Georg Friedrich Händel


Referat / Aufsatz (Schule), 1999
7 Seiten, Note: 1

Gratis online lesen

Georg Friedrich Händel

Händels Leben (1685-1759)

Georg Friedrich Händel, wahrscheinlich am 23. Februar 1685 in Halle geboren, war der Sohn des Leibchirurgen Georg Händel. Seine Mutter war die Pfarrerstochter Dorothea.

Händels Vater hatte für ihn zuerst eine juristische Laufbahn vorgesehen. Doch der Herzog von Weissenfels erkannte Händels musikalisches Talent und überzeugte seinen Vater. Dieser ermöglichte ihm ein Musikstudium beim berühmten halleschen Organisten Friedrich Wilhelm Zachow. Zu dieser Zeit besuchte Händel das Stadtgymnasium in Halle.

Händels Vater starb 1697. Händel schrieb mit seinen zwölf Jahren ein Trauerlied an seinen toten Vater. Seine Mutter und seine Schwester waren später die einzigen Verwandten, die seinen musikalischen Aufstieg miterlebten.

Händel besuchte in den darauffolgenden Jahren die Lateinschule und schrieb bald sich an der Universität Halle ein. Zur gleichen Zeit war er als Hilfsorganist an der hiesigen Domkirche tätig.

Händel in Hamburg (1703-1706)

Im Jahre 1703 kam Händel an die Hamburger Oper und spielte die zweite Violine, doch er bewies Geschick und bekam bald den Posten des Klavierspielers. In Hamburg lernte Händel Mattheson, einen der führenden Schriftsteller seiner Zeit kennen, der später ein guter Freund Händels wurde und mit dem er viele Reisen unternahm. In Hamburg schrieb er seine ersten Opern, wie: Almira, Florindo und Dafne. Doch zwischen Händel und Mattheson kam es zum Streit:

Händel sollte, bis Mattheson seinen Part als Schauspieler beendet hatte, das Klavier übernehmen und den Posten des Spielers wider zurück an Mattheson übergeben. Händel jedoch, tat so, als ob er Mattheson nicht bemerkt hatte und machte ihn somit zum Gespött der Leute. Mattheson vesuchte vergeblich Händel vom Klavier zu ziehen, doch als ihm dies nicht gelang kam es zum Kampf. Das Finale bildete das Duell am Gänsemarkt. Keiner der Beiden wurde dabei verletzt.

Mattheson rächte sich später, indem er Händels Stücke heftig kritisierte.

Italien (1706-1710)

Nun beginnt Händels große Zeit und er wird schon bald berühmt. Er speist mit den höchsten Gesellschaften und lernt schnell die italienische Sprache. In Rom, war ihm sein Ruf schon vorausgeeilt. Dort nannte man ihn auch „il famoso Sassone“, zu deutsch „der berühmte Deutsche.“ Er machte sich auch hier in Rom viele Freunde und Verehrer. Es war eine Ehre für einen Hausherrn eine Berühmtheit wie Händel, als Gast zu haben. Händel reiste weiter nach Neapel, wo er jedoch nur ein Jahr blieb. Von dort aus ging es nach Venedig. Hier macht er seine wichtigste Bekanntschaft: den Vizekönig Kardinal Grimani. Diesem gehört die führende Opernbühne in Venedig. Der Vizekönig verhilft Händel zur Aufführung seiner Oper Agrippina, mit der er seinen Durchbruch schaffte. Nun war Händel nicht nur bei den italienischen Adligen berühmt, nein jetzt liebte ihn auch das deutsche und italienische Volk. Sogar die Fischer sangen sein Stücke mit. Sein Ruhm reichte bis nach Deutschland zurück. Agrippina wurde insgesamt 27mal aufgeführt.

Hannover und London (1710-1759)

Händel lernte in Venedig Bischof Steffani kennen, der als Komponist für die Oper in Hannover tätig war. Er schlug Händel als seinen Nachfolger vor. Dieser nahm an blieb jedoch nur wenige Monate. Nachdem er mit dem Baron von Kielsegg verhandelte, schlug der Earl of Manchester vor, ihn nach London zu schicken, da dort ein feuriger, junger Virtuose wie Händel, benötigt werde. Es war eine gute Idee, denn die Engländer waren nicht gerade begeistert von den Deutschen; und Händel sollte ihre Vorurteile beheben. Nun reiste er nach London ab, kam jedoch fast ein Jahr zu spät an. Der Grund dafür war, dass er noch seine Familie und Freunde in Halle besucht hat. Seine altersschwache Mutter war inzwischen schon blind geworden. Er besuchte noch seine alten Freunde und Verwandten, unter denen auch sein alter Lehrer Zachow war. Nachdem Händel in London ankam, vollendete er nach zwei Wochen sein Werk Rinaldo, die erste italienische Oper, die für eine Londoner Bühne geschrieben wurde. Die Uraufführung des Rinaldo wurde für Händel ein großartiger Triumph.

Er verbrachte ein weiteres Jahr in Hannover und kehrte im Herbst 1712 nach London zurück. Einer seiner Gönner war der Earl of Burlington, in dessen Haus Händel häufig die bekannten Schriftsteller Pope, Gay und Arbuthnot traf.

In den folgenden Jahren arbeitete er für das Londoner Opernhaus am Haymarket. Nachdem Händel an der neugegründeten Royal Academy of Music zu einem der meistbeschäftigten Komponisten wurde, kamen 14 seiner Opern zur Aufführung an das King`s Theatre. Nach und nach verlor die Royal Academy ihr Publikum bis es 1728 zu Kürzungen der Finanzmittel kam.

Kurz nach seiner Einbürgerung in England schrieb Händel 4 Anthems zur Krönung von König Georg II. Auf Händels Wunsch wurde nun eine zweite Royal Academy eröffnet. Nachdem die meisten italienischen Sänger die Royal Academy verließen und zur Konkurrenz, der sogenannten Opera of Nobility überliefen, gab es einen heftigen Wettbewerb zwischen der Opera und Händels Academy. Dieser Wettbewerb führte über 4 Jahre, bis beide Häuser ruiniert waren. Händel selbst, jedoch erlitt keinen Ruin.

Im April 1733 erlitt Händel einen Schlaganfall, erholte sich jedoch schnell nach einem Kuraufenthalt in Aachen. 1738 führte er zusammen mit John Heidegger am Haymarket mehrere Opern auf. Nachdem er einige Rückschläge erlitt, u.a. mit den Opern Imeneo und Deidamia gab er es auf, weitere Opern zu schreiben und wandte sich nun ganz dem Oratorium zu. 1741 lud der Duke of Cavendish und Vizekönig von Irland Händel nach Dublin ein, wo er dann 9 Monate blieb, um dort einige Konzerte für wohltätige Zwecke zu geben. Er führte dort mehrere Oratorien auf u.a. einen seiner größten Erfolge, den Messias (1742). Von da an schrieb Händel die meisten Oratorien(bis 1749), darunter auch sein größtes Oratorium, Judas Maccabaeus. Neben Oratorien komponierte Händel auch weiterhin Instrumentalmusik, kirchenmusikalische Werke, und Musik für den Hof. Händel schrieb ein Anthem, zur Einweihung zur neuen Kapelle des Foundling Hospital. Er war seit dessen Gründung (1739) einer der Wohltäter. Seitdem dirigierte er dort ein bis zweimal jährlich den Messias als Benefizaufführung für das Hospital. Die Popularität des Messias begann und stieg mit diesen Aufführungen. 1751 begann Händel zu erblinden.

Trotzdem leitete er seine Oratorien bis zum Ende seines Lebens selbst vom Cembalo aus. Einer seiner Schüler und Freunde unterstützte ihn dabei; ihm diktierte Händel auch weitere Kompositionen bis zum Jahr 1758. Als sein letztes Werk gilt heute The Triumph of Time and Truth (1757).

Am 14.4.1759 starb Händel nach kurzer Krankheit und wurde sechs Tage danach in der Westminster Abbey beigesetzt. Zu Händels Gedächtnis wurde ein Denkmal in der Kathedrale aufgestellt.

Über Händel

Georg Friedrich Händel zählt zu den wichtigsten europäischen Komponisten seiner Zeit, die oft auch als die Epoche Händels bezeichnet wird.

Händel stammt aus einer Familie, die eher skeptisch gegenüber dem „brotlosen Los des Künstlers“ war. Sein Vater verbot ihm jegliche Musikinstrumente anzurühren, geschweige denn sie ins Haus zu bringen. Wäre damals nicht der Herzog von Weißenfels gewesen, so wäre aus Händel wohl nie der Meister geworden, den man heute noch jährlich in Halle ehrt. Denn dieser Herzog erkannte das Talent, das in dem jungen Händel steckt und überredete seinen Vater ihn in eine musikalische Ausbildung zu stecken.

Händel hatte weder Frau noch Kinder; überhaupt spielten Frauen in seinem Leben keine besondere Rolle. Händel war allseits beliebt. Er konnte sich seine Gastgeber unter Kardinälen, Bischöfen oder Herzögen aussuchen. Er behandelte seine Mitmenschen stets mit Respekt, und als Gegenleistung behandelte man ihn ebenbürtig.

Händel war ein aussergewöhnlich lernfähiger Mensch, der sich beispiellos jedem seiner Aufenthaltsorte angepasst hat. Dazu gehörte z.B. das Erlernen der Kultur, der Sprache und der Geschichte des jeweiligen Landes.

Darüber hinaus studierte Händel mehrere Stilrichtungen der damaligen berühmten Musiker wie z.B. die von A. Scarlatti, A. Correlli und die von H. Purcell. Aus diesen Komponenten schuf er sich seinen eigenen unverkennbar einzigartigen Stil, der ihn weit über die deutschen und englischen Grenzen berühmt machte.

Bis heute basiert Händels Ruhm hauptsächlich auf seinen Oratorien. An einigen erkennt man, dass sie eigentlich für das Theater geschrieben wurden, aber doch als Oratorien bezeichnet werden. Dies ist nur dem Bischof von London zu verdanken, der die Aufführungen von Opern verbot und Händel gezwungen war, seine Opern als Oratorien anzugeben. Händels Bindung zu den geistlichen Werken wurde dadurch so stark wie die zu seinen Opern. Als Hauptthemen seiner Oratorien nahm er stets die großen Probleme von Leben und Tod. Dazu zählen u.a. der Kampf gegen die Tyrannei (Athalia), dem Neid (Saul), dem Ehrgeiz (Semele), der Eifersucht (Hercules), dem Zerfall der Reiche (Belshazzar), dem Martyrium (Theodora) oder der Unterwerfung unter das Schicksal (Jephta). Stets stand der Mensch mit seinen Problemen und seinem Schicksal im Mittelpunkt

Meine Meinung über Händel

Für mich war Händel ein großer Meister. Er schrieb viele großartige Stücke. Man könnte ihn auch ruhig einen Kosmopoliten nennen.

Ich selber habe Händelals meinen Komponisten gewählt, weil ich wissen wollte wie Händel gelebt hat und was ihm alles widerfahren ist. Ich hörte zufällig den Messias und habe mich gefragt, wer wohl dieses Stück komponierte. IIch informierte mich über den Komponisten und wählte Händel. Ich empfand diese Wahl als richtig, nachdem ich mehr über Händels Leben erfuhr. Mir gefielen seine Stücke sehr., vor allem die Waser- und die Feuerwerksmusik, sowie den Messias. Alles in allem war Händel etwas wie eine Ikone des Ideenreichtums, der Phantasie und des Respekts.

Der Messias

Die Entstehung des Messias

Im Sommer des Jahres 1741 wurde Händel vom Duke of Devonshire nach Dublin eingeladen, um dort einige Konzerte für wohltätige Zwecke zu geben. Inspiriert von dieser Konzertreise schrieb er sein bekanntestes Oratorium, den Messias.

Wie viele Komponisten seiner Zeit war auch Händel ein schneller Arbeiter. Doch Händel vollbrachte eine wahre Meisterleistung, die bis heute unübertroffen ist. Er vollendete den Messias in ganzen 24 Tagen! Händel schrieb Tag und Nacht an seinem Werk. Er wusste in jenen Wochen nicht mehr um Zeit noch Stunde und schied weder Tag noch Nacht, selbst seine Diener vermieden es, ihren Herrn dabei zu stören, wie er tränenüberströmt dieses Meisterwerk zu vollenden, dass später von den Kritikern als „vollendetste Werk der Musik“ gelobt wurde. Als Händel zum Schluss des zweiten Teils kam, sagte er weinend zu seinem Diener, dass es ihm vorkam „als haben die Chöre des Himmels ihm das`Halleluja`diektiert“.

Endlich nach knapp drei Wochen war sein größtes Werk vollbracht. Der Messias wurde am 13. April 1742 uraufgeführt, und mit einer solchen Begeisterung empfangen, dass er noch sechzigmal zu Händels Lebzeiten aufgeführt wurde. Als König Georg II. zum erstenmal das „Halleluja“ hörte sprang er ehrfürchtig auf und mit ihm das gesamte Publikum. Seitdem ist es weltweit Brauch, sich bei diesem Choral zu erheben.

Der Messias unterscheidet sich von Händels Werken u.a. darin, dass der Text komplett aus der Bibel entnommen wurde (Teil I handelt vom Kommen des Messias; Teil II vom Leiden Christi; Teil III von der Auferstehung). Zu Händels Lebzeiten nannte man den Messias auch das „geistliche Oratorium“.

Meine Meinung über den Messias

Als ich den Messias zum erstenmal hörte, gefiel er mir sehr, doch als ich dieses Stück mehrere Male gehört hatte war ich begeistert von diesem Meisterwerk. Dieses allmähliche Steigern der Begeisterung konnte ich nicht bei den anderen Werken Händels bemerken (Wassermusik; Feuerwerksmusik). Was Händel in nur 24 Tagen vollendete, klang wie eine göttliche Symphonie. Dieses Werk ist zweifelsohne ein Meilenstein der Musikgeschichte. Überhaupt, wie er solch ein großartiges Werk in weniger als vier Wochen vollenden konnte, ist erstaunlich, wenn man sich die Schönheit des Messias anschaut.

Zeittafel

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Quellenverzeichnis

Quellen

1) „Georg Friedrich Händel“-von Richard Friedenthal („Rororo Verlag)
2) „Der Meister Tön´ und Weisen“-von Friedrich Herzfeld
3) „Infopedia“-Lexikon (CD-ROM)

Bildernachweis

1) „Georg Friedrich Händel-Lebensbeschreibung in Bildern“ von Werner Rackwitz

Tonquellen

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

6 von 7 Seiten

Details

Titel
Georg Friedrich Händel
Note
1
Autor
Jahr
1999
Seiten
7
Katalognummer
V105203
Dateigröße
339 KB
Sprache
Deutsch
Anmerkungen
Ein Referat über Händel. Leben, Stil, Messias. Eigenkommentare.
Schlagworte
Georg, Friedrich, Händel
Arbeit zitieren
Hasan Utku Karanfil (Autor), 1999, Georg Friedrich Händel, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/105203

Kommentare

  • Noch keine Kommentare.
Im eBook lesen
Titel: Georg Friedrich Händel


Ihre Arbeit hochladen

Ihre Hausarbeit / Abschlussarbeit:

- Publikation als eBook und Buch
- Hohes Honorar auf die Verkäufe
- Für Sie komplett kostenlos – mit ISBN
- Es dauert nur 5 Minuten
- Jede Arbeit findet Leser

Kostenlos Autor werden