Die Sekte und das Wirtschaftsunternehmen Scientology


Facharbeit (Schule), 2001

11 Seiten


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Inhaltsverzeichnis

Einleitung

Scientology-Gründer L. Ron Hubbard

Die Methoden der Scientology
- Der Persönlichkeitstest
- Der Kommunikationskurs
- Auditing
- Das Reinigungsprogramm

Der Operierende Thetan

Das Wirtschaftsunternehmen Scientology

Literaturverzeichnis

Einleitung

1 „Scientology gründet sich auf die Lehren von L. Ron Hubbard und wurde in den fünfziger Jahren gegründet. Ziel ist die “Klärung“ des Planeten und der Men- schen. Scientology will mit einer speziellen Technologie eine neue Welt schaf- fen, in der sich magische und okkulte Vorstellungen mischen. Scientology preist seine Praktiken als einzigen Weg an, auf dem der Mensch seine Probleme auf Dauer lösen kann.“2

Scientology, die wohl umstrittenste Sekte unserer Zeit ist eine unglaublich reiche, weltweite Organisation, die mehr als zweihundertsiebzig Kirchen und Missionen ihr Eigen nennt. Offi- ziell wird behauptet es gäbe 7 Millionen Mitglieder. Doch ein interner Bericht nannte 1987 nur Vierzigtausend.

L. Ron Hubbard sagte zum Thema Scientology:„Unsere Organisationen sind freundlich. Sie sind ausschließlich dazu da, um Ihnen zu helfen.“3

Das Begriff Scientology leitet sich vom lateinischen “scio“, was soviel heißt wie “wissen, verstehen“, und vom griechischen “logos“, das man mit “Vernunft an sich“ oder “einsichtige Gedanken“ übersetzen könnte. Also heißt Scientology soviel wie “Studium der Weisheit“ beziehungsweise “wissen, wie man weiß“.4

Die wichtigsten Feiertage der Scientologen sind der 13. März, L. Ron Hubbards Geburtstag, der 9. Mai, und der Tag der Veröffentlichung von seinem Werk “Dianetik“, der “Heiligen Schrift“ der Scientologen.

Ich werde versuchen mit meiner Facharbeit einen besonders umfassenden und vor allem kritischen Einblick in die Sekte Scientology zu geben .5

Scientology-Gründer L. Ron Hubbard

Im Jahre 1911, als Sohn eines Marine-Fregattenkapitäns, in Nebraska geboren, vollbrachte Lafayette Ronald Hubbard in seinem Leben mehr, als einem einzelnen Menschen zuzutrauen wäre. Als Philosoph, Autor, Lehrer, Künstler, Seemann, Entdecker und Menschenfreund machte er sich international einen Namen. Schon in seiner Jugend unternahm er zahlreiche Weltreisen, studierte an der George-Washington-Universität, anscheinend jedoch ohne Ab- schluss, wie ein Dokument aussagte, bekam er wegen zu schlechter Noten keine Zulassung für das dritte Kursjahr. Nach seiner Hochzeit 1930 trug er als Autor dazu bei Science-Fiction neu zu definieren. 1941 kam L. Ron Hubbard zur Navy, und auch sein gesamtes späteres Le- ben wurde durch die Liebe zur Marine geprägt. Nach dem 2. Weltkrieg wurde er ein Mitglied des Okkultordens Ordo Templi Orientis, in dessen Zentrum das Gesetz, zu tun was man wol- le, stand. Er war auch mit dem Magier Aleister Crowley sehr eng befreundet. Viele Inhalte des Ordens und der Science-Fiction beeinflussten die Publikationen der Scientology-Kirche. 1950 erschien das 1. Buch der Dianetik, das zu mehreren Millionen verkauft wurde. In Folge darauf entstand 1954 die "Church of Scientology California". Als Hauptquartier wurde das Schloss St. Hill in Grindstead, England, erworben, doch 1976 wurde Clearwater, Florida, zum eigentlichen Zentrum der Sekte.6 Das Bild zeigt eine Ausschreibung für ein Seminar im Schloss Saint Hill in Grindstead.7

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

L. Ron Hubbard wurde 1978 in Frankreich wegen Betruges verurteilt. Er starb 1986, war zuvor jedoch schon jahrelang nicht mehr in der Öffentlichkeit angetroffen worden. Einer anderen Quelle8 kann man entnehmen, dass sein Lebenslauf sich nicht annähernd so rühmlich abgespielt hat, wie der einst von ihm und nun von Scientology propagierte. Anscheinend war dieser Mann so etwas wie ein “Lügenbaron“, der sich seine Welt so gebastelt hat, wie er sie gerne gehabt hätte. Ein Richter am Obersten Gericht in Kalifornien sagte über Hubbard 1984, dass er ein Mensch der in Bezug auf seine Geschichte, seine Bildung und seine Leistungen geradezu ein krankhafter Lügner wäre. Er sei vollkommen von Egoismus, Gier, Habsucht, Machtgier, Aggressivität und Rachsucht besessen.

L. Ron Hubbard, den dieses Bild zeigt, sagte:

„Ich habe kein von der Welt abgeschlossenes Leben geführt und verachte den weisen Mann, der nicht gelebt hat, und den Gelehrten, der nicht teilen will. Es hat viele Männer gegeben, die weiser waren als ich, aber wenige haben so viel Weg zurückgelegt. Ich habe das Leben von oben bis unten und von unten bis oben gesehen. Ich weiß, wie es von beiden Seiten betrachtet aussieht. Und ich weiß es gibt Weisheit und es gibt Hoffnung.“9 10

Der Persönlichkeitstest

Scientology versucht die meisten der zukünftigen Sektenmitglieder auf der Straße mit einem kostenlosen Persönlichkeitstest anzuwerben. Dieser Test wird die Oxford Capacity Analysis (OCA) genannt und wurde von einem ehemaligen Handelschiffer, ohne psychologische Aus- bildung, geschrieben. Scientology gelangt durch seine 200 Fragen an verschiedenste persönli- che Informationen der getesteten Person. Natürlich versucht man den Leuten das Ergebnis ihrer OCA so beizubringen, dass sie der festen Überzeugung sind, nur Scientology könne sie vor dem drohenden Ruin retten. Der Test ist so angelegt, dass es fast unmöglich ist ein akzep- tables Persönlichkeitsprofil zu erhalten. Am Anfang der Rekrutierung wird das Augenmerk der Person auf die bedrückendsten Aspekte ihres Daseins (den „Ruin“) gerichtet, eine Taktik, die Hypnotherapeuten als “emotionale Induktion“ bezeichnen würden. Es wird mit der Angst des zu Rekrutierenden, die Situation könne sich verschlechtern, gespielt und letztendlich Scientology als Lösung angeboten. Danach steht, um welches Problem es sich auch handelt, immer ein Kommunikationskurs und eine Einführung in Hubbards Ideen auf dem Programm. Doch Kommunikation in dem uns bekannten Sinne ist das letzte, worum es in diesen Semina- ren geht.

Der Kommunikationskurs

Der Kommunikationskurs soll angeblich die Fähigkeit zur Verständigung steigern, wurde aber von einem Experten als die offensichtlichste Form der Hypnose, die von einem destruktiven Kult verwendet wird, bezeichnet. Bei der ersten “Trainingsroutine“ sitzt man sich schweigend und mit geschlossenen Augen gegenüber, bei der zweiten werden durch gegenseitiges Anstar- ren Halluzinationen und Euphorie erzeugt. Auf einer höheren Stufe des Kommunikationstrai- nings muss sich der Newcomer provozieren lassen und sämtlichen Konfrontationen mit re- gungslosem Verharren begegnen. Verständlicherweise wird er dieses Verhalten auch auf der Außenwelt übertragen und auf Auseinandersetzungen oder Konflikte einfach nicht mehr rea- gieren. Der Teilnehmer fühlt sich nach den Sitzungen natürlich viel selbstbewusster und un- angreifbarer. Die Annahme, dass sich durch Anwendung von Scientology-Kursen sein Leben verbessert habe, liegt sehr nahe. Noch naheliegender ist, dass er sich gerne wieder in die Hän- de der Scientologen begibt. Das bedeutet Trainingsroutinen über Trainingsroutinen, und schließlich Auditing.11

Auditing

Scientologen definieren Auditing als die Tätigkeit einer Person Fragen zu stellen, die diese beantworten kann. Sekten-Aussteiger bezeichnen diese Aktivitäten als Gehirnwäsche. Audi- ting optimiert die psychische Beeinflussung des vorangegangenen Kommunikationskurses, indem die Persönlichkeit des Teilnehmers miteinbezogen wird. Der Auditor befragt ihn über intime Ängste, Geheimnisse und Probleme. Auf die vertraulichen Informationen wird dann nach Scientology-Art eingegangen, indem die mit Unsicherheit verbundenen Empfindungen eliminiert werden. Der Auditor verwendet dabei das E-Meter, ein von Hubbard “erfundenes“ Gerät, mit dem angeblich Gefühlregungen sichtbar gemacht werden können. Es handelt sich jedoch um einen technisch veralteten Lügendetektor, der den elektrischen Widerstand des Körpers abmisst und somit (begrenzte) Rückschlüsse über die psychische Erregung des Getesteten zulässt, wenn dieser zum Beispiel zu schwitzen beginnt. Über jedes kleinste Detail wird genauestens Buch geführt und es wird eine Akte über den Betreffenden angelegt. Nach einigen Auditing-Sitzungen enthält diese Akte dessen persönlichsten Geheimnisse. Später werden solche Notizen nicht selten dazu missbraucht Aussteigwillige zum Verbleib in der Sekte zu bewegen. Auditing ist selbstverständlich nicht kostenlos: 12,5 Stunden kosten 4500,-

- DM. Was in gewisser Hinsicht noch billig ist, denn lässt man sich im Hauptquartier in Clearwater, Florida, auditieren muss man immerhin 16.200,-- DM/12,5 Stunden aufbringen. Das nachfolgende Bild zeigt ein E-Meter.12

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Das Reinigungsprogramm “Purification Rundown“

Nachdem der Neuling davon überzeugt wurde, dass das Reinigungsprogramm den hohen Preis (4.147,-- DM), den Scientology dafür verlangt, wert ist, verbringt er im Rahmen des “Purification Rundowns“ mehrere Stunden täglich in der Sauna und kombiniert die Sauna- Besuche mit anstrengendem Lauftraining. Außerdem wird der “Patient“ darüber hinaus mit höchsten Dosen aller möglichen Vitamine und Mineralien versorgt, unter anderem auch mit Niacin.

„Dieses Mittel kann vor allem bei hoher Dosierung schwere Leberschäden verursa- chen, besonders bei jenen Menschen, die eine vom Trinken oder von Hepatitis-B (kommt oft bei Heroinabhängigen vor) angeschlagene Leber haben. Da gerade solchen Menschen, die Drogenerfahrungen hatten ein “Purification Rundown“ verordnet wird, ist diese Behandlung nicht nur nutzlos, sondern darüber hinaus auch noch äußerst ge- fährlich.“13

Doch für viele Anhänger ist es das Risiko wert, da diese von Hubbard entwickelte Methode den Menschen angeblich von Krankheiten wie Drogensucht, Krebs und Homosexualität hei- len kann. Die Erschöpfung die diese ungewöhnliche Behandlung durch Hitze hervorruft und die psychischen Abnormitäten, die eine logische Folge dieses absurden Reinigungsprozesses sind, beeinträchtigen in Folge natürlich das kritische Denken. Jetzt ist der Rekrut bereit für die fortgeschrittene Ausbildung, die “Operierender Thetan“ -Stufen (“OT“-Stufen).

Der Operierende Thetan

Als “Operierenden Thetan“ bezeichnet man einen Menschen, der quasi die Fähigkeit besitzt, ohne den Körper zu handeln, zu “operieren“. Der Inhalt der OT-Stufen wird von Scientology geheim gehalten. Doch er ist seit längerem bekannt: Die erste OT-Stufe setzt sich aus ver- schiedenen trivialen Übungen zusammen. Ein angeführtes Beispiel besagt etwa dass das Mit- glied die Straße entlang geht und Leute zählt, bis euphorische Emotionen und eine gewisse “Erkenntnis“ auftreten. Der Preis für die erste OT-Stufe beträgt 2.200,-- US-Dollar. Für 4.200,-- US-Dollar muss sich die Person in der zweiten Stufe mit Listen von Sätzen und deren Gegenteil beschäftigen (zum Beispiel: Ich muss existieren, ich darf nicht existieren.).

Dabei soll sie sich vorstellen ein Licht zu sehen und einen Schock zu empfinden. Um die dritte Stufe zu erreichen muss man 7.200,-- US-Dollar bezahlen. Danach wird man in die äußerst abstruse Schöpfungsgeschichte (von Hubbard persönlich erfunden) eingeweiht. Es hat seine Gründe warum das erst nun geschieht. Denn wenn das Mitglied schon Unsummen von Geld, ungefähr um die 1,4 Millionen Schilling14, für die eigene Befreiung ausgegeben hat und schon genügend Auditing-Kurse hinter sich hat, ist es eher bereit die Verrücktheiten, die ihm nach und nach aufgetischt werden, zu glauben.

Laut Hubbard stammt die Menschheit aus einer anderen Galaxie (vom Planeten Helotrobus, der vom einem bösen Prinzen namens Xenu beherrscht wird), sie wurde wegen Sozialschädi- gendem Verhalten vor 30 Millionen Jahren auf die Erde verbannt. Dort wurden die Menschen in Vulkanen deponiert. Nunmehr wurden die Vulkane mittels Atombomben gesprengt und sie wurden an das Erdenleben angepasst, indem ihnen künstliche Erinnerungen eingepflanzt wur- den. Auch die Illusion Jesus Christi wurde in jener Zeit eingepflanzt und somit nicht real. Die Seele, oder das “wirkliche Ich“ des Menschen ist der Thetan. Der Thetan ist ein substanzloses Geistwesen mit uneingeschränkter Macht. Es gibt unzählige Thetanen, die keinen eigenen neuen Körper bekommen haben. Diese haften alle am Körper des Menschen um ihm diesen streitig zu machen. Doch der Mensch hat wegen der schrecklichen Vorfälle keine Ahnung vom brachliegenden Potenzial seines Thetanen. Hier ist der Punkt wo Scientology in Erschei- nung tritt, in der Rolle des Retters, der dem Mensch hilft diese Kompetenz wiederzuentdecken und zu nutzen.

Noch in den Siebzigern war “OT3“ die allerhöchste, sozusagen unerschwingliche Stufe der Scientologen. Heute gibt es um fünf Stufen mehr, die höchste ist “OT8“ und genauso unbe- zahlbar wie seinerzeit “OT3“. Der Vorteil für Scientology liegt auf der Hand: “OT3“ ist für mehr Personen zugänglich, das bedeutet mehr Geld für die Sekte. Die Stufen 4 bis 7 beschäf- tigen sich mit den “Körperthetanen“. Jeder der diese Informationen erhalten hat, soll angeb- lich krank werden und sterben. Natürlich kann nur Scientology helfen. Die letzte Stufe “OT8“ konnte größtenteils geheimgehalten werden und ist nur am privaten Kreuzfahrtsschiff der Scientology, nach strengsten Sicherheitskontrollen, die die fraglose Hingabe an Hubbard bes- tätigen sollen, erhältlich. Diese achte Dynamik wird auch mit Gott gleichgestellt.15

Das Wirtschaftsunternehmen Scientology

„Ich möchte eine Religion gründen. Dort liegt das Geld.“16

Angeblich betrug das persönliche Vermögen Hubbards zum Zeitpunkt seines Todes 1986 rund 640 Millionen US-Dollar. Es ist offensichtlich, dass Scientology nicht aus religiösen Gründen gegründet wurde. Außerdem ist die Sekte in einige äußerst obskure Machenschaften sowohl auf dem politischen als auch auf dem wirtschaftlichen Sektor verstrickt, war dadurch auch oft genug in Konflikt mit dem Gesetz geraten. Man kann auch schon durch die wahnsin- nig hohen Preise für die geistige “Freiheit“ darauf schließen, dass dieses Unternehmen auf einen anderen Hintergrund, als die absolute Befreiung der Menschheit, beruht.

„Es wird (...) erwartet, Tausende für Kurse auszugeben und sie müssen dann lächerlich teure Bücher, Kursmaterialien, E-Meter und Tonbänder von Hubbard’s (!) Vorträgen als Vorbedingung für den Besuch dieser Kurse kaufen. Die Tonbänder werden im allgemeinen etwa für dreißig Pfund verkauft, und Hubbard hielt Tausende von Vorträgen. Von jedem Scientologen wird erwartet, dass er mindestens zwei E-Meter kauft, in der Preislage von siebenhundert bis zweitausendsiebenhundertfünfzig britischen Pfund. Die Bauteile aus denen ein E-Meter besteht kosten nur einen Bruchteil davon.“

Eine bestimmt Taktik von Scientology ist auch, sich hinter Tarnorganisationen zu verstecken, wie zum Beispiel die “Kommission gegen Verstöße der Psychiatrie gegen Menschenrechte“, das “Zentrum für individuelles und effektives Lernen“, die Drogenrehabilitationseinrichtung “Narconon“ und die “Kommission für Polizeireform“, um nur einige zu nennen. Damit ist gesichert, unter der Tarnung der jeweiligen Organisation, das Gedankengut der Scientology in Ruhe unter die Leute bringen zu können und nicht zuletzt auch neue geldbringende Mitglieder zu ködern. Scientology selbst kauft keine Firmen, sondern bedient sich der Manager, um die Philosophie der Sekte in allen Lebensbereichen optimal zu verbreiten. Durch etliche andere Tatsachen wird bestätigt, dass es sich nicht in erster Linie um die Religion handeln kann. Die Ausbildung der scientologischen Geistlichen dauert ein paar Tage. Die Kleidung derselben ist eine Nachahmung christlicher Geistlicher. Das Kreuz scheint ebenfalls ein christliches zu sein, doch in Wahrheit entstand es in Anlehnung an das des Schwarzmagiers Aleister Crow- ley. Scientology behauptet, das Kreuz symbolisiere, ein glückliches Leben in allen Berei- chen.17

Die Geschäfte der Scientology machten die Polizei, Gerichte und Regierungskommissionen aus den USA, Australien, Südafrika und England auf sie aufmerksam und meldeten schwere Zweifel an der ethischen Vertretbarkeit und an Hubbards Zurechnungsfähigkeit an.

„Scientology ist böse; seine Techniken sind böse; ihre Ausübung ist eine ernste Bedrohung für die Gemeinschaft, in medizinischer, moralischer und sozialer Hinsicht.“18

Doch diese Beschuldigungen ließen Hubbard kalt19, er arbeitete umso härter an der Verbreitung seiner Ideen. Er hatte seine Organisation selbst in eine Art Polizeistaat umgewandelt. Mit härtesten Techniken wurden die Mitglieder kontrolliert. Wer sich nicht so verhielt, wie es Hubbard recht gewesen wäre, wurde mit Schlafentzug, Sprachverbot und etlichen Demütigungen bestraft. Heute nennt sich diese effektive Form der Erniedrigung Rehabilitation Project Force (RPF). Sobald die Autorität der Vorgesetzten wieder absolut anerkannt wird, können die Ungehorsamen das RPF verlassen.

„Wer die totale Freiheit will, muss die totale Disziplin akzeptieren.“20

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Das Bild zeigt Hubbard noch zu Lebzeiten bei einem Vortrag.21

Literatur- und Bilderverzeichnis

Atack, John; Die Falle der völligen Freiheit; http://www.charlies- playhouse.ch/scientology/infos/freiheit.htm; Ausdruck im Besitz des Verfassers

Gasper, Hans; Müller, Joachim; Valentin, Friederike; Lexikon der Sekten, Sondergruppen und Weltanschauungen, Fakten, Hintergründe, Klärungen; 5. Auflage; Verlag Herder Basel 1990

http://www.charlies-playhouse.ch; Die kritischen Scientology-Seiten; Ausdruck im Besitz des Verfassers

http://www.noel.gv.at; Scientology hat Macht; Ausdruck im Besitz des Verfassers

http://www.profile.lronhubbard.de; Profil L. Ron Hubbards; Ausdruck im Besitz des Verfas- sers

http://www.scientology.org; Scientology-Homepage; Ausdruck im Besitz des Verfassers

Nannen, Henri; Die himmlischen Verführer, Sekten in Deutschland; 1. Auflage; Stern, Ham- burg 1979

Nordhausen, Frank; von Billerbeck, Liane; Psycho-Sekten, die Praktiken der Seelenfänger; Fischer

Pitzinger, Peter; Scientology hat keine Toleranz verdient; http://www.pitz.co.at/scientology.htm, Ausdruck des Textes im Besitz des Verfassers

Potthoff, Norbert; http://www.pitz.co.at/scientology.htm, Ausdruck im Besitz des Verfassers

[...]


1 Die kritischen Scientology-Seiten http://www.charlies-playhouse.ch/scientology/infos/freiheit.htm, Ausdruck des Textes im Besitz des Verfassers

2 Homepage Niederösterreichische Sektenstelle http://www.noel.gv.at/service/f/f3/familie/sekten/Presse/Scientology_hat_Macht.htm, Ausdruck des Textes im Besitz des Verfassers

3 L. Ron Hubbard, “Dianetik Vertrag“, 1969, http://www.charlies-playhouse.ch/scientology/infos/freiheit.htm, Ausdruck des Textes im Besitz des Verfassers

4 Scientology-Homepage, http://www.scientology.org, Ausdruck des Textes im Besitz des Verfassers

5 Hans Gasper, Joachim Müller, Friederike Valentin: Lexikon der Sekten, Sondergruppen und Weltanschauungen. Kompendium. (5. Auflage) (Freiburg:) Herder (1970), S. 963

6 Scientology-Homepage: http://www.scientology.org, Ausdruck des Textes im Besitz des Verfassers

7 Frank Nordhausen, Liane von Billerbeck: Psycho-Sekten, Die Praktiken der Seelenfänger, Fischer (1997), S. 435

8 http://www.charlies-playhouse.ch/scientology/infos/freiheit.htm, Ausdruck im Besitz des Verfassers

9 http://profile.lronhubbard.de/cont.htm, Ausdruck im Besitz des Verfassers

10 John Atack, http://www.charlies-playhouse.ch/scientology/infos/freiheit.htm, Ausdruck im Besitz des Verfas- sers

11 http://www.charlies-playhouse.ch/scientology/infos/clear.htm

12 Ebd.

13 http://www.charlies-playhouse.ch/scientology/infos/clear.htm

14 Norbert Potthoff, http://www.pitz.co.at/scientology.htm, Ausdruck im Besitz des Verfassers

15 Peter Pitzinger, http://www.pitz.co.at/scientology.htm, Ausdruck des Textes im Besitz des Verfassers

16 L. Ron Hubbard, ebd.

17 Scientology-Homepage, http://www.scientology.org, Ausdruck des Textes im Besitz des Verfassers

18 Bericht des Scientology-Untersuchungsausschusses des Staates Victoria, 1965, http://www.charlies- playhouse.ch/scientology/infos/freiheit.htm, Ausdruck des Textes im Besitz des Verfassers

19 Henri Nannen, Die himmlischen Verführer, Sekten in Deutschland, 1. Auflage, Stern (1979), S. 184, 185

20 Ron Hubbard http://www.pitz.co.at/scientology.htm, Ausdruck des Textes im Besitz des Verfassers

21 Henri Nannen, a.a.O., S.182

11 von 11 Seiten

Details

Titel
Die Sekte und das Wirtschaftsunternehmen Scientology
Autor
Jahr
2001
Seiten
11
Katalognummer
V105677
Dateigröße
482 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Scientology
Arbeit zitieren
Martina Kainbacher (Autor), 2001, Die Sekte und das Wirtschaftsunternehmen Scientology, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/105677

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