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Kreatives Schreiben. Diskrepanz zwischen Individualität und Normierung

Title: Kreatives Schreiben. Diskrepanz zwischen Individualität und Normierung

Academic Paper , 2017 , 28 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Daniel Gottschalk (Author)

Didactics for the subject German - Miscellaneous
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Die vorliegende Arbeit befasst sich mit der Frage, warum kreative Textproduktionen in der Primarstufe kaum Berücksichtigung hinsichtlich der Notengebung finden und wie sie beurteilt werden können. Dazu werden verschiedene Bewertungsverfahren betrachtet. Zudem wird der Versuch unternommen, weitere Gründe zu eruieren, die dafür verantwortlich sein könnten, warum traditionelle Aufsatzthemen gegenüber kreativen Textproduktionen in der Benotung den Vorzug erhalten.

Gegliedert ist die Hausarbeit in zwei größere thematische Abschnitte.
Der erste Teil befasst sich mit Begriffsbestimmungen und verschiedenen Konzeptionen zum kreativen Schreiben. Im Anschluss daran wird aufgezeigt, wie entstandene Texte betrachtet werden können, sowie drei Bewertungsverfahren vorgestellt.
Durch zwei qualitative Interviews mit Lehrpersonen aus dem Primarbereich wird darauf aufbauend versucht, im zweiten Teil einen Praxisbezug herzustellen. Ziel soll es sein, die gemachten Aussagen immer wieder mit der im ersten Teil genutzten Literatur in Beziehung zu setzen und Feststellungen zu beschreiben.
Abschließend werden die gewonnenen Erkenntnisse zusammengefasst und ein Fazit formuliert.

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Inhaltsverzeichnis

1 EINLEITUNG

2 KREATIVES SCHREIBEN

2.1 BEGRIFFSBESTIMMUNG

2.2 DREI PRINZIPIEN

2.3 METHODEN

2.4 ZUSAMMENFASSUNG

3 DIAGNOSE SCHULISCHER LEISTUNG

3.1 BEWERTEN – BEURTEILEN – BENOTEN

3.2 LEISTUNGSMESSUNG

3.3 GEEIGNETE BEWERTUNGSVERFAHREN

3.4 ZUSAMMENFASSUNG

4 AUFBAU DER UNTERSUCHUNG

4.1 METHODIK DER DATENERHEBUNG

4.2 AUFBEREITUNG DES MATERIALS

4.3 AUSWERTUNGSMETHODIK

4.4 INTERVIEWPERSONEN

4.5 DATENANALYSE UND DATENINTERPRETATION

5 FAZIT

6 AUSBLICK

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Diskrepanz zwischen kreativem Schreiben und schulischer Leistungsbewertung in der Primarstufe, mit dem Ziel, Gründe für die seltene Benotung kreativer Texte zu identifizieren und mögliche Beurteilungsformen zu erörtern.

  • Grundlagen und Konzeptionen des kreativen Schreibens
  • Differenzierung von Bewertungsverfahren im schulischen Kontext
  • Qualitative Analyse der Lehrpraxis durch Leitfadeninterviews
  • Herausforderungen bei der Notengebung und Normierung
  • Bedeutung der Prozessorientierung im Schreibunterricht

Auszug aus dem Buch

2.1 Begriffsbestimmung

Im Zuge der Technologisierung der 1970er Jahre verstand man unter Kreativität ein divergentes Denken, dass ein Ausbrechen aus gewohnten Strukturen und Mustern ermöglichte. Dieser Prozess sollte neue und vor allem überraschende Problemlösungen erzeugen und wurde zum Indikator des wirtschaftlichen Fortschritts. Innovative Entwicklungstendenzen dieser Zeit wirkten sich ebenso auf sprachliches Handeln in der Schule aus. Hervorzuheben ist in diesem Zusammenhang FRITZ WINTERLING, der Kreativität auf den Deutschunterricht adaptierte und im Jahr 1971 explizite Ziele für einen kreativen Deutschunterricht formulierte. Seiner Ansicht nach sollten vorhandene Normsysteme sukzessiv durchbrochen werden, um dem Schreiber eine eigenständige Produktivität zu ermöglichen. Ein neuer schöpferischer Gestaltungsraum sollte ohne Bindung an Vorgaben den spielerischen Umgang mit Sprache fördern. Dieser Perspektivwechsel erlaubt es, Geschriebenes in seinen Strukturen und sprachlichen Äußerungen zu erkunden. Kreativität findet sich hier weniger in dem neu entstandenen Textprodukt, vielmehr in der Umwandlung des Textes in ein für den Schreiber neues Normsystem.

Während bei WINTERLING das Ausbrechen aus Konventionen im Mittelpunkt stand, erweiterte KASPAR SPINNER in den 1980er Jahren den Kreativitätsbegriff um eine weitere Komponente. Er sieht in ihm den Selbstausdruck des Schreibers, das Entwerfen einer neuen, subjektiven Wirklichkeit durch das Ausbrechen aus der eigenen inneren Welt. Schreiben beruht seiner Ansicht nach auf personalen Dispositionen, die zum Zwecke einer Selbsterfahrung und Selbstfindung zum Ausdruck kommen. Für SPINNER ist „(d)ie wichtigste Leistung des kreativen Schreibens [...], dass es mehr als andere Zugänge zum Schreiben die ganze Person erfasst.“ Diese ganzheitliche Auffassung verbindet kognitive, emotionale und imaginative Prozesse gleichermaßen. Nicht nur der Weg zu einem schriftlichen Produkt wird durch den Einbezug der Kreativität begünstigt, sondern auch das Produkt selbst.

Zusammenfassung der Kapitel

1 EINLEITUNG: Die Einleitung beleuchtet die Rolle des Schreibens im Unterricht und formuliert die zentrale Fragestellung, warum kreative Textproduktionen in der Primarstufe kaum benotet werden.

2 KREATIVES SCHREIBEN: Dieses Kapitel definiert den Begriff des kreativen Schreibens, erläutert die drei Prinzipien nach Spinner und stellt methodische Ansätze für den Unterricht vor.

3 DIAGNOSE SCHULISCHER LEISTUNG: Hier werden die Begriffe Bewerten, Beurteilen und Benoten differenziert sowie verschiedene Konzepte zur Bewertung kreativer Schreibprodukte in der Grundschule analysiert.

4 AUFBAU DER UNTERSUCHUNG: Dieses Kapitel erläutert die methodische Vorgehensweise, basierend auf Leitfadeninterviews mit Lehrpersonen, um Einblicke in die schulische Praxis zu gewinnen.

5 FAZIT: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und stellt fest, dass eine Diskrepanz zwischen Individualität und Normierung die Benotung kreativer Texte erschwert.

6 AUSBLICK: Der Ausblick schlägt das Konzept des 'Schreibprozess-Portfolios' als Alternative für eine gerechte Leistungsbeurteilung vor.

Schlüsselwörter

Kreatives Schreiben, Primarstufe, Leistungsbewertung, Benotung, Schreibprozess, Schreibkompetenz, Deutschunterricht, Schulpraxis, Leitfadeninterview, Individualität, Normierung, Schreibblockaden, Lernorientierung, Prozessorientierung, Schreibförderung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit der Diskrepanz zwischen kreativem Schreiben und der üblichen schulischen Notengebung in der Grundschule.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die zentralen Themen sind das kreative Schreiben, schulische Diagnoseverfahren und die qualitative Analyse der aktuellen Lehrpraxis im Hinblick auf Bewertungsmöglichkeiten.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, zu verstehen, warum kreative Texte in der Primarstufe kaum Berücksichtigung bei der Benotung finden und welche Bewertungskonzepte hierfür geeignet sein könnten.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Es wurde eine qualitative Untersuchung durchgeführt, bei der zwei Leitfadeninterviews mit Grundschullehrkräften ausgewertet wurden.

Welche Aspekte stehen im Hauptteil im Fokus?

Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen zu Schreibmethoden, Bewertungskonzepte sowie die empirische Untersuchung der Unterrichtspraxis.

Was charakterisiert die Arbeit?

Die Arbeit ist durch ihre Verknüpfung von schreibdidaktischer Theorie und der kritischen Reflexion der Lehrerrolle in Bezug auf die Notengebung charakterisiert.

Warum fällt Lehrern die Benotung kreativer Texte schwer?

Die Lehrkräfte empfinden kreative Texte oft als schwer vergleichbar und normierbar, da sie den Ausdruck der individuellen Persönlichkeit in den Vordergrund stellen, was im Widerspruch zu klassischen Notenrastern steht.

Was schlägt der Autor als Alternative zur punktuellen Benotung vor?

Der Autor verweist auf die Bedeutung prozessorientierter Bewertungsverfahren, wie beispielsweise Schreibprozess-Portfolios, bei denen die Entwicklung der Schreibleistung und nicht nur das Endprodukt im Fokus steht.

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Details

Title
Kreatives Schreiben. Diskrepanz zwischen Individualität und Normierung
College
University of Education Ludwigsburg
Course
Schreibprozesse im Deutschunterricht
Grade
1,0
Author
Daniel Gottschalk (Author)
Publication Year
2017
Pages
28
Catalog Number
V1059989
ISBN (PDF)
9783346558664
Language
German
Tags
kreatives schreiben diskrepanz individualität normierung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Daniel Gottschalk (Author), 2017, Kreatives Schreiben. Diskrepanz zwischen Individualität und Normierung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1059989
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