Süskind, Patrick - Das Parfum - Lesetagebuch über Patrick Süßkinds "Grenouille"


Referat / Aufsatz (Schule), 2001
23 Seiten, Note: 1

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Lesetagebuch

Das Parfum von Patrick Süskind

Stephan Arndt Klasse 10 c      

Inhaltsverzeichnis:

LESEPROZESS 3
KAPITELÜBERSCHRIFTEN 4
Erster Teil 4
Zweiter Teil 6
Dritter Teil 7
Vierter Teil 8
UNKLARE BEGRIFFE 9
ZEITGESCHICHTLICHE INFORMATIONEN 17
ENTWICKLUNG VON GRENOUILLE IM ERSTEN TEIL 18
BALDINIS VORGESCHICHTE UND IHRE BEDEUTUNG FÜR DEN ROMAN 20
WANDLUNG IN GRENOUILLE 21
BEDEUTUNG DER LIEBE FÜR GRENOUILLE 22
BEURTEILUNG DES ROMANENDES 23

Leseprozess

In den Winterferien habe ich das Buch mit auf die Reise genommen, konnte dort jedoch nicht viel lesen, da es überwiegend abends kein elektrisches Licht gab und außerdem die Temperatur in den Schlafräumen unter 10° C lag, da aus ökologischen Gründen in Nepal die Häuser bis auf die Küche und eventuell einen Aufenthaltsraum nicht geheizt wurden. Daher habe ich das Buch überwiegend in mehreren Abschnitten danach gelesen und dafür die Zeit vor dem Schlafengehen und die Fahrten zur Schule genutzt. Meine im Laufe des Leseprozesses gemachten Notizen habe zwischen dem 5.3. und 25.3.2001 am PC niedergeschrieben.

Kapitelüberschriften

Erster Teil

Kapitel

Inhalt
Seite
Lehrjahre
1

Geburt des Grenouille am allerstinkendsten Ort der Welt : Paris
5
2

Grenouille, das nichtriechende Teufelskind
11
3

Die Amme : Madame Gaillard
18
4

Die Zähheit des Grenouille
25
5

Holz, das erste Geruchserlebnis
31
6

Die schwere und lebensgefährliche Arbeit bei dem Gerber Grimal und die olfaktorische Entdeckung von Paris
40
7

Erstes Riechen eines Parfüms im Viertel ,,Faubourg Saint-Germain"
43
8

Der erste Mord des Grenouille
49
9

Das geruchliche Chaos im Hause Baldini
59
10

Gespräch über das Parfum für die spanische Haut
62
11

Baldinis Unfähigkeit ein Parfum zu erfinden
66
12

Untersuchung von Pélissiers Parfum ,,Amor und Psyche"
78
13

Das enttäuschende Scheitern, die Bestandteile des Parfum herauszufinden.
82
14

Grenouille Wunsch bei Baldini zu arbeiten und die Frage, ob Grenouille ein Betrüger oder Genie ist.
88
15

Kopie und Verbesserung von ,,Amor und Psyche" zu ,,Nuit Napolitaine" durch Grenouille
104
16

Grimals bestes Geschäft seines Lebens und die Folge : Der Sturz in den Fluss und der sofortige Tod.
112
17

Das Lernen der Sprache der Parfümerie und die spielerischen Kreationen, die Baldini zum Erfolg verhalfen.
114
18

Grenouille Begeisterung für das Destillieren. So kam er seinem Ziel eines eigenen Parfums wieder näher
122
19

Grenouille Lust alles mögliche zu destillieren um neue Gerüche zu erschaffen.
128
20

Grenouille letzte 48 Stunden
130
21

Grenouille verläst Paris und muss schwören Paris bis Baldinis Tod nicht wieder zu Betreten.
137
22

Die Sprengung aller Pariser Brücken und somit der Einsturz des Hauses Baldini.
141

Zweiter Teil

Sieben Jahre Einsamkeit und Grenouille als Objekt aufklärerischer Begierde
23

Grenouilles Suche nach Menschen reiner Luft und der Einsamkeit
147
24

Der Plombe du Chantal im Zentralmassiv der Auvergne. Der trostloseste und menschenleerste Ort Frankreichs.
152
25

Die Einrichtung auf dem Berg
155
26

Grenouilles Inneres Imperium
158
27

Grenouille in seinem purpurnen Salon
163
28

Die schweren sieben Jahre
169
29

Der menschliche Geruch, der Grenouille fehlte.
170
30

Grenouilles Weg nach Montpellier
176
31

Die Mischung des menschlichen Geruchs
186
32

Präsentation seines Duftes an die Menschheit
194
33

Die Wirkung des Parfums und der Vortrag des Marquis
200
34

Grenouille verlässt Montpellier
204

Dritter Teil

Die Perfektion des Duftdiadems
35

Die Blume hinter der Mauer
209
36

Das Atelier von Madame Arnulfi
219
37

Grenouilles Erlernen von Mazeration; Lavage, Filtrage und Enfleurage
226
38

Die Vorbereitungen
231
39

Die Morde an den 24 Mädchen als Basis des Duftdiadems
240
40

Das Ende der Mordserie
246
41

Der misstrauische Antoine Richis
253
42

Laure Richis der Schlussstein von Grenouilles Duftdiadem
257
43

Der Weg nach Napoule
262
44

Das Fehlen von Laures Duft
267
45

Die Ermordung Laures
272
46

Der endgültige Besitz des Duftes
279
47

Die Verhaftung Grenouilles
282
48

Das Urteil: Tod durch zwölf Schläge mit einer Eisenstange auf die Gelenke
287
49

Der Duft der Mädchen als Lebensretter
296
50

Das Bacchanal
308

Vierter Teil

Der Tod auf dem ,,Friedhof der Unschuldigen"
51

Der aus Liebe getätigte Mord an Grenouille
315

Unklare Begriffe


Seite

Begriff

Erklärung

Informationsquelle

7

Viktualien

alter Begriff für Lebensmittel

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8

Gicht

Stoffwechselkrankheit, die Schmerzen in den Gelenken verursacht

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10

expedieren

Güter befördern, absenden

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11

Behuf

Zweck

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13

Sprengel

Kirchlicher oder weltlicher Amtsbezirk

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13

Prior

[lateinisch »der Vordere (von zweien)«] der, Stellvertreter eines Abts; der Obere in einem selbstständigen Kloster, das nicht Abtei ist (Priorat); in entsprechenden Frauenklöstern die Priorin

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15

Disput

Streitgespräch

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17

Topfen

bayrischer, österreichischer Begriff für Quark

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17

Galette

ein aus Blätterteig gefertigter Kuchen

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18

Orakel

Weissagung

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19

Installation

Einsetzung in eine Stellung, in ein Amt

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19

Spektakel

alter Begriff für Schauspiel

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20

Erinnyen

[griechisch »die Zürnenden«], die griechischen Rachegöttinnen, bei späteren Dichtern drei: Tisiphone (die »Rächerin des Mordes«), Allekto (die »Unablässige«), Megaira (die »Neidische«). Beschönigend nannte man sie auch Eumeniden (die »Wohlgesinnten«). In Rom wurden ihnen die Furien gleichgesetzt.

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21

Horaz

römischer Dichter mit richtigem Namen Quintus Horatius Flaccus (65-8 v. Chr.)

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22

hutschte

bayrischer, österreichischer Begriff für schaukelte

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24

Animal

Tier

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24

extra muros

lat. außerhalb der Mauern

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24

Soutane

[su-, französisch] die (Sutane), bis zu den Knöcheln reichendes Obergewand der katholischen Geistlichen. Die nur knielange Soutane heißt Soutanelle.

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26

Cholera

[k-, griechisch] die (Cholera asiatica, Cholera epidemica), epidemisch und endemisch auftretende, meist schwere, hochakute Infektionskrankheit, für die Meldepflicht besteht

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26

Sol (Solidus)

[lateinisch »gediegen«, »fest«] der, 309 von Kaiser Konstantin_I. eingeführte Goldmünze (4,54_g), bis zum Ende des Byzantinischen Reichs als Handelsmünze weit verbreitet; in den Urkunden des Mittelalters Rechnungsmünze, 1_Solidus_= 12 Denare (Pfennige); als Geldstück Schilling genannt

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27

Marge

Spanne

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27

Etablissement

Geschäft, Vergnügungsstätte

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27

Konstitution

Allgemeine, körperliche Verfassung

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27

Schrunde

Risse in der Haut, die durch Verletzungen zugefügt worden sind

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27

Grind

Schorf

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27

hatschen

bayrischer, österreichischer Begriff für hinken

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27

resistentes

widerstandsfähiges

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27

minimales Quantum

sehr geringe Menge

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29

vegetativ

pflanzlich, pflanzenhaft; unbewusst

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31

Pelargonie

Geranie (Pflanze)

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32

imprägnierte

durchtränkte

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33

olfaktorisch

den Geruchssinn betreffend; Olfaktorius ist die medizinische Bezeichnung für Riechnerv

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39

transzendentaler

Transzendental: die Grenzen der sinnlich erkennbaren Welt überschreitend

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39

säkularer

weltlicher

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41

Lohgruben

Lohe: zerkleinerte Rinde, die zum Gerben verwendet wird

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48

synthetisierend

durch Synthese herstellend

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49

Quais

Ufer

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49

vivat

[lateinisch], Ausruf: (er, sie) es lebe hoch!

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55

apotheotische

Apotheose: [griechisch] die, Vergöttlichung, Erhebung eines Menschen zum Gott oder Halbgott

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58

ambrosisches

Ambrosisch: [griechisch-lateinisch], 1)_göttlich, himmlisch; 2)_köstlich (duftend)

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59

Ebenist

Kunstschreiner, benannt nach dem bei Intarsien verwendeten Ebenholz

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59

Kontor

Tisch

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60

Sachet

aus Seide gefertigtes Duftsäckchen

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61

Potpourris

Porzellanvasen mit gelöchertem Deckel um duftende Kräuter darin aufzubewahren

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62

exaltiert

[lateinisch] sich überschwänglich benehmen; sich hysterisch erregen

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66

demodiertes

aus der Mode gekommenes

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69

drakonisch

sehr streng

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69

Rigidität

[lateinisch »Starrheit«] Psychologie: die starre Fixierung auf bestimmte Vorstellungen, Denk- und Handlungsweisen

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70

Alambic

zum Destillieren benötigter Behälter

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71

Assyrer

Einwohner des Gebietes um Assur und Tigris

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72

Commerçant

frz. Geschäftsmann

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74

perfid

niederträchtig

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79

Eloge

Lobrede, Lobschrift; in der französischen Literatur des 17. Und 18._Jahrhunderts in kunstreicher Rhetorik gestaltete Rede. Heute oft ironisch gebraucht (im Sinne von Lobhudelei)

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81

ambitiös

ehrgeizig

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86

subaltern

[lateinisch], untergeordnet, ohne eigene Verantwortung

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86

devot

[lateinisch], demütig, unterwürfig

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89

Manual

[lateinisch] die mit den Händen zu spielende Klaviatur bei Orgel, Cembalo, Harmonium, im Unterschied zum Pedal, das mit den Füßen gespielt wird

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91

Pistill

keulenförmiger Stab zum Zerkleinern von harten Stoffen

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92

Chuzpe

salopp abwertend für Dreistigkeit, Unverfrorenheit

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98

Akribie

äußerste Genauigkeit, Gründlichkeit

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100

eklatant

offenkundig; Aufsehen erregend; auffallend

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108

Pathos

Feierlichkeit, Leidenschaftlichkeit; in der »Poetik« des Aristoteles Hauptelement des Tragischen, wesentliche Voraussetzung für die Katharsis

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118

Argusaugen

scharf beobachtende Augen

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123

digerieren

entziehen

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128

Maische

ein zucker- und stärkehaltiges flüssiges Gemisch als Grundlage alkoholischer Gärprozesse bei der Bier-, Branntwein- und Weinherstellung

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135

moribund

[lateinisch], im Sterben liegend

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137

Enfleurage

Gewinnung von Blütenriechstoffen durch wiederholtes Aufstreuen von Blüten auf Rahmen, die mit Fett bestrichen sind, und Extraktion des mit Duftstoffen angereicherten Fettes mit Alkohol

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142

konziliant

[lateinisch-französisch], umgänglich, verbindlich, freundlich; versöhnlich

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154

ekstatisch

schwärmend

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158

Imperium

[lateinisch »Befehlsgewalt«] allgemein: Weltreich; Herrschaftsbereich

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159

sublim

erhaben

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159

Extinktion

[lateinisch] allgemein: Auslöschung, Erlöschen

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161

Rabatte

[niederländisch aus französisch] ein meist langes und schmales Zierpflanzenbeet längs von Wegen und Rasenflächen

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162

Myriade

Unzahl, unzählige Menge


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178

Biosphäre

die Gesamtheit der mit Lebewesen besiedelten Schichten der Erde: Atmo-Hydro- und Pedosphäre

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179

,,fluidum letale"

tödliche Erdausstrahlung

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191

Chiffre

in der Dichtung symbolhaftes Wort mit einem vom Autor gesetzten Sinn

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193

latent

[lateinisch], verborgen vorhanden

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193

unvirulent

nicht aktiv

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193

applizieren

[lateinisch], anwenden, gebrauchen; auftragen

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198

omnipotent

allmächtig

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199

Surrogat

nicht vollwertiger Ersatz

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202

fulminant

[lateinisch], glänzend, großartig, ausgezeichnet

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205

mondän

vornehm

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206

Adept

[lateinisch »der erlangt hat«] Eingeweihter, Anhänger einer Lehre

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219

prekär

[französisch], schwierig, misslich, heikel

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222

Mazeration

unter Verwendung von heißem Fett oder Öl zur Duftstoffgewinnung verwendetes Verfahren, bei dem Blüten mit heißen Fett verrührt werden und das Fett die flüchtigen Aromastoffe aufnimmt

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224

Lavage

Auswaschung mit Alkohol

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234

subtil

[lateinisch], fein, zart; scharfsinnig; spitzfindig

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235

infinitesimal

[lateinisch], beliebig (»unendlich«) klein; gegen null strebend

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239

Miasma

[griechisch »Verunreinigung«] Bezeichnung für einen früher angenommenen krankheitsauslösenden Stoff in der Atmosphäre beziehungsweise in den Ausdünstungen des Bodens

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244

lapidar

[lateinisch], knapp, ohne weitere Erläuterungen, kurz und bündig formuliert

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246

fragil

[lateinisch], zerbrechlich; zart

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251

Petition

[lateinisch] Bitte, Gesuch, besonders die Eingabe an Staatsoberhaupt, Volksvertretung oder Behörde

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253

Reputation

[lateinisch] die, Bitte, Gesuch, besonders die Eingabe an Staatsoberhaupt, Volksvertretung oder Behörde

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284

Lamento

[italienisch] das, umgangssprachlich für: Wehklage


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293

exorbitant

[lateinisch], außergewöhnlich; übertrieben; gewaltig

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297

Ornat

[lateinisch] der, Schmuck, feierliche Amtstracht

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300

amorph

[griechisch], form-, gestaltlos

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303

Bacchanal

[nach dem römischen Gott Bacchus] das, rauschhafte, zum Teil exzessive altrömische Kultfeiern zu Ehren des Bacchus (Dionysos)

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313

konstituieren

[lateinisch], bilden, gründen

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318

Desperados

[spanisch »Verzweifelter«] der, zu extremen Handlungen entschlossener politischer Abenteurer; auch gesetzloser Außenseiter der Gesellschaft

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Zeitgeschichtliche Informationen

Geburtsdatum des Grenouille : 17.07.1738
Geburtsort: Auf dem Fischmarkt am ,,Cimetière des Innocents" in


Paris

Regierungsform in Frankreich: Königtum (S. 7)
Sonstiges: sehr schlechter hygienischer Zustand, Geruch, Fehlende Kanalisation in Paris (S.6)


Todesstrafe als alltägliche, normale Strafe (S.9)
viele Findelkinder und Waisenhäuser (S.36/37)
Französische Revolution (1789) (S.39)
Arbeit wird von Kindern verrichtet, Kinderarbeit erlaubt (S.41)
zurückliegende Medizin (S.42)
Thronbesteigung durch Ludwig XV. (S.49)
Fortschritt im Verkehr (S.72)
Kriegserklärung von England an Frankreich (S.143/144)
7 Jähriger Krieg (S.169)
Hinrichtungen zur Unterhaltung der Öffentlichkeit (S.294)

Entwicklung von Grenouille im ersten Teil


Alter

Erfahrungsraum

Ausgeprägtheit seines Könnens

Krisen

Geburt

Fischabfälle unter der Fischtheke
-

Mutter wird hingerichtet

Säugling

unterschiedliche Ammen
Kloster Saint-Merri
Waisenhaus der Madame Gaillard am Rande von Paris

nimmt seine nächste Umgebung geruchlich war
kann mit geschlossenen Augen seine Umgebung wahrnehmen

wird mit dem Teufel verglichen und wird gehasst

Kleinkind

Waisenhaus, Wald und nähere Umgebung
spricht nur Wörter, die mit Gerüchen zu tun haben

olfaktorischer Spracherwerb
lernt den Geruch den Geruch des Holzes kennen und erkennt verschiedene Holzarten an ihrem Geruch
lernt kaum die menschliche Sprache
sein Geruchssinn entwickelt sich immer schärfer und er kann seine Nase immer genauer einsetzen

übersteht mehrere Krankheiten und Unglücksfälle
überlebt Mordanschläge seiner Mitzöglinge

Schulkind
 
kennt seine Umgebung vollständig geruchlich
kann sich problemlos in völliger Dunkelheit zurecht finden
 
 
Gerberei von Grimal
Vollständige olfaktorische Erkundung von Paris

sammelt Gerüche und spaltet sie in seine Einzelteile auf speichert sie und komponiert neue Düfte
durch den Geruch des ermordeten Mädchens ist Grenouille in der Lage seine Gerüche systematisch zu ordnen und im Gedächtnis neue Düfte zu entwickeln

übersteht Milzbrand


Jugendlicher

bei dem Parfumeur Baldini lernt Grenuoille die Sprache und Techniken der Parfumeure
erhält den Gesellenbrief von Baldini, so hat er die Chance in jeder Parfumerie Arbeit zu finden

kann ohne Probleme das Parfum ,,Amor und Psyche" kopieren
Grenouille erfindet rund 600 neue Parfums
erlernt das Destillieren

Grenouille wird sterbenskrank

Baldinis Vorgeschichte und ihre Bedeutung für den Roman

Baldini ist im Gegensatz zu Grenouille nur ein Handwerker ohne jede Begabung. Er ist nur ein bekannter Parfumuer in Paris geworden, weil er ein Parfum kreiert, für das sein Vater ihm die Formel gegeben hat. Doch mittlerweile verliert er immer mehr Kunden und an Ruhm.
Doch Baldini spielt eine große Rolle für Grenouille, da von ihm sein handwerkliches Können in der Duftherstellung gefördert wird. Denn mit Baldinis Hilfe lernt Grenouille die Techniken des Destillierens und die Sprache der Parfumeure. Baldini verschafft Grenouille ebenfalls den Gesellenbrief, ohne den Grenouille kaum Chancen hätte in anderen Parfumerien Arbeit zu finden und so auch nicht die anderen Techniken zur Duftstoffgewinnung lernen könnte.

Wandlung in Grenouille

Mit dem Ziel vor Augen die anderen Techniken zur Duftgewinnung zu lernen macht sich Grenouille auf dem Weg nach Grasse. Auf dem Weg dorthin findet die erste Wandlung in Grenouille statt. Er will sich immer mehr von den Menschen entfernen (,,Am befreiendsten empfand er die Entfernung von den Menschen.", S.148) und er sucht die Einsamkeit. Diese findet er am menschenfernsten Platz in Frankreich, auf dem Gipfel des Plomb du Cantal, einem Vulkan im Zentralmassiv der Auvergne. Er richtete sich auf dem Berg ein und lebte dort nur von Wasser und Flechten. Auf dem Berg verarbeitet Grenouille auch all die Demütigungen, die ihm in seinem Leben widerfahren sind und den Hass von bestimmten Gerüchen, an denen er in seiner Fantasie Rache nimmt. Grenouille rechnet mit seiner olfaktorischen Vergangenheit ab und schafft sich ein eigenes inneres Reich, in dem er selbst Herrscher ist. Doch dann entdeckt Grenouille, dass er keinen körperlichen Eigengeruch hat, erst im inneren Reich und dann in der Realität. Nun findet die zweite Wandlung in ihm statt. Diese Geruchlosigkeit versetzt ihn in angst und er beschließt den Berg zu verlassen um eine Imitation des Körpergeruchs herzustellen. Weiterhin beschließt er den Duft seines Lebens zu kreieren damit die Menschen ihn lieben und er die Macht über sie hat.

Bedeutung der Liebe für Grenouille

Die Liebe hat für Grenouille keine große Bedeutung, da er in seinem Leben nie Liebe erfahren hat. Grenouille ist bereits als ungeliebter Sohn einer Kindermörderin geboren. Für seine Mutter war er nur ein Stück blutiges Fleisch. Somit ist die erste Erfahrung von Grenouille Ablehnung und Hass. Und auch sein Schrei mit dem er sich nach der Geburt aufmerksam gemacht hat, war kein Schrei nach Liebe, sondern ein Schrei der Entscheidung gegen die Liebe und dennoch für das Leben (Zitat, S.28). Durch den Hass, den ihm seine Mitzöglinge entgegenbrachten und durch die Gefühlskälte von Madame Gaillard, kapselt sich Grenouille von seinen Mitmenschen ab und wird zum Zeck. Auch bei dem Aufenthalt bei dem Gerber Grimal und dem Parfumeur Baldini erfährt Grenouille nie Liebe. Für den Gerber Grimal ist er nur aufgrund seiner Resistenz gegenüber des Milzbrandes von Bedeutung. Und Baldini nutzt nur Grenouilles Begabung aus um wieder reich zu werden und Ruhm zu erlangen. Nach dem Abrechnen mit seiner Vergangenheit auf dem Plomb du Cantal beschließt Grenouille einen Duft zu kreieren, mit dem er sich Macht über die Menschen verschaffen will, und sie ihn somit lieben.

Beurteilung des Romanendes

Mir hat das Ende des Romans sehr gut gefallen, weil der Autor den Ort wählt, wo Grenouille als Kind schon sterben sollte. Weiterhin erreicht Grenouille teilweise mit seinem Tod sein Ziel, denn die Menschen, die aufgefressen haben, haben es aus Liebe getan.

23 von 23 Seiten

Details

Titel
Süskind, Patrick - Das Parfum - Lesetagebuch über Patrick Süßkinds "Grenouille"
Note
1
Autor
Jahr
2001
Seiten
23
Katalognummer
V104997
Dateigröße
409 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Süskind, Patrick, Parfum, Lesetagebuch, Süßkinds, Grenouille
Arbeit zitieren
Stephan Arndt (Autor), 2001, Süskind, Patrick - Das Parfum - Lesetagebuch über Patrick Süßkinds "Grenouille", München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/104997

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