Knowledge Management und Groupware


Seminararbeit, 2001

11 Seiten


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I. Knowledge-Management

1. Was ist Knowledge-Management?

Unter Knowledge-Management, (deutsch: Wissensverwaltung), versteht man den effizienten Umgang mit der Ressource Wissen. Dabei geht es um das Wissen, das dem Unternehmen nutzt und das seine Geschäftsprozesse konkret unterstützt.

Thomas Davenport, Professor und Direktor des „System Management Program” an der Universität Austin in Texas definierte Knowledge-Management folgendermaßen: „Wissensmanagement ist eine formale, strukturierte Initiative zur Verbesserung der Erzeugung, Verteilung und Nutzung von Wissen in einer Organisation. Es ist ein formaler Prozess zur Wandlung des Wissens einer Unternehmung in Unternehmenswert.”1 Karl Erik Sveiby, geschäftsführender Gesellschafter einer Consultingfirma, Miteigentümer von Ekonomi+Teknik Forlag und einer der Hauptverfechter der Idee der Wissensverwaltung, spricht bei dem Begriff Knowledge-Management von der „Kunst aus immateriellem Vermögen Wert zu schöpfen.”2

2. Warum Knowledge-Management?

Die Ressource Wissen gewinnt innerhalb einer Unternehmung immer mehr an Bedeutung, da das Wissen der Mitarbeiter mit über die Wettbewerbsfähigkeit entscheidet. Fachwissen, Lernbereitschaft und funktionierende Informationsflüsse sind eine Voraussetzung dafür, dass Mitarbeiter vorhandene und neue Informationen in Produkte und Dienstleistungen umsetzen können. Einer Studie zufolge verwendet ein Mitarbeiter 35% seiner Arbeitszeit dafür, das im Unternehmen vorhandene Wissen zu finden. Wäre es nun möglich, diesen Anteil zu senken und dem Mitarbeiter dadurch die Möglichkeit zu geben, effektiver zu arbeiten, so wäre das nicht nur ein Gewinn für den Mitarbeiter, sondern auch für das Unternehmen. Bei IBM z.B. sollen zeitweise 49 Abteilungen in 27 Geschäftsbereichen die selben Wettbewerber analysiert haben, ohne dass eine Abteilung von der anderen wusste.3 Knowledge-Management soll aber nicht nur sicherstellen, dass der Informationsfluss im Unternehmen bzw. in der Abteilung verbessert wird, sondern vor allem dafür sorgen, dass das firmeneigene, wohl wertvollste Kapital nutzbar gemacht wird:

“Unternehmen sollen den Schatz in den Köpfen ihrer Mitarbeiter vermehrt nutzen.”4

Doch um das vorhandene Wissen optimal nutzen zu können ist es notwendig, diese Informationen zu sammeln und auszuwerten. Dieses Wissen ist zu einem entscheidenden Wettbewerbsfaktor geworden und wird dadurch als strategische Ressource zur Wettbewerbsfähigkeit angesehen:

Das Kapital liegt im Wissen der Mitarbeiter5

In einem Unternehmen gibt es die unterschiedlichsten Informationsquellen, in denen sich das vorhandene Wissen folgendermaßen aufteilt:6

- 42% in den Köpfen der Mitarbeiter
- 26% in Papierdokumenten
- 20% in elektronischen Dokumenten
- 12% in elektronischen Wissensdatenbanken

Wissen wird durch Informationen, Erfahrungen, Ideen, Werte oder neuartige Vernetzung der vorhandenen Informationen aktualisiert und erweitert.

“Wissen ist die einzige Ressource, welche sich durch Gebrauch vermehrt”7 “Wissen ist Rohstoff der Zukunft!”8

3. Die Ziele des Knowledge-Managements

Knowledge-Management will erreichen, dass das individuelle Wissen des einzelnen Mitarbeiters dem Unternehmen dauerhaft verfügbar gemacht wird und den anderen Mitarbeitern zugänglich ist. Dieses Ziel ist dann erreicht, wenn die richtige Information im richtigen Moment an der richtigen Stelle verfügbar ist. Der Anteil des genutzten Wissens soll dabei ständig erhöht und eine optimale Anwendung der Wissensbasis gewährleistet werden.

Die folgende Abbildung zeigt, dass Wissen bzw. Informationen aus 3 verschiedenen Quellen gewonnen werden können, aus strukturierten und unstrukturierten Daten, sowie via Kommunikation.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 4: Der Weg von Informationen zum Wissen9

Bei den vorhandenen Informationen unterscheidet man strukturierte und unstrukturierte Daten. Während es sich bei strukturierten Daten um Informationen handelt, die sich in einer Datenbank oder einem Data-Warehouse befinden, versteht man unter unterstrukturierten Daten Werte, die aus elektronischen Dokumenten bestehen, wie z.B. Texte, Präsentationen, Mails oder Formularen bestehen. Der Kommunikationsbereich umfasst Informationen, die bei der zwischenmenschlichen Kommunikation übermittelt und ausgetauscht werden.

[...]


1 Thomas Davenport: Wenn Ihr Unternehmen wüßte, was es alles weiß. Das Praxisbuch zum Wissensmanagement ,1999

2 Karl Erik Sveiby: Wissenskapital - das unentdeckte Vermögen, 1998

3 Dieter Herbst: Erfolgsfaktor Wissensmanagement, 2000

4 http://www.gkg-online.ch/text.html: geneva knowledge group

5 http://www.www-kurs.de/knowledg.htm: Knowledge-Management (KM)

6 Dieter Herbst: Erfolgsfaktor Wissensmanagement, 2000

7 http://www.fmc.ch/MC98-6daten.htm : Daten - stratgischer Faktor

8 Staatssekretär a. D. Friedhelm Ost , GrandOpening des Multimedia-Unternehmens Amadee AG, 19.09.99

9http://www.synalis.de/schwerpunkte/knowledgetext.html: Knowledge Management

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Details

Titel
Knowledge Management und Groupware
Autor
Jahr
2001
Seiten
11
Katalognummer
V105580
ISBN (Buch)
9783640115617
Dateigröße
592 KB
Sprache
Deutsch
Anmerkungen
Die Arbeit beschäftigt sich mit dem Thema Knowledge Management und dessen Nutzung sowie einer Umsetzung via Groupware.
Schlagworte
Knowledge, Management, Groupware
Arbeit zitieren
Christina Pracht (Autor), 2001, Knowledge Management und Groupware, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/105580

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