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Zukunftskonferenz

Title: Zukunftskonferenz

Term Paper , 2003 , 14 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Christina Boese (Author)

Psychology - Work, Business, Organisation
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In einer Zeit ständigen Wandels ist es für alle Mitglieder einer Organisation von hoher Bedeutung, eine Zukunftsvision als gemeinsame Basis für jegliches Handeln zu haben. Zur Definition einer solchen Vision eignet sich das Konzept der Zukunftskonferenz, einem innovativen Instrument der Organisationsentwicklung, deren Ursprung in den 60er Jahren zu finden ist. Das in der heutigen Zeit am häufigsten angewandte Konzept der Zukunftskonferenz stammt von Marvin Weisbord und Sandra Janoff. Das oberste Prinzip einer Zukunftskonferenz ist "das ganze System in einen Raum zu bringen". So soll ein repräsentativer Querschnitt aller Interessengruppen einer Organisation zusammen durch die Analyse der gemeinsamen Vergangenheit und Gegenwart eine Zukunftsvision entwerfen und erste Schritte zur Umsetzung ableiten. Durch die aktive Mitarbeit an der Vision steigt die Motivation, diese Ziele gemeinsam umzusetzen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1 Was ist eine Zukunftskonferenz?

2 Was kann eine Zukunftskonferenz erreichen?

2.1 Organisationsperspektive

2.2 Teilnehmerperspektive

3 Was macht die Zukunftskonferenz erfolgreich?

3.1 Allgemeine Erfolgsfaktoren

3.2 Der „Teamvorteil“

4 Wie sieht der Ablauf einer Zukunftskonferenz aus?

4.1 Phase 1: Der Rückblick in die Vergangenheit

4.2 Phase 2: Die Betrachtung der Gegenwart

4.3 Phase 3: Der Blick in die Zukunft

4.4 Phase 4: Next Action Steps

5 Wie ist die Zukunftskonferenz in Theorien und Modellen der Organisationsentwicklung eingebettet?

6 Eine kritische Betrachtung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Zukunftskonferenz als Instrument der Organisationsentwicklung, um in Zeiten ständigen Wandels eine gemeinsame Vision für Unternehmen zu etablieren. Ziel ist es, den theoretischen Hintergrund, die Erfolgsfaktoren und den konkreten Ablauf des Modells nach Weisbord und Janoff darzulegen sowie das Instrument kritisch zu würdigen.

  • Grundlagen und Definition der Zukunftskonferenz
  • Nutzen für Organisation und Teilnehmer
  • Die vier Phasen der Zukunftskonferenz
  • Theoretische Einbettung in Organisationsmodelle
  • Kritische Reflexion und Grenzen des Konzepts

Auszug aus dem Buch

4.1 Phase 1: Der Rückblick in die Vergangenheit

In der ersten Phase – ein Rückblick in die Vergangenheit - geht es (1) um die persönliche Geschichte jedes einzelnen Teilnehmers, aber auch (2) um die Historie der gesamten Organisation und (3) des gesellschaftlichen Umfelds. Höhepunkte, Meilensteine und wichtige Entwicklungen werden zusammengetragen und auf Flipchartbögen visualisiert. 0ft werden diese Bögen dann auf einer imposanten Zeitachse, die über eine ganze Wand verläuft, chronologisch abgetragen (vgl. Keil, 1998, S.26). In heterogenen Kleingruppen werden anschließend die Entwicklungen analysiert und interpretiert.

Dieser erste Schritt zielt vor allem darauf, eine „emotionale Klammer zwischen allen Bibliographien und damit ein Gefühl wertvoller Identität zu ermöglichen“ (Hagemann, Bartl, Buschalla, 2001, S.26). Durch den Rückblick wird ein Gemeinschaftsgefühl aufgebaut, da realisiert wird, welche gemeinsamen Zeiten des Erfolgs und des Misserfolgs man schon zusammen erlebt hat, und wie lange man schon in „einem Boot sitzt“ (vgl. zur Bonsen, 2000, S.116) Die Dreiteilung des Rückblicks ist vor allem deswegen wichtig, weil durch die individuelle Rückschau gleiche Werte sichtbar gemacht werden, die Erinnerung an unternehmensspezifische Ereignisse die gemeinsame Vergangenheit hervorhebt und schließlich auf der gesellschaftlichen Ebene die externen Faktoren für Erfolge und Misserfolge identifiziert und bewertet werden.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Einführung in die Problematik des ständigen Wandels und Vorstellung der Zukunftskonferenz als innovatives Interventionsinstrument.

1 Was ist eine Zukunftskonferenz?: Definition des Konzepts als Großgruppenmethode zur gemeinsamen Visionsentwicklung und Darstellung der historischen Entwicklung.

2 Was kann eine Zukunftskonferenz erreichen?: Erläuterung der Wirkungsweise aus der Perspektive der Organisation sowie der individuellen Teilnehmer.

3 Was macht die Zukunftskonferenz erfolgreich?: Analyse der zentralen Prinzipien und Erfolgsbedingungen für die Durchführung der Konferenz.

4 Wie sieht der Ablauf einer Zukunftskonferenz aus?: Detaillierte Beschreibung der vier Phasen vom Rückblick bis hin zu konkreten nächsten Schritten.

5 Wie ist die Zukunftskonferenz in Theorien und Modellen der Organisationsentwicklung eingebettet?: Verknüpfung der Methode mit der Systemtheorie, soziotechnischen Modellen und Empowerment-Ansätzen.

6 Eine kritische Betrachtung: Reflektion über die Grenzen der Methode, ethische Aspekte der Partizipation und die Rolle der Führungskräfte.

Schlüsselwörter

Zukunftskonferenz, Organisationsentwicklung, Vision, Wandel, Großgruppenintervention, Systemtheorie, Partizipation, Empowerment, Change Management, Teamwork, Zukunftsgestaltung, Kommunikation, Stakeholder, Unternehmensführung, Strategische Planung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der Zukunftskonferenz, einem bewährten Instrument der Organisationsentwicklung, das dazu dient, in Unternehmen unter Beteiligung aller Ebenen eine gemeinsame Vision und konkrete Maßnahmen für die Zukunft zu erarbeiten.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Neben der Definition der Zukunftskonferenz stehen die Zielsetzungen, die kritischen Erfolgsfaktoren, der strukturierte Ablauf in vier Phasen sowie die theoretische Einbettung in bestehende Organisationsmodelle im Fokus.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie das Instrument der Zukunftskonferenz genutzt werden kann, um in einem Umfeld rasanten Wandels eine "gemeinsame Plattform der Kommunikation" zu schaffen und die Mitarbeitermotivation durch aktive Teilhabe zu steigern.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturrecherche und der systematischen Aufarbeitung theoretischer Konzepte zur Organisationsentwicklung, ergänzt durch Praxisberichte zur Anwendung der Methode.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die methodischen Grundlagen, den konkreten Prozessablauf (Phasen 1-4), die theoretische Herleitung sowie eine kritische Auseinandersetzung mit der praktischen Anwendbarkeit und den Grenzen des Konzepts.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zukunftskonferenz, Organisationsentwicklung, Vision, Großgruppenintervention, Partizipation und Zukunftsgestaltung sind die prägenden Begriffe der Arbeit.

Was bedeutet das Prinzip "das ganze System in einen Raum zu bringen"?

Es bezeichnet den Anspruch, einen repräsentativen Querschnitt aller Interessengruppen einer Organisation – von der Geschäftsführung bis zum Mitarbeiter – gemeinsam an einen Tisch zu bringen, um das System als Ganzes bei der Veränderung zu berücksichtigen.

Welche Bedenken äußert die Autorin gegenüber der Methode?

Die Autorin weist darauf hin, dass die Methode keine "Universallösung" für jedes Problem ist, eine starke Vertrauenskultur innerhalb des Unternehmens erfordert und die Gefahr bergen kann, dass sich nicht teilnehmende Mitarbeiter ausgeschlossen fühlen.

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Details

Title
Zukunftskonferenz
College
Leuphana Universität Lüneburg  (Fachbereich Wirtschaftspsychologie)
Grade
1,3
Author
Christina Boese (Author)
Publication Year
2003
Pages
14
Catalog Number
V10589
ISBN (eBook)
9783638169684
Language
German
Tags
Zukunftskonferenz
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Christina Boese (Author), 2003, Zukunftskonferenz, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/10589
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