Thema dieser Hausarbeit ist die Erläuterung und der Vergleich der beiden grundlegenden Wahlsysteme, der Mehrheitswahl und der Verhältniswahl. Es wird erklärt wie beide Wahlsysteme funktionieren und worin sie sich unterscheiden, im Bezug auf Ausführung, Ermitteln der Ergebnisse, Ziele und Wirkungen. Die theoretischen Eigenschaften beider Wahlsysteme werden ausführlich erläutert.
Im zweiten und dritten Kapitel wird außerdem kurz auf Begriff und Funktionen der Wahl eingegangen, sowie die Wahlrechtsgrundsätze dargestellt.
Ziel dieser Hausarbeit ist es nicht die verschiedenen Wahlsysteme dahingehend zu bewerten welches nun besser oder schlechter ist, es wird auch keine Wertung in diesem Sinne stattfinden, statt dessen werden Vor- und Nachteile beider Wahlsysteme erläutert. Allerdings wird es in dieser Arbeit nicht möglich sein Auswirkungen und Tendenzen beider Wahlsysteme in der Praxis zu überprüfen, z. B. wichtige äußere soziale, politische und institutionelle Faktoren in die Betrachtung mit einzubeziehen. D. h. alle Darstellungen sind rein theoretischer Natur. Als Grundlagen zur Beantwortung der Fragen in dieser Hausarbeit diente mir einerseits das Internet (Wahlrecht.de) und anderseits verschiedene Bücher. Hier wären kurz zu erwähnen, z. B.: Stichwort: Wahlen, von Wichard Woyke und die Wahlrechtsfibel von Walter Gensior und Volker Krieg.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Begriff und Funktionen der Wahl
2.1 Begriff der Wahl
2.2 Funktionen der Wahl
3. Wahlrechtsgrundsätze
4. Wahlsysteme
4.1 Mehrheitswahl
4.1.1 Vorzüge der Mehrheitswahl
4.2 Verhältniswahl
4.2.1 Sperrklauseln
4.2.2 Vorzüge der Verhältniswahl
4.3 politische Wirkung von Wahlsystemen
5. abschließende Betrachtung
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit erläutert und vergleicht die zwei grundlegenden Wahlsysteme, Mehrheits- und Verhältniswahl, hinsichtlich ihrer theoretischen Funktionsweise, ihrer Zielsetzungen sowie ihrer politischen Auswirkungen und Tendenzen.
- Grundbegriffe und Funktionen von Wahlen
- Normative Wahlrechtsgrundsätze
- Strukturen und Vorzüge der Mehrheitswahl
- Strukturen und Vorzüge der Verhältniswahl
- Vergleichende Analyse politischer Wirkungen
Auszug aus dem Buch
2.1 Begriff der Wahl
Die Wahl ist ein Verfahren zur Bildung von Vertretungen sowie zur Besetzung von Ämtern und Positionen. Bei Wahlen geben die Wahlberechtigten Stimmen ab, die ausgezählt und nach einem bestimmten Verfahren verrechnet werden. Je nach Verrechnungsverfahren und Wahlausgang wird das zu wählende Organ zusammengesetzt.
Der Wahlbegriff bedarf freilich noch einer näheren inhaltlich-qualitativen Beschreibung. Jede Wahlentscheidung setzt eine Auswahl voraus. Das heißt, es müssen verschiedene miteinander konkurrierende Personen, Personengruppen (Parteien) und Sachprogramme vorhanden sein, zwischen denen der Wähler eine Auswahl treffen kann. Die Wahl kann daher auch als Konkurrenzkampf, oder als eine Art Wettstreit um die Wählerstimmen angesehen werden. Ist eine Konkurrenzsituation nicht gegeben, liegt kein Wahlakt, sondern allenfalls eine Akklamation im Sinne einer totalen Zustimmung vor. Spricht man von Wahl, spricht man auch von der Wahlfreiheit des Wählers. Er muß sich frei, d.h. eigenverantwortlich und frei von Druck sowie äußerer Beeinflussung entscheiden und seine Stimme abgeben können. Wahlen sind frei, oder sie sind keine.
Die politische Wahl läßt sich mithin definieren als Auswahl unter verschiedenen politischen Vorstellungen und Sachprogrammen, für die Personen und Personengruppen (Parteien) konkurrierend um Mandate und Ämter auftreten.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Vorstellung der Thematik der Hausarbeit, welche die Erläuterung und den Vergleich der zwei grundlegenden Wahlsysteme zum Ziel hat.
2. Begriff und Funktionen der Wahl: Definition des Wahlbegriffs und Erläuterung zentraler Funktionen wie Legitimation, Repräsentation, Auswahl, Kontrolle, Konkurrenz und Partizipation.
3. Wahlrechtsgrundsätze: Darstellung der normativen Anforderungen an eine kompetitive Wahl, wie die Freiheit der Wahlwerbung oder die geheime Stimmabgabe.
4. Wahlsysteme: Untersuchung der Funktionsweisen, Vorzüge und politischen Wirkungen von Mehrheits- und Verhältniswahl sowie der Rolle von Sperrklauseln.
5. abschließende Betrachtung: Zusammenfassender Vergleich beider Wahlsysteme unter Berücksichtigung der theoretischen Eigenschaften und praktischen Realität.
Schlüsselwörter
Wahlsysteme, Mehrheitswahl, Verhältniswahl, Wahlrechtsgrundsätze, Wählerstimmen, Mandate, Parlament, Parteien, Regierungsbildung, politische Kultur, Wahlkampf, Sperrklausel, Demokratie, Wahlrecht, Machtkontrolle
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit beschäftigt sich mit den zwei grundlegenden Wahlsystemen – Mehrheitswahl und Verhältniswahl – und vergleicht deren Funktionsweisen und Charakteristika.
Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?
Die Arbeit deckt die Definition des Wahlbegriffs, die Funktionen von Wahlen, die Wahlrechtsgrundsätze sowie den Aufbau und die Wirkungsweisen beider Wahlsystemtypen ab.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist die theoretische Erläuterung der verschiedenen Wahlsysteme, um deren Vor- und Nachteile aufzuzeigen, ohne dabei eine wertende Empfehlung auszusprechen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es handelt sich um eine theoretische Arbeit, die auf Literaturanalyse und Internetquellen zur systematischen Aufarbeitung der Wahlsysteme basiert.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Begriffsklärung, die Darstellung der Wahlrechtsgrundsätze und eine detaillierte Analyse der Mehrheits- und Verhältniswahl sowie deren politische Wirkungen.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit lässt sich primär über Begriffe wie Wahlsysteme, Demokratie, Mandatszuteilung, Parteiensysteme und Wahlrechtsgrundsätze beschreiben.
Welche Rolle spielen Sperrklauseln in der Argumentation?
Sperrklauseln werden als notwendiges Mittel gegen die Zersplitterung des Parlaments diskutiert, wobei auch deren problematische Tendenz zur Erstarrung im Parteiensystem erwähnt wird.
Was besagt das Gerechtigkeitsargument bei der Verhältniswahl?
Das Gerechtigkeitsargument betont die proportionale Repräsentation politischer Strömungen, sodass jede Stimme einen möglichst gleichen Erfolgswert erzielt.
Warum wird die Mehrheitswahl oft mit stabilen Regierungen in Verbindung gebracht?
Die Mehrheitswahl fördert tendenziell Zweiparteiensysteme, was die Bildung stabiler Regierungsmehrheiten erleichtern kann.
Wie grenzt sich diese Arbeit von einer praktischen Analyse ab?
Die Autorin weist explizit darauf hin, dass die Ausführungen rein theoretischer Natur sind, da äußere soziale oder institutionelle Praxis-Faktoren den Rahmen einer Hausarbeit übersteigen würden.
- Citar trabajo
- Dennis Adler (Autor), 2000, Wahlsysteme im Vergleich: Mehrheits- und Verhältniswahl, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/105163