Nationalpolitische Erziehungsanstalten im Dritten Reich


Hausarbeit (Hauptseminar), 2001

17 Seiten, Note: sehr gut


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Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1. Nationalpolitische Erziehungskonzepte

2. Das allgemeine Schulwesen im Dritten Reich

3. Nationalpolitische Erziehungsanstalten
3.1. Politische Hintergründe
3.2. Bildung in den Anstalten

4. Ein Beispiel: Nationalpolitische Erziehungsanstalt Plön

5. Nationalpolitische Erziehungsanstalten für Mädchen

Literatur

Einleitung

In meiner Hausarbeit zum Hauptseminar „Schule und Pädagogik im Nationalsozialismus“ möchte ich mich mit den Nationalpolitischen Erziehungsanstalten auseinandersetzen.

Einleitend werde ich dabei zunächst die Nationalsozialistischen Erziehungskonzepte und das allgemeine Schulwesen im Dritten Reich vorstellen, um die Einordnung der Nationalpolitischen Erziehungsanstalten in diesem zu verdeutlichen. Anschließend werde ich näher auf die Nationalpolitischen Erziehungsanstalten, inoffiziell auch NAPOLAs genannt, eingehen und das Leben an diesen anhand eines Beispiels aus der NAPOLA Plön beschreiben.

Als letztes versuche ich dann einen kurzen Einblick in die Anstalten für Mädchen zu geben, was allerdings sehr kurz gehalten sein wird, da es diese offiziell zur damaligen Zeit nicht gab. Die Bildung der Frau im Dritten Reich war nämlich nicht mit den Erziehungskonzepten der Nazis zu vereinbaren gewesen. So ist es auch nicht verwunderlich, dass kaum Literatur zu diesem Thema vorhanden ist und auch heutige Nachforschungen zu diesem Thema erschwert sind, da der Nachwelt kaum Material hinterlassen wurde.

1. Nationalsozialistische Erziehungskonzepte

Die nationalsozialistische Politik entstand in geistigen Traditionen des ausgehenden 19. und 20. Jahrhunderts, ohne Entwicklung neuer Ideen.

Die schon längst vorhandenen Gedanken wurden nur in die Praxis umgesetzt. So wurden bestimmte Elemente der Jugendbewegung übernommen, wie das Lagerfeuer, das Volkslied, das Wandern in der Natur, die Verachtung der Demokratie, Irrationalismus und Mystizismus und den 1918 auch in der Jugendbewegung vorhandenen Antisemitismus. So ist der Nationalsozialismus nicht als einheitliche und abgeschlossene Ideologie, sondern vielmehr als eine, durch viele Personen und Geistesströme zu einem Sammelsurium unterschiedlichster Gedanken zusammengefasste, Ideologie zu verstehen. Im folgenden werde ich nationalsozialistische Einzelvorstellungen am Beispiel von Adolf Hitler, Ernst Krieck und Alfred Bäumler vorstellen.

Adolf Hitler

Adolf Hitler prägte das Menschenbild und die Weltanschauung des Nationalsozialismus wesentlich. Sie waren die Grundlage für seine erziehungspolitischen Vorstellungen. Er sah den Menschen als ein zur Handlung bestimmtes, emotionales Wesen an, definiert durch rassisch-biologische Anlagen.

Hitler lehnte die intellektuelle Bildung ab und wandelte Handlungsbereitschaft in Gewaltbereitschaft um. Deutlich wurde dies durch folgende Äußerungen seinerseits:

„Meine Pädagogik ist hart. Der Schwache muss weggehämmert werden. [...] Eine gewalttätige, herrische, unerschrockene, grausame Jugend will ich. [...] Schmerzen muss sie ertragen. Es darf nichts schwaches und zärtliches an ihr sein. [...] Ich werde sie in allen Leibesübungen ausbilden lassen. Ich will eine athletische Jugend. [...] Ich will keine intellektuelle Erziehung. Mit Wissen verderbe ich mir die Jugend. Am liebsten ließe ich sie nur das Lernen, was sie ihrem Spieltriebe folgend sich freiwillig aneignen. [...] Sie sollen mir in den schwierigsten Proben die Todesfurcht besiegen lernen.“

Seine Erziehung orientierte sich an der Rassenideologie und dem Leistungsprinzip. Die Eliten sollten gefördert werden und angeblich minderwertige Rassen und Behinderte sollten wegen ihrer geringen Leistungsfähigkeit ausgeschlossen und vernichtet werden. Die Erziehung der Mädchen sollte seiner Meinung nach gegenüber den Jungen nur eine untergeordnete Rolle spielen und einseitig auf die Aufgaben als Mutter und Hausfrau ausgerichtet sein.

Die Erziehungsarbeit müsse seinen Äußerungen zufolge in erster Linie „auf das Heranzüchten gesunder Körper“ hinwirken und in zweiter Linie auf die Ausbildung der Willens- und Entschlusskraft und Verantwortungsfreudigkeit.

Er forderte eine starke Beschränkung des Wissensstoffes, vor allem im Fremdsprachenunterricht, zugunsten der körperlichen Ertüchtigung. Denn die Schule sollte „das jugendliche Gehirn nicht mit Dingen belasten, die es zu 95% nicht braucht und wieder vergisst.“

Sein oberstes Ziel war die Rassenideologie.

Der Geschichtsunterricht war Mittel zum Zweck, nämlich eine fanatische Nationalbegeisterung zu erzeugen, die in der Einsicht gipfele, dass der völkische Staat um sein Dasein kämpfen müsse. Dazu musste den Jugendlichen ein Überlegenheitsgefühl anerzogen werden:

„Seine gesamte Erziehung und Ausbildung muss darauf angelegt werden, ihm die Überzeugung zu geben, anderen unbedingt überlegen zu sein.“

Dies war eine konsequente Kriegserziehung, die vor allem ideologisch auf die Eroberung neuen Lebensraums im Osten ausgerichtet war.

Ernst Krieck1

Er deutete die Stellung des Einzelnen in der Gesellschaft als „organisch-gliedhaftes Einbezogensein in die völkische Lebensganzheit“, wobei sich die Gemeinschaft und ihre einzelnen Glieder gegenseitig erziehen, und einzelne hervorragende „Führernaturen“ erziehen wiederum die Gemeinschaft.

Die Erziehung sollte die Aufgabe haben, die in der Gesellschaft vorhandenen Vorstellungen auf den einzelnen zu übertragen.

Die Forderung Kriecks nach einer autoritären Gesellschaftsordnung wurde von ihm folgendermaßen beschrieben:

„Was aber immer den Grundgesetzen und Existenzbedingungen einer solchen Gemeinschaft zuwider läuft, wird erbarmungslos unterdrückt, auch wenn es rein menschlich genommen, noch so wertvoll wäre.“

„Das Ziel der Erziehung ist stets gegeben mit den Werten und Zielen der Gemeinschaft selbst.“

In dem von ihm veröffentlichten Buch, „Nationalpolitische Erziehung“, schrieb er über die Erziehungsformen von Ausleseschichten, dass diese von Anfang an in fester Form seien, sie sind in straffer Zucht zu halten, nach der gemeinsamen völkischen Weltanschauung ausgerichtet, auf Ehre, Wehrhaftigkeit, Treubindung, Bereitschaft zum Dienst und zum Opfer, auf Hingebung an das Ganze, auf den Stil strenger Lebensform und straffer Lebensführung, auf die Werte des völkischen, wehrhaften und politischen Lebens gestellt: soldatisch im öffentlichen Leben und seiner Führung.

„Einordnung und Gehorsam gegen die Führung, Tapferkeit und Mut, Geradlinigkeit, Wahrhaftigkeit und Gerechtigkeit, der Sinn für das Ganze, wehrhaft in Wille und Arm: Das sind die zu züchtenden Eigenschaften und Werte, die gemeinsame und zu verpflichtende Staatsordnung.“

Alfred Bäumler2

Bäumlers vorrangiges erzieherisches Anliegen war „die Formung des deutschen Menschen“ aus seinem „innersten Wesen“, nämlich seinen Trieben und Instinkten, heraus. Die Urbilder seines soldatischen deutschen Menschen sah er im „germanischen“ Krieger und dem ihm verwandten „heroisch-aktiven“ Griechen.

Die dazu gehörige Staatsform konnte dementsprechend nur ein kriegerischer Machtstaat sein. Er forderte, dass sich der Deutsche, zu seinem Wesen offen bekennen möge. Der Schwerpunkt lag für Bäumler auf dem unmittelbaren Erlebnis der Gemeinschaft durch emotionale Beeinflussung und auf der Erziehung zur Tat.

Er tat es Hitler gleich und lehnte die intellektuelle Bildung entschieden ab.

2. Das allgemeine Schulwesen im Dritten Reich

Die nationalsozialistische Vereinnahmung des Schulsystems begann durch dessen Zentralisierung und Vereinheitlichung.

Am 1. Mai 1934 kam es zur Errichtung der zentralen Schulbehörde durch die Umwandlung des preußischen Kultusministeriums in das „Reichs- und preußische Ministerium für Wissenschaft, Erziehung und Volksbildung“.

Doch trotz der Zentralisierung waren für das Dritte Reich Neben-, In- und Gegeneinander einzelner Personen und Instruktionen charakteristisch. In den Aufgabenbereich des Erziehungsministeriums hinein regierten mehrere Parteidienststellen.

Für die gesamte politische Schulung waren Reichsorganisationsleiter Robert Ley, Führer der Hitler-Jugend Baldur von Schirach und der Leiter der Prüfungsstelle für das amtliche Schrifttum der NSDAP, Phillip Bouhler, der unter anderem die Schulbücher und Lehrmittel zensierte, verantwortlich.

Die Nationalpolitischen Erziehungsanstalten standen unter dem Einfluss der SS unter der Leitung von Himmler und Heißmeyer. Die Einflussnahme des „Beauftragten des Führers für die Überwachung der gesamten geistigen und weltanschaulichen Schulung der NSDAP“ Alfred Rosenberg hingegen blieb sehr gering.

Seit 1933 wurde die Vereinheitlichung des dreigliedrigen, auf der vierjährigen Grundschule aufbauendes, System entschieden durch Erlasse betrieben.

Konfessions- und Privatschulen wurden untersagt.

Die in annähernd 70 Typen differenzierte Oberschule wurde auf drei Grundtypen reduziert.

Das waren die neusprachliche bzw. naturwissenschaftliche Oberschule jeweils für Jungen und Mädchen, da die Nationalsozialisten den Koedukationsgedanken ablehnten, und das humanistische Gymnasium, welches aus Traditionsgründen aufrechterhalten wurde. Die Mädchenschulen waren sprachlich und hauswirtschaftlich orientiert. Das alte Gymnasium, mit Latein von der ersten Klasse, Griechisch von der dritten und Englisch von der fünften Klasse an, waren nur für Jungen vorgesehen. Für Mädchen gab es keine Gymnasien.

Der Normtyp des Schulsystems war der Mittelschulbereich, die mit dem fünften Schuljahr beginnende sechsklassige Mittelschule.

1941/42 wurde die Hauptschule eingeführt, ein vierklassiges, auf das vierte Volks- bzw.

Grundschuljahr aufbauendes und die Mittelschule ersetzendes Schulsystem.

Die Hilfsschulen wurden zum „Sammelbecken der Erbkranken“ erklärt. Schüler dieser Schulen waren in ihrem Leben hochgradig bedroht. Durch die 1938 reichseinheitlich verordnete Ausschulung „schwer schwachsinniger“ Kinder aus der Hilfsschule wurde ein Teil der Betroffenen in die Vernichtungslager geschickt.

Die Ausgrenzung der Juden aus dem Schulwesen erfolgte schon von Beginn an des Nationalsozialismus.

1933 verwehrte man ihnen bereits die Lehrerausbildung, zudem wurde ihnen das Erteilen von Privatunterricht untersagt.

Am 25. April 1933 wurde das „Gesetz gegen die Überfüllung deutscher Schulen und Hochschulen“ verabschiedet. Dieses Gesetz sagte aus, dass der Anteil nicht-arischer Reichsdeutscher einheitlich für das Reichsgebiet 1,5% nicht übersteigen durfte.

1936 kam es dann zur Aufforderungen der Kommunen, Sondereinrichtungen für jüdische Kinder zu schaffen, wenn 20 oder mehr jüdische Kinder vorhanden waren. Durch die Schließung aller jüdischen Schulen am 30. Juni 1942 wurden die Juden gänzlich aus dem Schulsystem ausgegrenzt.

Bevor die Lehrpläne geändert wurden begann man zunächst im April 1933 mit der Gleichschaltung der Lehrer und dem „Gesetz zur Wiederherstellung des Berufsbeamtentums“.

Dadurch verloren 1933 3000 Pädagogen ihr Amt, unter ihnen hauptsächlich Juden, Kommunisten und Sozialdemokraten.

Durch den Nationalsozialistischen Lehrerbund (NSLB) und dem „Leipziger Zentralinstitut für Erziehung“ wurde jedem Lehrer „die unbedingte Pflicht“ zuteil, „alle einzelnen Gebiete und Fächer mit dem nationalsozialistischen Geist auszufüllen“.

Bis 1933 traten, teils unter starkem Druck, 95 % der Lehrer in den NSLB ein. Die Lehrplanänderungen zwischen 1938 und 1942 umfassten unter anderem:

- Im Biologieunterricht war das „Naturgesetz von Auslese und Ausmerze“ sowie die nationalsozialistische „Rassengesetzgebung und Erbgesundheitspflege“zu vermitteln.
- Geschichte, Erdkunde und das neu eingeführte Fach Geopolitik sollten das deutsche Volk als wahre Repräsentanten der nordischen Rasse darstellen, welche im gesamten Geschichtsverlauf die höchsten politischen und kulturellen Werte hervorgebracht hatten.
- Die Veränderungen im Fach Deutsch sahen folgendermaßen aus: „Anstelle der nur betrachtenden kritisch-wissenschaftlichen, historischen und ästhetischen Einstellung tritt die wertende, schaffensbereite und kämpferische Haltung.“ In Aufsätzen sollten hauptsächlich politische, historische und ideologische Themen bearbeitet und sich mit volkhafter Dichtung befasst werden.
- Musik und Kunstunterricht waren nur einseitig auf Volkskunst beschränkt.
- Sport nahm mit fünf Stunden die Woche eine besondere Stellung im Stundenplan ein.
- Religionsunterricht wurde, ohne ihn gänzlich abzuschaffen, durch verschiedene Maßnahmen sehr beschränkt. Die NSDAP versuchte den evangelischen Religionsunterricht im Sinne des Deutschen Christentums umzugestalten.

1934 wurde der Staatsjugendtag eingeführt, welcher 1937 wieder abgeschafft wurde.

Der Samstag blieb für 10-bis 14jährige frei, sofern sie sich am Dienst der Deutschen Jugend (DJ) oder der Jungmädel (JM) beteiligten.

Für Nichtorganisierte wurde der „nationalsozialistische Unterricht“ abgehalten.

Für Mädchen und Frauen blieben die Bildungsmöglichkeiten sehr beschränkt.

Das weibliche Aufgabengebiet wurde reduziert auf die Hausfrauen- und Mutterrolle. Nur aus politischen und wirtschaftlichen Gründen wurde dieser später durch die Nationalsozialisten erweitert.

So wurde vom Innenminister 1934 festgelegt, dass die Anzahl der Abiturientinnen, denen die Hochschulreife zuerkannt wurde, nicht höher als 10 % der männlichen Abiturienten sein durfte.

In den Mädchenschulen dominierten die Fächer des „Frauenschaffens“ zu denen zum Beispiel Handarbeit, Hauswirtschaft und „Pflege“ zählten.

3. Nationalpolitische Erziehungsanstalten (NPEA)

Die Anzahl der Schüler im gesamten Reichgebiet wurden 1944 auf etwa 9000 geschätzt.

Dabei kamen von allen Abiturienten und Abiturientinnen zwischen 1935 und 1941, welche eine höhere Schule absolvierten, nur ca. 1 % von einer Nationalpolitischen Erziehungsanstalt. Dabei muss die Nationalpolitische Erziehungsanstalt als ein Teil der beschriebenen nationalsozialistischen Erziehungspolitik betrachtet werden.

3.1. Politische Hintergründe

Die Nationalpolitischen Erziehungsanstalten, NPEAs oder auch inoffiziell NAPOLAs genannt, waren Eliteschulen des Dritten Reiches, in denen der Nachwuchs für Wehrmacht, Partei, Staat und Wirtschaft herangezogen werden sollte.

Die Idee zur Gründung dieser Anstalten hatten sowohl Hitler wie auch Reichserziehungsminister Rust.

Zunächst wurden sie dem preußischen Kultusministerium unterstellt, welches 1934 eine eigene „Landesverwaltung der Nationalpolitischen Erziehungsanstalten“ gründete, geleitet von den Inspekteuren Haupt und Sunkel.

Die ersten NAPOLAs wurden am 20.April 1933 zum Geburtstag Hitlers in Köslin, Plön und Potsdam aus den staatlichen Bildungsanstalten, welche zuvor Kadettenanstalten waren, gebildet.

Er waren staatliche Internatsschulen, in der Literatur oft auch als Internatszuchtstätten bezeichnet, für Jungmannen (10-bis 18jährige Schüler), in denen nach dem Lehrplan der Deutschen Oberschule unterrichtet wurde.

Das Abschlusszeugnis war die Hochschulreife.

Die ersten Amtsleiter kamen aus der SA oder SS und hatten keinerlei Unterrichtserfahrung, unter ihnen Unterrichtleiter im Range eines Oberstudienrates, die eine normale Lehrerlaufbahn absolviert hatten.

Die Erzieher waren anfänglich Staatsbeamte, die ohne Mitwirkung der Partei und vielfach ohne eigenes Zutun von der zuständigen staatlichen Behörde, dem Oberpräsidium, an die Anstalten versetzt wurden.

Seit 1938 bestand für die Leiter der Hochschulen für Lehrerbildung die Pflicht, besonders befähigte Studenten, die für den Dienst an einer NAPOLA in Frage kämen, zu melden. Nach der Gründung der Nationalpolitischen Erziehungsanstalten erhofften sich verschieden Kreise, die Anstalten zu ihren Zwecken nutzen zu können.

Die Wehrmacht sah in ihnen, als Nachfolgeeinrichtungen der Kadettenanstalten, Ausbildungsstätten für ihren Offiziersnachwuchs.

Die Hitlerjugend, SA und SS wollten diese Anstalten wiederum nutzen, um ihren Führernachwuchs auszubilden.

Anfänglich war es die SA, die den größten Einfluss hatte. SA-Führer überwogen sowohl in der Leitung der Inspektion als auch in den einzelnen Anstalten.

Nach der Ermordung Röhms, am 30. Juni 1934 schied die SA dann aus.

Im November 1935 kam es zur Absetzung Haupts, welcher die Unabhängigkeit der Anstalten wahren wollte, als Inspekteur der Landesverwaltung der NPEAs.

An dieser Beseitigung hatte die SS ihren Anteil, um somit verstärkt Einfluss auf die NPEA nehmen zu können.

Haupts Nachfolger war 1936 SS-Obertruppenführer August Heißmeyer. Dieser wollte die Funktion ehrenamtlich übernehmen. Durch diese Ablehnung der behördlichen Festlegung war die Einflussnahme des SS-Reichsführers Himmler, als eigentlicher Vorgesetzter Heißenmeyers, möglich.

Damit geriet die rein staatliche NPEA unter den Einfluss der SS.

1943 erwägte man sogar, die Leitung der NPEA völlig dem Reichserziehungsministeriums zu entziehen und Himmler zum Chef der Verwaltung zu machen. Diese Pläne scheiterten jedoch, weil vor allem die Wehrmacht konkurrierte.

1942 wurden bereits fünf NAPOLAs zu Marineanstalten erklärt.

Der Reichskriegsminister verfügte über eine Anzahl von Freistellen an den Anstalten, die den Söhnen aktiver Offiziere vorbehalten waren. Es solle wohl der Wille des Führers gewesen sein, dass der Offiziersnachwuchs aus den NAPOLAs komme.

Bis 1938 gab es 21 NAPOLAs, z.B. in Wien, Traiskirchen, Gottweig, Seckau, Vorau, Oranienstein bei Wiesbaden

In der Zeit der nationalsozialistischen Expansion im Zweiten Weltkrieg hatte man die Absicht zur Ausweitung dieser Anstalten.

1940 bestand sogar ein Plan, die Anzahl in den darauffolgenden fünf Jahren auf 100 zu erhöhen.

1941 und 1942 wurden jedoch nur 18 neue Anstalten eingerichtet.

Die Neugründungen erfolgten vorwiegend in Grenz- oder besetzten Gebieten, so in Mokritz und St. Paul (Österreich), Annaberg (Oberschlesien), Rednitz/Kuttenberg und in Holland. Bis Kriegsende belief sich die Anzahl der Nationalpolitischen Erziehungsanstalten auf 43, darunter drei für Mädchen3.

3.2. Bildung in den Anstalten

Die Hauptgewichtung der Ausbildung in den Nationalpolitischen Erziehungsanstalten lag auf der körperlichen Ausbildung.

Neben dem Schulsport gab es die Ausbildung im Geländesport, Boxen, Rudern, Segeln, Segelflug, Motorsport, Fechten, Reiten und Schießen.

Das Niveau der intellektuellen Bildung war schwer einzuschätzen, soll aber nicht über dem Durchschnitt gelegen haben, man vermutete es sogar noch darunter.

Abweichend vom Lehrplan der Oberschule gab es zwei Wochenstunden nationalpolitischen Unterricht.

1938 wurde in den NAPOLAs der Religionsunterricht abgeschafft.

Die Jungmannen, aber auch die Lehrer, wurden aufgrund ihrer vielseitigen Ausbildung, des Unterrichts, der Feiern, Appelle, Geländemärsche und Nachtübungen ständig beansprucht. Ergänzt wurde das ganze noch durch Grenz- und Auslandsfahrten, Schüleraustausch mit anderen Ländern, Bergwerkseinsätze und Erntehilfen (mehrwöchige Einsätze im Landdienst). Die Schüler wurden also rund um die Uhr von diesem Erziehungssystem erfasst. Sowohl die Schüler als auch die Lehrer mussten eine Uniform tragen. Die Schüler mussten eine Aufnahmeprüfung und eine anschließende halbjährige Probezeit bestehen.

Im Sport und im Anstaltsdienst wurden ihnen andauernd Mutproben abverlangt, gegenüber denen sich die Schüler zu beweisen hatten.

Doch trotz der starken Gewichtung der sportlichen Leistungen, konnte ein „sehr gut“ im Sport mangelhafte schulische Leistungen nicht ausgleichen.

Mit dem Erfolgserlebnis bestandener Mutproben aber wuchs das Selbstbewusstsein der Schüler nach und nach an.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 2: Die deutsche Jugend bei der Erntehilfe

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 3: Deutsche Jugend beim gemeinsamen Singen

4. Ein Beispiel: Nationalpolitische Erziehungsanstalt Plön

Die Nationalpolitische Erziehungsanstalt Plön ging aus der ehemaligen Kadettenanstalt der Stadt am 21.April 1933 nach einer Verfügung des Reichskommissars Rust hervor. Die Erziehungsanstalten wurden im Sinne der „nationalen Revolution“ umgebildet und die Lehrkräfte dementsprechend neu zusammengesetzt.

Nur eine entsprechende Auslese durfte aufgenommen werden.

Es kam zur Umgestaltung des Unterrichtsplans und als Schülerkleidung trug man die Hitleruniform.

Die Beschreibung der Erlasse war so undeutlich, dass sich erkennen ließ, wie unvorbereitet die Einrichtung der NAPOLA erfolgte.

Oberstudiendirektor Teichert und Rieper erhielten in den ersten Tagen den Erlass des Ministeriums:

„Eine einheitliche Schulkleidung ist einzuführen, vorläufig die HJ-Uniform. Wehrsport sei sofort zu betreiben und besondere Nationalpolitische Stunden seien in den Lehrplan einzuarbeiten.“

Die vorübergehende Leitung der Anstalt übernahm Heinrich Rieper. Er erhielt sehr unbestimmte und sich häufig widersprechende Anordnungen aus dem Ministerium.

Im Mai erhielt dann der ehemalige Polizeimajor und SA-Standartenführer Hermann Brunk vom Minister Rust offiziell den Auftrag, die NAPOLA Plön zu übernehmen. Die Schüler der Anstalt waren Jungmannen. Sie trugen Uniformen, seit dem 3. August 1933 die Hitlerjugenduniform ohne HJ-Armbinde, ab August 1934 dann eine NAPOLA eigene olivfarbene Uniform, welche in Plön mit dunkelblauen Schulterklappen versehen war. Im Herbst 1936 wurde die NAPOLA zur Sondereinheit der Hitlerjugend gemacht und dabei die Ausgangsform der Hitlerjugend wieder übernommen.

Juden bzw. Schüler, deren Eltern jüdischer Abstammung waren, wurden von der Anstalt verwiesen.

Im ersten Schuljahr mussten weitere 50 Schüler die Anstalt verlassen, womöglich weil sie den körperlichen Anforderungen nicht gewachsen waren oder sich dem nationalistischem Geist der Anstalt nicht anschlossen.

Fast alle Lehrer der staatlichen Bildungsanstalt wurden entlassen. 1932/33 gehörten noch 25 Pädagogen dem Kollegium an, nach zwei Jahren waren es nur noch sieben und 1938 blieb nur noch einer übrig.

Es herrschten Spannungen zwischen den Schülern der NAPOLA auf dem Schloss und den Stadtschülern. Sie wurden gemeinsam unterrichtet, dennoch nahmen sie unterschiedliche Stellungen innerhalb der Anstalt ein. Die Stadtschüler durften keine Uniformen tragen und fühlten sich Schüler zweiter Klasse.

Um diese Spannungen zu beseitigen, nahm die Anstaltsleitung keine weiteren Stadtschüler mehr auf und versuchte die vorhandene Anzahl zu reduzieren.

1935 erzwang ein Erlass die Stadtschüler, eine andere Schule zu besuchen.

Das Elternhaus eines NPEA-Schülers musste mindestens 15 km von der Anstalt entfernt liegen.

Die NPEA Plön war eine reine Jungenschule, so wurden die Mädchen gezwungen die Schule zu verlassen.

Die letzten Mädchen gingen 1934, ebenfalls zwei der drei Hausdamen.

Weibliche Bezugspersonen wurden den 10- bis 18jährigen Schülern bewusst entzogen, da sie zur Härte gegen sich selbst erzogen werden sollten.

Demokratische Elemente der Bildung wurden abgeschafft, darunter die Schülerselbstverwaltung, die Vereine, der Lehrerausschuss und der Elternbeirat. Schüler durften nur noch organisatorische Aufgaben übernehmen.

Sie sollten sich ständig an den Aufgaben der Anstalt beteiligen und sich somit mit ihr identifizieren. So sollte jegliches Sonderleben, in dem Platz für ein Vereinsleben war, aufhören. Dieser Vorgang wurde das „völlige Eingliedern in die Hundertschaften und einzelnen Abteilungen“ genannt. Die Auflösung des Elternbeirats begründet der Schulbericht unter einem Vorwand: "Da Anstalten, deren Schülerschaft überwiegend aus Alumnatsschülern besteht, von der Bildung eines Elternbeirats absehen können, wurde mit Genehmigung des Provinzialschulkollegiums in Schleswig für die Wahlperiode 1933/34 auf die Wahl eines Elternbeirates verzichtet. So existiert an unserer Anstalt kein Elternbeirat." Aus einer Passage über die Abschaffung des Lehrerausschusses hingegen wurde deutlich, dass an der NPEA das Führerprinzip verwirklicht werden sollte, um dem Anstaltsleiter die absolute Befehlsgewalt zu ermöglichen.

Die Erziehungsziele und -methoden wurden vom Nationalsozialismus vorgegeben.

Der Nationalsozialismus musste an der NPEA in allen Bereichen des täglichen Lebens vorgelebt werden.

Und keiner der Schüler fühlte sich weltanschaulich manipuliert. Die Jungmannen glaubten, die besseren Nationalsozialisten zu sein.

1933/34 wurden AG´s zu den Fächern Biologie und Geschichte eingeführt. Hier wurden in zwei Stunden wöchentlich, bei jeweils nur 10 Teilnehmern, auch ideologische Themen behandelt. Unterrichtsthemen in Biologie waren die „Fragen der Erbhygiene“ und in Geschichte waren es „Gegenwartspolitische Fragen“ und „Grenzländer“. Im nächsten Schuljahr traten an ihre Stelle drei Arbeitsgemeinschaften „Politische Erziehung“, aus denen später Nationalpolitische Arbeitsgemeinschaften wurden, welche freiwillig nach dem Abendessen zu besuchen waren.

In der Mittelstufe wurde Hitlers „Mein Kampf“ und in der Oberstufe Rosenbergs „Mythos des 20. Jahrhunderts“ gelesen.

So wurden den Schülern die Ideologie und die Schlagworte des Nationalsozialismus näher gebracht.

Im Winter 1933 wurde der Politische Abend eingeführt. Einmal wöchentlich hörten die älteren Schüler- also die erste Hundertschaft- darin Vorträge von Gästen aus den Bereichen von Staat, Partei, Militär, Justiz, Wissenschaft und anderen Teilen der Gesellschaft. Diese Vorträge hatten Titel wie „Neues Deutsches Recht“, „Rasse, Volk und Staat“, „Der Deutsche Volkskampf im Osten“, „Flucht aus russischer Gefangenschaft“, „Chemische Stoffe als Waffe“, „Der Deutsche Arbeitsdienst“, „Kämpfendes Deutschtum im Donauraum“, ... Nach dem Vortrag hatten die Schüler Gelegenheit zur Aussprache und längeren Diskussionen. Diese Abende wurden auch im Unterricht besprochen.

Um den Schülern der NAPOLA Plön vor Augen zu führen, wie der Versailler Vertrag die Freiheit der Deutschen knechtete, gab es das „Schwarze Fenster“, auch „Versailler Nische“ genannt und die Nordschleswigecke.

Das „Schwarze Fenster“ wurde am 28.Juni 1933 im Rittersaal eingeweiht, anlässlich des Jahrestages der Unterzeichnung des Versailler Vertrags.

Auf einem mit schwarzen Samt ausgeschlagenem Podest hatte man den Text des Versailler Vertrages niedergelegt und mit einem Dolch durchstoßen, als Zeichen für den Kampf gegen dieses „entehrende Schanddiktat“. Zudem wurden darum schwere Eisenketten gelegt, die symbolisieren sollten, dass man sich von ihm versklavt fühlte.

In seiner Rede sagte Brunk: „...Ihr sollt nicht ruhen und rasten, bis der Vertrag beseitigt ist. Deutschland muss frei werden, auch wenn wir sterben müssen.“

Der Kampf gegen diesen Vertrag wurde den Jungmannen immer wieder vor Augen geführt.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 1: Das sogenannte „Schwarze Fenster“ der NAPOLA Plön

Durch die Nordschleswigecke vergegenwärtigte man den Schülern, dass der Versailler Vertrag, die Grenzen ungerecht festgelegt hatte.

Im Mai 1934 wurde im Flur des Schlosses an einer Wand, mit starken Farben der Umriss Schleswigs mit den alten und neuen Grenzen dargestellt und darunter der Spruch: „Up ewig ungedeelt.“

Die Erziehung wandte sich einer unklaren Gottesvorstellung zu, die sich auf die Natur und die vorgeblichen Traditionen der Germanen bezog.

Es hieß, die nationalsozialistische Ideologie sei Gotteswunsch und Hitler besitze übersinnliche Fähigkeiten. Eine Ideologie, die besonders zu Feiertagen vermittelt wurde. Diese Feiern wurden immer nachts abgehalten mit Fackeln, Glocken, gedämpftem Orgelspiel und Vorträgen.

Im Januar 1945 wurde dann die NPEA Stuhm (Westpreußen) nach Plön evakuiert und Anfang März dann die Kösliner NAPOLA, da die alliierten Truppen immer näher rückten. Am 23.April 1945 wurde die Anstalt endgültig geschlossen als sie besetzt worden war. Die kleineren Jungmannen wurden vorsorglich schon vorher in die Heimatorte geschickt, andere zu Verwandten im Plöner Umland.

Brunk lehnte die Aufforderung ab, die Jungmannen mit Waffen und Panzerfäusten gegen die Engländer kämpfen zu lassen, um somit ein unnötiges Blutvergießen zu vermeiden. Ein großer Teil der noch vorhandenen Bücher wurde von den Engländern verbrannt. Die NPEA selbst wurde jedoch schon vorher von den Erziehern „gereinigt“, wobei sie sämtliche Akten der Anstalt verbrannten.

Der Anstaltsleiter Brunk kam ins ehemalige Internierungslager Gadeland bei Neumünster, wohin man wohl die meisten Erzieher brachte. Und auch die Jungmannen mussten sich der Entnazifizierung unterstellen.

5. Nationalpolitische Erziehungsanstalten für Mädchen

Eliteschulen für Mädchen entstanden 1938/39. Der wichtigste Befürworter dieser Einrichtungen war der SS-Obertruppenführer August Heißmeier, dritter Ehemann der Reichsfrauenführerin Gertrud Scholtz-Klink. Heißmeyer wurde Inspekteur und glaubte, „dass die Frau jetzt und in naher Zukunft mehr als je über das ewige Leben unseres Volkes mitentscheiden wird.“

Die Aufnahme war nur „gesunden rassischen und charakterlich einwandfreien und geistig überdurchschnittlich begabten Mädchen“ möglich.

Die Lehrkräfte waren bis hin zur Schulleitung weiblich.

Es ist nicht verwunderlich, dass diese Anstalten auf regen Widerstand stießen.

Vor allem konservative Politiker fürchteten um das Ansehen der gesamten Institutionen. Wie schon in den Erziehungskonzepten deutlich wurde, sollten die Frauen keine Bildung erfahren. Ihre Aufgabe sollte es sein, sich in die Mutter- und Frauenrolle einzuleben und nicht in die einer Führungsperson.

1943 entschied jedoch eine „Führerweisung“ die Streitigkeiten zugunsten der elitären Mädchenbildung.

Die Anzahl der Anstalten für Mädchen variiert in der Literatur. Feststehen aber die Gründungen in Hubertendorf-Türnitz in Österreich (1938/39) und Kolmar-Berg in Luxemburg (1941). Weitere NAPOLAs für Mädchen gab es wohl unter anderem in Achern bei Baden-Baden, Hegne/Reichenau, Potsdam Propagandistisch wurden die NPEA der Mädchen zurückhaltender genutzt als die der Jungen. So gibt es auch kaum Literatur, was ein Zeichen für den unsicheren Umgang mit der Idee einer weiblichen Elite darstellt.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 4: Antreten auf dem Hof in der NAPOLA Kolmar- Berg, 1944

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 5: Musizieren an der NAPOLA Kolmar-Berg, 1944

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 6: Mathematikunterricht an der NAPOLA Kolmar-Berg, 1944

In Hegne/Reichenau sollte sogar die Aufnahme von Polenmädchen, aufgrund ihres arischen Aussehens, stattgefunden haben. Allerdings erfolgte dies gegen ihren Willen. Sie wurden ihren Eltern entrissen und sollten eine nationalsozialistische Erziehung erhalten, wobei die Polenmädchen streng von den übrigen gehalten wurden. Den deutschen Mädchen an der Schule wurde berichtet, dass sie es angesichts der Tatsache, dass in Polen Krieg sei, es an der Schule doch besser hatten.

Die Nachforschungen auf dem Gebiet der NAPOLAs für Mädchen sind sehr erschwert, da es diese schulischen Einrichtungen nur inoffiziell gab und damit wenig Literatur vorhanden ist. Zudem ist es schwierig ehemalige Schülerinnen zu finden bzw. sie wollen nicht über ihre Vergangenheit reden oder können es aufgrund ihres Alters oder ihrer Krankheit nicht mehr. Das Aufwirbeln dieser Erfahrungen ist für viele von ihnen eine unzumutbare psychische Belastung.

Dennoch bestehen Bemühungen Nachforschungen zu diesem Thema anzustellen. Doch war es für mich im Rahmen meiner Hausarbeit nicht möglich, genügend Material zu finden.

Literatur

www.dhm.de www.aeiou.at

www.wochenblatt.net www.shef.ac.uk

www.hco.hagen.de

www.das-parlament.de

http://intgymploen.lernnetz.de

[...]


1Ernst Krieck - einflussreicher Pädagoge im Dritten Reich

2 Alfred Bäumler - Philosoph 1887-1968

3 Anzahl variiert in der Literatur

17 von 17 Seiten

Details

Titel
Nationalpolitische Erziehungsanstalten im Dritten Reich
Hochschule
Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg
Veranstaltung
Seminar
Note
sehr gut
Autor
Jahr
2001
Seiten
17
Katalognummer
V105871
Dateigröße
1787 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Nationalpolitische, Erziehungsanstalten, Dritten, Reich, Seminar
Arbeit zitieren
Yvonne Seibke (Autor), 2001, Nationalpolitische Erziehungsanstalten im Dritten Reich, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/105871

Kommentare

  • Gast am 29.4.2006

    Kritik zur Hausarbeit.

    Die im Seminar erfolgte Bewertung der Arbeit mit der Note sehr gut ist mir nicht nachvollziehbar, da die Arbeit zum einen sprachlich auf sehr einfachem Niveau verfasst ist und zum anderen inhaltlich verkürzt ist.
    Sätze wie "Adolf Hitler prägte das Menschenbile und die Weltanschauung des Nationalsozialismus wesentlich" sind Allgemeinplätze; "sein oberstes Ziel war die Rassenideologie" semantischer Unsinn.
    Die "pädagogischen Konzepte" von Hitler, Krieck und Bäumler werden völlig unreflektiert reproduziert.
    Der Satz "Für Mädchen gab es keine Gymnasien" steht in innerem Widerspruch zu den auf der nächsten Seite zitierten Abiturientinnenquoten. In bezug auf das Lehrpersonal an den NPEAs wird geschrieben, dass unter den Amtsleitern Oberstudienräte waren, die eine normale Lehrerlaufbahn abolviert hatten, aber "keinerlei Unterrichtserfahrung hatten"? Wie ist dies möglich?!
    Die grammatische Form "erwägte" ist falsch, und die wenig später folgende Phrase "es soll wohl der Wille des Führers gewesen sein" wirkt wie original NS-Jargon. Auch scheinen die Bildunterschriften wortwörtlich NS-Propaganda-Deutsch zu sein ("die deutsche Jugend bei der Erntehilfe"), desgleichen der Begriff "Polenmädchen" in Zusammenhang mit jungen Polinnen, der Autorin scheinen die Konnotationen dieses Jargons nicht klar zu sein.

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