Sklaverei und negative Vorteile. Stammen die Vorurteile gegen Schwarze aus der islamischen Welt?

Die angeblichen Verfluchung Chams und die angelsächsische Tradition der Frühen Neuzeit


Hausarbeit (Hauptseminar), 2013

13 Seiten, Note: 1,0


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Einleitung

Die Grundlagen in der Bibel
Die Cham-Geschichte und das damit verbundene theologische Hauptproblem
Die Völkertafel

Die CG in der islamischen Welt des Mittelalters
Die CG nach Ibn Qutayba.
CG im Werk ,, al-Muqaddimah“ Ibn Khaldūns
Bedeutung der CG

Die CG im christlichen Europa
Die CG nach Azurara
Azurara – der Begründer einer europäischen CG-Tradition?
Die CG nach Thomas Newton
Die Folgen von Newtons Werk

Fazit

Bibliographie

Einleitung

Sklaverei wurde immer auch damit legitimiert, indem man den Völkern, die vorrangig versklavt wurden, sehr negative Eigenschaften nachsagte. Insbesondere William McKee Evans hat darauf hingewiesen1. Da Schwarze sowohl über ein Jahrtausend lang in der islamischen Welt als auch während der frühen Neuzeit in Europa und seinen überseeischen Kolonien die meisten bzw. alle Sklaven stellten, überrascht es daher nicht, dass sie in beiden Kulturen mit den negativsten Eigenschaften beschrieben wurden, die sich zudem auch noch sehr stark ähnelten. So findet man z.B. in beiden Kulturen eine sehr sexualisierte Darstellung der Schwarzen, die demnach u.a. überlange Penisse haben2. Bei derartigen eindeutigen Übereinstimmungen stellt sich natürlich die Frage, inwiefern die europäischen Einstellungen zu Schwarzen direkt aus der islamischen Welt stammen oder sich unabhängig davon erneut entwickelt haben, wobei vorislamische Kulturen noch zu berücksichtigen wären3. Diese Frage soll hier anhand der Geschichte der durch Chams Sünde verursachten Verfluchung Kena’ans durch Noach untersucht werden, die in beiden Kulturen eine große Rolle bei der Legitimierung der Versklavung vorrangig schwarzer Menschen spielte, wobei dies bei der letzteren vorrangig im angelsächsischen Raum der Fall war.

Diese behandelte Geschichte soll im Folgenden verkürzt „Cham-Geschichte (CG)“ genannt werden, da, wie wir noch sehen werden, Kena’an in beiden Kulturen ziemlich schnell aus der Interpretierung dieser Geschichte verschwand. Biblische Namen werden in dieser Arbeit nach der Vorgabe des Online-Wörterbuchs Milonaccess aus dem hebräischen Original transkribiert4.

Insbesondere Gernot Rotter hat bezüglich der Verwendung der CG in der islamischen Welt des Mittelalters eine Vorreiterrolle in der Forschung eingenommen, wobei er behauptete, dass die CG den Muslimen die wichtigste Erklärung für die Entstehung der unterschiedlichen und insbesondere der schwarzen Rasse sowie auch als Legitimation zur Versklavung der Selbigen gewesen wäre.5 Bernhard Lewis relativierte Rotters These, indem er andere Theorien aufführte, die den Muslimen ebenfalls als Legitimierung der Sklaverei schwarzer Menschen gedient hätten6. Reuven Firestone7 wiederum behauptete, dass es sich bei der muslimischen Version der CG lediglich um einen Überlieferungsfehler gehandelt hätte und es gar nicht mehr notwendig gewesen wäre, die Versklavung schwarzer Menschen zu legitimieren, da die Sklaverei im Islam allgemein anerkannt wäre. Wir werden uns damit noch näher beschäftigen.

Was die Behandlung der CG in der frühen Neuzeit angeht, ist insbesondere das hervorragende Werk David M. Whitfords zu erwähnen8, in dem sich dieser sehr ausführlich mit diesem Phänomen beschäftigt hat. Benjamin Braude hat sich insbesondere der Entwicklung der auf Schwarze bezogenen Interpretation der CG im Europa der frühen Neuzeit gewidmet9.

Der bereits erwähnte McKee Evans hingegen hat sich mit der CG in beiden Kulturen und darüber hinaus auch innerhalb der jüdischen Kultur auseinandergesetzt, was in etwa auch das Ziel dieser Arbeit sein soll, wobei sich hier ausschließlich auf den mittelalterlichen islamischen und frühneuzeitlichen europäischen Raum beschränkt wird.

Der Vollständigkeit halber sei noch erwähnt, dass Stephen R. Haynes sich mit der CG in den Südstaaten der USA vorrangig vor dem Bürgerkrieg beschäftigt hat, in denen die CG als wichtigstes Argument zur Aufrechterhaltung der Sklaverei diente10.

Im Laufe der Arbeit soll zunächst der Inhalt der CG aus dem Hebräischen übersetzt wiedergegeben und grundlegende theologische Fragestellungen, auch in Verbindung mit der nach der CG folgenden Völkertafel, erörtert werden. Da, um wirklich bewerten zu können, wie sich die islamische CG-Tradition auf die spätere angelsächsische ausgewirkt habe, es erst mal nötig ist, die allgemeine Bedeutung der CG in der islamischen Welt zu kennen, soll anschließend die Rolle der CG in der islamischen Welt des Mittelalters durch die Interpretation und Wiedergabe der CG bei Ibn Qutayba sowie die anschließende Einschätzung der CG durch Ibn Khaldūn untersucht werden. Danach folgen ein Überblick über die Rolle der CG in der islamischen Kultur sowie ein kurzer Vergleich mit der späteren angelsächsischen CG-Tradition. Anschließend folgt mit der Interpretation der CG durch Gomes Eannes de Azurara und Thomas Newton die Darstellung zweier christlicher Schriftsteller, denen gemeinsam ist, dass sie Gedanken aus der eben behandelten islamischen Kultur übernommen haben. Die Auswirkungen dieser Gedanken auf die nach ihnen folgende Behandlung der CG in Europa sollen dann jeweils getrennt untersucht werden.

Die Grundlagen in der Bibel

Die Cham-Geschichte und das damit verbundene theologische Hauptproblem

Die Cham-Geschichte lautet folgendermaßen:,,Und Noach begann, ein Bauer (Mann des Ackerbodens) zu sein, und er pflanzte einen Weinberg. Und er trank vom Wein und er wurde betrunken und er war nackig in der Mitte seines Zeltes. Und Cham, der Vater Kena‘ans, sah die Blöße seines Vaters und er erzählte es seinen beiden Brüdern draußen. Und Schem und Jafet nahmen den Mantel und legten ihn über ihre Schultern und sie gingen rückwärts und die Blöße ihres Vaters sahen sie nicht. Und Noach erwachte von seinem Rausch (seinem Wein) und er wusste, was ihm sein jüngster Sohn angetan hatte. Und er sagte: ,Verflucht sei Kena‘an, der Niedrigste aller Sklaven (ein Sklave der Sklaven)11 soll er seinen Brüdern sein‘. Und er sagte: ,Gesegnet sei der Herr, der Gott Schems, und Kena‘an soll sein Sklave sein. Gott soll Jafet ausbreiten und Jafet soll in den Zelten Schems lagern und Kena‘an soll sein Sklave sein. ‘12 “ Diese Geschichte enthält eine Reihe theologischer Probleme, von denen dieser Arbeit das Folgende am wichtigsten ist: Warum verflucht Noach ausschließlich Kena‘an für ein Vergehen, das Cham begangen hat? Wäre es nicht sinnvoller gewesen, wenn er Cham verflucht hätte? Und wenn er Cham mit der Verfluchung seiner Nachkommenschaft bestrafen will, warum bestraft er dann nur Kena‘an so ausdrücklich? Aus dem Text geht schließlich eindeutig hervor, dass Kena‘an auch seinen Brüdern, sprich den anderen Söhnen Chams, dienen soll, was nun augenscheinlich überhaupt keinen Sinn ergibt. Dies ist eine Problematik, die auch von einigen modernen Theologen wie Von Rad und Ruppert nicht erkannt wurde, die eine Gleichsetzung Chams und Kena‘ans favorisierten13, wie zahlreiche Interpreten der Ham-Geschichte vor ihnen. Eine Missinterpretation, die die Legitimation der Versklavung von Schwarzen durch die CG überhaupt erst möglich machte.14

Die Völkertafel

Auch die Völkertafel hat in der Tradition, die Nachkommen Chams mit den Schwarzen gleichzusetzen, natürlich eine wichtige Rolle gespielt. Dabei spielen rassische Kriterien in der Völkertafel offensichtlich überhaupt keine Rolle: Kusch, der Stammvater der Kuschiten, die offensichtlich als schwarz galten15, war z.B. der Vater Nimrods und damit auch der Babylonier, die wohl mit Sicherheit nicht als Schwarz galten. Allerdings sind die wesentlichen Völker Afrikas, die in der Völkertafel auftauchen, ausnahmslos Nachkommen Chams. Immerhin drei seiner vier Söhne lassen sich ziemlich eindeutig Afrika zuordnen, auch wenn das, wie eben erwähnt, auf Chams Enkel nicht unbedingt zutrifft. Mizraim ist zweifellos als Stammvater der Ägypter zu sehen, allein schon, weil der Name in semitischen Sprachen allgemein für Ägypten steht, während Kusch eindeutig dem heutigen Nubien zugeordnet werden kann. Put hingegen war mit hoher Wahrscheinlichkeit Libyen zugeordnet16. Einzig Kena‘an wird der gleichnamigen Region, dem heutigen Nahen Osten, einer eindeutig nichtafrikanischen, zugeordnet. Weder Jafet noch Schem haben hingegen Söhne, die sich eindeutig mit Afrika in Verbindung bringen ließen. Aus diesem Grund verband wohl schon Isidor von Sevilla in seiner berühmten Weltkarte die Nachkommen Chams mit Afrika17.

Aufgrund der auf dem ersten Blick engen Beziehung der Nachkommen Chams zu Afrika und der bis heute andauernden Verschmelzung Chams und Kena‘ans in der theologischen Auslegung überrascht es nicht, dass der Fluch Noachs schon sehr schnell auf die Afrikaner allgemein bezogen wurde.

Die CG in der islamischen Welt des Mittelalters

Die CG nach Ibn Qutayba

Ibn Qutayba war ein arabischer Gelehrter, der 884 oder 889 starb und sich u.a. sehr stark mit dem Alten Testament befasste18. Er ist für den Gegenstand dieser Arbeit von Bedeutung, weil er der erste arabische Autor ist, der den Fluch Noachs nicht nur mit Sklaverei, sondern auch mit der schwarzen Hautfarbe in Verbindung brachte19.

Zunächst einmal hat der Autor wieder einmal den bereits erwähnten Fehler gemacht und die Stelle ,,Verflucht sei Kena’an“ usw. mit ,,Verflucht sei der Vater Kena’ans20 “ übersetzt. Auf die Folgen dieses Übersetzungsfehlers wurde bereits hingewiesen und er tauchte bereits während der arabischen Expansion auf, als die Iraner, Ägypter und Perser in großer Zahl versklavt wurden und ebenfalls als Söhne Chams galten21. Allerdings stand der Fluch damals noch nicht in Verbindung mit der schwarzen Hautfarbe. Entscheidend ist daher der zweite Teil des Textauszugs. Dort heißt es u.a.: ,, Hām the son of Noah was a white man, with a handsome face and a fine figure, and Almighty God changed his color and the color of his descendants in response to his father’s curse. […] They are the blacks.“ Des Weiteren werden die Inder als Nachfahren Puts und die verschiedenen afrikanischen Völker als die Nachfahren Kuschs und Kena’ans beschrieben.22 Obwohl zu diesen afrikanischen Völkern auch Kopten und Berber, zwei eindeutig weiße Völker, gerechnet werden, scheint Qutayba offensichtlich auch bei ihnen von einer schwarzen Hautfarbe ausgegangen zu sein, was aber seiner Unwissenheit geschuldet sein mag. Auf jeden Fall haben wir hier erstmals in der islamischen Geschichte eine Gleichsetzung von schwarzer Hautfarbe und Sklaverei, die mit der CG legitimiert wird.

CG im Werk,,al-Muqaddimah“ Ibn Khaldūns

Ibn Khaldūn war ein arabischer Gelehrter und Beamter, der von 1332 bis 1406 lebte. Eines seiner berühmtesten Werke ist al-Muqaddimah, das verbreitet mit Werken der europäischen Aufklärung verglichen wird. In diesem Werk grenzte er sich von der traditionellen arabischen Geschichtsschreibung ab und versuchte, die historischen Ereignisse mit rationalen Mitteln zu begründen. Untersucht werden soll hier ein Abschnitt dieses Werkes, in dem sich Ibn Khaldūn zur CG äußert.23 In diesem Abschnitt wird der Einfluss der von ihm beschriebenen Klimazonen auf die Lebensweisen der Menschen und auch die Erscheinungsformen von Tieren und Früchten beschrieben. Ibn Khaldūn geht hierbei davon aus, dass im Süden das Klima sehr heiß und im Norden sehr kalt, in der Mitte hingegen gemäßigt sei. Das allgemeine Grundschema seiner Theorie ist, dass die Menschen in der gemäßigten Zone die zivilisiertesten seien, über Wissenschaft und Religion usw. verfügen, während die Menschen in den extremeren Regionen dementsprechend primitiver seien. Die Menschen in den südlichen Klimazonen seien demnach durch das dort vorherrschende heiße Klima gebräunt, weshalb ihre schwarze Hautfarbe klimabedingt sei.

Ibn Khaldūn steht somit offenbar in der Tradition der bereits von zahlreichen arabischen Autoren vor ihm rezipierten Sieben-Welten-Theorie Hippokrates‘24.

Anhand der Äußerungen Ibn Khaldūns zur CG kann man entnehmen, in welcher Form die selbige zu Ibn Khaldūns Lebzeiten noch verbreitet war.

Ibn Khaldūn äußert sich zunächst wie folgt: ,,Genealogists who had no knowledge of the true nature of things imagined that Negroes are the children of Ham, the son of Noah, and that they were singled out to be black as the result of Noah’s curse, which produced Ham’s color and the slavery God inflicted upon his descendants. It is mentioned in the Torah that Noah cursed his sun Ham. No reference is made there to blackness. The curse included no more than that Ham’s descendants should be the slaves of his brother’s descendants. To attribute the blackness of the Negroes to Ham, reveals disregard of the true nature of heat and cold and of the influence they exercise upon the air (climate) and upon the creatures that come into being in it.”

Ibn Khaldūn wiederholt hier zunächst einmal die Version der Ham-Geschichte, die wir bereits von Ibn Qutayba kennen, was noch einmal beweist, wie verbreitet diese Version über Jahrhunderte hinweg in der arabischen Welt war. Ibn Qutaybas Gedanken, wonach Noach Cham auch mit der schwarzen Hautbarbe verflucht habe, weist Ibn Khaldūn zurück. Er zweifelt aber den Übersetzungsfehler, wonach Noach alle Nachkommen Chams versklavt habe, nicht im Entferntesten an, woraus wir sehen können, wie weit verbreitet und akzeptiert diese Version der CG zu Ibn Khaldūns Lebzeiten war. Immerhin hätte Ibn Khaldūn mit einer Berichtigung dieses Übersetzungsfehlers die Argumentation der ,,Genealogen“, wie Ibn Khaldūn die Anhänger der CG offenbar nennt, noch weiter ad absurdum führen können, was er sicherlich auch getan hätte, wäre ihm die richtige Version bekannt gewesen. Dieser Übersetzungsfehler war also offenbar über Jahrhunderte hinweg in der islamischen Welt weit verbreitet und akzeptiert, was auch von Rotter bestätigt wurde25.

Bedeutung der CG

Sklaverei wurde in der islamischen Welt schon immer als selbstverständlich angesehen und im Gegensatz zum Abendland nie mit theologischen Argumenten angezweifelt. Allerdings schränkt das islamische Gesetz die Möglichkeiten der Versklavung von Menschen ein und zwar durch zwei Gebote: Es gilt als Wünschenswert, wenn Sklaven nach ein paar Jahren wieder freigelassen werden und es ist verboten, Muslime und Dhimmis, also Angehörige meist monotheistischer, nichtislamischer Religionen, die sich dem Islam unterworfen haben, zu versklaven. Dies ist ein Punkt, den Firestone offenbar zu erwähnen versäumte, was seine gesamte These äußerst fragwürdig erscheinen lässt26.

Im Zuge der islamischen Expansion im frühen Mittelalter wurde ein großer Teil der damals bekannten Welt islamisiert, d.h. die Bewohner der jeweiligen Gebiete wurden entweder Muslime oder hatten den Status eines Dhimmi. Da Sklaven nach einer gewissen Zeit freigelassen werden sollten, was in der Regel auch geschah, konnten sich, anders als später in den Kolonien der europäischen Kolonialmächte, keine Sklavenpopulationen bilden27. D.h. wiederum, dass permanent Sklaven von Außerhalb dieser Gebiete herangeschafft werden mussten, um den Bedarf an den Selbigen zu befriedigen. Als mögliche Herkunftsgebiete von Sklaven blieben allerdings nur Europa und Afrika. Im abendländischen Europa bildeten sich jedoch im Laufe des Mittelalters zunehmend staatliche Strukturen aus, was den Import von Sklaven aus diesem Gebiet zunehmend schwieriger machte. Daher wurde Afrika zunehmend ein immer wichtiger werdendes Herkunftsgebiet von Sklaven in der islamischen Welt.

[...]


1 McKee Evans: s. Bibliographie.

2 Dies behaupteten u.a. Murūǧ Masʿūdī (Rotter 156) und Charles White (Whitford 122).

3 Auch Griechen und Römer behaupteten, Schwarze hätten überlange Penisse (Whitford 123).

4 Ein allgemein verbindliches Transkribierungssystem für das Hebräische existiert leider nicht.

5 Rotter 141-155.

6 Lewis 55 u. 123-125.

7 Firestone 63-65.

8 Whitford: s. Bibliographie.

9 Braude: s. Bibliographie.

10 Haynes: s. Bibliographie.

11 Das hier verwendete Wort עבד (‘ewed) muss nicht unbedingt für menschliches Eigentum, sprich Sklaven, stehen. Auch eine Übersetzung mit ,,Knecht“ oder ,,Diener“ ist je nach Kontext möglich. Lewis bevorzugt sogar diese Option (55, 123), laut Gesenius (556) hingegen ist auch eine Übersetzung mit ,,Sklave“ denkbar, was im Kontext dieser Geschichte auch am meisten Sinn macht. Möglicherweise hat Lewis auch einfach eine sehr weit verbreitete englische Übersetzung verwendet, in der es tatsächlich ,,servant of servants“ heißt.

12 Genesis, 9 20-25. Übersetzung aus dem hebräischen Original, nähere Angaben: s. Bibliographie.

13 Von Rad 102-03, Ruppert 428, 433. U.a. Firestone hat hingegen auf diese Problematik hingewiesen. Vgl. Firestone 53.

14 Offensichtlich hatte der Verfasser der HG ein komplett anderes Rechtsverständnis, als die meisten Interpreten der selbigen nach ihm. Um die HG richtig interpretieren zu können, ist es daher unbedingt erforderlich, das Rechtsverständnis der Juden zu Lebzeiten des Autors der HG zu kennen. Offensichtlich ist dieses Verständnis bis heute nicht vorhanden und die meisten Theologen ziehen es vor, den Inhalt der HG zu verfälschen, anstatt zu akzeptieren, dass sie sich mit dem uns zu Verfügung stehenden Wissen nicht hinreichend interpretieren lässt.

15 S. u.a. Jer. 13, 23.

16 Ruppert 462.

17 Sollors 84.

18 Karoui 10.

19 Lewis 124.

20,,Malʿūn abū Kanʿān ʿabd ʿabīd ykūn lʿaḫūyeh“, vgl. Karoui 208.

21 McKee Evans 32-33.

22 Firestone 58, Lewis 124.

23 Khaldūn 167-73.

24 Altmeier 226-32.

25 Rotter 145-46.

26 Vgl. die Einleitung dieser Arbeit: „Reuven Firestone wiederum behauptete, dass es sich bei der muslimischen Version der CG lediglich um einen Überlieferungsfehler gehandelt hätte und es gar nicht mehr notwendig gewesen wäre, die Versklavung schwarzer Menschen zu legitimieren, da die Sklaverei im Islam allgemein anerkannt wäre“.

27 Pistor-Hatam 128-29.

Ende der Leseprobe aus 13 Seiten

Details

Titel
Sklaverei und negative Vorteile. Stammen die Vorurteile gegen Schwarze aus der islamischen Welt?
Untertitel
Die angeblichen Verfluchung Chams und die angelsächsische Tradition der Frühen Neuzeit
Hochschule
Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg
Note
1,0
Autor
Jahr
2013
Seiten
13
Katalognummer
V1059951
ISBN (eBook)
9783346475398
ISBN (Buch)
9783346475404
Sprache
Deutsch
Schlagworte
sklaverei, vorteile, stammen, vorurteile, schwarze, welt, verfluchung, chams, tradition, neuzeit
Arbeit zitieren
Karl Hollerung (Autor:in), 2013, Sklaverei und negative Vorteile. Stammen die Vorurteile gegen Schwarze aus der islamischen Welt?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1059951

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