Pädagogische Maßnahmen zur Verbesserung der Immunantwort von an Brustkrebs erkrankten Frauen


Diplomarbeit, 2001

74 Seiten


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Inhaltsverzeichnis

I. Einleitung

II. Brustkrebsepidemiologie

III. Was versteht man unter „Krebs“?

IV. Krebserkrankungen der Brust
1. Anatomie der Brust
2. Ursachen von Brustkrebs
2.1 genetische Einflüsse
2.2 hormonelle Einflüsse
2.3 Risikofaktoren von Brustkrebs
3. Formen von Brustkrebs

V. Behandlungsmöglichkeiten von Brustkrebs
1. Operation
2. Strahlentherapie
3. Chemotherapie
4. Hormontherapie

VI. Auswirkungen von Brustkrebs auf das Immunsystem
1. Das Immunsystem
2. Schwächung des Immunsystems durch die Therapien
3. Psychische Belastungen der Krebserkrankung und -therapie und ihre Auswirkungen auf das Immunsystem

VII. Bedeutung der Abwehrkräfte für den Erfolg der Therapie

VIII. Pädagogische Maßnahmen zur Verbesserung der Immunantwort
1. Ernährung und Immunsystem
1.1 Die Rolle der freien Radikale
1.2 Erhöhter Bedarf an Vitaminen und Mineralstoffen von Brustkrebspatientinnen
1.3 Die Bedeutung einiger Vitamine und Mineralstoffe für das Immunsystem
1.3.1 Vitamin A (Retinol)
1.3.2 Vitamin C (Ascorbinsäure)
1.3.2.1 Studie über die Zusammenhänge zwischen Vitamin C und Brustkrebs
1.3.3 Vitamin E (Tocopherol)
1.3.3.1 Studie über den Zusammenhang zwischen Vitamin E und Brustkrebs
1.3.4 Selen und Zink
1.3.5 Zusammenfassung der Vitamin- und Mineralstoffversorgung
1.4 Sekundäre Pflanzenstoffe
1.5 Vollwertige Ernährung
2. Sport und Immunsystem
2.1 Sport, Brustkrebs und Immunsystem
2.2 Welche Sportarten sind geeignet?
2.3 Worauf ist zu achten?
3. Psyche und Immunsystem
3.1 Wie beeinflusst Stress das Immunsystem?
3.2 Stressabbau durch Entspannung
3.3 Die Simonton-Methode
4. Sauerstoff-Mehrschritt-Therapie nach Ardenne
4.1 Verbesserung der Immunantwort von Krebskranken durch Sauerstoff
4.2 Durchführung und erforderliche Ausrüstung

IX. Spontanremission - verursacht durch ein starkes Immunsystem?

X. Zusammenfassung

XI. Literaturverzeichnis

XII. Erklärung

I. Einleitung

Die Behandlung von Krebs gestaltet sich äußerst schwierig. Ein Grund dafür könnten die ungesicherten Erkenntnisse sein, die es bislang über die Entstehung von Krebszellen gibt. Hinzu kommt, dass es durch die Therapien kaum möglich ist, alle Krebszellen zu vernichten. So ist es bis heute nicht gelungen, eine effektive Methode zur 100%igen Heilung zu entwickeln.

Einige wissenschaftliche Studien zeigen, dass das Immunsystem bei der Krebsbekämpfung eine wichtige Rolle spielt. So können die Heilungschancen deutlich verbessert und das subjektive Wohlbefinden der Betroffenen kann gesteigert werden.

Da jedoch durch die Krankheit und die Therapien das Immunsystem stark geschwächt ist, müssen Möglichkeiten aufgezeigt werden, um die körpereigenen Abwehrkräfte zu mobilisieren.

Das Ziel dieser Arbeit ist es, pädagogische Maßnahmen aufzuzeigen, welche die Immunantwort von an Brustkrebs erkrankten Frauen verbessern. Um die natürliche Abwehrreaktion (=Immunantwort) des Körpers zu steigern, ist zwangsläufig eine Stärkung des Immunsystems erforderlich.

Ich beziehe mich in meinen Ausführungen auf Brustkrebs, weil er die häufigste Krebsform bei Frauen darstellt und - bei rechtzeitiger Entdeckung - gute Heilungsaussichten bestehen.

Es gibt bereits immunsteigernde Therapien, die jedoch von Ärzten und Therapeuten durchgeführt werden müssen. Weil nur unzureichend Datenmaterial über ihre Wirkung bei Brustkrebs vorhanden ist, sind sie in dieser Arbeit auch nicht weiter berücksichtigt. Für die pädagogische Arbeit sind sie ohnehin nicht relevant.

Es war mir aufgrund mangelnder Literatur über Brustkrebs in Verbindung mit Immunsteigerung nicht immer möglich, ausschließlich auf Brustkrebs einzugehen. Daher sind manche Ausführungen allgemein gehalten. Ich habe jedoch die Wirksamkeit bei Brustkrebs durch Studien zu belegen versucht.

Den Einstieg bilden einige epidemiologische Daten über Brustkrebs, um das Ausmaß dieser Krankheit zu erfassen. Anschließend gebe ich einen allgemeinen Überblick zu der Frage: „Was ist Krebs?“.

Ein weiterer Teil beschäftigt sich mit der Krebserkrankung der Brust. Hier werden sowohl die Entstehung, die verschiedenen Formen als auch die schulmedizinischen Behandlungsmethoden ausgeführt.

Das Immunsystem und die physischen wie auch psychischen Auswirkungen der Erkrankung darauf sind Gegenstand des nächsten Kapitels. Daran schließt sich eine Schilderung über die entscheidende Bedeutung der Abwehrkräfte für den Erfolg der Therapie an.

Die Maßnahmen zur Verbesserung der Immunantwort stellen den umfangreichsten Teil dar. Sie können von entsprechend ausgebildeten Pädagogen eingesetzt und durchgeführt werden und bewirken in einem gewissen Maße eine Veränderung des Lebensstils der betroffenen Frauen. Als eine Möglichkeit schildere ich die Ernährungsumstellung und gehe hier verstärkt auf die Bedeutung von bestimmen Vitaminen und Mineralstoffen auf die körpereigene Abwehr ein. Weiter beschreibe ich die Zusammenhänge zwischen Sport und dem Immunsystem, wobei Sport durch seine paradoxen Auswirkungen auf das Immunsystem kontrovers zu betrachten ist.

Die Psyche und ihre Wirkung auf die körpereigene Abwehr wird anschließend behandelt. An dieser Stelle geht es vorrangig um den Abbau von Stress durch Entspannung. Letzter Punkt in diesem Kontext ist die Sauerstoff-Mehrschritt-Therapie nach Ardenne. Neben der Wirkung von Sauerstoff auf das Immunsystem wird die klassische Durchführung geschildert.

Abschließend berichte ich über das Phänomen der Spontanremission bei Krebskranken. Ist ein starkes Immunsystem für dieses noch weitgehend ungeklärte Ereignis die Ursache?

II. Brustkrebsepidemiologie

Brustkrebs stellt die häufigste Krebserkrankung bei Frauen dar und ist für 26% aller Krebsneuerkrankungen und 18% aller Krebstodesfälle bei Frauen verantwortlich. In Deutschland erkranken jährlich nahezu 46 000 Frauen an Brustkrebs, davon sind etwa 17 000 zum Diagnosezeitpunkt jünger als 60 Jahre. (vgl. 1, S. 35)

Bei rechtzeitiger Erkennung des Tumors sind die Behandlungsaussichten günstig. Die relative 5-Jahres-Überlebensrate beträgt bei Brustkrebs heute etwa 73%. (vgl. 1, S. 35) Sie gibt den prozentualen Anteil der Patientinnen an, die fünf Jahre nach der Diagnosestellung nicht an ihrer Krebserkrankung verstorben sind.

Die 5-Jahres-Überlebensrate ist nicht identisch mit der Heilungsrate eines Tumors. Meist ist es durch die Therapie nicht möglich, alle Krebszellen zu vernichten. Durch die verbliebenen Krebszellen kann es auch noch nach mehr als zehn Jahren beschwerdefreier Zeit zu einem Wiederaufflackern der Krankheit, einem sogenannten Rezidiv (Rückfall), kommen.

III. Was versteht man unter „Krebs?“

Krebs bedeutet ein plötzliches, außer Kontrolle geratenes Wachstum entarteter („bösartiger“) Zellen. Normalerweise ist unser Körper in der Lage, diese entarteten Zellen zu erkennen und unschädlich zu machen. Wenn die Abwehrmechanismen des Körpers sie hingegen nicht zerstören können, entstehen immer mehr kranke Zellen, die zu Beginn eine örtlich begrenzte Geschwulst (Tumor) bilden. (vgl. 46, wwwDokument)

Bösartige (maligne) Tumore bleiben jedoch selten örtlich begrenzt, sondern wachsen invasiv, d. h. in das sie umgebende Zellgewebe hinein und zerstören es. Sie sind gekennzeichnet durch ein schnelles Wachstum und eine hohe Zellteilungsrate. Einzelne der wuchernden Zellen können sich aus dem Zellverband lösen und mit dem Lymph- und Blutstrom in entfernte Körperteile gelangen, wo sie Tochtergeschwulste (Metastasen) bilden. (vgl. 14, www-Dokument) Nach Ansicht von Dr. Susan Love ist die sogenannte Metastasierung der Hauptgrund dafür, dass Krebs krank macht und schließlich zum Tod führt. (vgl. 37, S. 208) Gutartige (benigne) Tumore wachsen verdrängend, meist nur sehr langsam und bilden keine Metastasen. Sie gefährden den menschlichen Körper nur bei ungünstiger Lokalisation. (vgl. 14, www-Dokument)

Tumore werden danach unterschieden, von welchem Körpergewebe sie abstammen. Sarkome entstehen im Binde- und Stützgewebe während Karzinome, die häufigste Tumorbildung beim Menschen, im Epithelgewebe entstehen. (vgl. 8, S. 1059) Neben diesen „harten“, „festen“ Tumoren gibt es noch die Hämoblastosen, darunter versteht man bösartige Bluterkrankungen wie z.B. Leukämie.

Die Ursache für die Entstehung von Krebs liegt in einer Veränderung im Erbgut von Körperzellen, die dazu führt, dass die Zellen unkontrolliert wachsen. (vgl. 12, www-Dokument) Warum die Zellen aber plötzlich entarten ist noch nicht genügend erforscht. Man weiß jedoch, dass bestimmte Risikofaktoren zur Krebsentstehung beitragen können. Zu ihnen zählen äußere, umweltbedingte Faktoren, wie z.B. bestimmte Chemikalien (sogenannte Karzinogene oder Kanzerogene) und radioaktive Strahlung. Aber es müssen auch innere Faktoren eine Rolle spielen. Der Meinung von Dr. Susan Love zufolge lässt es sich nur so erklären, „ warum nicht jeder, der bestimmten Umweltbedingungen ausgesetzt ist, auch Krebs bekommt. “ (Love, 2000, S. 207)

Die Krebserkrankung gilt als mulitfaktoriell bedingt: Es gibt eine Vielzahl verschiedener äußerer und innerer Faktoren, die durch gemeinsames Zusammenwirken zum Ausbruch der Krankheit führen können. (vgl. 38, S. 9)

Zu den äußeren Ursachen zählen neben den bereits erwähnten Karzinogenen wie Asbest oder dem beim Grillen freiwerdenden Benzpyren und der radioaktiven Strahlung auch das Rauchen, UV- Strahlen der Sonne, bestimmte Schimmelpilze auf Lebensmitteln oder auch einige Virusinfektionen. (vgl. 12, www-Dokument)

Ein nicht unwesentlicher Einfluss auf die Entstehung verschiedener Krebserkrankungen wird der Ernährung beigemessen. So kann Übergewicht, ein Zuviel an Fett und Alkohol sowie ein Zuwenig an Vitaminen und Mineralstoffen die Bildung von Krebszellen fördern. (vgl. 11, S. 9)

Als innere Ursache kann das Immunsystem Einfluss auf die Entstehung und den Verlauf mancher Krebserkrankungen haben. Ist die Abwehr gestört, so können Krebszellen leichter wachsen. Oft spielen erbliche Veranlagungen eine Rolle und auch bestimmte hormonelle Einflüsse stehen unter Verdacht, Krebs auszulösen. (vgl. 12, www-Dokument) Die genetischen sowie hormonellen Einflüsse auf die Krebsentstehung werden jedoch später ausführlicher behandelt.

Krebs ist heute nach den Herz-Kreislauf-Erkrankungen die zweithäufigste Todesursache in Deutschland. 1997 sind in der Bundesrepublik rund 210 000 Menschen an Krebs gestorben. Im selben Jahr sind 338 300 Personen neu an Krebs erkrankt. (vgl. 1, S. 35)

Die relative 5-Jahres-Überlebensrate beträgt in Deutschland bei den Männern 32,7% und bei den Frauen 47,6%. (vgl. 13, www-Dokument)

IV. Krebserkrankungen der Brust

1. Anatomie der Brust

Die weibliche Brust besteht in der Regel zu einem Drittel aus Fettgewebe, der Rest ist Brustgewebe. Das Brustgewebe ist zwischen den Fettschichten eingebettet. Hinter dem Brustgewebe liegt der Brustmuskel. Innerhalb des Brustgewebes befinden sich die Drüsenläppchen (Lobuli) und die Milchgänge, die von Epithelzellen ausgekleidet werden. Die verzweigten Kanäle der Drüsenläppchen münden jeweils in einen Milchgang (Duktus). Die Milchgänge führen alle zur Brustwarze. Der dunkle Bereich um die Brustwarze wird als Warzenhof bezeichnet. Bindegewebe durchzieht die ganze Brust und stabilisiert sie. Bekommt eine Frau ein Kind, so produzieren die Drüsenläppchen Milch, die durch die Milchgänge zu den Brustwarzen fließt. (vgl. 37, S. 25ff)

2. Ursachen von Brustkrebs

2.1 genetische Einflüsse

Die Existenz sogenannter „Brustkrebsfamilien“ ist seit langem bekannt. Typisch für die familiäre Brustkrebsform ist, dass die Erkrankung bei mehreren Familienmitgliedern auftritt, dass der Krebs bereits vor dem 40. - 50. Lebensjahr diagnostiziert wird und dass öfter beide Brüste betroffen sind. (vgl. 12, www-Dokument) Dr. Susan Love ist allerdings der Meinung, dass die Bedeutung der genetischen Faktoren häufig übertrieben wird. (vgl. 37, S. 230) Man geht heute davon aus, dass lediglich 5% bis 10% aller Brustkrebsfälle erblich bedingt sind. Die Erkrankung beruht dabei auf angeborenen Veränderungen (Mutationen) in bestimmten Genen. (vgl. 52, www-Dokument) Diese Gene, die erst kürzlich entdeckt wurden, werden als BRCA1 und BRCA2 (BRCA = Breastcancer/Brustkrebs) bezeichnet. (vgl. 45, wwwDokument) Verwandte von an Brustkrebs Erkrankten, die diese veränderten Gene besitzen, bekommen bis zu dreimal häufiger Brustoder Eierstockkrebs. (vgl. 42, www-Dokument)

2.2 hormonelle Einflüsse

Brustkrebs zählt zu den hormonabhängigen Tumoren. Dabei ist vor allem das weibliche Geschlechtshormon Östrogen von Bedeutung. Östrogene sind zwar nicht dafür verantwortlich, dass gutartige Zellen zu Krebszellen entarten, sie spielen jedoch eine entscheidende Rolle beim Krebswachstum. Sie wirken wachstumsfördernd auf das Brustdrüsengewebe und somit offensichtlich auch auf das Wachstum potentieller Tumorzellen. (vgl. 30, S. 34)

Eine Reihe von Beispielen belegen diesen Zusammenhang zwischen Östrogenen und Krebswachstum. So spielt nach Ausführungen von Dr. Susan Love das Alter und der Menstruationszyklus eine Rolle: „ Je jünger eine Frau bei der ersten Periode ist und jeälter sie bei Beginn der Wechseljahre ist, desto gr öß er ist das Brustkrebsrisiko. “ (Love, 2000, S. 239)

Kleine-Gunk erläutert, dass die Östrogene in diesem Fall über einen besonders langen Zeitraum auf das Brustgewebe eingewirkt haben. (vgl. 30, S. 34)

Auch Schwangerschaften wirken sich offenbar auf das Brustkrebsrisiko aus. Es scheint bei Frauen, die nie schwanger waren, höher zu sein als bei solchen, die vor dem 30. Lebensjahr das erste Kind bekommen haben. Für Frauen, die erst nach dem 30. Lebensjahr zum ersten Mal schwanger wurden, ist die Gefahr noch größer als bei denen, die nie schwanger waren. (vgl. 37, S. 239)

Während der Einnahme der „Pille“, die bekanntermaßen Östrogene enthält und bis zu zehn Jahren danach, besteht ein, wenn auch nur geringfügig erhöhtes Risiko, an Brustkrebs zu erkranken. (vgl. 12, wwwDokument)

Östrogene, die alleine oder zusammen mit Gestagenen (ebenfalls weibliche Hormone) gegen Wechseljahrsbeschwerden über mehr als fünf Jahre eingenommen werden, können auch das Brustkrebsrisiko unbedeutend erhöhen. (vgl. 12, www-Dokument)

2.3 Risikofaktoren von Brustkrebs

Zuvor wurden bereits einige allgemeine Risikofaktoren für Krebs erwähnt. Speziell auf den Fall Brustkrebs bezogen, können außerdem eine Reihe zusätzlicher Faktoren eine Rolle spielen.

Das Lebensalter kann als Risikofaktor angesehen werden, weil etwa ab dem 30. - 70. Lebensjahr das Erkrankungsrisiko stetig ansteigt.

Ist eine Frau bereits an Brustkrebs erkrankt, so besteht eine erhöhte Gefahr, auch an der anderen Brust zu erkranken.

Bei Frauen können sogenannte Mastopathien auftreten. Vereinfacht ausgedrückt handelt es sich dabei um gutartige Veränderungen im Drüsengewebe der Brust. (vgl. 37, S. 105f) An sich ist das noch nichts Schlimmes. Erst bei Zellwucherungen, besonders wenn die Zellen vom üblichen Aussehen stark abweichen, ist das Brustkrebsrisiko erhöht. (vgl. 12, www-Dokument)

Zu den ernährungsbedingten Risikofaktoren insbesondere für Brustkrebs zählen Übergewicht, eine fettreiche Ernährung, übermäßiger Genuss von Alkohol und eine ungenügende Zufuhr bestimmter Vitamine und Mineralstoffe.

3. Formen von Brustkrebs

Alle Tumore der Brust können grob in Milchgangskarzinome (duktale Karzinome) und Läppchenkarzinome (lobuläre Karzinome) unterschieden werden.

Das Milchgangskarzinom ist die häufigste Form von Brustkrebs. 75% der erkrankten Frauen sind davon betroffen. (vgl. 42, www-Dokument)

Milchgangskarzinome entstehen, wenn sich in den Milchgängen zusätzliche Zellen bilden. Dr. Susan Love vergleicht sie mit „ Rost in einem Metallrohr “. (Love, 2000, S. 269) Die Zellen selbst stellen eigentlich kein Problem dar. Wenn sie jedoch stark von ihrem üblichen Aussehen abweichen und sich weiter vermehren, bis sie schließlich einen Zellhaufen bilden, ist ein duktales Karzinom (Duktus = Milchgang) entstanden. (vgl. 37, S. 270)

Krebs, der von den Drüsenlappen oder Drüsenläppchen ausgeht, wird lobuläres Karzinom genannt. (vgl. 42, www-Dokument)

Im Inneren der Drüsenläppchen befinden sich normalerweise keine Zellen. Wenn dort jedoch abnorme Zellen entstehen, welche sehr seltsam (atypisch) aussehen und kleine Knoten bilden, dann liegt ein lobuläres Karzinom vor. (vgl. 37, S. 272f)

Solange diese beiden Tumorarten nicht invasiv wachsen, werden sie als Krebsvorstufen bezeichnet. Man spricht dann auch von einem duktalen Karzinom in situ oder einem lobulären Karzinom in situ (in situ = „an Ort und Stelle“). Erst wenn die Karzinome anfangen, invasiv zu wachsen, also in das umliegende Gewebe eindringen, spricht man von Krebs. Ein invasives Karzinom ist demnach die eigentliche Krebserkrankung. (vgl. 22, www-Dokument)

Eine sehr seltene Form von Brustkrebs und deshalb auch nicht weiter erwähnenswert, ist der entzündliche Brustkrebs. Bei dieser Erkrankung ist die Brust warm, rot und geschwollen. Die Brust erscheint wegen des rötlichen Aussehens und der Wärme wie entzündet. (vgl. 42, www- Dokument)

V. Behandlungsmöglichkeiten von Brustkrebs

Bei Brustkrebs werden in erster Linie die schulmedizinischen Behandlungsmethoden, also eine Operation, Chemo- und Strahlentherapie, angewandt. Da Brustkrebs eine hormonabhängige Krebsform darstellt, spielt in diesem Fall auch die Hormontherapie eine Rolle.

Wenn möglich wird zur Behandlung eines Tumors in der Brust zuerst eine Operation durchgeführt. Außerdem werden Lymphknoten aus der Achselhöhle derselben Seite entfernt. Nach einer Operation schließt sich in den meisten Fällen eine Bestrahlung an. (vgl. 12, www- Dokument)

Ob eine ergänzende Behandlung (adjuvante Therapie) mit Medikamenten, also eine Chemo- oder Hormontherapie notwendig ist, lässt sich aus dem Ergebnis der geweblichen Untersuchung des entfernten Brustgewebes und auch der entfernten Lymphknoten erkennen. (vgl. 12, www-Dokument) Lassen die Untersuchungen darauf schließen, dass sich bereits Metastasen in anderen Körperregionen gebildet haben, dann reichen lokale Behandlungsformen wie eine Operation oder Bestrahlung nicht mehr aus, um die Ausbreitung der Krebserkrankung zu stoppen. In diesem Fall wird eine Chemotherapie oder eine Hormontherapie notwendig, die systemisch, d.h. den gesamten Organismus betreffend, wirken. (vgl. 43, www-Dokument)

1. Operation

Wenn die Krankheitssituation es zulässt, wird heute bevorzugt eine brusterhaltende Operation durchgeführt. Dabei wird die Brust nicht vollständig entfernt, wie vor wenigen Jahren noch üblich, sondern nur der vom Tumor befallene Teil. (vgl. 12, www-Dokument) Man hat erkannt, dass eine gesteigerte Lebenserwartung oder die Heilungsaussichten nicht davon abhängen, wie viel Brustgewebe entfernt wird, sondern ob sich Metastasen in anderen Körperbereichen gebildet haben. (vgl. 12, www-Dokument) So ist es heute möglich, die Brüste der meisten Frauen zu erhalten.

Ziel des Eingriffs ist es, den Tumor mit einem ausreichenden Rand aus dem gesunden Gewebe zu schneiden, um ihn möglichst komplett zu entfernen. Man will damit erreichen, dass sowenig Krebszellen wie möglich zurückbleiben, so dass die folgende Strahlentherapie „ nur den Rest erledigen “ muss. (Love, 2000, S. 485)

Wenn eine brusterhaltende Operation nicht mehr möglich ist, so ist in der Regel die Abnahme der Brust unumgänglich. Eine Brustamputation wird durchgeführt, wenn der Tumor z. B. zur groß ist (mehr als 3 bis 4 cm), wenn er schwer zugänglich liegt und wenn er multizentrisch (an verschiedenen Stellen in derselben Brust), ausfasernd oder stark entzündlich ist. (vgl. 18, S. 1)

Im Verlauf der Operation werden aus der Achselhöhle derselben Seite Lymphknoten entfernt und feingeweblich untersucht. Damit werden zwei Ziele verfolgt: Der feingewebliche Befund der Lymphknoten gibt zum Einen Hinweise auf die Ausbreitung von Tumorzellen im Körper, was bedeutsam für weitere Therapien sein kann. Zum anderen sollen die bereits sichtbaren Krebstumore in Lymphknoten sowie die Tochterzellen, aus denen sich im Lauf der Zeit Tumore bilden können, entfernt werden. (vgl. 12, www-Dokument)

2. Strahlentherapie

Die Strahlentherapie kann als alleinige Behandlungsmethode, oder, wesentlich häufiger, in Ergänzung einer Operation zur Anwendung kommen.

Das Ziel der Strahlentherapie ist es, die Krebszellen zu zerstören und das gesunde Gewebe weitgehend zu schonen. Durch das Einwirken von hochenergetischen Strahlen auf die Krebszellen wird die DNA der Zellen zerstört, so dass sie entweder absterben oder sich zumindest nicht weiter vermehren können. Besonders empfindlich reagiert die DNA von Zellen, die sich schnell teilen, eine Eigenschaft insbesondere von Krebszellen. Leider zerstört die Strahlentherapie auch gesunde Zellen, die sich jedoch schneller wieder erholen können als Krebszellen. (vgl. 14, www-Dokument)

Die Bestrahlung kann entweder von außen, von einem Bestrahlungsgerät aus durch die Haut hindurch (perkutan) erfolgen, oder durch Heranbringen der Strahlenquelle direkt an den Tumor. (vgl. 14, www-Dokument) Dies geschieht, indem man die Strahlenquelle in den Körper befördert und in die Nähe des Tumors platziert, damit sie dort ihre Strahlung abgeben kann. (vgl. 38, S. 27)

Eine Strahlentherapie kann sich über bis zu 6 Wochen erstrecken. Damit sich gesundes Gewebe von einer Strahleneinwirkung erholen kann, erfolgt die Bestrahlung auf viele Sitzungen verteilt (fraktioniert). (vgl. 12, www-Dokument)

Wenn die ganze Brust entfernt wurde, so ist nur bei Frauen mit hohem Rückfallrisiko eine Nachbestrahlung nötig. Wurde eine brusterhaltende Operation durchgeführt, wird in der Regel eine perkutane Bestrahlung der gesamten Brust angeschlossen. (vgl. 12, www-Dokument)

3. Chemotherapie

Unter einer Chemotherapie versteht man den Einsatz von starken Zellgiften (Zytostatika), welche die Krebszellen in ihrem Kern schädigen und somit die Zellteilung hemmen und die Tumorzellen zum Absterben bringen. Wie bei der Bestrahlung wirken die Zytostatika sehr gut gegen rasch wachsende Zellen und auch hier werden gesunde Zellen mit geschädigt. Bei bösartigen Tumoren der Brust kommt die Chemotherapie als Ergänzung zur Operation und zur Behandlung von Tochtergeschwülsten in Frage. (vgl. 12, www-Dokument)

Die Zytostatika werden entweder als Infusion verabreicht oder als Kombination aus intravenöser Injektion und Tabletten. Die Therapie wird in Behandlungsphasen von ein bis vier Tagen unterteilt. Dazwischen liegen Erholungsphasen von drei bis vier Wochen, damit sich der Körper regenerieren kann. (vgl. 10, S. 15) Die Behandlungsdauer liegt zwischen zwölf Wochen und einem Jahr. (vgl. 37, S. 506)

4. Hormontherapie

Wie bereits erwähnt ist das Wachstum einiger Tumorarten, vor allem Brust-, aber auch Gebärmutter- und Prostatakrebs von Hormonen abhängig. Bei Brustkrebs sind bekanntermaßen die vorrangig im Eierstock produzierten Östrogene ausschlaggebend.

Bei mehr als der Hälfte aller Brustkrebstumore findet man sogenannte Hormonrezeptoren. Das sind „Bindungsstellen“ für Hormone. (vgl. 32, www-Dokument) An diesen Bindungsstellen docken Hormonmoleküle an und stimulieren das Wachstum.

Die Hormontherapie hat zum Ziel, durch Eingriffe in den Hormonhaushalt das Wachstum von Krebszellen zu blockieren. (vgl. 5, www-Dokument) Dr. Baur beschreibt drei Wege, auf denen man in den Hormonhaushalt eingreift:

- Entfernung hormonproduzierender Organe
- Hemmung der Hormonwirkung mit Medikamenten
- Zusätzliche Gabe von Hormonen oder Antihormonen

(vgl. 5, www-Dokument)

Alle diese Formen der Hormontherapie versuchen auf unterschiedliche Weise, die Östrogenwirkung am Tumor aufzuheben:

Entfernt man beispielsweise die Eierstöcke, so können diese keine Östrogene mehr produzieren. Medikamente bewirken, dass in der Brust die Bindung von Östrogenen an deren Rezeptoren blockiert wird. Eine zusätzliche Gabe von Gestagenen in hohen Dosen hemmen das Tumorwachstum über zwei Wege: Sie vermindern die Östrogenherstellung im Körper und behindern die Bildung von Östrogenrezeptoren in den Tumorzellen. Anti-Östrogene besetzen die Östrogenrezeptoren der Krebszellen und blockieren diese so für das Hormon Östrogen. (vgl. 14, www-Dokument)

Die Hormontherapie gilt als gut verträglich, doch wird oft die nebenwirkungsreiche Chemotherapie bevorzugt. „ Zwar werden bis heute alle drei Wege beschritten, die medikamentösen Verfahren stehen aber weit im Vordergrund “ so Dr. H. Baur (Baur, www- Dokument) Ein möglicher Grund dafür ist, dass die Wirksamkeit erst nach Wochen eintritt und die Medikamente daher über mehrere Jahre eingenommen werden müssen. (vgl. 14, www-Dokument)

Dr. Susan Love ist da allerdings anderer Meinung:

„ Bei vielen Onkologen hält sich hartnäckig dieüberzeugung, dass eine Chemotherapie rascher wirke als eine Hormontherapie, doch dafür gibt es wirklich nicht einmal den Hauch eines Beweises. “ (Love, 2000, S. 520)

VI. Auswirkungen von Brustkrebs auf das Immunsystem

1. Das Immunsystem

Das Immunsystem, auch körpereigene Abwehr genannt, schützt den Körper vor Mikroorganismen wie Bakterien, Viren oder Pilze. Es hat die Aufgabe, diese zu erkennen und unschädlich zu machen. Daneben ist es in der Lage, entartete Zellen, die den Organismus gefährden, also Krebszellen, zu entfernen. (vgl. 38, S. 56)

Wie der Name schon andeutet, handelt es sich beim Immunsystem nicht um ein Organ. Vielmehr besteht es aus verschiedenen Organen, Geweben und unterschiedlichen Zellen. Große Bedeutung haben die lymphatischen Organe oder auch „Immunorgane“ genannt. Der Thymus spielt eine entscheidende Rolle in der Ausbildung des Immunsystems. Hier werden die sogenannte T-Lymphozyten geprägt, d.h. für ihre Aufgabe „geschult“. Auch im Knochenmark entwickeln sich Abwehrzellen, die B-Lymphozyten. Zentrales Organ des Immunsystems ist die Milz. Dort werden Erreger, die über die Blutbahn auch die Milz passieren, von den Abwehrzellen geradezu aufgefressen und abgebaut. Auch in den Lymphknoten arbeiten verschiedene Abwehrzellen des Immunsystems. (vgl. 39, www-Dokument)

Das Immunsystem kann seine Wirkung zum einen durch Zellen entfalten (zelluläre Abwehr), zum anderen durch im Blut gelöste Stoffe (humorale Abwehr = über die Säfte wirkend). (vgl. 36, S. 115) Außerdem kann man zwischen einem spezifischen und unspezifischen Immunsystem unterscheiden. Das unspezifische Immunsystem kann gegen viele verschiedene Antigene (= Substanzen, welche die Bildung von Antikörpern auslösen) wirksam werden, andererseits führt das spezifische Immunsystem zu einer Reaktion, die sich nur gegen ein Antigen richtet. (vgl. 36, S. 115)

„ Durch die Aufteilung spezifisch/unspezifisch bzw. zellulär/humoral gelingt es “, so Liesen, „ das Immunsystem in vier Untereinheiten zu gliedern. “ (Liesen, 1997, S. 115)

Die unspezifische, zelluläre Abwehr besteht aus Granulozyten, Monozyten und NK- Zellen (Natürliche Killerzellen). Granulozyten und Monozyten gehören zu den Leukozyten (weiße Blutkörperchen) und werden im Knochenmark gebildet. Monozyten stellen die größte Form der weißen Blutkörperchen dar. Sie können das Blut verlassen und im Gewebe als Makrophagen „phagozytieren“ (d.h., sie „fressen“ in den Körper eingedrungene Bakterien und entfernen schadhafte, abgestorbene Gewebszellen). (vgl. 7, S. 35) Monozyten, Granulozyten und Makrophagen werden deshalb auch „Fresszellen“ (Phagozyten) genannt. Die NK-Zellen können virusinfizierte Zellen und Tumorzellen zerstören. (vgl. 36, S. 116)

Das spezifische, zelluläre Immunsystem besteht aus T- und B- Lymphozyten. Lymphozyten gehören ebenfalls zu den Leukozyten und werden im Knochenmark gebildet. Wie bereits erwähnt, werden die T- Lymphozyten im Thymus und die B-Lymphozyten im Knochenmark geprägt. Die T-Lymphozyten werden nochmals in T-Helfer-Zellen, T- Killer-Zellen (auch zytotoxische Zellen), T-Suppressor-Zellen und T-Gedächtnis-Zellen unterteilt. (vgl. 36, S. 116) T-Helfer-Zellen verstärken die Immunantwort während die T-Suppressor-Zellen die Immunantwort unterdrücken. Die T-Killer-Zellen töten Eindringlinge sofort ab.

B-Lymphozyten können sich zu Plasmazellen entwickeln, die Antikörper oder auch Immunglobuline genannt, herstellen können. (vgl. 36, S. 116) Immunglobuline können unterscheiden, ob ein Molekül körpereigen oder körperfremd ist. (vgl. 38, S. 57) Sie bilden das spezifische, humorale Immunsystem. Die Immunglobuline können selber keine Eindringlinge bekämpfen, spüren aber gezielt Erreger für andere Bestandteile des Immunsystems auf, die diese dann bekämpfen können. Nach dem Schlüssel - Schloss - Prinzip passt jeder Antikörper an einen entsprechenden Erreger. (vgl. 39, www-Dokument)

Hauptbestandteile des unspezifischen, humoralen Immunsystems sind die Interferone, das Komplementsystem und die Proteine (Eiweißstoffe) der Akute-Phase-Reaktion. (vgl. 36, S. 116) Interferone sind Signalproteine, die von Viren befallenen Zellen ausgeschüttet werden, um andere Zellen zu warnen. Sie führen dazu, dass andere, noch nicht erkrankte Zellen eine vorübergehende Widerstandsfähigkeit gegen den Befall mit Viren entwickelt. Zudem können sie bestimmte Abwehrzellen des Immunsystems wie Makrophagen, NK-Zellen und T-Lymphozyten aktivieren. (vgl. 36, S. 116) Die Akute-Phase-Reaktion führt zu einer Vermehrung bestimmter Einweißstoffe im Blut. Hierdurch werden sowohl Mikroorganismen zerstört als auch Stoffe aus dem Blut entfernt, die eine Vermehrung von Erregern fördern würden. Das Komplementsystem, bestehend aus einem Verband spezifischer Proteine, dient der Abwehr bakterieller Infektionen durch die Zerstörung körperfremder Zellen. (vgl. 36, S. 116)

Die schon aufgeführten Interferone gehören zu den Zytokinen. Zytokine sind ein wichtiges Kommunikationsmittel für die Immunabwehr. Sie sind zuständig für die Verständigung zwischen den Zellen und steuern somit die Immunantwort. (vgl. 36, S. 127)

Unter einer Immunantwort versteht man die Abwehrreaktion des Körpers auf eindringende oder körperfremde Stoffe oder Substanzen. Die „Antwort“ besteht in der Produktion von Antikörpern (Immunglobulinen), den Lymphozyten und anderen Substanzen und Zellen, die den antigenen Stoff zerstören. (vgl. 8, S. 535)

Es sind ca. 20 verschiedene Zytokine bekannt. Neben den Interferonen gehören die Interleukine und der Tumornekrosefaktor zu den wichtigsten. Sie dienen als Botenstoffe, die von Immunzellen abgegeben werden, um Signale an andere Immunzellen zu senden.

Natürlich ist das gesamte System wesentlich komplexer, das zu erläutern würde allerdings zu weit führen und den Rahmen sprengen.

2. Schwächung des Immunsystems durch die Therapien

Die Therapien zur Bekämpfung von Brustkrebs, besonders eine Chemo- oder Strahlentherapie zehren erheblich an den Kräften der körpereigenen Abwehr.

Zuvor wurde bereits darauf hingewiesen, dass die schädigende Wirkung der Chemo- und Strahlentherapie auf das Erbmaterial der Zellen sich nicht nur auf die Krebszellen erstreckt, sondern auch in den Teilungsvorgang gesunder Zellen eingreift, was erhebliche Nebenwirkungen mit sich zieht.

Eine der häufigsten Nebenwirkung ist die Schwächung des Immunsystems. Bei einer Chemotherapie werden die Abwehrkräfte mäßig bis stark geschwächt, bei einer Strahlentherapie meist nur geringfügig. (vgl. 17, S. 5)

Das Knochenmark ist ein besonders anfälliges Gewebe für die Folgen von Chemotherapie und Bestrahlung: Hier werden die weißen Blutkörperchen (Leukozyten) produziert, die für die Immunabwehr notwendig sind. Wenn das Knochenmark durch die Therapien geschädigt ist, kann es weniger Blutkörperchen produzieren: Als Folge sinkt die Konzentration der weißen Blutkörperchen. (vgl. 9, S. 6)

Da wegen den Therapiemaßnahmen nicht mehr genug Abwehrzellen gebildet werden, erlahmt die körpereigene Abwehr von Krebszellen oder wird ganz aufgehoben. Das Auftreten von Infekten wird wegen des geschwächten Immunsystems außerdem noch begünstigt. (vgl. 17, S. 5)

Die Chemo- und Strahlentherapie hat außer der Schwächung des Immunsystems noch andere Nebenwirkungen. So können u.a. Übelkeit, Erbrechen, Haarausfall, Durchfall, Verstopfung, Hautveränderungen und Entzündungen der Schleimhäute und der Harnwege auftreten.

3. Psychische Belastungen der Krebserkrankung und -therapie und ihre Auswirkungen auf das Immunsystem

Krebs geht oft einher mit Angst und Depressionen. Angst vor der Therapie, vor bestimmten Krankheitserscheinungen wie Schmerzen, ausfallenden Haaren oder Gewichtsveränderungen, Angst vor der Hilflosigkeit und der Abhängigkeit von anderen, aber auch Angst vor dem Tod. „ Krebs wird eng mit Tod assoziiert “ , so Stephanie MatthewSimonton. (Simonton, 1986, S. 178)

Die Folgen der Therapie beeinträchtigen zudem das Selbstwertgefühl der Betroffenen. Eine Frau, die ihre Haare und/oder eine Brust verliert, verliert damit auch wichtige Attribute ihrer Weiblichkeit.

Entsprechend den Ausführungen von O. Carl Simonton war Hans Seyle einer der ersten, der darauf hinwies, dass die Auswirkungen von psychischen Belastungen das Immunsystem lahm legten und somit die natürliche Abwehrreaktion gegen den Krebs hemmen können. (vgl. 48, S. 62) Seyle, auch als „Vater der Stressforschung“ bezeichnet, hat entdeckt, dass das Immunsystem durch Stress gehemmt wird. (vgl. 48, S. 70)

Diese Ausführungen sollen für den Moment genügen. Das Kapitel „Psyche und Immunsystem“ beschäftigt sich eingehender mit den Auswirkungen von Stress auf die körpereigene Abwehr.

VII. Bedeutung der Abwehrkräfte für den Erfolg der Therapie

In einer Vielzahl von Tierexperimenten wurde bewiesen, dass das Immunsystem sehr effektiv gegen Krebszellen vorgehen kann. Darüber hinaus zeigte es sich, dass dem Immunsystem bei seinem Vernichtungskampf gegen Krebszellen geholfen werden kann - indem man es stimuliert und somit stärkt. Demnach ist die wahrscheinlich wichtigste Voraussetzung für jede Krebstherapie ein gut funktionierendes Immunsystem.

Durch eine Operation oder Bestrahlung kann man zwar die Krebszellen auf ein Minimum reduzieren, aber unglücklicherweise nicht alle mikroskopisch kleinen Herde, einige Krebszellen bleiben fast immer übrig. Eine Chemotherapie trägt freilich dazu bei, solche winzigen Gebilde zu beseitigen, aber auch sie tötet wahrscheinlich nicht alle Zellen ab. Man hofft nur, dass ihre Zahl so weit wie möglich reduziert wird, dass das Immunsystem den Rest erledigen kann. (vgl. 37, S. 327)

Wenn nicht alle Krebszellen vernichtet werden können, so besteht die Gefahr, dass trotz scheinbar gelungener Therapie und oft erst nach vielen Jahren, es zu den gefürchteten Rückfällen kommen kann. Dieser „Krebs nach dem Krebs“ ist meistens schwerer zu bekämpfen, da Krebszellen gegen Zytostatika resistent werden können. (vgl. 18, S. 2)

Jede Chemotherapie, Bestrahlung und Operation schwächt das Immunsystem zusätzlich und auch die seelische Verfassung schlägt sich auf die Abwehrbereitschaft des Körpers nieder. Deshalb ist das Immunsystem wahrscheinlich nicht in der Lage, ohne zusätzliche Aktivierung die noch vorhandenen Krebszellen zu bekämpfen.

Der nächste logische Schritt wäre demnach, das Immunsystem zu stärken und bei der Bekämpfung der Krebszellen zu unterstützen um somit die Heilungschancen zu erhöhen. Ein starkes Immunsystem kann darüber hinaus helfen Nebenwirkungen zu mildern und das subjektive Wohlbefinden der Patientinnen zu verbessern.

VIII. Pädagogische Maßnahmen zur Verbesserung der Immunantwort

Nach der niederschmetternden Diagnose Brustkrebs beginnen viele Frauen ihr bisheriges Leben aus einer anderen Perspektive zu betrachten. Bei der Suche nach einem Grund für ihre lebensbedrohliche Krankheit stoßen sie nicht selten auf Verhaltensweisen wie eine ungesunde Ernährung, zuwenig Bewegung und vor allem Stress, die zur Entwicklung von Brustkrebs beigetragen haben können.

Die Krankheit gibt den betroffenen Frauen einen Anstoß, diese Verhaltensweisen zu überdenken und gegebenenfalls zu ändern. Bei der Veränderung dieses gewohnten Lebensstils können ihnen entsprechend ausgebildete Pädagogen zur Seite stehen. Die folgend beschriebenen Maßnahmen, die den Lebensstil der erkrankten Frauen verändern und ihnen neue Betrachtungsweisen eröffnen, dienen in erster Linie der Stärkung des Immunsystems und führen somit zu einer verbesserten Immunantwort.

Die Maßnahmen werden nicht dazu eingesetzt, die Krankheit zu bekämpfen. Sie dienen der Verbesserung der Gesundheit, in diesem Fall der Stärkung der körpereigenen Abwehrreaktion. Jedoch können durch ein gestärktes Immunsystem die Heilungschancen verbessert, die Nebenwirkungen der Therapien gelindert und das subjektive Wohlbefinden der betroffenen Frauen gesteigert werden.

Die Maßnahmen, die dazu in Frage kommen sind:

1. Ernährungsumstellung
2. moderate Bewegung
3. Stressabbau durch Entspannung
4. Sauerstoff-Inhalation

Zur Umsetzung dieser Maßnahmen kommen eine Reihe von Möglichkeiten in Betracht. Grundlegend ist zu Beginn, dass die betroffenen Frauen aussagekräftige Informationen erhalten. Dazu eignen sich verschieden Vorträge und Seminare zu den genannten Maßnahmen wie Ernährung, Sport, Entspannung und Sauerstoff und ihre Bedeutung für das Immunsystem. Diese Themen können in Workshops vertieft werden, z. B. indem man ein Koch-Workshop anbietet, wo immunsteigernde Nahrung zubereitet wird.

Hinzu kommt die individuelle Beratung des Einzelnen. Hier kann man auf die speziellen Bedürfnisse und Erwartungen der Patientinnen eingehen und nochmals ausführlich über die in Frage kommenden Maßnahmen informieren.

Ein wichtiger Teil umfasst das Training zur Durchführung der Maßnahmen. So können beispielsweise Kurse in diversen Entspannungsverfahren durchgeführt werden und verschiedene Bewegungseinheiten mit den Frauen veranstaltet werden. Dazu kann auch das Leiten einer Frauensportgruppe nach Brustkrebs zählen.

Viele Maßnahmen können von den Patientinnen nach eingehender Information, kompetenter Beratung und erfolgtem Training selbst durchgeführt werden. So bekommen sie das Gefühl, selbst an ihrer Genesung mitzuwirken und das Leben wieder „in den Griff zu kriegen“.

1. Ernährung und Immunsystem

Das Immunsystem ist auf die richtigen Nährstoffe in den richtigen Mengen angewiesen, um optimal funktionieren zu können. Neben Kohlenhydraten, Eiweißen und Fetten, den sogenannten Makronährstoffen, benötigt unser Körper genügend Mikronährstoffe, also Vitamine und Mineralstoffe. Makronährstoffe haben ihren Namen daher, weil man größere Mengen davon zu sich nehmen muss, bei Mikronährstoffen hingegen nur geringe. Mineralstoffe, die der Körper nur in winzig kleinen Mengen braucht, werden Spurenelemente genannt.

Das Immunsystem reagiert äußerst sensibel auf eine nicht ausreichende Mikronährstoffzufuhr. Bei einem Mangel an bestimmten Vitaminen und Mineralstoffen kann der Körper wichtige Immunzellen nicht mehr bilden und Krankheitserregern sind Tür und Tor geöffnet. (vgl. 51, www-Dokument)

Allerdings schadet nicht nur Mangelernährung dem Immunsystem, sondern auch Überernährung, meist einhergehend mit Übergewicht und vor allem, wenn fettreiche Nahrungsmittel bevorzugt werden. Die Immunzellen ziehen sich zurück, sie wirken weniger stark und übernehmen auch nicht so schnell ihre spezielle Abwehrfunktion, wenn der Körper angegriffen wird. (vgl. 51, www-Dokument)

Vermutungen zufolge liegt es an den vielen Fetten im Blut, welche die Abwehr schwächen. Die Immunzellen vertragen nur wenig Fett und eine hohe Fettkonzentration macht diese Zellen träge, so dass sie nicht voll aktiv sein können. (vgl. 35, www-Dokument) Die Abwehrzellen kommunizieren nicht mehr so fehlerfrei und brauchen mehr Zeit, um bei Bedarf neue Immunzellen zu bilden. (vgl. 51, www-Dokument)

Einerseits können wir also die Abwehrleistung unseres Körpers durch Mangelernährung, Übergewicht und fettes Essen schwächen, andererseits können wir aber durch gesunde Ernährung und Vermeidung der schädigenden Faktoren unser Immunsystem stärken. So gibt es z.B. spezielle Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente, die zu einer Abwehrsteigerung beitragen können.

1.1 Die Rolle der freien Radikale

Freie Radikale sind höchst instabile, reaktionsfreudige und aggressive Atome oder Moleküle. Am häufigsten sind hierbei Sauerstoff-Radikale anzutreffen. Ihnen fehlt ein Elektron und um sich das wieder zu beschaffen, entreißen sie anderen chemischen Verbindungen ein anderes Elektron. Als mögliche Folge können Zellen beschädigt oder sogar zerstört werden. Auch die DNA kann angegriffen werden. Die freien Radikale können durch die Schädigung der Zellen jenes unkontrollierte Zellwachstum auslösen, dass eine gutartige in eine bösartige Zelle umwandelt und somit die Entstehung von Krebs auslösen. (vgl. 30, S. 17) Freie Radikale werden durch Schadstoffe, Ernährungsfehler, rauchen, Alkohol, Umweltgifte, Stress und andere Faktoren hervorgerufen. (vgl. 21, S. 16) Auch die Chemo- und Strahlentherapie verursacht die Bildung von freien Radikalen. (vgl. 38, S. 103)

Kleine-Gunk bezeichnet freie Radikale als „ chemische Singles, die alles daran setzen, einen neuen Partner zu finden. “ (Kleine-Gunk, 1999, S. 16) Seiner Meinung nach ist das Gefährliche daran, dass sie nicht umherwandern, bis sie einen zweiten Single finden, sondern sie nehmen den erstbesten Partner, den sie finden können. So kommt es auch vor, dass sie einen Partner aus einer stabilen Verbindung entreißen, die chemische Struktur dieser Verbindung wird zerstört und es entstehen wieder neue freie Radikale. Auf diese Weise kommt es zu einer Kettenreaktion. (vgl. 30, S. 16)

Besonders das Immunsystem wird durch freie Radikale stark gefordert und sehr oft überfordert. Wenn zu viele freie Radikale vorhanden sind, kann das Immunsystem nicht mehr alle bewältigen und so setzt sich die Kettenreaktion mit den genannten Folgen fort. (vgl. 28, www-Dokument)

Stoffe, die diese Kettenreaktion stoppen, nennt man Antioxidantien oder Radikalenfänger. Sie besitzen ein freies oder lockeres Elektron und geben dieses bereitwillig an die freien Radikale ab und machen sie auf diese Weise unschädlich, ohne selbst Schaden zu nehmen. (vgl. 28, www-Dokument)

Es geht nun darum, durch Antioxidantien oder Radikalenfänger die Radikalenbildung in einem vernünftigen Rahmen zu halten. Denn außer schädigenden Wirkungen haben Radikale auch positive Eigenschaften: Mit ihrer Hilfe werden von Abwehrzellen des Immunsystems krankheitserregende Bakterien und schädliche Fremdkörper aufgelöst. (vgl. 44, www-Dokument)

Zu den Antioxidantien zählen die Vitamine C, E und A bzw. seine Vorstufe Beta-Carotin, sowie das Spurenelement Selen. Klinische Studien haben gezeigt, dass Antioxidantien außer zur Abwehr von freien Radikalen auch zur Minderung von Nebenwirkungen der Chemound Strahlentherapie genützt werden können. Als gesichert kann auch eine Stärkung bestimmter Funktionen des Immunsystems angesehen werden. (vgl. 19, www-Dokument)

1.2 Erhöhter Bedarf an Vitaminen und Mineralstoffen von Brustkrebspatientinnen

Die Mehrheit der Brustkrebspatientinnen hat einen Mangel an Vitaminen und Mineralstoffen bzw. Spurenelementen. Gründe dafür können im Tumor selbst, aber auch an den Folgen der Therapie liegen: Durch Erbrechen, Durchfälle, Schleimhautentzündungen und die Interaktion einiger Zytostatika mit lebenswichtigen Nährstoffen kann es leicht zu einem Defizit an Spurenelementen und Vitaminen kommen. (vgl. 56, www-Dokument) Hoffmann beschreibt die Chemotherapie sogar als einen „ Raubbau an Vitaminen “. (Hoffmann, 1995, S. 232f) Außerdem werden bei einer Chemotherapie und der Bestrahlung massiv freie Radikale freigesetzt. (vgl. 38, S. 103)

An Brustkrebs erkrankte Frauen benötigen deshalb höhere Dosen, um den Vitamin- und Mineralstoffmangel auszugleichen und um gleichzeitig eine positive Wirkung erzielen zu können.

Eine ausgewogene Ernährung reicht deshalb bei weitem nicht aus, um eine bestmögliche Versorgung an Vitaminen und Mineralstoffen zu gewährleisten. (vgl. 19, www-Dokument) Im übrigen gehen durch Lagerung, Transport und Sonneneinstrahlung meist schon wichtige Vitamine verloren. Weitere Verluste entstehen durch die Zubereitung von Nahrungsmitteln.

Brustkrebspatientinnen sollten aus diesem Grunde neben einer vitaminund mineralstoffreichen Ernährung zumindest einige Vitamine und Mineralstoffe als Medikament oder zur Nahrungsergänzung substituieren. (vgl. 19, www-Dokument) Nur so können sie ihren Mangel ausgleichen und die Wirkungen der folgend beschriebenen Vitamine und Mineralstoffe voll ausnutzen.

1.3 Bedeutung einiger Vitamine und Mineralstoffe für das Immunsystem

Vitamine sind Substanzen, die in geringen Mengen für das normale Funktionieren lebenswichtig sind. Von wenigen Ausnahmen abgesehen kann der Körper diese Stoffe nicht selbst erzeugen, sondern sie müssen mit der Nahrung zugeführt werden. Sie lassen sich in fett- und wasserlösliche Vitamine einteilen. Fettlösliche Vitamine benötigen, wie der Name schon sagt, Fett, um vom Körper aufgenommen zu werden.

Mineralstoffe dienen der Aufrechterhaltung der Gesundheit. Zu ihnen zählen auch die Spurenelemente, die - nur in sehr kleinen Mengen (Spuren) benötigt - für zahlreiche chemische Vorgänge im Körper lebensnotwendig sind.

Wegen der besonderen Bedeutung für das Immunsystem sind in den folgenden Ausführungen nur die Vitamine A, C und E, sowie die Spurenelemente Selen und Zink berücksichtigt. Das bedeutet nicht, dass andere Stoffe weniger wichtig für den Organismus sind, sie jedoch nicht in dem Maße wie die genannten auf das Immunsystem einwirken.

Die Angaben für die normale oder erhöhte Tagesdosis richten sich nach den Empfehlungen der Gesellschaft für Orthomolekulare Medizin und weichen mitunter von denen anderer Institutionen ab. Nach Angaben der Gesellschaft für Orthomolekulare Medizin sind bei den angegebenen Dosierungen keine Nebenwirkungen zu befürchten. Außerdem weist sie darauf hin, dass die aufgeführten Vitamine und Mineralstoffe eine Behandlung nicht ersetzen, sondern nur ergänzen können. (vgl. 19, www-Dokument)

1.3.1 Vitamin A (Retinol)

Vitamin A ist ein fettlösliches Vitamin, deshalb sollte man es immer mit etwas Fett zu sich nehmen. Reich an Vitamin A sind z.B. Leber, Fisch, Eigelb, Milchprodukte oder Margarine. Wie bereits erwähnt, gehört Vitamin A zu den Antioxidantien.

In direktem Bezug auf das Immunsystem regt Vitamin A die

körpereigene Abwehr an und führt somit eine gesteigerte

Antikörperbildung herbei. Es fördert die zelluläre Immunreaktion durch vermehrte Bildung von T-Lymphozyten und die Aktivierung von NKZellen. (vgl. 25, S. 104)

Die Vitamin A-Substitution ist nach Hoffmann unerlässlich, „ will man auch nur annähernd optimale Therapieerfolge erreichen “. (Hoffmann, 1995, S. 106)

Hohe Dosen Vitamin A können zu einer Hypervitaminose, also zu einer Überversorgung von Vitamin A führen und somit zu erheblichen Nebenwirkungen. Deshalb wird empfohlen, den erhöhten Bedarf über Beta-Carotin, der Vorstufe von Vitamin A, zu decken. (vgl. 38, S. 100) Die empfohlene Tagedosis liegt bei 5000 I.E. (Internationale Einheiten, bei Vitamin A: 1 mg = 3333 I.E.), die erhöhte Dosis für Krebspatienten bei 10000 I.E.. Für therapeutische Zwecke kann man die Tagesdosis noch erhöhen. Wegen der zuvor erwähnten Gefahr einer Hypervitaminose sollten hohe Dosen nur unter ärztlicher Kontrolle genommen werden.

1.3.2 Vitamin C (Ascorbinsäure)

Vitamin C ist ein wasserlösliches Vitamin. Viel enthalten ist es in Obst, besonders in Zitrusfrüchten und Gemüse. Vitamin C zählt auch zu den Antioxidantien und schützt somit die Zellen gegen freie Radikale.

Vitamin C spielt eine überaus wichtige Rolle im Abwehrprozess:

Die Phagozyten (Makrophagen, Granulozyten, Monozyten) können ihre Aufgabe nur erfüllen, wenn sie verhältnismäßig viel Vitamin C enthalten. Wenn die erforderliche Menge an Vitamin C nicht vorhanden ist, wird die Beweglichkeit der Phagozyten und damit die Phagozytose (Erreger und Schadstoffe werden umschlossen und vernichtet) erheblich eingeschränkt. (vgl. 33, www-Dokument)

Hohe Dosen Vitamin C haben eine Zunahme der Bildung von Immunglobulinen zur Folge und damit eine Steigerung der körpereigenen Abwehr. (vgl. 33, www-Dokument)

Vitamin C spielt auch bei der Synthese von Interferonen eine wichtige Rolle. So können durch Zufuhr hoher Dosen Vitamin C größere Mengen körpereigener Interferone produziert werden. (vgl. 33, www-Dokument)

Die empfohlene Tagesdosis liegt bei 150 mg, die erhöhte bei bis zu 500 mg und mehr. Hohe Dosen Vitamin C haben so gut wie keine Nebenwirkungen, allerdings kann es der Körper nur begrenzt speichern. Zuviel auf einmal verzehrte Mengen werden ungenutzt wieder ausgeschieden. Deshalb empfiehlt es sich, Vitamin C über den Tag verteilt zu sich zu nehmen. Hohe Dosen Vitamin C sollte man nie abrupt einstellen, weil es dann zum sogenannten „rebound effect“ oder auch „Absetzphänomen“ führen kann. Es kann dann dazu kommen, dass der Vitamin C-Spiegel weit unter die Ausgangswerte absinkt. (vgl. 34, www-Dokument)

1.3.2.1 Studie über die Zusammenhänge zwischen Vitamin C und Brustkrebs

Prof. Dr. Linus Pauling (1901 - 1994), amerikanischer Chemiker, Vitaminforscher und zweifacher Nobelpreisträger war einer der ersten und erfolgreichsten Verfechter von hochdosierten Vitamin C - Gaben in der Behandlung von Krebspatienten. 1960 selbst an Krebs erkrankt, hielt er ihn mit hohen Dosen Vitamin C über 30 Jahre unter Kontrolle und starb 1994 im Alter von 93 Jahren.

Pauling u. a. führten 1981 bis 1984 eine sorgfältige Studie über die Beziehung zwischen Vitamin C und Brustkrebs bei Mäusen in einem Institut im kalifornischen Pab Alto durch. (vgl. 34, www-Dokument)

Die Tumorbildung wurde durch ein Virus verursacht, das mit der Muttermilch von der Mutter auf das Kind übertragen wird. Der Zeitpunkt, zu dem sich der erste Tumor nach der Inkubationszeit entwickelt, ist konstant. (vgl. 34, www-Dokument)

Bei den Untersuchungen bekamen sieben aus jeweils 50 Mäusen bestehende Gruppen ein sorgfältig zubereitetes Futter, das jeweils 0,076, 1,86, 2,9, 4,2, 8,0, 8,1 oder 8,3 Prozent zusätzliches Vitamin C enthielt. Es wurde festgestellt, dass sich die Inkubationszeit mit der Erhöhung der Vitamin-C-Dosis stetig verlängerte, und zwar vom Alter von 38 Wochen für 0,076% Vitamin C auf ein Alter von 52 Wochen für 8,3% Vitamin C. (vgl. 34, www-Dokument)

Aus dieser Studie geht hervor, dass das Alter, in dem der Tumor sich bildet, mit der Erhöhung der Vitamin C-Dosis wesentlich zunimmt. (vgl. 34, www-Dokument)

Diese Studie zeigt auf den ersten Blick hauptsächlich die präventive Wirkung von Vitamin C auf Brustkrebs. Doch im Hinblick auf die gewonnenen Erkenntnisse zwischen dem Immunsystem, Vitamin C und Krebs kann die Vermutung geäußert werden, dass sich der Krebs aufgrund eines starken Immunsystems erst später gebildet hat.

Die Therapieerfolge von Dr. Linus Pauling in der Behandlung von Krebskranken, in denen er die Wirkung von Vitamin C schon vielfach bewiesen hat, bestärken diese Annahme zusätzlich. (vgl. 33, www- Dokument)

1.3.3 Vitamin E (Tocopherol)

Vitamin E gehört wie Vitamin A zu den fettlöslichen Vitaminen. Es ist hauptsächlich in Pflanzenölen, Vollkorn, Nüssen und Blattgemüse enthalten.

Vitamin E gilt als wichtigstes Antioxidans. Es fängt Sauerstoffradikale ab und wird dabei selbst oxidiert (muss daher ständig ersetzt werden). Größte Bedeutung hat es als Oxidationsschutz für ungesättigte Fettsäuren, d.h. es verhindert, dass giftige Verbindungen mit Sauerstoff entstehen. (vgl 11, S. 14) Daneben unterstützt es das Immunsystem und verbessert die Reparaturmechanismen der Zellen. (vgl. 53, www- Dokument)

Die empfohlene Tagesdosis liegt bei 10 - 20 mg, die erhöhte bei 100 - 300 mg. Auch hier kann eine über längere Zeit fortgesetzte übermäßige Aufnahme zu Nebenwirkungen führen. Zwar nicht so bedenklich wie bei Vitamin A, jedoch sollte auch hier bei höheren Dosen vorsichtshalber ein Arzt zu Rate gezogen werden.

1.3.3.1 Studie über den Zusammenhang von Vitamin E und Brustkrebs

Eine wissenschaftliche Studie beschäftigte sich mit dem Zusammenhang von Brustkrebs und Vitamin E. Dazu wurden 70 Patientinnen mit Brustkrebs und 30 Frauen mit nicht-bösartigen Brusttumoren (Kontrollgruppe) auf den Vitamin E Gehalt im Fettgewebe der Brust miteinander verglichen. Die Patientinnen mit Brustkrebs wiesen deutlich verringerte Vitamin E-Gehalte auf, dagegen lagen die Hydroperoxidwerte deutlich höher. Die Studie macht deutlich, dass Brustkrebs mit einem geringen Vitamin E-Gehalt im Fettgewebe der Brust einhergeht und das eine erhöhte Fettoxidation mit einem geringen Gehalt an Antioxidantien verbunden ist. (vgl. 57, www-Dokument)

Wiederholt stellt sich der Zusammenhang von Brustkrebs und Vitamin E wie folgt dar: Mit Vitamin E lässt sich die Bildung von bösartigen Brusttumoren anscheinend vermeiden. Außerdem verhindert es eine erhöhte Fettoxidation durch Eliminierung von freien Radikalen.

1.3.4 Selen und Zink

Selen

Selen zählt zu den Spurenelementen. An Selen reiche Nahrungsmittel sind Innereien, Fisch, Eigelb und Fleisch. Selen sollte wenn möglich immer zusammen mit Vitamin C, E und Beta-Carotin genommen werden, da sie sich gegenseitig in der Wirksamkeit verstärken.

Zwischen der Einnahme von Selen und Vitamin C sollte allerdings ein Abstand von mindestens zwei Stunden eingehalten werden. (vgl. 20, S. 2)

Die Wirkung von Selen beruht einerseits auf der Stärkung der Immunabwehr, so fördert es die Bildung von Lymphozyten, Immunglobulinen und NK-Zellen, andererseits verhindert Selen durch die Abwehr von freien Radikalen die Entartung von Zellen. (vgl. 20, S. 1)

Ungewöhnlich wirksam ist Selen außerdem als Begleitbehandlung während der Chemo- oder Strahlentherapie. Nebenwirkungen können deutlich vermindert werden. Leukozyten und Lymphozyten sinken nicht so ab, das Abwehrsystem wird weniger geschädigt. (vgl. 20, S. 2) Krebskranke haben häufig einen niedrigeren Selenspiegel im Blut als Gesunde. (vgl. 6, S. 29) Des Weiteren weisen Studien darauf hin, dass ein Mangel an Selen das Wachstum vieler Krebserkrankungen, u.a. Brustkrebs, fördern kann. (vgl. 11, S. 15)

Bei Krebskranken kann die Menge an Selen zeitweise deutlich erhöht werden. Normalerweise beträgt die empfohlene Tagesdosis 30 - 70 µg. Zeitweise kann sie aber 200 - 300 µg betragen. Hohe Dosen Selen sind aber über längere Zeit schädlich. Nebenwirkungen treten jedoch erst bei monatelanger Daueranwendung von über 500 µg täglich auf. Trotzdem sollte die Zufuhr bei Mengen über 200 µg täglich nur unter ärztlicher Kontrolle erfolgen. (vgl. 20, S. 2)

Zink

Zink ist ebenfalls ein Spurenelement. Es ist hauptsächlich in Fleisch, Fisch, Milch und Gemüse enthalten. Die normale Tagesdosis liegt bei 10 - 20 mg am Tag. Bei Krebskranken darf sie jedoch 20 - 40 mg täglich betragen. Nebenwirkungen sind so gut wie keine zu befürchten. Überdosierungen werden wieder ausgeschieden.

Um die Abwehrkräfte intensiv zu stärken, ist Zink besonders wichtig. Es aktiviert die Makrophagen und fördert die Bildung der NK-Zellen, der B- Lymphozyten, die Immunglobuline bilden können und der T- Lymphozyten. (vgl. 23, www-Dokument)

Ohne optimale Zinkversorgung arbeitet kein Immunsystem: Fehlt es, so schrumpft - wie Tierversuche bestätigt haben - die Thymusdrüse. Da im Thymus die T-Lymphozyten zu einsatzbereiten Abwehrzellen ausgebildet (geprägt) werden, bedeutet zuwenig Zink deshalb zwangsläufig weniger von diesen Immunkräften, um Krankheitserreger zu töten, die ständig in den Körper eindringen und auch um Krebszellen zu vernichten. (vgl. 44, www-Dokument)

1.3.5 Zusammenfassung der Vitamin- und Mineralstoffversorgung

Die folgende Tabelle zeigt noch mal im Überblick die wichtigsten Punkte der genannten Vitamine und Mineralstoffe.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Quelle: Gesellschaft für Biologische Krebsabwehr, Orthomolekulare Medizin, Internet: http://www.datadiwan.degfbk/indbio/htm?/gfbk/bio_78.htm

1.4 Sekundäre Pflanzenstoffe

In jüngster Zeit sind auch sekundäre Pflanzenstoffe wie z.B. Carotinoide und Flavonoide in den Mittelpunkt des Interesses gerückt. Sie werden inzwischen durch ihre gesundheitsfördernde Wirkung auf eine Stufe mit den Vitaminen und Mineralstoffen gestellt.

Mittlerweile ist das Spektrum der zugeschriebenen Wirkungen schon recht ansehnlich. So wirken die Pflanzenstoffe:

- anitcanzerogen (Krebsrisiko senkende Funktion)
- antimikrobiell (Schutz vor Pilz-, Bakterien und Virenbefall des Körpers)
- antioxidativ (Schutz vor freien Radikalen, die Zellen schädigen)
- immunmodulierend (Stärkung des Immunsystems)

(vgl. 27, www-Dokument)

Bekanntester Vertreter der Carotinoide ist das Beta-Carotin, das in Möhren, Aprikosen und anderem gelb-orangefarbenen Obst und Gemüse zu finden ist. (vgl. 27, www-Dokument) Flavonoide kommen vor allem in der Schale von roten, violetten, blauen und gelben Früchten und Gemüse vor: Erdbeeren, Himbeeren, Pflaumen, Äpfel, Weintrauben, Kirschen, Rotkohl und Auberginen. (vgl. 6, S. 30)

Wie viel verzehrt werden muss, damit sich ihre positiven Eigenschaften entfalten, ist derzeit noch Gegenstand wissenschaftlicher Forschungen. (vgl. 6, S. 30f) Es existieren noch keine gesicherten Erkenntnisse über die Wirksamkeit von sekundären Pflanzenstoffen in der Krebstherapie.

Durch die oben genannten Effekte ist aber auf jeden Fall mit einer Steigerung des Immunsystems zu rechnen.

1.5 Vollwertige Ernährung

Wie bereits erwähnt, kann falsche Ernährung das Immunsystem belasten, umgekehrt trägt die richtige Ernährung zu einer Stärkung aller Körperfunktionen und des Immunsystems bei.

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung e.V. (DGE) empfiehlt deshalb in Bezug auf Brustkrebs-Patientinnen eine vollwertige Ernährung, die alle Nährstoffe in ausreichendem Maße liefert. Die DGE kommentiert ihre Empfehlung damit, dass eine vollwertige Ernährung den Krebs zwar nicht heilen kann, aber sie verbessert die Abwehrkräfte und das Wohlbefinden der Patientinnen. (vgl. 40, www-Dokument)

Unter Vollwerternährung versteht man eine überwiegend lacto- vegetabile Kost, sie beruht also auf einer pflanzlichen Nahrung mit Milchprodukten. Außerdem werden so gering verarbeitete Lebensmittel wie möglich bevorzugt. Vollkornprodukte, Gemüse und Obst sollten ganz oben auf dem Speiseplan stehen, wogegen Weißmehl und raffinierter Zucker stark eingeschränkt werden sollten. Die Zufuhr von tierischem Eiweiß, besonders von Fleisch, sollte deutlich reduziert werden. Ferner sollten tierische Fette vermieden und durch pflanzliche ersetzt werden. (vgl. 11, S. 50ff)

Wie effektiv eine vollwertige Ernährung ist, hat kürzlich eine Analyse der Daten von 42000 an Brustkrebs erkrankten Teilnehmerinnen an einem Projekt in den USA gezeigt. Die Frauen, die sich entsprechend ernährten, hatten nach 5,6 Jahren ein um 30% verringertes Risiko, an ihrer Krankheit zu sterben. (vgl. 4, www-Dokument)

In Ergänzung zur Vollwerternährung sollte man den Tabakgenuss einstellen und den Alkoholkonsum stark einschränken. Mit jeder Zigarette inhaliert man über 2000 verschiedene Teerprodukte, die das Immunsystem auf Dauer überfordern. (vgl. 31, www-Dokument) Einige Studien zeigten, dass Alkohol die normale Funktion von B- Lymphozyten, zytotoxischen T-Lymphozyten, natürlichen Killerzellen und Phagozyten erheblich einschränkt. (vgl. 35, www-Dokument)

Im Hinblick auf Brustkrebs muss insbesondere auf eine fettarme Ernährung hingewiesen werden. Es gibt einige Studien, die einen Zusammenhang zwischen fettreicher Ernährung und Brustkrebs bestätigen. So zeigte sich z.B. bei Ratten mit Brustkrebs nach Beginn einer fettarmen Diät ein vermindertes Tumorwachstum. (vgl. 24, S. 12)

Außerdem beeinträchtigt Übergewicht das Immunsystem. Es gibt Studien, denen zufolge die Prognose bei Frauen, die zum Zeitpunkt der Diagnose Brustkrebs übergewichtig sind, weniger gut ist als bei anderen. (vgl. 37, S. 533) So spricht aus wissenschaftlicher Sicht einiges dafür, auf eine fettarme Ernährung zu achten und wenn nötig das Körpergewicht zu reduzieren.

Zusätzlich zur Vollwerternährung, auch wenn sie als unterstützende Maßnahme zur Krebstherapie eingesetzt wird, sollten schädigende (krebserregende) Stoffe unbedingt gemieden werden. Zu ihnen gehören wie bereits erwähnt Tabak und Alkohol, aber auch stark geräucherte und gepökelte Lebensmittel wie Speck, Pökelfleisch und Räucherfisch, stark gebräuntes Fleisch und Fleischprodukte, die beim Grillen entstehenden Benzpyrene sowie angeschimmelte Lebensmittel. (vgl. 6, S. 22f)

2. Sport und Immunsystem

Betrachtet man die Auswirkungen des Sports auf das Immunsystem, wirkt dieser durchaus widersprüchlich. Als moderates Ausdauertraining betrieben kurbelt er die körpereigene Abwehr an, als Hochleistungssport ausgeübt, unterdrückt er dagegen eher das Immunsystem.

Bei moderatem Sport oder einer leichten, körperlichen Belastung kommt es schon kurze Zeit nach Beginn zu einer Vermehrung der Leukozyten, deren Anstieg sich während der Belastung noch fortsetzt. (vgl. 36, S. 8) Auch die Makrophagen werden erhöht und die NK-Zellen zeigen nach der Bewegung vorübergehend eine erhöhte Aktivität. (vgl. 24, S. 152) Gleichzeitig ist die Reaktionsfähigkeit der T-Lymphozyten erhöht. Sportliche Betätigung hebt außerdem den Spiegel der Immunstoffe Interleukin und Interferon im Blut an. (vgl. 36, S. 8) Zusätzlich verbessert Sport die Sauerstoffversorgung des ganzen Körpers. Wie sich Sauerstoff auf das Immunsystem auswirkt, wird später erläutert.

Im Gegensatz dazu verschlechtert Wettkampf- bzw. Leistungssport sowie erschöpfende, sportliche Übungen die Immunabwehr. Liesen stellt einige Belastungen zusammen, bei denen - aufgrund klinischer Beobachtungen - mit einer anhaltenden Beeinträchtigung der Leistungsfähigkeit des Immunsystems zu rechnen ist:

- wiederholte oder langanhaltende Belastungen mit hohem Milchsäurespiegel (z. B. Tempoläufe)
- erschöpfende mehrstündige Ausdauerbelastung (Triathlon, Marathon, 100-km-Lauf usw.)
- hochintensive Ausdauerbelastungen
- langanhaltende psychische Belastung bei gleichzeitig hoher Trainings- und Wettkampfbelastung (vgl. 36, S. 23)

Erheblichen Einfluss hat Sport auch auf die psychische Verfassung. Es werden vermehrt Endorphine, sogenannte „Glückshormone“ ausgeschüttet. Sie verbessern die Stimmung und haben eine schmerzlindernde Wirkung. Außerdem aktivieren sie die Bildung von T- Lymphozyten und von Makrophagen. (vgl. 47, www-Dokument) Die psychischen Auswirkungen auf das Immunsystem werden jedoch im nächsten Kapitel eingehend behandelt.

2.1 Sport, Brustkrebs und Immunsystem

Durch geringe bis moderate körperliche Bewegung ist bei Brustkrebspatientinnen mit einer günstigen Beeinflussung der Funktionalität des Immunsystems zu rechnen.

Liesen schildert eine Untersuchung von MacVicar, bei der Brustkrebspatientinnen, die mit einer Chemotherapie behandelt wurden, ein Ausdauertraining absolviert haben. Die Patientinnen haben über einen Zeitraum von zehn Wochen dreimal die Woche ein Ausdauertraining (Fahrradfahren mit 60-70% der maximalen Sauerstoffaufnahme) durchgeführt. Er beobachtete einen Anstieg der maximalen Sauerstoffaufnahme um 40%. (vgl. 36, S. 98f) Liesen fügt hinzu, dass positive Effekte von Sport in der Tumorbehandlung für das psychische Wohlbefinden und die allgemeine körperliche Leistungsfähigkeit gesichert seien. Er ist der Überzeugung, dass „ dem Sport eine wichtige Rolle [...] zuzuweisen “ ist. (Liesen, 1997, S. 99)

Zu einem vergleichbaren Ergebnis kam der Immunologe Prof. Gerhard Uhlenbruck, der sich an der Universität Köln mit den Auswirkungen von moderatem Sport auf das Befinden von Krebspatienten befasst.

Seine Resultate bei einer Gruppe von Frauen nach einer Brustkrebsoperation stellen sich folgendermaßen dar:

- Sportliche Belastung trainiert das Immunsystem, aber nur, wenn sie dem individuellen Leistungsniveau angepasst ist.
- Sportliche Betätigung wirkt sich auf die psychische Befindlichkeit aus: Angstgefühle werden verringert, Gedanken an den Tod zurückgedrängt und die Widerstandfähigkeit in Stress-Situation erhöht. Das Vergnügen an der Bewegung stabilisiert indirekt das Immunsystem.

(vgl. 6, S. 55)

Nach Auffassung von Prof. Uhlenbruck kann das Bewegungstraining nicht hoch genug eingeschätzt werden. (vgl. 6, S. 55)

Wichtig ist vor allem, dass die Frauen Freude am Sport entwickeln. Wenn man keine Freude am Sport hat, werden die Trainingseinheiten eher als Stress empfunden, und das könnte die Immunabwehr schwächen.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass moderate und regelmäßige sportliche Betätigungen die körperliche Abwehr verbessern. Allerdings sollte die Bewegung dem körperlichen Zustand der Krebspatientin, ihrem Ernährungszustand und ihrer individuellen Leistungsfähigkeit angepasst sein. Um die persönliche Leistungsfähigkeit zu bestimmen, sollte die Patientin sich vorher von einem Arzt untersuchen und beraten lassen.

Auf keinen Fall sollten Brustkrebspatientinnen Wettkampf- bzw. Leistungssport ausüben. Erschöpfende, sportliche Übungen verschlechtern bedeutend die Immunabwehr.

2.2 Welche Sportarten sind geeignet?

Nach Therapien bei Brustkrebs, insbesondere nach einer Operation, kann es zu Bewegungseinschränkungen im Schulter/Arm - Bereich kommen. Darauf sollte auf jeden Fall Rücksicht genommen werden, aber dennoch sollte man auf Sport nicht verzichten. Nach Liesen kann körperliche Schonung während und vor allem nach der Therapie Nebenwirkungen für den Körper haben: Es kommt zu einer verstärkten Depressionsneigung und einer reduzierten Anpassungsfähigkeit von Herz und Kreislauf. (vgl. 36, S. 98)

Eine günstige Auswirkung auf die körpereigene Abwehr zeigt sich vorrangig bei Ausdauersportarten. Generell eignen sich alle Ausdauersportarten: Jogging (Gehen/Walking), Schwimmen, Radfahren, Wandern, Tanzen, Skilanglauf, Reiten oder Rudern. (vgl. 6, S. 59) In der Praxis stehen Jogging (oder Walking), Radfahren und Schwimmen an erster Stelle. (vgl. 36, S. 100) Neben den Ausdauersportarten bieten sich auch entspannende Bewegungsübungen wie Qi-Gong oder TaiChiChuan, sowie verschiedene Formen von Gymnastik und Spielen an.

Nicht zu empfehlen sind Sportarten, die Schläge, Stöße, Prellungen und Quetschungen des Brustgewebes zur Folge haben können, wie z.B. Boxen, Ringen, einige Ballsportarten und asiatische Kampfsportarten mit Körperkontakt.

2.3 Worauf ist zu achten

Wie bereits erwähnt steigert ein moderates Ausdauertraining die körpereigene Abwehr. Wie aber weiß man, dass man sich im „immunsteigernden“ Bereich befindet?

Dazu muss ein laktatkontrolliertes Training durchgeführt werden. Laktat ist das Salz der Milchsäure und entsteht im Rahmen der Energiebereitstellung in der arbeitenden Muskulatur. Hohe Laktatkonzentrationen deuten auf eine hohe Belastungsintensität hin. Um ein gezieltes und effektives Ausdauertraining mit abwehrsteigender Wirkung zu betreiben, sollten gewisse Laktatkonzentrationen nicht überschritten, aber auch nicht unterschritten werden. (vgl. 36, S. 48)

Da sich in der Praxis die Umsetzung der Lactatmessung als schwierig erweist, sind andere Kontrollgrößen zur Bestimmung der Belastungsintensität von Nöten. Dazu eignet sich sehr gut die Pulsfrequenz. Der Trainingspuls sollte etwa 130 oder 180-Lebensalter betragen. Falls kein Pulsmessgerät zur Hand ist, kann der Puls während des Trainings am Handgelenk oder an der Halsschlagader ertastet werden. Die Patientin sollte sich auf jeden Fall noch gut während dem Training unterhalten können. So wird das Immunsystem effektiv gestärkt und es besteht keine Gefahr, das Herz-Kreislaufsystem zu überlasten, noch sich überzutrainieren. (vgl. 6, S. 58)

Wenn die Patientin längere Zeit inaktiv war, sollte sie, bevor sie mit dem Training anfängt, sich gründlich von einem Arzt untersuchen und beraten lassen.

Vor dem Training ist eine intensive Aufwärmung sehr wichtig, um Schäden an Muskeln, Gelenken und Sehnen vorzubeugen. (vgl. 6, S. 57)

Um einen optimalen Erfolg zu erzielen, sollte dass Training regelmäßig durchgeführt werden. Erwiesenermaßen eignen sich 3-4 Einheiten von 20 - 30 Minuten die Woche. (vgl. 36, S. 100) Das richtet sich aber an den jeweiligen Leistungsstand der Frauen.

Wenn der Patientin eine Brust entfernt wurde, muss auf eine gleichmäßige Belastung der Wirbelsäule geachtet werden (z.B. mit einer BH-Prothese), um eine Fehlbelastung und die daraus entstehenden möglichen Folgen zu vermeiden.

3. Psyche und Immunsystem

Körper, Seele und Geist bilden eine Einheit. Wie sehr das Immunsystem von Gedanken und Empfindungen gesteuert wird, ist erst in den letzten Jahren bekannt geworden. Lange Zeit galt das Immunsystem als völlig unabhängiges Körpersystem und deshalb als wenig beeinflussbar. (vgl. 16, www-Dokument) Erst in den 70er Jahren entwickelte sich ein neuer Wissenschaftszweig, der sich mit den Wechselwirkungen von Psyche, Nerven-, Hormon- und Immunsystem beschäftigte. Diese neue Fachdisziplin nennt sich Psychoneuroimmunologie (PNI).

Die PNI entdeckte Kommunikationsstränge zwischen der Psyche, genauer gesagt dem vegetativen - vom Willen unabhängigen - Nervensystem und dem Immunsystem. So führen Fasern des vegetativen Nervensystems vom Rückenmark direkt in die Immunorgane Milz, Thymus und Knochenmark.

Diese Fasern befinden sich mit ihren Enden praktisch direkt an den Immunzellen selbst und übermitteln durch Botenstoffe, sogenannte Neurotransmitter (Adrenalin, Noradrenalin, Acetylcholin), die an den Nervenenden ausgeschüttet werden, Informationen, die eine Immunantwort verstärken können. (vgl. 38, S. 65f)

Die entscheidende Entdeckung als definitiver Beweis einer Kommunikation zwischen Psyche und Immunsystem war, dass die Immunzellen an ihren Oberflächen Rezeptoren für diese Neurotransmitter besitzen. (vgl. 38, S. 65) Die Neurotransmitter werden von den Rezeptoren aufgenommen und so können die Immunzellen mit dem Nervensystem kommunizieren.

Darüber hinaus besitzen Immunzellen zugleich Rezeptoren für Hormone. Auch hier gibt es demnach einen Weg der Verständigung zwischen Hormon- und Immunsystem. (vgl. 38, S. 60) Grundsätzlich unterdrücken die Hormone Cortisol (indirekt damit auch Adrenalin), Androgen, Östrogen und Progesteron das Immunsystem, während das Wachstumshormon Thyroxin und Insulin das Immunsystem stimulieren. (vgl. 16, www-Dokument)

Diese „Kommunikationswege“ zwischen dem Nerven-, Hormon- und Immunsystem können durch den Einfluss von Gedanken, Vorstellungen und Gefühlen gesteuert und damit auch für die Steigerung des Immunsystems benutzt werden. Negative Gedanken und Gefühle beeinträchtigen somit natürlich ebenso diese Vorgänge und Prozesse im Sinne einer Unterdrückung des Immunsystems. (vgl. 50, www- Dokument) Zahlreiche Studien bestätigen, dass positive Gedanken, Freude und Lachen die Aktivität der Abwehrzellen erhöhen und Ängste, Trauer und Stress die Abwehrleistung beeinträchtigen.

So zeigen z.B. in den USA und Europa durchgeführte Studien, dass Krebspatienten, die sich nach der klinischen Behandlung einer Gesprächsgruppe anschlossen und einfache psychische Übungen machten, nicht nur besser mit der Krankheit lebten, sondern auch weniger Rückfälle hatten. (vgl. 19, www-Dokument)

Die folgende Abbildung zeigt die komplexen Zusammenhänge zwischen Psyche, vegetativem Nervensystem und den Abwehrsystemen unseres Körpers. Die Psyche beeinflusst das vegetative Nervensystem, das wiederum für die Regulation von Zellen, Innerem Milieu und Immunsystem zuständig ist.

Biologische Abwehrmöglichkeiten von Krebskrankheiten

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

3.1 Wie beeinflusst Stress das Immunsystem?

Im Rahmen der PNI wurden zahlreiche Einflüsse auf das Zusammenspiel zwischen Immunsystem und Psyche untersucht. Ein ganz wichtiger Faktor ist hierbei der Stress. (vgl. 38, S. 49)

Definition Stress: „ Allgemeine Bezeichnung für körperliche und seelische Reaktionen aufäußere oder innere Reize, die von dem Menschen als anregend oder belastend empfunden werden. “ (Benner, 2000, S. 1008)

Der Begriff Stress wird heute zunehmend zur Kennzeichnung extremer Belastungen benutzt, und in Folge dessen oft mit der Schwächung des Immunsystems bzw. einer erhöhten Infektanfälligkeit in Verbindung gebracht. Stress schwächt aber nicht generell die Abwehrkräfte. Kurze, nicht zu intensive Belastungen, also der sogenannte „akute Stress“, machen das Immunsystem fit. Immunbiologen haben nachgewiesen, dass ein regelmäßiger Eustress (positiver Stress) das Immunsystem stimuliert. Es wird regelmäßig zur Arbeit aufgerufen und bleibt dadurch in Übung und reaktionsschnell. Wissenschaftler betonen, dass es heute der als belastend erlebte, lang andauernde Stress (negativer Stress oder Distress) ist, der unser Immunsystem erschöpft. (vgl. 55, www- Dokument )

Vereinfacht lassen sich die Zusammenhänge zwischen Stress und Immunsystem folgend darstellen: Stress wird vom Gehirn übersetzt mit „Kampf oder Flucht“. Dies führt zu einer physiologischen Aktivierung mit einer erhöhten Ausschüttung der Hormone Adrenalin und Noradrenalin. Diese steigern den Cortisolspiegel im Blut. Cortisol wird deshalb auch „Stresshormon“ genannt. Cortisol stellt kurzzeitig enorme Energien bereit, unterdrückt aber gleichzeitig das Immunsystem. (vgl. 50, www- Dokument)

Früher war dieser Mechanismus durchaus sinnvoll, um alle Energien auf eine Kampf- oder Fluchtsituation zu konzentrieren. Dazu wird die Funktion anderer Organe verlangsamt, u.a. auch die „Immunorgane“, die unnötig Energien benötigen würden. Normalerweise wird der Cortisol-Spiegel dann nach einer Weile wieder gesenkt und eine Entspannung tritt ein. (vgl. 16, www-Dokument)

Wenn der Stress aber anhält (bei sogenanntem chronischen Stress oder Dauerstress), werden die Hormonregulationsmechanismen mit der Zeit gestört, so dass der Cortisolspiegel im Blut erhöht bleibt und somit der Körper ständig in Alarmbereitschaft, was vor allem für das Immunsystem fatale Folgen hat: Cortisol hemmt die B-Lymphozyten, T- Lymphozyten, NK-Zellen und die Phagozyten in ihrer Aktivität, und unterdrückt die Antikörperbildung. (vgl. 50, www-Dokument)

Eine Möglichkeit zum „Ent-Stressen“ ist regelmäßige körperliche Bewegung. Sie stellt einen Ersatz zur Flucht- oder Kampfreaktion dar und ermöglicht den Abbau von Stresshormonen. (vgl. 48, S. 173) Daher ist es kein Zufall, dass Frauen, die an Brustkrebs erkrankt sind und Sport betreiben ein besseres psychisches Wohlbefinden besitzen.

Doch nicht immer ist es möglich, Sport zu treiben, wenn man unter Stress leidet. Besonders an Brustkrebs erkrankte Frauen nach einer belastenden Therapie sind nicht immer in der Lage, die nötigen Energien bereitzustellen, um wirksam Stress abzubauen. In diesem Fall stellt Entspannung eine sehr gute Alternative dar.

3.2 Stressabbau durch Entspannung

Faktoren, die Stress erzeugen, nennt man Stressoren. Bei Brustkrebspatientinnen sind solche Stressoren häufig Ängste, Depressionen, Schmerzen und Hilflosigkeit. Wie Stress empfunden wird, hängt hierbei stark von der jeweiligen Persönlichkeit ab.

„ Es besteht heuteübereinkunft, dass Stressreize nicht objektive, sondern im entscheidenden Maße subjektive Belastungen (Einstellungen) darstellen. “ (Hoffmann, 2000, S. 418)

Deshalb ist es wichtig zu lernen mit Stress umzugehen. Dabei geht es nicht darum, Stress zu vermeiden, sondern zu bewältigen. Studien haben ergeben, dass Brustkrebspatientinnen, die schlecht mit Stress fertig werden, schlechte Heilungsaussichten haben. (vgl. 35, www- Dokument)

Eine wirksame Methode der Stressbewältigung ist Entspannung. Um chronischen Stress abzubauen und das Immunsystem zu stärken eignen sich gezielte Entspannungsverfahren wie Yoga, Meditation, Autogenes Training oder die Progressive Muskelentspannung.

Stellvertretend für die einzelnen Entspannungsmethoden werden hier kurz das Autogene Training und die Progressive Muskelentspannung vorgestellt.

Das autogene Training nach I.H. Schultz zählt wohl zu den verbreitetsten Methoden zur Entspannung und Stressbewältigung. Schultz - durch Hypnose inspiriert - entwickelte in den 20er Jahren ein Verfahren zur „konzentrativen Selbstentspannung“, was soviel heißt, wie sich selbst mit Hilfe von Konzentration in einen entspannten Zustand zu bringen. (vgl. 26, S. 33) Dabei helfen einfache Leitsätze, sogenannte Formeln, die man sich wiederholt in Gedanken eingibt. Das einfache Prinzip der Progressiven Muskelentspannung nach Edmund Jacobson besteht darin, dass durch gezieltes Anspannen und abruptes Lösen einzelner Muskelgruppen diese - unter bestimmten Voraussetzungen - nach der Anspannung lockerer sind als vorher. Die eintretende körperliche Entspannung (Pulsfrequenz, Blutdruck, Atmung, Sauerstoffverbrauch und Stoffwechsel sind herabgesetzt) hat auch positive Auswirkungen auf den psychischen Zustand. Eine seelische Spannung bleibt auf Dauer nicht bestehen, wenn sich der Körper entspannt. (vgl. 29, S. 10)

Diese Entspannungsmethoden können von Patientinnen in Kursen erlernt und anschließend selbst angewandt werden. Sie können, im Gegensatz zu Sport, an jedem Ort und zu jeder Zeit durchgeführt werden. So verfügen die betroffenen Frauen in allen Situationen über ein geeignetes Mittel zur Stressbewältigung.

3.3 Die Simonton - Methode

Der Onkologe Carl Simonton, Leiter seines eigenen Krebszentrums in Kalifornien und seine Frau Stephanie Matthews - Simonton (Psychologin) entwickelten in den 70er Jahren ein Entspannungs- und Visualisierungsverfahren, welches als „Simonton-Methode“ bekannt ist.

Simonton konnte durch zahlreiche Studien nachweisen, dass die Aktivität spezifischer Immunzellen nach einer Visualisierungsübung deutlich ansteigt. Untersucht wurde dies, indem Patienten vor und nach der Visualisierung Blut abgenommen wurde. (vgl. 38, S. 87)

Für eine Studie, die unabhängig vom Simonton-Institut durchgeführt wurde, wurden 80 Frauen, die an Brustkrebs erkrankt waren, in zwei Gruppen eingeteilt. Beide erhielten die normale ärztliche Behandlung einschließlich Chemotherapie und Bestrahlung.

Die Hälfte der Frauen nahm außerdem an Entspannungsübungen mit Visualisierung teil. Dabei wurden sie aufgefordert, sich vorzustellen, wie weiße Blutkörperchen Tumorzellen zerstören. Um ihre Fantasie anzuregen, sahen sie sich Bilder an, auf denen die weißen Blutkörperchen unter anderem als Soldaten dargestellt wurden, die mit einem Bajonett auf die Krebszellen einstachen.

Über einen Zeitraum von 37 Wochen wurden den Frauen Blutproben entnommen, um die mögliche Auswirkung auf das Immunsystem zu analysieren. Dabei stellten die Wissenschaftler nach eigenen Angaben „deutliche Veränderungen“ bei verschiedenen Typen von weißen Blutkörperchen fest, die bei der Krebsbekämpfung eine wichtige Rolle spielen. (vgl. 41, www-Dokument)

Simonton wandte das Entspannungs- und Visualisierungsverfahren in Verbindung mit der üblichen medizinischen Therapie bei Krebspatienten an, um ihr Immunsystem zu beeinflussen und es stärker gegen die Krankheit zu aktivieren.

Mit den Entspannungsübungen lernen die Patienten, die körperlichen Auswirkungen von Stress und Anspannung zu verringern. Die Visualisierung dient dazu, sich eine positive, zuversichtliche Einstellung zu verschaffen und so die körpereigenen Abwehrkräfte gegen den Krebs zu mobilisieren. (vgl. 48, S. 171)

Simonton schilderte den Nutzen der Entspannungs- und Visualisierungsverfahren folgendermaßen:

„ Sie können physische Veränderungen herbeiführen, das Immunsystem stärken und das Wachstum maligner Zellen bremsen. Da geistige Vorgänge sich auf das Immunsystem und das hormonale Gleichgewicht im Körper auswirken, kann man Veränderungen des körperlichen Zustands unmittelbar auf veränderte Denkmuster zurückführen. “ (Simonton, 1999, S. 186)

Zu Beginn einer Visualisierung wird der Patient in einen Entspannungszustand versetzt. Die Entspannungstechnik, die Simonton verwendet, entstammt weitgehend der progressiven Muskelentspannung nach Jacobson. Anschließend soll der Patient versuchen, „ sich den Krebs und seine Zerstörung durch die Behandlung, vor allem aber die natürlichen Abwehrkräfte des Körpers im Kampf gegen den Krebs bildlich vorzustellen. “ (Simonton, 1999, S. 13f) Wichtig dabei ist, dass man die Krebszellen als schwach und angreifbar visualisiert und die Zellen des Immunsystems als stark, angriffslustig und kampffreudig. Simonton ist davon überzeugt , „ dass die körpereigene Abwehr weiterhin die entscheidende Rolle bei der Eliminierung der Krebszellen spielt. “ (Simonton, 1999, S. 197)

4. Sauerstoff - Mehrschritt - Therapie nach Ardenne

Die Sauerstoff - Mehrschritt - Therapie (SMT) wurde von dem Physiker Prof. Manfred von Ardenne (1907 - 1997) entwickelt. Man versteht darunter eine „gezielte, zeitlich begrenzte und durch Messung überwachte Zufuhr von Sauerstoff über die Atemwege, gekoppelt mit medikamentösen und physikalischen Maßnahmen zur Verbesserung der Sauerstoffaufnahme und -verwertung im Körpergewebe.“ (54, www-Dokument)

4.1 Verbesserung der Immunantwort von Krebskranken durch Sauerstoff

Gemäß der Aussage von Manfred von Ardenne hat der Sauerstoffstatus im Körper einen sehr bedeutenden Einfluss auf die Stärke der körpereigenen Abwehr, weil „ alle immunologischen Mechanismen [...] energie-, d.h. sauerstofffordernder Natur sind. “ (Ardenne, 1987, S. 338) Da unser Abwehrsystem dementsprechend sehr viel Sauerstoff benötigt um zu funktionieren, ist die Aktivität unseres Immunsystems davon abhängig, wie gut die Sauerstoffversorgung ist.

Manfred von Ardenne ist außerdem der Überzeugung, dass durch eine Erhöhung der Sauerstoffaufnahme eine Steigerung der Immunantwort erreicht werden kann. So wird „ der energieverbrauchende Platzwechsel der Abwehrzellen [...] erleichtert “ , und „ die chemotaktische Anziehung der Abwehrzellen in den Zielraum wird gefördert. “ (Ardenne, 1987, S. 337)

Durch die Krebstherapie kann eine starke Verschlechterung des Sauerstoffstatus der Gewebe eintreten. Dies kann zu einer kritischen Konzentrationsabnahme der Abwehrzellen im Blut führen. (vgl. 3, S. 196) Ardenne erkannte, dass eine Abnahme des Sauerstoffstatus im Organismus mit einer Verminderung der Leukozyten einhergeht. (vgl. 3, S. 199)

Durch Zufuhr von Sauerstoff kommt es zu einer Wiederanhebung des gesunkenen Sauerstoffstatus im Körpergewebe und somit zu einer Stimulierung des Abwehrsystems. (vgl. 25, S. 56)

Zusätzlich werden die Nebenwirkungen von Chemo- und Strahlentherapie gemildert, was zu einer Erhöhung der Lebensqualität beiträgt und infolgedessen das psychische Wohlbefinden verbessert. (vgl. 3, S. 196)

Die SMT wird schon seit langem in der Krebstherapie eingesetzt. Ihre Wirksamkeit gegen Brustkrebs ist jedoch trotz jahrzehntelanger Nutzung nicht bewiesen worden. Nachgewiesen ist aber eine Steigerung der körpereigenen Abwehrkräfte.

4.2 Durchführung und erforderliche Ausrüstung

Die klassische Sauerstoff-Mehrschritt-Therapie gliedert sich in drei Stufen:

1. Einnahme einer Kombination von Vitaminen und Mineralstoffen, etwa 30 Minuten vor Beginn der Inhalation, um die Sauerstoffausnutzung in den Geweben zu verbessern.
2. Sauerstoffinhalation von etwa vier Litern pro Minute über zwei Stunden.
3. Bewegungstraining auf dem Fahrradergometer etwa alle halbe Stunde für etwa zehn Minuten. Dadurch wird der Sauerstoffumsatz zusätzlich angeregt und eine gute Durchblutung gesichert.

(vgl. 3, S. 36f)

Um den Körper ausreichend mit Sauerstoff einzudecken, sollte eine bestimmte Anzahl von Sitzungen eingehalten werden. Bei der Standardtherapie sind das in der Regel 18 Tage. So wird ein stabiler und lang anhaltender Effekt garantiert, der - nach einer fachkundig durchgeführten Therapie - im allgemeinen ein knappes Jahr anhält. (vgl. 38, S. 95f)

Zur Durchführung benötigt man eine Nasensonde oder eine Atemmaske, über welche die Atemluft mit Sauerstoff angereichert wird. Der Sauerstoff wird aus Sauerstoffflaschen zugeführt oder durch spezielle Geräte aus der Luft gewonnen und konzentriert. Für die Sauerstoffflasche ist ein Druckminderer erforderlich. Außerdem benötigt man die entsprechenden Vitamine und Mineralstoffe, um die Sauerstoffaufnahme im Gewebe zu steigern und zum Abfangen von freien Radikalen, die durch den Sauerstoff entstehen können.

In den letzten Jahren sind verschiedene Formen der SMT entwickelt worden. Diese verschiedenen Varianten erlauben eine weitgehend individuelle Anpassung der SMT an den Patienten. (vgl. 3, S. 46)

IX. Spontanremission - verursacht durch ein starkes Immunsystem?

Unter einer Spontanremission versteht man, wenn ein Tumor sich teilweise oder ganz, vorübergehend oder dauerhaft zurückbildet, ohne dass eine Therapie erfolgt ist oder nach Maßnahmen, die normalerweise für eine gezielte Tumorbehandlung unangemessen sind. (vgl. 58, www-Dokument)

Da die Wissenschaft über die Spontanremission bei Krebskranken noch weitgehend im Unklaren liegt und es kaum Studien dazu gibt, ist es nicht möglich, speziell auf Brustkrebs einzugehen.

Eine Spontanremission tritt Schätzungen zufolge im Verhältnis

1 : 100 000 auf. Jedoch muss davon ausgegangen werden, dass diese Schätzungen äußerst ungenau sind. Erstens verzichtet wohl kaum ein Patient auf eine Chemotherapie, Bestrahlung oder Operation, weil sie als einzige Möglichkeit gelten, Krebs zu behandeln. Wenn auf eine Behandlung verzichtet wird, so ist der Krebs entweder schon zu weit fortgeschritten, der Patient ist zu alt oder eine Remission ist bereits vor der Behandlung eingetreten.

Über die Faktoren, die eine Spontanremission hervorrufen, gibt es derzeit nur Vermutungen. Eine besondere Rolle zur Krebsheilung spielt aber sicher die Immunabwehr. Hobohm findet es „ unbegreiflich “, wie Ärzte immer noch von „ unbekannten Mechanismen “ der Spontanremission reden , „ angesichts der Fülle an immunbiologischem Datenmaterial aus den letzten zehn Jahren. “ (Hobohm, 1998, S. 18f)

Hobohm berichtet über frühere Hypothesen über die Macht des Immunsystems bei der Krebsheilung und zitiert dabei Hellstrom und Hellstrom, die bereits 1976 vermuteten, dass die Immunreaktionen bei spontanen Tumorremissionen eine wichtige Rolle spielen. (vgl. 24, S. 18) Er führt auch Cole an, für den es offenkundig erscheint, „ dass eine Stimulation von Immunprozessen die meisten Remissionen erklären kann “. (Hobohm, 1998, S. 18)

Um den psychischen Hintergründen einer Spontanremission auf die Spur zu kommen, haben sowohl Hobohm als auch die Biochemikerin Hirsberg, die als Expertin auf dem Gebiet der Spontanheilungen gilt, Gemeinsamkeiten von Genesenen untersucht.

Hirsberg besitzt eine der größten Fallsammlungen von Spontanheilungen mit ca. 4000 Eintragungen. So berichtet sie von einem „kämpferischen Geist“, wobei kämpferisch nicht mit aggressiv gleichgesetzt werden dürfe, sondern mit Entschlossenheit und Lebenswillen. (vgl. 15, www-Dokument) Das Ziel war bei allen das gleiche: Wieder gesund werden.

Diese Ausführungen lassen den Schluss zu, dass die Fähigkeit zur Selbstheilung ein intaktes Immunsystem, eine stabile psychische Verfassung und ganz entscheidend: den Willen, wieder gesund zu werden, erfordert. Ob noch weitere Faktoren eine Rolle spielen, ist bisweilen noch ungeklärt. Vollkommen falsch wäre es daher, allein auf die Selbstheilungskräfte des Körpers zu vertrauen und auf die ärztlichen Therapien zu verzichten. (vgl. 15, www-Dokument ) „ Ein Rezept “ , so Hirshberg „ eine Anleitung für eine Spontanheilung gibt es leider nicht. “ (15, www-Dokument)

X. Zusammenfassung

Im Laufe dieser Arbeit wurde festgestellt, dass das Immunsystem bei der Bekämpfung von Brustkrebs eine wichtige Rolle spielt. Krebszellen, die durch die Therapien nicht vernichtet werden, können durch ein starkes Immunsystem zerstört werden, was die Heilungschancen deutlich verbessert. Weil durch die Erkrankung und die Therapien die Abwehr zusätzlich geschwächt wird, ist es wichtig, das Immunsystem zu stimulieren.

Um das Immunsystem und somit die Immunantwort von an Brustkrebs erkrankten Frauen zu stärken, wurden Maßnahmen aufgezeigt, die von entsprechend ausgebildeten Pädagogen durchgeführt werden können. Die Umsetzung dieser Maßnahmen ist meist mit einer Änderung des Lebensstils der betroffenen Frauen verbunden.

Eine Möglichkeit, die körpereigene Abwehr zu verbessern, ist die Umstellung der Ernährungsgewohnheiten. Wichtig für ein gut funktionierendes Immunsystem erwiesen sich die Vitamine A, C, und E sowie die Spurenelemente Selen und Zink. Zudem schützen sie als Antioxidantien - ausgenommen Zink - die Zellen vor freien Radikalen. Eine vollwertige, fettarme Ernährung stellte sich als äußerst bedeutsam in Bezug auf Brustkrebs heraus.

Die Untersuchung der Auswirkungen von Sport auf das Immunsystem zeigte, dass sich moderates Ausdauertraining positiv auf das Immunsystem auswirkt, Leistungssport hingegen die Abwehr schwächt. Bei Brustkrebspatientinnen sollte daher das Training nur ihrer individuellen Leistungsfähigkeit angepasst sein. Wichtig für eine immunsteigernde Wirkung ist außerdem, dass das Training regelmäßig durchgeführt wird und den Frauen Freude bereitet.

Brustkrebs geht oft einher mit Ängsten, Trauer und Depressionen, die man unter dem Oberbegriff „Stress“ zusammenfassen kann. Stress schwächt nachweislich das Immunsystem. Entspannung kann allerdings den Auswirkungen von Stress entgegenwirken und dient als effektive Methode zur Stressbewältigung. In Verbindung mit einer Visualisierung wird sie gezielt zur Immunstärkung und Krebsbekämpfung eingesetzt.

Die Ausführungen der Wirkung von Sauerstoff auf das Immunsystem ergaben, dass Sauerstoff die Immunantwort verbessert. Überdies lindert Sauerstoff die Nebenwirkungen der Therapien, was zu einer Verbesserung des subjektiven Wohlbefindens der erkrankten Frauen beitragen kann.

Die Spontanremission bei Krebskranken ist noch nicht genügend erforscht. Einiges deutet jedoch darauf hin, dass das Immunsystem eine wesentliche Rolle dabei spielt. Entscheidend ist aber auf jeden Fall ein fester Wille, wieder gesund zu werden.

Ausblickend lässt sich sagen, dass die Stärkung des Immunsystems von Brustkrebspatientinnen für die Krebstherapie von zunehmender Bedeutung ist. Neue Studien belegen stetig die ansteigende Signifikanz der körpereigenen Abwehrkräfte für die Krebsbekämpfung.

Die pädagogischen Maßnahmen zur Verbesserung der Immunantwort stellen eine sinnvoll Ergänzung zur schulmedizinischen Behandlung dar. Der Mensch und nicht seine Erkrankung steht dabei im Vordergrund. Ferner geben sie den betroffenen Frauen Hoffnung, weil sie ihnen ermöglichen, aktiv an ihrer Heilung mitzuwirken.

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XII. Erklärung

"Ich versichere, dass ich diese Diplomarbeit selbständig und nur unter Verwendung der angegebenen Quellen und Hilfsmittel angefertigt und die den benutzten Quellen wörtlich oder inhaltlich entnommenen Stellen als solche kenntlich gemacht habe. Die Arbeit hat in gleicher oder ähnlicher Form noch keiner anderen Prüfungsbehörde vorgelegen."

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Details

Titel
Pädagogische Maßnahmen zur Verbesserung der Immunantwort von an Brustkrebs erkrankten Frauen
Hochschule
Hochschule Fulda
Autor
Jahr
2001
Seiten
74
Katalognummer
V105927
Dateigröße
610 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Pädagogische, Maßnahmen, Verbesserung, Immunantwort, Brustkrebs, Frauen
Arbeit zitieren
Claudia Bittl-Bastianelli (Autor), 2001, Pädagogische Maßnahmen zur Verbesserung der Immunantwort von an Brustkrebs erkrankten Frauen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/105927

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