Der Verlauf des Korinthischen Krieges


Referat / Aufsatz (Schule), 2001
3 Seiten

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Der Verlauf des Korinthischen Krieges

Definition des Begriffes:

395-387/386 v.Chr. andauernder Krieg zwischen Athen, Theben, Argos und Korinth, die von Persien unterstützt werden, gegen Sparta. Da die Kämpfe an Land meist in der Region um Korinth stattgefunden haben, wurde auch der Krieg nach dieser Stadt benannt.

Wichtigste Personen:

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Die Zeit vor dem Kriegsausbruch

Dem Korinthischen Krieg gingen unmittelbar zwei Kriege voraus. Der Peloponnesische Krieg verhalf Sparta seine Hegemonialstellung in Griechenland auszubauen. Im darauf folgenden Krieg Spartas gegen die Perser in Kleinasien(ab 400v.Chr.), versuchten die Spartaner einerseits die dortigen Griechen vor den Persern zu beschützen, andererseits versuchten sie dort natürlich auch mehr an Einfluss zu gewinnen. Nachdem der Krieg schon einige Zeit andauerte, beriefen die Spartaner den König Agesilaos nach Kleinasien, denn die Perser hatten inzwischen mit dem Athener Konon eine Flotte aufgebaut, die den Spartaner gefährlich werden konnte.

Die Perser besannen sich auf die Methode, dass Griechen am besten mit Griechen bekämpft werden und sandten deshalb den Rhodier Timokrates mit 50 Talenten Gold nach Griechenland um dort die leitenden Männer (Führer der demokratischen Parteien) in den größeren Städten zu bestechen, dass sie gegen Sparta einen Krieg anfangen. Ein anderer Grund warum der Korinthische Krieg ausbrach lag an der rücksichtlosen Expansionspolitik Spartas, mit der die meisten Griechen - allen voran Athen - nicht einverstanden waren. Da kam ein Grenzkonflikt zwischen den Lokern und den Phokern natürlich ganz gelegen, einen Krieg vom Zaun zu brechen.

Der Verlauf des Korinthischen Krieges in chronologischer Abfolge

Hinter den Lokern stand Theben und hinter den Phokern stand Sparta. Nachdem die Phoker in das Gebiet der Loker eingedrungen waren, startete Theben eine Offensive gegen die Phoker, was wiederum die Spartaner zur Mobilmachung gegen die Thebaner benutzten. Diese hatten allerdings schon mit Athen ein Defensivbündnis geschlossen. Die Schlacht vor Haliartos gewannen nun die Thebaner gegen die Spartaner. Bei diesem Kampf wurde Lysander getötet und später Pausanias zum Tode verurteilt, weil er zu spät zur Schlacht erschien und sich geweigert hatte gegen die Armeen von Athen und Theben zu kämpfen. Die darauf gründenden Aussichten bewogen weitere Städte (Korinth, Argos), sich der thebanisch-athenischen Allianz anzuschließen. Es wurde ein regelrechter Bund gegründet, der einen gemeinsamen Rat in Korinth etablierte.

Die Vorentscheidung zu See fiel ziemlich rasch, denn bereits 394 v.Chr. vernichtete die persische Flotte unter Konon und dem Satrapen Pharnabazos die von Agesilaos zurückgelassen Einheiten, bei Knidos und beherrschten seitdem das gesamte ägäische Meer. Somit waren die Städte in Kleinasien für Sparta verloren. Konon wurde nun in Athen gefeiert und er steuerte Geld und Arbeiter zum Aufbau der Langen Mauern bei. Athen eignete sich im folgenden seine früheren Besitzungen Lemnos, Imbros und Skyros wieder an und schloss Bündnisse mit Mytilene, Rhodos, Kos und Knidos.

Nun wurde Agesilaos aus Asien zurückberufen um Sparta im Krieg in der Heimat zu unterstützen. Persien hatte sein Ziel erreicht. Währenddessen fand am Nemeabach bei Korinth eine gewaltige Schlacht zwischen den Spartanern und ihren Verbündeten gegen die Allianz aus Argos, Athen, Korinth und Theben statt (Juli 394), welche die Spartaner für sich entscheiden konnten. Nachdem Agesilaos die Schlacht bei Koroneia (August 394) gewinnen konnte, war die Vormachtstellung der Spartaner in Böotien wiederhergestellt. Da die Korinther mit ansehen mussten, wie ihr Land verwüstet und viele Bewohner getötet wurden, weil sie in Reichweite des Feindes waren, kam es in dieser Stadt zu einer demokratischen Revolution (Anfang 392). Ihr folgte ein staatlicher Zusammenschluss mit Argos, der nach dem Frieden des Antalkidas wieder aufgelöst wurde. So entstand ein beachtliches Gegengewicht für Sparta am Istmos und in der Argolis. Aus diesem Grund und weil man überall in Griechenland die spartanischen Besatzungen aus den Städten vertrieb, hatten sich die Spartaner dazu entschlossen, Friedensverhandlungen mit den Athenern und Persern aufzunehmen.

Die Friedensbedingungen sahen wie folgt aus:

- Athen behält seine Kleruchien (Besitzungen), seine Befestigungen und die im Aufbau befindliche Flotte -> Athen wird als Großmacht anerkannt
- Autonomie der griechischen Städte
- Kleinasien gehört zu Persien

Die athenischen Abgesandten akzeptierten diese Bedingungen, fanden dafür aber keine Mehrheit in der Volksversammlung und mussten, des Verrats angeklagt, in die Verbannung flüchten. Aus dieser Tatsache konnte man erkennen, dass die athenische Bevölkerung unbedingt wieder Die Hegemonialstellung in der Ägäis erwerben wollte.

Im Frühjahr 390 gelang es dem Feldherrn Iphikrates bei Lechaion eine gesamte spartanische Mora zu vernichten. Dieses Ereignis zeigt einen Umbruch in der griechischen Kriegsführung; anstatt mit schwer bewaffneter Phalanx wurde nun mit leicht bewaffneten Peltasten gekämpft.

Mehr Erfolg hatte Sparta in Kleinasien, wo es den Krieg ab 391 wieder aufnahm. Einige von den persischen Autonomieregelungen enttäuschte Städte schlossen sich an, und in den Gewässern von Rhodos konnte sich ein spartanisches Geschwader halten, nachdem sich die persische Flotte aufgelöst hatte. Athen hingegen erzielte große Erfolge im hellespontischen Gebiet, wo seit 390/389 eine Flotte von 40 Schiffen unter Thrasybulos operierte. Thasos, Samothrake, Tenedos, die thrakische Chersones, Byzantion und Kalchedon konnten gewonnen werden, Verträge mit thrakischen Königen sicherten das Hinterland. Damit war die Verbindung zum Pontos wieder in athenischer Hand. Athen war nun so wieder eine der drei Großmächte in der Ägäis.

Sparta versuchte nun erneut einen Frieden zu schließen (->Antalkidas) und erzielte auch Erfolge in Susa, doch die Athener weigerten sich ihre Gewinne am Hellespont wieder aufzugeben. Doch nun wechselte Persien die Seiten und blockierte gemeinsam mit den Spartanern die Bosporuszufahrt und schnitt somit die Athener von ihrer Nahrungsmittelversorgung ab.

Der Königsfrieden oder die Folgen des Krieges

Die Bedingungen des Friedens (s.o.), verhalfen vor allem den Persern endlich Kleinasien in ihren Besitz zu bringen. Ebenfalls war die Autonomieregelung - über die der Großkönig selber wachte - ein Pluspunkt für Persien, da sie nun lauter kleine Staaten in Griechenland hatten. Für Sparta, dass es im Korinthischen Krieg mit mehreren griechischen Gegner zu tun hatte, war es das wichtigste Ziel gewesen, Korinth, Argos und Theben zu isolieren und in ihrer Macht zu beschränken. Keine der beiden Parteien wollte Athen so stark schwächen, dass seine Unzufriedenheit die angestrebte Ordnung wieder stören könnte.

Athen konnte angesichts seiner militärischen Lage mit diesen Friedensbedingungen zufrieden sein, da es weiterhin als Großmacht betrachtet wird, allerdings wurde der Ausbau eines Seereiches gestoppt. Wie andere ambitionierte Staaten - gerade auch Theben - musste Athen aufpassen, dass es nicht den griechischen Staat verärgert, der am meisten von diesem Vertrag profitierte. Denn die Spartaner waren die Schirmherren des Friedens und waren jeder anderen griechischen Polis allein mit ihrer militärischen Macht überlegen.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Griechenland zu Zeit des 2. Attischen Seebundes...hab leider keine bessere Karte gefunden

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Details

Titel
Der Verlauf des Korinthischen Krieges
Autor
Jahr
2001
Seiten
3
Katalognummer
V105495
Dateigröße
432 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Verlauf, Korinthischen, Krieges
Arbeit zitieren
Tim Menck (Autor), 2001, Der Verlauf des Korinthischen Krieges, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/105495

Kommentare

  • Gast am 5.6.2007

    Griechen und perser.

    Ich wollte wissen: Wie regierten die perser dieses weltreich und weshalb kam es zum ausruch des krieges zwischen den persern und den griechen??

    Würde mich über antworten freuen!!! :-) DANKE

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