Die Philosophie der Literaturepoche des Realismus


Referat / Aufsatz (Schule), 2001

6 Seiten, Note: 2


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Die Philosophie des Realismus

- R. ist eine Epoche der Gegensätze - z.B. poetischer Realismus, der die Realität verklärte in ein abgeschwächtes Abbild im Gegensatz zu anderen Werken, die die ganze harte Realität darstellten
- Lit. war eine Lit. des Bürgertums - Philosophie auch
- neben bürgerlichen Ansichten gab es zeitgleich auch schon den Marxismus bzw. Sozialismus
- weitestgehend von den Schriftstellern des wohlhabenden Bürgertums abgelehnt
- R. selbst ist nicht direkt durch eine best. Philosophie entstanden
- genauso ist auch die Philosophie nicht durch den R. entstanden
- Realismus beruft sich auf best. Philosophien um seine spezielle Form der Darstellung zu rechtfertigen
- damit unterstützt aber die jeweilige Theorie wieder den jeweiligen Künstler
- [Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten] weiteres Bekanntwerden des R.
- die wichtigsten Theorien die dabei beteiligt waren kamen von:
- David Hume
- Auguste Comte
- Arthur Schopenhauer
- Hippolyte Taine
- Gemeinsamkeit:

[Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten] traten immer gegen die alten, bisher etablierten Philosophien an

[Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten] wollten etwas neues Schaffen bzw. die alten Theorien erneuern

[Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten] wurden vor der eigentlichen Epoche des R. verfaßt, wurden aber Teilweise erst im R. breitem Publikum bekannt

werde Theorien nacheinander Vorstellen und zum Schlußzusammenfassen

David Hume (1711-1776)

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Kurzbiographie:

- * 1711 als Sohn eines Schottischen Landadeligen
- studierte Jura, brach aber ab und wechselte zu Philosophie
- schon 1741 erste Bücher - Bekanntheit
- 1748 (21 Jahre) Hauptwerk - "Ein Traktat über die Menschliche Natur"
- 1763 britische Botschaft in Paris [Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten] Kontakt zu franz. Philosophen
- 1769 zurück nach Schottland
- 28.08.1776

Philosophie:

- dem englischen Empirismus zuzuordnen
- Grundlage: ging davon aus das der Mensch:

1. Eindrücke hat

2. [Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten] durch Geist zu Vorstellungen zusammengesetzt bzw. Verarbeitet

[Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten] der Geist kann sich dabei irren

[Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten] falsche Vorstellungen können entstehen (z.B. Engel - Mann + Flügel)

[Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten] nur das kann als Wahrheit akzeptiert werden, was durch Erfahrungen gesichert ist

[Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten] Naturgesetze können nicht erfahren werden (Stein fällt zu Boden [Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten] Erfahrung aber man kann nicht das Gesetzt an sich erfahren [Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten] der Stein fällt immer zu Boden)

[Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten] der Mensch kann nur einzelne Eindrücke wahrnehmen

[Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten] Verknüpfung von Ursache und Wirkung kann nicht erfahren werden

Außerdem:

[Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten] bestreiten der Existenz einer objektiven Grundlage für das Schöne

[Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten] Realismus entnimmt daruas die Eigenschaft Hauptsächlich die Realität in ihrer Gesammtheit und teilweise auch Grausamkeit abzubilden

Auguste Comte (1798-1857)

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Kurzbiographie:

- * 19.01.1798 in Montpellier
- Studium in Paris - aber von Uni verwiesen, wegen Führung einer Studentenaufruhr
- private Vorlesungen u. Veröffentlichungen
- ganze Leben auf finanzielle Unterstützung von Freunden und Anhängern angewiesen
- Tod 5. September 1857 in Paris

Philosophie:

- Begründer des sog. Positivismus
- Entdeckt ein Gesetz über Die Entwicklungsstadien der Erkenntnis der Menschen
- 3 Stadien:

1. theologischen Stadium:

- ungeprüftes Offenbarungswissen
- Glaube an den Besitz von absolutem Wissen (z.B. Bibel) der ersten Ursache und des letzten Zieles
- Naturerscheinungen werden mit einem besonderen Willen der dinge selbst oder eines höheren Wesens erklärt

2. metaphysisches Stadium:

- Was ist Metaphysik:

[Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten] Jede Theorie die 4 besondere Grundbehauptungen erfüllen:

1. Es gibt Gesetzmäßigkeiten und Strukturen in den Phänomenen
2. ethische und ästhetische Normen sind nicht willkürlich
3. der Inhalt der höchsten Normen kann bestimmt werden
4. die höchsten Normen können erfüllt werden (in diesem Leben oder nach dem Tod)

- Zeit der Philosophen
- Erkenntnis ist abstrakt und nur von Vermutungen über verborgenen Ursachen der Wirklichkeit gestützt
- erste Anfänge der Wissenschaften

3. positivistisches Stadium:

- Comte meinte mit dem Entwickeln der positivistischen Theorie die 3. Stufe erreicht zu haben

- Positivismus ist Grundlage der Wissenschaft die den Positivismus noch heute als Grundlage hat

- Quelle der Erkenntnis ist das positiv Gegebene/Erkennbare

[Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten] Beschränkung der Gültigkeit menschlicher Erkenntnis auf das ErfahrungsgemäßGegebene

[Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten] = Tatsachen deren Regelmäßigkeiten in Bezug und Ablauf festgestellt werden sollen

[Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten] Grundlage der gesamten Naturwissenschaften

Bsp.: ein Stein fällt immer wieder nach unten

[Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten] nach positivistischer Auffassung kann ein Gesetzt formuliert werden: der Stein fällt immer nach unten

[Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten] im Widerspruch zum Empirismus von Hume: man kann das Naturgesetz an sich nicht erfahren

- Beschreibung und Systematisierung aller Wirklichkeitsbereiche sind die wichtigsten Aufgaben der Wissenschaften
- [Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten] wertende Urteile sind unwissenschaftlich und daher zu vermeiden

[Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten] Realismus hat hieraus die starke Objektivität als Eigenschaft entlehnt

Arthur Shopenhauer (1788-1860)

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Kurzbiographie:

- * 1788 als Kind eines Danziger Großkaufmanns
- schon als Kind/Jugendlicher viel durch Europa gereist
- umfassende Kenntnisse der europäische Literatur
- nach dem Tod des Vaters zog er mit seiner Mutter, mit der er ein sehr gestörtes Verhältnis hatte nach Weimar
- 1813 Doktortitel
- 1818 Hauptwerk Die Welt als Wille und Vorstellung
- lebte zusammen mit seinem Pudel in Frankfurt
- 9 Jahre vor seinem Tod 1860 wurde seine Philosophie erfolgreich

Philosophie:

- Pessimismus

[Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten] ausgehend vom Idealismus ([Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten] "Die Welt ist meine Vorstellung")

[Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten]die Welt ist immer unsere persönliche Welt, da wir sie nur mit unseren eigenen Sinnes- und Denkorganen erfassen können

[Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten] "Die Welt ist Vorstellung"

+ der Mensch hat auch einen Körper [Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten] d.h. der Mensch beobachtet nicht nur, er handelt auch

[Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten] der Mensch handelt zielgerichtet

[Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten] Ausdruck eines Willens zum Leben

[Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten] jeder Wille hat ein Ziel seines Wollens = Streben nach Glück

"Alles Wollen entspringt aus Bedürfnissen, also aus Mangel, also aus Leiden"

[Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten] alles Leben ist Leiden

[Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten] alle Liebe ist Mitleid

Ausweg: Verneinung des Willens zum Leben

- der Pessimismus war eine weit verbreitete Philosophie, die deshalb auch den Realismus beeinflußte

- der Realismus zeigt deshalb oft die negativen Seiten der Realität

Hippolyte Taine (1828-1893)

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Kurzbiographie:

- * 21.4. 1828 in Vouziers
- nach Erwerb des Doktortitels arbeitet für versch. Zeitschriften
- 1864 Professor für Kunstgeschichte an der Ecole des Beaux-Arts
- veröffentlichte viele verschiedene Werke über Geschichte, Literatur, Kunst, Philosophie und Erkenntnistheorie
- 1878 Aufnahme in die Académie francaise
- Tod 5. März 1893 Paris

Milieutheorie:

- der Geist des Menschen ist bei seiner Geburt wie eine unbeschriebene Tafel ohne Inhalt

[Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten] wird während des Lebens mit Sinneseindrücken gefüllt

[Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten] Bewußtseinsinhalte sind von Sinneseindrücken abhängig

[Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten] Mensch ist von seiner Umwelt, also seinem Milieu bestimmt

[Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten] Charachter der Menschen ist vom Milieu abhängig

[Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten] deshalb ist das Handeln des einzelnen von seinem Milieu bestimmt

- Mensch ist außerdem von:
- Rasse
- Vererbung
- geschichtlicher Lage

abhängig

[Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten] Mensch ist also das Produkt des Kräftespiels zwischen Milieu, Rasse, Vererbung und Moment

- besonders das Milieu, (so) glaubte man, bestimmte die Entfaltung der Ererbten Anlagen [Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten] daher empfand man den einzelnen Menschen nicht mehr für seine Haltung, Entscheidungen und Handlungen als selbst verantwortlich
- Zitat:

"Dem Menschen sind nur die Erde und das kurze Leben auf ihr gegeben. Er ist eingespannt in einen naturgesetzlichen Ablauf der Dinge. Die Willensfreiheit ist eine Illusion."

[Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten] deterministische Theorie = bedeutet das die Welt als vorherbestimmt betrachtet wird

- durch den Determinismus verschwand der "klassische Bösewicht" aus der Lit.
- es kam zu einem sittlichen Relativismus [Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten] also zu einem Standpunkt jenseits von Gut u. Böse
- detaillierte Schilderung des Milieus der Charaktere im Realismus

Zusammenfassung

- Realismus hat keine vollständig einheitlich Grundlage
- entstand mehr oder weniger durch das Einwirken versch. Philosophischer und Gesellschaftlicher Strömungen
- deshalb gibt es auch im Realismus selber versch. Richtungen (z.B.: bürgerlich kritischer Realismus oder poetischer Realismus)
- man kann aber versch. Ziele realistischer Werke aufzählen:
- Widerspiegeln des Gesellschaftlichen Wesens
- Vermitteln humanistischer Konzeptionen
- Eindringen in das gesellschaftlichen Wesen des Menschen zum Zweck seiner realen Selbstbefreiung

Quellen:

"Deutsche Literaturgeschichte"

"Geschichte Deutscher Literatur" (Digitale Bibliothek)

"Geschichte der Philosophie"

"Sophies Welt"

Brockhaus Lexikon

Internet

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Details

Titel
Die Philosophie der Literaturepoche des Realismus
Note
2
Autor
Jahr
2001
Seiten
6
Katalognummer
V105139
Dateigröße
363 KB
Sprache
Deutsch
Anmerkungen
Der Realismus nimmt seine Ideen aus 4 verschiedene Philosophierichtungen, die hier zusammenfassnd erklärt werden
Schlagworte
Realismus Taine Comte Schopenhauer David Hume Philosophie
Arbeit zitieren
Kai Dietrich (Autor), 2001, Die Philosophie der Literaturepoche des Realismus, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/105139

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