Die vorliegende Arbeit verfolgt die Absicht, die Veränderungen, die das Controlling durch die Digitalisierung erfährt, genauer zu untersuchen und daraus auf das künftige Controlling und den damit verbundenen, neuen Rollenbildern des Controllers zu schließen. Dabei soll dargelegt werden, inwiefern sich der Controller und seine Tätigkeiten entwickeln, welche neuen Anforderungen an ihn gestellt werden und welche Chancen er dabei für sich nutzen kann. Die Rollenverschiebung wird erläutert und der künftige Controller vorgestellt. Neben dem Controller selbst, werden die Veränderungen, die sich durch die Digitalisierung im Controlling widerspiegeln, durchleuchtet und gedeutet.
Die Digitalisierung ist derzeit ein intensiv diskutiertes Thema in der Wissenschaft und Praxis. Dabei meint die Digitalisierung nicht bloß das Umwandeln von Analogem ins Digitale, sondern beschreibt unter anderem auch die Marktveränderungen durch fortschreitende Technologie und den erforderlichen Wandel von Organisationsstrukturen aus betriebswirtschaftlicher Perspektive. Demnach hat die Digitalisierung neben den Veränderungen bezüglich Daten und Informationen auch weitgehende Umstrukturierungen von Unternehmen und Branchen zur Folge.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
1.1 Problemstellung und Ausgangssituation
1.2 Zielsetzung und wissenschaftliche Fragestellung
2 Grundlagen des Controllings
2.1 Begriffsdefinition und Funktion des Controllings
2.2 Berufsprofil des Controllers
2.2.1 Definition und Funktion des Controllers
2.2.2 Aufgaben und Vorgehensweise des Controllers
2.2.3 Anforderungen und Voraussetzungen des Controller-Berufs
3 Digitalisierung im Controlling
3.1 Grundlagen der Digitalisierung
3.2 Die Auswirkungen der Digitalisierung auf das Controlling
3.3 Digitale Technologien im Controlling
3.3.1 Erweiterung der Funktionen durch Business Intelligence und Business Analytics
3.3.2 Automatisierung durch Robotic Process Automation
3.3.3 Beschleunigung durch Cloud Computing
3.4 Veränderungen der Controlling Aufgaben
4 Auswirkungen der Digitalisierung auf den Controller-Beruf
4.1 Rollenbilder des Controllers im Wandel
4.1.1 Rollenbilder des Controllers bisher
4.1.2 Rollenbilder des Controllers in Zukunft
4.2 Neue Anforderungen und Kompetenzen des Controllers
4.3 Chancen und Herausforderungen des künftigen Controllers
4.4 Mensch versus Roboter
5 Fazit
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht fundiert, wie der digitale Wandel die Prozesse und Strukturen im Controlling sowie das Anforderungsprofil an Controller verändert. Im Fokus steht dabei die Forschungsfrage, wie das Controlling in Zukunft betrieben wird, ob der Controller seine Daseinsberechtigung behält und welche neuen Kompetenzen für eine erfolgreiche Ausübung des Berufs erforderlich sind.
- Grundlagen des Controllings und das Berufsbild des Controllers
- Einfluss der Digitalisierung und moderner Technologien wie BI, RPA und Cloud Computing
- Wandel der Rollenbilder des Controllers vom klassischen Zahlenmanager zum Business Partner
- Analyse von Chancen, Herausforderungen und notwendigen Kompetenzanpassungen im digitalen Umfeld
Auszug aus dem Buch
3.3.2 Automatisierung durch Robotic Process Automation
Im Zeitalter der Digitalisierung verbreiten sich Automatisierung und Roboter immer mehr und sind nun auch in administrativen Arbeitsfeldern vorzufinden, wo man an der Unersetzbarkeit des Menschen festhielt. Im Folgenden wird die Robotic Process Automation erläutert und ihre Auswirkungen auf das Controlling analysiert, um auf Chancen und Herausforderungen insbesondere auch für den Controller und die Veränderungen seiner Aufgaben zu schließen.
Robotic Process Automation (RPA) ist eine neue Methode zur Automatisierung von Prozessen. Eine allgemein gültige Definition für RPA ist heute noch nicht gegeben. Zum Teil werden Begriffe wie „Künstliche Intelligenz“ (KI) der RPA zugeordnet. Unter RPA sind aber keine Roboter mit künstlicher Intelligenz zu verstehen, die eigenständig entscheiden können. Vielmehr trifft die Vorstellung eines virtuellen Mitarbeiters zu, der vorstrukturierte, regelbasierte Schritte ähnlich wie ein Mitarbeiter durchführt, indem er die Oberflächenbedienung eines Programms beherrscht. Dabei nutzen diese Softwareroboter einen separaten Zugang zum IT-System und müssen sich die Software jeweils installieren. Die einzelnen Schritte werden ihnen durch einen Mitarbeiter anhand detaillierter Beschreibungen angeeignet. Der Vorteil hierbei ist, dass die Automatisierung im Rahmen der RPA im Vergleich zu anderen Prozessautomatisierungen über eine gemeinsame, bereits existierende Oberfläche erfolgt.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Relevanz der Digitalisierung für das Controlling ein und definiert die Zielsetzung sowie die wissenschaftliche Fragestellung der Arbeit.
2 Grundlagen des Controllings: Dieses Kapitel erläutert den Begriff und die Kernfunktionen des Controllings sowie das spezifische Berufsprofil und die Anforderungen an einen Controller.
3 Digitalisierung im Controlling: Hier werden die Grundlagen der digitalen Transformation und der Einsatz spezifischer Technologien wie Business Intelligence, RPA und Cloud Computing im Controlling untersucht.
4 Auswirkungen der Digitalisierung auf den Controller-Beruf: Dieses Kapitel analysiert den Wandel der Rollenbilder, stellt neue Kompetenzprofile vor und diskutiert die Chancen und Herausforderungen im Kontext von Mensch und Maschine.
5 Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und unterstreicht, dass die Digitalisierung eine Chance zur Aufgabenerweiterung und Professionalisierung für Controller darstellt.
Schlüsselwörter
Digitalisierung, Controlling, Controller, Business Partner, Robotic Process Automation, RPA, Business Intelligence, Big Data, Cloud Computing, Prozessautomatisierung, Datenanalyse, Kompetenzprofil, Digitale Transformation, Unternehmenssteuerung, Change Management.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit den tiefgreifenden Veränderungen im Controlling, die durch den digitalen Wandel und den Einsatz moderner Technologien ausgelöst werden.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Zentral sind der Einfluss von Technologien (BI, RPA, Cloud), der Wandel von Controller-Rollenbildern sowie die Anforderungen an neue Kompetenzen und die zukünftige Aufgabenverteilung zwischen Mensch und Maschine.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Ziel ist es zu untersuchen, wie sich Controlling durch die Digitalisierung entwickelt, welche neuen Rollen für Controller entstehen und wie diese ihre Daseinsberechtigung in einem automatisierten Umfeld sichern können.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse bestehender Controlling-Konzepte, Studien (wie der WHU-Delphi-Studie) und der theoretischen Herleitung von Rollen- und Kompetenzmodellen.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil behandelt die Grundlagen des Controllings, die Auswirkungen digitaler Technologien auf Controlling-Prozesse sowie die daraus resultierenden Verschiebungen im Anforderungsprofil und den Rollenbildern des Controllers.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Zu den zentralen Begriffen zählen unter anderem Digitalisierung, Controlling, Business Partner, Robotic Process Automation, Cloud Computing, Datenmanagement und Kompetenzentwicklung.
Inwieweit kann eine KI den Controller ersetzen?
Eine KI oder RPA kann repetitive und transaktionale Aufgaben übernehmen, jedoch sind komplexere, betriebswirtschaftliche Beratungsleistungen und menschliche Interaktionen, die Empathie und strategisches Urteilsvermögen erfordern, nicht automatisierbar.
Was genau ist ein "Digital Controller"?
Ein "Digital Controller" ist eine proaktive Rolle, die sich intensiv mit der digitalen Transformation auseinandersetzt und über zusätzliche Kenntnisse in den Bereichen Technik, Datenanalyse und Statistik verfügt.
- Arbeit zitieren
- Görkem Sert (Autor:in), 2021, Auswirkungen der Digitalisierung auf das Controlling und die Rolle des Controllers, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1059718