Viele Tausende Studentinnen und Studenten teilen zum Abschluss eines jeden Semesters immer wieder das selbe Leid miteinander. Erst werden einem viele Prüfungen während der Studienzeit abverlangt und dann kommt am Ende die wichtigste und alles entscheidende Prüfung: die DIPLOMARBEIT.
Zu den Vorbereitungen auf den schriftlichen Teil gehören zweifelsohne viele kleine Vorbereitungsschritte, von denen hier nur einige exemplarisch genannt werden sollen, z.B. Suche eines Themas, Suche und Gespräche mit dem/ den Betreuungsdozenten, Literatursuche etc.
Wenn diese kleinen und sehr wichtigen Schritte geschafft sind, folgen die anderen Teile, die als Forschung und wissenschaftliches Arbeiten bezeichnet werden.
Mit diesen Schritten, nämlich den formalen Ansprüchen an eine Diplomarbeit, möchte ich mich in diesem Text befassen. Die formalen Richtlinien an eine solche wissenschaftliche Arbeit sind vielfältig und von besonders großer Wichtigkeit. Eine Nichteinhaltung dieser Grundregeln, wie z.B. die Zitierregeln oder aber auch der Rechtschreib- und Komma-Regeln können zu einer Abwertung einer sonst inhaltlich vielleicht sehr guten Arbeit führen.
Eine klar strukturierte und ausdrucksvolle Arbeit kann durchaus auch die mittelmäßige Bewertung fördern, und dies mal ganz abgesehen von der Veröffentlichung der eigenen Arbeit als Buch , in Fachzeitschriften oder sogar im Internet. Auch in diesem Fall zeugt eine gut gestaltete Arbeit von Fachkompetenz und Interesse an der eigenen (Forschungs-)Arbeit.
Ferner macht es dem Leser einer solchen Arbeit Spaß, diese zu Lesen, wenn sie klar strukturiert ist und alle Formalien, wie z.B. Zitierregeln, eingehalten werden.
Dies beweist dem Leser die Fähigkeit des Autors logisch zu denken.
Also, dies sollte klar sein, kann ein sehr guter Rahmen einer Arbeit nicht eine unvollständige Vorbereitung und mangelhafte Inhalte kaschieren, doch kann er einem guten Inhalt zu weiterer Klasse und Schönheit verhelfen.
Durch das Einhalten einiger ganz einfacher und verständlicher Regeln kann man der oft wochenlangen theoretischen, wissenschaftlichen Arbeit zu weiterem Glanz verhelfen und sich somit um Klassen aufwerten.
Nun möchte ich diese Regeln im Folgenden vorstellen und an Beispielen vertiefen.
Zur besseren Übersicht und Chronologie beginne ich mit der Struktur der Arbeit, z.B. Schreibtechnik, Papierwahl und Verzeichnisse, und werde dann später auf das Ende der Diplomarbeit weiter eingehen.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Gliederung der Arbeit
2.1 Schreibtechnische Grundlagen
2.2 Das Inhaltsverzeichnis
2.3 Das Anlage- oder Anhangverzeichnis
2.4 Das Abbildungsverzeichnis
2.5 Der Quellennachweis
3 Formelle Anforderungen an die Arbeit
3.1 Zitieren / Übernahme fremden Gedankengutes
3.2 Zitierweisen und Arbeit mit Fußnoten
3.3 Aufbau und Einbindung von Zitaten
3.4 Zitate aus verschiedenen Quellen
4 Literaturverzeichnis
5 Abschluss
Zielsetzung und Themenbereiche
Das Hauptziel dieser Arbeit besteht darin, Studierenden einen strukturierten Leitfaden für die formale Gestaltung einer wissenschaftlichen Abschlussarbeit an die Hand zu geben. Die zentrale Forschungsfrage befasst sich mit der Frage, wie durch die Einhaltung formaler Standards die Übersichtlichkeit, Nachvollziehbarkeit und wissenschaftliche Qualität einer Diplomarbeit maßgeblich gesteigert werden kann.
- Grundlagen der Schreibtechnik und Manuskriptgestaltung
- Systematische Erstellung von Gliederung und Inhaltsverzeichnis
- Korrekte Zitierweisen und die Arbeit mit Fußnoten
- Regeln für die Einbindung und Kennzeichnung fremden Gedankengutes
- Strukturierung und Anforderungen an das Literaturverzeichnis
Auszug aus dem Buch
2.2 Das Inhaltsverzeichnis
Die Gliederung der wissenschaftlichen Arbeit verleiht dem Text seine besonders deutlich erkennbare Struktur. Diese muss den Gedankengang des Autors verdeutlichen und sich wie ein roter Faden durch das gesamte Werk ziehen. Diese Gliederung wird im Normalfall als Inhaltsverzeichnis dem Werk vorangestellt um diesem eine Übersichtlichkeit zu verschaffen.
Die Gliederung muss dem Leser erste Informationen über den folgenden Text liefern und die klare, systematische Struktur, sowie die grundlegenden Gedankengänge wiederspiegeln können.
Die Gliederungspunkte müssen mit der Überschrift des angegebenen Textabschnittes übereinstimmen und auch den Inhalt des Textes sinngemäß und richtig in einem prägnanten Wort oder kurzen Satz wiedergeben können.
Hierbei ist darauf zu achten, dass die Gliederungspunkte sowohl sachlich als auch inhaltlich zusammenpassen und angemessen sind. Dies erfordert auch eine Gliederung nach der Wichtigkeit der verschiedenen Unterpunkte.
Hieraus ergibt sich, dass das Inhaltsverzeichnis auch nach seiner Erstellung und beim Verfassen des Textes immer wieder geändert werden kann, wobei ein erkennbarer und systematischer Rahmen bestehen bleiben muss.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Die Einleitung thematisiert den hohen Stellenwert der formalen Gestaltung einer Diplomarbeit und den negativen Einfluss mangelnder Sorgfalt bei Zitier- und Rechtschreibregeln auf die Bewertung der wissenschaftlichen Leistung.
2 Gliederung der Arbeit: Dieses Kapitel erläutert die Anforderungen an die äußere Struktur, wie Schreibtechnik, Papierwahl, die Erstellung des Inhaltsverzeichnisses sowie den korrekten Umgang mit Anhängen und Abbildungen.
3 Formelle Anforderungen an die Arbeit: Der Hauptteil definiert die Standards für das wissenschaftliche Arbeiten, insbesondere den präzisen Umgang mit Zitaten, die Verwendung von Fußnoten und die methodische Einbindung fremder Quellen.
4 Literaturverzeichnis: Hier wird die Bedeutung des Literaturverzeichnisses als Legitimationsinstrument dargestellt und der regelkonforme, alphabetische Aufbau für diverse Quellenarten beschrieben.
5 Abschluss: Der Abschluss fasst die wesentlichen Erkenntnisse zusammen und verweist auf die grundlegende Literatur, die zur Erstellung der Arbeit herangezogen wurde.
Schlüsselwörter
Diplomarbeit, wissenschaftliches Arbeiten, Zitierregeln, Gliederung, Inhaltsverzeichnis, Fußnoten, Plagiatsvermeidung, Quellennachweis, Literaturverzeichnis, Schreibtechnik, Formale Anforderungen, Quellenarbeit, Dokumentation, Studienabschluss
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit dient als Leitfaden für die formalen und technischen Anforderungen, die bei der Erstellung einer wissenschaftlichen Diplomarbeit im Fachbereich Sozialarbeit zu beachten sind.
Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?
Die Schwerpunkte liegen auf der Gliederung, der Schreibtechnik, den formalen Zitierregeln und der systematischen Dokumentation von Quellen.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Ziel ist es, den Studierenden zu vermitteln, wie formale Klarheit und Struktur die wissenschaftliche Qualität sowie die Lesbarkeit ihrer Arbeit verbessern.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit nutzt eine deskriptive methodische Herangehensweise, indem sie gängige wissenschaftliche Standards zusammenfasst, illustriert und auf Basis relevanter Fachliteratur expliziert.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Im Hauptteil (Kapitel 3) stehen die Regeln zur Übernahme fremden Gedankenguts, die korrekte Arbeit mit Fußnoten und die methodisch saubere Einbindung unterschiedlicher Quellentypen im Vordergrund.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wesentliche Begriffe sind Diplomarbeit, Zitierregeln, formale Anforderungen, Quellennachweis und wissenschaftliche Struktur.
Warum ist das Inhaltsverzeichnis laut dem Autor ein dynamisches Dokument?
Da sich während des Schreibprozesses die inhaltliche Tiefe verändern kann, muss das Inhaltsverzeichnis als flexibler Rahmen verstanden werden, der kontinuierlich angepasst werden darf, solange der systematische Aufbau gewahrt bleibt.
Was gilt beim Einsatz von Abbildungen im Text zu beachten?
Abbildungen dürfen nicht in den Anhang verschoben werden, sondern müssen direkt in den Textfluss eingebaut, fortlaufend nummeriert und mit einem unmittelbaren Quellennachweis versehen werden.
- Citar trabajo
- Götz Barkey (Autor), 2000, Formale Richtlinien zur Gestaltung einer Diplomarbeit, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1054