Noll, Dieter - Die Abenteuer des Werner Holt


Referat / Aufsatz (Schule), 2002
8 Seiten, Note: 13 Punkte

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Die Abenteuer des Werner Holt

(Biographie)

- Buch von Dieter Noll

- 1927 in Riesa geboren

- 1945 war er Luftwaffenhelfer, Arbeitsmann und geriet dann in amerikanische Gefangenschaft

- studierte 1947 - 1950 Germanistik, Kunstgeschichte und Philosophie in Jena

- war von 1950 - 1965 Redakteur und Mitarbeiter der Zeitschrift „Aufbau“ in Berlin

- veröffentlichte Reportagen und Erzählungen

- nachdem wurde der Roman „Die Abenteuer des Werner Holt. Roman einer Jugend.“ 1960 sofort zu einem Erfolg (Verfilmung 1965)

- Buch ist zwar keine Autobiographie, doch spiegeln sich einige Elemente aus Nolls

Leben in diesem Buch wieder -> aber dazu später

- Entstand 2. Teil, mit dem Untertitel „Roman einer Heimkehr“ (1963) -> berichtete vom Nachkriegsschicksal des Helden Werner Holt

- 1997 erschien der Roman „Kippenberg“

Die Abenteuer des Werner Holt

(Inhaltsangabe)

- 16 jährige Jungs

- Schule, Streit + Freundschaft zwischen Holt und Wolzow

- hauen vom Ernteeinsatz ab (W, H, G, V, Z)

- Einberufung der Klasse als LWH außer Wiese

- Wachtmeister Gottesknecht

- Prügeleien zwischen LWH und OH

- versch. Luftangriffe auf Militärstützpunkt; Tod Zemtzki (Müo)

- Verhältnis zwischen Holt und Frau Gerdi Zische

- Weihnachtsbesuch beim Vater und Urlaub mit Gerdi -> erfuhr über Arbeit Mannes:

„Reichsbeauftragter für die Festigung deutschen Volkstum im Generalgouvernement“

-> Kinder, deren germanischen Blutanteil von früher sehr hoch ist, werden aus KZ’ s geholt um sie später „aufzunorden“ -> auch auf S. 203 Frau Zische: „Lies mal, was Rilke über die russische Seele schreibt.“ „Ich denke, das sind alles Untermenschen?“,

fragt Holt und wunderte sich nicht einmal über den neuen Widerspruch. Sie sagte: „Irgendeinen Vorwand muss man ja haben, um sie umzubringen.“

- Wolzows Kampf gegen SS - Leute

- Affäre zw. Holt und Gerdi wird entdeckt -> Aussprache mit Peter Zische

- Tod Zische und weitere LWH und OH

- Holt traf sich nicht mehr mit Gerdi

- H., G., V., W., bekommen Urlaub -> Holt bei Wolzow

- Holt lernt Gundula Thieß kennen und lieben

- wurden zum RAD einberufen -> Nähe slowak. Grenze

- unter Obervormann Schulze

- H & G -> Wache, trafen slowakisches Mädchen, wurde belästigt

- H & G -> Wache -> OV Schulze tot -> slowak. Mädchen -> wollte sie vergewaltigen

- sie und Vater wurden verhaftet -> sollten an die Wand gestellt werden, wurden aber nur eingesperrt

- Wolzow übernahm Schulzes Trupp

- G. & H. -> Wache, begann Schießerei

- H. sollte Gefangene erschießen, ließ sie aber laufen

- nächsten Tag -> Trupps gehen zum Bahndamm um neue Truppen abzuholen

- schlagen abends Lager im Dorf auf -> warteten auf Angriffe

- erkundeten Dorf -> fanden Sägemühle

- „Sie sahen: eine Kreissäge. Auf dem mit Sägespänen bestreuten, blutgetränkten Boden lagen russische Uniformstücke verstreut und dazwischen ein paar über den Knien abgesägte Beine, eine Hand, ein Stück Schenkel. Auf dem Tisch der Kreissäge lag der nackte armlose Oberkörper eines Menschen. In die Brust war ein großer Sowjetstern geschnitten. Aus dem Leib hatte das runde Sägeblatt die Gedärme herausgezerrt und Eingeweide, Fleischfetzen und Kot erfüllten den Raum mit einem unerträglichen Gestank.“

- nachts gab es Panzerangriffe -> verteidigten sich noch mehr, um das nicht auffallen zu lassen

- Holt und Gomulka wurden verletzt -> mussten ins Lazarett

- danach kam Einberufung zur Panzer - Ersatz - & Ausbildungsabtl. 26

- Wiese wurde dort auch einberufen

- viele Panzerangriffe, Verletzte, Tode

- Vorgesetzter Lt. Wehnert hält Menge von W. -> spielen oft Kriegsszenen nach -> gutes Verhältnis

- sollen an Front -> werden immer wo anders hin geschickt

- viele sind getürmt

- Holt wird verletzt (Lazarett)-> W. wird durch Lt. Wehnert Uffz.

- H. wird frühzeitig entlassen, weil sie jeden Mann brauchen

- H. & W. Wache -> SS - Leute

- Lt. Wehnert will desertieren -> W. ergreift Macht

- G. türmt -> H. hilft ihm

- W. will bis zuletzt kämpfen -> sind nur noch wenig Soldaten da

- weiß, dass es aussichtslos ist, aber meint, dass ein Soldat kämpfen muss, egal in welche Lage er ist

- Holt denkt nach -> W. hält Schicksal der Soldaten in den Händen

- merkt, dass alles umsonst war, jegliche Ideologie falsch und der fanatische Glauben von der Realität ablenken soll

- feindl. Panzertruppen kommen -> H. droht W. -> gibt Macht an Uffz. Winkler

- soll zur SS oder in amerik. Gefangenschaft

- H. geht weg

- Vetter kommt, erzählt, dass SS - Leute unter Anführung v. Meißner W. hängen wollen und H. suchen

- H. geht zurück, erschießt alle + Wehnert

- H. kommt in amerik. Gefangenschaft -> wenig Essen

- sucht und findet nach mehreren Tagen Gundel

Die Abenteuer des Werner Holt

(Das Emotionale dieses Buches)

Jedoch viel wichtiger als der inhaltliche Aspekt, ist das Emotionale in diesem Buch.

- Freundschaft zwischen Holt und Wolzow bildet den Leitfaden

- Holt sieht Krieg zunächst schwärmerisch-> muss nicht mehr zur Schule, großes Abenteuer beginnt

- für Wolzow, dessen Vater Oberst und Onkel Generalmajor der Wehrmacht ist und dessen Ahnenreihe auf eine 200 jährige soldatische Tradition zurückblickt, ist bereits in der Schule Soldat durch und durch-> Leben betrachtet er ausschließlich unter militärischem Aspekt-> ganze Bildung beschränkt sich auf die- allerdings umfassenden- Kenntnisse der militärischen Standartwerte-> kennt die ganze kriegswissenschaftliche Bibliothek des Vaters

- um Holt und Wolzow bildet sich eine Clique-> bleibt fast bis zum Kriegsende bestehen

- bereits kurz nach der Einberufung begann eine Entfremdung zwischen Holt und Gomulka

- ein Freund stirbt, Holt sah den Tod aus anderen Augen, als Wolzow-> ist der Meinung, im Krieg sterben halt die Menschen

- Holt und Gomulka kommen sich näher, weil er genauso denkt, wie Holt

- In einem Gespräch über einen Flugabwehreinsatz sagt Holt zu ihm (Seite 224): „... Es ist der innere Schweinehund“, erwiderte Holt. „Wir müssen stur werden. Alle Soldaten sind stur!“ Dieser Gedanke befriedigte ihn wenig. Schicksal, Gesetz des Handelns, fanatisch glauben, dachte er wieder; sind wir wirklich ausgeliefert, nur... Figuren im großen Spiel? Aber das Nachdenken und Grübeln, überlegte er, bringt nichts ein. Hart werden. Glauben. Sich der Sache verschwören. Es geht nicht, dass mich ein paar Bomben aus dem Gleichgewicht bringen! Was ist los mit mir? dachte er `.

- im Inneren zweifelt er an den Sinn des Krieges-> versucht den Gedanken zu verdrängen-> möchte an das System, den Krieg und den Führer glauben

- Weihnachten, als er die Gespräche mit Vater und Gerdi hatte, dachte er viel darüber nach

- wird auf Seite 203 beschrieben: „... Aber er lag noch lange wach und kämpfte gegen die Angst an, die nur langsam schwächer wurde. Es darf mich nicht umwerfen. Ich hab es damals verwunden bei Uta, ich hab auch Gerdis... Gerede unterbekommen, es darf mich nicht umwerfen! Es häuft sich an, dachte er, es ist... wie eine Belastungsprobe, als wolle das Schicksal mich prüfen.“

- dachte immer mehr über den Krieg und seine Emotionen nach

- versucht sich zur Härte zu erziehen, doch sein Gewissen lässt ihn nicht in Ruhe

- floh regelrecht vor der Wahrheit, den sein Vater und Gerdi ihm erzählten

- schaute aus seiner Stube, beobachtete SS- Leute, die einen Gefangenen misshandeln->

sein Gewissen wird stärker-> ihm fielen Gerdis Worte wieder ein (Irgendeinen Vorwand braucht man ja, um sie umzubringen)-> diese sind, dass sie eine minderwertige Rasse sein sollen

- vergaß sein anerzogenes Pflichtgefühl-> öffnete seine Augen-> bat Wolzow um Hilfe

- Wolzow half ihm widerwillig-> Gefangenen waren ihm egal-> das einzigste was zählt ist für ihn der Krieg-> wird für ihm zum Lebenszweck: Kampf um des Kampfes willen

- Soldatenehre ist das geheiligte Wort, dem bedingungslos Menschenleben geopfert werden, einfach weil ein Soldat eben bis zur letzten Minute kämpft und nicht aufgibt, egal wie schlecht die Chancen stehen

- ist völlig frei von Selbstzweifeln-> ist aber der einzigste Realist (in Hinsicht auf militärische Einschätzung der Lage)

- kann zwischen den Zeilen Wehrmachtsberichte lesen

- spricht Niederlagen deutlich aus, ohne als Verräter dazustehen

- arbeitet ständig an Strategien und taktischen Plänen -> darum entfernt Holt sich immer mehr von Wolzow -> redet lieber mit Gomulka

- Gespräch zwischen Holt und WM Gottesknecht (S. 307).: „... Deutschland...! dachte Holt. Zum 1.x im Leben hörte er das Wort nicht vom Jubel getragen oder von Heilrufen umrahmt, sondern gleichsam entblößt von allem Flitter und Standartengold durchzittert von tiefer Sorge. „Deutschland“, sagte Gottesknecht, „das ist ja schon heute kein Gigant mehr, der Europa beherrscht, sondern en blutendes, elendes Etwas. Es wird noch elender werden und bettelarm und wird unsagbar leiden, aber es darf nicht verbluten! Für das riesige, schimmernde Deutschland von gestern zu sterben, das nenn ich Feigheit, Holt. Aber für das arme, todwunde Deutschland von morgen zu leben... das ist Heroismus, dazu gehört Mut. Ich weiß: Sie suchen, Holt... einen Sinn, ein Ziel, einen Weg... Ich kenn den Weg nicht. Ich kann Ihnen nicht helfen. Wir sind alle mit Blindheit geschlagen und müssen durch die 7 Höllen hindurch bis zum Ende.“

- versucht, nachdem realistischen und harten Gespräch Augen zu verschließen

- Gomulka will desertieren -> bat Holt mitzukommen -> ging nicht mit (ob aus unerschütterliche Kameradschaft, von der er immer hoffte, oder weil er einfach nur willenschwach war)

- kurz vor Kriegsende standen 3 Jungen, der grüblerische Holt und der Wolzow untergebene Chistian Vetter unter Führung Wolzows -> machten sich dran, den Krieg zu gewinnen

- was heute so grotesk wirkt, war damals vielfach bittere Realität und kostete Tausenden das Leben

- Holt fällt in ein tiefes psychisches Loch -> hinzu kommt schwerste körperl.

Erschöpfung, die jedoch schneller zu überwinden ist, als eine Sinnkrise

- Alles war schon verloren -> Wolzow wollte weiterkämpfen -> erklärte gerade seine Strategien und Pläne -> Holt erinnert sich an die ganzen Ereignisse

- Schaute auf Wolzow (S.529ff): „Er fasste Wolzow ins Auge. Er hatte noch nie mit solcher Klarheit in einem Menschen hineingesehen. Dieser Unteroffizier mit der Leutnantsmütze, der den Kopf voller Pläne hatte, voller durchführbarer und undurchführbarer, auf jeden Fall aber mörderischer Pläne, zugleich voller historischer Ereignisse und Parallelen, für jeden Fehler ein Beispiel und für jeden Tod ein Beispiel, dieser Mensch dort... ist ein Symbol, ein Verbrecher, der mit angemaßter Macht Mensch auf Mensch in den Tod schickt, ein Mörder von Berufung und Beruf. Und ich war sein Werkzeug, seine Kreatur, sein Zutreiber, dachte Holt. Ein Gefühl der Schuld stieg in ihm hoch. Es wollte ihn zurückstoßen in die alte Apathie: Ich hab auf der falschen Seite gestanden, von Anfang an... Ich hab alles mitgemacht. Ich hab geschwiegen und zugesehen. Etwas davon war auch in mir. Und nun bin ich schuldig.. Späte Erkenntnis, zu späte Erkenntnis. Signale über Signale wurden missdeutet und überhört...

- Mit diesen Erkenntnissen endet für Holt der Krieg, seine Jugend wurde ihm gestohlen und ist schuldbeladen, vor ihm aber liegt ein langer Weg der Erneuerung

Die Abenteuer des Werner Holt

(Gemeinsamkeiten zwischen Dieter Noll und Werner Holt)

Wie vorhin bereits angedeutet, enthält das Buch einige Elemente aus Nolls Leben. Einige Gemeinsamkeiten möchte ich an der Stelle nennen.

- Beide Väter arbeiteten in einem chemischen Beruf (Nolls als Apotheker; Holts als Arzt später als Lebensmittelprüfer

- Nolls Charakter = Holts Charakter: grüblerisch, chamäleonartig anpassungsfähig (Bsp. Holt: hat die moralische Seite in Frage gestellt, versuchte jedoch alles zu verdrängen und machte das, was man von ihm verlangte; siehe als er die Chance hatte mit Gomulka zu türmen, er aber nicht gegangen ist)

- Holt, wie Noll hatten einen guten Freund mit 15 bzw. 16 Jahren auf dem Gymnasium kennengelernt, welcher Offizier werden wollte und ein einfältiger Anhänger des 3. Reiches war

- Stiefmutter, die im Buch als Fr. Zische bezeichnet wurde, war in Nolls Leben die Stiefmutter von dem besagten Freund

- als 16 Jährige wurden Noll und Holt zu Luftwaffenhelfer und später gelangen sie zur Batterie der Heimatflak

- wurden beide während der Grundausbildung „geschliffen“

- Streitigkeiten zwischen LWH und OH waren bei beiden vorhanden

- Auch Noll hatte wie Holt einen Wachtmeister, allerdings einen Hauptwachmeister, den Noll in seinen Roman mit dem Aliasnamen „Gottesknecht“ versehen hatte-> der Spieß war ein fürsorglicher „Vater“ seiner Jungen, der alles in seinen Möglichkeiten stehende tat, uns die LWH - Zeit zu erleichtern

- Noll und Holt bekamen Pervitin (Wachhaltemittel)-> Unterschied: Noll nahm dieses schon zu LWH - Zeiten und Holt erst bei der Front

- Zum Ende gerieten beide in amerikanische Gefangenschaft

Die Abenteuer des Werner Holt

(Aufbau)

- hat Nebenhandlungen -> Weibergeschichten von Holt -> beeinflussen Haupthandlung

- Fabel = Holt will unbedingt in den Krieg

- Antiheld -> Wolzow (unterschiedliche Entwicklung zw. ihm und Holt

- hat chronologische und einheitl. Handlung (ohne Rahmenhandlung)

- Ereignis & Schauplatz stimmen überein (NS - Zeit -> Deutschland, Grenzen usw.)

- Erzähler -> uneingeschränkte Freiheit für Gestaltung d. Heldens, des Geschehens, Sprechformen, Stilelemente usw. (Benennung hauptsächlich des Nachnamens)

- Erzähler will viele Aspekte od. intensive Schau d. gewählten Thematik erschließen (Details des Krieggeschehens)

- Autor bekennt sich -> entweder erfunden, od. dass sie in die Figur ihre Weltanschauungen reinbringen (Gleichnisse & Unterschiede zw. Holt & Noll)

- Emotionale wichtiger, als mögl. Aktivitäten (Holts Gedanken)

- Kein wirklicher Held (Einsicht Holt, alles falsch gemacht zu haben)

- Raum & Zeit verlieren strukturierte Funktionen

- zum menschl. Lebens gehört sein Bewusstseins v. Zeit, Welt & ich

- verzichtet auf unwesentl. Details d. Realität

- zunehmend stärkere Eibeziehung d. gesellschaftl. Verhältnisse

- Interesse am Einzelschicksal verblasst (Holts Nebenhandlungen)

- Zeigt Möglichkeiten & Grenzen eines Menschen auf (Wolzows Führung)

- Lebensgefühl & charakteristische Bewusstseinslage -> wichtiger als Erlebnisse

- Heldenfigur ist nicht mehr vertrauten Umwelt (ist in Krieg)

- Erzähler schreibt nicht der Unterhaltung willen

- Erzählt ungeschlossene Geschichte

- Zusammenhang zw. Abläufen

Die Abenteuer des Werner Holt

(Literatur der Nachkriegszeit)

- Fehlt an Epochenbezeichnung nach 1945-> keine eindeutige Hauptentwicklung

- „Trümmerliteratur“ od. „Kahlschlag - Literatur“

- Trümmerliteratur: * 1945 keinen Neubeginn-> Autoren bzw. Strömungen prägen Bild der Literatur-> bereits Einfluss in Weimarer Republik und NS *schrieben so, als war nichts geschehen * junge Autoren: „Gruppe 47“-> sind enttäuscht: nichts geändert; „Gruppe 47“ wollten radikalen Neubeginn-> findet nicht statt: im Gegenteil: Autoren vor 1933, schreiben: besinnliche Literatur; heilige Welt

- Trümmerliteratur: sollte Nachkriegswirklichkeit mit Themen Ruinen, Tod, Untergang, Schuld usw. darstellen

- „Kahlschlag - Literatur“: präzise Beobachtungen, korrektes Benennen der Dinge, sprachlich spröde, knapper Stil

- Zeitepoche manchmal „Stunde Null“ genannt

- lit. Lage Deutschland abhängig von Gesamtlage (geteilt, zerbombt)

- allgemein schlechte Zeit ( Wirtschaft am Boden)

- umfasst viele Themen der Nachkriegszeit

- entfernte sich jedoch von politischen Themen

- 1960 wurde wieder Gesellschaftskritik ausgeübt

- 1945 als Neubeginn: Hoffnung auf unabhängige Dichtung-> bewahrheitete sich nicht

- Problem: Zensur durch Besatzer u. wenig Geld (Berufsschriftsteller)

- Innere Emigration: Zum Teil Druckverbot

- Roman war bis Kriegsende bevorzugte Literatur - Gattung

- danach verdrängten Kurzgeschichte und Hörspiel den Roman und die Lyrik

- Literatur war Spiegel ihrer Zeit

- Zeit nach 1949 spaltete Literatur in Ost und West

- West: historische Roman nach Ende des 2. WK-> Krise

- Ost: bei Autor und Publikum gleich beliebt

- Ziel: Entwicklung von 1945 - 1989/90 politisch und kulturpolitisch darstellen

Chronologie 1933 - 1945

30.01.33 Die NSDAP wird in die Regierung gewählt, Hitler wird Reichskanzler

27.02.33 Brand des Reichstags

28.02.33 Aufhebung der Garantien der Freiheitsrechte durch Hitler

11.03.33 Goebbels wird Reichsminister für Volksaufklärung und Propaganda

01.04.33 Boykott - Tag, Aufruf zum boykottieren jüd. Geschäftsinhaber, usw.

07.04.33 „Gesetz zur Gleichschaltung der Länder mit dem Reich“

02.05.33 Auflösung der Gewerkschaften, Gründung der dt. Arbeiterfront Mai/Juni 1933 Verbot der KPD und SPD, Selbstauflösung d. bürgerl. Parteien

14.10.33 Austritt aus dem Völkerbund und der in Genf tagenden Abrüstungskonferenz

01.12.33 „Gesetz zur Sicherung der Einheit von Partei und Staat“

26.01.34 Nichtangriffspakt mit Polen

30.01.34 „Gesetz über den Neuaufbau des Reiches“

16.03.35 Wiedereinführung der Wehrpflicht

18.06.35 „Flottenabkommen“ - Zustimmung GB ’s zur begrenzten Aufrüstung D.

15.09.35 „Nürnberger Gesetze“ - Ausschluss der Juden aus d. staatl. Gemeinschaft

07.03.36 Einmarsch der Reichswehr in das entmilitarisierte Rheinland Juni 1936 Abkommen mit Österreich

11./12.03.38 Einmarsch dt. Truppen in Österreich

13.03.38 „Wiedervereinigung Österreichs mit dem Reich“

30.05.38 Zerschlagung der Tschechoslowakei durch dt. Wehrmacht

1.-10.10.38 Abtretung der sudetendt. Gebiete an Deutschland

9./10.11.38 „Reichskristallnacht“

21.03.39 Dt. Forderungen an Polen

22.05.39 „Stahlpakt“, Freundschafts - und Bündnispakt mit Italien

23.08.39 deutsch - sowjet. Nichtangriffspakt

01.09.39 Einmarsch in Polen ohne Kriegserklärung

03.09.39 GB und Frankreich erklären Deutschland den Krieg

28.09.39 deutsch - sowjet. Grenz - und Freundschaftsvertrag

April 40 Besetzung Dänemarks und Norwegens

10.05.40 Angriff auf Frankreich

14.06.40 kampflose Besetzung Paris

April 41 Eroberung Jugoslawiens und Griechenlands

22.06.41 Deutscher Angriff auf die UdSSR ohne Kriegserklärung

11.12.41 Kriegserklärung Dt. ’s und Italiens an die USA

20.01.42 „Wannensee - Konferenz“ Jan/Feb 43 Kapitulation des dt. Heeres vor Stalingrad gegen den Willen Hitlers

13.05.43 Kapitulation in Afrika

06.06.44 Invasion der Nord - Normandie durch die Westmächte

20.07.44 Bombenattentat des Oberst Schenk von Stauffenberg auf Hitler

25.09.44 Einberufung aller waffenfähiger Männer zum „Deutschem Volkssturm“

März 45 Zusammenbruch der deutschen Wehrmacht

April 45 Westmächte überschreiten die Grenzen D.

30.04.45 Selbstmord Hitlers sowie Goebbels und Familie

02.05.45 Kapitulation Berlins

04.05.45 Unterzeichnung der Kapitulation der dt. Streitkräfte

07.05.45 Unterzeichnung der bedingungslosen Kapitulation der dt. Wehrmacht

8 von 8 Seiten

Details

Titel
Noll, Dieter - Die Abenteuer des Werner Holt
Note
13 Punkte
Autor
Jahr
2002
Seiten
8
Katalognummer
V105724
Dateigröße
374 KB
Sprache
Deutsch
Anmerkungen
Ihr solltet nur beachten, daß das Buch nicht nur die Epoche der Literatur der Nachkriegszeit ist, sondern auch Literatur in der DDR
Schlagworte
Dieter Noll, Die Abenteuer des Werner Holt, Literatur der Nachkriegszeit, Aufbau des modernen Romans, Chronologie des 2. WK
Arbeit zitieren
Silvia Kelsch (Autor), 2002, Noll, Dieter - Die Abenteuer des Werner Holt, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/105724

Kommentare

  • Gast am 20.5.2008

    Wie hieß die Stadt.

    Aus dem Roman geht leider nicht hervor, wie die Stadt heißt, in der Holts Abenteuer beginnen. War Noll wirklich einmal an diesen beschriebenen Ort Zuhause?

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Titel: Noll, Dieter - Die Abenteuer des Werner Holt


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