Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Texte veröffentlichen, Rundum-Service genießen
Zur Shop-Startseite › Pädagogik - Interkulturelle Pädagogik

Kulturelle Pluralität im Bildungsprozess. Kulturelles Kapital als Determinante für Bildungserfolg

Titel: Kulturelle Pluralität im Bildungsprozess. Kulturelles Kapital als Determinante für Bildungserfolg

Akademische Arbeit , 2017 , 25 Seiten , Note: 2,0

Autor:in: Daniel Gottschalk (Autor:in)

Pädagogik - Interkulturelle Pädagogik
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Die vorliegende Arbeit soll Erkenntnisse bezüglich des Einflusses kulturellen Kapitals auf den Bildungserfolg liefern und aufzeigen, wie innerhalb institutionalisierter Bildungsprozesse kulturell bedingte Kapitalien angeglichen werden können. Um diese Fragen beantworten zu können, soll die Entstehung von Bildungsungleichheit und deren Persistenz in Anlehnung an das Habituskonzept skizziert werden.

Zu Beginn dieser Arbeit werden die Begriffe Kultur und Bildung in das Zentrum der Betrachtung gestellt. Zum einen soll versucht werden, den Kulturbegriff näher zu spezifizieren sowie die Begegnungen zwischen den Kulturen und die daraus entstehenden Beziehungsgeflechte – Multikulturalität, Interkulturalität und Transkulturalität – zu beschreiben, zum anderen soll der Begriff der Bildung aus dem institutionalisierten Verständnis der Schulbildung herausgelöst und durch ein differenzierteres Bildungsverständnis in Anlehnung an ROHLFS eingehender betrachtet werden.

Im Anschluss daran werden kulturelle Dispositionen beschrieben, die eine Bildungsungleichheit anhand der Ungleichheitstheorie nach BOURDIEU begünstigen und Einfluss auf den Bildungserfolg im deutschen Schulsystem nehmen – dem kulturellen Kapital kommt hierbei besondere Bedeutung zu. Gemäß BOURDIEU ist dies die wichtigste Determinante, um soziale Ungleichheit durch das Schulsystem zu erklären, was die Ergebnisse der PISA-Studien nochmals unterstreichen.
Abschließend wird die Relevanz der untersuchten Thematik dieser Hausarbeit für das deutsche Schulsystem herausgestellt und ein möglicher Umgang mit kultureller Diversität anhand interkulturell pädagogischer Bemühungen expliziert.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1 Begriffsbestimmungen

1.1 Kultur

1.1.1 Multikulturalität – Interkulturalität – Transkulturalität

1.2 Bildung – mehr als Schulbildung

1.2.1 Differenzierung des Bildungsbegriffs

1.3 Zusammenfassung

2 Kapital und Bildung

2.1 Habitus – sozialer Raum determiniert den Bildungserfolg

2.2 Zusammenfassung

3 Kulturelles Kapital im Bildungsprozess

3.1 Relevanz für das Bildungssystem

3.2 Umgang mit kultureller Vielfalt im Bildungsprozess

4 Fazit

5 Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht den Einfluss des kulturellen Kapitals auf den Bildungserfolg von Kindern und Jugendlichen. Dabei wird der Frage nachgegangen, wie soziale Ungleichheit durch institutionalisierte Bildungsprozesse entsteht und wie ein konstruktiver Umgang mit kultureller Diversität im deutschen Schulsystem gelingen kann.

  • Analyse des Zusammenhangs zwischen kulturellem Kapital und Bildungserfolg
  • Darstellung des Habituskonzepts nach Pierre Bourdieu
  • Differenzierung des Bildungsbegriffs in formale, non-formale und informelle Prozesse
  • Untersuchung von kultureller Pluralität im Bildungssystem
  • Reflexion interkultureller pädagogischer Ansätze zur Förderung der Chancengleichheit

Auszug aus dem Buch

1.1 Kultur

Der Kulturbegriff wird innerhalb des wissenschaftlichen Diskurses vieldeutig interpretiert und verstanden. Eine eindeutige Bestimmung ist in der Literatur nicht zu finden. Beispielsweise vertritt SEGALL die Ansicht, dass Kultur generell keiner Definition unterliegen sollte. Für eine erste Annäherung an die Thematik dieser Hausarbeit scheint diese Ansicht ungeeignet, da sie keinerlei Anknüpfungspunkte ermöglicht. Daher soll als Grundlage der Kulturbegriff nach RAUH näher betrachtet werden. Dieser versteht Kultur als „fundamentales Wesensmerkmal des Menschen“, das Sprache, Gestik, Religion, Verhaltens- und Umgangsformen sowie Werte und Normen gleichermaßen einbezieht. Die dadurch bedingten kulturellen Unterscheidungen erzeugen ein soziales Zugehörigkeitsgefühl – sie dienen als Instrument der Ex- und Inklusion. RAUH beschreibt demnach Eigenschaften und Merkmale, die einem Individuum aufgrund seiner kulturellen Zugehörigkeit zugesprochen werden und Unterscheidungen zwischen sozialen Gruppen zulassen. Damit vertritt er einen eher deskriptiven Ansatz, der es ermöglicht, soziokulturelle Strukturen zu beschreiben.

Um im Verlauf dieser Hausarbeit nicht nur kulturell bedingte Unterschiede herausarbeiten zu können, sondern ebenso die Interaktion von Menschen unterschiedlicher Kulturen zu berücksichtigen, scheint die Erweiterung mit Hilfe einer handlungsbezogenen Definition als geeignet. HERSKOVITS versteht unter Kultur den Teil des Menschen, der zusätzlich zu seiner natürlichen Umwelt geschaffen wurde. Die Absicht, die der Mensch damit verfolgt, führt HERSKOVITS in seiner Literatur nicht explizit aus. Es bleibt die Frage offen, was der Mensch mit der Schaffung kultureller Räume beabsichtigt. Eine für diese Fragestellung geeignete Begründung liefert die Fachwissenschaft der kulturvergleichenden Psychologie: „Kultur ist ein universelles, für eine Gesellschaft, Organisation und Gruppe aber sehr typisches Orientierungssystem. (...) Kultur als Orientierungssystem strukturiert ein für die sich der Gesellschaft zugehörig fühlenden Individuen spezifisches Handlungsfeld und schafft damit die Voraussetzungen zur Entwicklung eigenständiger Formen der Umweltbewältigung.“

Zusammenfassung der Kapitel

1 Begriffsbestimmungen: Dieses Kapitel definiert die zentralen Begriffe „Kultur“ und „Bildung“ und beleuchtet verschiedene theoretische Perspektiven sowie die Differenzierung von Bildungsformen.

2 Kapital und Bildung: Hier wird Bourdieus Kapitaltheorie dargelegt, wobei der Fokus auf dem kulturellen Kapital und dem Habitus als Determinanten für den Bildungserfolg liegt.

3 Kulturelles Kapital im Bildungsprozess: Das Kapitel analysiert die spezifische Situation im deutschen Bildungssystem angesichts zunehmender kultureller Pluralität und diskutiert pädagogische Umgangsweisen.

4 Fazit: Die Arbeit fasst zusammen, dass bereits frühkindliche habituelle Prägungen den schulischen Erfolg maßgeblich beeinflussen und plädiert für einen anerkennenden Umgang mit kultureller Diversität.

5 Ausblick: Der Ausblick thematisiert die Notwendigkeit weiterer Forschung zur Gestaltung der Übergänge zwischen vorschulischen und schulischen Bildungsinstitutionen.

Schlüsselwörter

Kulturelles Kapital, Bildungserfolg, Pierre Bourdieu, Habitus, Bildungsungleichheit, Soziale Ungleichheit, Interkulturelle Pädagogik, Schulsystem, Kultur, Bildung, Migration, Diversität, Institutionalisierung, Sozialisation, Chancengleichheit.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Rolle von kulturellem Kapital und dessen Einfluss auf den Bildungserfolg im deutschen Schulsystem.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die Themen umfassen die Begriffsdefinitionen von Kultur und Bildung, Bourdieus Theorie der Kapitalformen, den Einfluss des Habitus auf Bildungschancen sowie den Umgang mit kultureller Vielfalt in Schulen.

Was ist die primäre Forschungsfrage?

Die Arbeit untersucht, welchen Einfluss kulturelles Kapital auf den Bildungserfolg hat und wie innerhalb des Bildungssystems mit kulturell bedingten Unterschieden umgegangen werden kann.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische Arbeit, die auf einer Literaturanalyse relevanter soziologischer und pädagogischer Ansätze basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung der Begriffe, eine Analyse von Bourdieus Kapitalformen und eine Anwendung dieser Erkenntnisse auf die aktuelle Situation in Bildungsinstitutionen.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit charakterisieren?

Zentrale Begriffe sind kulturelles Kapital, Habitus, Bildungsungleichheit, soziale Ungleichheit und interkulturelle Pädagogik.

Wie definiert die Arbeit das Verhältnis von Familie und Schule?

Die Familie leistet eine habituelle Vorprägung, die maßgeblich darüber entscheidet, wie erfolgreich ein Kind die Anforderungen des formalen Bildungssystems bewältigen kann.

Welchen Stellenwert nimmt die „interkulturelle Pädagogik“ ein?

Sie dient als Lösungsansatz, um durch eine konstruktive Thematisierung kultureller Differenzen (Eigenes und Fremdes) ein besseres Passungsverhältnis im Bildungsprozess zu erzielen.

Ende der Leseprobe aus 25 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Kulturelle Pluralität im Bildungsprozess. Kulturelles Kapital als Determinante für Bildungserfolg
Hochschule
Pädagogische Hochschule Ludwigsburg
Note
2,0
Autor
Daniel Gottschalk (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2017
Seiten
25
Katalognummer
V1059992
ISBN (eBook)
9783346474520
ISBN (Buch)
9783346474537
Sprache
Deutsch
Schlagworte
kulturelle pluralität bildungsprozess kulturelles kapital determinante bildungserfolg
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Daniel Gottschalk (Autor:in), 2017, Kulturelle Pluralität im Bildungsprozess. Kulturelles Kapital als Determinante für Bildungserfolg, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1059992
Blick ins Buch
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
Leseprobe aus  25  Seiten
Grin logo
  • Grin.com
  • Versand
  • Kontakt
  • Datenschutz
  • AGB
  • Impressum