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Russische Bürger in Israel. Das israelische Rückkehrgesetz und die Einwanderung von Nichtjuden

Titel: Russische Bürger in Israel. Das israelische Rückkehrgesetz und die Einwanderung von Nichtjuden

Hausarbeit , 2015 , 15 Seiten , Note: 2,7

Autor:in: Karl Hollerung (Autor:in)

Kulturwissenschaften - Naher Osten
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In der vorliegenden Arbeit soll es um in Israel lebende Russen gehen, die aufgrund des Rückkehrgesetzes nach Israel eingewandert sind, obwohl sie im halachischen Sinne keine Juden sind. Beleuchtet wird anhand eines Quellentextes und einer Sekundärquelle der Einfluss dieser Menschen auf die israelische Gesellschaft.

Anschließend soll dieser Text historisch eingeordnet werden. Dazu wird zunächst einmal erläutert, wie und warum das israelische Rückkehrgesetz die Einwanderung von Nichtjuden ermöglicht. Anschließend folgt ein Abschnitt über die Rolle der nichtjüdischen Russen in Israel, wo anhand des Textes auf die Probleme eingegangen werden soll, welche darin deutlich werden. Zum Schluss folgt noch ein Fazit, in welchem auf die aktuelle Situation der nichtjüdischen Russen in Israel eingegangen werden soll.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

„Wir wollen eine russische Autonomie in Israel“

Das Rückkehrrecht

Die nichtjüdischen Russen in der israelischen Gesellschaft

Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Lebenssituation und die Rolle von nichtjüdischen Einwanderern aus der ehemaligen Sowjetunion in der israelischen Gesellschaft, wobei ein besonderer Fokus auf dem daraus resultierenden Identitätskonflikt und der gesellschaftlichen Wahrnehmung liegt.

  • Analyse der Rolle nichtjüdischer Russen anhand eines exemplarischen Interviews
  • Historische und rechtliche Einordnung des israelischen Rückkehrgesetzes
  • Untersuchung der sozio-kulturellen Integration und Ghettoisierungstendenzen
  • Diskussion über Identitätskonflikte und den Stellenwert russischer kultureller Identität in Israel

Auszug aus dem Buch

„Wir wollen eine russische Autonomie in Israel“

Eine Gruppe nichtjüdischer Olim fordert die Einrichtung eines russischen Kulturzentrums, „zwar ist unser Zuhause jetzt in Israel, aber tatsächlich befinde ich mich im Exil. Ich fühle mich hier wie im Exil, weil ich überhaupt kein Jude bin, wir zuhause kein einziges Mal über Juden und über jüdische Kultur sprachen. Ich bin Russe, bin christlich getauft worden und meine Heimat ist Russland“, sagt Alexei Kurovov, 44 Jahre alt. Kurovov hat vor drei Jahren Alliah ins Land gemacht – gemäß dem Enkel-Artikel, welcher im Rückkehrgesetz enthalten ist, der Großvater mütterlicherseits war Jude, mit seiner nichtjüdischen Ehefrau und seinem Sohn. Er hat keine Verwandten im Lande. Diese Realität entspricht nicht dem Geschmack Alexei Kurovovs. Er sei sehr belästigt worden. Ironischerweise sei er wie ein beispielsweise in Russland lebender Jude. Dieses Gefühl hätte ihn vor Jahren dazu gebracht, die „Organisation des slawischen Bundes“ zu gründen – wenn ihr so wollt, die „Jewish Agency“ in russischer Version. „Ich will, dass Russland sich um seine Exilbürger in Israel sorge, so wie Israel sich um die Juden sorgt, die überall auf der Welt leben“, legt Kurovov seine Lehre dar. „Ich will, dass Russland den Russen helfe, in Israel eine Autonomie einzurichten, damit wir unsere Kultur bewahren können.“

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Die Einleitung führt in die Problematik ein, dass zahlreiche Einwanderer aus der ehemaligen Sowjetunion nach dem Rückkehrgesetz als Israelis gelten, obwohl sie im halachischen Sinne keine Juden sind.

„Wir wollen eine russische Autonomie in Israel“: Dieses Kapitel thematisiert die Forderungen von nichtjüdischen Einwanderern, ihre kulturelle Identität durch eigene Zentren zu bewahren, illustriert am Beispiel von Alexei Kurovov.

Das Rückkehrrecht: Hier werden die rechtlichen Rahmenbedingungen des israelischen Rückkehrgesetzes von 1950 und dessen Ergänzung von 1970 erläutert, die auch die Einwanderung von Nichtjuden ermöglichen.

Die nichtjüdischen Russen in der israelischen Gesellschaft: Das Kapitel beleuchtet die soziologischen Aspekte der Integration, wie das Entstehen einer russisch geprägten Infrastruktur und die Spannungsfelder zwischen Assimilation und dem Wunsch nach Erhalt der russischen Kultur.

Fazit: Das Fazit fasst die aktuelle Situation der nichtjüdischen Einwanderer zusammen und weist darauf hin, dass trotz gewisser Fortschritte bei der rechtlichen Anerkennung Identitätskonflikte weiterhin bestehen bleiben.

Schlüsselwörter

Russische Einwanderer, Israel, Rückkehrgesetz, nichtjüdische Russen, Integration, Identitätskonflikt, Olim, slawischer Bund, Kulturzentrum, Halacha, Gesellschaft, Antisemitismus, nationale Minderheit, Autonomie, Einwanderung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit der spezifischen Gruppe der in Israel lebenden Menschen aus der ehemaligen Sowjetunion, die zwar aufgrund des Rückkehrgesetzes einwandern durften, jedoch nach jüdischer Religionsauslegung keine Juden sind.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die Schwerpunkte liegen auf der rechtlichen Situation, der gesellschaftlichen Integration, den damit verbundenen Identitätskonflikten sowie den Forderungen nach kultureller Autonomie innerhalb des Staates Israel.

Welches Ziel verfolgt der Autor mit dieser Forschungsarbeit?

Das primäre Ziel ist es, einen Überblick über die Lebensrealität nichtjüdischer Russen in Israel zu geben und aufzuzeigen, wie diese ihre kulturelle Identität in einem dezidiert jüdisch geprägten Staat verhandeln.

Welche wissenschaftliche Methodik wurde angewandt?

Aufgrund der geringen wissenschaftlichen Auseinandersetzung mit dem Thema stützt sich die Arbeit primär auf eine Analyse von Internetquellen, Zeitungsartikeln sowie einem exemplarischen Interview mit einem russischen Aktivisten.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine Analyse der rechtlichen Grundlage (Rückkehrgesetz), eine Diskussion soziologischer Prozesse der Ghettoisierung und Integration sowie eine detaillierte Auseinandersetzung mit Identitätskrisen von Migranten.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Zu den prägenden Begriffen zählen Rückkehrgesetz, nichtjüdische Russen, kulturelle Identität, Integration, Ghettoisierung, Assimilationsdruck und Minderheitenrechte.

Warum spielt das „Rückkehrgesetz“ eine solch zentrale Rolle in der Argumentation?

Das Gesetz ist das juristische Fundament, das die Einwanderung von Personen ermöglicht, deren jüdische Identität halachisch umstritten ist, was den Kern des in der Arbeit beschriebenen Identitätskonflikts bildet.

Wie steht die Figur Alexei Kurovov stellvertretend für die Problematik?

Kurovov dient als Fallbeispiel für den Widerstand gegen den Assimilationsdruck und den Wunsch, eine politische und kulturelle Autonomie innerhalb der israelischen Gesellschaft zu etablieren.

Ende der Leseprobe aus 15 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Russische Bürger in Israel. Das israelische Rückkehrgesetz und die Einwanderung von Nichtjuden
Hochschule
Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg
Note
2,7
Autor
Karl Hollerung (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2015
Seiten
15
Katalognummer
V1059962
ISBN (eBook)
9783346475855
ISBN (Buch)
9783346475862
Sprache
Deutsch
Schlagworte
russische bürger israel rückkehrgesetz einwanderung nichtjuden
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Karl Hollerung (Autor:in), 2015, Russische Bürger in Israel. Das israelische Rückkehrgesetz und die Einwanderung von Nichtjuden, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1059962
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Leseprobe aus  15  Seiten
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