Journalismus-Ethik


Seminararbeit, 1999

6 Seiten


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Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung
1.1 Wozu Medien-Ethik?
1.2 Definition: Was bedeutet ,,Ethik"?

2. Ebenen und Perspektiven der Medien-Ethik
2.1 Mikro-Ebene: Individual-Ethik
2.2 Makro-Ebene: Politisch-gesellschaftliche Ethik
2.3 Meso-Ebene: Organisations-Ethik

3. Strategien zur Verbesserung der Medien-Ethik

4. Fazit

5. Bibliographie

1. Einleitung

1.1 Wozu Medien-Ethik?

Die Entwicklung der Massenmedien mit ihren (technischen) Errungenschaften wirkte sich nicht nur positiv auf das gesellschaftliche Leben aus, sondern führte auch neue Probleme mit sich. Eine der zentralsten Debatten der vergangenen Jahren ist diejenige um die Medien- Ethik. Ihre Relevanz steigt mehr und mehr - als Reaktion auf das Infotainment. Anstoss für eine Sensibilisierung auf das Ethik-Problem waren Medien-Skandale wie das Gladbecker Geiseldrama und der Anstieg von Gewalt und Pornographie in den Medien. (Bonfadelli / Wyss 1998, S.38) Die Ursache medialer Unseriösitäten sieht Saxer (1992, S. 110) in den zunehmend grossen Spielräumen der Medien, bedingt durch den modernen Pluralismus der Ethiken, der bis zu einem gewissen Grad eine ,,Wahlfreiheit" bietet. So lassen Berichterstattungen wie jene über das Luxor-Massaker (Verfärbung von Bildmaterial) das Bedürfnis nach mehr Medien-Moral aufkommen.

1.2 Definition: Was bedeutet ,,Ethik"?

Wenn im folgenden von ,,Ethik" und ,,Moral" gesprochen wird, muss zuerst festgelegt werden, was darunter zu verstehen ist. Zur Differenzierung der beiden Begriffe greife ich die Definition von Haller / Holzhey (1992, S.13) auf, die unter Moral,,die eingelebten, d.h. in einer bestimmten Gesellschaft von den ihr zugehörigen Individuen akzeptierten - und grosso modo auch eingehaltenen - Handlungsnormen für die gesellschaftliche Praxis" verstehen.

Ethik bezeichnen sie als ,,Philosophie der Moral, die Lehre vom menschlichen Handeln, die sich insbesondere der Begründung moralischer Normen widmet."

Weiter lässt sich zwischen Gesinnungs- (Intention als Kriterium) und Verantwortungsethik (Konsequenz als Kriterium) unterscheiden: ,,Gesinnungsethisches Handeln erfolgt im Dienste der Überzeugung von Werten ohne Rücksicht auf die voraussehbaren, vor allem negativen Folgen. Es ist ein sittlich begründetes, wertrationales Handeln. Verantwortungsethisches Handeln erfolgt im Hinblick auf die aus dem Handeln resultierenden, beabsichtigten aber auch unbeabsichtigten Folgen - macht also die Bewertung der Konsequenz zum Massstab seiner Handlungen." (Pürer 1990, S. 9)

2. Ebenen und Perspektiven der Medien-Ethik

Das Thema der Medien-Ethik lässt sich auf drei Ebenen diskutieren, die hier behandelt werden sollen: Die Individual-Ethik des Journalisten, das Verhalten des Mediums als Organisation sowie die Einstellung und kollektive Verantwortung der Mediennutzenden als Teil der Gesellschaft mit ihren politischen Steuerungsmechanismen. (Cornu 1996/97, S.31; Pürer 1990, S.6) Diese Einteilung in Mikro-, Meso- und Makro-Ebene wird im folgenden übernommen.

2.1 Mikro-Ebene: Individual-Ethik

Die Ethik-Auffassung des Journalisten variiert je nach Rollenselbstbild und Funktion. Cornu (1996/97, S.31ff.) bezieht sich bei seiner Darstellung des Ethik-Problems auf die drei grundlegenden Funktionen des Journalisten: Beobachter, Interpret und Erzähler.

Der Journalist als Beobachter: Wichtigste Voraussetzungen der Beobachtung sind seiner Meinung nach Objektivität und journalistische Qualitätssicherung. Saxer (1992, S. 117ff.) spricht in diesem Zusammenhang von den journalistischen Routinen, die einzeln, im Team oder innerhalb einer Kategorie (z.B. Informations-, Unterhaltungs-, Sportjournalismus) gepflegt werden. In der Beobachter-Funktion des Journalisten spielt die Selektionsroutine eine wichtige Rolle: Oft dienen Nachrichtenwerte und -faktoren als Entscheidungsprogramme. Da jene aber nicht sonderlich zu einer objektiv-realen Medienwirklichkeit beitragen, beeinträchtigen sie ethische Prinzipien. Ähnlich verhält es sich mit den Rechercheroutinen: Arbeitsmethoden wie vertrauliche Dokumente benutzen, Quellen unter Druck setzen, Informationen bezahlen, falsche Identitäten benutzen oder vertrauliche Quellen preisgeben, nehmen Einfluss auf die Ethik des Medienprodukts.

Der Journalist als Interpret: In der Funktion des Interpreten (Cornu, S.31ff.) soll der Journalist als Unparteiischer zur Medien-Ethik beitragen. Dies ist aber sehr schwierig, denn Erklärungsversuche, Urteile und Kommentare bringen ihn häufig in Verruf, Partei zu ergreifen.

Der Journalist als Erzähler: In der Rolle des Erzählers bedient sich der Journalist ästhetischen Mitteln, die aber keinesfalls moralische Maxime wie Wahrheitsliebe und Authentizät beeinträchtigen dürfen. Denn die ,,Aufmachung" einer Story führt häufig zu Fehlleistungen. Saxer (1992, S.122f.) führt dies auf die Präsentationsroutinen zurück: Mit dem Aufkommen zusätzlicher Konzeptionen von Informationsjournalismus büsen Normen wie jene der journalistischen Stilformen an Gewicht ein.

Bereits hier lässt sich erahnen, dass der Verlass auf die individuelle Journalisten-Ethik gefährlich ist. Ihre Möglichkeiten werden durch folgende Punkte geschmälert:

Erstens ,,geraten Journalisten nicht selten in das Spannungsverhältnis zwischen wert- und zweckrationalem Handeln" (Pürer 1990, S.9), d.h. Gesinnungsethik kann mit Verantwortungsethik in Diskrepanz stehen.

Berufskulturelle Normen und Richtlinien sowie Presseräte (z.B. der Deutsche Presserat) erweisen sich als ungenügend: ,,Die journalistische Ethik, soweit sie sich in Codices wie etwa die international wie schweizerisch akzeptierte `Erklärung der Pflichten und Rechte des Journalisten' explizit als solche darstellt, ist ihres geringen Differenzierungsgrades, ihrer ungenügenden theoretischen Fundierung, ihrer Vagheit und ihrer geringen Sanktionierbarkeit wegen bloss ein schwaches Steuerungsinstrument von Aktivitäten in und von Medien." (Saxer 1992, S.108)

Der Prozess der Sozialisation führt zu Abhängigkeit und Zwängen journalistischer Arbeit in den Medienorganisationen. (Pürer 1990, S.11) Es werden z.B. die journalistischen Routinen beeinträchtigt.

Schönbach (1992, S.103) weist zudem darauf hin, dass individuelle Ethik nicht richtig etabliert ist. Berufsethik entwickle sich erst im Laufe der Professionalisierung des Journalismus.

2.2. Makro-Ebene: Politisch-gesellschaftliche Ethik

Unter Medien-Ethik auf der Makro-Ebene lassen sich sämtliche Regelungstypen begreifen, die von der Gesellschaft bzw. ihrer (politischen) Vertreter begründet worden sind und getragen werden. Zu nennen sind hier die Normen und Werte der Publika und die Gesetzgebung.

Wie weit die Publika als undifferenzierte Grösse verantwortlich gelten kann, ist unklar. Auer (in Pürer 1990, S.12) sieht die Verantwortung der Rezipienten im kritischen Konsum, in der Nutzung der Quellenvielfalt und der gesellschaftlichen Kommunikation. Er erwartet, dass sie die Mechanismen der medialen Manipulation durchschauen und sich von ihnen emanzipieren. Ein solcher Umgang mit den Medien wäre sicher wünschenswert, ist aber meiner Meinung nach eine Utopie. Nicht zuletzt hat der Rezipient aufgrund des linearen Einweg-Prozesses, der Feedback-Gelegenheiten weitgehend ausschliesst, kaum Möglichkeiten, journalistische Fehlleistungen zu sanktionieren. Es bietet sich einzig der Boykott gewisser Medienprodukte und Medien-organisationen an. (So wird z.B. unbegrenztes Werbe-Ausstrahlen vom Rezipienten nicht geduldet). Der Markt ist somit das einzige Regulierungssystem, worauf die Publika als Kollektiv Einfluss nehmen können.

Schönbach (1992, S.97ff.) sieht mit der stärkeren Berücksichtigung der Medienwirkungsforschung eine andere Möglichkeit, den Rezipienten in die Ethik-Debatte einzubeziehen. Damit die Gesellschaft über die Medienwirkungsforschung indirekt Einfluss auf ethisches Handeln nehmen kann, ist allerdings ein aktives Publikum erforderlich, weil nur dieses sich möglicher Wirkungen bewusst ist und sich vor ihnen schützen kann.

Aus juristischer Perspektive gilt es festzuhalten, dass Errungenschaften moderner Demokratien wie Presse- und Meinungsfreiheit nicht grenzenlos sind. Gesetzliche Massnahmen wie Persönlichkeitsschutz, Gegendarstellungsrecht, Geheimnisschutz oder Urheber- und Wettbewerbsrecht bestärken Ethik und Moral. In der Schweiz findet man verbindliche Normen im Art. 55bis der Bundesverfassung (1984), im Bundesgesetz über Radio und Fernsehen RTVG (1991), in der Radio- und Fernsehverordnung RTVV (1992) oder bei den Konzessionen für die Programmveranstalter. Verstösse gegen die darin formulierten Leistungserwartungen - können bei den Ombudsstellen der SRG bzw. der entsprechenden Programmveranstalter, bei der Unabhängigen Beschwerdeinstanz UBI und beim Bundesgericht eingeklagt werden. (Bonfadelli / Wyss 1998, S.38)

International von Bedeutung sind die Allgemeinen Erklärungen der Menschenrechte der UN (1948), die Europäische Konvention zum Schutz der Menschenrechte (1950), der Medienrechtspakt der UN (1966), die Schlussakte der KSZE (1975), die UNESCO- Mediendeklaration (1978) und die Internationale Ätherordnung. (Pürer 1998, S.74) Die Steuerung der Medien-Ethik durch die Gesetzgebung reicht aber nicht aus. Saxer (1992, S.124) weist darauf hin, dass Verrechtlichung ,,wegen ihrer bekannten Nachteile, nämlich Langsamkeit, Starrheit, hoher Generalisierungs- und Formalisierungsgrad und grosse Kontrollintensität nur subsidiär als Steuerungsmethodik des Mediensystems" taugt. Zudem ist es äusserst schwierig, Gesetze für eine Medien-Ethik zu erlassen, ohne dabei Grundrechte wie Presse- und Meinungsfreiheit zu beschneiden.

2.3 Meso-Ebene: Organisations-Ethik

Ein dritter Ansatz ist die Betrachtung der Problematik auf der Organisations-Ebene. Die Verantwortung für ethisches Denken und Handeln sollen die Medienorganisationen übernehmen. Dafür lassen sich folgende Argumente finden: (Saxer 1992, S. 104ff.)

Das berufsethische Bewusstsein des Journalisten ist unterentwickelt und die Berufsroutinen entwickeln sich von der Journalismus-Moral weg. Zudem werden die Richtlinien von journalistischen Verbänden häufig nicht als Organisationshilfe, sondern als Einengung in der journalistischen Autonomie empfunden.

Der moderne Pluralismus der Ethik schafft Probleme bei der Schaffung eines allgemein verbindlichen Rechts.

Organisationen erreichen einen höheren strukturellen Differenzierungsgrad als Individuen. Intermediale sowie interorganisatorische Regelungen sind problematisch, weil Organisationen unterschiedlichen Institutionsbedingungen (z.B. öffentlich-rechtlicher Rundfunk vs. privater Anbieter) unterworfen sind, was sich anhand des Strukturbedarfs (technische und organisatorische Unterschiede der verschiedenen Mediengattungen), widerstreitenden Interessen und unterschiedlichen funktionalen Schwerpunkten von Organisationen zeigt.

Auf der Organisations-Ebene gilt es zu beachten, dass die institutionellen Rahmenbedingungen der Unternehmen durch Recht, Markt, und Medienpolitik geprägt sind. Sie schränken mit ihren Erwartungen die Medienorganisation ein und lassen unterschiedlich viel Raum zum eigenständigen Taktieren. Ihre ethik-relevante Strukturen sind folgende: (Saxer 1992, S.109ff.; Pürer 1990, S.10ff.)

Die Eigenrationalität des Markthandelns- und denkens prägt journalistische Zielsetzungen nach dem Gesetz von Angebot und Nachfrage. Dies lässt unterschiedliche JournalismusEthiken zu (,,Blick" vs. ,,NZZ").

Die Konkurrenz hat beträchtlichen Einfluss auf das Ethik-Verhalten einer Organisation. Der Wettbewerb um Werbegelder, Einschaltquoten und Auflagen kann mitunter zu einer höheren Bereitschaft führen, Verstösse gegen die ethische Selbstverpflichtung zu riskieren, um dadurch die Konkurrenzposition zu verbessern.

Kommunikationstechnologische Neuerungen ermöglichen neue Arten der Berichterstattung und Präsentation von Informationen. Sie verschärfen aber zugleich den Druck der Medienorganisationen auf totale Aktualität. Dies kann zu Einbussen an journalistischer Sorgfalt führen.

Medienprodukte werden zunehmend von Werbe- und PR-Agenturen sowie anderen Organisationen zugliefert. Diese Arbeitsteilung im Medienmarkt in Verbindung mit den hierarchisch festgelegten Kompetenzen führen zur Verteilung der moralischen Verpflichtung und zu einer gestufter Verantwortung.

Die Organisationsrealität lässt keine Organisations-Ethik aufkommen, wenn dadurch die Erfüllung der Hauptaufgaben beeinträchtigt werden sollte. So wird die Gesinnungsethik des Journalisten durch die Verantwortungsethik des Gesamtunternehmens ausbalanciert. Der Medienmarkt setzt sich unter - wenn auch schwachen - ethischen Verpflichtungsdruck, um sich vor staatlicher Restriktion zu schützen. Gezieltes Marketing soll zur Etablierung eines optimalen Images führen. Dadurch steigt die soziale Verantwortlichkeit. Es kommt somit zu Einrichtungen von Selbstkontrollinstanzen und Ombudsstellen, v.a. im öffentlich-rechtlichen Rundfunk.

Die Loyalität des Journalisten zum Unternehmen ist häufig grösser als die Verbandsloyalität. Im Prozess der Sozialisation übernehmen sie die Ethik der Medienorganisation.

Anhand dieser ethik-relevanten Strukturen wird deutlich, dass sich das ethische Potential des Marktes, der zwar über Kontrollmechanismen, aber nicht über eine zentrale Führung verfügt, eher schwach ist. (Saxer 1992, S. 111) Dafür zeigen die beiden letzten Punkte, dass die Unternehmungspolitik der einzelnen Organisation einiges zur Etablierung des Ethik-Begriffs beigetragen werden könnte.

3. Strategien zu Verbesserung der Medien-Ethik

Nach dieser knappen Ausführung über die Ebenen der Medien-Ethik lassen sich nun konkrete Forderungen und Ansprüche formulieren, die zur Stärkung des Problem- und Verantwortungsbewusstseins beitragen können, und zu denen z.T. bereits einzelne Ansätze geliefert worden sind: (Saxer 1992, S.104ff.; Schönbach 1992, S.103; Pürer 1990, S.13f.)

Journalistische Aus- und Weiterbildung sollte durch die Medienorganisation vermehrt gefördert werden. In der Fortbildung sollten den Journalisten (und somit den Organisationen) zum Beispiel Ergebnisse der Medienwirkungsforschung für ethische Verhaltensentscheidungen fruchtbar gemacht werden.

Trennung von Markt und publizistischer Auflage müssen unbedingt eingehalten werden. Das Medienunternehmen sollte - trotz dem zunehmenden Druck auf totale Aktualität - seinen Mitarbeitern mehr Zeit zum Nachdenken und Recherchieren gewähren, was für eine Abwägung möglicher Folgen unerlässlich ist.

Selbstkontrollinstanzen, Redaktionsstatuten, Archive mit problematischen Ethik-Fällen, konkrete Manuale und Handlungsnormen könnten dem Journalisten zur Orientierung dienen und allenfalls Richtlinien für interne Sanktionen gegen Verstösse bilden. Die Erweiterung der Sanktionsmöglichkeiten der bereits bestehenden Selbstkontrollorgane und Presseräte wäre in Erwägung zu ziehen.

Mit einer Relativierung der Informationen könnte das ethische Bewusstsein des Rezipienten gestärkt werden. (Hinweis auf Akzente der dargestellten Realität, Betonung des vermittelten Charakters durch Quellenangaben etc.)

Die staatliche Rechtsordnung könnte noch verbessert werden, ohne Presse- und Meinungsfreiheit einschränken zu müssen (z.B. Ausbau des Persönlichkeitsschutzes).

4. Fazit

Die Frage der Verantwortung im Medienbereich ist eine Gratwanderung zwischen hemmungslosem Scheckbuch-Journalismus und totaler Zensur. Um ein ausgewogenes und faires Steuerungssystem für moderne Demokratien zu finden, gilt es in einem ersten Schritt, die bestehenden Strukturen zu erfassen und zu begreifen. Die journalistische Individual-Ethik ist mangels Professionalisierung unterentwickelt und undifferenziert, durch Sozialisation an die Redaktion eine abhängige Variable, und Presseräte sind nicht sanktionsmächtig. Der

Appell an die Publika, als aktive Rezipienten Einfluss auszuüben, bleibt wohl ohne grosse Wirkung. Juristische Regelungen sind starr, undifferenziert und laufen im Falle einer zu starken Verrechtlichung in Gefahr, die Kommunikationsgrundrechte zu verletzten. Medienorganisationen wiederum sind stark vom Markt abhängig, der sich negativ auf Ethik auswirken kann. Dafür bietet die organisationsinterne Politik eine Basis für eine breitere Diskussion des Problems. In Kapitel 3 hat sich deutlich gezeigt, dass die meisten Vorschläge für die Stärkung der Ethik auf der Meso-Ebene beruhen.

Die Organisations-Ethik dürfte sich deshalb auf Dauer als bester Regulierungstyp erweisen. Es ist aber wichtig darauf hinzuweisen, dass sie im Zusammenspiel mit den anderen Ebenen - als wichtigste Stütze - funktionieren muss. Die Betrachtung des Problems unter sämtlichen am Prozess der Massenkommunikation Beteiligten ist sicherlich vielversprechender als das Beschreiten des Weges, der nur auf der aussichtsreichsten Ebene einen Lösungsansatz sucht.

5. Bibliographie

Bonfadelli, Heinz / Wyss, Vinzenz: Kommunikator- / Journalismusforschung. In: Bonfadelli, Heinz / Hättenschwiler, Walter (Hg.): Einführung in die Publizistikwissenschaft. Vorlesungsskript. Institut für Publizistikwissenschaft und Medienforschung der Universität Zürich 1998, S.38-39.

Cornu, Daniel: L'identité journalistique et l'éthique de l'information. In: Medienwissenschaft Schweiz, 1/96/ 97, S. 31-37.

Haller, Michael / Holzhey Helmut: Die Frage nach einer Medien-Ethik. In: Haller, Michael / Holzhey, Helmut (Hg): Medien-Ethik. Beschreibungen, Analysen, Konzepte. Opladen 1992, S. 11-19.

Pürer, Heinz: Journalismus-Krisen und Medien-Ethik. In: Communicatio Socialis. Zeitschrift für Publizistik in Kirche und Welt, 1/90, S. 3-18.

Pürer, Heinz: Einführung in die Publizistikwissenschaft. Systematik, Fragestellungen,

Theorieansätze, Forschungstechniken. Konstanz 1998 (6.Auflage), S.71-85.

Saxer, Ulrich: Möglichkeiten und Grenzen von Medien- und Journalismus-Ethik. In: Haller, Michael / Holzhey, Helmut (Hg): Medien-Ethik. Beschreibungen, Analysen, Konzepte. Opladen 1992, S. 104-128.

Schönbach, Klaus: Erträge der Medienwirkungsforschung für eine Medien-Ethik. In: Haller, Michael / Holzhey, Helmut (Hg): Medien-Ethik. Beschreibungen, Analysen, Konzepte. Opladen 1992, S. 97-103.

6 von 6 Seiten

Details

Titel
Journalismus-Ethik
Hochschule
Universität Zürich
Autor
Jahr
1999
Seiten
6
Katalognummer
V105652
Dateigröße
339 KB
Sprache
Deutsch
Anmerkungen
Einführung in die Medienethik. Grundbegriffe.
Schlagworte
Journalismus-Ethik
Arbeit zitieren
Michel Wenzler (Autor), 1999, Journalismus-Ethik, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/105652

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