerhalb der griechischen Literatur
- Sieg bei Dichterwettbewerben
- 92 Werke (Aufführung von 22 Tetralogien)
- großer Einfluß auf das attische und römische Drama (Aristophanes, Seneca), sowie auf die gesamte Entwicklung der abendländischen Tragödie
- häufige Verwendung der „deus ex machina“ (unmotivierte und nicht aus der Logik des Handlungszusammenhangs resultierende Auftritt eines Gottes zur Lösung des dramatischen Konflikts), sowie der Chöre

- Thema unbekannt für die Meisten (anders als bei Paris, Helena und Ödipus), wenn, nur in Bezug auf Goethe (Verweis), der aber auch Geschichte des E. benutzte
- Trotzdem: große Bedeutung
- Was-wäre-wenn Theorie t passiv Grund für Gelingen (Anfang) - troj. Krieg
- Im Stück von E. besitzen die Figuren nichts Übernatürliches, eher menschliches; Götter aber auch geschehensbestimmend, allerdings weniger stark

Iphigenie in Aulis

Teil I

- Versammlung der Flotte der Griechen zum Auftakt des trojanischen Krieges in Aulis
- Agammenon, oberster Heerführer vertreibt sich die Zeit mit Jagd
- Trifft eine Hindin (Hirschkuh, Artemis geheiligt) und tötet sie und behauptet, dass Artemis, Göttin der Jagd, nicht besser getroffen hätte

Artemis

- eine der Hauptgöttinnen in der gr. Mythologie
- Tochter des Zeus und Leto, Zwillingsschwester von Apollon
- Göttin der Jagd und der wilden Tiere der Geburt, der Natur, der Ernte; Göttin des Mondes, Beschützerin der Jugend, insbesondere junger Frauen.
- mit Bogen und Pfeilen bewaffnet, mit denen sie oft die Sterblichen bestrafte, die sie erzürnten
- Gepriesen, jungen Frauen, die bei der Geburt starben, einen schnellen und schmerzlosen Tod ermöglicht zu haben

- Artemis wurde zornig, schickte den abfahrbereiten Griechen tiefe Windstille
- Ermüdender Müßiggang
- Befragung des Sehers Kalchas, Sohn des Thestor
- „Wenn der oberste Führer der Griechen, der Fürst Agamennon, Iphigenia, sein und Klytaimestras geliebtes Kind, der Artemis opfert, so wird die Göttin versöhnt sein, Fahrwind wird kommen und der Zerstörung Trojas wird kein übernatürliches Ereignis mehr im Wege stehen.“
- ergänzende Variante: altes Gelübde von A.: Opferung der schönsten Jahresfrucht t Iphigenie
- A. vollkommen mutlos, der Herold, Talthybios aus Sparta, sollte daraufhin dem Volk verkünden, dass er sein Amt als Oberheerführer niederlege, da er keinen Kindesmord mit seinem Gewissen vereinbaren könne
- Wilde Empörung
- Menelaos sucht seinen Bruder auf, überredet ihn zum Rückgängig machen, da ansonsten Schmach für M. wegen Helena
- Brief an K. nach Mykene, Befehl I. nach Aulis zu senden, zwecks Verlobung mit Achill (Sohn des Peleus, „herrlicher“ Phtierfürst, vermählt (geheim) mit Deidameia)

Teil III

- A. lügt auch K. an, gibt Auskünfte über Achill
- Zufälliges Zusammentreffen von K. und Achill; sie begrüßt ihn
- Verwunderung bei Achill, Hochzeitsplanung mit I. ihm unbekannt
- K. begreift; Beschämung, Achill ist unbekümmert
- Diener (2.Brief), sagt dass I. von A. getötet werden soll
- K. erfährt das ganze Geheimnis; fleht Achill demütig um Hilfe an „Ich erröte nicht, so vor dir im Staube zu liegen, ich, die Sterbliche, vor dem Göttersprößling. Weiche, Stolz, vor der Mutterpflicht!“ (...)
- Achill will ihr helfen, I. zu schützen (Verpflichtung)
- K. begegnet A. (unwissend um Aufdeckung) mit Abscheu; ruft I. und Orestes
- Frage K. ´s an A. : „Hast du die Absicht, unsere Tochter zu ermorden?“
- A. wehrt erst ab, gibt dann zu, beteuert Liebe zu I., aber auch Unglück
- K. schildert ihre Ansicht, sein Unrecht, die ihr zuteil gewordene Ungerechtigkeit (der Anlass des troj. Krieges betrifft sie nicht, ihr eigenes Kind soll geopfert werden, A. heiratete sie durch Gewalt, sie kann mit keinem Kindesmörder verheiratet sein t bittet I. nicht zu töten
- I. fleht auch ihren Vater an (Orestes steht dabei)
- A. gibt die Unausweichlichkeit zu verstehen (durch Seherspruch gegeben), Troja kann nur so erobert werden (Entführung der Griechenfrauen) Er hat keine Macht darüber
- Achill tritt erneut auf (I. voll Scham), macht keine Hoffnung, da ohne Unterstützung
- I. ist endgültig der Meinung dass ihr Tod das einzig richtige ist, sie will die anderen nicht ins Unglück stürzen : „Sterben will ich, das ist mein Entschluß. Doch möchte ich den Tod ruhmvoll tragen und vermeiden, was den Edlen nicht geziemt. Heute schaut das ganze, große Volk der Griechen auf mich hin. Liegt die Fahrt der Flotte und der Fall Trojas doch in meiner Hand. (...)Für Hellas gebe ich mein Leben hin.“
- Will sich weiter für I. einsetzen, sie mit seinem Leib schützen (...)
- I. wird zum Altar geführt (Mutter mit Orest auf Bitten I. und eigenem Willen im Lager), geht zum Vater - Abschied
- I. wird endgültig getötet t Hindin liegt auf dem Altar, Artemis hat sich ihrer erbarmt
- Schiffe können Aulis Richtung Troja verlassen
- K. ward die Nachricht von I. „Errettung“ gebracht, trotzdem verläßt sie Aulis auf der Stelle Richtung Mykene
- sieht ihren Mann als Schuldigen an, da sie I. verloren hat; A. erreicht sie nicht mehr

Iphigenie in Tauris

Zwischengeschichte

- I. wird von Artemis ins Land der Taurer geführt, dient dort als Priesterin Artemis´, im Reich von König Thoas

Teil V

- Taurier greifen Orest und Pylades auf, man fand sie, wollte sie greifen, da bekam O. eine seiner Wahnvorstellungen, greift die Taurer an, wurden dann aber doch festgenommen t als Todesopfer festgelegt (Thoas)
- I. befragt die Ankommenden, Pylades nennt seinen Namen
- O. erzählt auf Bitten I. ´s von seiner Heimat und vom Schicksal der Familie, von Troja, erfährt dass O. noch lebt (ohne dass dieser seine Identität preisgibt)
- I. beschließt Brief an Orest zu schreiben und einen von ihnen damit zu retten
- Beide weigern sich fast, ohne den anderen zu gehen
- I. gibt Brief P., teilt ihm den Inhalt aber auch mdl. mit, falls widrige Umstände eintreten
- Die Geschwister erkennen sich (beweisen es), sind glücklich

Teil VII

- Schiff scheint ausgeliefert zu sein, I. sendet Gebete an Artemis; Poseidon agiert gegen die Griechen; Apollon schickte sie
- T. hört sich Bericht an, stürzt los t Schiff soll, auf Grund des Frevels, versenkt werden; I. und die Beiden anderen vom Felsen hinabgestürzt oder auf Pfähle aufgespießt werden
- (dea ex machina) Athene erscheint, stoppt Thoas mit seinem Zug - er soll Griechen ziehen lassen und nicht zürnen

Nachgeschichte

- das Schiff kommt glücklich zu Hause an
- Zusammentreffen von Elektra, Orestes und I. in Delphi; E. hat vom Beinahe-Schicksal O.´s gehört, will I., als Schuldige, die Augen ausstechen, O. kann dazwischen gehen und das Missvertändnis aufklären
- Pylades heiratet Elektra, diese kommt auf den Thron von Phokis
- Orest heiratet Hermione (Tochter von Menelaos und Helena), König von Mykene
- Wurde 90 Jahre alt, eine Schlange biß ihn in die Ferse, er starb (erlöschender Tantalidenfluch)
- Chrysothemis starb unvermählt
- I. wurde Priesterin der Artemis im neuen Tempel in Athen Kunst & Literatur & Musik

Literatur

- 8/9 Jhd. v. Chr. Stoff erscheint in Kyprien (trojanischer Sagenkreis)
- um 500 v. Chr. Aischylos (Dichter) (nicht erhalten)
- um 412 v. Chr. „Iphigenia en Taurois“ Euripides (Uraufführung in Athen)
- um 1674 „Iphigenie en Tauride“ Jean Racine (Dichter) (Dramenfragment)
- um 1697 „Orestes et Pylades“ ou „Iphigenie en Tauride“ Lagrange (frz. Dramatiker)
- 1737 „die Geschwister in Taurien“ Johann Elias Schlegel
- 1787 „Iphigenie in Tauris“ J. W. v. Goethe (humanistische Ideale, Geständnis an Thoas)
- 1941 „Iphigenie in Delphi“ Gerhard Hauptmann (Atriden-Tetralogie; Selbstmord Iphigenie´s)
- „Iphigenie in Pankow“ Kerstin Jentzsch
- „Iphigenie in Freiheit“ Volker Braun
- „Die Rückkehr der Iphegenie“ Jannis Ristos

Musik

- 1704 „Iphigenie en Tauride“ (Libretto) Joseph Francois Duché de Vacy (Desmarets & Campra)
- 1713 Domenico Scarletti
- 1719 Guiseppe Maria Orlandini
- 1751 Niccolo Jonmeli
- 1779 „Iphigenie auf Tauris“ Cristoph W.Gluck (Thoas unversöhnlich; dea ex machina)
- „Iphigenie“ Johann Baptiste Mayrhofer und Franz Schubert

Kunst

- 70 n. Chr. in Pompej im „Casa del Poeto Tragico“ Wandgemälde
- vor 1730 „Iphigenies Opferung“ Frederico Bencovich (Barock, Faltenwurf; Pathos)
- 1862 u. 1871 „Iphigenie auf Tauris“ Anselm Feuerbach

Quellen

1. „Der Kleine Pauli“
2. „Who is Who in der Antike“
3. Euripides „Iphigenie in Aulis“
4. Euripides „Iphigenie auf Tauris“
5. Microsoft Encarta Enzyklopädie 2001 plus
6. „Königs Erläuterungen und Materialien“, J.W. v. Goethe I. auf Tauris
7. Gustav Schwab „Sagen“
8. „Schauspielführer I 1“
9. „Schauspielführer II 1“
10. „Deutsche Literaturgeschichte“
11. AH „Zur Literaturgeschichte - Weimarer Klassik“
12. Internet

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Details

Titel
Iphigenie in Aulis und auf Tauris. Ein kurzer Übeblick
Note
1
Autor
Jahr
2001
Seiten
5
Katalognummer
V104901
Dateigröße
359 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
iphigenie iphigeneia tauris euripides aulis
Arbeit zitieren
Johanna B. (Autor), 2001, Iphigenie in Aulis und auf Tauris. Ein kurzer Übeblick, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/104901

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